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Das Hacke-Peter-Prinzip – ein Buch wie ein Plüsch-Amboss

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Das Hacke-Peter-Prinzip – ein Buch wie
ein Plüsch-Amboss
Natürlich erschienen im roh-roh-rohkostverlag
Ein Pfund Ernährungstipps in mehreren Gängen, serviert von Prof. Dr. Peter
Hacke, dem sprechenden Doppel-Hamburger
Aperitif
Dieser kleine Nahrungsaufnahmehelfer ist eine rundum gelungene Symbiose aus
hochwissenschaftlichem Anspruch, verwirrendem Halbwissen und kinderleichter
Aufbereitung. Eine Tüte Milch aufzureißen ist schwieriger.
Gruß aus der Küche
Wie kommt Übergewicht zustande? Die Antworten sind nicht wirklich überraschend:
Übergewicht liegt einerseits meist an der vermehrten Nahrungsaufnahme, andererseits essen
die Menschen auch einfach zu viel. Dazu kommen noch die Gene, wie z. B. das „ZumKühlschrank-Gen“ oder das „Abends-noch-ein-Bier-trinken-Gen“.
Noch ein Gruß aus der Küche
Wichtiger Tipp: Wenn Sie eine Diät machen wollen, machen Sie immer drei. Gleichzeitig!
Von einer wird man ja nicht satt! Und falls Sie doch noch Hunger haben sollten: „Essen“ Sie
ein „Luftkotelett“.
Wann kommt denn nun endlich die Suppe?
Richtig essen – aber was? Tauschen Sie als Allererstes alles, was Sie an Nahrungsmitteln im
Haus haben, gegen Kartoffeln ein.
Erste Vorspeise
Mammut im Schlafrock – dazu ein Wort für absolute Kochneulinge: Mammute schlafen
grundsätzlich nackt; sie in einen egal wie bequemen Schlafrock zu kriegen, ist schon vielen
Generationen vor der Ihren und der meinigen teilweise tragisch misslungen. Eine
geschmacklich ähnliche, aber unvergleichlich leichter zu realisierende Alternative zum
„Mammut im Schlafrock“ ist das „Nashorn mit Butter“. Das kann praktisch jeder …
Zweite Vorspeise
Das große, bunte Küchen-ABC: A wie Ameisensteak. Ameisensteak ist verboten. Natürlich.
Mit Recht. Und links. Obwohl (oder gerade weil) Ameisensteak aus fast einhundert Prozent
Protein besteht. Kraftsportler schwören darum hinter vorgehaltener Hand Stein und Bein
darauf. Es gibt nun mal nix Besseres für die dicken Muckis als täglich dreimal Ameisensteak.
Sie benötigen für ein handliches, kleines 200-Gramm-Ameisensteak lediglich etwas Butter,
eine Teflonbratpfanne … und circa fünfundvierzigtausend Ameisen …
Hunger!!!!
Genießen Sie die kleinen Dinge und machen Sie was draus! Ich nehme mir z. B. manchmal
etwas frische Bratscholle vom Markt mit, werfe den öligen Stinkefisch zu Hause sofort in die
Biotonne und verschlinge danach förmlich alle Informationen der halb durchweichten
Zeitungsseite, in die der arme unpanierte, platte Meerestümmler zuvor noch eingewickelt war.
Ich achte darum immer hoch penibel darauf, nur bei Händlern einzukaufen, die ihre Ware in
ausgewählte topaktuelle Zeitschriften verpacken.
Endlich! Der Hauptgang
Die Etikette bei Tisch: Dünne Suppen verlangen nach leichtem Beinkleid. Logisch.
Borschtsch dagegen nach einem dicken, fetten, ungemütlichen Glaswolleparka – mit bis zum
Anschlag zugezogener Fellkapuze. Fisch isst man mit einem Baumwollpulli überm ButtonDown-Hemd. Karos gelten dabei als zu verspielt. Wer will, kann aber einen kecken Hut
aufsetzen. Das kulinarische italienische Nationalheiligtum namens Spaghetti kann man
jederzeit problemlos in Feuerwehrmannuniform zu sich nehmen. Schattenmorellen aber bitte
in absoluter Stille. Also keine lauten Farben.
Noch ein Hauptgang
Besteck – was ist das eigentlich? Muss ich eigentlich davor Angst haben? Hatten meine Eltern
das etwa auch? Und kann man damit telefonieren und unter der Dusche Apps draufladen?
