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Die „klimatischen Verhältnisse“ des Jahres 2008 Wie war das

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Presseinformation
der Sparkasse Neumarkt-Parsberg
vom 25.03.2009
Die Sparkasse im Jahr 2008
„stabil wie ein Baum“
Die „klimatischen Verhältnisse“ des Jahres 2008
Was sich in den vergangenen zwei Jahren an den weltweiten Finanzmärkten und in der
Kreditwirtschaft ereignet hat ist ohne Vorbild. Das Bankensystem wurde 2008 auf eine
harte Bewährungsprobe gestellt. Regierungen, Ratingagenturen und Wirtschaftsprüfer
haben kollektiv versagt. Dieses Jahr wird in keiner guten Erinnerung bleiben.
„Unsere Sparkasse ist zwar auch ein Teil des Bankensystems – aber ein gesunder.
Auch wir haben einige Blessuren davongetragen.
„Ohne Staub kommt niemand aus der Mühle“,
so das Statement des Vorstandsvorsitzenden Karl Novotny. Als bekannt „vorsichtiger
Kaufmann“ hat die Sparkasse diese Herausforderung gut bestanden. „Wir haben nach wie
vor eine stabile Ertragssituation. Wir haben mit unseren Spenden wieder viel Gutes tun
können. Wir haben wie immer Steuern bezahlt und einen Überschuss erwirtschaftet.“
„Lassen Sie mich die Sparkasse mit einem Baum vergleichen.
Sie ist fest im Landkreis verwurzelt,
verfügt über einen starken, kräftigen Stamm
und trägt trotz vieler Stürme und Unwetter stets reichlich Früchte“
– so der bildliche Vergleich von Karl Novotny.
Wie war das „Wetter“ in 2008?
Nach kräftigem Auftakt in die Rezession
Das vergangene Jahr erlebte zu Beginn einen kräftigen volkswirtschaftlichen Auftakt. Im
ersten Quartal wuchs die deutsche Wirtschaft noch ausgesprochen dynamisch. Ab dem
Frühjahr waren jedoch Bremsspuren nicht mehr zu übersehen. Gemäß der offiziellen
Definition befindet sich Deutschland seit Sommer 2008 in einer Rezession.
Die Folgen der Lehman-Pleite erwiesen sich weit größer als erwartet und es kam zu einem
weltweiten Dominoeffekt. Der Interbankenmarkt brach völlig zusammen. Die Refinanzierungskosten der sich vorwiegend am Kapitalmarkt refinanzierenden US-Investmentbanken
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explodierten. Die Panik erfasste alle Kreditinstitute in den USA, in Europa und vielen
Schwellenländern.
Rettungsschirme für den Finanzsektor
Liquidität und Vertrauen in den Finanzsektor drohten völlig zusammenzubrechen. In den
betroffenen Industrieländern sahen sich die Regierungen gezwungen, Stützungspakete und
Rettungsschirme einzurichten. So wurde auch in Deutschland ein Sonderfonds Finanzmarktstabilisierung“ (SoFFin) eingerichtet, der Garantien für Bankverbindlichkeiten ausstellen, Risiken von abschreibungsgefährdeten Vermögensgegenständen übernehmen und
Eigenkapital bereitstellen kann. Frisches Eigenkapital war für viele Banken am internationalen Kapitalmarkt im Herbst 2008 praktisch nicht mehr zu erhalten. Kredite unter Banken kamen zum erliegen. Nach zögerlichem Start haben bis zum Jahreswechsel 2008/
2009 auch deutsche Institute Anträge bei der SoFFin gestellt.
Nach diesem kurzen „Blick über den Tellerrand“ komme ich
zur Bilanz der Sparkasse Neumarkt-Parsberg
für das abgelaufene Geschäftsjahr.
Trotz vorgenannter Stürme und Unwetter haben „starke Wurzeln“ dafür gesorgt,
dass der „Baum“ Sparkasse nach wie vor aufrecht steht.
