close

Anmelden

Neues Passwort anfordern?

Anmeldung mit OpenID

Holz-Handwerk wie in alten Zeiten - Wortecht

EinbettenHerunterladen
.............................................................................................................................................................................................................................................................................................................................................
FREITAG, 4. JANUAR 2013
SEITE 19
.............................................................................................................................................................................................................................................................................................................................................
Rundschau
U N T E R E L B E — S Ü D E R D I T H M A R S C H E N — W W W.
Aufmerksamer Bürger
verhindert Einbruch
ALBERSDORF Möglicherweise hat ein
Albersdorfer eine Anwohnerin der Straße Langen Jarrn am vergangen Sonnabend vor großem Ärger bewahrt. Er beobachtete gegen 18.50 Uhr, wie zwei
ihm unbekannte Männer - um die 20
Jahre alt, vermutlich Russen und dunkel
gekleidet - um das Haus der Rentnerin
schlichen und sprach sie an. Das Duo
verschwand mit einer weiteren Person
unerkannt. Eine sofortige Fahndung
verlief ergebnislos. Erst am anderen Tag
registrierte die Frau, dass Unbekannte
versucht hatten, in ihr Einfamilienhaus
einzubrechen. Der Sachschaden beziffert sich auf rund 500 Euro. Gestohlen
wurde nichts.
>Hinweise an die Polizeistation Albersdorf, Telefon 04835/310, oder an die Kripo Heide, Telefon
0481/94-0.
Einbrecher in
Heide unterwegs
HEIDE In der Straße Schumacherort
brachen Unbekannte zwischen Dienstag (12 Uhr) und Mittwoch (8.15 Uhr)
in ein Fachgeschäft für Klein-Elektroteile ein. Sie schlugen die Glasscheibe der
Eingangstür ein. Über die mögliche Beute liegen noch keine Erkenntnisse vor.
Im Langendamm schlugen Einbrecher
zwischen 22. Dezember und 2. Januar
zu. Sie versuchten in die Tiefgarage eines Einfamilienhauses einzubrechen,
das Garagentor hielt stand, die Täter
verschwanden ohne Beute. Im Landweg
stahlen Einbrecher zwischen Montag
und Mittwoch aus einem Einfamilienhaus Uhren und Ketten in einem höheren vierstelligen Wert. Ein Einbrecher
könnte sich im Zuge der Straftat verletzt
haben – die Kriminalpolizei sicherte eine Blutspur.
>Hinweise in allen drei Fällen an die Kripo Heide,
Telefon 0481/94-0.
Elmshorn hat immer
weniger Einwohner
ELMSHORN Wenig erfreulich entwickelt sich die Einwohnerzahl der Stadt
Elmshorn. Denn: Der Abwärtstrend hält
auch im vierten Monat nacheinander
an. Nur noch 49 600 Einwohner verzeichnete das Meldeamt mit Stichtag
30. November 2012. Das sind 34 weniger als Ende Oktober. Die Zahl befindet
sich somit auf dem Niveau wie zu Jahresbeginn. Der Höchststand in 2012 war
bereits im Sommer zum Ende August
erreicht. Da wies die Bilanz 49 721 Einwohner in der Krückaustadt aus. Die
Novemberzahlen im Einzelnen: 31 Geburten stehen 55 Sterbefällen gegenüber. 217 Personen wählten Elmshorn
als neuen Wohnort. 227 Einwohner
verließen dagegen die Stadt.
.. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . ..
Ki n o i n d e r R e g i o n
Elmshorn, Cineplex
3D Der Hobbit – Eine unerwartete Reise:
17.15, 21.00; 3D Life of Pi: 15.00, 17.15,
20.00; 3D Sammys Abenteuer 13.00, 15.00;
Die Vampirschwestern: 13.00, 16.00; Skyfall:
18.15, 21.15; Pitch Perfect: 15.30, 18.00,
20.45; Anna Karenina: 20.00; 2D Sammys
Abenteuer 2: 13.45; Die Abenteuer des Huck
Finn:15.15;3DDieHüterdesLichts:13.00;3D
Ralph reicht’s: 15.00; 2D Madagscar 3: 13.15;
2D Wie beim ersten Mal: 17.45; Jack Reacher:
17.45, 20.30
Heide, Lichtblick
Jack Reacher: 18.15, 21.15; 3D Life of Pi:
15.45, 18.15, 21.00; Die Vampirschwestern:
13.30, 16.15; Sammys Abenteuer 2: 14.00; 3D
Der Hobbit – Eine unerwartete Reise: 13.30,
17.00, 20.30; 3D Sammys Abenteuer 2:
16.15; Jesus liebt mich: 21.00; Pitch Perfect:
14.00, 18.45
