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K wie Kommunale Steuerung am 15 - Landschaftsverband Rheinland

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Begrüßung der Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Tagung durch Landesrat
Michael Mertens, Dezernat Schule, Jugend beim Landschaftsverband Rheinland
Ich freue mich, vom Ministerium für Schule und Weiterbildung Herrn Dr. Norbert Reichel und seitens des Ministeriums für Generationen, Familie, Frauen und Integration
Herrn Prof. Klaus Schäfer begrüßen zu dürfen, die heute mit uns den Vormittag
bestreiten werden! Seien Sie herzlich willkommen!
Aus Ihrem Hause sind noch weitere Kolleginnen gekommen, die ich ebenfalls sehr
herzlich begrüße – Frau Walhorn und Frau Banneyer – und auch den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Serviceagentur Ganztägig Lernen in NRW/Institut für Soziale Arbeit Münster ein herzliches Willkommen!
Mein Willkommensgruß gilt natürlich auch Ihnen, meine sehr geehrten Damen und
Herren, einschließlich der heutigen Referentinnen und Referenten, die ich gleich
noch vorstellen will.
Ich freue mich, dass Sie alle meiner Einladung gefolgt sind!
Meine sehr geehrten Damen und Herren,
die OGS wurde 2003 als familien- und bildungspolitisches Programm der Landesregierung eingeführt. Konzeptionelle Leitlinie war – und ist – die Entwicklung und Gestaltung des „Ganztags“ in gemeinsamer Verantwortung von Jugendhilfe und Schule
und anderen Bildungseinrichtungen im Sinne einer strukturell verankerten Erziehungs- und Bildungspartnerschaft.
Viele Städte und Gemeinden haben den großen inhaltlichen und organisatorischen
Gestaltungsspielraum genutzt und kooperative Steuerungs- und Bildungsnetzwerke
von Jugendhilfe und Schule aufgebaut. Nach der Aufbau- bzw. Einführungsphase
der OGS sehen sie sich nun vor die Aufgabe gestellt, die konzeptionelle Probleme
verstärkt in Angriff zu nehmen, die Alltagsabläufe auf qualitativ gutem Niveau zu verstetigen und Schule als verlässlichen Lern- und Lebensraum für Kinder im Gemeinwesen weiter zu entwickeln.
Hierbei brauchen sie Unterstützung und Anregung, den Austausch mit Kolleginnen
und Kollegen aus anderen Kommunen. Fachtagungen bieten dazu ein gutes Forum.
Das Landesjugendamt setzt darum auch – nun im 3. Jahr – die Fachtagungsreihe
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„G wie Ganztag“ fort. Dies heute ist die Auftaktveranstaltung für dieses Jahr – es
werden noch drei weitere Veranstaltungen in 2008 folgen, über die ich Sie rechtzeitig
informieren werde.
„Ohne kommunale Steuerung geht es nicht!“ Mit diesem Diktum habe ich bereits
2005 „Anregungen und Handlungsanforderungen für die Träger der öffentlichen Jugendhilfe bei der Einführung und Gestaltung der ‚Offenen Ganztagsschule im Primarbereich’“ herausgegeben und die hohe Bedeutung einer aktiven Beteiligung der
Jugendämter für die Entwicklung und Öffnung von Schule zu einem qualitativ hochwertigen Lern- und Lebensraum herausgestellt.
Die heutige Tagung will die Bedeutung der Steuerungsfunktion und hier insbesondere die der verantwortlichen Mitwirkung der öffentlichen Jugendhilfe für die weitere
Entwicklung des Ganztags unterstreichen! Denn nur über eine kommunale Steuerung können die zurzeit noch bestehenden großen Qualitätsunterschiede je nach
Standort einer Offenen Ganztagsschule schrittweise ausgeglichen werden und die
mit der OGS verbundenen familien- und bildungspolitischen Ziele für alle OGSKinder erreicht werden.
Dazu gehören:
¾ die Unterstützung des Ausbaus und der Qualifizierung der Arbeit multiprofessioneller Teams vor Ort im Gemeinwesen, angefangen bei der ämterübergreifende
Arbeit und der Einrichtung von Qualitätszirkeln
¾ die Beratung und Förderung der Kooperation in den einzelnen Schulen
¾ Hilfen bei der Verknüpfung verschiedener Bildungs- und Erziehungsangebote und
sozialer Dienste mit den Zielen
- der individuellen Förderung,
- des Ausbaus von Chancengleichheit bzw.
