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Ausgabe 2010 | 3 Das Magazin Ihrer BKK Groz-Beckert Wie läuft

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Ausgabe 2010 | 3
bewusst sein
Das Magazin Ihrer BKK Groz-Beckert
Wie läuft das mit … ?
Teil 4: Krankentransporte
und Fahrkosten
14 – 15
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Inhalt
Inhalt
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Inhalt
Impressum
3
Seite 4
Editorial
4
Aus dem Verwaltungsrat: Das BKK-Geschäftsjahr 2009
5
– Die Gewinner unserer Aktion „Ich hab’s gecheckt“
– Unsere jährlichen Fragen zum Versicherungsschutz
Ihrer Familie
Wir für Sie
Aus dem Verwaltungsrat: Das BKK-
6–7
Husten ist nicht gleich Husten!
8–9
Diagnose multiple Sklerose
10
Geschäftsjahr 2009
Seite 6 – 7
Gesundheit
Verloren im Buchstaben- und Zahlendschungel?
11
AD(H)S – Zappelphilipp oder Hans-guck-in-die-Luft?
12 – 13
Aloe vera – die „uralte“ Heilpflanze auf neuem Kurs
14 – 15
Wie läuft das mit … ? Teil 4: Krankentransporte und Fahrkosten
16 – 17
Einmalig und rot – „Schenke Leben – spende Blut“
18
Husten ist nicht
– Betriebssportgruppen bei Groz-Beckert im Portrait: Schach
– Die Termine unserer Betriebssportgruppe Kegeln
gleich Husten!
19
Der Gesundheitsfahrplan – Erste Kursstaffel 2011
und Betriebssport bei Groz-Beckert
20
Seite 12 – 13
Dimafit – mach es Dir nicht so schwer: Traditionelle und
raffinierte Gerichte schmackhaft und leicht zubereitet
Gesundheit
Aloe vera – die
„uralte“ Heilpflanze
21
Rezeptidee: Kräuterbackhendl
22
Hey Kids
23
Denksport für Querdenker
auf neuem Kurs
Seite 16 – 17
Gesundheit
Einmalig und rot
„Schenke Leben –
spende Blut“
Impressum
Herausgeber
BKK Groz-Beckert
Parkweg 2
72458 Albstadt
Telefon 07431 10-2424
Telefax 07431 10-2019
info@bkk-gb.de
www.bkk-gb.de
Redaktion
Ralf Feyrer und Team,
BKK Bundesverband
2
Fotoquellen
BKK Groz-Beckert,
KKF- und DSG-Bildarchiv,
BKK-Bundesverband,
photocase.de, pixelio.de,
scx.hu, ratiopharm, DRK,
blutspendedienst.com,
Gestaltung, Druckvorstufe
D-Sign-Grafix GmbH
Herbststraße 8
74072 Heilbronn
Telefon 07131 89866-333
www.dsg1.de
Druck, Vertrieb
KKF-Verlag
Martin-Moser-Straße 23
84503 Altötting
Telefon 08671 5065-10
Erscheinungsweise
viermal jährlich
Projektidee
SDO GmbH
Weidelbach 11
91550 Dinkelsbühl
Telefon 09857 9794-10
Telefax 09857 9794-50
info@sdo.de · www.sdo.de
Bezugsquelle
direkt bei der BKK Groz-Beckert
Auflage
3.800
Anzeigen
Preise und Informationen unter
www.bkk-anzeigen.de
Keine Reproduktion des Inhalts ohne schriftliche Genehmigung des Herausgebers. Für unverlangt eingesandte
Manuskripte, Fotos etc. übernimmt der Herausgeber
keine Haftung. Wir behalten uns das Recht vor, Leserbeiträge auszugsweise bzw. in gekürzter Fassung zu veröffentlichen. Das Magazin dient der BKK dazu, die
gesetzlichen Verpflichtungen zur Aufklärung der Versicherten über deren Rechte und Pflichten in der Sozialversicherung zu erfüllen. Rechtsverbindlich für
sozialrechtliche Themen sind Gesetz und Satzung.
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Editorial
Liebe Leserin, lieber Leser,
der Druck auf die Politik war hoch. Und so einigte sich die Koalition aus CDU, CSU und
FDP noch vor der Sommerpause auf Eckpunkte zu einer Gesundheitsreform. Die schöpferische Pause der Politiker nutzten die Mitarbeiter des Bundesgesundheitsministeriums in
Berlin, um die Eckpunkte in den Entwurf eines Gesetzes „zur nachhaltigen und sozial ausgewogenen Finanzierung der gesetzlichen Krankenversicherung“ zu gießen.
Dieser Gesetzesentwurf sieht die Erhöhung des bundesweiten Beitragssatzes von
14,9 Prozent auf 15,5 Prozent ab dem kommenden Jahr vor. Die dann noch fehlenden
Milliarden, die zur Deckung des für 2011 erwarteten Defizits des Gesundheitsfonds
notwendig sind, sollen über Einsparungen bei den Leistungserbringern finanziert werden.
Weiter ist geplant, dass zukünftige Ausgabensteigerungen ausschließlich über einen von
den Versicherten zu zahlenden Zusatzbeitrag getragen werden. Da dieser in der Höhe
nicht begrenzt sein wird, soll ein steuerfinanzierter Solidarausgleich greifen. Dies dient
dazu, eine finanzielle Überforderung des Einzelnen zu vermeiden.
Das Bundeskabinett hat bereits am 22. September den Gesetzentwurf verabschiedet.
Selbstverständlich werden wir Sie nach Abschluss des Gesetzgebungsverfahrens im
Detail über die tatsächlichen Veränderungen informieren.
Bei aller Veränderung der Rahmenbedingungen setzen wir in dieser Ausgabe der
„bewusst sein“ auf Bewährtes. Wir haben Ihnen auf den nächsten Seiten wieder viele
interessante Themen rund um Gesundheit und Familie sowie Wissenswertes zusammengestellt.
Ich wünsche Ihnen viel Freude beim Lesen
Ihr
Ralf Feyrer
Vorstand
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Wir für Sie
Aus dem Verwaltungsrat
Das BKK-Geschäftsjahr 2009
Bei der Sitzung des Verwaltungsrates am 29. September 2010 wurde die endgültige Jahresrechnung der BKK-Krankenversicherung und der BKK-Pflegeversicherung abgenommen.
Mit dem Jahr 2009 begann für die gesetzliche Krankenversicherung eine neue Zeitrechnung. Die Zeiten, in denen die BKK
den Beitragssatz und damit die Einnahmen
selbst bestimmen konnte, sind vorbei.
Heute erhalten wir unsere Einnahmen – die
sogenannten Zuweisungen – aus dem
Gesundheitsfonds. Dabei richtet sich die
Höhe der Zuweisung ausschließlich nach
der Versicherten- und Krankheitsstruktur
der BKK und der Gesamtsituation der
gesetzlichen Krankenversicherung. Aufgrund unserer traditionellen Strukturen
erhielten wir im Jahr 2009 deutlich höhere
Zuweisungen aus dem Gesundheitsfonds
als erwartet. Gleichzeitig stiegen die Ausgaben für Leistungen gegenüber dem
Vorjahr nicht im erwarteten Umfang. Die
Verwaltungskosten stiegen dagegen im
Vergleich zum Vorjahr erheblich an. Dies ist
allerdings darauf zurückzuführen, dass im
Jahr 2009 die BKK erstmals die Kosten für
das Personal an das Trägerunternehmen
zurückerstatten musste.
Geschäftsjahr
2008
2009
Versicherte
6.265
6.247
15.944
16
Einnahmen (in Tausend Euro)
Beitragseinnahmen
Zuweisungen aus dem Gesundheitsfonds
sonstige Einnahmen
4
14.015
1.456
316
17.456
14.347
2.113
2.345
Behandlung durch Zahnärzte
690
720
Zahnersatz
220
195
2.243
2.244
814
866
3.541
3.715
496
636
9
18
270
241
87
64
Vorsorge, Gesundheitsförderung, Früherkennung
197
977
Leistungen bei Mutterschaft
226
181
Haushaltshilfe, häusliche Krankenpflege
301
416
übrige Leistungen
146
322
gesamt
Ausgaben (in Tausend Euro)
Behandlung durch Ärzte
Arzneimittel
Insgesamt ergab sich im Jahr 2009 ein
erfreulicher Überschuss der Einnahmen.
So konnten wir Ihnen einen Teil dieses
Überschusses im Laufe des Jahres 2010
zurückerstatten (wir berichteten). Mit einer
Gesamtausschüttung von nahezu
400.000 Euro gehört die BKK Groz-Beckert
zu den ganz wenigen Krankenkassen in
Deutschland, die eine Prämie an ihre
Mitglieder ausschütten konnte. Wie sich
im Jahr 2009 die einzelnen Bereiche der
Krankenversicherung entwickelt haben,
zeigt die nebenstehende Übersicht. Detaillierte Darstellungen, auch für den Bereich
der Pflegeversicherung, können den Geschäftsberichten der BKK Groz-Beckert
Kranken- und Pflegekasse entnommen
werden. Diese können Sie jederzeit bei der
BKK einsehen oder im Internet unter
www.bkk-gb.de herunterladen.
-
Heil- und Hilfsmittel
Krankenhausbehandlung
Krankengeld
Leistungen im Ausland
Fahrkosten
Kuren
Prämienausschüttung nach §242 Abs. 2 SGB V
Finanzausgleich
Verwaltungskosten
gesamt
Ergebnis (in Tausend Euro)
-
371
5.396
124
201
330
16.950
13.765
450
582
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Wir für Sie
Die Gewinner unserer Aktion „Ich hab’s gecheckt“
Während den ersten drei Wochen im Juli
konnten Sie an unserer Aktion zur Diabetes-Früherkennung teilnehmen. Dazu
haben wir Ihnen einen ausführlichen Flyer
mit einem Harnteststreifen zugeschickt.
