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Prof. Dr. Gerhard Wolf Sommersemester 2014
Anfängerhausarbeit GK II Fahrraddiebe ‐ Ladri di biciclette
In Anlehnung an den gleichnamigen Film A hat einen Job als Plakatkleber übernommen. Für diese Arbeit ist er auf ein Fahrrad angewiesen, das er mit seinem letzten Geld erworben hat. Als A gerade auf einer Leiter stehend ein Werbeplakat anbringt, haben es B, C und D auf das an einer Wand lehnende Fahrrad abgesehen. Gemeinsam spähten sie die Lage aus. C stellt sich unauffällig ein paar Meter vom Fahrrad entfernt auf den Bürgersteig. Daraufhin kommt B, nimmt das Fahrrad an sich, steigt schnell auf und rast damit durch die belebte Straße in Richtung „seines“ Stadtviertels. A springt von seiner Leiter und rennt hinter B her. Er wird dabei kurz von C aufgehalten, der sich wie ein zufälliger Passant in den Weg stellt. A stößt ihn jedoch ohne weiteres zur Seite und verliert B nicht aus den Augen. Er will in ein an der Straße stehendes Taxi einsteigen, um B weiter zu verfolgen. Nun kommt D ins Spiel, der vorgibt, zu helfen und gegenüber A behauptet gesehen zu haben, in welche Straße B abgebogen sei. Er steigt mit ins Taxi, lenkt A aber auf eine falsche Fährte und zeigt auf einen in einiger Entfernung fahrenden Radfahrer. Diese Person (vermeintlicher B) erweist sich als unschuldig. A merkt, dass sich der B aus dem Staub gemacht hat und bricht die Verfolgung vorerst ab. Nach einigen eigenen Nachforschungen stellt A schließlich den B in der Nähe dessen Wohnung. B gibt vor, von dem Fahrraddiebstahl nichts zu wissen. Der wütende A packt B am Kragen, schüttelt ihn leicht und schreit ihn an, er solle ihm sein Fahrrad wieder geben, worauf hin B unerwartet einen epileptischen Anfall erleidet. Die herbeieilende Mutter M des 14jährigen B kommt ihm nicht zur Hilfe, was sie bei früheren Anfällen stets getan hatte, weil sie darauf vertraut, dass B den Anfall nur vortäuscht und „ihm schon nichts passieren“ werde. Durch den andauernden Anfall schlägt B sich den Kopf auf dem Pflaster auf. Inzwischen sind viele Bewohner des ärmlichen Viertels zusammengeströmt und nehmen B in Schutz. Ein elegant gekleideter Herr G mit Sonnenbrille, der überraschend auftritt, führt die Menschen an. Er fungiert als Schutzpatron der lokalen Kleinkriminellen. Von den Tätern erhält er jeweils 10% der aus Vermögensdelikten stammenden Einnahmen, weiß aber nicht im Vorhinein, welche Taten an diesem Tage begangen werden. G stellt sich aber vor, dass täglich im Durchschnitt etwa 10 gegen fremdes Vermögen gerichtete Taten in seinem Einflussbereich begangen werden. Die Zahlung der „Provision“ regelt er durch ein flächendeckendes Spitzelsystem. Die Entwendung des Fahrrads des A geschah nicht zuletzt auch deshalb, weil B sich nach Erteilung der „Erlaubnis“ durch G, in „seinem“ Bereich tätig zu werden und anschließendem Schulterklopfen mit den Worten „Wenn du Probleme hast und Hilfe brauchst, komm zu mir“ zum Tatzeitpunkt erhöht auf der sicheren Seite wägte. Das gestohlene Fahrrad wird in Teile zerlegt und auf dem örtlichen Flohmarkt von der Mutter M des B für 500 € verkauft. Das Geld leitet sie an B weiter, der – wie von Anfang an vereinbart ‐ C, D und G jeweils 10% des Erlöses auszahlt. Der Flohmarkt wird von H organisiert und auf dessen Privatgelände – einem großen Parkplatz vor einem Supermarkt – an Wochenenden veranstaltet. Die Stände werden gegen Gebühr Dritten überlassen. H schließt nicht aus, dass Einzelteile von gestohlenen Fahrrädern auch auf seinem Flohmarkt verkauft und veräußert werden, weiß aber