Wie steht es um die „Wurzeln“ ?
Stabiles Geschäftsmodell
Die Sparkasse verfügt seit jeher über ein stabiles Geschäftsmodell, das die Versorgung
aller Bevölkerungsgruppen und der mittelständischen Wirtschaft mit kreditwirtschaftlichen
Leistungen zum Ziel hat. Sparkassen gehören zu den wenigen Instituten, die in diesen
schwierigen Zeiten einen Gewinn ausweisen können. Sparkassen können sich auf ein
deutlich gestiegenes Kundenvertrauen stützen, wie aktuelle Umfrageergebnisse zeigen.
Das Eigenkapital ist dabei die Basis für die Finanzkraft eines jeden Unternehmens. Die
„Pfahlwurzel“ der Sparkasse ist ihr hohes Eigenkapital. Es hat sich im vergangenen Jahr
um 2,8 Mio. Euro auf nunmehr 127 Mio. Euro erhöht. Damit bleibt sie weiterhin eines der
eigenkapitalstärksten Unternehmen im Landkreis.
Fest in der Region verankert
„Unsere Sparkasse ist eine wirkliche „Direktbank“, denn sie ist da, wo ihre Kunden
leben und sie investiert nach wie vor in ihre Standorte“ - wird vom Vorstand nachdrücklich
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festgestellt. Das weit verzweigte Filialnetz der Sparkasse, mit den motivierten Mitarbeitern
vor Ort, bildet das unmittelbare „Wurzelgeflecht“ in der Region.
SB-Filiale zusammen mit der Raiffeisenbank
Etwas Neues im Bereich Bankfilialen wurde im August in Seligenporten in die Tat umgesetzt. Um die Versorgung mit Bankdienstleistungen auch langfristig flächendeckend zu gewährleisten, haben sich die Sparkasse Neumarkt-Parsberg und die Raiffeisenbank Neumarkt dazu entschlossen, gemeinsam eine Selbstbedienungs-Filiale zu betreiben.
Umbaumaßnahmen in Breitenbrunn
2008 wurde die Sparkassenfiliale in Breitenbrunn neu „eingekleidet“. Das neue „Kleid“
war dringend notwendig, da die alten Räumlichkeiten nicht mehr zeitgemäß waren.
Neues Gebäude für Sengenthal
„Im letzten Jahr wollten wir nochmals einen Anlauf mit einer personell besetzten Filiale
in Sengenthal starten“ – erläuterte Karl Novotny.
„Die Nähe zu unseren Kunden ist eines unserer Markenzeichen.
Damit auch die Bürger von Sengenthal und Umgebung eine bankmäßige Vollversorgung mit
persönlicher Beratung direkt vor Ort nutzen können, entstand eine neue Filiale.“ Mit dieser
Investition unterstreicht die Sparkasse die Präsenz in der Gemeinde Sengenthal und das
Engagement für die regionale Entwicklung.
Der „Stamm“ ist stark und kräftig!
Trotz Finanzkrise ein zuverlässiger Partner
Sparkassen stehen in der Finanzkrise vergleichsweise gut da. Sparkassen haben als zentraler Stabilitätsanker des deutschen Bankensystems erneut Bestätigung erfahren.
Eine deutliche Mehrheit der Bevölkerung glaubt, dass ihr Geld vor allem in der Krise bei den
Sparkassen sicher angelegt ist. Damit führen Sparkassen mit weitem Abstand vor allen
Wettbewerbern. Fast die Hälfte aller Bürger ist sogar davon überzeugt, dass die öffentlich-rechtliche Stellung der Sparkassen noch wichtiger geworden ist.
„Stärken und Schwächen werden in Krisenzeiten besonders deutlich: Wer noch vor
einem Jahr das „Modell Sparkasse“ belächelt hat und es am liebsten abgeschafft hätte, dem
ist schmerzlich bewusst geworden, dass unsere nachhaltige Geschäftspolitik keineswegs
altmodisch ist.