Mit „Ich hab´s gecheckt“ konnten Sie
doppelt punkten. Zum einen erhielten Sie
erste Hinweise auf eine mögliche Zuckererkrankung und zum anderen konnten Sie
noch ein exklusives Badetuch unserer BKK
gewinnen.
Sie haben´s gecheckt –
wir haben uns gefreut!
Im Rahmen dieser Aktion hatten wir über
4.600 Flyer per Post verschickt. Darauf
reagierten mehr als 700 Versicherte mit der
Rücksendung des Gewinnabschnittes.
Dazu kommt eine nicht unwesentlich große
„Dunkelziffer“ an Teilnehmern, die lediglich
auf die Einsendung des Rückabschnittes
verzichtet hat. Alleine aus den Rücksendungen ergab sich eine erfreuliche Teilnahmequote von über 15 Prozent.
Besonders hat uns gefreut, dass im Verhältnis zum Versand der Flyer der Anteil an
Rückantworten durch männliche Versicherte nahezu gleich hoch war wie der Anteil
der Frauen.
Wir bedanken uns bei allen Versicherten,
die an unserer Aktion teilgenommen
haben. Die hohe Teilnahmequote zeigt uns,
dass Sie sehr viel Interesse an der Erhaltung Ihrer Gesundheit haben. Gerne unterstützen wir Sie auch in Zukunft dabei.
Die Gewinner
Als Gewinner unseres Preisausschreibens beglückwünschen wir:
- Albrecht Maurer, Meßstetten
- Walter Walz, Meßstetten
- Johanna Schmidt, Neufra
… sowie zwei weitere Gewinner,
die nicht namentlich genannt
werden möchten.
Unsere jährlichen Fragen zum Versicherungsschutz Ihrer Familie
Sie haben in den vergangenen Tagen schon wieder einen Fragebogen zur Prüfung der Familienversicherung erhalten? Dann ist seit
unserer letzten Aktion bereits ein Jahr vergangen und unsere
Fragen betreffen die Zeit ab dem 1. Januar 2009. Der Grund für die
jährliche Prüfung hat sich zwar leicht verändert, jedoch sind die
Fragen die gleichen geblieben.
Neu ist, dass die gesetzlichen Krankenkassen für für jeden Versicherten eine Zuweisung aus dem Gesundheitsfonds erhalten. Um
zu vermeiden, dass dieselbe Person mehrfach gemeldet ist und somit doppelt Zuweisungen fließen, müssen in regelmäßigen Abständen die Angaben zur Familienversicherung überprüft werden.
Die ordnungsgemäße Überprüfung der Angaben durch alle gesetzlichen Krankenkassen wird von der zuständigen Aufsichtsbehörde
überwacht. Dazu finden regelmäßig Prüfungen vor Ort statt. Wichtig ist deshalb die zeitnahe Rücksendung des Fragebogens. Dies gilt
insbesondere auch für Ihre eingetragenen Familienangehörigen, die
mittlerweile eine eigene Mitgliedschaft bei der BKK Groz-Beckert
haben oder bei einer anderen Krankenkasse versichert sind. Bitte
beachten Sie, dass wir bei Nichtbeantwortung des Fragebogens die
Familienversicherung – auch rückwirkend – beenden und die Kosten
der in Anspruch genommenen Leistungen von Ihnen zurückfordern
müssen. Die Erfahrungen der vergangenen Jahre haben jedoch gezeigt, dass wir auf Ihre Mitarbeit und Ihr Verständnis für diese jährliche Aktion vertrauen und zählen können. Der Fragebogen muss für
die Anerkennung bei der zuständigen Aufsichtsbehörde verschiedene Kriterien erfüllen. Bitte beantworten Sie den Fragebogen mög-
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lichst vollständig. Dies vermeidet unnötiges Nachfragen. Sie haben
Fragen oder benötigen Hilfe beim Ausfüllen des Fragebogens?
Gerne hilft Ihnen Frau Pinar Altinsoy weiter.
✓
Ihre Ansprechpartnerin
Pinar Altinsoy
Telefon 07431 10-2317
E-Mail pinar.altinsoy@bkk-gb.de
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Gesundheit
Husten
ist nicht gleich
Husten!
Wer kennt es nicht? Die Erkältungssymptome
sind weg, der Husten bleibt. Kräftezehrend
raubt er Ihnen sprichwörtlich den Schlaf.
Insbesondere nachts quält er Sie und Ihre
Zimmergenossen. Das nervt. Bald ist der
Punkt erreicht, an dem viele Erkrankte zu
hustenstillenden Mitteln greifen.
Aber Vorsicht: Hierbei gibt es einige Regeln zu
beachten. Wir zeigen Ihnen die wichtigsten,
um den Genesungsprozess zu beschleunigen.
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Gesundheit
Wie stille ich ihn, wann löse ich ihn?
Husten hat auch gute Seiten
Bevor Sie bei der Hustenbekämpfung zu drastisch vorgehen, sollten Sie sich bewusst machen: Husten ist ein Schutzreflex Ihres Körpers. Ohne ihn würden Sie ersticken. Wichtig ist
er auch, wenn sich die Bronchien entzünden. Denn dann transportiert er den Schleim ab.
300 Stundenkilometer in Ihrer Lunge – wie das?
Die sogenannten Hustenrezeptoren sind dafür verantwortlich, dass wir oft leiden. Das sind
Nervenenden, die in den Schleimhäuten von Luftröhre, Kehlkopf und Bronchien liegen.
Werden sie gereizt, gelangt dieser Impuls über Nervenbahnen direkt an das Hustenzentrum
im Gehirn. Dieses gibt die Information an die Stimmritze im Kehlkopf weiter, welche sich
darauf verschließt. Die Atemmuskulatur komprimiert dann die in der Lunge befindliche Luft.
Ist ein bestimmter Druckwert erreicht, öffnet sich die Stimmritze wieder. Die komprimierte
Luft strömt explosionsartig nach außen und reißt Fremdkörper oder Schleim mit sich.
Dieser Luftstrom kann eine Geschwindigkeit von bis zu 300 Stundenkilometern erreichen.
Guter Husten, böser Husten
Es gibt verschiedene Arten von Husten – guten und schlechten. Zur ersten Kategorie zählt
der produktive Husten. Er ist sinnvoll, denn er wirft viel Schleim aus. Das reinigt die Bronchien. So atmen Sie freier. Sie können Ihren Körper beim Abhusten unterstützen, indem
Sie ihm „Hustenlöser“ zuführen. Der nervenaufreibendere und belastendere Husten ist
der unproduktive Reizhusten. Er ist trocken und wirft kaum Schleim aus. Dies führt zu
Schmerzen und Erschöpfungszuständen, da das Schmiermittel fehlt. Reizhusten entsteht
durch Schnupfenviren. Sie zerstören die innerste Schicht der Bronchien. Dabei werden die
Hustenrezeptoren freigelegt, die dann jedem Reiz ausgeliefert sind. Selbst kalte Luft führt
nun zu ständigen Hustenattacken.
Hustenstiller oder Hustenlöser?
Bei dieser Frage ist es wichtig, die Art des Hustens zu analysieren. Ist der Husten trocken,
dürfen Sie für kurze Zeit ein hustenstillendes Präparat einnehmen. Verwandelt er sich aber
in produktiven Husten, sollten Sie das Präparat sofort absetzen, um das Abhusten nicht
weiter zu blockieren. Husten Sie viel Schleim ab, können Sie Ihren Körper durch hustenlösende Präparate unterstützen. Ganz wichtig ist aber: Nehmen Sie niemals Hustenstiller
und Hustenlöser gleichzeitig ein. Dies führt dazu, dass sich der Schleim aufstaut und einen
Pfropfen bildet. Stellen Sie sich das Ganze wie einen Stau auf der Autobahn vor, bei dem
es weder vor- noch rückwärts geht. Der Krankheitsverlauf verlängert sich hierdurch. Im
schlimmsten Fall kommt es zu Entzündungen oder gar chronischem Husten.
Wie wirken die Medikamente?
Der Hustenstiller wirkt direkt im Hustenzentrum des Gehirns. Er blockiert die Auslösung des
Hustenreflexes. Sobald sich der zähe Schleim in den Bronchien löst, ist es Zeit, den Husten
nicht weiter zu blockieren, sondern zu fördern. Hier greift der Hustenlöser. Dieser löst und
verflüssigt den Schleim.
Vorbeugung vor Behandlungsfehlern
Die beste Behandlung erhalten Sie immer noch, indem Sie Ihren Arzt befragen. Er kann
Ihnen genau sagen, in welchem Hustenstadium Sie sich befinden und welches Präparat
das richtige ist. Dann heißt es schon bald: Hustennot adieu!
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Gesundheit
Diagnose multiple Sklerose
In diesem Interview möchten wir Ihnen
Claudia R. vorstellen. Eine junge, starke Frau,
die schon seit Jahren an multipler Sklerose
erkrankt ist. Sie musste durch Höhen und
Tiefen gehen, hat aber über die Jahre hinweg
nie die Hoffnung aufgegeben.
Sie sind jetzt gerade mal 33 Jahre alt. Wann und wie
manifestierten sich bei Ihnen die ersten Symptome?
