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Hallo Herr Möller, wie angekündigt, hier der Teil - Lutz Möller GmbH

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Hallo Herr Möller,
wie angekündigt, hier der Teil 1 des Berichtes mit mehr Details. Teil 2 wird der erneute Holzbeschuß
werden, Teil 3 Wildwirkung.
Gestern Morgen ging es zu meinem Freund Rainer in den Garten, wo noch Pappel- und Nußbaumholz
lagerte.
Die Stihl wurde angeworfen, um zunächst dem harten Nußbaum 3 Scheiben abzugewinnen,
anschließend war die Pappel an der Reihe. Der Nußbaum forderte die Stihl doch sehr, bei der Pappel
lief sie durch wie Butter.
Alles aufgeladen und ins Auto verbracht: gut gerüstet für den Holzbeschuß!
Die Munition mußte noch vorbereitet werden. Zur Auswahl kamen folgende Komponenten (für alle
Laborierungen):
• Hülsen: Federal Gold Medal, Hülsenlänge 51,05mm+- 0, alle Hülsen vollkalibriert, gereinigt
• Zünder Federal GM210
• Pulver: PCL 512, 3 Chargen von 2,25g 2,33g und 2,46g
• Kurzbahner, 4,00g in Kaliber 7,62
• MJG Setzer in RCBS Setzmatrize
• Gesamtlänge L6 = 58,00mm
• Elektronisch abgewogen über RCBS Ladesystem
Eine Patrone wurde ohne Füllung und Zünder als Lehre für spätere Versuche hergestellt.
Das Verladen der Geschosse erfolgte ohne Schwierigkeiten, das kugelförmige PCL512 läßt sich fein
dosieren, die Ladechargen waren sehr gleichmäßig, ohne den gelegentlich auftretenden 1/10grns
Fehler gröberer Röhrchenpulver.
So vorbereitet ging es mit Munition, Entfernungsmesser (Leica Scan 900), Chrony Alpha Master nebst
Dreibein, hydraulisch verstellbarer Waffenauflage und Ohrensäckchen ins Revier.
Wir haben Feld und Weinberge, an einer günstig gelegenen, da wenig zugänglichen Stelle, habe ich
einen kleinen Schießstand aufgebaut.
Die Schießentfernung beträgt hier 91m, bei Belaubung der Weinberge (Wingerte)wird zuverlässig die
Seitenwindkomponente reduziert. Kugelfang ist gewachsener, sandhaltiger leichter Boden.
Als Schießtisch dient die Motorhaube meines treuen Mitsubishi, auf der die Waffenauflagen
positioniert werden. Zum Zeitpunkt der Versuche betrug die Temperatur 12,5-13°C, sowie teils in
Böen auftretender Wind aus Nord-östlicher Richtung, im Bild von schräg vorne rechts. Mangels
Anemometer kann keine Aussage zur tatsächlich geherrschten Windgeschwindigkeit gemacht
werden. Anhand der Beaufort-Skala dürfte es im Bereich 3, in Böen 4 gewesen sein, Winkel 30°-40°
von rechts.
.
Im Abstand von 2,8m war das Meßsystem aufgestellt, die Bedieneinheit lag zu meiner Rechten zur
leichten Ablesbarkeit. Ausrichtung von Schußbahn und Meßgerät wurde durch die niedrigeste ZFVergrößerung kontrolliert, um Schäden und Fehlmessungen zu vermeiden. Das sah dann so aus:
Die Möller`sche Zielscheibe war postiert, der erste Schuß konnte erfolgen.
Als Waffe wählte ich meine Blaser R8 Professional, Kaliber 308 Winchester in Linksausführung mit
Semiweight Laufkontur und 600mm Lauflänge, montiert mit einem Swarovski Z6i 2-12x50. Die Waffe
wurde vorher chemisch gereinigt. Die Patronen der Startlaborierung wurden jeweils einzeln ins
Magazin geladen und aus diesem herausrepetiert. Die Patrone ließ sich nur dann sauber einführen,
wenn der Verschluß ganz langsam bewegt wurde. Ein flüssiges, schnelles Repetieren führte jeweils zu
Zuführungsstörungen.
Ergebnis der ersten Reihe mit 2,25g PCL512:
Ergebnisse der 2. Reihe mit 2,33g PCL512:
Ladung mit 2,46g PCL512. Dabei erfolgten 4 Schüsse auf die Scheibe, je 1 Schuß auf Pappel- und
Nußbaumholz.
Es zeigen sich bei einigen Einschüssen auffällige Ausfransungen und leicht eliptische Löcher. Sie
können dies bei den separat bereitgestellten Daten in hoher Auflösung sicher besser beurteilen. Die
Präzision auf 100m ist zwar jagdlich brauchbar. An die der MJG kommen die Werte jedoch nicht
heran.
Zum Holzbeschuß:
Die gewählte Pappelscheibe war ca. 300mm im Durchmesser, die Nußbaumscheibe ca. 340mm. Den
Haltepunkt wählte ich 6cm rechts des gewünschten Treffpunktes, um der Seitenabweichung
Rechnung zu tragen.
Von den Berichten auf Ihrem Netzplatz ausgehend, wagte ich die Annahme, dass die 300mm Pappel
auf die 91m Entfernung sicher ausreichen würden. Im Gegenteil! Das 4g Geschoß flog einfach durch
die Pappelscheibe! Ein- und Ausschuß (links) sehen identisch aus. Im Nußbaum(Mitte) blieb es
hingegen stecken.
Trotz Einsatz des Spatens konnte ich kein Geschoß aus dem Boden bergen.Die Müdung der Waffe
sieht nach insgesamt 15 Schüssen perfekt aus. Keine Verschmierungen, keine Ablagerungen! Der
Holzbeschuß wird in angepaßter Form wiederholt, die vorhandenen beiden beschossenen Scheiben
aufgespalten, um die Geschoßlaufbahn zu beurteilen, bzw. auch, um das 2. Geschoss zu bergen.
Hierzu wird Teil 2 des Berichtes erstellt.
Viele Grüße aus Rheinhessen,
Falko Wiehle
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