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Existenzgründung durch Migranten Wie gründe ich mein - IHK Köln

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Existenzgründung durch Migranten
Fast jeder fünfte Existenzgründer in Deutschland hat einen Migrationshintergrund. Sie leisten einen
wichtigen Beitrag zum Gründungsgeschehen in Deutschland. Mit ihnen wird die deutsche Wirtschaft
vielfältiger.
Die IHK Köln begleitet Gründer mit Migrationshintergrund in allen wichtigen Phasen Ihrer Gründung
und durch das „Alltagsleben“ Ihres Unternehmens, damit Sie erfolgreich Ihr Unternehmen führen
können.
Nachfolgend möchten wir Ihnen einen Überblick über die Punkte geben, die zusätzlich auf Sie –
neben den allgemeinen gewerberechtlichen Rahmenbedingungen – zu kommen.
Dieses Merkblatt soll Ihnen als erste Orientierung dienen und Ihnen den Weg zu Ihren
Ansprechpartnern weisen.
Wie gründe ich mein Unternehmen? Worauf muss ich achten?
Deutsche Sprachkenntnisse sind neben der zündenden Geschäftsidee Ihr wichtigstes
„Betriebskapital“. Nur so ist es Ihnen möglich die Informationen zu nutzen, die für Ihr
Gründungsvorhaben wichtig sind. Wie wollen Sie Ihr Konzept gegenüber der Bank erklären? Wie
möchten Sie die Bedürfnisse Ihrer Kunden ermitteln?
Prüfen Sie im ersten Schritt, ob Ihre Sprachkenntnisse ausreichen. Falls nicht: Bessern Sie nach!
Es geht für Sie darum Beziehungen mit Kunden und Geschäftspartnern optimal zu gestalten.
Das Grundgesetz gewährleistet einen weitgehend freien Zugang zur beruflichen Selbstständigkeit.
Dies gilt allerdings nur für deutsche Staatsbürger und Bürger der Mitgliedsstaaten des europäischen
Wirtschaftsraums („Freizügigkeit“). Für sie besteht lediglich die Meldepflicht bei den Meldebehörden.
Sie sind Staatsbürger aus einem Nicht-EU-Staat (Ausländer)
Sie wohnen
bereits in
Deutschland
Sie wollen nach
Deutschland
einwandern
−
−
Sie besitzen eine Aufenthaltserlaubnis.
Wenn diese die Aufnahme einer selbstständigen Tätigkeit nicht erlaubt, müssen Sie
einen Antrag auf Änderung der Auflagen beim
Ausländeramt stellen.
Sie müssen vor Ihrer Einreise bei der
deutschen Auslandsvertretung einen Antrag
zur Aufenthaltserlaubnis stellen.
−
Wenn Sie mit einer deutschen Staatsbürgerin −
oder einem deutschem Staatsbürger
verheiratet sind, erhalten Sie nach drei Jahren
Ehe eine Niederlassungserlaubnis und
können sich jederzeit selbstständig machen.
Wenn Sie aus der Schweiz, den Vereinigten
Staaten von Amerika, Australien, Israel,
Japan, Kanada und Neuseeland stammen,
können Sie die Aufenthaltserlaubnis auch
nach Ihrer Einreise beantragen.
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Die Erteilung der Aufenthaltserlaubnis ist, an bestimmte Voraussetzungen geknüpft.
Für selbstständige Tätigkeiten gilt:
− Es besteht ein übergeordnetes wirtschaftliches Interesse oder ein besonderes örtliches Bedürfnis
und
− die Tätigkeit lässt positive Auswirkungen auf die Wirtschaft erwarten und
− die Finanzierung des Projektes ist durch Eigenkapital oder eine Kreditzusage gesichert ist.
Weitere Informationen zu speziellen Einzelfällen (wenn Sie zum Beispiel Schweizer Staatsbürger sind
oder aus den Vereinigten Staaten von Amerika kommen oder älter als 45 Jahre sind) haben wir für Sie
unter der Dok-Nr.562 zusammengefasst.
