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Ist eine Theorie des geistigen Heilens vorstellbar – wie könnte sie

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Zukunfts-Zentrum Barsinghausen
Verlag EDITION ZUKUNFT
Thematische Website
„www.nachmaterialistischenaturwissenschaft.de“
05-03-03
Ist eine Theorie geistigen Heilens
vorstellbar – wie könnte sie gestaltet
sein?
von
Arnim Bechmann
Quelle:
Arnim Bechmann: Ist eine Theorie des geistigen Heilens vorstellbar? - wie könnte sie gestaltet sein? Vorbereitende Thesen zum Vortrag; BB 72, 33 S., Barsinghausen, 2003
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Barsinghausen, am 14.05.04
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15,00 €
Institut für ökologische Zukunftsperspektiven
Vorbereitende Thesen zum Vortrag
Ist eine Theorie
des geistigen Heilens vorstellbar
– wie könnte sie gestaltet sein?
von
Prof. Dr. Arnim Bechmann
Zukunfts-Zentrum Barsinghausen
Rehrbrinkstr. 5, 30890 Barsinghausen
Tel.: 0 51 05 / 52 80-0, Fax: 0 51 05 / 52 80 79
E-Mail: zzb@zukunfts-zentrum.de, Internet: www.zukunfts-zentrum.de
Barsinghausen, September 2003
Inhaltsverzeichnis
These 1:
Die Gunst unserer Zeit
5
These 2:
Die Verknüpfung von Wissen und Handeln – eine zentrale
Herausforderung der Wissensgesellschaft
7
These 3:
Grundanforderungen an wissenschaftliche Theoriebildung
10
These 4:
Evidenzargumente für ein nachmaterialistisches
wissenschaftliches Menschen- und Weltbild
14
Erste Konturen einer nachmaterialistischen Theorie des
geistigen Heilens
17
Erfahrungsgestützte Zugänge zum wissenschaftlichen
Verständnis geistigen Heilens
21
Arbeitskonzepte zur Entwicklung einer wissenschaftlichen
Theorie des geistigen Heilens
23
Skizzen einfacher Arbeitsmodelle einer Theorie des geistigen
Heilens
26
Zur Bedeutung des wissenschaftlichen Verständnisses des
geistigen Heilens für die fällige Strukturreform unseres
Gesundheitssystems
29
These 5:
These 6:
These 7:
These 8:
These 9:
Abbildungsverzeichnis
Abb. 1-1:
Vorboten einer neuen Entwicklungsphase des Gesundheitssystems
6
Abb. 2-1:
Merkmale der Wissensgesellschaft (in Anlehnung an: Weingart 2002)
8
Abb. 2-2:
Verwendungsmöglichkeiten des Wissensbegriffes
8
Abb. 2-3:
Kurzerläuterung des Wissensbegriffes
9
Abb. 2-4:
Komponenten der Zukunfts-Gesellschaft
9
Abb. 3-1:
Aufgaben von Wissenschaft
11
Abb. 3-2:
Orientierungen des aufgeklärten Konstruktivismus
11
Abb. 3-3:
Zentrale Fragen des aufgeklärten Konstruktivismus an wissenschaftliche
Theoriebildung
12
Abb. 3-4:
Zugänge / Evidenzargumente zur Begründung Regulativer Ideen und Konzepte
12
Abb. 3-5:
Zeitgemäße Anforderungen an naturwissenschaftliche Theoriebildung
13
Abb. 4-1:
Dimensionen menschlichen Selbsterlebens
15
Abb. 4-2:
Steuerungsebenen für Verhalten und Handlungen
15
Abb. 4-3:
Allgemeine Grundlagen für Kausalität in Wirkungsprozessen
16
Abb. 4-4:
Skizze eines mehrdimensionalen Menschenbildes auf der Basis von "naiver"
Selbstwahrnehmung
16
Abb. 5-1:
Komponenten des Paradigmas einer Nachmaterialistischen Naturwissenschaft
18
Abb. 5-2:
Transmaterialistisches Axiomensystem
18
Abb. 5-3:
Der Kern des Nachmaterialistschen Menschenbildes - eine Regulative Idee mit
hohem Erklärungspotenzial für das Verständnis von Freiheit und Bindung
menschlicher Aktivität
19
Abb. 5-4:
Empirisch vermutbare Eigenschaften des Vitalfeldes mit Referenzhinweisen
19
Abb. 5-5:
Antriebe biologischer Systeme
20
Abb. 6-1:
Ergebnisse der Bensor-Recherche
22
Abb. 7-1:
Arbeitspotenziale des Kompetenz-Zentrums "Nachmaterialistische
Naturwissenschaft"
24
Methoden und Instrumente der Verwissenschaftlichung Unkonventionellen
Wissens"
24
Das Konzept des systemanalytischen Konstruktivismus im Umgang mit Wissen
unterschiedlichen Typs und aus verschiedenartigen Quellen
25
Das Konzept des systemanalytischen Konstruktivismus im Umgang mit implizitem
Wissen
25
Abb. 8-1:
Neue Perspektiven I I - die Entwicklungslinien eines Menschen
27
Abb. 8-2:
Dimensionen eines nachmaterialistischen Menschenbildes
27
Abb. 8-3:
Produktions-Systeme als Singuläre-Wirkungssysteme / "Individualitäten"
28
Abb. 9-1:
Die Herausforderung - Wissen ist auf allen Ebenen neu zu gestalten und zu
verbinden
30
Abb. 7-2:
Abb. 7-3:
Abb. 7-4:
Tabellenverzeichnis
Tab. 9-1:
Gesundheitsausgaben nach Trägern
31
Tab. 9-2:
Gesundheitsausgaben nach Sektoren
32
Ist eine Theorie des geistigen Heilens vorstellbar – wie könnte sie gestaltet sein?
