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Fit wie die Bundeskanzlerin

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Haller
Donnerstag
7.
Von Klaudia Genuit-Thiessen
97. Tag des Jahres
268 Tage bis Jahresende
Kalenderwoche 14
08:00 Uhr
––:–– Uhr
Neumond erstes Viertel Vollmond letztes Viertel
03.05.
11.04.
18.04.
25.04.
Guten Morgen
Wie im Schlaf
Die Kollegin ist ständig müde.
Morgens kommt sie nicht aus den
Federn, abends schläft sie bereits
um 22 Uhr auf dem Sofa ein. »Das
ist wohl die Frühjahrsmüdigkeit«,
sagt sie. Vor wenigen Wochen hieß
ihr Tief noch Winterschlaf, davor
waren es die Herbstdepressionen.
Wie gut, dass bald wieder Sommer
ist.
Dunja D e l k e r
Halle wird ein
»pastoraler Raum«
Halle/Paderborn (WB). Der katholische Pastoralverbund Stockkämpen wird zum pastoralen
Raum Halle mit Neuausrichtung
der Seelsorge und strafferer Organisation. Pfarrer Josef Dieste hat
deshalb jetzt an einer mehrtägigen
Fortbildung im Paderborner Meinwerk-Institut teilgenommen, um
gemeinsam mit sieben weiteren
Kollegen auf künftige Führungsaufgaben vorbereitet zu werden.
Am Zuschnitt des Pastoralverbundes Stockkämpen wird sich aber
auch unter dem neuen Namen
nichts ändern.
Notdienste
Apotheke
Sonnen-Apotheke in Werther, Rosenstraße 1, ట 0 52 03 / 8 85 99.
Ärztlicher Notfalldienst
ట 01 80 / 50 44 100 (14ct/min aus
dem dt. Festnetz od. 42ct/min
mobil).
Notdienstpraxis am Haller Krankenhaus 19 bis 21 Uhr geöffnet.
Privatärztlicher Notfalldienst und
Patientenfahrdienst:
0800 /
66 46 396.
Einer geht
durch die Stadt
. . . und muss feststellen, dass
nach Einführung der Einbahn-Regelung am Rathaus auf der schmalen Ravensberger Straße jetzt noch
mehr Autos fahren – und das auch
noch viel schneller. Schritttempo
ist erlaubt, gefahren wird oft mehr
als 50, ärgert sich
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Klaudia Genuit-Thiessen0 52 01 / 81 11 22
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sport-halle@westfalen-blatt.de
@
Ein Spezialist für fremde Religionen
Was ehemalige KGH-Schüler in der Welt unternehmen: Baumann-Brüder schicken Grüße aus Luzern und Landshut
April
06:48 Uhr
20:09 Uhr
Zeitung
www.westfalen-blatt.de
H a l l e (WB). Den Pastorensohn können die Zwillinge
ebenso wenig verleugnen wie
ihren intellektuellen Anspruch.
Dass Christoph und Martin
Baumann – ebenso wie ihr
Bruder Frieder – promoviert
haben, war eine große Freude
für den Haller Geistlichen Dr.
Julius Baumann. Während
Christoph in Landshut als
Sporttherapeut in der Kinderund Jugendpsychiatrie arbeitet, ist Martin Baumann Professor für Religionswissenschaft
an der Universität Luzern. Von
dort schickt er dem KGH
Grüße zum 50. Geburtstag.
»Härzlichi Glückwünsch zum
füfzigschte (Geburtstag) und alls
Guete bi de nöchschte füfzg Jahr!«,
schreibt der Wahl-Schweizer. Er
gehört zu den ehemaligen Schülern des Kreisgymnasiums Halle,
die es ins Ausland verschlagen
hat.
Logisches Denken haben die
Baumann-Zwillinge, die übrigens
in Swakopmund in Namibia geboren sind, vor allem in der SchachAG bei Karl-Ernst Kiel gelernt.
Aber auch an Volleyball mit Christian Vogel und Fußball mit Willi
Schröder und Heribert Bruchhagen haben die beiden gute Erinnerungen.
