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FDP praktiziert Bürgernähe wie „Streetworker“ - FDP Zwingenberg

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ZWINGENBERG
Montag
26. APRIL 2010
BERGSTRÄSSER
BA
ANZEIGER
15
Hauptversammlung: Freidemokraten sind in Wahlkampflaune
FDP praktiziert
Bürgernähe wie
„Streetworker“
Von unserem Redaktionsmitglied
Michael Ränker
ZWINGENBERG. „Es gibt viel zu tun –
packen wir es an“, rief FDP-Vorsitzende Karin Rettig ihren Parteifreunden bei der Jahreshauptversammlung am Freitagabend im Vereinsraum des Alten Amtsgerichts zu.
Und sie fügte an: „Vertrödeln wir
nicht unsere Zeit mit unnötigen Anfragen und Anträgen, wie es die SPD
gerne tut, die sich dann auch noch
selbst dafür lobt.“
Frau Rettig, die auch Vorsitzende
der Fraktion der Liberalen in der
Stadtverordnetenversammlung ist,
war sich sicher: „Viele der Schau-
fensteranfragen der Sozialdemokraten könnten durch ein einfaches Telefonat mit dem Rathaus beantwortet werden.“ Stattdessen jedoch
würden Rathausangestellte mit Anfragen beschäftigt, „obwohl diese
die Zeit bestimmt sinnvoller nutzen
könnten“.
Ihre Fraktion wiederum verzichte
auf derartiges „politisches Geplänkel“ und „parteiorientierten Ehrgeiz“, sondern stelle „das Wohl der
Zwingenberger und Rodauer Bürger“ in den Mittelpunkt der Arbeit.
Karin Rettig: „Wir beschäftigen uns
also nicht mit der politischen Farbenlehre, sondern mit den wirklichen Problemen unserer Mitbür-
Dr. Wolf Dietrich Weber (l.) ist seit 40 Jahren Mitglied der FDP. Für seine Treue und sein
Engagement wurde der Wahl-Zwingenberger jetzt von der FDPStadtverbandsvorsitzenden Karin Rettig und dem stellvertretenden Kreisvorsitzenden
DF/BILD: FUNCK
Till Mansmann geehrt.
Seit 40 Jahren ein Liberaler
Bei der Jahreshauptversammlung der FDP Zwingenberg am Freitagabend im Vereinsraum des Alten Amtsgerichts standen auch Vorstandwahlen auf der Tagesordnung. Unser
Bild zeigt das Leitungsteam mit der Vorsitzenden Karin Rettig (5.v.l.) sowie ihren Stellvertretern Gesine Frank (3.v.l.) und Dieter Rhein (7.v.l.) an der Spitze.
DF/BILD: FUNCK
ger.“ Dabei arbeite man fast wie ein
„Streetworker“, schmunzelte die
Partei- und Fraktionsvorsitzende,
und spielte darauf an, dass sie selbst
als in Zwingenberg Beschäftigte, der
rührige Stadtrat und Ehrenvorsitzende Wolfgang Becker oder auch
Bürgermeister Dr. Holger Habich
(FDP) „täglich Bürgernähe praktizieren“. Frau Rettig: „Wir sind eine rege
Fraktion – und wir sind immer gesprächsbereit.“
Die Zwingenberger LiberalenChefin machte aber auch kein Geheimnis daraus, „dass uns angesichts der Bundespolitik von CDU
und FDP auch schon manchmal Bedenken gekommen sind“. Nach anfänglicher Euphorie – in Zwingenberg konnte man bei der Bundestagswahl für die Liberalen ein
Traumergebnis von 20,9 Prozent
einfahren – habe sich ein „Gemurkse
auf Bundesebene“ eingestellt. Das
࡯ „Wir würden es uns nicht anmaßen
zu behaupten, dass diese Idee von
uns stammt, obwohl wir für sie
gestimmt haben“, ärgerte sich FDPEhrenvorsitzender Wolfgang
Becker bei der Jahreshauptversammlung öffentlich über den politischen Mitbewerber SPD. Deren Parteivorsitzender Dr. Rainer Schneider
hatte bei der jüngsten Mitgliederversammlung der Genossen behauptet,
die Schülerbetreuung an der Zwingenberger Melibokus-Grundschule
sei ein „Baby der SPD“ gewesen (wir
berichteten). Freidemokrat Becker
stellte jedoch fest: „Die gute Idee
stammte von der damaligen Schulleiterin Ute Kohler und dem seinerzeitigen Bürgermeister Kurt
Knapp.“
auch als Vorsitzender leitete. Darüber hinaus engagierte er sich im
FDP-Kreisverband Darmstadt-Dieburg, vertrat die Liberalen bei Landesparteitagen und war Mitglied des
Landesumweltausschusses.
