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Generation „Benefit“? Wie ticken Jugendliche... - EJSA Bayern

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Generation „Benefit“?
Wie ticken Jugendliche...
Schönheit, Spiritualität und die Frage nach dem Nützlichen: Das ist
jungen Menschen wichtig. Mit der ersten Sinus-Jugend-Studie geben MISEREOR und BDKJ Einblicke in junge Lebenswelten.
Köln, 31. März. Sich viele Optionen offen halten, pragmatisch und flexibel
sein, andocken, wo es nützt: Junge Menschen in Deutschland haben in
der Regel eine pragmatische Lebensorientierung. Dabei hat die als „Modern Performing“ bezeichnete Grundorientierung erheblichen Einfluss
auf die aktuelle und zukünftige Sozialstruktur und Kultur der Gesellschaft. Das ist ein Ergebnis der Sinus-Jugend-Studie. Diese haben der
Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) und MISEREOR - das
Entwicklungshilfswerk der katholischen Kirche - heute vorgestellt.
Das Heidelberger Sinus-Institut hat im Auftrag von BDKJ und MISEREOR Lebenswelten junger Menschen mit dem Modell der Sinus-Milieus beleuchtet. Die
Herausgeber
BDKJ & MISEREOR
heute vorgestellte Untersuchung gibt differenzierte Einblicke in die Lebensstile
junger Menschen, über ihre Wertvorstellungen, Sehnsüchte, Zukunftsentwürfe,
Pressekontakte
Einstellungen zu Gemeinschaft und Engagement. Erstmals zeigen die SinusMilieus die Haltung junger Menschen gegenüber Religion und Kirche. Für die
qualitative Pilot-Studie hat das Institut 132 junge Menschen in drei Altersgrup-
BDKJ-Bundesstelle
Michael Kreuzfelder
pen untersucht: Jugendliche (14 bis 19 Jahre), junge Erwachsene (20 bis 27
40477 Düsseldorf
Jahre) und erstmals auch Kinder (9 bis 13 Jahre).
T 02 11 / 46 93-155
M 0178 / 795 60 99
Jugend ist nicht gleich Jugend
presse@bdkj.de
www.bdkj.de
Sinus unterscheidet dabei sieben Milieus: Traditionelle, Bürgerliche, KonsumMaterialisten, Postmaterielle, Hedonisten, Moderne Performer und Experimentalisten. Dabei „ticken“ Jugendliche in den Milieus, was Lebensstil, Geschmack, Musikvorlieben, Medien-Nutzung, Zukunftsvorstellungen und Sehn-
MISEREOR
Michael Mondry
Anna Steinacher
40420 Aachen
süchten angeht, sehr unterschiedlich.
T 0241 / 442 - 528
M 0170 / 572 45 53
Während die traditionellen Milieus auf Bewährtes setzen („Das war bei uns
mondry@misereor.de
schon immer so“), ist in Milieus mit Neuorientierung alles offen und möglich,
www.misereor.de
probieren junge Menschen immer wieder Neues aus und kombinieren mit Be-
Spendenkonto
10 10 10
stehendem. Im hedonistischen Milieu leben Jugendliche im „Hier und Jetzt“,
ohne Zukunftspläne, aber mit Selbsterfahrung stiftenden „Kicks“ (z.B Musik).
BLZ 370 601 93
Pax Bank Aachen
Klare Abgrenzungslinien zwischen Milieus
Überraschend ist, dass es in der soziokulturellen Landschaft zwischen bestimmten Milieus klare Abgrenzungslinien gibt. So entwickeln nahezu alle Milieus eine Distanz gegenüber dem Konsum-Materialisten-Milieu. „Die Realität
ist in der Regel eine selbstverordnete und selbstbewusste Kontaktsperre“,
heißt es in der Studie. Die hedonistischen und mehr noch die konsummaterialistischen Jugendlichen sind gesellschaftlich wenig akzeptiert, oft sogar
„abgehängt“.
Gemeinschaft übers Internet
Dennoch gibt es Gemeinsamkeiten zwischen den Milieus. So erleben junge
Menschen Gemeinschaft heute primär übers Internet. „Die digitale Kommunikation ist eine primäre Form von Sozialität“ und damit von Zusammenleben.