5
These 1: Die Gunst unserer Zeit
Wir leben derzeit – auch wenn wir dies häufig noch nicht so recht wahrnehmen – in einer Zeit, in der
sich in unserem Gesundheitssystem tiefgreifende Strukturreformen, die zu einer neuen Form der Gesundheitsvor- und -fürsorge führen werden, anbahnen. In nicht zu weiter Zukunft wird das Gesundheitssystem auf einem neuen nachmaterialistischen Menschenbild gründen. Die sogenannte „Komplementärmedizin“ wird in ihm auf ganz selbstverständliche Weise einen großen Raum einnehmen. Es
wird sich dabei allerdings nicht mehr um die Komplementärmedizin handeln wie wir sie heute kennen,
sondern um deren verwissenschaftlichte, fortentwickelte Form.
GH-Thesen_K05.doc
22.09.04
Ist eine Theorie des geistigen Heilens vorstellbar – wie könnte sie gestaltet sein?
Abb. 1-1:
6
Vorboten einer neuen Entwicklungsphase des Gesundheitssystems
Natur- und
Komplementärmedizin
gewinnen zunehmend
an Akzeptanz in unserer
Gesellschaft
Kultur-kreative
Werthaltungen
finden eine immer
weitere Verbreitung
Zur Praxis von Verfahren der
Komplementärmedizin
und des Geistheilens
existieren heute in unserere
Geselschaft vielfältige, positive
Erfahrungen
GH-Thesen_K05.doc
Indikatoren des
Wandels
Die konventionelle
Schulmedizin stößt bei
vielen Ktankheitsbildern,
insbsondere bei
chronischen
Erkrankungen auf harte
Erfolgsgrenzen
Unser
Gesundheitssystem
ist ohne tiefgreifende
Strukturreform - ein
Sackgassensystem
22.09.04
Ist eine Theorie des geistigen Heilens vorstellbar – wie könnte sie gestaltet sein?
These 2:
7
Die Verknüpfung von Wissen und Handeln – eine zentrale
Herausforderung der Wissensgesellschaft
Die Industriegesellschaften befinden sich derzeit im Übergang zur Wissensgesellschaft. Die Wissensgesellschaft ist dadurch gekennzeichnet, dass in ihr die Nutzung von und der Umgang mit Wissen eine
zentrale Bedeutung erlangen. Wissen orientiert und legitimiert Handeln. Wissen wird zum gesellschaftlichen Machtfaktor. Der Umgang mit Wissen wird rechenschaftspflichtig. Dies gilt auch für die Gestaltung des Gesundheitssystems.
Gesundheitssysteme lassen sich nur auf der Basis gesellschaftlich anerkannten Wissens als verbindlich einführen und weiterentwickeln.
Die Wissensgesellschaft steht heute vor zwei zentralen Herausforderungen:
• der Bewältigung der Folgen eines schnellen und gesellschaftlich nicht kontrollierbaren Wissenswachstums sowie der Einführung von wissensverarbeitenden I & K-Technologien.
• dem angemessenen Umgang mit unkonventionellem Wissen und unkonventionellen Erfahrungen,
die im Rahmen gesellschaftlich anerkannter Wissenssysteme, insbesondere gesellschaftlich etablierter, Wissenschaft bislang kein legitimiertes Fundament besitzen und deshalb die gesellschaftlich
nicht anerkannt werden. Dies gilt insbesondere in weiten Bereichen auch für die sogenannte Komplementärmedizin, obwohl sie auf sehr viele praktische Erfolge verweisen kann.
Das Phänomen der Ausgrenzung vorhandenen Wissens aus systematischen Gründen wird hier als
strukturelle Ignoranz bezeichnet. Strukturelle Ignoranz lässt sich nur durchbrechen, wenn die Struktur
aufgelöst wird, aus der heraus Ignoranz praktiziert wird.
GH-Thesen_K05.doc
22.09.04
Ist eine Theorie des geistigen Heilens vorstellbar – wie könnte sie gestaltet sein?
Abb. 2-1:
8
Merkmale der Wissensgesellschaft (in Anlehnung an: Weingart 2002)
Wissen als
Legitimation für
Handeln
Wissen als Instrument
zur Realisierung
von Zielen
Theoretisches
Wissen als
Machtfaktor
Ausweitung der
Anwendungsfelder
von Wissen
Wissen wird
rechenschaftspflichtig
Steuerung der
Wissensproduktion durch
Nutzenerwartungen
Intensive Stützung
von Lernprozessen
durch Wissen
Wissen wird Grundlage für Handlungsvorbereitung
Wissensgesellschaft
Wissenstützung von
Alltagshandlungen
Schnelles
Wissenswachstum
Abb. 2-2:
Verwendungsmöglichkeiten des Wissensbegriffes
Formalwissen:
>
Vorstellung von Welt
( Weltbeschreibung )
Erkenntniswissen:
>
Zutreffende Vorstellung von Welt
( Wahrheit )
HandlungsWissen:
>
>
>
Vorstellungen von Welt als Handlungsorientierung
Vorstellungen von Welt als Erfolgs- und Machtfaktor
Vorstellungen von Welt als Handlungsbegündung
( Praxis )
Das
Wissensproblem
FormalWissen
HandlungsWissen
?
ErkenntnisWissen
GH-Thesen_K05.doc
22.09.04
Ist eine Theorie des geistigen Heilens vorstellbar – wie könnte sie gestaltet sein?