Nach einem Wechsel in den FDPOrtsverband Pfungstadt „verschlug
in zum Glück die Liebe nach Zwingenberg“, so die örtliche Parteivorsitzende Karin Rettig in ihrer Würdigung. Seitdem versuche er neben
seinen beruflichen Aktivitäten und
seinen Ambitionen als Schachspieler auch noch Zeit für die Zwingenberger Freidemokraten aufzubringen.
Gemeinsam mit Till Mansmann,
stellvertretender Vorsitzender der
Bergsträßer FDP, ehrte Frau Rettig
Herrn Weber für seine vier Jahrzehnte währende Mitgliedschaft.
mik
Straßenbahn
Alsbacher Straße: Anlieger gaben Hinweise für Erneuerung
Linie 8: Am Dienstag
abends nur Busse
Konzept liegt vor
ALSBACH. Am Dienstag (27. April)
fahren ab zirka 19.15 Uhr bis Betriebsende zwischen den Haltestellen „Frankenstein“ (Eberstadt) und
„Hinkelstein“ (Alsbach) auf der Linie
8 Busse statt Straßenbahnen. Grund
hierfür ist der nächtliche Einbau von
Bauweichen im Rahmen der Gleistrassensanierung zwischen Eberstadt und Malchen.
Die Ersatzbusse halten am Straßenrand in der Höhe der Haltestellen. Die Fahrgäste werden gebeten,
die Aushänge an den Haltestellen zu
beachten.
Zwischen Eberstadt Frankenstein
und Arheilgen Hofgasse verkehren
die Bahnen wie gewohnt.
zg
ZWINGENBERG. Die Planung für die
Erneuerung der Alsbacher Straße
hat ein Vorentwurfsstadium erreicht. Wie Bürgermeister Dr. Holger
Habich aus dem Magistrat berichtete, arbeitet das Bensheimer Planungsbüro Schweiger und Scholz
sowohl für die Kommune, die ihre
Gehwege und Rinnsteine instandsetzen will, als auch für das Amt für
Straßen und Verkehrswesen (ASV) in
Bensheim, das mit der Erneuerung
der Fahrbahn ursprünglich die Initialzündung für das umfassende Projekt gegeben hatte.
Das ASV als Planungsbehörde des
Landes hatte das Projekt aufgelegt,
da es sich bei der Alsbacher Straße
um eine Landesstraße – die sogenannte L3100 – handelt. Die Stadt
will die Gunst der Stunde nutzen,
und die im Besitz der Kommune befindlichen Gehwege und Rinnsteine
sowie Teile des Kanals in einem Aufwasch mit der Fahrbahnerneuerung
instandsetzen lassen.
Bei einer Anliegerversammlung
stellten Vertreter des Stadtbauamts
und des beauftragten Planungsbü-
Redaktion Zwingenberg
Michael Ränker
Telefon: 06251 / 1008-46
Telefax: 06251 / 1008-76
E-Mail: ba-zwingenberg@
bergstraesser-anzeiger.de
mann, stellvertretender Kreisvorsitzender und Versammlungsleiter bei
der jüngsten Hauptversammlung,
Zwingenberger Verhältnisse für seine Heimat, nämlich die Bergsträßer
Kreisstadt Heppenheim. „Ihr Stadtverband hat für uns Vorbildfunktion“, lobte Mansmann, der am Freitagabend in Vertretung des Kreisvor-
Christiane Weiß (Rodauer Ortsbeirätin und stellvertretende Vorsitzende
des FDP-Ortsteilverbands Rodau),
Karin Rettig (Partei- und Fraktionsvorsitzende) sowie Dr. Holger Habich
(Bürgermeister) bilden das „Strategieteam“ der Liberalen, um die Kommunalwahl 2011 vorzubereiten. Nach
Angaben von Habich werden „Menschen mit liberalem Geist“ gesucht,
um die Listen für die Wahlen zur
Stadtverordnetenversammlung und
den Ortsbeirat zu füllen. Eine Mitgliedschaft in der Partei sei nicht
nötig, um kandidieren zu können.
gramm stehen Stippvisiten bei derDr.
