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Bilder wie ein Blick aus rasendem Auto - Wolfsberger Zeitung

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Kultur & Veranstaltungen
Teil 8 der Serie Lavanttaler Künstler im Portrait: Klaus Hollauf
Auf geistiger & kreativer Wanderschaft
Klaus Hollauf, der 1957 in Wolfsberg geboren ist, wollte seit seiner Mittelschulzeit Künstler werden bzw. auch Kunst unterrichten. Heute
ist sein Lebensmittelpunkt Pottenstein in Niederösterreich, wo er lebt und arbeitet. Seine Themenschwerpunkte, die er mit unterschiedlichsten Materialien auf Holz, Papier oder Leinwand bringt, sind dynamische Körper und Reise-Motive.
V
on 1978 bis 1984 studierte er an der Hochschule Mozarteum in
Salzburg Malerei bei Prof
Peter Prandstetter, was ihn
dann endgültig davon überzeugt hat, den Beruf des Künstlers zu ergreifen. Von 1985
bis 1993 verschlägt es Hollauf
dann aber doch noch einmal
ins Lavanttal, wo er im Stiftsgymnasium in St. Paul Bildnerische Erziehung unterrichtet
und gleichzeitig auch viele
Ausstellungen organisiert.
„Im Jahr 1993 habe ich mich
dann aber nach Berndorf in
Niederösterreich
versetzen
lassen, um näher am Kunstgeschehen in Wien zu sein“, so
Hollauf.
Seit 1995 ist er Mitglied des
Kärntner und Badener Kunstvereins und kann auf zahlreiche Ausstellungen in ganz
Österreich zurückblicken.
Menschen & Reisen
Warum er sich fast ausschließliche mit den Themen Körper
und Reisen beschäftigt, erklärt
der erfolgreiche Künstler so:
„Das Thema Mensch ist mir
schon immer ein zentrales
Anliegen gewesen. Die psychologische Vielschichtigkeit
der menschlichen Natur, die
positiven
Entfaltungsmöglichkeiten aber auch die Vergänglichkeit sind für mich
wesentliche Aspekte meines
Menschenbildes. Nach meiner Erkrankung 2006 ist für
mich das Reisen und die damit
verbundenen Motivbearbeitungen wichtig geworden. Meine
Reiseziele sind verschieden:
Kulturstädte, Naturbesonderheiten und Begegnungen mit
Menschen anderer Kulturen.“
Arbeitsweise
Igor Pucker, Direktor des
Museums im Lavanthaus und
Kunstexperte, beschreibt die
Arbeitsweise von Klaus Hollauf mit folgenden treffenden
Sätzen: „Er besitzt das notwendige Maß an Flexibilität
und visionärer Kraft, um seine
künstlerischen Ziele zu verfolgen. Seine künstlerische Existenz ist Ausdruck ständiger
geistiger und kreativer Wanderschaft.
Im emotionalen Zugang zu
den Phänomenen des Lebens
interessiert Hollauf der Mensch
und die Natur.
Sichtbar wird oft eine starke
Betonung des Zeichnerischen.
Mit der kraftvollen Linienführung und impulsiven Pinselschrift verleiht der Maler den
Arbeiten Dynamik und Spannung.
Eine gedämpfte Farbskala
verbunden mit Helldunkelkontrasten prägen viele Werke.
Oft entfaltet sich ein lineares
Figurenmotiv, das durch helle
Farbflecken die Aufmerksamkeit des Betrachters zusätzlich
auf sich zieht.
In seiner assoziativen Annäherung an die gewählten Themen
schafft er mit sicherer Hand
die Balance aus Expressivität
und Lyrik. Hollauf erzielt mit
seiner Arbeitsweise eine Dramaturgie, die fern idealisierender Menschenbilder steht.“
Im Portrait:
Klaus Hollauf
Wohnort:
Pottenstein / NÖ
Geboren: 1957 in Wolfsberg
Kontakt & Infos: 0650 /230-00-18, klaus.hollauf@gmx.at,
www.klaus-hollauf.com
Ausstellungen:
Beteiligung an der Ausstellung zum
100-jährigen Bestehen des Kärntner
Kunstvereins, Künstlerhaus Klagenfurt, läuft
noch bis 23. Dezember 2014
2015 plant er eine Ausstellung gemeinsam mit
Doris Libiseller, die auch eine Lavanttalerin ist
sowie weiters eine Kooperation mit „Belle Arti“
in Wien.
Lebenslinien
In einem Vorwort zu seinem
Katalog „Lebenslinien – Arbeiten 1986 bis 2012“ ist in
einem Vorwort von Thomas
Stadler zu lesen: „Hollauf
sucht im Darstellen authentische ursprüngliche bildnerische Ausdrucksformen und
nötigt sich dabei immer wieder
zum Ausschalten intellektueller
oder klischeehafter Bildkontrolle. Weniger die Abstraktion
als vielmehr die Reduktion,
gebrochen durch zahlreiche
Überarbeitungen, leitet sein
leidenschaftliches Interesse an
der menschlichen Figur.
Bezug zum Lavanttal
Öfters im Jahr besucht Hollauf
Verwandte und Freunde aus
seiner St. Pauler Zeit und pflegt
auch den Kontakt zu seinen
Künstlerkollegen im Tal.
Ein Grund für seine Besuche in
der Heimat ist auch, dass ihm
die Landschaft mit den langgestreckten Bergen Koralpe und
Saualpe besonders gut gefällt.
Auch stellt er immer wieder
fest, dass Wolfsberg eine interessante Stadt mit einem großen Kulturangebot ist.
Martina Stronegger
Wolfsberger Zeitung | 37
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Kunst und Fotos
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