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Freiwillige zeigen Kindern, wie sie Energie sparen können

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Ganderkesee · Landkreis
Seite 14
Sonnabend, 27. april 2013
delmenhorSter KreiSblatt
Auf A 1 in
Mittelplanke
geschleudert
Harpstedt (kB). Ein Unfall
mit einem leicht verletzten
Fahrer und 33.000 Euro
Sachschaden hat sich am
Donnerstag gegen 15.30 Uhr
auf der Autobahn 1 zwischen den Anschlussstellen
Groß Ippener und Wildeshausen-Nord ereignet. Ein
57-jähriger Autofahrer aus
Münster war auf dem Überholstreifen in Richtung Osnabrück unterwegs. Aus laut
Polizei bisher nicht geklärten Gründen kam er nach
rechts ab und stieß hinten
links an einen Sattelzug aus
Bulgarien. Das Auto kam ins
Schleudern und stieß in die
Mittelschutzplanke.
Der
57-Jährige wurde in ein Wildeshauser Krankenhaus gebracht. Der Sattelzug konnte seine Fahrt fortsetzen.
EWE liefert
statt Flexgas
Der
Energiedienstleister
EWE
springt für die Kunden des
insolventen Billiganbieters
Flexgas ein. Betroffen sind
3000 im EWE-Versorgungsgebiet ansässige Haushalte.
Schon für die insolvente
Flexstrom-Gruppe hatte die
EWE die gesetzlich vorgeschriebene
Ersatzversorgung übernommen, weil sie
der Grundversorger ist. EWE
beliefert die Mehrzahl der
Haushalte in der Region. Die
von der Flexgas-Pleite Betroffenen erhalten in den
nächsten Tagen ein Begrüßungsschreiben von EWE
Vertrieb. Es enthält ein Angebot zum Festpreisprodukt
EWE Erdgas fix. Es kann
aber auch das passende Produkt aus den anderen EWEAngeboten genutzt werden.
oldenBurg
(Has).
aus den geMeInden
Freiwillige zeigen Kindern,
wie sie Energie sparen können
Ihren Freiwilligendienst
im Regionalen Umweltzentrum Hollen beurteilen fünf junge Menschen durchweg positiv.
Für das RUZ sind die
Helfer sehr wichtig.
Von Katja ButschBach
Hollen. „Der Bundesfreiwil-
ligendienst hat mir sehr viel
gebracht“, sagt Marvin
Wawrzinek. Der 19-jährige
Bookholzberger leistet seit
Sommer 2012 beim Regionalen Umweltbildungszentrum Hollen (RUZ) seinen
Freiwilligendienst. Er möchte Lehrer werden: „Hier habe ich schon Praxiserfahrungen gesammelt.“ Kollege
Stephan Schöne zieht ein
ähnlich positives Fazit,
ebenso wie Jana Drieschner,
Katharina Lindenthal und
Fatima Bourji, die beim RUZ
ein Freiwilliges Ökologisches Jahr (FÖJ) ableisten.
Der Bundesfreiwilligendienst ist für die Einrichtung laut Geschäftsführerin
Marina
Becker-Kückens
„ein Segen“. Für Zivildienstleistende hätte das
RUZ monatlich fast 500
Euro zahlen müssen, die
235 Euro Taschengeld beim
Freiwilligendienst
übernimmt der Bund. Es gibt
immer mehr Bewerbungen
um FÖJ-Plätze – auch durch
das Abitur nach zwölf Jahren. „Viele wollen ein Jahr
Zeit zum Überlegen“, sagt
Becker-Kückens.
Bewährungs- statt Haftstrafe
Heute TSV-Arbeitsdienst ner glimpflichen Strafe von
gen Samstag, 27. April, wird
beim TSV Ganderkesee wieder ein Arbeitsdienst auf
der Sportanlage stattfinden.
Um einen sicheren Übergang für die Sportler vom
Vereinsheim am Immerweg
zu den Fußballplätzen auf
der anderen Straßenseite
zu ermöglichen, wird ein
Weg neu gepflastert, und
der Zugang wird verkehrsberuhigt verlegt.
CDU-Frauen tagen
kIrcHHatten. Die Frauen-
Union der CDU im Landkreis Oldenburg versammelt sich am Montag, 29.
April, um 19 Uhr im Deutschen Haus in Kirchhatten.
Unter anderem sind die
Vorsitzende, die Stellvertreterinnen, die Schriftführerin und Beisitzerinnen zu
wählen. Die Bundestagskandidatin Astrid Grotelüschen wird erwartet.
Zum Kirchentag radeln
WüstIng. 13 Radler brechen morgen, Sonntag, per
Rad zum Kirchentag in
Hamburg auf. Pastor Udo
Dreyer, Wüsting, leitet die
Gruppe. Unterwegs wird
dreimal übernachtet.