Abb. 2-3:
9
Kurzerläuterung des Wissensbegriffes
Sicheres
Wissen
Potenzielles
Wissen
zutreffende* Vorstellung von Welt
Wahrscheinliches
Wissen
Vorstellung von Welt für deren Zutreffen Wahrscheinlichkeiten bestehen
Ungewisses
Wissen
Vorstellung von Welt für deren Zutreffen keine Wahrscheinlichkeiten bestehen
Fehlendes
Wissen
Es besteht keine Vorstellung
Irrtum
Die bestehende Vorstellung trifft nicht zu
Unsicheres
Wissen
( Information,
Nachrichten,
Vorstellungen usw)
Un-Wissen
*zutreffen: wahr unter Bezug auf:
>
>
>
Abb. 2-4:
Wahrheitskriterium
weltanschauliche Basis-Sichtweise
Kontext
Komponenten der Zukunfts-Gesellschaft
Erneuerungs-Impuls
( Neuorientierendes Wissen )
Zivilgesellschaft
Kultur-Kreative
Neue
Unkonventionelle
Neue Praxis
Entwicklung
durch
Kulturkraft
Globalisierung
ZukunftsGesellschaft
Individualisierung
Wissensgesellschaft
I&K-Technologie
Wissens-basierung
Tradierter Trend
( Routinenen einer
gewachsenen Gesellschaft )
GH-Thesen_K05.doc
22.09.04
Ist eine Theorie des geistigen Heilens vorstellbar – wie könnte sie gestaltet sein?
These 3:
10
Grundanforderungen an wissenschaftliche Theoriebildung
Die Wissensgesellschaft gründet in ihren Strukturen auf wissenschaftlich legitimiertes Wissen.
Wissenschaft gewinnt und sammelt empirische Fakten, Erfahrung sowie Wissen und systematisiert
diese. Sie strukturiert Wissen durch Begriffs- und Theoriebildung.
Wissenschaft leistet somit einen systematisierenden Umgang mit Wissen, der sich allerdings stets nur
auf spezielle Objektbereiche, d. h. auf Ausschnitte unserer Welt bezieht.
Ein wissenschaftliches Aussagensystem besteht in der Regel aus drei Ebenen. Und zwar aus
• Wahrnehmungsaussagen, die auf sinnliche Erfahrung von Welt gründen,
• Theorien, Erklärungsmodellen und Begriffssystemen, in denen Erfahrungen von Welt strukturiert
sowie deutend und verbindend zusammengestellt wird und mit deren Hilfe Erklärung ermöglicht
wird,
• sogenannten Regulativen Ideen und Konzepten, die zwar selbst nicht mehr auf Erfahrung gründen,
die aber Erfahrungstheorien strukturieren und gestalten.
Auch der Versuch, eine Theorie geistigen Heilens zu schaffen, muss sich in diesen formalen Rahmen
einfügen.
GH-Thesen_K05.doc
22.09.04
Ist eine Theorie des geistigen Heilens vorstellbar – wie könnte sie gestaltet sein?
Abb. 3-1:
11
Aufgaben von Wissenschaft
gewinnt und
sammelt Wissen,
systematisiert es
strukturiert
Wissen durch Begriffsund Theoriebildung
bildet disziplinäre
Grenzen
legt zulässige Formen der
Wahrnehmung fest
schafft science communities
legt Wahrheitskriterien fest
grenzt ihren
Objektbereich ab
Wissenschaft
gründet auf
regulativen Konzepten
und Paradigmen
Alltagswissen
Abb. 3-2:
Orientierungen des aufgeklärten Konstruktivismus
Regulative Ideen / Regulatives Konzept
Wissenschaftliches
Aussagensystem
Theorien, Erklärungsmodelle
und Begriffssysteme
Wahrnehmungsaussagen
Paradigmatische Gestaltung und
Strukturierung von Theorien
Erklärung, Prognose,
Handlungsorientierung
Sinnliche Wahrnehmung von Welt
Begriff / Symbol
Wahrnehmungsaussage
Erkenntnisvorgang
Wahrnehmung
GH-Thesen_K05.doc
22.09.04
Ist eine Theorie des geistigen Heilens vorstellbar – wie könnte sie gestaltet sein?
Abb. 3-3:
12
Zentrale Fragen des aufgeklärten Konstruktivismus an wissenschaftliche Theoriebildung
Welche Wahrnehmungsformen
werden zugelassen ?
Wahrnehmungsaussagen
Wie wird Wahrnehmung
"kontrolliert" ?
Welche "Sprache" wird zur
Theoriebildung zugelassen?
Theorien,
Erklärungsmodelle,
Begriffssysteme
Welche Eigenschaften und
Ausdruckspotenziale hat sie ?
Auf welchen Regulativen Ideen und
Regulativen Konzepten gründet
die Theoriebildung ?
Regulative Ideen,
Regulative Konzepte
Abb. 3-4:
Wodurch werden diese ihrerseits
begründet oder gesichert ?
Zugänge / Evidenzargumente zur Begründung Regulativer Ideen und Konzepte
Berufung auf
Offenbarungswissen
Berufung
auf die Vernunft
Regulative Idee
Regulatives Konzept
Pragmatischfunktionale
Begründung
GH-Thesen_K05.doc
Übersinnlich-geistige
Wahrnehmung
"Angeborene"
Denkfiguren /
Archetypen
22.09.04
Ist eine Theorie des geistigen Heilens vorstellbar – wie könnte sie gestaltet sein?