Ich war 19 Jahre alt, als ich beim Kopfbeugen ein stromdurchflutetes Kribbeln verspürte. Es fühlte sich an, als ob Ameisen von Kopf
und Wirbelsäule bis hin zu den Beinen laufen würden.
Haben Sie gleich darauf die Diagnose MS erhalten?
Nein. Klinisch gesichert wurde die Erkrankung erst vier Jahre
später, also 1999. Die Ärzte vermuteten anfangs einen Tumor an
Kopf oder Halswirbel. Mein Spießrutenlaufen begann aber bereits
1995 nach einer Leistenbruch-Operation mit darauffolgender Taubheit im Bein. Die typischen MS-Symptome kamen erst ab diesem
Zeitpunkt richtig zum Vorschein. Zwischen 1995 und 1999 standen
mehrere neurochirurgische Eingriffe am Bein an, obwohl die
tatsächliche Ursache für meine Beschwerden zu dem Zeitpunkt
noch nicht gefunden war. Danach musste ich mich durch etliche
Kur- und Reha-Aufenthalte quälen.
Sind Sie berufstätig?
Nein. Ich bin seit 2000 berentet. Nach meiner abgeschlossenen
Berufsausbildung zur Hairstylistin hatte mich die Krankheit voll
im Griff.
Welche Einschränkungen haben Sie? Es heißt doch, dass
man sich nach einem Schub wieder komplett erholen kann?
Bei einigen Betroffenen gehen die Beschwerden nach einem
Schub wieder zurück, bei anderen nur teilweise. Ich hatte anfangs
einen schleichenden Verlauf, der jetzt in einen schubförmigen übergegangen ist. Ich habe täglich Gefühlsstörungen in Händen, Beinen, am Dekolleté sowie im Gesicht. Es ist ein Gefühl, als ob den
ganzen Tag Strom durch meinen Körper fließt. Beim Gehen fühlt es
sich so an, als würde ich Watte unter den Fußsohlen haben.
Meine gesamte Hautempfindung hat sich auch sehr unangenehm
entwickelt. Zusätzlich verspüre ich ein Engegefühl, so als wäre
eine Bandage um den ganzen Körper gelegt worden und ständig
mit einem Gewicht beladen. Bei Bewegungen schießen hin und
wieder blitzartige Schmerzen in Gesicht, Beine und Rücken ein.
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Eine weitere Begleiterscheinung meiner Erkrankung sind Sehstörungen, die dann beim Schub zu Gesichtsfeldausfällen mit „Schleier“-Sehen und Augenbewegungsschmerzen führen. Meine Lichtund Farbempfindlichkeit nimmt ständig zu. Dadurch habe ich fast
täglich Migräne. Ein Grund für mein „Dauer-Sonnenbrillentragen“ –
auch zu Hause. Bei verschiedenen Bewegungen oder wenn ich
länger auf der Seite liege, wird ein schmerzhafter Muskelkrampf
ausgelöst. Erst nach circa 30 Minuten wird es dann erträglicher.
Am allerschwersten ist es, mit der Dauermüdigkeit klarzukommen.
Welche Hilfe nehmen Sie als Betroffene in Anspruch?
Neben den regelmäßigen Verlaufskontrollen bei Neurologen und
Radiologen gibt es eine Basistherapie. Wöchentlich bekomme ich
Krankengymnastik, Ergotherapie und Lymphdrainage. Letzteres
aufgrund der neurochirurgischen Eingriffe am Bein. In einer akuten
Schubphase wird zwei- bis dreimal im Jahr mit einer CortisonStoßtherapie behandelt.
Was hat sich seit dieser Diagnose in Ihrem Leben verändert?
Ich bin ein komplett neuer Mensch geworden und lebe mein
Leben anders. Manchmal sehe ich es als Geschenk an, mit anderen
Augen sehen zu können. Ich genieße das Essen, die Natur, den
Augenblick. Es ist sehr wertvoll, leben zu dürfen. Ich könnte aus
Bequemlichkeit schnell ein Tiefkühlgericht in die Mikrowelle schieben. Aber auch wenn ich drei Stunden
benötige, um ein oder mehrere
Gerichte auf den Tisch zu
zaubern, und dies unter schweren Umständen, überwinde
ich meinen inneren Schweinehund. Ich habe gelernt, mit
Schmerz umzugehen; dazu
Disziplin und Durchhaltevermögen entwickelt. Jeden Tag
stehe ich dankend auf.
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Gesundheit
Wie reagieren andere Menschen auf Ihre Krankheit?
Ich werde oft mit anderen Augen angesehen. Ich bin es leid,
ständig diesen prüfenden Blick auf mir zu spüren und gemustert zu
werden. Meist heißt es: „Sie sehen doch super aus. Wo sind Sie
krank?“ Nur weil ich nicht im Rollstuhl sitze, übersehen die Menschen, wie sehr ich kämpfe. Nur durch solche Aussagen habe ich
gelernt, hemmungsloser zu werden. Ich nehme kein Blatt mehr
vor den Mund und sage direkt, was ich denke.
Dann entnehme ich Ihrer Antwort, dass es Vorurteile bezüglich multipler Sklerose gibt?
Absolut. MS zu haben, heißt nicht, dass das Leben vorbei ist. Was
auch nicht heißen soll, dass sie zwangsläufig im Rollstuhl enden
muss. An manchen Tagen wäre mir meine Geh-Hilfe auch eine
Erleichterung, aber ich will und nehme sie nicht. Ich gehe eben
nicht den bequemen Weg. Aus Prinzip möchte ich – so lange wie
möglich – kleine Schritte machen und dies ohne jegliche Hilfe.
Woher nehmen Sie die Kraft, morgens aufzustehen und
den Tag als neue Herausforderung zu sehen?
Jeder Tag beginnt und endet schmerzhaft. Als ich vor Jahren mit
MS konfrontiert wurde, begann eine Trauerzeit, in der ich wütend,
verzweifelt und voller Ängste war. Dann kam die Bedenkzeit und
daraufhin auch die Akzeptanz. Die MS hat nicht mich – sondern
ich habe sie und sehe sie einfach als eine Art Handtasche, die ich
überall hin mitnehmen muss. Ich muss an mir arbeiten. Auch
wenn es von vielen Seiten oft anders gesehen wird, weiß ich,
dass mein starker Glaube an Gott und mein Wille Berge versetzen
können.
Fragen Sie sich auch, warum es gerade Sie treffen musste?
Manchmal denke ich, es musste mich treffen, um eine spezielle
Aufgabe in meinem und auch im Leben anderer zu haben. Meine
Aufgabe ist es geworden, Seelentröster zu sein. Ich habe durch
diese Erkrankung gelernt, zuzuhören und einfach für andere da zu
sein. Dies bestätigt mich. Meinen Humor habe ich nie verloren –
im Gegenteil. Ich kann immer noch andere Menschen zum Lachen
bringen.
bewusst sein 2010 | 3
Was würden Sie Betroffenen und Angehörigen raten?
Wir MS-Betroffene sollen uns nur so viel vornehmen, wie wir auch
können. Nicht jeder Tag ist gleich für uns. In einem Hoch agieren,
in einem Tief Pause machen. Was nicht heißen soll, sich hängen zu
lassen.
Angehörigen möchte ich sagen: Natürlich ist es sehr schwer, Menschen, die einem nahestehen, mit so einer Erkrankung zu sehen
und sich hilflos zu fühlen. Aber schweigen, wegsehen und weghören tut weh. Dies tut uns nicht gut. Wenn wir schon mit so einem
Schicksalsschlag leben müssen, möchten wir zwar kein Mitleid,
aber ab und zu muss man auch versuchen, uns mit anderen Augen
zu sehen. Wir können nicht flüchten. Kämpft mit uns!
Multiple Sklerose ist eine chronisch entzündliche Erkrankung des zentralen Nervensystems. Davon sind Gehirn und
Rückenmark betroffen. Bei dieser Erkrankung wird die Weiterleitung von Signalen und Impulsen – die für unsere lebenswichtigen Funktionen zuständig sind – gestört. Die
multiplen (zahlreichen) Entzündungen setzen sich verstreut
an verschiedenen Stellen in das zentrale Nervensystem und
können mit der Zeit sklerosieren (vernarben). Bei jedem
neuen Entzündungsherd treten körperliche Ausfälle und
Störungen auf, die als Schub bezeichnet werden. Mehr als
120.000 Menschen sind in Deutschland an multipler Sklerose erkrankt. In der Regel sind mehr Frauen als Männer
von dieser heimtückischen Krankheit betroffen. Die Erkrankung bricht meist im Alter zwischen 20 und 40 Jahren aus
und weist unterschiedliche Verlaufsformen auf. Die MS ist
bis heute nicht heilbar; jedoch wird mit verschiedenen
Behandlungstherapien versucht, die Krankheit zu hemmen.
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Familie
Verloren im
Buchstaben- und
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Legasthenie,
Lese-Rechtschreib-Schwäche
und Dyskalkulie
Für viele Kinder eröffnet sich mit Schulbeginn eine neue Welt – die der Buchstaben und Zahlen.
Doch manche haben unerwartete Probleme beim Erlernen des Lesens, Schreibens und Rechnens. Erkennen Sie selbst, ob Ihr Kind betroffen ist.
Es heißt, dass in den ersten zwei Schuljahren der Grundstein für
die schulische Entwicklung gelegt wird. Grundsätzlich gilt, dass
Kinder, die sich im Lernprozess befinden, Fehler machen – getreu
dem Prinzip „learning by doing“. Bemerken Eltern Auffälligkeiten
beim Kind, sollten sie mit der Lehrkraft darüber sprechen. Lehrer
können am besten die Leistung im Vergleich zum Klassendurchschnitt beurteilen.