Gerade für Jugendliche und junge Erwachsene in zukunftsorientierten Milieus
sind Mobilität, Flexibilität sowie soziale und virtuelle Vernetzung entscheidend
(z.B. die Internetforen SchülerVZ und StudiVZ ). Gleichzeitig gibt es aber auch
Gegenströmungen zum Internet-Hype: Den Prozess der Entschleunigung. Wo
das Internet dominiert, wird Papier wieder interessanter, was der Erfolg post-
Herausgeber
moderner Magazine belegt.
BDKJ & MISEREOR
Ästhetik, das Streben nach dem Schönen, spielt in allen Milieus eine entscheidende Rolle: Schönheit ist alles, das Outfit entscheidet. Übergreifend erkenn-
Pressekontakte
bar ist auch eine ausgeprägte pragmatische, zielgerichtete Lebens-
BDKJ-Bundesstelle
Michael Kreuzfelder
Perspektive.
40477 Düsseldorf
Spiritualität ja, Kirche nicht unbedingt.
T 02 11 / 46 93-155
M 0178 / 795 60 99
Die Sinus-Jugend-Studie zeigt, dass das Gros junger Menschen nach dem
„Richtigen und Wahren“ sucht. Spiritualität ist demnach bei jungen Menschen
presse@bdkj.de
www.bdkj.de
angesagt. Die katholische Kirche und deren Organisationen erreichen mit ihrer
Jugend(verbands)arbeit in Bezug auf Bekanntheit, Attraktivität, Engagement
mehr als ein Drittel der jungen Milieus, hier vor allem die Traditionellen, die
MISEREOR
Michael Mondry
Anna Steinacher
Bürgerlichen und die Post-Materiellen. In diesen Milieus leben etwa ein Viertel
40420 Aachen
aller jungen Menschen. Bei den von Sinus diagnostizierten zukünftigen Leitmi-
T 0241 / 442 - 528
M 0170 / 572 45 53
lieus, den Performern und Experimentalisten, haben die katholischen Verbände und Kirche insgesamt nur sporadischen oder überhaupt keinen Kontakt. Zu
mondry@misereor.de
www.misereor.de
diesen beiden Milieus gehören etwa 39 Prozent aller Jugendlichen.
Spendenkonto
10 10 10
Das erklärt die Studie unter anderem so: „Der Pragmatismus, die Technologieund Medienaffinität und das insgesamt lustvolle wie verantwortungsbewusste
BLZ 370 601 93
Pax Bank Aachen
Leben dieser Jugendlichen stellen Erwartungen an Kirche, die sie aus jugendlicher Sicht derzeit nicht erfüllt.“ Man finde in katholischen Jugendverbänden
zwar Gemeinschaft und könne sich in Projekten engagieren – aber Sozialität
findet man als Jugendlicher auch in anderen Sozialformen oder Organisationen. Dazu kommt, dass „die meisten keine Vorstellung davon haben, was für
sie Vorteile und Nutzen einer katholischen Jugendarbeit sein könnten.“
„Katholische Jugendarbeit ist immer im Wandel. Deshalb stellen wir uns den
Herausforderungen gerne. Mit den Ergebnissen haben wir ein gutes AnalyseInstrument, um zu schauen, wie wir in Zukunft auf weitere Milieus zugehen
können. Damit setzen wir auch Impulse für die gesamte katholische Kirche in
Deutschland“, kommentiert der BDKJ-Bundesvorsitzende Dirk Tänzler.
Organisationen mit internationaler Vernetzung rufen bei jungen Menschen
starkes Interesse und Neugier hervor. Deshalb sieht MISEREOR die Chance,
mit einer für Jugendliche ansprechenden Kommunikation jungen Menschen
die internationale Projektarbeit näher zu bringen. „Neben der Möglichkeit persönlicher Begegnung zwischen Menschen aus Nord und Süd können wir jun-
Herausgeber
gen Menschen so vermitteln, dass sie gleichzeitig für sich selbst Kompetenzen,
BDKJ & MISEREOR
und Erfahrungen sammeln werden “, so MISEREOR-Geschäftsführer Thomas
Antkowiak.
Pressekontakte
Grundlage der Sinus-Methode sind die so genannten Lebenswelten. Nur wer
BDKJ-Bundesstelle
Michael Kreuzfelder
die Interessen und Denkweisen dieser Milieus kenne, könne seine Zugänge
40477 Düsseldorf
auf die jeweilige Zielgruppe zuschneiden, so die Grundthese der seit 25 Jahren
angewandten Forschungsmethode. Die Ergebnisse stellen BDKJ und MISEREOR im April bei fünf Fachtagen in ganz Deutschland vor. Die Studie ist unter
dem Titel „Wie ticken Jugendliche“ erschienen. Das Studien-Material gibt es
T 02 11 / 46 93-155
M 0178 / 795 60 99
presse@bdkj.de
www.bdkj.de
beim BDKJ-Bundesverband und bei MISEREOR.