.................................................................................................................................................................................................................................................................................................................................................................................................................................
Na c h r i c h t e n
Ne
Marne
Brunsbüttel
Itzehoe
Elmshorn
Pinneberg
Wedel
— A M NOR D-OSTSEE-K A NAL
Holz-Handwerk wie in alten Zeiten
Bootsbaumeister Kai Stuhr tischlert auf traditionelle Weise mit Werkzeug aus früheren Jahrhunderten
KLEVE „Holz ist nur ein einsilbiges
Wort, aber dahinter steckt eine Welt
voller Märchen und Wunder.“ Das soll
einst Theodor Heuss, der erste Bundespräsident Deutschlands, gesagt haben.
Kai Stuhr (54) aus Kleve in Dithmarschen zitiert diesen Satz gerne. Denn er
drückt damit seine Liebe zu diesem einzigartigen Werkstoff aus. Dessen Natur
lässt sich nicht ins Handwerk pfuschen.
Stattdessen muss der Handwerker stets
seinem natürlichen Wuchs folgen, damit sein Werk gelingen kann.
Kai Stuhr besitzt die mit nur ein paar
Quadratmetern wohl kleinste Tischlerei an der Westküste, die wie ein Tischlerei-Museum wirkt, aber höchst lebendig und produktiv ist. Kaum zu glauben,
was der Bootsbaumeister mit Hilfe von
Löffelbohrern aus dem Jahr 1780, Falzhobeln und Holzknechten aus 1850,
messingarmierten Brustleiern, Leimzwingen und uralten Bandsägen alles
herstellt: Bänke, Schränke, riesige Sekretäre mit wertvollen Furnieren (für
einen Schulleiter), Schaukelpferde für
die Kleinen eines Kinderarztes, Hamsterkäfige und Tiersärge, Bauerntruhen
und Ruderboote und Restaurationen aller Alt. Vieles entsteht aus Bäumen, die
ihm oft geschenkt und vor seinem Haus
von mobilen Sägewerken zu Bohlen geschnitten werden.
Weil er uralte Handwerkskunst so
perfekt beherrscht, zählt er auch zu den
Teilnehmern des jährlichen Flachsmarktes in Krefeld, wo Kai Stuhr – gleich
von morgens an umringt von Hunderten Zuschauern – binnen einer Woche
nur mit seinem Hand-Werkzeug, ohne
eine einzige Maschine, ein Boot herstellt. Der Flachsmarkt gilt als das an-
Stets das passende Werkzeug zur Hand: Kai Stuhr in seiner kleinen Werkstatt.
spruchsvollste
Handwerkertreffen
Deutschlands, was sich allein in scharfen Zugangsbedingungen ablesen lässt.
Daheim lebt er seinen Ehrgeiz, von dieser Handwerkskunst anderen etwas
mitzugeben, in Workshops aus. Sie reichen von der Werkzeugkunde über
Mehr als 150 Hobel für die unterschiedlichsten Aufgaben.
Wintereinbruch hat
Spuren hinterlassen
KREIS PINNEBERG Der Wintereinbruch im Dezember
hinterließ seine Spuren auch
auf dem Arbeitsmarkt. Die
Zahl der Arbeitslosen im Bezirk der Agentur für Arbeit
Elmshorn ist im Dezember
um 450 (3,1 Prozent) angestiegen. Und auch die rückläufige Konjunkturentwicklung hat sich 2012 auf den Arbeitsmarkt im Agenturbezirk
ausgewirkt.
„In den kommenden Wintermonaten erwarte ich einen weiteren saisonalen Anstieg der Arbeitslosigkeit. Die
Region verfügt jedoch über
einen guten Mix aus Unternehmen verschiedener Branchen und Betriebsgrößen.
Während einige Betriebe
Mitarbeiter entlassen, werden andere weiter einstellen.
Bei Bedarf können wir ver-
stärkt Kurzarbeit gegen drohende Entlassungen anbieten. Daher sehe ich unseren
regionalen
Arbeitsmarkt
auch für das kommende Jahr
stabil und in guter Verfassung“, so Thomas Kenntemich.
Die Arbeitslosenzahl ist im
Kreis Pinneberg im Vergleich
zum November um 159 Personen (2,0 Prozent) auf 8291
gestiegen. Gegenüber dem
Vorjahr liegt die Zahl um 77
Personen (0,9 Prozent) niedriger. Die Arbeitslosenquote
ist von 5,1 Prozent im Vormonat auf 5,2 Prozent gestiegen. Vor einem Jahr hatte sie
5,3 Prozent betragen. Im
Kreis Pinneberg meldeten
sich im Dezember über 800
Menschen aus einer Beschäftigung neu arbeitslos.
sh:z
Holzverbindungen zu ersten Werkstücken wie „Käptn’s Bücherregal“.
Kai Stuhr, ein gebürtiger Rendsburger, wollte eigentlich zur See fahren, was