Auch wenn sich die Kinder sehr viel Mühe geben, können sie den
schulischen Anforderungen im jeweiligen Bereich manchmal nicht
gerecht werden. Betroffene werden daher häufig als „weniger
begabt“ oder „faul“ eingestuft. Das Selbstwertgefühl leidet erheblich unter diesem Druck. Da sie nicht in der Lage sind, aus dieser
Situation zu finden, fallen sie durch Verhaltensweisen wie Aggressivität und Konzentrationsmangel oder auch Schulangst auf.
Normal- bis hochbegabte Kinder können ebenfalls Probleme bei
der Umsetzung der gesprochenen und geschriebenen Sprache
aufweisen. Da sie allerdings in anderen Fächern zu guten Leistungen fähig sind, wird diese Problematik auch Teilleistungsstörung
genannt. Schätzungsweise leiden bis zu zehn Prozent der Schüler
darunter.
Erste Warnsignale könnten sein:
❙ Vertauschen, Hinzufügen und Auslassen von Wörtern, Silben
oder Buchstaben
❙ anstatt zu lesen, werden Worte im Textzusammenhang erraten
❙ Laute können nicht richtig wiedergegeben werden, z. B. bei der
Unterscheidung von d und t, g und k sowie b und p
❙ Lispeln, Stottern und verwaschene Aussprache
❙ stockendes und langsames Lesen
❙ Probleme beim Erkennen von Buchstaben
❙ hohe Fehlerzahl bei ungeübten Diktaten
❙ Probleme beim Nachsprechen langer Worte
❙ Wörter werden so weit verändert, dass sie nicht mehr lesbar sind
10
❙ Schwierigkeiten beim Zählen und/oder Rückwärtszählen, daher
Verwendung der Finger
❙ Rechenarten werden vertauscht, wie Minus mit Plus, Mal mit
Plus
❙ ähnliche Ziffern werden verwechselt
❙ Dinge können nicht nach ihrer Größe oder Menge
❙
aufgereiht oder verglichen werden
Schwierigkeiten beim „normalen“ Zählen und Uhr lesen
Unabhängig davon, wovon das Kind betroffen ist, sollte man es in
qualifizierte Hände zur Behandlung geben. Nachdem organische
Ursachen durch den Augen- und Hals-Nasen-Ohrenarzt ausgeschlossen werden, führen erfahrene Therapeuten einen psychodiagnostischen Test sowie Gespräche durch. Sie sollen helfen,
herauszufinden, wo die genaue Problematik liegt, um gezielt mit
der Arbeit anzusetzen. Eine individuelle Therapie kann auf schulische, außerschulische und oder auch häusliche Inhalte ausgerichtet sein. Neben dem Einüben bestimmter Fertigkeiten wird auch
am Selbstbewusstsein des betroffenen Kindes gearbeitet, um
Ängste und Verhaltensschwierigkeiten wieder abzubauen. Je nach
Schwierigkeitsgrad bekommt das Kind Hilfe durch pädagogische
Lerntherapeuten, mittels Psychotherapie oder durch Gruppenunterricht, der von qualifizierten Förderlehrern durchgeführt wird.
Fazit: Der Erfolg einer Lerntherapie wird durch eine frühzeitig
gestellte Diagnose deutlich erhöht!
Hilfe im Internet
❙ www.legasthenieverband.org
❙ www.legasthenie-und-dyskalkulie.com
(kostenlose DVD)
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Familie
AD(H)S
Zappelphilipp oder Hans-guck-in-die-Luft?
Früher galten Kinder, die verhaltensauffällig waren, als unerzogen. Heute hat man einen
Namen dafür: ADS/ADHS –
eine psychische Störung.
ADS ist ein Aufmerksamkeits-DefizitSyndrom; kommt eine Hyperaktivität
hinzu, spricht man von ADHS, einem
Aufmerksamkeits-Defizit-HyperaktivitätsSyndrom. Man geht davon aus, dass insgesamt zwei bis sechs Prozent der Kinder davon
betroffen sind. Wie schon der Name sagt, liegt das
vorrangige Problem dieser Kinder bei der Aufmerksamkeit.
Zwei verschiedene Extreme werden unterschieden
❙ Die hypoaktiven ADSler sind so durch das Umfeld reizüberflutet,
dass sie sich in ihre eigene Welt zurückziehen. Sie sind verträumt
und oft abwesend – daher reagieren sie auch beim direkten
Ansprechen nicht. Ansonsten sind sie eher ruhig, vergesslich,
leicht beeinflussbar, langsam und machen viele Flüchtigkeitsfehler.
❙ Für die hyperaktiven ADSler hingegen ist Bewegung ein Muss.
Sie sind unruhig, zappelig, stören den Unterricht und können
nicht still sitzen. Sie sprechen ununterbrochen, hören nicht zu,
können nicht abwarten und unterbrechen andere im Gespräch.
Durch ihr unüberlegtes Handeln können sie aggressiv sowie
beleidigend sein und übersehen Gefahren.
In beiden Formen sind auch gleiche Auffälligkeiten zu finden. Diese zeigen sich in schneller Ablenkbarkeit und geringer Ausdauer.
In ihrer Grob- und Feinmotorik sind sie ungeschickt. AD(H)Sler
können sich nur kurz auf eine Sache konzentrieren und haben Probleme, alltägliche Handlungen in einer kontrollierten Abfolge zu
tätigen. Durch die häufigen Stimmungsschwankungen ist das
Miteinander oft problematisch – Kontaktschwierigkeiten sind daher
vorprogrammiert. Ihr Selbstwertgefühl kann infolgedessen erheblich gestört werden.
Aufgrund der geschilderten Probleme haben Betroffene im Unterricht vermehrt Schwierigkeiten. Sie stören extrem in der Schule
und können durch ihre leichte Ablenkbarkeit Aufgaben nur mit
großer Mühe bewältigen. Unter diesen Beeinträchtigungen bleiben
Schüler weit hinter ihren Möglichkeiten zurück. Das führt zu
schwankenden Leistungen und unbefriedigenden Noten. Aber
nicht nur in der Schule, sondern auch zu Hause können sich
dadurch schwerwiegende familiäre Situationen entwickeln. Für
Eltern ist es nicht einfach, damit klarzukommen. Sie werden häufig
bewusst sein 2010 | 3
für das Verhalten des Kindes
verantwortlich gemacht und stehen oft in der Kritik. Sie müssen den
täglichen Kampf um Regeln oder einfache Handlungsabläufe überstehen und
sich gegen Trotz, Widerstand und Wutausbrüche des Kindes behaupten.
Den Beteiligten könnte sehr viel Leid erspart bleiben, wenn die
Diagnose AD(H)S frühzeitig erkannt würde. Leider wird sie meist
erst bei Schuleintritt gestellt, da die Verhaltensstörungen sich hier
voll offenbaren. Wenn die beschriebenen Symptome mindestens
sechs Monate in verschiedenen Lebensbereichen auftreten, sollte
man den Gang zum Kinderarzt oder zum Kinder- und Jugendpsychiater nicht scheuen. Dabei werden die Familie, der Kindergarten
oder die Schule über die Entwicklung des Kindes anhand von
Fragebögen befragt. Große Beachtung wird der Familienanamnese
geschenkt. Es werden Intelligenz- und Persönlichkeitstests durchgeführt. Bei Bedarf folgen neurologische und neuromotorische
Untersuchungen. Wenn die Diagnose AD(H)S gestellt wird, können Betroffene Hilfe durch Verhaltenstherapie, Psychomotorik
gegebenenfalls Psychotherapie, sonderpädagogische Maßnahmen
und manchmal auch durch medikamentöse Behandlung erhalten.
Durch die Teilnahme am Training verhaltenstherapeutischer Grundlagen werden auch Eltern bei der Behandlung miteinbezogen.
Auch wenn ADS nicht heilbar ist, kann durch eine gezielte und
intensive Betreuung und Behandlung eine weitgehende Entwicklung im schulischen und sozialen Bereich ermöglicht werden.
Hilfe im Internet
❙ www.agadhs.de
Arbeitsgemeinschaft ADHS der Kinder- u. Jugendärzte
❙ www.ohotest.de/ads-ev/
Elterninitiative zur Förderung von Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen mit AD(H)S
❙ www.ads-kurse.de/ads_adhs_selbsthilfegruppen.htm
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Gesundheit
Aloe vera –
die „uralte“ Heilpflanze
auf neuem Kurs
„Damit es komme nicht zum Knackse,
erfand der Herr die Prophylaxe.
Doch lieber beugt der Mensch, der Tor
sich vor der Krankheit – als ihr vor!“
(Eugen Roth 1934)
Bei der Aloe vera handelt es sich um die
„Kaiserin“ unter den Heilpflanzen. Sie ist ein
Knollengemüse aus der botanischen Familie,
zu der auch der Knoblauch oder die Gemüsezwiebel zählt. Von den 400 verschiedenen
Aloearten sind die Aloe arborescens Miller
und die Aloe vera Linné die medizinisch
wertvollsten.
Schon im Mittelalter hielt man in den Küchen Europas eine Aloevera-Pflanze. Gekocht wurde ausschließlich mit Feuer. Dabei waren
Verbrennungen an der Tagesordnung. Zur Linderung schnitt die
Hausfrau ein Stück vom Blatt der Aloe-Pflanze ab und rieb mit dem
darin befindlichen Gel die verbrannten Stellen ein. Wenige Zeit
später waren die Schmerzen vergessen und die Wunden heilten
schnell ab.
zen und die Aloe geriet in Vergessenheit. Mit Hilfe der pharmazeutischen Heilmittel wurden gewaltige Erfolge erzielt, immer häufiger
musste man jedoch feststellen, dass auch hier Grenzen bestehen.