Wittmann GmbH & Co. KG in Zwingenberg und auf dem BAUERNHOF VON MARTIN
RECHEL in Rodau. Im vergangenen Jahr
stattete man gemeinsam mit Kolb der
PWT Wasser- und Abwassertechnik
GmbH sowie dem Malerbetrieb von
Karl-Heinz Zecher Besuche ab. Wie
Ehrenvorsitzender Wolfgang Becker
weiter informierte, wird dann am
Abend des 26. August im Dorfgemeinschaftshaus des Zwingenberger Stadtteils der Bezirksparteitag
der Freidemokraten stattfinden.
࡯ Bei einer Mitgliederversammlung
Jahr wieder an den Sommerferienspielen beteiligen. Laut Parteivorsitzender Karin Rettig ist erneut eine
Kooperation mit dem Nabu Bergstraße geplant. Termin ist der 7. Juli
(Mittwoch) von 14 bis 18 Uhr. Seit einigen Jahren schon begeben sich die
Liberalen mit den Ferienspielkindern
auf naturkundliche Exkursionen. In
2009 war man mit dem Nabu in Feld,
Wald und Wiese unterwegs und
suchte Tierspuren. mik
࡯ Wolfgang Becker (Ehrenvorsitzen-
am 4. November ab 20 Uhr im Alten
Amtsgericht will die FDP die entscheidenden Weichen für die Kommunalwahl im darauffolgenden Frühjahr stellen.
der und Stadtrat), Friedrich Schuchmann (ehemaliger Fraktionsvorsitzender und bis am vergangenen Freitag stellvertretender Parteivorsitzender), Gesine Frank (neue stellvertretende Vorsitzende und Pressewartin),
࡯ Dr. Heinrich Kolb, Bundestagsabgeordneter der FDP, wird Zwingenberg und Rodau am 26. August besuchen, um sich über zwei Unternehmen zu informieren. Auf seinem Pro-
ros Schweiger und Scholz jetzt die
Planung vor. Die zahlreichen Bürger,
die der Einladung gefolgt waren, gaben hierbei wertvolle Hinweise. Sind
die Anregungen der Anlieger in den
Entwurf eingearbeitet, werden sich
die städtischen Gremien mit dem
Konzept beschäftigen. Liegt auch
von dort ein Okay vor, soll das Amt
für Straßen- und Verkehrswesen den
Prozess des Planfestellungsverfahrens in Gang setzen.
Die eigentliche Baumaßnahme
soll im Jahr 2011 realisiert werden.
Noch sei zwar nichts „endgültig
spruchreif“, man denke aber gemeinsam mit dem ASV darüber
nach, dass die Stadt für die gesamte
Maßnahme als Bauherrin auftritt,
um die Gewerke im Zuge einer zusammenfassenden Ausschreibung
vergeben zu können. Habich: „Sonst
haben wir am Ende eine Firma, die
für das Land den Straßenbelag erneuert, und eine andere, die für die
Stadt die Rinnsteine und Gehwege
instandsetzt.“ Die Pläne sind bis 3.
Mai im Erdgeschoss des Rathauses
zu sehen.
mik
sitzenden und Landtagsabgeordneten Frank Sürmann nach Zwingenberg gekommen war.
̈ Seit 40 Jahren ein Liberaler; Freidemokraten über Sozialdemokraten
wegen Aussage in Sachen Schülerbetreuung verärgert; Karin Rettig
bleibt Vorsitzende der FDP
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Freidemokraten über Sozialdemokraten wegen Aussage in Sachen Schülerbetreuung verärgert
Seit Dezember 2008 gehört er dem
FDP-Stadtverband Zwingenberg an
– und seit 40 Jahren ist er Mitglied
der Freidemokraten. Für seine Treue
und sein Engagement wurde jetzt
bei der Hauptversammlung der örtlichen Liberalen Dr. Wolf Dietrich
Weber geehrt.
