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FAQ 28: Wie erfolgt der Schwachlastbetrieb im Winter?
Erste Veröffentlichung: 21. Februar 2012
Letzte Bearbeitung: 21. Februar 2012
FAQ
28
Beschrieben wurde bisher der Sommerbetrieb durch FÜLLEN/ENTLEEREN (u. a. in FAQ 13). Der
Schwachlastbetrieb im Winter wurde zwar auch beschrieben (u. a. in FAQ 7), führt aber oft zu Problemen, weshalb er hier noch einmal unter die Lupe genommen werden soll.
Prinzipiell sind zwei Methoden möglich. Diese sind in Tabelle 37 vergleichend beschrieben.
Beschreibung
Betriebsarten
Umschaltung Winterbetrieb
auf Sommerbetrieb
Kriterium zur Umschaltung
von Normalbetrieb auf
Schwachlastbetrieb
Kriterium zur Rückschaltung
vom Schwachlastbetrieb auf
Normalbetrieb
Methode A
Gemäss Standard-Schaltungen [2]
Winterbetrieb:
– Normalbetrieb STETIG
– Schwachlastbetrieb AUS*/STETIG
Methode B
Winterbetrieb:
– Normalbetrieb STETIG
– Schwachlastbetrieb AUS*/FESTWERT
(Feuerungsleistung = Festwert Winter)
Sommerbetrieb:
Sommerbetrieb:
FÜLLEN/ENTLEEREN
FÜLLEN/ENTLEEREN
(Feuerungsleistung = Festwert Sommer)
(Feuerungsleistung = Festwert Sommer)
Mit Handschalter oder automatische Sommer-Winter-Umschaltung über den 24-Stunden-Mittelwert der Aussentemperatur
Wenn die Leistungsanfoderung für den Holzkessel für eine bestimmte Zeit unter einen bestimmten Wert fällt.
Wenn der Holzkessel für eine bestimmte Zeit
ununterbrochen auf «Festwert Winter» läuft
ODER der Speicherladezustand unter einen
bestimmten Wert sinkt.
Umschaltung und Rückschaltung erfolgen über
die Leistungsanforderung des PI-Reglers (siehe auch FAQ 7).
Vereinfachte
Regelschemata
Standard-Schnittstelle
(in den Regelschemata als
«SS» bezeichnet)
Beschreibung der Regler
x = Betriebsarten-Code:
y = Sollwert Feuerungsleistung:
0 = AUS oder Glutbettunterhalt
Normsignal 0...10 V = 0...100% Leistungsanforderung
1 = stetige Regelung
R1 PI-Regler zur stetigen Regelung der Feue- R1 PI-Regler zur stetigen Regelung der Feuerungsleistung im Winterbetrieb in Abhänrungsleistung im Winterbetrieb in Abhängigkeit des Speicherladezustandes
gigkeit des Speicherladezustandes
R2 Zweipunktregler für die Umschaltung
R2 Zweipunktregler für die Regelung des
AUS*/STETIG im Schwachlastbetrieb
Speicherladezustandes im SchwachlastbeWinter in Abhängigkeit der Leistungsanfortrieb Winter (Feuerungsleistung = Festwert
derung des PI-Reglers R1
Winter)
R3 Zweipunktregler für den Sommerbetrieb
R3 Zweipunktregler für den Sommerbetrieb
durch FÜLLEN/ENTLEEREN (Feuerungsdurch FÜLLEN/ENTLEEREN (Feuerungsleistung = Festwert Sommer)
leistung = Festwert Sommer)
* oder Glutbettunterhalt
Tabelle 37: Vergleichende Beschreibung der Methoden A und B
59
(Seite im Gesamtdokument)
Die Vor- und Nachteile der Methoden A und B zeigt Tabelle 38.
Beschreibung
Vorteile
Nachteile
Methode A
Gemäss Standard-Schaltungen [2]
Einfaches Regelkonzept mit wenigen Parametern, die eingestellt werden müssen.
Schlecht eingestellte Regler gehen zu früh auf
AUS (bzw. Glutbettunterhalt) und/oder sie fahren zu schnell wieder im stetigen Betrieb hoch.