Nein. Und ja. Als Besteck bezeichnet man landauf, landab zunächst einmal Messer und
Gabel. Für Fortgeschrittene folgen einige weitere Nahrungsaufnahmehilfen, so der
Dessertlöffel, das Fischmesser, die Serviette und der Zahnstocher … Blutige Besteckanfänger
kommen bei der Erweiterung schnell durcheinander und spießen schon mal das als
Hauptgericht gereichte Nashorn im Schlafrock oder einen saftigen Tofu-Mürbe-Braten
fälschlicherweise auf einen Zahnstocher … Ich persönlich würde aber sagen: Das kann man
so machen, muss man aber nicht.
Das hab ich nicht bestellt
Schildkröte mit Sahne: Wie die Zubereitung ALLER Schildkrötengerichte verlangt auch die
„Schildkröte mit Sahne“ vom Koch kaum Geschick. Er sollte aber allzu hektische
Bewegungen vermeiden, um das Tier nicht unnötig zu verunsichern oder gar zu erschrecken.
Denn: Schildkröten können sehr nachtragend sein. Und wie sind Schildkröten sonst so? Wie
die meisten von Natur aus grundgemütlichen Amphibien lassen sich Schildkröten ohne großes
Zinnober in eine Backform tragen, in ebenfalls wohlig raumtemperaturwarme Panade
einlegen oder sogar in ein bauchiges Bowlegefäß heben (wenn man seine Gäste mit frischer
Schildkrötenbowle überraschen will). Und wundern Sie sich nicht: Die Schildkröte wird Sie
bei all Ihren Kochvorbereitungen vermutlich herzallerliebst anlächeln.
Wurde aber auch Zeit: Dessert
Leberwurst: Die Leberwurst (engl.: the Beckhams) steht im krassen Gegensatz zu
Nahrungsmitteln, die genauer betrachtet gar keine sind, wie Labskaus, Holz-Gulasch und
natürlich Borschtsch, von dessen Genuss man eigentlich von Amts wegen her abraten müsste.
Wer’s noch nicht weiß: Leberwurst macht schön, stark, schön stark, potent, lustig, groß, klein,
dick, dünn, schlank, rank, schlau, mau, miau, reich, Scheich, schön und schön. Na ja, fast
jedenfalls. Einmal am Tag ein mittelgroßes Stück piekfeine Leberwust (60 x 60 cm² sollten da
reichen) ist ernährungstechnisch betrachtet genauso viel Wert wie ein kleines Steak. Oder ein
Apfel. Oder ein etwas beschwipst nach Hause tänzelndes Nashorn.
Herr Ober, die Rechnung
Man kann auf alles verzichten – nur nicht auf Schokolade. Sprich: Lassen Sie sich bloß nicht
den Spaß am Ganzen verderben! Essen und trinken Sie weiter mit Genuss, probieren Sie neue
Gerichte und Getränke aus, bleiben Sie neugierig! Machen Sie sich ruhig Gedanken, was
Ihnen guttut und was weniger, setzen Sie sich selbst auch ein paar Wochen auf zum Beispiel
„Kiwi-Diät“ oder Sonstiges. Aber: Behalten Sie unbedingt Ihre gute Laune! Denn: Nichts ist
attraktiver als ein gewinnendes Lächeln!
Schauen Sie mal, wie ich das mache!
Na, habe ich zu viel versprochen? Ich glaube nicht.
Und nun nix wie raus hier und ab zu Manni’s Hafengrill
Schließlich ist Herr Manfred Majowski, auch „Pommes-Majo“ genannt, mein Papa und
Besitzer, Chef und einziger Angestellter von „Manni’s Hafengrill“ am Hamburger
Fischmarkt. Hier habe ich das Bratfett der Welt erblickt …
So, mehr verrate ich jetzt aber nicht mehr. Lesen Sie doch endlich selbst, ich bin hier
schließlich nicht dazu da, Ihnen das ganze Buch zu verraten! Also los – und halten Sie auf
dem Weg zur Buchhandlung Ausschau nach einem Nashorn. Dann ist Ihr kleiner Abendsnack
schon geritzt. Wenn Sie online ordern, reicht auch ein Blick aus dem Fenster. Nashörner
fliegen ja bekanntlich tief …
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