nicht, ob und wie dies im Einzelfall geschieht, obwohl er das im Ergebnis billigend in Kauf nimmt. Nach seinen AGB, die jeder Standbetreiber unterschreiben muss, ist es aber streng untersagt gestohlene oder sonst illegal erworbene Gegenstände auf dem Flohmarkt zu verkaufen. Wenn H in der Vergangenheit eindeutige Hinweise auf illegalen Handel erhalten hatte, erteilte er den entsprechenden Betreibern auch tatsächlich ein dauerhaftes Platzverbot. A ist inzwischen verzweifelt und will selbst ein Fahrrad stehlen, um weiter seiner Arbeit nachgehen zu können. Er ist mit seinem neunjährigen Sohn S auf dem Flohmarkt (sein eigenes, in Einzelteile zerlegtes Fahrrad, erkannte er nicht) und erzählt diesem wahrheitswidrig, dass er ein gebrauchtes Fahrrad, auf das er mit dem Finger zeigt, gekauft habe. S solle es nehmen und nach Hause fahren. In Wirklichkeit hat er das Fahrrad nicht bezahlt, rechnet aber mit einer besseren Erfolgschance für eine unerkannte Entwendung durch das arglose und unauffällige Kind. Außerdem würde S ohnehin nicht bestraft werden können. S durchschaut zwar den Plan, entwendet aber trotzdem aus Mitleid mit dem Vater das Fahrrad und fährt damit nach Hause. Am nächsten Tag entschließt sich G, das lukrative Geschäft mit den Fahrrädern technisch zu optimieren. Er kauft sich einen sog. Quadrokopter mit Kamera. Mit dieser ferngesteuerten Kameradrohne fliegt er über mit Häusern bebaute Grundstücke, um auszuspähen, ob sich dort wertvolle Fahrräder befinden. Er selbst befindet sich dabei auf einem Liegestuhl auf dem Balkon seiner Penthouse‐Wohnung. Sichtkontakt zu dem Quadrokopter hat er in der Regel nicht. Die Bilder werden simultan per Funk auf einen Monitor des G übertragen. G hat Z dazu überredet, die Fahrräder zu entwenden. Dazu hält G Kontakt via Handy mit Z und dirigiert ihn zu einem ca. 400 Meter entfernten Hinterhof, in dem G ein teures Rennrad entdeckt hat. Als Z gerade das Schloss mit einem Bolzenschneider durchtrennen will, erkennt er, dass es sich um das Rad seines Freundes F handelt. Er verlässt daher unverrichteter Dinge den Hof. G ordert kurzer Hand seinen Neffen N als Ersatz zur Stelle, der dann auf seine Weisung das Rad entwendet. Wie haben sich die Beteiligten strafbar gemacht? Geldwäsche ist nicht zu prüfen. Das JGG ist nicht anzuwenden. Üblicherweise enthält das reine Gutachten nicht mehr als 25 Seiten (Schriftgröße: Times New Roman, 12 pt [Fußnoten 10 pt]; normale Laufweite; Zeilenabstand: 1,5). Lassen Sie einen Korrekturrand. Abgabetermin für Bachelorarbeiten: Montag, 15.09.2014 bis 15.00 Uhr im Sekretariat des Lehrstuhls von Prof. Dr. Wolf (HG 126) Abgabetermin für Hausarbeiten zum Grundkurs Strafrecht II Montag, 13.10.2014 bis 15.00 Uhr im Sekretariat des Lehrstuhls von Prof. Dr. Wolf (HG 126) oder per Post an: Professor Dr. Gerhard Wolf Lehrstuhl für Strafrecht, Strafprozessrecht und Rechtsinformatik Große Scharrnstr. 59, 15230 Frankfurt (Oder). Achtung! Die Arbeiten werden mittels Plagiatssoftware überprüft; dazu laden Sie Ihre Datei bitte unter dem Link http://student.ephorus.com hoch und tragen den Code „HA‐GK‐II‐Wolf‐SS‐2014“ sowie Ihre Matrikelnummer in das Feld „student no.“ ein. Wird die Datei nicht hochgeladen, gilt die Hausarbeit insgesamt als nicht eingereicht! Die Hausarbeit muss auch in Papierform pünktlich am Lehrstuhl eingegangen sein, sonst wird sie als nicht rechtzeitig abgegeben gewertet. Die Gefahr der rechtzeitigen Zustellung trägt der Bearbeiter (die Bearbeiterin), das Datum des Poststempels ist nicht maßgebend! 
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