Tabelle 38: Vor- und Nachteile der Methoden A und B
60
(Seite im Gesamtdokument)
Methode B
Möglichst lange Laufzeiten im Schwachlastbetrieb Winter mit reduzierter Feuerungsleistung
(Festwert Winter).
Komplizierte Kriterien für die Umschaltung und
die Rückschaltung von Normalbetrieb auf
Schwachlastbetrieb. Gefahr, dass nicht genügend schnell auf Normalbetrieb zurückgeschaltet wird.
Schriftenreihe QM Holzheizwerke
[1]
Ruedi Bühler, Hans Rudolf Gabathuler, Andres Jenni: Q-Leitfaden. Straubing: C.A.R.M.E.N. e.V., 3.,
erweiterte Auflage 2011. (Schriftenreihe QM Holzheizwerke, Band 1)
[2]
Hans Rudolf Gabathuler, Hans Mayer: Standard-Schaltungen – Teil I. Straubing: C.A.R.M.E.N. e.V., 2.,
erweiterte Auflage 2010. (Schriftenreihe QM Holzheizwerke, Band 2)
[3]
Andres Jenni, Hans Peter Schaffner, Bernhard Pex: Muster-Ausschreibung Holzkessel. Straubing:
C.A.R.M.E.N. e.V., 2004. (Schriftenreihe QM Holzheizwerke, Band 3)
[4]
Arbeitsgemeinschaft QM Holzheizwerke: Planungshandbuch. Straubing: C.A.R.M.E.N. e.V., 2., leicht
überarbeitete Auflage 2008. (Schriftenreihe QM Holzheizwerke, Band 4)
[5]
Alfred Hammerschmid, Anton Stallinger: Standard-Schaltungen – Teil II. Straubing: C.A.R.M.E.N. e.V.,
2006. (Schriftenreihe QM Holzheizwerke, Band 5)
[6]
Bernhard Enzesberger, Johann Reinalter: Ratgeber zur Biomassekesselausschreibung (Version Österreich). Straubing: C.A.R.M.E.N. e.V., 2010. (Schriftenreihe QM Holzheizwerke, Band 6)
Bestellung im Buchhandel oder auf der Website «QM Holzheizwerke» (Internet-Adressen siehe letzte Seite)
Downloads
[7]
Situationserfassung mit EXCEL-Tabelle. Sowohl die EXCEL-Tabelle wie das Manual stehen als kostenlose Downloads zur Verfügung.
[8]
Kurzversionen der Standardschaltungen WE1 bis WE8 und WE11 bis WE16 stehen als kostenlose
Downloads zur Verfügung.
[9]
Merkblätter zu den Standardschaltungen WE1 bis WE6 stehen als kostenlose Downloads zur Verfügung.
Diese und weitere Downloads von der Website «QM Holzheizwerke» (Internet-Adressen siehe letzte Seite)
Alle FAQ's in der Übersicht
FAQ 1: GELÖSCHT – Wie wird der Speicherladezustand erfasst? .................................................................. 1
FAQ 2: Messung der Hauptvorlauftemperatur vor oder nach dem Bypass? .................................................... 2
FAQ 3: GELÖSCHT – Rücklaufhochhaltung bei Betriebsart MANUELL und LOKAL....................................... 3
FAQ 4: GELÖSCHT – Geht «Öl-/Gaskessel allein» auch im Sommerbetrieb? ................................................ 4
FAQ 5: Wann sind Bypässe in den Kesselkreisen sinnvoll und wann nicht?.................................................... 5
FAQ 6: Wie soll die Expansionsanlage angeschlossen werden? ..................................................................... 7
FAQ 7: Was ist eine Sequenzregelung? ........................................................................................................... 9
FAQ 8: Wie soll die Darstellung der Daten in der Betriebsoptimierung erfolgen? .......................................... 11
FAQ 9: Wie soll ein kondensierender Gaskessel eingebunden werden? ....................................................... 13
FAQ 10: Wie kann ein externer Öl-/Gaskessel eingebunden werden? ........................................................... 15
FAQ 11: Wie soll ein Pelletskessel mit Speicher betrieben werden? .............................................................. 19
FAQ 12: Wie gross muss die Minimallast eines Holzkessels im Schwachlastbetrieb sein? ........................... 21
FAQ 13: Wie soll die Betriebsart FÜLLEN/ENTLEEREN freigegeben und gesperrt werden? ....................... 23
FAQ 14: Welche Rolle spielen Reihenfolge und Entfernung von Wärmeerzeugern, Speicher usw.? ............ 24
