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Dorferneuerung ja, aber wie (teuer) ? - SPD-Ortsverein Erkeln

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Dorferneuerung ja, aber wie (teuer) ?
Das war die beherrschende Frage, die am 7. Dezember
anläßlich der Bürgerbeteiligung zur geplanten Dorferneuerung
im Bereich Bachstraße-Dorfstraße immer wieder an den Leiter
des städtischen Bauamtes, Herrn Rode, von seiten der zahlreich
erschienenen Erkelner(innen) gestellt wurde.
Aber der Vertreter der Stadt "mauerte" kräftig (oder war er nur
schlecht vorbereitet?) und weigerte sich hartnäckig, irgendwelche
Zahlen zu nennen. Gleichzeitig setzte er die Anwohner unter
Druck, indem er ankündigte, daß eine Straßenerneuerung in den
nächsten Jahren in jedem Falle für den angesprochenen Bereich
anstände und dann sicherlich noch teurer würde. Im Augenblick
seien von den Anliegern 50 % der Gesamtkosten
aufzubringen, wobei noch zu klären ist, ob ein Teil der Dorfstraße
und Bachstraße, die auch für den Linienverkehr genutzt wird, nicht
auf einen Anliegeranteil von 30 % herabzustufen wäre. Ein entsprechender Antrag zur Umwidmung soll jedenfalls in der nächsten
Bezirksausschußsitzung am 19.12.95 gestellt werden. Die ganze
Veranstaltung soll demnächst in der Form wiederholt werden, daß
konkretere Aussagen über die Kosten für die einzelnen Anlieger
vonseiten der Stadt gemacht werden. Außerdem sollen die
Gespräche nur mit den betroffenen Anliegern geführt werden, um
den Teilnehmerkreis überschaubarer zu machen.
Eines ist klar, die geplanten Dorferneuerungsmaßnahmen werden sicherlich die Wohnqualität steigern und das Gesamtbild
unseres Dorfes attraktiver machen. Dabei werden aber Kosten
für die Anlieger entstehen, die sich im Augenblick noch nicht
definieren lassen. Eigenleistung soll möglich sein, um diese zu
verringern. Die Katze jedoch "im Sack" zu kaufen, ist
unzumutbar. Hier muß die Verwaltung in jedem Fall "Farbe
bekennen"!
Städtische Wassergewinnung wird zentralisiert
In der letzten Sitzung des Werksausschusses am 5. Dezember
votierten die Mitglieder mehrheitlich für eine Zentralisierung
der städtischen Wasserversorgung, um Kosten für
Unterhaltung , Kompensationszahlungen an Landwirte und
Sanierungen in Grenzen zu halten.. So sollen künftig die
Brunnen in Ostheim und Sudheim (insgesamt 5 Brunnen) die
Wasserversorgung sicherstellen.
Unter Umständen könnte auch der Rieseler Brunnen einbezogen
werden, soweit seine Nitratwerte dies zulassen. Eine Schutzzone
mit Auflagen an die betroffenen Landwirte soll sicherstellen, daß
die Qualität des Wassers (u.a. auch die Nitratwerte) gewährleistet
ist. Die schon seit Jahren wegen zu hoher Nitratwerte nicht mehr
genutzten Brunnen in Hampenhausen und in Hembsen werden
endgültig stillgelegt.
Die Brunnen in Erkeln, Bökendorf, Schmechten und Gehrden
werden ebenfalls stillgelegt, sobald deren Nitratwerte über den
Grenzwert von 50mg/l steigen und die Wasserrechte auslaufen. Für
den Erkelner Brunnen, der in den letzten Jahren neben Sudheim
die niedrigsten Nitratwerte hatte, laufen die Wasserrechte am
30.09.1998 aus. Erst dann soll nach dem Antrag der SPD, der
mehrheitlich angenommen wurde, entschieden werden, ob eine
endgültige Schließung in Frage kommt. Vielleicht könnte der Erkelner Brunnen nämlich bei weiter niedrigen Nitratwerten zur Verschneidung des übrigen Trinkwassers herangezogen werden, falls
die Werte im Ostheimer Feld wider Erwarten über 50mg/l steigen
sollten.