MISEREOR
Michael Mondry
Anna Steinacher
Der BDKJ ist Dachverband von 15 katholischen Kinder- und Jugendverbänden mit rund
40420 Aachen
650.000 Mitgliedern. Er vertritt ihre politischen, sozialen und kirchlichen Interessen.
T 0241 / 442 - 528
M 0170 / 572 45 53
MISEREOR ist das Hilfswerk der katholischen Kirche in Deutschland für die partner-
mondry@misereor.de
schaftliche Entwicklungszusammenarbeit in Afrika, Asien, Lateinamerika und Ozeanien.
www.misereor.de
Kommentierungen von MISEREOR und BDKJ sowie Grafiken und Pres-
Spendenkonto
10 10 10
sebilder finden Sie unter www.bdkj.de und www.misereor.de
BLZ 370 601 93
Pax Bank Aachen
Eine Reise zu den jungen Erwachsenen…
Sie wollen etwas über junge Erwachsene erfahren. Gerne gebe ich Ihnen ein paar Hinweise
dazu, will Sie jedoch nicht mit Tabellen und langen Beschreibungen langweilen. Ich schlage
Ihnen stattdessen eine Reiseroute für die nächsten Monate vor, auf der Sie den jungen
Erwachsenen tatsächlich begegnen werden.
Als Reiseführer nehmen wir die „Sinus-Milieustudie U27“ von Carsten Wippermann und Marc
Calmbach, herausgegeben von BDKJ und MISEREOR. Das Buch ist etwas sperrig im Gepäck,
aber hilfreich.
Junge Erwachsene sind Menschen zwischen ungefähr 20 und 27 Jahren, die zunehmend
unabhängig werden von ihrer Herkunftsfamilie und sich in neue soziale Kreise begeben. Sie
erleben neue Freiheiten und ebenso den Zwang zur Eigenständigkeit und Selbstversorgung.
Bei vielen kann man so langsam einen eigenen Lebensstil und feste Wertorientierungen
beobachten.
Wie jeder fremden Kultur begegnen Sie den Menschen auf Ihrer Reise bitte mit Wertschätzung
und Interesse. Manches mag Ihnen abstoßend, lächerlich oder unverständlich erscheinen.
Denken Sie daran: Nicht anders wird es manchem jungen Erwachsenen in Ihrem Wohnzimmer
ergehen.
Beginnen wir mit unserer Reise auf dem Stuttgarter Frühlingsfest. Ich empfehle Ihnen eines der
klassischen Festzelte, denn hier treffen sie sicher gut gelaunte traditionelle junge Erwachsene.
Auch wenn sich Gespräche vielleicht schwierig gestalten, werden sie einen guten Eindruck über
Musikgeschmack, Kleidung und Konsumgewohnheiten bekommen. Der Schwerpunkt liegt
dabei auf der mittleren und unteren Mittelschicht. Sollten Sie eher an der Begegnung mit
traditionellen jungen Erwachsenen aus höheren Bildungsschichten interessiert sein, könnten
Sie es alternativ bei einer farbentragenden, akademischen Verbindung probieren. Diese
Organisationen versprechen eine feste konservative Orientierung. Leistung, Bewahrung der
Werte und der Familie prägen die soziale Identität dieser jungen Menschen.
Unsere zweite Reisestation führt heraus aus der Großstadt in die Landschaft von Saône-etLoire. Hier begegnen sich junge Erwachsene aus der ganzen Welt bei der Communauté de
Taizé. Und wir treffen nicht wenige bürgerliche junge Menschen aus unserer Heimat. Es sind
diese vertrauten Frauen und Männer, die Normalität und Modernität, Vernunft und Realismus
verbinden wollen. Sie sind uns bekannt aus der Kirchengemeinde und dem Jugendverband.
