close

Anmelden

Neues Passwort anfordern?

Anmeldung mit OpenID

Empfang wirkt wie ein Magnet

EinbettenHerunterladen
SEITE 24
Wirtschaft lokal extra
NR. 135 . SAMSTAG, 11. JUNI 2011
Der Empfang der Westerwälder Wirtschaft war in diesem Jahr zu Gast bei der P1-Unternehmensgruppe in Heiligenroth. Für die Veranstalter überreichte der Chef der Westerwälder Wirtschaftsförderungsgesellschaft, Wilfried Noll (5. von links), eine Dankurkunde an die beiden P1-Geschäftsführer Peter Merz (3. von links) und Peter Simon (4. von links). Während die einen tagten, ...
... wurde bei der P1 Stahlbau im
Nachbargebäude weitergearbeitet.
Empfang wirkt wie ein Magnet
Gesellschaft 460
Firmenchefs und
Entscheider beim
Wirtschaftstreffen
Von unserer Redakteurin
Stephanie Kühr
M Heiligenroth. Der Westerwald ist
attraktiver denn je: Die regionale
Wirtschaft boomt, und heimische
Unternehmer blicken mit Optimismus, Investitionsbereitschaft, dem
Mut zu Innovation und Risiko, mit
Visionen, aber auch mit einer guten
Portion Bodenständigkeit in die
Zukunft. Das wurde beim Empfang
der Westerwälder Wirtschaft, der in
diesem Jahr in den Räumen der
Unternehmensgruppe P1 in Heiligenroth stattfand, in Vorträgen,
Diskussionen und persönlichen
Gesprächen deutlich. Der von Wirtschaftsförderung, Kreishandwerkerschaft, Wirtschaftsjunioren und
unserer
Zeitung
veranstaltete
Empfang entwickelt sich zunehmend zum Magneten für die heimische Wirtschaft. In diesem Jahr kamen gut 460 Westerwälder Unternehmer sowie Vertreter aus Politik
und Gesellschaft, um sich hier auszutauschen. Ein kleiner Rekord.
„Der Westerwaldkreis nähert
sich der Vollbeschäftigung. Das
haben wir den Unternehmern vor
Ort zu verdanken, die in der Krise
nicht ihre Mitarbeiter entlassen,
sondern die Zähne zusammenge-
bissen und weitergemacht haben“, ren. Schwickert verwies hier auf das
begrüßte der Chefredakteur der duale Studium der BetriebswirtRhein-Zeitung, Christian Lindner, schaftslehre, das die private Unidie Gäste. Lindner nannte die P1- versität „ADG Business School“ auf
Gruppe als ein gutes Beispiel für Schloss Montabaur zum Winterseden Aufschwung in Deutschland mester für Westerwälder Unterund der Region. „Das Geschäft bei nehmen startet. „Das ist ein verP1 brummt, derzeit wird hier ein nünftiges Angebot für die WirtDrei-Schicht-System gefahren, um schaft und die Region, für das wir
alle Aufträge abwickeln zu kön- verstärkt in den Firmen werben
nen“, betonte der Jourwerden“,
unterstrich
nalist, der selbst viele „Die aktuelle
Schwickert.
Jahre die Redaktion der
Als
„spannenden
Westerwälder Zeitung Ausgabe des
Journalisten“ führte RZin Montabaur geleitet Magazins Stern
Chefredakteur Christiund die Region hier werde ich ganz
an Lindner sodann den
schätzen gelernt hat.
Gastredner des Abends,
„Es waren sehr schöne sicher nicht mit
den Chefredakteur des
nach Hause
Jahre “, sagte Lindner.
Wochenmagazins
Landrat
Achim nehmen.“
„Stern“,
Hans-Ulrich
Schwickert zeichnete
Jörges, ein und stellte
ebenfalls ein positives RZ-Chefredakteur Christian ihn im flotten, persönlispielte auf den
Bild der derzeitigen Lindner
chen Kurzinterview den
Titel der jüngsten SternWirtschaftslage. Laut Ausgabe „Beim nächsten
450 Gästen vor. „Der
IHK-KonjunkturbaroMann wird alles besser“ an Stern gehört zur Pflichtmeter, so der Landrat,
lektüre bei uns in der
schätzen 90 Prozent der heimischen Chefredaktion“, sagte Lindner. Das