Die jüngste Uni
Martin Baumann hat nach dem
Abitur 1980 Religionswissenschaft, Philosophie und Anglistik
in Marburg, London, Berlin und
Hannover studiert. Mit einer Studie zur Geschichte und Adaption
buddhistischer Ideen und Praxis in
Deutschland hat er 1993 seinen
Doktor in Hannover gemacht und
anschließend eine Uni-Karriere
hingelegt: 1999 habilitierte er in
Leipzig mit der Studie »Alte Götter
in neuer Heimat, eine Analyse zur
Diaspora von Hindus auf Trinidad«. An der Uni Luzern leitet er
seit 2001 das Seminar für Religionswissenschaft. Der Wissenschaftler aus Halle ist Vorstandsmitglied des Doktoratsprogramms
der Universität Luzern und engagiert sich dort für den wissenschaftlichen Nachwuchs. Seit 2010
ist er zudem als Prorektor Forschung für die Koordination und
Förderung
unterschiedlichster
Forschungsprojekte der Uni verantwortlich. »Wir haben als jüngste Uni in der Schweiz nur 2500
Studenten«, sagt Martin Baumann.
Aus den Schweizer Bergen schickt Professor Dr. Martin Baumann dem
Kreisgymnasium einen Gruß zum Jubiläum. Der Religionswissenschaft-
ler aus Halle lebt und arbeitet inzwischen in Luzern, der Hauptstadt des
gleichnamigen Kantons am Vierwaldstätter See.
mit methodischer Distanz, »vorurteilsfrei, aber nicht unkritisch« an
Religionen heran, wobei der Wissenschaftler vor allem Spezialist
für Migration, Religion und für
tamilischen Hinduismus ist. »Religionswissenschaft will zur Versachlichung beitragen«, sagt er
und fügt hinzu: »Aktuell wird über
›fremde Religionen‹ viel zu dramatisierend berichtet und gedacht.«
in Bethel erfahren, wie wichtig
und bereichernd Bewegung und
Sport in der Arbeit mit lernbehinderten/geistig behinderten und
epilepsiekranken
Jugendlichen
Ganz anderer Weg
sein kann.«
Er war schon in Landshut, als er
Von der Integration zum Indiviberufsbegleitend in Bielefeld produum: Obwohl er nach wie vor
movierte. Seinen Doktor hat er
einen guten Kontakt zu seinem
übrigens in SportBruder Christoph
soziologie gemacht
hat und »zeitweise
KREISGYMNASIUM
1961 •HALLE/WESTFALEN •
zur Frage, welche
mit ihm in der glei–
Bedingungen vorchen Fußballmannliegen müssen, daschaft« gespielt hat,
2011
mit Menschen mit
haben die Baugeistiger Behindemann-Zwillinge unrung in den organiterschiedliche Wege
sierten Sport in
eingeschlagen.
Deutschland
mitChristoph
Baumeingeschlossen werann arbeitet seit
Jahre den könnten.
1996 im deutschen
Christoph BaumAusland, sprich: in
Bayern. Als Bewe0 Jahre KGH - viele ann ist verheiratet
gungs- und SportEhemalige leben heute und Vater eines
herapeut behandelt anderswo. Einige, die es in fünfjährigen Soher in Landshut an die weite Welt verschlagen nes. Ein glühender
dem
der Klinik für Kin- hat, stellt das WESTFALEN- Fußballfan,
der- und Jugend- BLATT in einer Serie zum unter anderem ein
Spiel mit einem Riepsychiatrie, Psycho- Jubiläum vor.
senball am KGH im
therapie und PsyGedächtnis geblieben ist. Statt
chosomatik Drei- bis 18-Jährige
offizieller Zeugnisübergabe, bei
und unterstützt sie in ihrer Perder sein Jahrgang nicht mitgesönlichkeitsentwicklung.
spielt habe, hätten »einige fittere
Christoph Baumann hat in BieleLehrer« mit ans Leder getreten,
feld und Rom Diplom-Sportwiserinnert sich der Wahl-Bayer auch
senschaft mit dem Schwerpunkt
an prima Abifeten und einige
Prävention und Rehabilitation stuschöne Freundschaften.