Abb. 3-5:
13
Zeitgemäße Anforderungen an naturwissenschaftliche Theoriebildung
Sinnliche Wahrnehmung
Wahrnehmungsaussagen
Theorien,
Erklärungsmodelle,
Begriffssysteme
Intersubjektive Überprüfbarkeit von
sinnlicher Wahrnehmung
1 Zweiebenesprache,
2 Sprache der "Synergetischen
Systemtheorie",
3 Konsistente, strukturelle Darstellung
dialektischer Prozesse
Evidenz in Bezug auf das vorhandene
Erkenntnis- und Erfahrungswissen
Regulative Ideen,
Regulative Konzepte
GH-Thesen_K05.doc
Begründung durch Vernunft ggf. mit Blick
auf "transsinnliche Wahrnehmung"
22.09.04
Ist eine Theorie des geistigen Heilens vorstellbar – wie könnte sie gestaltet sein?
These 4:
14
Evidenzargumente für ein nachmaterialistisches wissenschaftliches Menschen- und Weltbild
Das heute die Naturwissenschaften und auch die Medizin dominierende Menschen- und Weltbild ist
materialistischer Natur. Es interpretiert Psyche, Seele und Geist als Äußerung komplexer, im menschlichen Körper ablaufender, biochemischer Prozesse.
Das Gesundheitssystem der Bundesrepublik ist durch ein derartiges materialistisches Menschenbild
geprägt, geformt und orientiert.
Das eben angedeutete materialistische Menschenbild steht allerdings in einem erheblichen Widerspruch zu unserer menschlichen Alltagserfahrung. Es steht ebenfalls im – empirisch gut belegten Widerspruch zu den Erfahrungen der Komplementärmedizin sowie insbesondere zu denen des geistigen Heilens.
Obwohl die heutige Naturwissenschaft, die Medizin und die Gehirnforschung bereits ein beachtliches
Maß an Indizien dafür liefern, dass das herkömmliche materialistische Menschenbild vermutlich nicht
ausreicht, Bewusstseins- und Lebensprozesse angemessen zu deuten, dominiert es nach wie vor die
etablierte Naturwissenschaft ebenso wie die herrschende Medizin oder die etablierte Bewusstseinsforschung.
Eine auch im wissenschaftlichen Sinne leistungsfähige Theorie des geistigen Heilens wird das inzwischen in vielerlei Hinsicht dogmatisierte materialistische Menschenbild als paradigmatische Grundlage
wissenschaftlicher Medizin in Frage stellen müssen.
Eine Theorie des geistigen Heilens wird vielmehr auf dem Paradigma einer Nachmaterialistischen
Naturwissenschaft gründen, das ein nachmaterialistisches Menschen- und Weltbild ermöglicht und
entwirft.
Die Fragen, die sich stellen, wenn man der hier vorgetragenen Argumentation folgt, lauten:
• Wie könnte oder müsste solch ein Paradigma einer Nachmaterialistischen Naturwissenschaft aussehen?
• Auf welchen Annahmen beruht es?
• Wie kann man mit ihm arbeiten?
• Ist es sinnhaltig und wie lässt sich vorhandenes, gesichertes, wissenschaftliches Wissen in solch
einem Paradigma verankern?
GH-Thesen_K05.doc
22.09.04
Ist eine Theorie des geistigen Heilens vorstellbar – wie könnte sie gestaltet sein?
Abb. 4-1:
15
Dimensionen menschlichen Selbsterlebens
Geist
Seele
Erleben,
Verhalten,
Handeln
Körper
Abb. 4-2:
Steuerungsebenen für Verhalten und Handlungen
Geist
Sinn oder Zweck
gerichtete
Handlungen
Seele
Durch Emotionen
gesteuerte
Aktivitäten
Entscheidungsebene
Programmebene
Mechanistische
Wirk-Ebene
GH-Thesen_K05.doc
Körper
Mechanistische
Abläufe
22.09.04
Ist eine Theorie des geistigen Heilens vorstellbar – wie könnte sie gestaltet sein?
Abb. 4-3:
16
Allgemeine Grundlagen für Kausalität in Wirkungsprozessen
Sinn-Handlungen
Zweck-Handlungen
Freie
Handlungen
Mentale Programme
Emotionale Programme
Trieb-Programme
Biologische
Programme
Metamorphosen
Wirkung
Universalfeld Gesetze
Chemische Gesetze
Naturgesetze
Physikaliche Gesetze
Kräfte-Konstellation
Materie in Raum & Zeit
Anfangsbedingungen
Ursache
Abb. 4-4:
Skizze eines mehrdimensionalen Menschenbildes auf der Basis von "naiver" Selbstwahrnehmung
Ich / Subjekt / Geistwesen
Vitalfeld
Ich
körperautonome
Seelenbereiche
Seele
Emotional
system
Körper
körpergebundene
Seelenbereiche
Körper
GH-Thesen_K05.doc
22.09.04
Ist eine Theorie des geistigen Heilens vorstellbar – wie könnte sie gestaltet sein?
These 5:
17
Erste Konturen einer nachmaterialistischen Theorie des
geistigen Heilens
Eine Theorie des geistigen Heilens, die unterstellt, dass über geistige Impulse körperlich-stoffliche
Prozesse angestoßen und gesteuert werden können, lässt sich im Rahmen eines materialistischen
naturwissenschaftlichen Paradigmas – und dies zeigt die Vergangenheit auch in der Praxis – nicht
sinnvoll oder angemessen begründen.
Das Konzept einer Nachmaterialistischen Naturwissenschaft ist heute möglich und an anderer Stelle
auch bereits weiter ausgeführt, als dies im Rahmen der vorliegenden Thesen und der zu ihnen gehörenden Veranstaltung geleistet werden kann.