Spirituell gestärkt können wir uns wieder ins Leben stürzen: Ab Ende Juli lohnt sich eine Reise
auf die Party-Insel Ibiza. Hier treffen Sie Konsum-Materialisten sowie die internationale Houseund Club-Szene mit deutlich hedonistischen Zügen. Tagsüber empfehle ich den Club Bora
Bora, direkt in Ibiza Stadt am Strand. Nachts ab etwa zwei bis sechs Uhr am Morgen haben Sie
die Wahl zwischen Privilege, Space und anderen. Es ist erstaunlich, wie viele körper-gestylte
Menschen auf der Insel Platz finden. Hier wird versucht, den Traum vom Luxusleben als
schöner Mensch für ein paar Tage wahr werden zu lassen.
Sollte die Reise Ihnen zu teuer sein, können Sie zum Mc Donalds im örtlichen Einkaufszentrum
gehen. Suchen Sie dort einfach nach den jungen Männern mit gefälschten Ed Hardy-T-Shirts
aus der Türkei (15 Euro statt 130 Euro im Original) und dieser Oben-blond-hochstehendseitlich-kurz-hinten-zottelig-Frisur. Auch das könnten Konsum-Materialisten sein.
Sollten Sie nach Ibiza die Begegnung mit hedonistischen jungen Erwachsenen noch vertiefen
wollen, kann ich Ihnen Anfang August 2009 noch das Wacken Open Air empfehlen. Das
20jährige Jubiläum unter dem Titel „Louder than Hell“ verspricht aufregende Begegnungen mit
dem Milieu, welches überdurchschnittlich viel Heavy Metal hört.
Natürlich dürfen wir auf unserer Reise Berlin nicht außen vor lassen. Versuchen Sie dort die
Modernen Performer zu finden. Ich empfehle für die Suche den Stadtteilen Prenzlauer Berg
oder – wenn Sie es noch trendiger wollen – Charlottenburg. Einfach mal ins Café sitzen und
zuhören. Das geht beispielsweise gut in der Kantstraße in Charlottenburg, gegenüber von
„Stilwerk“, wo Moderne Performer ihre wenigen Designermöbel kaufen. Hier können Sie die
flexible, innovative und kreative Leistungselite, die die Widersprüche zwischen Pflicht und
Genuss, Beruf und Privatleben aufgelöst hat, beobachten.
Sollte Ihr Reisekonto für mehrere Tage Berlin zu knapp sein, können Sie die Modernen
Performer übrigens locker virtuell Tag und Nacht im Internet treffen. Oder, dies wäre die dritte
Möglichkeit, sie fahren im Herbst erneut zum Cannstatter Wasen, diesmal aber in ein
sogenanntes „Partyzelt“ wo Sie in Designer-Trachtenlederhosen und -Dirndl getarnte Moderne
Performer treffen können, die das Bierzelt als Afterwork-Partyort entdeckt haben.
Experimentalisten haben Sie sicher schon in Berlin getroffen. Es ist eine Gruppe mit
idealistischen Selbstentfaltungswerten genauso wie hedonistisch-materialistischen Werten.
Intensives Leben bis zur Grenzerfahrung, Extremsport, Esoterik und kreative Hobbies sind
beliebt. Da ich Sie keinem größeren persönlichen Risiko aussetzen, Sie aber an der Lust am
Risiko der Experimentalisten teilhaben lassen möchte, machen wir einen Abstecher nach
Flims/Laax. Hier treffen Sie nicht die extremsten Experimentalisten, aber in den vier Snowparks
am Crap Sogn Goin können Sie zumindest einen kleinen Eindruck von der Kultur der
Snowboarder gewinnen, zu denen nicht wenig experimentalistische junge Erwachsene
gehören.
Zur Erholung treffen wir uns im folgenden Frühjahr mit den postmateriellen jungen
Erwachsenen in der Toskana und fühlen uns plötzlich wie daheim. Es ist faszinierend, über
junge Erwachsene zu forschen. Aber die wirkliche Begegnung ist doch ein wenig anstrengend.
Auf der Reise mussten wir unser eigenes Milieu und unsere geübten Muster verlassen. Da ist
es erholsam, sich zum Abschluss der Reise in Florenz zu treffen. Ein hochkulturelles Fest und
zugleich werden am Straßenrand sogar noch T-Shirts von „The Doors“ verkauft. Das entspannt.
Und so habe ich auch diesen Artikel in angenehmer Atmosphäre am Ufer des Lago Trasimeno
geschrieben, so wie es sich der postmaterielle Erwachsene manchmal erträumt. Irgendwann
stürze ich mich sicher wieder das Vergnügen einer neuen Reise. Bis dahin grüße ich Sie
herzlich von unterwegs.
