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Der Wadenkrampf, wie er entsteht - Wiebke Rehm

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Wadenkrämpfe
Kennen tut ihn fast jeder, den Wadenkrampf. Er entsteht, wenn sich
einzelne Muskelgruppen ganz plötzlich zusammenziehen, ohne sich wieder
zu entspannen. In den eisten Fällen sind die Wadenkrämpfe harmlos,
manchmal aber auch Warnhinweise auf eine ernstzunehmende Krankheit.
Am häufigsten betrifft der Wadenkrampf, bei dem sich die Wadenmuskeln
schmerzhaft verhärten, Sportler, Schwangere und Senioren, Frauen öfter
als Männer. Meist tritt er einseitig auf und kann bis in den Fuß wandern, so
dass sich auch die Zehen krallenartig zusammenziehen. Das kann
durchaus einige Zeit andauern. In der Fachsprache nennt man dies eine
„tonische Muskelkontraktion“. Warum so ein Krampf ausgerechnet in der
Wade passiert und warum sich der Muskel nicht gleich wieder entspannt,
konnte bisher nicht eindeutig geklärt werden.
Besonders unangenehm ist der nächtliche Wadenkrampf, der häufig in den
frühen Morgenstunden auftritt. Als wichtigste akut Maßnahme sollte die
Muskulatur gedehnt werden. Warten sie nicht, bis der Krampf abklingt
sondern beenden sie ihn aktiv. Dazu ziehen sie ihre Zehen in Richtung
ihres Schienbeines. Auch einfaches Umherlaufen verbunden mit einem
festen Auftreten am Boden kann Linderung verschaffen. Hat sich der
Wadenkrampf gelöst, massieren sie die Muskulatur leicht.
Man unterscheidet 3 Arten von Wadenkrämpfen:


Der seltene Wadenkrampf ohne erkennbare Ursache
Wadenkrämpfe als Folge von Mangelerscheinungen
(Magnesiummangel)
 Wadenkrämpfe als ein Symptom oder sogar Warnzeichen von unter
Umständen einer vorliegenden Erkrankung.
( Durchblutungsstörungen, Stoffwechselstörungen und Diabetes oder
Niereninsuffizienz).
Magnesiummangel fördert die Krampfneigung. Die Wadenkrämpfe treten
auf infolge von Flüssigkeits- und Mineralstoffverlust auf. Die Muskeln sind
deutlich leichter erregbar und es kommt zu einem spontanen
Dauerkrampf. Dies ist ein Grund dafür, dass man im Sommer leichter
einen Wadenkrampf bekommt. Durch das Schwitzen werden vermehrt
Wasser und Mineralstoffe ausgeschieden. Auch kaltes Wasser, z.B. beim
Schwimmen oder Tauchen kann für einen Wadenkrampf verantwortlich
sein. Ein Magnesiummangel in der Muskelzelle kann auch dann bestehen,
wenn der Magnesiumgehalt im Blut normal ist. Neben übermäßiges
Schwitzen können Erbrechen, Durchfall, massive psychische und physische
Belastungen oder eine Schwangerschaft die Ursache sein. Auch die
Einnahme bestimmter Medikamente begünstigt einen Flüssigkeits- und
Mineralstoffverlust. Eine einseitige Ernährung, extreme Diäten, langes
Fasten und eine zu geringe Trinkmenge kommen ebenfalls für einen
Wadenkrampf in Frage.
Nicht zuletzt muss man auch eine generelle Übersäuerung als Ursache für
ein häufiges Auftreten von Wadenkrämpfen in Betracht ziehen. Entsäuernd
wirken basenbildende Nahrungsmittel wie zum Beispiel die meisten
Gemüsesorten, vor allem Kartoffeln. Mit Basenpulvern wie Basica oder
Bullrich vital können Sie die Wirkung der basenreichen Ernährung
unterstützen. Sorgen sie in jeden Fall für eine ausreichende tägliche
Wasserzufuhr ca. 1.5 – 2 Liter. Besonders viel Magnesium enthalten
Vollkornprodukte, Haferflocken, Nüsse, die meisten Gemüsesorten (grünes
Gemüse). Zum Ausgleich eines ausgeprägten Magnesiummangels eignen
sich Magnesiumtabletten. Bei schweren Nierenfunktionsstörungen ist
allerdings Vorsicht geboten. Hier wäre ein ärztlicher Termin zur Absprache
einer gezielten Behandlung anzuraten.
Regelmäßiger Sport zur Kräftigung und Durchblutungssteigerung der
Muskulatur trägt ebenfalls zur Vorbeugung bei. Zu empfehlen sind ein
moderates Sportprogramm. Joggen, Walken, Schwimmen, Radfahren und
auch Formen des Entspannungstrainings leisten ihren Beitrag zur
Minimierung von Wadenkrämpfen.
Fußgymnastik und Massagen sind ebenfalls hilfreich. Eine Dehnungsübung
für die Waden kann man fast überall problemlos durchführen.
Stellen sie sich im Abstand von einer Armlänge mit dem Gesicht
zur Wand und stützen sie sich mit ausgestreckten Armen ab. Die
Arme werden langsam gebeugt, die Knie bleiben gestreckt. Zu
spüren ist ein Ziehen in den Waden. Halten sie diese Dehnung 60
Sekunden und wiederholen sie 2 mal hintereinander.
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Gesundheitswesen
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