Das Konzept einer Nachmaterialistischen Naturwissenschaft gründet auf drei Fundamenten:
• einem transmaterialistischen Axiomensystem, das die Grundannahmen dieses Paradigmas enthält,
• der Methode des Synergetischen Konstruktivismus, mit dessen Hilfe Theorien und Erklärungskonzepte systematisch und unter Beachtung gängiger wissenschaftstheoretischer Forderungen konstruiert werden können,
• einem analytisch-neopragmatischen wissenschaftstheoretischen Standpunkt, dem analytischen
Neopragmatismus, der die Erkenntnisse der analytischen Wissenschaftstheorie und die des Neopragmatismus in zeitgemäßer Form miteinander verbindet.
Das zentrale Axiom des Paradigmas einer Nachmaterialistischen Naturwissenschaft ist das sogenannte Zwei-Ebenen-Postulat. Es unterstellt, dass unsere Welt zwei Grunddimensionen, die hier als Geist
und Materie bezeichnet werden, besitzt. Beide lassen sich in der von uns erfahrbaren Welt nicht aufeinander reduzieren.
Geist steht dabei für Organisation sowie im weitesten Sinne auch für Subjekthaftigkeit und schöpferische Tätigkeit, während Materie Manifestation in Stoff sowie nach Gesetzen funktionierenden Energieund Qualitätsfelder bezeichnet.
Im Rahmen des Paradigmas einer Nachmaterialistischen Naturwissenschaft lässt sich ein Mensch als
vierdimensionale Entität beschreiben, die sowohl eine Subjekt- als auch eine Objektebene besitzt.
Beide Ebenen sind miteinander verbunden, wobei
• sich die Objektebene in ein physisches und ein Vitalfeldsystem differenzieren lässt,
• die Subjektebene aus einem psychischen Programmsystem und einem zu freien Entscheidungen
fähigen Ich bestehen.
Diese Skizze eines Menschenbildes ist sicherlich sehr erklärungsbedürftig – was an anderer Stelle
allerdings auch geleistet werden kann und wird - , aber sie hilft die Ebenen zu unterscheiden, auf denen geistiges Heilen eingreifen kann und sie ermöglicht, die Wege aufzuzeigen, auf dem sich entsprechende Heilungsimpulse bis hin in den physisch-stofflichen Körper hinein fortsetzen können.
Zentral für das Verständnis geistigen Heilens ist die Funktion und Wirkungsweise des sogenannten
Vitalfeldes, das für den menschlichen Körper eine zentrale Organisationsfunktion besitzt.
Geistige Heiler sprechen dieses Vitalfeld entweder unmittelbar an oder sie finden den Zugang zu ihm,
indem sie das Ich bzw. die seelischen Programme ihres Klienten in eine heilende Richtung anstoßen.
Aufgabe einer auf dem Paradigma einer Nachmaterialistischen Naturwissenschaft gegründeten medizinischen Theoriebildung ist es, zu verstehen, welche spezifischen Eigenschaften diese verschiedenen
Dimensionen eines Menschen jeweils aufweisen und wie sie beim gesunden oder kranken Menschen
zusammenwirken.
Solche Darstellungen sind heute möglich. Im Referat werden Wege angedeutet wie man zu ihnen gelangen kann.
GH-Thesen_K05.doc
22.09.04
Ist eine Theorie des geistigen Heilens vorstellbar – wie könnte sie gestaltet sein?
Abb. 5-1:
18
Komponenten des Paradigmas einer Nachmaterialistischen Naturwissenschaft
Transmaterialistisches
Axiomensystem
( Grundannahmen )
Synergetischer
Konstruktivismus
Nachmaterialistische
Naturwissenschaft
( Methodisches Konzept )
Analytischer
Neopragmatismus
( Erkenntnistheoretische Position )
Abb. 5-2:
1
Transmaterialistisches Axiomensystem
Das Zwei-Ebenen-Postulat
Unsere Welt besitzt zwei Dimensionen / zwei Ebenen
>
>
eine Dimension / Ebene der Organisation ( Geist )
eine Dimension / Ebene der Manifestation ( Materie )
Organisation
diese Dimensionen lassen sich nicht aufeinander reduzieren.
Organisation ohne Materie - das ist nicht unsere Welt.
Organisation ist kein Produkt der Materie, sie geht
ihr jedoch als Idee "logisch" voraus.
Welt
Manifestation
Beide Ebenen wechselwirken miteinander.
Sie spannen Welt auf und durchdringen sich in der Welt.
Die menschliche Wahrnehmung richtet sich sowohl auf die Manifestations-Dimension ( sinnliche Wahrnehmung ) als
auch auf die Organisations-Dimension ( transsinnliche Wahrnehmung ) von Welt.
Die jeweils notwendigen Wahrnehmungswege oder Wahrnehmungsformen unterscheiden sich grundlegend voneinander. Sie lassen sich nicht aufeinander reduzieren.
GH-Thesen_K05.doc
22.09.04
Ist eine Theorie des geistigen Heilens vorstellbar – wie könnte sie gestaltet sein?