Sie beruht auf Partnerschaft, Vertrauen und Sicherheit. Wir bleiben im Lande und
kümmern uns persönlich um unsere Kunden. Wir wollen sie auch nicht verkaufen. Um
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seine Einlagen muss sich bei uns niemand Sorgen machen. Persönlich, berechenbar und
am Wohlergehen unserer Region interessiert“ - so das zukunftsweisende Statement der
Sparkassen-Vorstände.
Über 71.000 Kunden dokumentieren durch ihre Treue zur Sparkasse, dass sie ihrem
Institut vertrauen und die Regionalität und ihre persönlichen Ansprechpartner schätzen.
Qualifizierte Mitarbeiter als höchstes Gut
„Wenn wir von den Erfolgen berichten, so ist dies in erster Linie unseren 566 motivierten
und engagierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zu verdanken“ - so die SparkassenVorstände.
„Mit hohem Leistungswillen, persönlicher Kompetenz sowie ausgeprägter Verantwortung für
Kunden und Region, bilden sie quasi die „schützende Rinde“ unseres Baumes.“
Auch im vergangenen Jahr hat die Sparkasse wieder 18 jungen Menschen aus der Region die Möglichkeit geboten, einen interessanten Ausbildungsberuf zu erlernen. Damit
werden insgesamt 45 Auszubildende beschäftigt. „Personalentwicklung hat auch in Zukunft einen hohen Stellenwert“ - versichern die Direktoren. Vor allem im Bereich der Führungskräfte-Entwicklung soll in den nächsten Jahren ein Schwerpunkt gesetzt werden.
Die „Ernte“
Nicht mehr sinnvolle, langfristige Bankenrefinanzierungen wurden auf ein durchschnittliches
Maß zurückgeführt und fällige Großeinlagen institutioneller Kunden nicht mehr verlängert.
Dies führte zu einer leichten Verkürzung der Bilanzsumme Jedoch ist nicht die Größe
eines Instituts der Maßstab für Erfolg, sondern das, was man daraus macht.
Die Geschäftszahlen im Überblick
Geldvermögen
Kreditvolumen
Eigenkapital
Bilanzgewinn
1,92 Mrd. Euro
1,04 Mrd. Euro
127 Mio. Euro
2,8 Mio. Euro
Geldvermögensbildung durch Wertpapiere geprägt
Das der Sparkasse anvertraute Geldvermögen (Einlagen + Wertpapiere) verzeichnete im
letzten Jahr einen deutlichen Zuwachs um 58 Mio. Euro oder 3,1 % und liegt in der
Summe bei nunmehr 1,92 Mrd. Euro.
Das Volumen an bilanziellen Kundeneinlagen beträgt 1,47 Mrd. Euro und hat sich in etwa
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auf Vorjahresniveau stabilisiert. Eine inverse Zinsentwicklung an den Kapitalmärkten
führte bei unseren Kunden zu einem Umschichtungsprozess aus längerfristigen Anlagen hin
zu kurzfristigen Termineinlagen.
Wachstumstreiber war im vergangenen Jahr erneut das Wertpapiergeschäft.
Die Zuwächse im Wertpapiersparen haben sich sehr positiv entwickelt. Dabei sind beachtliche Beträge aus der Bilanz heraus in außerbilanzielle Fondsanlagen übertragen worden. Stark gefragt waren steueroptimierte Rentenfonds und offene Immobilienfonds. Wegen
der Einführung der Abgeltungsteuer 2009 stieg die Nachfrage nach Aktien kräftig. Investiert wurde in Standardtitel mit hoher Dividendenrendite und niedriger Bewertung.
Aus Sicht der Aktien war das Jahr 2008 jedoch eines der schlechtesten in der Geschichte. DAX und Dow Jones verloren über 40 %.