Nitratwerte der Brakeler Brunnen in mg/l (Stand vom 1.12.95)
Ostheim Sudheim
Schmechten
44
37
41
Erkeln
41
Bökendorf
41
Gehrden
40
45
Riesel
Vereinsförderungsmittel 1995
Folgende Erkelner Vereine erhielten auf Antrag Fördermittel vonseiten des Bezirksausschusses:
TUS Erkeln
600.- DM
Blaskapelle Erkeln
400.- DM
Spielmannszug
400.- DM
Katholische Frauengemeinschaft 447.43 DM
Pfarrbücherei
300.- DM
Katholische Landjugend
200.- DM
Unser Dorf soll schöner werden
Die Kommission für diesen Kreiswettbewerb hat für die erbrachte
Eigenleistung beim Neubau des Feuerwehrgerätehauses einen Sonderpreis in Höhe von 300.-DM vergeben. Dieser soll nach Meinung des Ausschusses der Erkelner Feuerwehr für ihr Engagement
übergeben werden. Wir gratulieren!
Erkelner "Wunschzettel" für den Haushalt 1996
Folgender Prioritätenkatalog wurde vom Ausschuß aufgestellt:
1) Realisierung der Dorferneuerung im Bereich Dorfstraße /
Bachstraße mit Übernahme der in 1994 und 1995 ausgewiesenen
und bisher nicht abgerufenen Gelder
2) Erschließung des Baugebietes "Gelle Breite"
3) Ausbesserung der Straße "Grüne Bache"
4) Hallensanierung (Neuerstellung der Herrentoilette und
Bodenversiegelung)
5) Erneuerung des Geländers am Bacheinlauf in die Nethe
6) Ballfangzaun für den Sportplatz
7) Pflegemaßnahmen an den Ortsein(aus)gangsschildern
Friedhofsangelegenheiten
Die drei Gräberreihen im linken Eingangsbereich werden eingeebnet. Es werden Schilder aufgestellt, die auf diese Maßnahme
hinweisen. Angehörige werden nicht gesondert benachrichtigt. Die
freiwerdende Fläche soll begrünt und mit Bänken versehen werden.
Dank des Engagements einiger Mitglieder der Schützenbruderschaft wurde eine obere Wasserentnahmestelle eingerichtet und die
Friedhofskapelle innen und außen mit einem neuen Anstrich versehen. Dieses Engagement verdient Lob und Anerkennung, beweist
es doch, daß dörfliche Gemeinschaft in Erkeln kein Schlagwort,
sondern mit Leben erfüllt ist.
Ein weiteres Anliegen des Ausschusses ist auch die Erstellung eines Vordaches an der Friedhofskapelle und eine Überdachung
für die Glocke.
Die rechte Birke im unteren Friedhofsbereich soll entfernt und
durch ein passendes Gehölz ersetzt werden. Des weiteren schlägt
der Ausschuß vor, durch Fahrbahnmarkierungen Parkbuchten vor
dem
Friedhof
zu
erstellen,
die
gleichzeitig
geschwindigkeitsreduzierend wirken sollen. Diese Maßnahme war
von der Erkelner SPD schon einmal beantragt worden.
Vergabe von Hausnummern
Im Tweeteweg werden folgende Grundstücke mit Hausnummern
versehen:
Nr. 2 : Franz und Sigrid Rehrmann
Nr. 4 : August Hoischen
Literatur über Erkeln
Die PESAG veröffentlichte in ihrem Buch "Die Hochstiftkreise
und Lippe um 1900" folgenden Ausschnitt über Erkeln:
Gemeinde Erkeln m it 764 Einwohnern
Der Ort ist wohlhabend. Zu verzeichnen sind: 3 Gasthäuser, 4
Fleischer, 3 Stellmacher, 2 Schmiede, 1 Sattler, 1 Korbmacher.
Das Holzsägewerk und die Mühle, Besitzer Rein, hat Wasserund Dampfbetrieb und eine eigene elektrische Anlage, gibt
jedoch an Abnehmer keinen Strom ab. Über 40 Morgen haben
29 Landwirte mit einem gesamten Besitz von 2.704 Morgen.
Anmerkung der Redaktion: Dem Leser bleibt es unbenommen,
Vergleiche mit der heutigen Infrastruktur unseres Ortsteils
anzustellen und sich so seine Gedanken zu machen.