Abb. 5-3:
19
Der Kern des Nachmaterialistschen Menschenbildes - eine Regulative Idee mit hohem
Erklärungspotenzial für das Verständnis von Freiheit und Bindung menschlicher Aktivität
Sinnentscheidungen
Ich
Willensfreiheit
( Geist )
individuelle
Steuerung
Zweckentscheidungen
Subjekt -Ebene
Psychische Programme
Ich-System
Willenskräfte
Programm-System
Willensbindung
Triebe
Mensch
Intelligenzkräfte
Vitalfeld-System
Vital Naturgesetze
Lebenskräfte
Objekt-ebene
Biochemische Kräfte
Vital-System
Gesetzesgebundenheit
Naturkräfte
Physisches System
Physische Naturgesetze
Physikalische Kräfte
Abb. 5-4:
Empirisch vermutbare Eigenschaften des Vitalfeldes mit Referenzhinweisen
VitalFeld
GH-Thesen_K05.doc
Feldenergie-Intensität
Orgonomie
Pulsation - Blockade
Orgonomie
Wirbelbildung
Orgonomie
Feldverschmelzung
und Feldzerfall
Orgonomie
Grenzflächen-Bildung
Orgonomie
Speichereffekte
Anthroposophie,
Interaktion mit elektromagnetischen Feldern
Orgonomie,
Fähigkeit zur Bindung an
materielle Trägersysteme
Orgonomie, Homöpathie
Plocher-Energie-System
Anziehung - Abstossung
Orgonomie
Anziehung - Abstossung
von Feld-Trägersystemen
Orgonomie
Schwingungsfähigkeit und
Koppelung durch Ressonaz
Transmateriale Katalysatoren
Einwirkung auf materielle
Strukturen und Prozesse
Orgonomie
Beeinflussung mikroiologischer Prozesse
Bensor-Recherche
Steuerung biologischer
Entwicklungsprozesse
Driesch
Biologische Formenbildung
Anthroposophie,
Trägerfunktion für biologische Programme
Anthroposophie, Homöpathie
Transmateriale Katalysatoren
Steuerung von Lebensprozessen in biologischen Systemen
Bensor-Recherche
Transmateriale Katalysatoren
Träger für Vorgänge
des Denkens
Anthroposophie
Sheldrake
Anthroposophie,
22.09.04
Ist eine Theorie des geistigen Heilens vorstellbar – wie könnte sie gestaltet sein?
Abb. 5-5:
20
Antriebe biologischer Systeme
Bewegung
Physikalische
Kräfte
Chemische Pro.
Wachstum
Vitalkraft
Form-Bildung
Antriebkräfte
biologischer
Systeme
Instinkt
Trieb-Kraft
Eigen-Emotion
Zuwendung
Emotion
Willens-Kraft
Motiv
Entscheidung
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Ist eine Theorie des geistigen Heilens vorstellbar – wie könnte sie gestaltet sein?
These 6:
21
Erfahrungsgestützte Zugänge zum wissenschaftlichen
Verständnis geistigen Heilens
Durch geistiges Heilen werden zunächst das Ich, die seelischen Programme oder das Vitalfeld des
jeweiligen Klienten angesprochen. Auf diesen Ebenen wird Veränderung bewirkt, die sich bis ins körperlich-stoffliche hinein fortpflanzt.
Da viele geistige Heiler unmittelbar Einfluss auf das Vitalfeld ihrer Klienten nehmen, ist es nicht verwunderlich, dass sie auch Wirkungen bei Organismen auszulösen vermögen, die weder über seelische
Programme noch über ein zu bewussten Entscheidungen fähiges Ich verfügen. Die Möglichkeiten solcher Einflussnahmen auf das Vitalfeld ist inzwischen in unterschiedlichen Studien z. T. mit statistisch
signifikanten Ergebnissen so weit belegt, dass sie als Erfahrungstatsache gewertet werden kann.
Diese Erfahrungstatsachen werden jedoch, wie vieles andere ebenfalls, von der herrschenden Medizin
nicht wahrgenommen, ja sie werden sogar mit den Mitteln struktureller Ignoranz ausgegrenzt. Dies ist
vor allem darauf zurückzuführen, dass sich die etablierte Naturwissenschaften und mit ihnen die herrschende wissenschaftliche Medizin an ein inzwischen dogmatisiertes materialistisches Menschen- und
Weltbild gebunden haben.
Das hier angedeutete Paradigma einer Nachmaterialistischen Naturwissenschaft ist in der Lage, diese
vorschnelle Dogmatisierung zu durchbrechen, ohne das Postulat und die Regeln von Wissenschaftlichkeit verletzen zu müssen.
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Abb. 6-1:
22
Ergebnisse der Bensor-Recherche
Material:
131 kontrollierte Studien, davon
56 mit statistisch signifikanten Ergebnissen ( Wahrscheinlichkeitsniveau < 0.1 )
weitere 21 mit deutlichen Ergebnissen ( Wahrscheinlichkeitsniveau < 0.2 -0,5 )
Art der Einflußnahme:
Einflußnahme einer oder mehrerer Personen auf ein lebendes System, ohne
dazu irgend ein bekanntes Mittel der physischen Intervention einzusetzen.
Art der Experimentalbereiche:
1
(Heil-)Wirkungen auf Enzyme und körpereigene Chemikalien in vitro
2
(Heil-)Wirkungen auf Zellen und niedere Organismen
3
(Heil-)Wirkungen auf Zellen in vitro
4
(Heil-)Wirkungen auf die Beweglichkeit von einfachen Organismen
5
(Heil-)Wirkungen auf Pflanzen
6
(Heil-)Wirkungen auf die elektrische Hautreaktion beim Menschen
7
(Heil-)Wirkungen auf Tiere
8
(Heil-)Wirkungen auf körperliche Probleme beim Menschen
9
)Wirkungen spirituellen Heilens auf subjektive Empfindungen
10
Wirkungen
im Vitalfeld
Diagnostische Fähigkeiten von Heilern
( Quelle: Bensor, D. Geitiges Heilen erforschen - ein Überblick
in: Wiesendanger, H. (Hrsg.) Geistiges Heilen für eine neue Zeit, Kösel, münchen 1999)
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Ist eine Theorie des geistigen Heilens vorstellbar – wie könnte sie gestaltet sein?
These 7:
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Arbeitskonzepte zur Entwicklung einer wissenschaftlichen Theorie des geistigen Heilens
Es ist nach meiner Auffassung möglich, bereits auf der Basis der heute vorliegenden Erfahrungen, in
erster Näherung eine systematische Theorie des geistigen Heilens zu entwickeln.