Peter Martin Thomas
Elemente einer Antwort
Soziale Integration - Elemente einer Antwort
Allgemein:
Wird in Eiweiß und Eigelb Soziale Integration unterschiedlich verstanden?
Unterschied wird wahrgenommen: Wie füllen wir die Leerformel?
Klare Definition als Arbeitsgrundlage
Input von Florian Straus
Soziale =/ist ungleich betriebliche Integration?
Wer bestimmt, wann Jugendliche sozial integriert sind?
Unterschiedliche Milieus – Sozpäds – Jugendliche
Anpassung ist problematisch
Lebensraum der Jugendlichen kennen
Will er wirklich in Hartz IV leben?
Selbstbestimmung der Jugendlichen
Soziale Integration setzte Freiwilligkeit und Einsicht voraus
Wie die unterschiedlichen Potentiale der verschiedenen Milieus nutzen?
Welche Kartoffeln/Milieus in meiner Einrichtung?
Hedonistische Jugendliche
Konsum-materialistische Jugendliche
Bürgerliche Jugendliche
Wie definieren die Kartoffeln soziale Integration?
Hedonisten:
• Freundeskreis für gemeinsame Unternehmungen + gleichgesinnte Freunde + Soziales Netz nutzen können +Clique: Ich singe auf der
Ballermannparty für ´n Bier
• Spaß haben
• Ich kann was, was andere nicht können
• Sich ausprobieren
• Richtige Klamotten
• Tatoos
• Gemeinsames Saufen/Kiffen
• Dazugehören durch äußere Merkmale: Piercing
• Meinung äußern können/Provokation + anders sein dürfen
• niederschwellige Angebote nutzen können
• außergewöhnlicher Beruf
Bürgerliche:
• Familie, Freundeskreis stabile Beziehungen; Partner, Kind - Familie
• Wohnung,
• Ziele haben: Familie, Beruf, Zukunft; Schulabschluss, Ausbildung; Beruf erlernen, Führerschein
• Zum Bund gehen
• Zugehörigkeit zu Verein, Jugendgruppe: Schützenverein, Faschingsgilde
• Opel, statt BMW
• Werte und Normen zur Orientierung
• Sicherheit, auch finanzielle Sicherheit
• Feste Arbeitsstelle
• Förderung/Ausleben von Begabungen
Konsum-Materialisten:
• Von den Schulden wegkommen
• Nichts zu essen, aber die richtige Mütze auf dem Kopf
• Dicker BMW, große Kaffeemaschine, Marken; Neuer BMW statt rostiger Fiat
• Egal was, Hauptsache mehr, größer, schneller
• Ich bin „in“/ ich bin cool + Kaufen können, was „in“ ist
• Ich habe Familie, ich bin erwachsen
• Eigene Wohnung
• Gefühl Opfer zu sein, wirkt verbindend in der Peergroup
• Ich krieg eh keinen Job
• Leben in der Vorstellung vom besseren Morgen
• Ich werde mal Fußballprofi
• Freunde behalten
• Bodystyling
• Ich bin der Obermaker im Viertel
Wie definieren wir soziale Integration?
1. Zielgruppe
Soziale Kompetenzen
Anerkennung verschaffen, Anerkennung
Zugehörigkeit, Einbindung in Beziehungsnetze
Soziale Kompetenzen allgemein
Personale Kompetenzen:
Eigenes Leben gestalten
Milieuunabhängige Entwicklung von individuellen Entwicklungszielen
Unterstützung bei der Entwicklung realistischer Lebensentwürfe
Ansprüche auf realistisches Niveau bringen
Selbstbestimmung erleben
Entscheiden können
Befähigung zur Selbstbestimmung
Handlungskompetenzen
Kompetenzen auch für prekäre Arbeitsverhältnisse fördern
Qualifikation zur Existenzsicherung
Arbeit, Chancen auf berufliche Integration erhöhen
Sicherheit
Finanzielle Existenzsicherung um jeden (legalen) Preis?