Zahlreiche Poststellen in den Ortsteilen geschlossen !
Mit einer wahren Schließungswelle von Postfilialen überraschte
die Deutsche Post AG Städte und Gemeinden im Kreis Höxter. So
werden (bzw. sind) die Postfilialen in Hembsen und Bökendorf geschlossen. Nicht einmal sog. Postagenturen in bestehenden Lebensmittelläden war die Deutsche Post AG bereit, einzurichten, da
sie nicht den erhofften Erfolg brächten. Alle Fraktionen im Rat kritisierten diese überstürzten Maßnahmen der Post. Ratsherr Korte,
SPD, bemängelte, daß die zukünftige Bauleitplanung der Städte
und damit die Bevölkerungsstrukturen und -entwicklung überhaupt
nicht berücksichtigt würden. So werden z.B. in Hembsen
demnächst 50 neue Bauplätze ausgewiesen, ohne daß dies von der
Deutschen Post AG zur Kenntnis genommen werde. In einer
gemeinsamen Resolution mißbilligten die Ratsmitglieder den
Rückzug
postalischer
Dienstleistungen
aus
den
Flächengemeinden.
Fazit für Erkeln: Noch haben wir unsere kleine, aber feine Poststelle, tun wir alles, damit sie uns möglichst lange erhalten bleibt.
Indem wir Briefe, Päckchen, Einschreiben etc. statt in der Kernstadt konsequent hier bei uns vor Ort abwickeln, kann jeder von
uns seinen bescheidenen Beitrag zur Erhaltung der Poststelle
leisten. Also mitmachen und die Weihnachtssendungen dieses
Jahr in Erkeln einliefern!
Rätsel des Monats
Was ist das ?
Die einen wollen bauen und können es nicht, die anderen könn(t)en
bauen und wollen es nicht.
(Für konkrete Lösungsvorschläge aus diesem Dilemma wären Redaktion und manche junge Familie in Erkeln dankbar)
Erhöhung der Müllgebühren ab 1.1.1996
Folgende Gebührenerhöhungen stehen ab 1.1.96 bei der Restmüllabfuhr an(in Klammern die bisherigen Gebühren., die erst am
1.1.94 erhöht worden waren):
8o l-Eimer
120 l-Eimer
240 l-Eimer
211.-DM (185,10 DM)
316.-DM (277,60 DM)
632.-DM (555,30 DM)
Zum Teil beruhen die erhöhten Kosten auf der ab 1996 geplanten
Erhöhung der Deponiekosten in Wehrden von bisher 276.-DM/to
auf 325.-DM/to.
Ab 1996 wird erstmals auch sog. Elektronikschrott getrennt erfaßt
und einer Wiederverwertung zugeführt. Dieser umfaßt neben Fernseh-,Hifi- und Küchenkleingeräten auch Computer, die dann nicht
mehr wie bisher über den Sperrmüll entsorgt werden dürfen. Die
Geräte können an den Wertstoffhöfen der Deponien in Wehrden
und Borgentreich, bei den Behindertenwerkstätten in Warburg, Driburg und Ottbergen abgegeben werden. Außerdem soll wie beim
Sperrmüll über eine Abrufkarte ein Sammelfahrzeug angefordert
werden können. Die Zerlegung der Geräte wird in heimischen
Behindertenwerkstätten durchgeführt und sorgt dort für die
Schaffung neuer Behindertenarbeitsplätze.
Die Biotonne kommt!