diert. Zuvor hatte er als Erzieher
»Da ist es noch übersichtlich. Ein
großer Vorteil.«
Seinen Beruf sieht er darin, die
Vielzahl unterschiedlicher Religionen wertungsfrei darzustellen und
zu analysieren. Andere kulturelle
Sozialbereiche zu hinterfragen,
europäische Begriffe und Anschauuungen nicht als die einzige
Norm zu sehen und Weltbilder und
Perspektiven zu überprüfen – darin liegt für ihn der Gewinn der
Religionswissenschaft für die Gesellschaft. Martin Baumann geht
Einen anderen Weg als sein
Zwillingsbruder hat Dr. Christoph
Baumann eingeschlagen. Er ist
Sporttherapeut in Landshut.
Kein Rittmeisterton
Eine ganz andere kulturelle Sozialisation hat er schon in der
Schweiz beobachtet, wo er mit
Ehefrau, 16-jährigem Sohn und
Neufundländerhündin
lebt.
»Schon E-Mails schreibt man hier
besser im Konjunktiv und nicht in
deutschem Rittmeisterton. Das
kommt nicht gut an«, hat er
festgestellt. Sorge macht ihm in
dem Land, in dem Hierarchien
wenig gefragt sind, allerdings der
zunehmende Patriotismus unter
Schweizern. Dr. Baumann: »Ausländer sind hier traditionell ein
Thema für starke Politisierung und
Ausgrenzungen.«
Auch das ist Anknüpfungspunkt
zwischen seinen privaten und beruflichen Interessen. Um die sozialen Aktivitäten muslimischer Jugendgruppen in der Schweizer
Gesellschaft dreht sich derzeit ein
Forschungsprojekt. Konkret geht
es um die Frage, ob Religion ein
Faktor für Sozialengagement und
Integration ist.
50
5
Fit wie die Bundeskanzlerin
Chefarzt-Vortrag: Nach arthroskopischer OP sind Patienten schnell wieder auf den Beinen
Von Klaus-Peter S c h i l l i g
H a l l e (WB). Noch vor 30
Jahren waren vier Wochen
Krankenhaus und Gipsverband
die Regel. Wer sich heute am
Meniskus operieren lässt, kann
mitunter schon zwei Wochen
später wieder Fußball spielen.
Die Arthroskopie macht es
möglich. Chefarzt Dr. Michael
Thiemann hat vor fast 100
Zuhörern erläutert, wie eine
solche Kniespiegelung abläuft.
Bundeskanzlerin Angela Merkel
ist das jüngste Beispiel, wie schnell
nach einem arthroskopischen Eingriff das Knie wieder belastbar ist.
Wenige Tage später nur spazierte
Merkel schon wieder über die
Hannover-Messe. Durchtrainierte
Fußballer legen kaum eine Trainingspause ein. Wann das operierte Knie wieder belastbar ist, das
regelt der Schmerz, sagt Dr. Thiemann seinen Zuhörern. Aber er
gibt kein Versprechen ab, dass alle
Fälle so schnell ablaufen und alle
Beschwerden verschwinden. Denn
ein Meniskusschaden – um bei
diesem Beispiel zu bleiben –
kommt selten allein. Oft ist auch
der Knorpel im Gelenk geschädigt,
hat sich Arthrose gebildet. Das
kann zwar geglättet werden, aber:
»Rückgängig machen kann man
Arthrose nicht«, stellt der Chefarzt
der Haller Unfall-Chirurgie klar.
Dr. Thiemanns Vortrag ist mittlerweile der siebte in der Reihe
»Bürger fragen – Ärzte antworten«
im Klinikum Halle. Gerade das
Thema Kniespiegelung hat wieder
viele Interessierte angesprochen.
Unter ihnen auch Erni Upmann
aus Borgholzhausen, die ihren
Eingriff schon hinter sich hat und
das »Kunsthandwerk« des Haller
Chefarztes in den höchsten Tönen
lobt. Auch der ehemalige Chefarzt
Dr. Hermann Mußgnug ist unter
den Zuhörern. In seinen letzten
Jahren am Haller Krankenhaus
wurde die Arthroskopie gerade
erst salonfähig.