Ende der 60er-Jahre wurde die Aloe vera wiederentdeckt, in der
Form, in der sie seit Menschheitsgedenken angewendet wurde:
Als Vitalgetränk, gefertigt aus dem farblosen Gel der Blätter ohne
Aloinanteil und deshalb weitestgehend ohne Nebenwirkungen.
Schulmedizinern und Heilpraktikern ist der Begriff Aloe heutzutage
aus der Literatur meist nur in kristalliner Form bekannt. Diese
Kristalle enthalten jedoch rund 50 Prozent Aloin und haben nichts
zu tun mit den heutigen Vitalgetränken und der großen Palette von
Aloe-Produkten, die weltweit hergestellt werden.
Am bekanntesten ist die Verwendung von Aloe vera bei Sonnenbrand oder Verletzungen. Dies belegen 5.000 Jahre alte Texte aus
Ägypten. Auch in vielen kosmetischen Produkten finden wir heute
Aloe-vera-Anteile. Neben diesen Produkten für die Haut- und
Schönheitspflege gibt es aber auch die Aktivierung der Selbstheilungskräfte durch das Trinken des reinen Blattgels. Diese Art
der therapiebegleitenden Verwendung von Aloe beugt nicht nur
Krankheiten vor, sondern unterstützt die Heilungsprozesse vieler
Krankheiten.
Wie die Aloe vera wiederentdeckt wurde
Die moderne pharmazeutische Industrie konnte nach dem ersten
Weltkrieg durch synthetische Produkte das kristalline Aloe erset-
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Gesundheit
Wie wirkt Aloe vera?
Die Aloe vera enthält über 200 wissenschaftlich nachgewiesene, bioaktive Inhaltsstoffe
wie Vitamine, Mineralien, Spurenelemente,
Aminosäuren und Enzyme. Wichtig ist, dass
nicht die Menge der Einzelstoffe über die
Wirkung des Aloe-vera-Gels im menschlichen
Organismus entscheidet, sondern deren Synergieeffekte. Die Inhaltsstoffe sind Kommandogeber und sorgen besonders für den gesunden und
normalen Durchmesser der Kapillaren des menschlischen Organismus. Die Kapillaren ergeben hintereinander gereiht
eine Strecke von über 150.000 Kilometer und sorgen für die
ordnungsgemäße Versorgung der 75 Billionen Zellen des Körpers
mit Sauerstoff und Nährstoffen.
Der Mensch ist vielen Stresssituationen ausgesetzt. Viele
Menschen leiden an Schlaflosigkeit, Depressionen, Unwohlsein,
Müdigkeit, Ängsten etc. All die äußerlich einwirkenden Faktoren
bewirken, dass der Organismus mit einer Verengung der Kapillaren
reagiert. Die roten Blutkörperchen haben Schwierigkeiten, durch
die engen Kapillaren zu wandern. Bei den roten Blutkörperchen
handelt es sich um die Versorgungsträger, die den Sauerstoff und
andere lebensnotwendige Stoffe durch die Adern transportieren.
Wenn die Durchblutung der Kapillaren nicht gewährleistet ist, bricht
der Stoffwechsel (Metabolismus) zusammen und es können Krankheiten entstehen. Durch das Vitalgetränk der Aloe werden die Kapillaren wieder auf den normalen und gesunden Durchmesser geweitet. Die zahlreichen wertvollen Inhaltsstoffe der Aloe, besonders
das Acemannan, wirken auf die Schwellkörper an den Wänden der
Kapillaren ein. Sie schwellen ab, so dass sich der Innendurchmesser der Kapillaren wieder normalisiert.
Aloe-vera-Gel gibt es mit verschiedenen Zusatzstoffen, die verschiedene Eigenschaften mit sich bringen
So bewirkt zum Beispiel eine Zusammensetzung aus Aloe vera und
Honig eine Verbindung der Moleküle des Aloe-Gels mit denen des
Honigs. Dadurch können die Inhaltsstoffe noch besser auf
gesunde Art und Weise auf den Körper einwirken.
Ein weiteres Vitalgetränk ist Aloe vera mit Honig und Silizium.
Silizium ist zuständig für die Flexibilität der Kapillarwände. Durch
unsere heutige siliziumarme Ernährung können die Wände der
Kapillaren instabil werden und die Kapillaren in sich zusammenfallen. Die Folge hiervon können Gefäßerkrankungen sein, da sich
das Blut in den zusammengefallenen Kapillaren staut und die
Nährstoffe nicht an die Zellen weitertransportiert werden können.
Zusätzlich gibt es noch ein Vitalgetränk der Aloe vera mit dem Wirkstoff Methylsulfonylmethan (MSM), einer Form von organischem
Schwefel. Dies ist ein besonders wichtiger Wirkstoff für die Bandscheiben und Gelenkstrukturen wie Sehnen, Bänder und Kapseln.
Grundsätzlich gilt für die Aloe-vera-Vitalgetränke, dass sie möglichst
hochkonzentriert aus Aloe-vera-Blattgel sind (zwischen 85 Prozent
bewusst sein 2010 | 3
und 99 Prozent), nicht erhitzt oder pasteurisiert
sind. Zur Konservierung dürfen nur die für die
Lebensmittelindustrie zugelassenen Stoffe
Anwendung finden.
Achten Sie auf Qualität
Bei Aloe-vera-Vitalgetränken sollte man auf
entsprechende Zertifizierungen (z. B. IASC,
Institut Fresenius) achten. Das Gütesiegel IASC
(The International Aloe Science Council) wird z. B.
nur erteilt, wenn der Anbau, die Verarbeitung und die
Vermarktung der Aloe ständig kontrolliert, überwacht und freigegeben wird. Die aktuelle Firmenliste, deren Produkte das Gütesiegel
erhalten haben, kann man im Internet unter www.iasc.org/complete.html einsehen. Informationen zum Qualitätssiegel des Institut
Fresenius erhalten Sie unter www.qualitaetssiegel.net.
Aloe vera … ein Tausendsassa
Aloe-vera-Trinkgel ist dafür bekannt, dass es bei über
100 verschiedenen Krankheitsbildern eine Therapie
positiv begleiten kann. Dazu gehören z. B.:
Allergien, Asthma, Akne,
Arthritis, Bluthochdruck,
Blasenentzündung,
Minderung von Chemotherapiefolgen, Diabetes, Depressionen,
Durchfall, Darmerkrankungen, Erkältungen,
Entzündungen, Ekzeme,
Fieber, Fußpilz, Gelenkschmerzen, Herpes, Hautausschläge, Stärkung des
Immunsystems, Juckreiz, Leberentgiftung, Magenprobleme, Nierenprobleme, Neurodermitis, Ohrenentzündungen, Ödeme, Pilzerkrankungen,
Psoriasis, Stoffwechsel, Schuppenflechte, Übelkeit, Übersäuerung, Verstopfung, Verdauungsstörungen, Wundrose, Warzen
Unser Buchtipp zum Thema
„Aloe – Kaiserin der Heilpflanzen“
ISBN 3-00-007473-2
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Wir für Sie
Wie läuft das mit …?
Auch wir mögen keine unnötige Bürokratie
„Wir zwei fahren irgendwo hin …“, doch hat dies im Zusammenhang mit einer Leistung der gesetzlichen Krankenversicherung,
ganz im Gegensatz zu dem bekannten Liedtext, einen ganz
bestimmten Sinn. Meist stellt sich aber dabei auch die Frage:
„Wer soll das bezahlen?“
Mit dieser Ausgabe der „bewusst sein“ möchten wir Ihnen einen
Überblick über die nicht ganz einfachen Regelungen zur Fahrkostenübernahme geben. Grundsätzlich gilt, dass wir für Sie die Kosten
einer Kranken- oder Rettungsfahrt zur nächstgelegenen geeigneten
Einrichtung übernehmen, wenn dies im Zusammenhang mit einer
Leistung der Krankenkasse aus zwingenden medizinischen Gründen notwendig ist. Dies trifft zu bei
❙ Fahrten zur voll- oder teilstationären Krankenhausbehandlung,
❙ Rettungsfahrten oder Rettungsflügen zum Krankenhaus auch
❙
❙
dann, wenn eine stationäre Behandlung nicht erforderlich ist,
Fahrten, bei denen Sie während des Transports einer fachlichen
Betreuung oder der besonderen Einrichtung eines Kranken- oder
Rettungswagens bedürfen oder bei denen dies aufgrund Ihres
Zustandes zu erwarten ist,
Fahrten zur ambulanten Operation, wenn dadurch eine an sich
gebotene Krankenhausbehandlung vermieden wird.
Dabei übernehmen wir selbstverständlich auch die Kosten für die
Rückfahrten an den Wohnort oder den Ort der weiteren Pflege.
Welche Unterlagen werden für eine Kostenübernahme durch
die BKK benötigt?
In der täglichen Praxis stellt die behandelnde Ärztin oder der
behandelnde Arzt die medizinische Notwendigkeit eines solchen
Krankentransportes fest und schreibt eine Verordnung über die
Krankenbeförderung aus. Sie oder er entscheidet, welches Transportmittel aufgrund des Gesundheitszustandes benötigt wird, um
Ihre Sicherheit zu gewährleisten.