Ab 1.9. 1996 ist es so weit. Dann bekommt jeder Haushalt
entweder eine grüne 120- oder 240 l-Tonne, die sog. Biotonne, in
die dann sämtliche anfallenden organischen Abfälle, die bisher in
die graue Tonne wanderten oder selbst kompostiert wurden,
entsorgt und in der Kompostanlage in Oeynhausen bei Steinheim
zu Kompost verarbeitet werden können. Die Abfuhr soll 14tägig
erfolgen, während die graue Restmülltonne dann nur noch 4wöchig
entleert wird. Auch eine Strauchschnittabfuhr ist zweimal
jährlich geplant. Nach einer Probezeit von 4 Monaten soll dann
jeder Anschlußnehmer entscheiden, ob er die entsprechende
Tonnengröße beibehalten oder verkleinern bzw. vergrößern
möchte. Während CDU und Verwaltung sich vehement für einen
Anschluß- und Benutzerzwang aussprachen(schließlich muß das
Kompostwerk ja ausgelastet werden) und erst später über eine
mögliche Befreiung zu dann noch festzulegenden Bedingungen mit
sich reden lassen wollen, war die SPD-Fraktion der Meinung, hier
sollte den Bürgern reiner Wein eingeschenkt werden, indem die
zusätzlich zu erwartenden Kosten für 1997 genannt würden(weitere
Müllgebührenerhöhung!) und vor allem eine grundsätzliche
Befreiungsmöglichkeit für Eigenkompostierer festgeschrieben
würde. Dieser Antrag wurde von der Mehrheitsfraktion
abgeschmettert. Die Vermutung, daß man möglichst keine
Befreiung wünscht und damit Eigenkompostierung und Abfallvermeidung zunichtemacht (obwohl vollmundig das Gegenteil
in den Broschüren der AWG Höxter behauptet wird) liegt auf der
Hand, wenn man in dem Musterantrag der AWG Höxter zur
Befreiung von der Biotonne u.a. verpflichtet wird,
Grundstücksgröße, Gartenfläche(unterteilt in Rasen, Nutzgarten,
Ziergarten in qm), genaue Verwertung von Knochen, Unkräutern,
Rasen, Speiseresten und Schalen von Zitrusfrüchten anzugeben,
außerdem noch eine zweckentsprechende Verwertung des
Komposts garantieren muß, ohne den Boden zu überdüngen, wobei
dies (wie auch immer) überprüft werden kann. Es soll auch
möglich sein, zusammen mit Nachbarn eine gemeinsame Biotonne
zu erwerben. Weitere Einzelheiten (vor allen Dingen Kosten) nach
dem Willen von CDU, Bündnis 90/Grüne und UWG im nächsten
Jahr zu dieser Zeit nach dem Motto "Alle Jahre wieder..."
Winterwanderung und Gemütlicher unseres
Ortsvereins
Dieses Mal wollen wir unsere Winterwanderung und unser
gemütliches Beisammensein erst im neuen Jahr durchführen, das
erfahrungsgemäß weniger terminbeladen ist als die Weihnachtszeit.
Am Samstag, dem 13. Januar geht es um 15.00 Uhr bei Korte,
Gelle Breite 2, los. Unter sachkundiger Führung unseres Mitglieds
Hannes Göke geht es durch Feld, Wald und Flur. Unterwegs gibt´s
Gelegenheit für eine Stärkung. Der Abend mit zünftigem Essen ist
bei Hermann (Feistel) geplant. Es wird wieder eine Tombola mit
interessanten Preisen geben. Hierzu sind alle Mitglieder, ihre
Familienangehörigen und auch Freunde der SPD herzlich
eingeladen. Anmeldungen bitte bei Renate Korte, Burkhard
Löneke oder Manni Kühlewind.
* * * * Besinnliches * * * *
Das Weihnacht sfe st
Das Weihnacht sfe st, das sollte Dich
erinnern an den Tag, wo in der Krippe
in dem Stall
das Jesu s kind einst lag,
wo freudig ihm die Hirten Trank
und Speise mitgebracht.
Hast Du in Deinem Glück schon mal
darüber nachged a c ht,
daß Du, der Du so manche s hast,
sehr dankbar solltest sein dann zieht bei diesem Weihnacht sfe st
der Friede bei dir ein.
(Mit freundlicher Genehmigung von Frau Theresia Bracker)
Wir wünschen allen unseren Leserinnen
und Lesern
ein friedvolles Weihnachtsfest
und alles Gute im Neuen Jahr!
Ihr Dorfblättchen
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Seele and Geist
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