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395 Die verschiedensten Steinobstsorten, wie Mandeln, Aprikosen

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Pflanzenkrankheiten.
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Die verschiedensten Steinobstsorten, wie Mandeln, Aprikosen, Kirschen,
Pfirsiche und Pflaumen werden von einer Viruskrankheit heimgesucht, die
sich im Fleckigwerden der Blätter und im Verkümmern der Früchte äußert.
Die Stärke des Befalles ist recht verschieden, je nach der Sorte und dem Jahre.
Verf. führt Berichte aus den verschiedenen Ländern Europas, Nordamerikas,
Australiens und Südamerikas an. Es wird dann eine Einzelbeschreibung der
Erkrankung bei Aprikose, Kirsche, Pfirsich und Pflaume gegeben. Die In­
fektion durch Okulieren wirkte sich durchschnittlich nach 9—10 Monaten
aus. Das Virus konnte übertragen werden von Aprikose auf Pflaume, Kirsche
auf Pflaume, Kirsche auf Pfirsich, Pfirsich auf Pfirsich, Pflaume auf Pfirsich
und Pfirsich auf Pflaume. Keine Infektion wurde erzielt von Pflaume
auf Aprikose, trotzdem das Umgekehrte ohne weiteres möglich ist. Wahr­
scheinlich handelt es sich um 2 Virusarten. Eine Ausbreitung der Erkrankung
durch die Schildlaus Lecanium corni fand nicht statt, jedoch scheint die
Blattlaus Anuraphis Padi eine Überträgerin zu sein. Zur Bekämpfung der
Mosaikerkrankung wird empfohlen: Das Vernichten der stärker erkrankten
Bäume, die nur noch schlechte Ernten bringen, Bekämpfung der Blattläuse
Und
die Anzucht immuner Sorten.
Küthe
(Landsberg a. d. W.J.
Christoff, A., Mosaikfleckigkeit, Chlorose und Stippenfleckigkeit bei Äpfeln,
Birnen und Quitten. Phytopath. Ztschr. 1935. 8, 285—296; 12 Textabb.
Verf. konnte durch Infektionsversuche nachweisen, daß die Stippigkeit
der Früchte mit der Chlorose der Blätter zusammenhängt. Werden nämlich
Apfel- und Zwetschenwildlinge mit dem Saft stippiger Apfelfrüchte infiziert,
so bekommen sie mosaikkranke Blätter. Dies wurde mit Apfel, Birne und
Quitte durchgeführt. Da die Erkrankung der Birne und Quitte auch auf
Apfelwildlinge übertragbar ist, wird angenommen, daß es sich bei Apfel,
Birne und Quitte um dasselbe Virus handelt. Küthe
(Landsberg a. d. w.j.
Shapovalov, M., und Dufrenoy, J., Cytologische Beobachtungen an einer
Viruskrankheit vom Typus „Streak" oder „Strichel". Phytopath. Ztschr.
1935. 8, 297—301; 8 Textabb.
Verf. zeigt an Hand von zytologischen Untersuchungen an Mcotiana
tabacum und Nicotiana glutinosa, daß sich das „Tabakmosaik Virus Nr. 1
von J o h n s o n " nicht verändert, wenn es in Verbindung mit dem „Virus X ,
dem latenten Kartoffelmosaik" in Tomaten gebracht wird und dort die
Erscheinung des „Kombinationsstricheis" hervorruft.
Küthe
(Landsberg a. d. W.J.
Quanjer, H . M., und Gäumann, E., Versuche über den Einfluß des Klimas
auf den Gesundheitszustand der Kartoffelpflanze.
Phytopath. Ztschr.
1935. 8, 307—321; 6 Abb.
Der Einfluß der Höhenlage auf die Mosaikkrankheit der Kartoffel
sollte untersucht werden. Gewählt wurden Anbaugebiete in 450 und 1680 m
ü. M. Die Versuche liefen 1932/33. Eine Gesundung der Pflanzen bei 1680 m
findet nicht statt; die Krankheit wird durch die Knollen fortgepflanzt. Neu­
infektionen sind möglich, doch breiten diese sich wesentlich langsamer im
Höhenklima aus als im Tale. Zur weiteren Klärung des Einflusses des Höhen­
klimas müßten die Untersuchungen mehrere Jahre mit verschiedenen Vira
durchgeführt werden.
Küthe
(Landsberg a. d. W.J.
Kaho, H., Zur Physiologie der Kartoffel. II. Ein Beitrag zur Diagnose
abbaukranker Knollen. Phytopath. Ztschr. 1935. 8, 323—335.
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Gesundheitswesen
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