Dabei stehen i. d. R. folgende Transportmittel zur Auswahl:
❙ öffentliche Verkehrsmittel oder privater PKW
❙ Taxi oder Mietwagen
❙ Krankentransportwagen oder Krankenkraftwagen
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❙ Rettungswagen oder Notarztwagen
❙ Rettungshubschrauber
Bei den in den letzten vier Punkten genannten Transportmitteln
erfolgt die Abrechnung über die Verordnung direkt mit unserer
BKK. Sofern Sie nicht von Zuzahlungen befreit sind, wird Ihnen
entweder vom Leistungserbringer (z. B. Taxiunternehmen) oder
von unserer BKK eine Zuzahlung in Rechnung gestellt.
Sollten Sie aber mit einem öffentlichen Verkehrsmittel oder dem
privaten PKW gefahren sein, dann wenden Sie sich bitte an uns.
Unter Vorlage entsprechender Belege wie Fahrpreisquittungen
oder der Angabe der gefahrenen Kilometer errechnen wir Ihnen, in
welcher Höhe wir uns an den Kosten beteiligen können. Auch die
Fahrkosten einer Begleitperson können übernommen werden,
wenn dies aus medizinischer Sicht notwendig ist. Auch hier wird
Ihr Arzt Ihnen dies bescheinigen.
Aber wie steht es um eine Kostenübernahme bei Fahrten
zum Arzt oder Zahnarzt?
Eine Kostenübernahme von Fahrkosten zur ambulanten Behandlung kann durch uns nur in Ausnahmefällen erfolgen. Wann dies
der Fall ist, wurde vom Gemeinsamen Bundesausschuss für alle
gesetzlichen Krankenkassen festgelegt. Für alle diese Fahrten gilt,
dass die Verordnung einer Krankenbeförderung vorher durch unsere BKK genehmigt werden muss. Eine solche Genehmigung können wir geben bei
❙ Fahrten zur Dialysebehandlung,
❙ Fahrten zur Chemo- oder Strahlentherapie,
❙ Fahrten von Versicherten, die einen Schwerbehindertenausweis
mit dem Merkzeichen „aG“ (außergewöhnlich gehbehindert),
„BL“ (blind) oder „H“ (hilflos) vorlegen oder die Pflegeleistungen
nach der Pflegestufe 2 oder 3 beziehen,
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Wir für Sie
❙ Fahrten in besonderen medizinischen Ausnahmefällen von Versicherten, die von einer vergleichbaren Beeinträchtigung der Mobilität, wie unter vorstehendem Punkt beschrieben, betroffen sind
und einer ambulanten Behandlung über einen längeren Zeitraum
bedürfen.
Auch hier richtet sich die Höhe der Kostenübernahme nach der
medizinischen Notwendigkeit im Einzelfall. Aus diesem Grunde
benötigen wir immer neben einer Bestätigung über die Behandlungstermine eine Bescheinigung, welches Verkehrsmittel aus
medizinischer Sicht notwendig war, um einen sicheren Transport
durchführen zu können. Sonst dürfen wir ohne Ausnahme allein
die Kosten eines öffentlichen Verkehrsmittels zum Ansatz bringen.
Wer muss eine Zuzahlung leisten und wie hoch ist diese?
Für jeden Versicherten, der nicht aufgrund des Überschreitens der
Belastungsgrenze von der Zuzahlung befreit ist, fällt eine Zuzahlung an. Dies gilt bei Fahrkosten auch für Kinder unter 18 Jahren.
Sie beträgt 10 Prozent der Kosten für jede einzelne Fahrt und ist
begrenzt auf mindestens 5 Euro und höchstens 10 Euro. Soweit
die Kosten für die Fahrt unter 5 Euro liegen, beträgt die Zuzahlung
nur die tatsächlich angefallenen Kosten.
An wen wende ich mich, wenn ich Fragen habe?
Wie Sie sicher erkannt haben, ist es nicht ganz einfach zu beurteilen, ob und in welcher Höhe wir uns an den Kosten für Ihre Krankenbeförderung beteiligen können. Je nach Transportmittel benötigen wir unterschiedliche Unterlagen, damit bei der Erstattung oder
der Übernahme der Kosten alles reibungslos ablaufen kann. Wir
empfehlen Ihnen deshalb, sich bei Fragen vertrauensvoll an Ihre
persönliche Ansprechpartnerin zu wenden.
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Rainer Barthel im Rettungswagen
Ihre Ansprechpartnerinnen
Ihr Nachname
beginnt mit
A–G
Anna Lehmann
Telefon
07431 10-2379
E-Mail
anna.lehmann@bkk-gb.de
H–Ö
Nicole Merz
Telefon
07431 10-2329
E-Mail
nicole.merz@bkk-gb.de
P – Z (1)
Andrea Staffe
Telefon
07431 10-2388
E-Mail
andrea.staffe@bkk-gb.de
P – Z (2)
Regine Lebherz
Telefon
07431 10-2387
E-Mail
regine.lebherz@bkk-gb.de
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Gesundheit
Viele Jugendliche möchten
sich für soziale oder gesellschaftliche Zwecke engagieren.
Blut spenden ist eine
Möglichkeit!
Quelle: Shell-Jugendstudie 2006
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8:30 Uhr
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Gesundheit
Einmalig und rot
„Schenke Leben – spende Blut“
… so lautet die neue Kampagne des DRK, die mit plakativen Gesichtern von „neugeborenen
Menschen“ zur Blutspende anregen will. Wer schon mal über Organspende oder Patientenverfügung nachgedacht hat, sollte sich überlegen, ob nicht eventuell eine Blutspende infrage
kommt. Sie ist sehr einfach durchführbar, tut nicht weh, hilft und ist für gesunde Menschen
risikolos.
Ein plötzlicher Unfall, eine schwere Krankheit, eine böse Verletzung
– jeder kann plötzlich in die Situation kommen, dringend Blutpräparate zu benötigen. Das Vorhandensein von Blutkonserven im
Notfall wird dann oft als selbstverständlich angesehen. Erst in
dieser Situation wird den meisten Menschen bewusst, wie (überlebens-) wichtig eine Blutspende ist:
❙ für Unfallopfer mit starkem Blutverlust
❙ für Krebspatienten während und nach der Chemotherapie
❙ für Verbrennungsopfer
❙ bei Organtransplantationen
❙ für den Leukämiepatienten während der Wartezeit auf eine
te weniger oft zur Neige gehen, ist laut DRK eine Erhöhung der
Spenderzahlen aus der Bevölkerung von derzeit circa drei auf fünf
Prozent nötig.
Kleiner Piks mit großer Wirkung
Nach kurzer ärztlicher Untersuchung und Dokumentation der
persönlichen Daten wird aus der Fingerkuppe oder dem Ohrläppchen ein Blutstropfen entnommen. Es erfolgt ein Quick-Check, ob
genug vom Blutfarbstoff und dem Sauerstoffträger Hämoglobin im
Blut ist. Danach wird man – bestückt mit einem „Spenderpaket
aus Plastikbeuteln“ – zur eigentlichen Spende eines guten halben
Liters zugelassen.
Transplantation
Deutlich wird in jedem Fall, dass selbst das beste medizinische
Versorgungssystem bei solchen lebensgefährlichen Verletzungen
oder Erkrankungen ohne Blutpräparate nahezu machtlos ist. Denn
unser „Lebenssaft“ ist durch keinen anderen „Stoff“ ersetzbar.
Historie und aktueller Stand
1901 entdeckte der österreichische Forscher Karl Landsteiner die Blutgruppen (es gibt A, B, AB und 0). Er bekam dafür 1930 den Medizin-Nobelpreis. Sein Geburtstag, der 14. Juni, wird seit 2004 als
Weltblutspendertag gefeiert. Seine Entdeckung hat vielen
Menschen das Leben gerettet, da früher durch das Vermischen von
Blutgruppen aus Unwissenheit das Blut verklumpte, was letztendlich zum Tod führte.
Bereits nach circa einer halben Stunde insgesamt können Sie –
nach einer kurzen Stärkung – nach Hause gehen. Positiver Nebeneffekt: Sie haben einen aktuellen Gesundheitscheck „quasi zum
Nulltarif“ erhalten. Im Labor angekommen wird die Probe auf
Krankheitserreger wie Aids- und Hepatitis-Viren sowie Syphilis-Bakterien getestet. Das „Vollblut“ wird in Blutplättchen, Blutplasma
und rote Zellen getrennt, eingelagert und freigegeben, wenn die
Probe sich nach einigen Stunden als einwandfrei erweist.
Übrigens: Männer dürfen sechsmal, Frauen viermal pro Jahr spenden! Blut spenden kann man im Alter von 18 bis 67 Jahren – und
darüber hinaus. Erstspender sollten jedoch nicht über 60 Jahre alt
sein.
Infos
Jedes Jahr werden allein in Deutschland fünf Millionen Blutkonserven verabreicht, doch kommt es immer wieder zu Engpässen, wie
DRK und Kliniken betonen. Die freiwillige Blutspende von gesunden Erwachsenen ist und bleibt somit eine solidarische Verpflichtung des Einzelnen der Gemeinschaft gegenüber. Damit die Vorräbewusst sein 2010 | 3
Weitere Infos erhalten Sie direkt beim DRK – online auch
unter:
❙ www.blutspende.de
❙ www.blutspendedienst.com
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Gesundheit
Betriebssportgruppen bei Groz-Beckert im Portrait: Schach
Was passiert, wenn Sie nach den Begriffen „Die Spanische Partie“, „Der Marshall Angriff“,
„Das Lasker Manöver“ oder „ Die Französische Verteidigung“ gefragt werden? Versuchen Sie dann Ihrem Gegenüber zu erklären, dass dies große Schlachten berühmter Feldherren waren, oder greifen Sie eher zum Schachbrett?