Statt großer Schnitte ermöglicht
sie es, mit kleinen Wunden auszukommen, so die Belastung für das
Gelenk und das Gewebe auf ein
Minimum zu beschränken. Der
Chirurg hat dabei vor allem zwei
Instrumente im Einsatz. Das eigentliche Arthroskop, etwa vier bis
fünf Millimeter stark, ist mit einem
kleinen Scheinwerfer und einem
Kamera-Objektiv ausgestattet. Damit kann der Operateur das Innere
des Gelenkes bis in den letzten
Winkel inspizieren. Durch einen
zweiten kleinen Schnitt wird das
eigentliche Operations-Instrument
eingeführt, mit dem entdeckte Ver-
bewegen kann«, erklärt Dr. Thiemann seinen Zuhörern. Denn
schon ein unbeabsichtigtes Zucken
bei einer Lokalbetäubung könnte
erheblichen Schaden anrichten.
Meist kann der Patient abends
wieder nach Hause.
Diese Filigranarbeit ist vor allem
in den kleineren Gelenken gefragt.
Inzwischen nämlich wagen sich
die Spezialisten – mit entsprechend kleineren Instrumenten –
sogar an Fingergelenke. Schulter,
Ellenbogen oder Hüfte sind bereits
Standard. Sinnvoll sei eine Arthroskopie, sagt der Haller Chefarzt
und Knie-Spezialist, auch als VorUntersuchung zu
einer
prothetischen
Versorgung, also einem
künstlichen Knieoder Hüftgelenk.
Die werden vor
allem eingesetzt,
wenn Arthrose so
weit fortgeschritten ist, dass die
Schmerzen kaum
noch zu ertragen
sind. Durch Glätten des Knorpels
können
die
Schmerzen gelindert und die Operation noch etwas
Dr. Michael Thiemann zeigt in seinem Vortrag auch herausgezögert
das Modell eines Kniegelenkes.
Foto: Schillig werden.
letzungen, Abrisse oder freie Gelenkkörper behandelt und entfernt
werden können. Zange, Haken
oder Fräse, alles natürlich im
Miniformat, kommen durch ein
langes Röhrchen zum Einsatz. Bei
Bedarf legt der Chirurg noch einen
dritten Zugang. »Ganz wichtig ist
es, das Gelenk blutfrei zu halten.
Schon ein Tropfen Blut vor der
Linse kann die Sicht total trüben«,
sagt Dr. Thiemann,
Weil die Arbeit im Gelenk vom
Chirurgen filigrane Technik verlangt, wird der Patient in den
meisten Fällen in Vollnarkose versetzt. »Damit er das Knie nicht
Kleines Bad
beschlossen
Einstimmiges Votum
Halle (SKü). Die Würfel sind
gefallen: Einstimmig hat der Stadtrat gestern das Ende für das
Lindenbad in alter Form besiegelt
und zugleich den Neubau eines
Gartenhallenbades am bisherigen
Standort beschlossen. 5,2 Millionen Euro soll dieses Bad kosten,
dessen südliche Außenfront im
Sommer zum Garten hin geöffnet
werden kann. Ausgestattet werden
soll das Bad mit vier Bahnen, einer
Sprunganlage mit Drei-MeterTurm, einem Lehrschwimmbecken
mit hydraulisch verstellbarem Boden sowie einem Kleinkinderbereich. Die SPD setzte sich für den
Bau einer fünften Bahn ein, blieb
damit aber im Stadtrat alleine.
Den übrigen Fraktionen waren
330 000 Euro Investitionskosten
sowie 65 000 Euro jährliche Folgekosten ein zu hoher Preis für eine
fünfte Bahn. Schließlich habe man
sich vorgenommen, das bisherige
Defizit von zuletzt rund 1,9 Millionen Euro in etwa zu halbieren.
Bis das alte Lindenbad letztlich
abgerissen wird, werden noch
viele Monate ins Land gehen.
Denn zunächst soll ein Architektenwettbewerb durchgeführt werden, dann muss der Bau beraten
und genehmigt und schließlich
ausgeschrieben werden. Geldwertkarten könnten also noch sehr
lange genutzt werden, hieß es.
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