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Eine Fassade schwingt wie Marilyns Kleid

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Dateiname: Fassade_1-2_09_s008.pdf; Nettoformat: (210.00 x 297.00 mm); Datum: 01. Apr 2009 11:35:59; PDF-CMYK-Inksave; L. N. Schaffrath DruckMedien
FASSADE
Trendmaterial Lochblech
Eine Fassade schwingt
wie Marilyns Kleid
Zur Zeit sind die Fassadenbauer noch
damit beschäftigt, die rund 15 000 m2
große Aluminiumlochblechfassade in
zwei Bauabschnitten am Einkaufs- und
Erlebnis-Center „Limbecker Platz“ in
Essen fertig zu montieren. Gewölbte,
farbig leuchtende Glasaugen werden in
die von dem Münchener Stararchitekten
Professor Gunter Henn entworfene
„glänzende Hülle“ eingewoben und
sollen das Gebäude bei Tag und Nacht
zu einem Blickfang werden lassen. Über
7000 in der Werkstatt vorgebogene
Fassadenelemente werden montiert –
viele von ihnen Unikate, die sich zu einer
außergewöhnlichen, schwingenden Form
zusammenfügen werden, die an das
berühmte, schwingende Kleid der Marilyn
Monroe erinnern soll.
Nach den Architektenplänen und einer digitalen Vermessung vor Ort erstellte das
Unternehmen zunächst ein 3-D-Modell,
das auch die beiden spektakulären Eingangsbereiche der Mall maßstabsgerecht
präsentierte.
Rund um die beiden Eingänge schwingt
sich die Fassade in so genannten Reuken
himmelwärts. Sie soll so an das schwingende Kleid der Marilyn Monroe in jener
weltberühmten Filmszene erinnern, in der
die Schauspielerin vom Luftzug eines Lüftungsschachts überrascht wird. Zusammengesetzt ist die Fassade hier auf rund
600 m2 Fläche aus durchschnittlich 2,1 m2
kleinen Lochblechen, von denen nicht
eines mit einem zweiten identisch ist.
Gleiches gilt für die Stahlunterkonstruktion. Alle Fassadenelemente wurden in der
Werkstatt von Ebener in Bad Marienberg
auf Maß für Radien zwischen 19 und 200
Metern vorgebogen.
Gerade einmal vier Konsolen auf einer
Höhe von 20 Metern, jeweils montiert
an einer Geschossdecke, tragen Eigengewicht und Windlasten der Fassadenkonstruktion rund um das übrige Gebäude. Die Lochblechelemente im Rastermaß 3000 x 700 mm sind jeweils mit
vier Klemmprofilen befestigt. Die Unterkonstruktion besteht hierbei aus einem
ebenfalls von Ebener neu entwickelten
und gepressten UK-Profil aus Aluminium.
Um Wärmebrücken zu vermeiden, wurden die Konsolen auf Thermostopp-Platten aus Kunststoff montiert. Zwischen
Dämmung und Fassade blieben rund
400 mm Platz, in denen Abluft- und Zuluftkanäle sowie andere haustechnische
Anlagen untergebracht werden konnten.
Deutsche Rockwool Mineralwoll GmbH & Co. oHG (3)
Keine Kompromisse
bei der Dämmung
Gedämmt wurde die gesamte Gebäudehülle nach Montage der Fassadenkonsolen mit 80 mm dicken Steinwolle-Dämmplatten „Fixrock 035 VS“ von der Deutschen Rockwool. Die Dämmplatten sind
geeignet für die Dämmung von hinterlüfteten Fassaden mit offenen Fugen, da die
schwarze Vlieskaschierung den optischen
Effekt der Schattenfuge erzeugt.
Bautafel
Gedämmt wurde die gesamte Gebäudehülle nach Montage der Fassadenkonsolen mit 80 mm dicken
Steinwolle-Dämmplatten „Fixrock 035 VS“ von der Deutschen Rockwool. 2840 m2 dieser Dämmplatten
gingen in den ersten, 3000 m2 in den zweiten Bauabschnitt.
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FASSADE 1/2 2009
Bauherren: Arcandor AG, Essen / Union
Investment Real Estate AG, Hamburg
Architekt: Prof. Dr. Gunter Henn, Henn
Architekten, München
Fassaden-Profiltechnik: Ebener GmbH,
Bad Marienberg
Technische Beratung: Rolf Ley / Michael Wilder, Deutsche Rockwool Mineralwoll GmbH & Co. OHG, Gladbeck
Die umhüllende, geschlossene Metall-Paneelfassade wird an den Eingängen angehoben – die transparente Glasfassade mit den Schaufenstern darunter sichtbar. Das „Kleid“ der Mall am Limbecker Platz ist mit Pailletten geschmückt, die nachts farbig beleuchtet werden.
Wenn durch eine offene Fassadenverkleidung, wie sie in Essen eingesetzt wird, Feuchtigkeit oder Schlagregen auf die
Dämmplatten trifft, besteht
keine Gefahr, dass der Dämmstoff durchfeuchtet wird. Die
spezielle Struktur der Steinwolle in Kombination mit einer
durchgehenden Hydrophobierung machen „Fixrock“ dauerhaft wasserabweisend und wit-
terungsbeständig. Durch die
Diffusionsoffenheit von Steinwolle entsteht keine Tauwasserbildung im Dämmstoffquerschnitt. Die Deutsche Rockwool
garantiert, dass die Dämmplatten dauerhaft trocken bleiben
– dies gilt auch für die Variante
ohne Vlieskaschierung. Darüber hinaus trägt die konstante
Dämmwirkung zu einer Reduzierung des Energieverbrauchs
und damit für den Gebäudeeigentümer zu einer spürbaren
Kosteneinsparung bei. Ein weiterer wichtiger Punkt: die
Dämmplatten sind nicht brennbar (A1) nach DIN EN 13501-1.
Um bis zu zehn dB kann sich
die Schalldämmung einer Außenwand durch eine Dämmung
mit Steinwolle in Kombination
mit einer vorgehängten Fassade
erhöhen. Angesichts des achtspurig am Gebäude vorbeirauschenden Verkehrs in der Essener Innenstadt bringt damit die
Dämmung einen zusätzlichen
Nutzen, den vor allem die rund
2000 Angestellten der Mieter
in der neuen Mall zu schätzen
wissen werden.
Robust durch
Einbrennlackierung
Durch ein aufkaschiertes schwarzes Vlies bleibt die Dämmung hinter Lochblechfassaden vollkommen unsichtbar (Schattenfugeneffekt).
Für die Fassade wurden ausschließlich Lochbleche und
Unterkonstruktionen mit einer
Pulverbeschichtung nach GSB
AL 631 verarbeitet. Diese extrem robuste Einbrennlackierung macht die Konstruktion
widerstandsfähig gegen UVStrahlung und andere atmosphärische Einflüsse. Sie sorgt
insgesamt für sehr gute Bewitterungseigenschaften – ein
wichtiger Faktor angesichts
von 35 000 m2 Fassadenfläche,
die es zu pflegen und zu erhalten gilt.
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