Die Ausübung eines Gewerbes ist in Deutschland durch Gesetze ausführlich geregelt. Jedes Gewerbe
muss bei der örtlichen Gewerbemeldestelle angemeldet werden. Bestimmte Gewerbezweige bedürfen
zusätzlich einer behördlichen Genehmigung.
Das Gewerberecht regelt für viele Bereiche auch die Geschäftsausübung. Einige Vorschriften des
Gewerberechts richten sich speziell an Einzelhändler und Dienstleistungsbetriebe, wie zum Beispiel
die Regeln über Preisangaben oder Ladenöffnungszeiten. Es gibt außerdem Sonderregelungen, die
für einzelne Branchen gelten, wie zum Beispiel für das Transportgewerbe, Makler und Bauträger,
Versteigerer oder Bewachungsunternehmen.
Über einzelne Vorschriften des Gewerberechts erhalten Sie bei uns nähere Informationen, oder
nutzen Sie unserer Übersicht Merkblätter Gewerberecht.
Wenn Sie sich mit einem zulassungspflichtigen Handwerk (Anlage A zur Handwerksordnung) in
Deutschland niederlassen möchten, benötigen Sie neben der Aufenthaltserlaubnis eine so genannte
Ausnahmebewilligung zur Eintragen in die Handwerksrolle. Diese Ausnahmebewilligung erteilt die
Handwerkskammer, in deren Bezirk Sie sich niederlassen möchten. Gründungsinteressierte der
Region Köln, Rheinisch-Bergischer-Kreis und Rhein-Erft-Kreis sprechen das Team der „Abteilung
gewerberechtliche Zulassungen“ (Handwerksrolle) der Handwerkskammer zu Köln unter 0221 2022-0
an.
Wo finde ich weitere Informationen?
Viele gründungsinteressierte Migranten wissen nicht, dass es in Deutschland ein vielfältiges
Informationsangebot für Existenzgründer gibt. Oftmals nutzen sie ihr privates Netzwerk für Tipps und
Ratschläge. Diese Informationsquellen reichen aber nicht aus.
Unser Tipp: Sprechen Sie frühzeitig Ihre örtliche Industrie- und Handelskammer an.
Sorgfältige Planung ist die Basis für den Erfolg Ihres Unternehmens. Die IHK Köln hat in ihrer
Broschüre „Existenzgründung – Tipps für den erfolgreichen Unternehmensaufbau“ Basisinformation
für Sie zum Einstieg zusammen gefasst. Auch im Internet unter www.ihk-koeln.de, Dok-Nr.1269.
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In einer neuen Reihe gibt der DIHK die erfolgreiche Einsteiger-Broschüre für Existenzgründer
„Selbständig machen“ nun auch in verschiedenen anderen Sprachen heraus:
− Serbest calismaya baslayin - Is kurmaya giden yoldaki ilk düsünceler
− Zalozyc wlasne przedsiebiorstwo - Pierwsze krokidrozde do samodzielnej dzialalnosci
gospodarczej
− Some initial thoughts on your way to setting up your own business
Sie können diese über den DIHK Publikationsservice bestellen.
Eine wichtige konzeptionelle Grundlage für Ihren unternehmerischen Erfolg ist der Businessplan. Mit
der Gründungswerkstatt NRW unterstützen wir Sie nach einem Login kostenfrei mit Informationen,
sowie einem Persönlichkeitstest und einem Wissens-Check. Mit der interaktiven Unterstützung durch
unsere Tutoren können Sie dort auch Ihren gesamten Businessplan erstellen.
Wie kann ich mein Vorhaben finanzieren?
Wir lotsen Sie durch den Finanzierungsdschungel – mit einem Wegweiser (www.ihk-koeln.de
Dok. Nr. 1274) und in persönlichen Gesprächen.