FAQ 15: Wie kann ein «druckloser» Verteiler an einer Fernleitung angeschlossen werden? ........................ 27
FAQ 16: GELÖSCHT – Gibt es Standardschaltungen für Dreikesselanlagen? .............................................. 28
FAQ 17: Wie soll ein Abgaswärmetauscher eingebunden werden? ............................................................... 29
FAQ 18: Was ist beim Einbau von Partikelabscheidern zu beachten? ........................................................... 34
FAQ 19: Wie ist der Kesselkreis auszulegen und welche Sollwerte sind einzustellen? ................................. 37
74
(Seite im Gesamtdokument)
FAQ 20: Wie kann eine Folgeschaltung für monovalente Dreikesselanlagen realisiert werden?................... 39
FAQ 21: Was sind die Vorteile eines Speichers und wie soll er ausgelegt werden? ...................................... 40
FAQ 22: Welche Vor- und Nachteile ergeben sich bei einem gemeinsamen Elektro-Partikelabscheider? .... 44
FAQ 23: Wie wird der Holz-Deckungsgrad berechnet? .................................................................................. 46
FAQ 24: Welche Massnahmen gibt es für eine tiefe Rücklauftemperatur? .................................................... 49
FAQ 25: Welche Möglichkeiten gibt es zur Wärmezählung im Holzkesselkreis? ........................................... 52
FAQ 26: Welche Anforderungen bestehen an die Leistungsregelung über den Speicherladezustand? ........ 55
FAQ 27: Was ist zur Brandvermeidung in Schnitzel-Silos und -Aussenlagern zu tun? .................................. 57
FAQ 28: Wie erfolgt der Schwachlastbetrieb im Winter? ................................................................................ 59
FAQ 29: Welche Fernleitungs-Vorlauftemperaturen und -Volumenströme sollen gefahren werden? ............ 61
FAQ 30: Welche Schaltungen zur Trinkwassererwärmung sind für Fernwärmenetze geeignet?................... 64
FAQ 31: Wie sollen Wärmetauscher ausgelegt und abgeglichen werden? .................................................... 67
FAQ 32: Wie sollen Sonnenkollektoren eingebunden werden? ...................................................................... 70
Schriftenreihe QM Holzheizwerke ................................................................................................................... 74
Downloads ....................................................................................................................................................... 74
Alle FAQ's in der Übersicht .............................................................................................................................. 74
Alle in der Übersicht aufgeführten PDF-Dokumente für jede FAQ sowie das PDF-Gesamtdokument mit allen
FAQ's können in der jeweils neuesten Version von der Website «QM Holzheizwerke» gratis heruntergeladen
werden (Internetadressen siehe unten).
Version 12 / 26.03.2013
Arbeitsgemeinschaft QM Holzheizwerke
Schweiz: Holzenergie Schweiz mit Unterstützung des Bundesamtes für Energie www.qmholzheizwerke.ch oder
www.holzenergie.ch
Deutschland: KEA Klimaschutz- und Energieagentur Baden-Württemberg GmbH, Karlsruhe; C.A.R.M.E.N. e.V., Straubing, Bayern; TSB – Transferstelle für Rationelle und Regenerative Energienutzung Bingen, Rheinland-Pfalz; www.qmholzheizwerke.de
Österreich: LandesEnergieVerein Steiermark www.qmholzheizwerke.at oder www.qm-heizwerke.at
QM Holzheizwerke, QMstandard und QMmini sind eingetragene Markenzeichen.
© Arbeitsgemeinschaft QM Holzheizwerke 2006-2013. Auszugsweiser Nachdruck unter Quellenangabe gestattet.
75
(Seite im Gesamtdokument)
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