Die Wertpapierersparnis liegt in der Summe bei fast 45 Mio. Euro. Dies bedeutet einen
Anstieg um 15 %. Rang 8 unter den 75 bayerischen Sparkassen unterstreicht die Wertpapierkompetenz unserer Mitarbeiter mehr als deutlich.
DekaBank erhält 5 Sterne
Für den Verbundpartner der Sparkasse im Fondsgeschäft, die DekaBank, fing das neue
Jahr erfreulich an. Das renommierte Wirtschaftsmagazin „Capital“ zeichnete sie am 21.
Januar 2009 mit der Höchstnote von 5 Sternen als „TOP-Fondsgesellschaft“ aus. Ausschlaggebend für diese hervorragende Bewertung sind eine entsprechende Fondsqualität,
eine umfassende Produktpalette sowie Management und Service.
Hoher Beratungsbedarf zur Abgeltungsteuer
Die neue Abgeltungsteuer ab 1.1.2009 brachte große Herausforderungen für Berater und
Kunden. Dieses Thema war bei vielen Kunden nicht ins Bewusstsein gerückt bzw. „verdrängt“ worden. Ende des Jahres 2008 setzte dann aber ein „Run“ auf die Berater ein.
„Auch hier haben wir es uns zur Aufgabe gemacht, Aufklärungsarbeit zu leisten“ - so die
Sparkassen-Vorstände. In vielen persönlichen Gesprächen wurden die Kunden darüber
beraten, wie sie ihre Geldanlagen am besten gestalten sollten, damit sie auch in Zukunft
möglichst viele steuerfreie Erträge aus Kapitalvermögen erzielen können.
Kreditgeschäft von Unternehmen bestimmt
Die Nachfrage nach Krediten war im vergangenen Jahr eher verhalten. Planmäßige
Tilgungen und Neuzusagen hielten sich in etwa die Waage.
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Per Saldo führte dies zu relativ wenig Bewegung in den Gesamtbeständen.
Insgesamt konnten 153 Mio. Euro an neuen Krediten zur Verfügung gestellt werden.
In der Summe betrug das Kreditvolumen zum Jahresende 1,04 Mrd. Euro.
Im Vergleich zum Vorjahr war im Kreditgeschäft mit privaten Kunden eine Belebung festzustellen. Die Darlehenszusagen sind um 18,8 % auf 68,2 Mio. Euro gestiegen.
Im gewerblichen Kreditgeschäft war eine rückläufige Nachfrage zu verzeichnen. „Die Unternehmen konnten aufgrund ihrer guten Ertragslage eine hohe Selbstfinanzierung darstellen“ – lobten die Vorstände. Zudem wurden geplante (Erweiterungs-)Investitionen aufgrund
der sich abschwächenden Wirtschaftsentwicklung verschoben.
Entgegen diesem Trend konnte erfreulicherweise das Leasinggeschäft gesteigert werden.
Das Volumen stieg um 19% .
Viele Geschäftsbanken haben sich aus der Unternehmensfinanzierung zurückgezogen.
Die Sparkasse leistet mit ihren Darlehen nach wie vor einen wichtigen Beitrag zur
Sicherung von Arbeitsplätzen und zur Stärkung der regionalen Wirtschaft.
„Von einer Kreditklemme für Handel, Handwerk und Mittelstand
kann bei uns keine Rede sein“,
so Vorstandsvorsitzender Karl Novotny.
„Die Ertragskraft, die Risikolage und Eigenkapitalstärke erlauben es uns, weiterhin alle
vertretbaren Kreditwünsche zu erfüllen. Wir wären theoretisch in der Lage, unser Kreditvolumen zu verdoppeln, soweit entsprechender Bedarf vorhanden ist.“
Erfolgreiches Versicherungsgeschäft
Das Versicherungsgeschäft der Sparkasse hat sich im vergangenen Jahr wieder sehr positiv entwickelt. „Besonders erfolgreich waren wir in den Sparten Kraftfahrzeugversicherung
und betriebliche Altersvorsorge“ – so die Vorstände. Insgesamt nimmt die Sparkasse im
Bayernvergleich den 13. Platz unter 75 Sparkassen ein.