Unternehmen die Wirtschaftslage kurzweilige Zwiegespräch zwials gut ein. Dennoch warnte Schwi- schen Chefredakteuren zeigte Jörckert davor, die Hände in den Schoß ges als inzwischen geläuterten, früzu legen. Er kritisierte die Mainzer heren Frankfurter Sponti, der die
rot-grüne Koalition, die für den Republik und ihre Entscheider kriWesterwald keine neuen Infra- tisch und mit analytischer Schärfe
strukturprojekte geplant habe. „Wir im Blick hält.
werden den weiteren Ausbau der
In seinem Vortrag „Deutschland
B 255 als wesentliche Maßnahme ist wieder da“ kritisierte Jörges die
für den Westerwald einfordern“, öffentliche Wahrnehmung des
zeigte sich Schwickert kämpferisch. zweiten deutschen WirtschaftsDer Landrat warb bei den heimi- wunders. „Wir erleben eine wirtschen Unternehmern zudem dafür, schaftlich glänzende Zeit, doch
rechtzeitig auf den Fachkräfte- und kaum einer nimmt Kenntnis davon“,
Führungskräftemangel zu reagie- gab er zu bedenken. Dabei sei unser
Land aus tiefster Depression wieder
auferstanden. Glaubte man vor
zehn Jahren noch, dass unsere Sozialsysteme
zusammenbrechen,
deutsche Unternehmen abwanderten und ebenfalls die geistige Elite
das Land verlasse, so ist Deutschland wieder da. „Aus dem kranken
Mann Europas ist ein im Ausland
viel bewunderter Kraftprotz geworden“, sagte der Stern-Chef
pointiert.
Die Arbeitslosigkeit sei auf einem
niedrigen Stand, die Wirtschaft
verbuche enorme Wachstumsraten,
und Firmen hätten durch Rationalisierung und Lohnzurückhaltung
große Wettbewerbsvorteile auf den
Weltmärkten. „Die Lage ist so gut
wie noch nie“, bekräftigte Jörges.
Den vorherrschenden öffentlichen
Pessimismus erklärte der Vollblutjournalist mit der Vertrauenskrise
der politischen Institutionen in
Deutschland.
„Nur sechs Prozent der Bürger
glauben, Politik durch Wahlen mitbestimmen zu können. Das sind
haarsträubende Werte“, mahnte er.
Der katholischen Kirche vertrauen,
so Jörges, gerade 21 Prozent der
Bürger. Wo die Politik versagt, ist
jedoch die Wirtschaft stark: „73
Prozent der Deutschen haben Vertrauen in ihren Arbeitgeber. Das ist
ein sensationeller Wert“, unterstrich
Jörges. Im Mittelstand herrsche ein
anderer Ethos. „Im Betrieb fühlen
sich die Leute gut aufgehoben“,
schloss der Stern-Chefredakteur
unter großem Applaus seinen Vortrag.
Die Beilage unserer Zeitung zum Wirtschaftsempfang „Zukunft Westerwald“ stieß bei heimischen Unternehmern auf große Resonanz.
Die P1-Gruppe war ein perfekter Gastgeber. Nach dem Vortrag von SternChefredakteur Jörges traf man sich unter einem herrlichen Abendhimmel.
Nicht nur in der Wirtschaft ist die Stimmung bestens: Beim Treffen der gut 460 Unternehmer und Entscheider aus
der Region blieb viel Zeit für persönliche wie geschäftliche Gespräche.
Die Westerwälder Wirtschaft boomt: Darauf stießen Veranstalter und illustre Gäste des Westerwälder WirtFotos: Markus Müller
schaftsempfangs mit einem zünftigen, frisch gezapften Bier an.
CDU-Politikerin Ulla Schmidt im
Gespräch mit Christian Lindner.
Auch das leibliche Wohl kam nicht zu kurz: Bier, reichlich frisch gegrillte
Würstchen und Körbe voller Brezeln gab es für die gut 460 Gäste.
Interessiert hörten die gut 460 Gäste auch dem Landrat des Westerwaldkreises, Achim Schwickert, bei dessen Begrüßung zu.
Markus Buhr (Wirtschaftsjunioren)
dankte für einen gelungenen Abend.
Document
Kategorie
Reisen
Seitenansichten
1
Dateigröße
609 KB
Tags
1/--Seiten
melden