Im Jahr 1970 trat Weber im Zeichen von Notstandgesetzgebung
und angesichts der 68er Bewegung
in den FDP-Ortsverein Mammolshain ein, der zwei Jahre später im
Ortsverein Königstein im Taunus
aufging. Weber war zu dieser Zeit
stellvertretender Vorsitzender und
Mitglied im Gesprächskreis Jungliberaler, dem auch Heiner Kappel
und Hans-Jürgen Otto angehörten.
Ab 1981 war Wolf Dietrich Weber
dann Mitglied des FDP-Ortsvereins
Reinheim, den er einige Jahre lang
KONTAKT
sei auch für die kommunale Ebene
nicht folgenlos geblieben: „Es gab
viel Gesprächsbedarf.“ Nun hoffe
man darauf, dass es wieder aufwärts
gehe. Frau Rettig: „Für die bevorstehende Kommunalwahl müssen wir
hart arbeiten.“
Und dazu müsse man auch immer wieder darauf hinweisen, „dass
viele der Probleme des Zwingenberger Finanzhaushalts, mit denen wir
uns jetzt beschäftigen müssen, aus
Zeiten stammen, in denen Zwingenberg von einer rot-grünen Mehrheit
regiert wurde. Das wolle man so
nicht mehr zulassen, sondern dafür
sorgen, dass die amtierende Mehrheit von CDU, FDP und FWZ auch
künftig die Geschicke von Stadt und
Stadtteil maßgeblich bestimmen
könne.
Angesichts der kontinuierlich guten Wahlergebnisse der Zwingenberger FDP wünschte sich Till Mans-
࡯ Die FDP wird sich auch in diesem
Karin Rettig bleibt
Vorsitzende der FDP
ZWINGENBERG. Karin Rettig bleibt
Vorsitzende der Zwingenberger
Freidemokraten. Bei der Jahreshauptversammlung am Freitagabend im Vereinsraum des Alten
Amtsgerichts wurde sie einstimmig
in ihrem Amt bestätigt.
Eine Veränderung gab es bei der
Besetzung der Stellvertreterpositionen: Während Dieter Rhein weiter
als Vize im Vorstand mitarbeitet,
kandidierte Friedrich Schuchmann
nicht mehr für diese Funktion. An
seine Stelle trat jetzt Gesine Frank,
die bereits seit geraumer die Pressearbeit der Liberalen verantwortet.
Schatzmeister bleibt Dieter Volk;
als Beisitzer arbeiten Madeleine
Draudt, Gabriele Gottschalk, Klaus
Kraft, Harald Pieler, Martin Rechel,
Friedrich Schuchmann sowie Helmut Vokuhl im Leitungsteam der
Freidemokraten mit. Europabeauftragte ist Gesine Frank. Die Kasse
wird von Ingrid Krimmelbein und
Christiane Pieler geprüft.
mik
Tagesgruppe der „Orbishöhe“ kochte unter Anleitung eines Profis
ZWINGENBERG. Der Zwingenberger
Küchenchef Markus Riebel war in
die „Orbishöhe“ eingeladen worden,
um mit den sieben Jungen und Mädchen der Tagesgruppe ein Schlemmermenü zusammenzustellen. Die
ausnahmslos frischen Lebensmittel
wurden mit Eifer gemeinsam fach-
gerecht verarbeitet. Der Profi-Koch
hatte alle Arbeitsschritte erläutert
und jedem Kind aufgeschrieben.
Es war ein Lernerlebnis für alle:
Die Kinder waren beeindruckt, die
Arbeit eines richtigen Kochs zu erleben – und der Koch selbst war überrascht, wie einen die Kinder auf Trab
halten konnten. Auch das feine
Tischdecken mit der besonders gefalteten Serviette wurde geübt. Das
Ergebnis liessen sich alle schmecken: Brokkolicremesuppe mit gerösteten Mandeln, Schnitzel „Wiener Art“, Waffelkartoffeln, gefüllter
Eierpfannkuchen.
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