- des Abbaus sozialer Benachteiligung sowie
- gezielter Ressourcenbündelung und -nutzung.
Viele Jugendämter wissen sich in der Verantwortung, die OGS aktiv mitzugestalten
und stellen hierfür in hohem Maße finanzielle und personelle Ressourcen zur Verfügung. Sie zeigen – und dies werden auch die Praxisbeispiele am Nachmittag deutlich
machen –, dass das Engagement der öffentlichen Jugendhilfe für die OGS nicht nur
gesetzlich und fachlich geboten, sondern auch effizient möglich ist.
-3-
Hierfür trete ich nachdrücklich ein. Die Fachberatung in meinem Haus hat diese Prozesse im Auftrag der Obersten Landesjugendbehörde und in enger Abstimmung mit
dem Schulministerium NRW von Anfang an begleitet und wird dies auch zukünftig
tun. Sie unterstützt zudem die Rheinischen Förderschulen bei der Einführung der
Offenen Ganztagsschule; hier hat der LVR als Schulträger Verantwortung für die
Qualitätsentwicklung übernommen.
Heute haben Sie hier die Gelegenheit, sich direkt an Dr. Reichel vom Ministerium für
Schule und Weiterbildung und an Prof. Schäfer vom Ministerium für Generationen,
Familien, Frauen und Integration, und damit an die beiden Verantwortlichen zu wenden, die in unserem Land wesentlich die Einführung und Weiterentwicklung der Offenen Ganztagschule im Primarbereich auf den Weg gebracht haben.
Ich werte Ihrer beider Kommen als ein wichtiges Signal an die hier versammelten
Verantwortlichen aus Politik und Verwaltung, Schule und Jugendhilfe in den Kreisen,
Städten und Gemeinden, das Erfolgsmodell Offene Ganztagsschule weiter zu entwickeln und die Offene Ganztagsschule darüber hinaus als integralen Baustein eines
Bildungsgesamtkonzepts auf kommunaler Ebene zu vernetzen und strukturell zu verankern - wie z.B. in der Stadt Grevenbroich. Hier liegt die Federführung für die Einführung,
Qualitätssicherung und Weiterentwicklung der Offenen Ganztagsschule beim Jugendamt. Hier wurde die OGS als pflichtige Aufgabe der Jugendhilfe (SGB VIII, § 24)
angenommen, in dem Wissen, dass Bildungsprozesse sich (glücklicherweise) nicht
in Institutionen konzentrieren lassen.
Ich darf herzlich Frau Hilde Seuring, vom Fachbereich Jugend, Fachdienst Jugendarbeit der Stadt Grevenbroich begrüßen. Sie wird die Präsentation der Praxisbeispiele am Nachmittag einleiten.
In Mülheim an der Ruhr wurde die Offene Ganztagsschule im Primarbereich als Kooperationsprojekt von Jugendhilfe und Schule flächendeckend eingeführt. Dies geschah auf der Basis eines pädagogisch fundierten Rahmenkonzepts, das derzeit
fortgeschrieben wird. Dazu arbeiten u. a. im Rahmen eines Qualitätszirkels Jugendamt und Schulverwaltung mit den freien Trägern der Jugendhilfe sowie der schulfachliche Aufsicht Hand in Hand. Ich darf aus Mülheim an der Ruhr Frau Minka Köhler als Vertreterin der Stadt und Herrn Georg Jöres als Vertreter der freien Träger
herzlich begrüßen.
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Wenn wir gute Praxisbeispiele für unsere Tagungen suchen, dann lohnt immer der
Blick in die Nachbarstadt Bonn. Dort gibt es ein „Stadtbüro“, in dessen Händen die
Federführung für die Einführung und Qualitätsentwicklung der Offenen Ganztagsschule liegt und über das Strukturen und Arbeitsformen geschaffen wurden, die die
Zusammenarbeit von Jugendhilfe und Schule nachhaltig fördern.
Ich darf herzlich Frau Sabine Lukas begrüßen, die das Stadtbüro „Offene Ganztagsschule" leitet.
Bildung in kommunaler Verantwortung im Sinne einer Verantwortung für die Bildungsprozesse in der Lebenswelt der Kinder – am Lebenslauf der Kinder orientiert,
institutionsübergreifend organisiert –
die Tagung will dazu einen Beitrag leisten.
Ich wünsche Ihnen ein gutes Gelingen, einen guten und anregenden Austausch und
einen angenehmen Aufenthalt im Landschaftsverband Rheinland!
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