Wenn Sie in Deutschland ein Unternehmen gründen möchten, stehen Ihnen die gleichen öffentlichen
Fördermittel zu Verfügung wie für Unternehmensgründer ohne Migrationshintergrund. An erster Stelle
sind die Existenzgründungsdarlehen von der KfW Bankengruppe und der NRW.BANK zu nennen. Für
eine Antragstellung müssen Sie in Deutschland wohnen (oder in einem Mitgliedstaat der EU) und eine
Aufenthaltserlaubnis für eine selbstständige Tätigkeit besitzen.
Weitere Informationen zu öffentlichen Fördermitteln:
NRW.BANK
KfW Bankengruppe
Förderdatenbank des Bundes
Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie-Existenzgründungsportal
Wen spreche ich an?
Neben dem Startercenter NRW bei der IHK Köln gibt es in der Region weitere Ansprechpartner für
Gründungsinteressierte mit Migrationshintergrund. Eine Auswahl an Beratungseinrichtungen haben
wir für Sie zusammengestellt:
Regionales Förderzentrum für ausländische Existenzgründer und Unternehmer (RFZ)
Ännchenplatz 1
53173 Bonn
Tel.: 0228 52 69 513
Fax.: 0228 52 69 411
contact@foerderzentrum.org
www.foerderzentrum.org
Beratung für Migranten mit Wohnsitz in NRW
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Deutsch-Hellenische Wirtschaftsvereinigung DHW e.V.
Bonner Str. 536
Tel.: 0221 39 79 776
Fax.: 0221 39 79 778
info@dhwv.de
www.dhwv.de
Beratung für griechische Existenzgründer bundesweit
Türkisch-Deutsche Industrie- und Handelskammer Unternehmerverband e.V.
Opladener Str. 8
Tel.: 0221 54 02 200
Fax.: 0221 54 02 201
info@td-ihk.de
www.td-ihk.de
Beratung für türkische Existenzgründer im Bezirk der IHK Köln
Zentrale Ausländerbehörde Köln
Blaubach 13
50676 Köln
Tel.: 0221 22 12 560 1
Fax.: 0221 22 12 566 0
Hinweis: Dieses Merkblatt soll - als Service Ihrer IHK Köln - nur erste Hinweise geben und erhebt
keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Obwohl es mit größtmöglicher Sorgfalt erstellt wurde, kann eine
Haftung für die inhaltliche Richtigkeit nicht übernommen werden.
Stand: Oktober 2012
Mitgliedsunternehmen der IHK Köln und solchen Personen, die in der Region Köln die Gründung
eines Unternehmens planen, erteilt weitere Informationen.
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Ihre Ansprechpartner(innen):
Petra Lohmann
Tel. 0221 1640-432
Fax 0221 1640-439
petra.lohmann@koeln.ihk.de
Birgit Bay
Tel. 0221 1640-434
Fax 0221 1640-439
E-Mail: birgit.bay@koeln.ihk.de
IHK Köln
Unter Sachsenhausen 10 - 26
50667 Köln
www.ihk-koeln.de
Michael Kracht
Tel. 02171 4908-902
Fax 02171 4908-909
michael.kracht@koeln.ihk.de
Elke Heider
Tel. 02171 4908-906
Fax 02171 4908-909
elke.heider@koeln.ihk.de
Zweigstelle Leverkusen/
Rhein-Berg
An der Schusterinsel 2
51379 Leverkusen
Petra Maskow
Tel. 02271 8376-184
Fax 02271 8376-199
petra.maskow@koeln.ihk.de
Zweigstelle Rhein-Erft
Bahnstraße 1
50126 Bergheim
Angelika Nolting
Tel. 02261 8101-952
Fax 02261 8101-979
angelika.nolting@koeln.ihk.de
Susanne Maaß
Tel. 02261 8101-957
Fax 02261 8101-979
susanne.maass@koeln.ihk.de
Zweigstelle Oberberg
Talstraße 11
51643 Gummersbach
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