close

Anmelden

Neues Passwort anfordern?

Anmeldung mit OpenID

Flyer Campylobacter-Infektionen - im Landkreis Altenburger Land

EinbettenHerunterladen
Welche Schutzmaßnahmen sind
möglich?

Auf nicht pasteurisierte Milch und Milchprodukte sollte verzichtet werden.
Da Campylobacter während der Erkrankung, aber auch in Einzelfällen noch nach
der Genesung, über 2 bis 4 Wochen mit
dem Stuhl ausgeschieden werden, können
Personen schon über kleinste Verunreinigungen die Krankheitserreger auf Gegenstände oder Speisen übertragen. Um dies
zu verhindern, ist folgendes hygienisches
Vorgehen während der Erkrankung und der
Phase der Ausscheidung des Erregers notwendig:

Fleisch-, Wurst- und Geflügelprodukte
müssen vor dem Verzehr ausreichend
erhitzt werden und Speisen, die mit rohen Eiern zubereitet werden, sollten
vermieden werden.

Auf eine gute Küchenhygiene muss geachtet werden.

In Gemeinschaftseinrichtungen sollten
grundsätzlich Flüssigseife und Einmalhandtücher aus geeigneten Spendern
verwendet werden.


Die Hände sollen nach jedem Toilettenbesuch mit einer alkoholischen Händedesinfektionslösung eingerieben (etwa
3ml 30 Sekunden lang verreiben) und
erst danach gründlich unter fließendem
Wasser mit Seife gewaschen werden.
Dies gilt auch nach Kontakt mit vermutlich kontaminierten Gegenständen (z. B.
Windeln), Arbeitsgeräten und -flächen in
der Küche.
Nach jedem Toilettenbesuch sind die
Spülarmatur sowie die WC-Brille mit einem geeigneten Haushaltsreiniger oder
Desinfektionsmittel abzuwischen.

Jeder sollte zu Hause sein eigenes
Handtuch verwenden oder Einmalhandtücher benutzen.