Überleben in prekären Verhältnissen sichern
2. Auf Seiten der BBJH-Mitarbeiter/innen
Akzeptanz des Menschen in seinem Milieu: Verantwortung der Mitarbeiter: Sich auskennen in den Milieus
Authentisches Interesse
Eigene Werte mit Blick auf ZG hinterfragen
Jugendliche akzeptieren, aber Angebote machen
Wertschätzung/Interesse zeigen
3. Methoden und Fragen zum methodischen Vorgehen
Peergruppenarbeit
Homogene/heterogene Gruppen – differenzierte Methoden notwendig
Mit dem Netzwerk der Jugendlichen arbeiten
Gelegenheiten guten Miteinanders schaffen
Referat Axel Dammler
Die Lebenswelt der heutigen
Jugend – und was das für
die Jugendarbeit bedeutet
Axel Dammler
Fachtagung Evangelische Jugendsozialarbeit Bayern
11. Februar 2009
iconkids & youth international research GmbH
Rückertstraße 4 • 80336 München • Tel.: ++49/89/54 46 29-0 • Fax: ++49/89/54 46 29-24
info@iconkids.com • www.iconkids.com
2
11. Februar 2009 – Fachtagung Evangelische Jugendsozialarbeit Bayern – © iconkids & youth
Diskussion
3
11. Februar 2009 – Fachtagung Evangelische Jugendsozialarbeit Bayern – © iconkids & youth
Diskussion
4
11. Februar 2009 – Fachtagung Evangelische Jugendsozialarbeit Bayern – © iconkids & youth
Die Entwicklung vom Kind zur Jugendlichen im Altersverlauf
(Noch) kindliche Lebenswelt (bis ca. 12 Jahre)
•
•
•
•
Noch nicht Jugend ...
Körperlich noch kindlich
Mental keine Identifikation
mit Jugendlichkeit, noch
klare Abgrenzung von
jugendlichen Verhaltensweisen
Aber: Erste (ungefährliche)
Erkundung, was es heißt,
jugendlich zu sein – aus der
Distanz über die Medien
Ziel: Vorsichtiger
Abschied von der
Kindheit
Kernphase der Jugend
(ca. 12 bis 14 Jahre)
(ca. 14 bis 16 Jahre)
Ausprobieren von Jugend
• Nach außen sichtbare
körperliche Veränderungen
• Zunehmende Identifikation
mit Jugend, sichtbar durch
Fokussierung auf Jugendthemen und Übernahme
jugendlichen Verhaltens
• Erwerb von "technischem
Grundlagenwissen" z.B.
aus Jugendzeitschriften
• Aber: Liebe + Sex finden
nur in der Fantasie über
Projektionsflächen statt
•
10 Jahre
Einstieg in die Jugend
Ziel: Neudefinition – man
ist nun eine Jugendliche
12 Jahre
•
•
•
•
•
•
Ausleben von Jugend
Zunehmend "reifer" Körper
Jugendliches Selbstbild mit
klarer Abgrenzung von
Jüngeren und Älteren –
Integration in die Jugend
Zunehmende, schrittweise
Erschließung aller jugendlichen Lebensbereiche –
einschließlich Liebe + Sex
Spaß am Austesten von
Rollen – auch bei Aussehen
Erwerb von "Wissen für
Fortgeschrittene"
Ziel: Ausdifferenzierung
der eigenen Persönlichkeit
– durch Ausprobieren
14 Jahre
Ausstieg aus der
Jugend (ab 17 Jahre)
•
•
•
•
•
16 Jahre
Nicht mehr Jugend ...
Abschluss der körperlichen
Entwicklung und der
"Selbstfindung"
Ausbau des eigenen
"Wissensschatzes" auf
allen Ebenen, Suche nach
Inspiration und Anregung
Klare Distanzierung von
"früh-jugendlichen"
Verhaltensweisen, man
sieht sich als "erfahren"
Mehr Pragmatismus,
Abschied von TeenagerTraumwelten
Ziel: Festigung der
Persönlichkeit
18 Jahre
5
11. Februar 2009 – Fachtagung Evangelische Jugendsozialarbeit Bayern – © iconkids & youth
LEBENSART
12 BIS 18 JAHRE HEISST …
von …
Jugend nur eine Zielgruppe? Bestimmt nicht!
bis …
FAKTOR JUGEND 7
LEBENSART
DIE ZIMMER VON MÄDCHEN
12 bis 14 Jahre
Ein Lebensraum wandelt sich.
FAKTOR JUGEND 7
LEBENSART
DIE ZIMMER VON MÄDCHEN
15 bis 16 Jahre
Ein Lebensraum wandelt sich.
FAKTOR JUGEND 7
LEBENSART
DIE ZIMMER VON MÄDCHEN
17 bis 18 Jahre
Ein Lebensraum wandelt sich.
