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Lesehund Sam

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KUNDEN
Tierisches
Vergnügen
VORLESEN MACHT SPASS – vor allem
bei so einem gutmütigen Zuhörer wie Sam.
Der Berner Sennen-Rüde ist Mainz’ erster
zertifizierter Lesehund und der Liebling der
Grundschüler der Ludwig-Schwamb-Schule.
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WENN SAM DA IST, überhören die Schüler sogar die
Pausenglocke. Da braucht
es eigentlich gar nicht
mehr die lobenden Worte
im Lesepass.
ASTRID KAUFMANN ist wie eine
große Freundin für Scheima und
ihre Mitschüler. Gut, dass Sam
nicht eifersüchtig ist.
A
Am Donnerstag ist Sam-Tag in der Klasse 3a.
Kaum hat der Vierbeiner mit seinem Frauchen
Astrid Kaufmann den Klassenraum betreten,
stürzen sich die XX Schülerinnen und Schüler
auf ihn, streicheln seinen Kopf und zeigen ihm
die Bilder, die sie für ihn gemalt haben. Sam
genießt alles geduldig und mit treuem Blick.
Nachdem sich die erste Aufregung gelegt hat,
verschwinden vier Kinder mit Sam und seiner
Besitzerin im Medienraum der Schule und machen es sich auf den bunten Kissen hinter dem
Bücherregal gemütlich. Anis möchte als Erster
lesen. Ein Buch hat er auch schon ausgesucht,
„Kippers Geburtstag“. Ein paar Tage vorher
hat er selbst seinen zehnten Geburtstag gefeiert. „Hattest Du auch so schöne Geschenke?“,
fragt Astrid Kaufmann und zeigt auf die Bilder.
Anis nickt begeistert. Während er die kurzen
Texte unter den Bildern vorliest, genießt Sam
die Streicheleinheiten der anderen Kinder. In
dem Buch gibt es auch einen Hund. „Schau
mal, der hat ein ganzes Brot stibitzt“, sagt
Astrid Kaufmann lachend, und Sam schaut
schuldbewusst von seinen Pfoten auf. Zur
Belohnung für sein Vorlsen erhält Anis ein
Lob in seinem Lesepass: „Du hast so schön gelesen. Das hat mir toll gefallen! Sam“
Während die nächste Schülerin vorliest,
nehmen sich ihre Klassenkameraden Bücher
aus dem Regal und lesen leise für sich. „Früher
hat mir Lesen gar keinen Spaß gemacht“, erzählt Anis hinterher. „Mit Sam ist das ein tolles
Gefühl“, ergänzt die achtjährige Sude. „Der
hört einfach nur zu und meckert nicht.“
➔
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KUNDEN
Ein Lesebotschafter auf vier Pfoten
Seit Februar besucht Sam einmal pro Woche
die Schule. Die Klassenlehrerin Juliane Flesser war auf Anhieb begeistert von dem Angebot. „Wenn die Kinder von Sam zurückkommen, sind sie deutlich entspannter. Bei ihm
geht es nicht um Leistung. Dadurch haben sie
keine Angst vor Fehlern“, erzählt die Lehrerin,
die durch Sam selbst zur Hundeliebhaberin
geworden ist. Dass die Kinder sich inzwischen
auf das Vorlesen freuen, führt Frau Flesser
auch auf die einfühlsame Art von Astrid Kaufmann zurück. „Sie hat ein aufrichtiges Interesse an den Kindern. Die Schulen brauchen
mehr Menschen wie Frau Kaufmann.“
Die Mercedes-Benz Kundin und ausgebildete Heilpraktikerin hat 2011 mit sieben weiteren Therapeuten und Pädagogen in Mainz
den Verein Funkelstern gegründet. „Wir kümmern uns ehrenamtlich um Frauen und Kinder,
die in ihrem Leben nicht so viel Glück hatten
wie wir“, erzählt Astrid Kaufmann Beispielsweise bieten die „Funkelsterne“ in der Uni-
„Frau Kaufmann und
Sam sind ein Segen für
die Klasse.“
JULIANE FLESSER
Klinik und in Frauenhäusern kostenlose Shiatsu-Massagen an. Zu den Sponsoren des Vereins
gehören namhafte Mainzer Unternehmen,
darunter die W. K. Kaufmann GmbH, das Tiefbauunternehmen von Astrid Kaufmanns Ehemann Wolfgang (siehe unten)
An der Ludwig-Schwamb-Schule ist Funkelstern noch mit anderen Projekten vertreten.
Die Idee des Lesehundes hat Astrid Kaufmann
bei Kim Grobholz kennengelernt, einer Amerikanerin, die in München den Verein „Tiere
helfen Menschen“ leitet und auch ein Buch zu
dem Thema geschrieben hat. „In anderen Ländern ist das Konzept schon länger bekannt.
Der große Vorteil: Hunde bewerten nicht. Von
den Kindern fällt ganz viel Stress ab“, erzählt
Astrid Kaufmann, die selbst zwei Kinder und
zwei Enkelkinder hat.
Nächste Woche ist wieder Sam-Tag
Am Mittag nehmen Anis und seine Freunde
schweren Herzens Abschied von Sam. Während sie ihrer Lehrerin begeistert die Kommentare in ihrem Lesepass zeigen, trottet Sam
an der Seite seines Frauchens über den Schulhof und springt bereitwillig in den Fonds der
schwarzen C-Klasse. Jetzt hat er sich eine Belohnung verdient: ein gesundes Leckerli. ●
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Die W. K. Kaufmann GmbH hat Spuren im Mainzer
Stadtbild hinterlassen. In den vergangenen 50 Jahren war
das Tiefbauunternehmen aus Hechtsheim an zahlreichen
großen Bauprojekten in und um Mainz beteiligt, etwa an
der Erschließung des Ortsteils Laubenheim. „Unsere Kunden sind vor allem Kommunen und Versorgungsträger“,
berichtet der kaufmännische Geschäftsführer Wolfgang
Kaufmann (Foto links). „Früher waren wir auch im Hochbau tätig, aber inzwischen konzentrieren wir uns ganz
auf den Tief- und Straßenbau.“ Der Familienbetrieb wurde
1959 von Kaufmanns Mutter gegründet. 1975 stieg der
heute 60-Jährige im Unternehmen ein. Seit 1990 sind
auch seine beiden Brüder Michael und Jörg in der Geschäftsleitung und verantworten die Technik. Für die
Nachfolge ist ebenfalls gesorgt: Wolfgang Kaufmanns
Sohn Mark hat Bauingenieurwesen studiert und bereits
praktische Erfahrungen im elterlichen Betrieb gesammelt.
Bei ihrer Ausrüstung verlassen sich die Tiefbauspezialisten auf Fahrzeuge von Mercedes-Benz und die Unterstützung der Niederlassung Mainz. Die 22 Lkw tragen den
Stern im Kühler. Erst in diesem Jahr hat Wolfgang Kaufmann, der auch privat Mercedes-Benz fährt, zehn neue
Fahrzeuge gekauft, darunter den neuen Actros. ●
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Seele and Geist
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