Im häuslichen Bereich sollte der Erkrankte nicht für die Familie kochen.
Für weitere Informationen steht Ihnen
Ihr Hausarzt oder der Fachdienst
Gesundheit (Gesundheitsamt) zur VerVerfügung!
Impressum:
Landratsamt Altenburger Land
Fachdienst Gesundheit
Lindenaustraße 31, 04600 Altenburg
Telefon: 03447 586-831
E-Mail: gesundheit@altenburgerland.de
Quelle: Robert-Koch-Institut
Stand: Mai 2013
www.altenburgerland.de
Eine Empfehlung des
Fachdienstes Gesundheit
Wie schütze ich
mich vor
Campylobacterinfektionen?
Was bedeutet der Erreger?
Inkubationszeit?
Gibt es eine Schutzimpfung?
Campylobacter sind Bakterien, die weltweit
vorwiegend im Darm von Geflügel (Hähnchen),
Nutztieren (Schaf, Rind und Ziege), aber auch
bei Haustieren (junge Hunden und Katzen) vorkommen. Die Erreger können bei niedrigen
Umgebungstemperaturen einige Zeit in der
Umwelt oder in Lebensmitteln überleben. Sie
vermehren sich aber nicht außerhalb des
Wirtsorganismus, also z. B. in Lebensmitteln.
Darin unterscheiden sie sich von den Salmonellen.
Der Erregernachweis ist nach dem Infektionsschutzgesetz meldepflichtig.
Die Inkubationszeit beträgt in der Regel 2
bis 5 Tage.
Eine Schutzimpfung gegen Campylobacter
steht nicht zur Verfügung.
Dauer der Ansteckungsfähigkeit?
Welche gesetzlichen Vorschriften nach
dem Infektionsschutzgesetz (IfSG) sind zu
beachten?
Wie erfolgt die Übertragung?
Die Infektion mit Campylobacterbakterien erfolgt hauptsächlich durch Nahrungsmittel, die
mit Campylobacterbakterien verunreinigt sind.
Hierzu zählen insbesondere unzureichend
erhitztes Geflügelfleisch oder Geflügelprodukte (nicht aber Eier), rohes Hackfleisch, nichtpasteurisierte Milch, verunreinigtes nicht aufbereitetes Trinkwasser und an Durchfall erkrankte Heimtiere.
Eine Mensch-zu-Mensch-Ansteckung ist selten. Da die Bakterien mit dem Stuhl ausgeschieden werden, können sie bei unzureichender Händehygiene von Erkrankten,
Ausscheidern oder Personen, die in der Küche rohe, mit Campylobacter behaftete Lebensmittel zubereitet haben, über die Hände
weitergegeben werden (fäkal-orale Übertragung, sog. Schmierinfektion). Auch Infektionen beim Baden in mit Campylobacter verunreinigten Oberflächengewässern sind beschrieben.
Die Patienten sind potenziell infektiös, solange
Erreger im Stuhl ausgeschieden werden. Die
mittlere Ausscheidungsdauer beträgt 2 bis 4
Wochen.
Wie verläuft die Erkrankung?
Erste Krankheitszeichen einer Campylobacterinfektion sind Frösteln, Gliederschmerzen und ein
allgemeines Krankheitsgefühl. Meistens setzt
dann nach etwa einem halben bis einem Tag
ein plötzlicher Fieberanstieg ein und es kommt
zu krampfartigen Bauchschmerzen, Übelkeit,
Schwindel und Durchfällen. In der Regel klingt
das Fieber binnen weniger Tage, der Durchfall
nach ca. 2 bis 7 Tagen ab. Bei schweren Verläufen kann der durchfallbedingte Wasser- und
Salzverlust schnell zu einer lebensbedrohlichen
Situation führen, insbesondere bei Säuglingen,
Kleinkindern, Schwangeren, älteren Menschen
und abwehrgeschwächten Personen.
Wie erfolgt die Behandlung?
In aller Regel reicht eine Behandlung der Beschwerden aus (sog. symptomatische Behandlung). Es sollte reichlich getrunken werden, um Flüssigkeits- und Salzverluste, die
durch Erbrechen und Durchfall entstehen,
auszugleichen. In schweren Fällen kann eine
Behandlung mit Antibiotika und/oder Infusionen notwendig sein.
Während der Dauer ihrer Erkrankung sollten
Patienten zu Hause bleiben und die nachfolgend aufgeführten Hygienemaßnahmen beachten. Nach Abklingen des Durchfalls können
Gemeinschaftseinrichtungen wieder besucht
werden. Ein schriftliches ärztliches Attest ist
nicht erforderlich. Bei Kleinkindern in Kindertagesstätten ist wegen der Möglichkeit einer direkten Übertragung von Mensch zu Mensch jedoch weiterhin Vorsicht geboten und die Durchführung der aufgeführten Hygienemaßnahmen
sollte durch die Einrichtung selbst überwacht
werden.
Für Kontaktpersonen sind keine besonderen
Maßnahmen erforderlich, solange kein Durchfall auftritt.
Personen, die an einer CampylobacterInfektion erkrankt sind oder bei denen der Verdacht auf eine Erkrankung besteht, dürfen gemäß § 42 IfSG nicht in Lebensmittelbetrieben
tätig sein. Diese Personen dürfen beim Herstellen, Behandeln oder Inverkehrbringen bestimmter Lebensmittel nicht tätig sein, wenn sie mit
den Lebensmitteln in Berührung kommen. Das
gilt auch für Beschäftigte in Küchen von Gaststätten und sonstigen Einrichtungen mit oder
zur Gemeinschaftsverpflegung. Die Aufhebung
eines solchen Tätigkeitsverbotes erfolgt in Absprache mit dem Gesundheitsamt.
Document
Kategorie
Gesundheitswesen
Seitenansichten
11
Dateigröße
252 KB
Tags
1/--Seiten
melden