Der Weg dahin führt über die Arbeit mit bestimmten Regulativen Konzepten, die sich an den Postulaten einer Nachmaterialistischen Naturwissenschaft ausrichten. Regulative Konzepte in diesem Sinne
schaffen die Struktur und den Gestaltungsrahmen für ein entsprechendes „nachmaterialistisch“ ausgerichtetes theoretisches Arbeiten. Sie verwenden das in These 4 grob skizzierte Menschenbild als Regulative Idee, nach der Erfahrungswissen strukturiert und gestaltet werden kann.
Bei der Nutzung solcher Regulativen Konzepte wird es möglich, vorhandenes Wissens systematisch
aufzubereiten. Dabei gilt es, dieses Wissen im Hinblick auf
• die enthaltenen empirischen Fakten,
• die verwendete Begrifflichkeit,
• die genutzten Erklärungsmodelle sowie
• die das jeweilige Theoriegebäude regulierenden Ideen und Konzepte (Regulative Ideen und Regulative Konzepte)
zu analysieren, um anschließend das so gewonnene Wissensmaterial vor dem Paradigma einer in sich
konsistenten Nachmaterialistischen Naturwissenschaft zu reorganisieren und zu einer theoretisierenden Erfahrungswissenschaft zu integrieren.
Wie solch ein Prozess im Einzelnen gestaltet werden kann, beschreibt die hier nur angedeutete Methode des Synergetischen Konstruktivismus. Sie ist „handwerklich“ erlernbar und geeignet auch große
Mengen komplexen Wissens systematisch zu verarbeiten.
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Ist eine Theorie des geistigen Heilens vorstellbar – wie könnte sie gestaltet sein?
Abb. 7-1:
24
Arbeitspotenziale des Kompetenz-Zentrums "Nachmaterialistische Naturwissenschaft"
Konstruktives Verbinden
von Wissensbausteinen
zu Theorien und Wissensgebilden nach vorgegeben
Regulativen Konzepten
Strukturierte, themen- oder
aufgabenbezogene Aufbe-reitung
der Wissensgebilde
Organisieren des
"Wissens-Materials" nach
Regulativen Konzepten
einer Nachmaterialistischen
Naturwissenschaft
Analysieren und
dekomponieren
des erfassten Wissens
zu Wissens-Material, d.h. in
> empirisches Material
> theoretische Konstrukte
> Regulative Konzepte
Abb. 7-2:
Integration der
Wissensgebilde in
Handlungssysteme
Verwissenschaftlichung
"unkonventionellen" Wissens
auf dem Fundament einer
Nachmaterialistischen
Naturwissenschaft"
Erschließen, aufbereiten und
verfügbar machen
von Wissen
Vorgabe
einer
Fragestellung
Zusammentragen und
dokumentieren
von Wissen
Methoden und Instrumente der Verwissenschaftlichung Unkonventionellen Wissens"
Computergestütztes Assistenz-System
zum Ergebnismaterial bauen
Paradigma
einer
Nachmaterialistischen
Naturwissenschaft
Methode
des
Synergetischen
Konstruktivismus
Konstruktives Verbinden
von Wissensbausteinen zu
Theorien und Wissensgebilden
nach vorgegeben
Regulativen Konzepten
Organisieren des
"Wissens-Materials"
nach Regulativen
Konzepten einer
Nachmaterialistischen
Naturwissenschaft
Analysieren und
dekomponieren
des erfassten Wissens
zu Wissens-Material, d.h. in
> empirisches Material
> theoretische Konstrukte
> Regulative Konzepte
Strukturierte, themen- oder
aufgabenbezogene Aufbereitung
der Wissensgebilde
Integration der
Wissensgebilde in
Handlungssysteme
Verwissenschaftlichung
"unkonventionellen" Wissens
auf dem Fundament einer
Nachmaterialistischen
Naturwissenschaft"
Erschließen, aufbereiten
und verfügbar machen
von Wissen
Zusammentragen
und dokumentieren
von Wissen
Vorgabe
einer
Fragestellung
Strukturiertes Wissensnetzwerk
zum Ausgangsmaterial bauen
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Abb. 7-3:
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Das Konzept des systemanalytischen Konstruktivismus im Umgang mit Wissen unterschiedlichen Typs und aus verschiedenartigen Quellen
ERGEBNIS /
ANTWORT
AUSGANGSFRAGE
konstruieren
zerlegen
Ideen /Bilder /
Vorstellungen /
Berichte usw
Wissenschaftlich
korrekt gestal-tetes
Wissen
orientieren
Orientierung an vorgegebenen
Regulativen Konzepten
Analyse
Wissenstypisierung
Begriffs- und Modellbildung
nach dem Konzept der
Synergetischen Systemtheorie
Verknüpfung /
Integration
Re-Organisation
Elementarisierung
Konstruktion
Auflösung in Elementarkomponenten
Abb. 7-4:
Das Konzept des systemanalytischen Konstruktivismus im Umgang mit implizitem Wissen
IMPLIZITES
WISSEN
EXPLIZITES
WISSEN
explizieren
Begriff /
Modell /
Theorie /
Programm
interpretieren
Idee /
Bild /
Vorstellung
orientieren
Analyse
Konzept der
Synergetischen Systemtheorie
Manifestaion /
Konkretisiserung
System-Integratoren
Teil-Systeme
Systemvernetzung
System-Elemente
Integration
Re-Organisation
Elementarisierung
Konstruktion
Auflösung in Elementarkomponenten
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These 8:
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Skizzen einfacher Arbeitsmodelle einer Theorie des geistigen Heilens
Das hier skizzierte Menschenbild und seine Konsequenzen für das Verständnis geistigen Heilens lässt
sich aus naturwissenschaftlicher Perspektive u. a. an drei Fragestellungen - für die aus der Sicht einer
Nachmaterialistischen Naturwissenschaft erste Arbeitsmodelle angeboten werden können - diskutieren. Dies sind die Fragen nach
• den Eigenschaften des sog. Vitalfeldes und seinen Verknüpfungen mit einem, auch biologische
Eigenschaften besitzenden, Universalfeld,
• den Ursachen und dem Prozess des Ingangsetzens der Produktion von Proteinen im menschlichen
Körper durch „mentale oder psychische Auslöser“,
• der Qualität und der Besonderheiten der Beziehung von Körper und Geist über einen vollen
menschlichen Lebenslauf.