Im Lebensversicherungsgeschäft belegt sie sogar einen sehr guten 5. Platz. Insgesamt
wurden im letzten Jahr über 1.000 Lebensversicherungen mit einer Beitragssumme von
mehr als 20 Mio. Euro an die Sparkassenkunden vermittelt. Ein wichtiger Beitrag für die
Altersvorsorge der Kunden.
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Beteiligung an BayernLB
Unsere Sparkasse ist neben allen anderen bayerischen Sparkassen und dem Freistaat mit
1,04 % Anteil an der Bayerischen Landesbank beteiligt.
Als international tätiges Kreditinstitut ist auch die Bayerische Landesbank von den Verwerfungen an den Finanzmärkten betroffen. Im Zuge der bisher bekannten Belastungen hat
diese Beteiligung deutlich an Wert verloren. Wir sahen uns veranlasst, einen Betrag von
rd. 6,3 Mio. Euro abzuschreiben. Als weitere mittelbare Auswirkung der Finanzmarktkrise
fielen auch erwartete Beteiligungserträge von rund 1,1 Mio. Euro aus.
„Dieses Schicksal teilen wir mit allen bayerischen Sparkassen“ – so das Resümee der
Vorstände. „Diese Entwicklung ist höchst unerfreulich, aber in Anbetracht der
weitreichenden Verwerfungen in der nationalen und internationalen Kreditwirtschaft ein
vergleichsweise noch erträgliches Opfer.“
Das tut zwar weh, aber es wirft uns nicht um.
Früchte kommen Bürgern zugute.
Trotz negativer „Umwelteinflüsse“
hat der „Sparkassenbaum“ Früchte hervorgebracht.
Eine noch nie dagewesene Finanzmarktkrise hat auch in Neumarkt ihre Spuren
hinterlassen. Die üblichen Abwertungen auf den eigenen Wertpapierbestand konnten
gegenüber dem Vorjahr um über 60 % reduziert werden und stellen damit eine vergleichsweise geringe Belastung dar. Dies stellt unter Beweis, dass die Sparkasse weder in
„Schrottanleihen“ noch in andere riskante Finanzprodukte investiert hat.
„Wir sind da sauber“ – so der Vorstand der Sparkasse.
„Überschaubare Risiken aus den Krediten an mittelständische Unternehmen der Region
sind uns lieber als Risiken aus nicht überschaubaren Wertpapiergeschäften“ – so der
Vorstandsvorsitzende.
Eine komplette EDV-Umstellung hat die Sparkassenmitarbeiter im vergangenen Jahr in
ganz besonderem Maße betroffen. Neben den persönlichen Herausforderungen hat diese
zukunftsweisende Maßnahme auch Sonderkosten in Höhe von rd. 1,4 Mio. Euro nach
sich gezogen.
Der Bilanzgewinn erreichte mit rd. 2,8 Mio. Euro dennoch gut die Hälfte des Vorjahres.
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Alle besonderen Belastungen konnten aus eigener Kraft gestemmt werden. Stille Reserven mussten nicht gehoben werden.
Mit dem erzielten Gesamtergebnis sind die Vorstände
vor dem Hintergrund der vielfältigsten negativen Einflüsse zufrieden.
Ernte bedeutet auch, dass man die Erfolge und Früchte mit anderen teilen kann.
„Dies praktiziert die Sparkasse alljährlich“ – so Direktor Novotny.