Wenn Sie die Variante mit dem Schachbrett
wählen, gehören Sie zur Zielgruppe der Kolleginnen und Kollegen, die unsere Betriebssportgruppe Schach mit Handkuss in ihren Reihen begrüßen würde.
Selbstverständlich ist die Kenntnis solcher Spielzüge nicht Grundvoraussetzung zur Aufnahme in dieses kleine, aber feine Grüppchen von vier aktiven sowie bereits im Ruhestand befindlichen
Mitarbeitern. Es genügt vollkommen, wenn Sie die Grundregeln
dieses im Mittelalter als eine der sieben ritterlichen Tugenden geltenden Brettspiels beherrschen. Die Meisterschaftsspiele unserer
Betriebssportgruppe finden im Frühjahr und im Herbst statt. Dabei
treten diese als Mannschaft sowie als Einzelspieler an. Die
Schachturniere werden jeweils im Wechsel von den teilnehmenden Betrieben, bei denen es eine Betriebssportgruppe Schach gibt
und die über geeignete Räumlichkeiten verfügen, organisiert. Sie
finden in der Regel an Wochenenden statt und sind ganztägig.
So sind unsere Schachspieler bereits als Gäste bei IBM, Daimler,
Mahle oder ZF Friedrichshafen begrüßt worden. Unsere Betriebssportgruppe Schach wird dieses Jahr noch von Herrn Klaus-Dieter
Wendorf geleitet. Interessierte Schachspielerinnen oder Schachspieler bei Groz-Beckert können sich gerne an Herrn Wendorf unter der Telefonnummer intern 2196 wenden. Die kleine Gruppe
würde sich sehr über Verstärkung freuen. Darüber hinaus ist Herr
Wendorf auf der Suche nach einer geeigneten Nachfolgerin oder
einem geeigneten Nachfolger zur Leitung der Betriebssportgruppe.
Wer sich also vorstellen könnte, diese nicht allzu zeitraubende Aufgabe zu übernehmen, der kann sich ebenfalls gerne an Herrn Wendorf wenden.
Wir wünschen unserer Betriebssportgruppe Schach, dass sie in
allen Lagen einen brillanten Schachzug auf Lager hat.
✁
Die Termine unserer Betriebssportgruppe Kegeln
Wie in der vergangenen Ausgabe angekündigt, finden Sie hier die Termine,
an welchen unsere Kegler auf die Jagd nach „ordentlich Holz“ gehen.
Die Spieltage im Bezirksspielbetrieb
Wochentag
Datum
Beginn
Spielort
Heim
Gast
Freitag
Freitag
Montag
Freitag
Freitag
Montag
05.11.2010
12.11.2010
15.11.2010
19.11.2010
26.11.2010
29.11.2010
17:30 Uhr
17:30 Uhr
17:30 Uhr
17:30 Uhr
17:30 Uhr
17:30 Uhr
Krokodil, Balingen
Grüne Au, Albstadt
Grüne Au, Albstadt
Krokodil, Balingen
Krokodil, Balingen
Kegelzentrum Bol, Albstadt
Post Balingen
Groz-Beckert II
Groz-Beckert I
Post Hechingen
Sparkasse ZA
Interstuhl
Groz-Beckert I
Post Ebingen II
Mahle I
Groz-Beckert II
Groz-Beckert I
Groz-Beckert II
Ansprechpartner
Wenn Sie einmal live dabei sein
wollen, dann wenden Sie sich an
Die Termine unserer Kegler bei der Verbandsliga 2 Süd
Wochentag
Samstag
Samstag
Samstag
Samstag
Samstag
Samstag
18
Datum
Beginn
Spielort
13.11.2010
11.12.2010
08.01.2011
12.02.2011
05.03.2011
16.04.2011
09:00 Uhr
09:00 Uhr
09:00 Uhr
09:00 Uhr
09:00 Uhr
09:00 Uhr
Sindelfingen
Trossingen
VS-Schwenningen
Sindelfingen
Trossingen
VS-Schwenningen
Herrn Martin Acker
Telefon 07431 10-4724
Er wird Ihnen gerne nähere Infos
zu den Spielorten und ggf. zu
Mitfahrmöglichkeiten geben.
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14:15 Uhr
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Gesundheit
Der Gesundheitsfahrplan
unserer BKK und Groz-Beckert
RückenFit
Nordic
Walking
Entspannung
AquaFitness
Erste Kursstaffel 2011
Betriebssport
Montag
Dienstag
Mittwoch
Donnerstag
8:00 – 9:30
ab 13. Januar
8:00 – 8:45
ab 11. Januar
Nordic Walking
Rücken-Fit
(Neueinstieg/Aufbau)
Annett Müller
Sana Klinik
Annett Müller
in Albstadt
Freitag
8:05 – 08:50
ab 14. Januar
Entspannungskurs
Annett Müller
Sana Klinik
9:30 – 10:15
ab 11. Januar
Aqua-Fitness
Annett Müller
Sana Klinik
11:15 – 12:00
ab 11. Januar
16:15 – 17:00
ab 13. Januar
Rücken-Fit
Entspannungskurs
Annett Müller
Sana Klinik
Sabine Stehle
Sana Klinik
16:45 – 18:00
16:30 – 17:30
Damengymnastik
Betriebssport
Fußball*
Dieter Osbelt
Oktober – März
Zollernalbhalle
Mirjana Nikic
Turnhalle
Oststadt-Schule
16:30 – 17:30
Männergymnastik
Betriebssport
19:30 – 21:00
ab 10. Januar
Nordic Walking
(Fortgeschrittene)
Annett Müller
in Albstadt
17:30 – 19:00
ab 12. Januar
Nordic Walking
Brigitte Leibfritz
Turnhalle
Oststadt-Schule
(Neueinstieg/Aufbau)
19:15 – 22:15
17:00 – 20:00
Anja Mack
in Albstadt
Tischtennis
Kegeln
Hubert Ritter
Groz-Beckert-Gebäude
Nusplingen
Martin Acker
Kegelbahn
Gasthaus Grüne Au
19:45 – 20:30
ab 11. Januar
Aqua-Fitness
Annett Müller
Sana Klinik
19:00 – 20:30
ab 12. Januar
Nordic Walking
(Art nach Bedarf)
Anja Mack
in Albstadt
Tennis: Mo – Mi 19 – 22 Uhr sowie Mo – Fr 7 – 10 Uhr; Infos: www.Toni-Leuschke@gmx.de oder Tel. 0172 6245575
*Fußball: April – September: Dienstag 17:30 – 19:00 Uhr, Waldheim Platz II; Leiter: Dieter Osbelt, Tel. GB 2536
Handball: nur Teilnahme an Freundschaftsspielen und Turnieren – Leiter und Ansprechpartner: Detlev Rohm, Tel. GB 2526
Schach: nur Teilnahme an Turnieren/Meisterschaften – Leiter und Ansprechpartner: Klaus-Dieter Wendorf, Tel. GB 2196
Schießen: zum „Schnuppern“ besteht die Möglichkeit Donnerstag ab ca. 19:30 Uhr und Samstag ab 14 Uhr
im Schützenhaus Ebingen – Leiter und Ansprechpartner: Frank Bogenschütz, Tel. GB 2399
bewusst sein 2010 | 3
17:00 – 17:45
ab 13. Januar
Rücken-Fit
Sabine Stehle
Sana Klinik
17:00 – 17:45
ab 14. Januar
Aqua-Fitness
Annett Müller oder
Elke Stepan
Sana Klinik
18:00 – 18:45
ab 14. Januar
Aqua-Fitness
Annett Müller oder
Elke Stepan
Sana Klinik
19:00 – 19:45
ab 13. Januar
Rücken-Fit
19:00 – 19:45
abab3.14.
September
Januar
Aqua-Fitness
Sabine Stehle
Sana Klinik
Annett Müller oder
Elke Stepan
Sana Klinik
20:00 – 20:45
ab 13. Januar
19:15 – 22:15
Entspannungskurs
Hubert Ritter
Groz-Beckert-Gebäude
Nusplingen
Sabine Stehle
Sana Klinik
Tischtennis
19
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12.10.2010
14:15 Uhr
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Ernährung
Dimafit – mach es Dir nicht so schwer:
Traditionelle und raffinierte Gerichte schmackhaft
und leicht zubereitet
Es gibt wahrscheinlich kein Sprichwort, über dessen Fassung genau so
viel diskutiert wird, wie über die Aussage, die dahinter steht. Heißt es
nun „Über Geschmack lässt sich nicht streiten“ oder stimmt die Version
„Über Geschmack lässt sich streiten“?
Ich habe beide Versionen schon gehört. Worin
sich aber alle einig sind, ist die Tatsache, dass
Nahrungsmittel mit hohem Fett- oder
Zuckeranteil besser schmecken. Und tatsächlich hat dies auch einen Sinn, der mit
der Evolution des Menschen zusammenhängt.
Fett ist für Aroma- und Geschmacksstoffe ein wahrer Traum
Die Aromen in unserer Nahrung fühlen sich
regelrecht von den darin enthaltenen oder
zugesetzten Fetten angezogen. Dies rührt
daher, weil diese fettlöslich (lipophil) sind und sich
darin so richtig entfalten können. Der so erreichte
intensive Geschmack löst beim jeweiligen Genießer den
„Wunsch nach mehr“ aus.