Die gewählten Arbeitsmodelle können hier allerdings nur grob skizziert werden. Sie sollen vor allem
andeuten, welche Möglichkeiten des Verständnisses von Lebensprozessen durch den Übergang zum
Paradigma einer Nachmaterialistischen Naturwissenschaft eröffnet werden können.
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Abb. 8-1:
27
Neue Perspektiven I I - die Entwicklungslinien eines Menschen
Geist
Manifestationslinie des ICH
Lebenslinie des
Körpers
Materie
*
Lebenalter
0
7
14
21
28
35
42
49
56
Inkarnationsphase
63
70
77
84
Exkarnationsphase
Abnahme der Steuerungspotenziale durch Psycho-Programme
Optimaler Lebenslauf für die Entwicklung der Seele
Zunahme der Selbststeuerungspotenziale durch das ICH
Abb. 8-2:
Dimensionen eines nachmaterialistischen Menschenbildes
Ich / Geistwesen
Steuerungsebene
bewußte
Freiheit
Ich
Subjektdimension
Sinn
körperautonome
Seelenbereiche
seelische
Programme
Seele
Integrationsfeld
Programmebene
biologische
Programme
Organisationsdimension
Zweck
körpergebundene
Seelenbereiche
Körper
elementare
Triebbindung
Körper
Maschinenebene
Strukturdimension
Konditionierung
Sach-Modell
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Technologisches Modell
System-Modell
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Abb. 8-3:
28
Produktions-Systeme als Singuläre-Wirkungssysteme / "Individualitäten"
Subjekt,
Ich
Planen
beachten
SelbstProgrammieren
beachten
nutzen
gestalten
nutzen
Anfangsbedingungen
Programme
auswählen
Biologische
Programme
Naturgesetze
Entscheiden
Gestalten
Freie
Handlungen
Maschine
Organismus
Individualität
Wirkungen
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These 9:
29
Zur Bedeutung des wissenschaftlichen Verständnisses
des geistigen Heilens für die fällige Strukturreform unseres Gesundheitssystems
Eine Theorie des geistigen Heilens, ja insgesamt eine Theoretisierung von Komplementärmedizin auf
der Basis des Paradigmas einer Nachmaterialistischen Naturwissenschaft eröffnet die Chance, diese
Varianten der Medizin nach den Spielregeln zeitgemäßer Wissenschaft zu begründen und zu verstehen. Dies gilt, obwohl es auf absehbare Zeit sicherlich noch nicht möglich sein wird, alle dabei in Erscheinung tretenden Fragen befriedigend zu beantworten. Letzteres vermögen ja auch die herrschende Naturwissenschaft und die auf sie gegründete Medizin nicht zu leisten.
Eine Verwissenschaftlichung des geistigen Heilens und der komplementärmedizinischen Verfahren
und damit ihre unstrittige Legitimation für die Wissensgesellschaft würde zu großen Veränderungen in
unserem Gesundheitssystem führen. Diese würden nach bisheriger Erfahrung u. a. erhebliche Kosteneinsparungen nach sich ziehen.
Auch die Vorstellung von einem sinnhaften Leben als Ganzem und einem guten Tod würde sich vor
dem Hintergrund eines nachmaterialistischen Menschen- und Weltbild es erheblich verändern. Dies
würde seinerseits aus heutiger Sicht nur schwer zu überschauende Veränderungen in Bezug auf die
medizinische Versorgung älterer Menschen nach sich ziehen.
Insgesamt ist begründet zu vermuten, dass der Übergang zu einem Gesundheitssystem, das sich auf
eine wissenschaftliche Medizin stützt, welche auf dem Boden des Paradigmas einer Nachmaterialistischen Naturwissenschaft steht, nicht nur zu einem wesentlich humaneren Umgang mit kranken und
alten Menschen führen würde, sondern zudem erhebliche Kosteneinsparungen mit sich brächte.
Es lohnt sich somit, aus verschiedenen Sichten zu prüfen, ob das hier angedeutete Konzept einer Begründung medizinischer Wissenschaft auf dem Paradigma einer Nachmaterialistischen Naturwissenschaft sowie die damit verbundene Verwissenschaftlichung von Komplementärmedizin und geistigen
Heilens ein - in der Breite für unsere Gesellschaft - gangbarer Weg ist.
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Ist eine Theorie des geistigen Heilens vorstellbar – wie könnte sie gestaltet sein?
Abb. 9-1:
30
Die Herausforderung - Wissen ist auf allen Ebenen neu zu gestalten und zu verbinden
Vernunft
Verstand
Wahrnehmung
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Zukunftsfähige
Regulative Konzepte
formulieren
Idee
Theorie
Empirie
Das Wissen einer Zeit integrieren
Empirische
Erfahrung
sammeln
Empirische
Erfahrung
sammeln
Empirische
Erfahrung
sammeln
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Tab. 9-1:
31
Gesundheitsausgaben nach Trägern
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Tab. 9-2:
32
Gesundheitsausgaben nach Sektoren
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