Die Sparkasse zählt nach wie vor zu den großen Steuerzahlern im Landkreis. Im vergangenen Jahr wurden Steuern in Höhe von über 2,3 Mio. Euro bezahlt. Fast die Hälfte, rd. 1,1
Mio. Euro, sind als Gewerbesteuer in unserer Region verblieben. Auch in den nächsten
Jahren dürften ähnliche Summen in die öffentlichen Kassen fließen.
Darüber hinaus übernimmt die Sparkasse Verantwortung in den Bereichen Kultur, Soziales, Gesundheit, Bildung und Sport. Sie trägt damit spürbar zur Erhöhung der Lebensqualität in unserer Heimat bei. Das ist und bleibt ein unverrückbarer Bestandteil der Unternehmensphilosophie. Im letzten Jahr konnten über 860.000,-- Euro in Form von Spenden
und Sponsoring-Geldern für Vereine, Organisationen, Verbände und besondere Veranstaltungen im Landkreis zur Verfügung gestellt werden. „Unsere Stärke soll auch weiterhin der Region zugute kommen.
Ich kenne nach wie vor niemanden im Landkreis, der jährlich so tief in die Tasche
greift wie wir“, so das Statement von Karl Novotny.
Gute Pflege gewährleistet gute Ernten!
Jeder Gartenliebhaber weiß, wie wichtig es ist, Pflanzen zu hegen und zu pflegen, damit ein
langes Gedeihen gesichert ist. Manchmal ist ein Rückschnitt hilfreich, damit sich Neues entfalten kann..„Dies gilt auch für die Weiterentwicklung einer Sparkasse. Wir sind einem ständigen Veränderungsprozess unterworfen und müssen uns diesem stellen.
„Alte Zöpfe“ abschneiden, sich an geänderte Bedürfnisse anpassen und neue Geschäftsbereiche erschließen“ gehört auch bei uns zum „Pflegeplan“ – so die Vorstände.
„EnergieSparkasse“ – ein alternativloses Zukunftsthema
Die Sparkasse wird sich künftig als „EnergieSparkasse“ neu positionieren. War früher die
Frage der Energienutzung von nachrangiger Bedeutung, so sind heute die Heizung und
der Stromverbrauch für Haus- und Wohnungsinhaber von größtem Interesse.
Dies schlägt sich auch bei den Finanzierungen mit öffentlichen Fördermitteln nieder.
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2008 stieg allein die Summe der über KfW-Mittel finanzierten Maßnahmen auf 12,6 Mio.
Euro. Dies bedeutet einen fast sprunghaften Anstieg um 45 %.
„Wir haben es uns auf die Fahnen geschrieben, die Bevölkerung aufzuklären und bei allen
Sanierungsmaßnahmen zu unterstützen“ – so die Worte von Karl Novotny.
Photovoltaik
Die Stadt Neumarkt hat zu Beginn dieses Monats das 100-Dächer-Plus-Programm gestartet. „Eine tolle Idee wird umgesetzt, ein „Rundum-sorglos-Paket“ ins Leben gerufen“ –
sind die Sparkassenvorstände begeistert. Die Sparkasse ist selbstverständlich als Finanzpartner mit im Boot. Sie unterstützt das zukunftsweisende Projekt mit kostengünstigen
Finanzierungen. Ganz nach dem Motto „Zins und Tilgung übernimmt die Sonne“ soll
sich die Photovoltaik-Anlage quasi von alleine tragen.
Energetisches Sanieren
Gerade für die Eigentümer älterer Immobilien ist es interessant, ihren Energieverbrauch
zu optimieren. Schon mit wenigen gezielten Maßnahmen können die Energiekosten um
bis zu 50 % gesenkt werden. Im Rahmen von Ausstellungen und Veranstaltungen im
gesamten Landkreis informiert die Sparkasse alle Interessierten unter dem Motto „Energie sparen – Kosten senken“. Dabei geben Finanzierungsberater sowie zertifizierte
Energieberater Tipps zu Einsparpotentialen und günstigen Krediten.