FAKTOR JUGEND 7
LEBENSART
DIE ZIMMER VON JUNGEN
12 bis 14 Jahre
Ein Lebensraum wandelt sich.
FAKTOR JUGEND 7
LEBENSART
DIE ZIMMER VON JUNGEN
15 bis 16 Jahre
Ein Lebensraum wandelt sich.
FAKTOR JUGEND 7
LEBENSART
DIE ZIMMER VON JUNGEN
17 bis 18 Jahre
Ein Lebensraum wandelt sich.
FAKTOR JUGEND 7
LEBENSWELT
Ist mir sehr nah 1
Lebenswelt
1,5
1,7
1,6
1,7
2
1,8
1,8
2,8
3
3,3
3,4
Ist sehr weit weg von mir 4
3,2
3,1
1,7
1,9
1,6
2,1
1,7
1,9
2,0
2,1
2,5
2,4
2,3
2,7
2,6
1,9
1,6
1,6
1,8
1,9
1,9
3,1
3,4
3,5
3,8
11
Familie
12
13
Freunde
14
Liebe
15
16
Partner
17 Jahre
Sex
Alle Befragten, n = 1447 • „Wie nah sind Dir folgende Themen“ • Mittelwert
TREND: Internet - Nutzungshäufigkeit nach Altersgruppen
/2
100%
28
80%
48
65
60%
47
8
65
23
3
6
7
5
12
15
5
85
86
10
40%
6
20%
0%
28
12
7
5
5
8
8
4
4
3
3
4
3
4
3
'06 '07
12
8
3
2
'06 '07
6-7
Jahre
8-9
Jahre
5
6
13
14
17
5
6
19
7
6
4
7
9
15
5
6
11
10
3
3
5
22
11
einmal im Monat und seltener
mehrmals im Monat
etwa einmal in der Woche
27
mehrmals in der Woche
28
27
28
30
22
58
45
36
20
23
20
36
'06 '07
'06 '07
'06 '07
'06 '07
10-11
Jahre
12-13
Jahre
14-15
Jahre
16-17
Jahre
18-19
Jahre
"Und wie oft gehst du ins Internet?" (ungestützt)
Basis 2006: n = 1.437 / 2007: n = 1.403 6- bis 19-Jährige / Angaben in %
jeden oder fast jeden Tag
28
9
4
'06 '07
Zwischen DSDS und Global Warming – © iconkids & youth
nie
10
23
19
17
20
12
14
LEBENSART
WAS IST COOL?
12 bis 13 Jahre
Reste der Kindheit
und erste coole
Statussymbole…
14 bis 15 Jahre
Cool ist, was
man hat
Von einer "geliehenen" zur authentischen Coolness.
16 bis 18 Jahre
Cool ist, was man
selbst cool findet
FAKTOR JUGEND 7
LEBENSART
WAS JUGENDLICHEN
AM WICHTIGSTEN IST
Freunde: 54 %
Schule, Ausbildung,
Beruf: 39 %
Eltern und
Familie: 34 %
Prozentwerte /ungestützt
Die emotionale und funktionale Heimat der Jugendlichen.
FAKTOR JUGEND 7
LEBENSART
WIE MAN SICH SELBST SIEHT –DIE
10 WICHTIGSTEN EIGENSCHAFTEN
68
Beliebt bei Freunden
Zuverlässig, ehrlich
59
53
Sportlich
Witzig
51
Spontan
48
Selbstbewusst
47
Abenteuerlustig
45
Ausgeglichen
44
Fleißig, sorgfältig
43
Vernünftig
43
Prozentwerte
Man sieht sich selbst als "guten Kumpel".
FAKTOR JUGEND 7
LEBENSART
WIE MAN SICH SELBST SIEHT UND WIE MAN GERNE WÄRE
Bin ich
59
Zuverlässig,
ehrlich
40
43
34
Vernünftig
Normal
Chaotisch
Verträumt
Bescheiden
Zurückhaltend,
schüchtern
43
14
36
13
34
15
31
Möchte ich sein
47
Selbstbewusst
Erfolgreich
61
23
58
33
Cool
Hübsch
gut aussehend
Raffiniert, clever
Aufregend, sexy
55
25
51
28
48
16
44
15
30
13
Überlegen,
besser als andere
18
39
Prozentwerte
Stärke und Attraktivität sind gefragt!
FAKTOR JUGEND 7
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Seele and Geist
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