ihm vom Vater verboten wurde. So lernte er Bootsbau, auf einer Familienwerft,
die Holzyachten herstellte. Und im Rahmen seines Militärdienstes kam er wenigstens für sechs Wochen auf die
Gorch Fock – „eine der schönsten Zeiten meines Lebens“. Danach arbeitete
er auf mehreren Werften, baute bei Lindenau in Kiel-Friedrichsort und für ein
Ingenieurbüro Inneneinrichtungen für
Schiffe, darunter auch für U-Boote. „Dabei habe ich immer wieder von den Alten viel gelernt.“ So reifte er zum Fachmann für knifflige Fälle, sagt er schmunzelnd: „Wenn es schwierig wird – das
mache ich.“ Den Meisterbrief im Bootsbau sieht er daher nur als ein Stück Papier, für ihn zählen seine Erfahrungen
und Fertigkeiten.
„Und ich war immer im Zeichnen
gut“, erzählt er, was eine Grundvoraussetzung für erfolgreichen Bootsbau ist.
BAHLO (2)
So sieht er sich in der Tradition des legendären Bootsbauers John Gardener
aus Amerika arbeiten, der in den 1930er Jahren mehrere Serien von Booten
schuf und dessen Zeichnungen noch
heute bei Bootsbauern kursieren.
Schließlich wollte er sich selbstständig machen, suchte nach einer Immobilie und hörte von einem Freund, dass
Clausens Tischlerei in Kleve zum Verkauf stand. Dessen größtes Vermögen
ist die schier unendliche Vielfalt der
Werkzeuge – ein Riesenglück für Kai
Stuhr, der nun für jede Aufgabe mit Sicherheit immer das passende Werkzeug
zur Hand hat.
Bleibt nur noch die Geschichte von
Beate zu erzählen, einer guten Freundin, die ihn kürzlich anregte, doch mal
eine Gartenbank für zwei Personen mit
Tischchen und zentralem Steckplatz für
einen Sonnenschirm zu bauen. Sie ist
inzwischen verstorben, weswegen er
der Bank nun den Namen „Beate“ gegeben hat und sie als Kleinserie anbieten
wird.
Birger Bahlo
„Typischer Anstieg der Arbeitslosigkeit“
in Steinburg und Dithmarschen
STEINBURG/DITHMARSCHEN
Die Arbeitslosigkeit im Agenturbezirk Heide, der die Kreise
Dithmarschen und Steinburg
umfasst, ist im Dezember um
589 Personen auf 8948 angestiegen. Im Vergleich zum Vorjahr ist
jedoch ein Rückgang von 397
Personen (4,2 Prozent) festzustellen. Die Arbeitslosenquote
beträgt 6,7 Prozent, vor einem
Jahr lag sie bei 7,1 Prozent.
„Im Dezember hat ein typischer Anstieg der Arbeitslosigkeit
stattgefunden.
Dieser
kommt zu Stande, da zusätzlich
zu den wetterbedingten Kündigungen in den Außenberufen,
häufig befristete Arbeitsverträge
zum Jahresende auslaufen. Außerdem kommt es im Dezember
zu weniger Einstellungen bei Arbeitgebern. Häufig werden diese
erste nach den Feiertagen vorgenommen“, kommentiert Petra
Eylander, Leiterin der Agentur
für Arbeit Heide, die aktuellen
Arbeitsmarktzahlen.
Weniger Angebote
auf dem Stellenmarkt
Auf dem Stellenmarkt zeigte
sich im Dezember eine rückläufige Tendenz. Beim ArbeitgeberService der Agentur für Arbeit
Heide und der Jobcenter Dithmarschen und Steinburg waren
819 Arbeitsstellen gemeldet. Das
bedeutet einen Rückgang gegenüber dem Vormonat von 52 Stellen; im Vergleich zum Vorjahresmonat waren es 57 Stellen (6,5
Prozent) weniger. 2012 haben
Arbeitgeber in Dithmarschen
und Steinburg 4806 Stellen gemeldet – 285 (5,6 Prozent) weniger als 2011.
Die Arbeitslosenzahl im Kreis
Steinburg ist im Vergleich zum
November um 6,4 Prozent (238
Personen) auf 3928 Personen gestiegen. Gegenüber dem Vorjahr
liegt die Zahl um 24 Personen
(0,6 Prozent) niedriger. Die Arbeitslosenquote beträgt aktuell
und unverändert zum Vorjahr
5,8 Prozent. Beim Jobcenter
Steinburg waren im Dezember
2204 Personen arbeitslos gemeldet – nahezu unverändert zum
Vorjahresmonat.
Im Kreis Dithmarschen waren
im Dezember 5020 Personen arbeitslos gemeldet – ein Rückgang
um 373 Personen (6,9 Prozent)
zum Dezember 2011. Im Vergleich zum Vormonat ist jedoch
ein Anstieg um 351 Personen zu
verzeichnen. Die Arbeitslosenquote beträgt 7,7 Prozent (im
Vorjahr 8,4 Prozent). Beim Jobcenter lag die Zahl der Arbeitslosen bei 3366, dass sind 303 Personen (8,3 Prozent) weniger als
sh:z
im Vorjahr.
Document
Kategorie
Reisen
Seitenansichten
14
Dateigröße
643 KB
Tags
1/--Seiten
melden