„Als besonderes Schmankerl bezuschussen wir eine Energieberatung in Kombination
mit einer Finanzierung mit einem Gutschein bis zu 200,-- Euro“ – so die positive
Nachricht der Sparkassenvorstände.
Energiesparpreis
Die Sparkasse setzt ein weiteres Highlight obendrauf. Jeder Hauseigentümer, der in
diesem Jahr eine energetische Maßnahme an seiner Immobilie vornimmt, kann einen Preis
gewinnen. Unter allen eingereichten Sanierungs-Objekten werden drei Preise im Gesamtwert von 3.000,-- Euro verlost. Eine Fach-Jury bewertet die Maßnahmen und kürt die
besten energetischen Sanierungen. Bewerbungsbögen können unter www.sparkasseneumarkt.de heruntergeladen werden und sind auch bei allen Sparkassen-Filialen erhältlich.
2009 wird ein besonderes Jahr
Die Welt steht vor einer großen Herausforderung, aber nicht vor dem Untergang! Auch die
schlimmste Krise geht irgendwann einmal vorbei. Es wird jedoch mehr Zeit brauchen, als wir
uns derzeit vorstellen.
Es wird weitergehen, nur anders als bisher.
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Unter Abwägung aktuell ersichtlicher Chancen und Risken wird das Geschäftsjahr 2009
sowohl für die Sparkasse, als auch für die gesamte Bankenlandschaft, ein sehr schwieriges
und außergewöhnliches Jahr werden. „Es werden weitere Belastungen auf uns zukommen. Krisenmanagement wird nach wie vor gefragt sein“ – so der Ausblick.
Die allgemeinen Marktrisiken sind noch nicht ausgestanden. Die Finanzmarktkrise wird
fortdauern und sich auf die Realwirtschaft auswirken. Der sich abzeichnende starke Konjunkturabschwung wird tiefe Spuren hinterlassen. Arbeitslosigkeit und Risiken werden
zunehmen. Ausgelöst durch die von der EZB eingeleitete Niedrigzinsphase werden die
Zinsmargen stark unter Druck geraten.
Die Verunsicherung in der Bevölkerung wird weiter zunehmen, der Beratungsbedarf
stetig steigen. Der Wettbewerb im „realen“ Geschäft wird zunehmen, da viele Banken auf
der Suche nach neuen Geschäftsmodellen sind.
Die Planungen für das laufende Geschäftsjahr der Sparkasse berücksichtigen, soweit
möglich, die anhaltenden Verwerfungen, aber auch die vorhandenen Potenziale. Die Vorstände sind zuversichtlich, die gesteckten Ziele zu erreichen und sind
vorsichtig optimistisch,
das Ergebnis des Vorjahres stabilisieren zu können.
Im Zusammenspiel zwischen den engagierten Mitarbeitern und den Kunden, sowie einer
notwendigen Kostendisziplin will sich die Sparkasse auch weiterhin erfolgreich im Wettbewerb behaupten. Sie muss sich aber auf schwierige Gegebenheiten einstellen.
„Sorge bereitet eine zunehmende Wettbewerbsverzerrung durch die staatliche Unterstützung für Kreditinstitute. Gerade solche Banken agieren teilweise mit nicht zu vertretenden Preisen und Zinsen am Markt. Banken, die Hilfen in Anspruch genommen haben,
dürfen nicht mit staatlich geförderten Sonderkonditionen auf Kundenfang gehen.
Ein solches Verhalten kann nicht im Sinne von Bundes- und Landesregierung sein“ - so die
Schlussworte der Vorstände.
Ansprechpartner für Rückfragen:
Birgit Distler, Abteilung Vertrieb/Marketing, Sparkasse Neumarkt-Parsberg
Tel. 09181/210-301 / Fax. 09181/210-302
e-Mail: birgit.distler@sk-neumarkt.de
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