Das ist allerdings kein Zufall, sondern von der Natur bewusst so
eingerichtet. Fett sowie Zucker liefern viel Energie. In mageren
Zeiten sichert dieser Effekt das Überleben, weil wir etwas, das uns
gut schmeckte, möglichst oft essen möchten. Da aber in der modernen Konsumgesellschaft ein Überfluss an Fett und Zucker vorhanden ist, schadet uns diese Eigenschaft.
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Um Maß zu halten, müssen wir deshalb, wie so
oft im Leben, den inneren Schweinehund
überwinden.
Nur wenn uns eine Kost wirklich
geschmacklich überzeugt, sind wir
bereit, unsere Ernährung von süßer,
fetter und zu schwerer Kost auf gesunde, leichte Küche dauerhaft umzustellen.
Mit frischen Kräutern und Gewürzen lässt
sich ein Menü auch ohne viel Fett super
„aufpeppen“. So entstehen zahlreiche Variationsmöglichkeiten und jedes traditionell kalorienreiche Gericht kann neu erfunden werden.
Lassen Sie sich mit der Rezeptidee dieser Ausgabe von intensiven Kräuteraromen verführen und werden Sie den Fetten untreu.
Ich wünsche Ihnen einen farbenfrohen Herbst
Ihre
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Rezeptidee
Kräuterbackhendl mit Buttermilch-Remoulade
Rezept für 4 Personen
❙ Für die Remoulade das Ei 10 Minuten hart kochen, kalt
Zutaten für die Remoulade
1
100 g
4 – 5 EL
1 TL
1
1 EL
2 EL
1 TL
1
So wird’s gemacht
Ei
Schmandt
Buttermilch
scharfer Senf
kleine Essiggurke
Kapern
Schnittlauchröllchen
Zitronensaft
Messerspitze abgeriebene unbehandelte Zitronenschale
mildes Chilipulver
Salz, Zucker
abschrecken, pellen und auskühlen lassen. Den
Schmandt mit der Buttermilch und dem Senf glatt rühren.
Die Essiggurke abtropfen lassen und in kleine Würfel
schneiden. Das Ei ebenfalls in kleine Würfel schneiden.
Die Kapern grob hacken. Schnittlauch, Ei, Essiggurke und
Kapern zur Schmandtmischung geben. Die Remoulade
mit Zitronensaft und Zitronenschale, Salz, Chilipulver und
einer Prise Zucker würzen und kühl stellen.
❙ Für das Backhendl die Eier mit dem Mehr und dem Senf
in einem tiefen Teller glatt rühren und mit Zitronensaft
und Zitronenschale, Salz, Pfeffer, den getrockneten Kräutern und einer Prise Muskatnuss würzen. Die Brösel auf
einen anderen Teller geben.
❙ Die Hähnchenbrustfilets waschen und trok-
Zutaten für das Backhendl
2 Eier
40 g doppelgriffiges Mehl
1 – 2 TL scharfer Senf
einige Spritzer Zitronensaft
abgeriegene Schale
von ½ unbehandelten Zitrone
½ TL getrockneter Oregano
½ TL Rosmarin
½ TL Thymian
½ TL getrocknetes Bohnenkraut
frisch geriebene Muskatnuss
150 – 200 g Weißbrotbrösel
4 Hähnchenbrustfilets
(ca. 120 g ohne Haut)
Erdnussöl zum Ausbacken
Salz
Pfeffer aus der Mühle
ken tupfen. Die Filets schräg in jeweils 3
bis 4 Scheiben schneiden und mit Salz
und Pfeffer würzen. Die Hähnchenscheiben nacheinander zunächst in
der Eier-Mehl-Mischung und dann
in den Bröseln wenden.
❙ Reichlich Erdnussöl in einer Pfanne erhitzen und die panierten Hähnchenscheiben darin portionsweise
bei milder Hitze auf beiden Seiten insgesamt 4 bis 5 Minuten goldbraun ausbacken. Die Backhendlstücke aus der Pfanne
nehmen und auf Küchenpapier abtropfen lassen,
leicht mit Salz würzen.
❙ Die Backhendlstücke mit der Buttermilch-Remoulade und
nach Belieben mit Blattsalat servieren.
Je nach Geschmack können Sie unter die Buttermilch-Remoulade
noch kleine, weich gekochte Blumenkohlröschen rühren. Achten
Sie darauf, die Hähnchenbrustfilets in möglichst nur 1½ cm dicke
Scheiben zu schneiden. Dann können sie innen gut durchgaren,
ohne dass die Panade beim Braten zu dunkel wird.
Heute schon geKOCHt?
Unser Küchenleiter Berthold Koch empfiehlt
Sie möchten gerne auf Fett, nicht aber auf intensiven Geschmack verzichten? Das Team von HSG
Zander Culinaress auch. Im Rahmen der Betriebsverpflegung werden wir Ihnen diese Rezeptidee
in den nächsten Tagen anbieten. Probieren Sie es aus und genießen Sie kross gebratene Hähnchenbrustfilets mit einem herb-würzigen Kräuteraroma. Wir freuen uns auf Sie.
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Familie
Experiment
Geisterballon
Du brauchst:
1 leere Flasche
1 Luftballon
Messbecher
30 ml Wasser
1 Teelöffel Backpulver
1 Strohhalm
1/2 Zitrone
Zitronenpresse
So wird es gemacht:
1. Blase den Luftballon auf, um ihn zu dehnen,
lasse die Luft aber wieder heraus.
2. Presse eine halbe Zitrone aus.
3. Messe mit dem Messbecher ca. 30 ml
Wasser ab und gieße es in die Flasche.
4. Fülle einen Teelöffel Backpulver dazu und
rühre mit dem Strohhalm gut um.
5. Gieße den Zitronensaft in die Flasche und
ziehe den Luftballon ganz schnell über den
Flaschenhals.
Was wird geschehen?
Der Ballon bläst sich von allein auf und du
kannst Puste sparen und schwindelig wird dir
davon auch nicht.
Warum das denn?
Zitronensaft ist eine Säure, in Wasser aufgelöstes Backpulver eine Lauge. Wenn die Säure
mit einem Hydrogencarbonat (saure Salze der
Kohlensäure) reagiert, entsteht Kohlendioxid.
Es steigt auf und dehnt den Luftballon aus.
Zuhause
Kastanien-Zielwurf
Hey Kids
Turmabbau
Viele Schachteln, Getränkedosen,
Pappbecher oder Bauklötze werden nebeneinander auf eine Mauer
gestellt. Alle Werfer stehen nebeneinander an der Abwurflinie, die
mindestens fünf Schritte von der
Mauer entfernt ist. Dann bekommt
jedes Kind drei Kastanien und versucht damit, möglichst viele Zielobjekte von der Mauer zu
werfen. Aber Vorsicht, dass
weder Mensch noch Tier in
die „Schusslinie“ gerät!
Mit ein paar Kastanien könnt ihr ein spannendes Zielwerfen veranstalten. Zuerst sucht sich jeder fünf Kastanien
aus und malt auf die hellen Seiten sein persönliches
Geheimzeichen, damit ihr später auseinanderhalten
könnt, wem welche Kastanien gehören. Hinter einem
großen Sessel wird jetzt ein Eimer aufgestellt.
Die Spieler begeben sich etwa drei Meter hinter
die Sessellehne, so dass sie den Eimer nicht
mehr sehen können. Dann heißt es „Start frei!“
fürs Zielwerfen. Wenn alle Kastanien verschossen sind, laufen die Sportler um den Sessel herum und schauen nach, wie viele Kastanien im
Eimer gelandet sind und natürlich, wem diese
Kastanien gehören. Wer die meisten seiner
Kastanien im Eimer wiederfindet, hat gewonnen.
Im Freien
Die hier vorgestellten Freizeittipps sind dem Buch „Mach was im Herbst“ entnommen.
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Buchtipp
Mach was im Herbst
222 Experimente,
Spiele und Bastelideen
Leicht verständliche Texte und
witzige Illustrationen laden ein zum
Tüfteln, Entdecken, Spielen und
Werkeln. Eine tolle Alternative zu
Fernseher und Computer!
Gebundene Ausgabe: 144 Seiten
Moses Verlag,
ISBN-10: 3897774887
Preis: 9,95 Euro
Empfohlenes Alter: 6 bis 7 Jahre
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Rätselspaß
Denksport für Querdenker
e
1. Sudoku
(schwer)
2
So funktioniert’s
❙ Nur die Zahlen 1 bis 9 dürfen verwendet werden.
❙ In jeder Reihe darf jede Zahl nur einmal vorkommen.
❙ In jeder Spalte darf jede Zahl nur einmal vorkommen.
❙ In jedem 3x3-Feld darf jede Zahl nur einmal vorkommen.
❙ In jedes Feld darf nur eine Zahl eingetragen werden.
2. Scrabble-Champions
Zwei Scrabble-Champions spielen fünf Partien Scrabble.
Jeder von ihnen gewinnt und verliert die gleiche Anzahl von
Partien und keine Partie endet unentschieden.
Wie ist das möglich?
7
4 8 5
9 1
7
3 6
4 6 7
7 9
5 2
2
1
9
2 3 9
3
7 4
8
7
5
3. Drehscheiben
S
S
N
Die Drehscheiben sind durch Antriebsriemen miteinander verbunden.
Wie viele der acht Drehscheiben drehen sich linksherum?
a) keine
A
b) zwei
c) vier
d) sechs
P
4. Zahlenreihe
(schwer)
4.
3. c) vier
Lösungen
2. Sie spielen nicht gegeneinander.
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„Bewusst sein“
bedeutet für uns …
.... mit Ihnen gemeinsam über den Tellerrand zu schauen, wenn Ihre persönliche Situation
außergewöhnliche Lösungen erfordert.
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Seele and Geist
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