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©Senator Filmverleih
The Best Of Me - Mein Weg zu Dir
Regisseur: Michael Hoffman, Schauspieler/in: Michelle Monaghan, Liana Liberato,
James Marsden, Luke Bracey, Schuyler Fisk. Drehbuch: Will Fetters, J. Mills Goodloe,
Michael Hoffman
The Best Of Me - Mein Weg zu Dir Filmkritik
von Peter Osteried
Für James Marsden ist Michelle Monaghan The Best of Me
Nicholas Sparks – ein Name, der für Männer wie ein rotes Tuch ist. Bedeutet er doch, dass die
bessere Hälfte einen ins Kino zerrt, um dann zwei Stunden lang Zeuge davon zu werden, wie
kitschig Liebesgeschichten eigentlich sein können. Bei Sparks ist die Messlatte dessen, wie
kitschig es sein kann, ziemlich niedrig. Mit der neuen Verfilmung The Best of Me schafft man es
aber locker, das noch zu unterbieten.
Seit mehr als 20 Jahren haben sich Dawson (James Marsden) und Amanda (Michelle
Monaghan) nicht mehr gesehen. Damals haben sie sich geliebt. Sie waren die erste große Liebe
füreinander. Und auch heute lieben sie sich noch, auch wenn sie es – anfangs – nicht zugeben
wollen. Doch dann treffen sie sich wieder, weil ein gemeinsamer Freund gestorben ist und ihnen
beiden etwas hinterlassen hat. Aber lässt sich diese alte Liebe überhaupt neu ausleben?
Immerhin hat Amanda mittlerweile einen Mann und einen Sohn. Und Dawson gerät in einen
alten Konflikt, der schon vor mehr als 20 Jahren dazu führte, dass sich Amandas und seine
Wege trennen mussten.
Was Sparks bietet, so könnte man sagen, ist Rosamunde Pilcher auf mehr oder minder höherem
Niveau. Eigentlich sind das Geschichten, die ins Fernsehen gehören, die als Film-der-Woche
gerade noch so angesehen werden können, die aber im Kino völlig fehl am Platz sind.
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Zumindest, wenn man ein Mann ist. Aber vielleicht ist The Best of Me auch schon einigen
Frauen zu dick aufgetragen. Immerhin gibt es hier Dialoge, die richtiggehend weh tun („Ich habe
noch nie so viele Sterne gesehen.“), Figuren, die nicht natürlich agieren, sondern immer so
handeln, wie es Sparks‘ auf Emotionalität getrimmtes Storykonstrukt erfordert, und eine
Erzählstruktur, bei der man nie weiß, welche ebene – Vergangenheit oder Gegenwart – nun
eigentlich schlimmer ist.
Dazu kommen Sprüche, wie sie in einem Poesie-Album auch ganz gut aufgehoben wären.
Weisheiten, die simpler kaum sein könnten, aber mit einer Bedeutungsschwere vorgetragen
werden, als würde gerade der Sinn des Lebens erklärt. Damit nicht genug, ist The Best of Me
zutiefst manipulierend. Die Schwarzweißzeichnung der Figuren kann man noch hinnehmen, die
erzählerische Form, die versucht, den Zuschauer immer ganz toll emotional zu packen, ist aber
eher peinlich, als mitreißend.
Wenig hilfreich ist dabei, dass die Chemie zwischen Liana Liberato und Luke Bracey, die die
jungen Versionen von Monaghan und Marsden spielen, praktisch nicht vorhanden ist. Dass man
hier einer Liebe fürs Leben folgt, spürt man nicht, man weiß es nur, weil es behauptet ist. Aber
behaupten kann man viel, ganz besonders dann, wenn es innerhalb einer Geschichte stattfindet,
die in jedem Moment daran erinnert, wie hanebüchen simpel sie konstruiert ist.
Jeder Schritt, jede Entscheidung der Figuren ist vorhersehbar. Als Zuschauer ist man ihnen
immer voraus. Als das Ende naht, möchte man am liebsten rufen: „Nein, nicht auch noch das!“.
Aber vergebens, The Best of Me ist knallhart und steuert stur auf eine volle Breitseite Kitsch zu.
Der Film positioniert sich für die Königskrone, was Kitsch betrifft. Rührseliger Quatsch, der den
Zufall so sehr bemüht, dass damit jede Wahrscheinlichkeit ausgehebelt wird. Wer am Ende nicht
zusammenzuckt und das Gesicht ungläubig verzieht, dass es die Story wagt, wirklich auch noch
diesen letzten Holzhammer auszugraben, der kann im Grunde nur eines sein: ein glühender Fan
von Nicholas Sparks. Für alle anderen ist The Best of Me allerdings nur zwei Stunden
Lebenszeit, die man niemals wieder zurückbekommt.
The Best Of Me - Mein Weg zu Dir
Regie:
Michael Hoffman
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Kritiken.de
Darsteller: Michelle Monaghan, Liana Liberato, James Marsden, Luke Bracey, Schuyler Fisk, Ian
Nelson, Gerald McRaney, Caroline Goodall, Jon Tenney, Sebastian Arcelus, John L.
Armijo, Sadarias Harrell, David Jensen, Jim Gleason, Jon Arthur, Gus Rhodes,
Douglas M. Griffin, Rob Mello, Hunter Burke, Donna Duplantier, Bailey Winston,
Brittany Buckner, Ross P. Cook, Claire McReynolds, Caroline Hebert, Elton LeBlanc,
Cynthia LeBlanc, Jerome Andries, Jimmy Gonzales, J. Alan Nelson, Tom Bui, Jesse
Yarborough, Robby Rasmussen, Julia Lashae, Mia Frost, Kerry Sims, Bill Martin
Williams, Joseph Fischer, Robert Segari, Logan Douglas Smith, Eric Berris, Ryan
Hebert, Kesha Bullard, Gene Kevin Hames Jr., Joseph Cintron, Neil Durr, Andre
Allemand, Tom Cain, Thomas Ryan Smith, Jamara Laster, Ben Walsh, Nicole
Gaubert, Kasey Hartzog, Alfonzo Walker, Jordan Smith, Laura Meyer, Matthew
Metzger
Musik:
Aaron Zigman
Buch:
Will Fetters, J. Mills Goodloe, Michael Hoffman
Kamera:
Oliver Stapleton
Schnitt:
Matt Chesse
Produzent: Justin Burns, Denise Di Novi, Alison Greenspan, Ryan Kavanaugh, D. Scott Lumpkin,
Theresa Park, Andrew C. Robinson, Nicholas Sparks, Tucker Tooley, Jared
Underwood
Bilder und Fotos: ©Senator Filmverleih
Quelle: http://www.kritiken.de/filmkritik/the-best-of-me-25036.html
* Alle Angaben ohne Gewähr
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Seele and Geist
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