Das bestätigt Stephan
Schöne. Der Ganderkeseer
wusste zwar, dass er etwas
mit Musik machen wollte,
aber er musste sich noch auf
die Aufnahmeprüfung vorbereiten. Jetzt übt er nachmittags, hat die Gitarre auch
schon mit zum RUZ gebracht und am Lagerfeuer
musiziert. Bei Apfelseminaren, die er allein leitete,
sammelte der 19-Jährige mit
Kindern Äpfel, machte mit
ihnen daraus Saft. Auch Jana
Drieschner aus Delmenhorst wollte nicht sofort
Gericht ahndet
Drogentat milde
ganderkesee (rH). Mit ei-
ganderkesee. Am heuti-
Die arbeit mit Kindern im Regionalen umweltbildungszentrum begeistert die FÖjler und Bufdis (von links): Marvin Wawrzinek, Katharina Lindenthal, stephan schöne, jana Drieschner und Fatima Bourji an der Essensausgabe.
Foto: Katja ButschBach
sechs Monaten auf Bewährung ist am Mittwoch ein
31-jähriger Mann aus Ganderkesee vor dem Schöffengericht
Delmenhorst
davongekommen.
Die
Staatsanwaltschaft
hatte
dem wegen Drogendelikten
vorbestraften Mann gewerbsmäßigen Handel mit
Betäubungsmitteln in
16 Fällen vorgeworfen. Der Angeklagte
hätte sich daher
auf einen Einzug
ins Gefängnis
einstellen müssen, wenn er in
vollem Umfang verurteilt
worden wäre. Doch im
Rahmen eines gesetzlich
erlaubten „Deals” einigten
sich Gericht, Staatsanwältin und Verteidiger auf eine
deutliche Reduzierung der
Strafvorwürfe.
Laut Anklageschrift soll
der 31-Jährige im Verlauf
des Jahres 2011 in Ganderkesee in mindestens 15 Fällen als Dealer jeweils zirka
ein Gramm Kokain beziehungsweise
zirka
drei
Gramm Amphetamine an
einen Drogenkonsumenten verkauft haben. Wenn
dem Angeklagten diese Taten nachzuweisen gewesen
wären, hätte es sich um einen gewerbsmäßiges Drogenhandel gehandelt, da
der Mann dann über einen
längeren Zeitraum mit eindeutiger Gewinnabsicht tätig geworden wäre.
Doch der vom Vorsitzenden Richter als Zeuge geladene angebliche Konsument war gestern nicht vor
Gericht erschienen.
Da er aus Sicht aller Prozessbeteiligten
bereits
laut Aktenlage
als relativ unzuverlässig einzustufen war, verzichtete das Gericht auf eine Verschiebung
des Prozesses samt einer
zwangsweisen Vorführung
des säumigen Zeugen.
Stattdessen ließ es im Einvernehmen mit der Staatsanwaltschaft sämtliche 15
Anklagevorwürfe
gegen
den 31-Jährigen fallen.
Übrig blieben daraufhin
am Ende lediglich die Drogenfunde, die Polizeifahnder im November des Jahres 2011 im Verlauf einer
Razzia in der Ganderkeseer
Wohnung des Angeklagten
hatten finden können. Der
Vorwurf der Gewerbsmäßigkeit war damit allerdings
vom Tisch.
zum Studium wegziehen.
Die 18-Jährige kümmert
sich auch um Büroarbeiten,
will ein duales Studium bei
der Delmenhorster Verwaltung beginnen.
Die Tätigkeiten beim RUZ
sind
abwechslungsreich:
Marvin Wawrzinek begeistert sich unter anderem für
das Holzhacken und das
Bogenbauen. Mit Katharina
Lindenthal brachte er Kindern bei Energieteam-Schulungen bei, wie sie Energie
sparen können. Zwei Wochen hatten sie Zeit, „was
auf die Beine zustellen“. Das
habe die Selbstständigkeit
gefördert, meint Lindenthal.
Mittlerweile weiß sie, in welche Richtung es für sie beruflich gehen soll: Sie hat
sich für Physiotherapie für
Tiere entschieden. Auch Fatima Bourji hat feste Pläne:
Sie möchte an der Universität Vechta Sozialwissenschaften studieren. Die
Ganderkeseerin ist gelernte
Fremdsprachenkorrespondentin, absolvierte beim
RUZ den praktischen Teil
ihrer Hochschulreife und
jetzt ein halbjähriges FÖJ.
Die Zeit beim RUZ hat sie
wie ihre Kollegen auch zu
einem anderen Einkaufsverhalten animiert – regionale
Produkte stehen jetzt weit
oben auf der Einkaufsliste.
Für dieses Jahr haben
sich beim RUZ bislang ausschließlich Jungen beworben – „wir brauchen noch
Mädchen“, sagt Becker-Kückens. Seit 18 Jahren bietet
das RUZ Plätze für das FÖJ
an.
 Ihre Meinung zum Beitrag:
katja.butschbach@dk-online.de
Bremer Wetter am Mittelmeer
zerrt an Radlers Nerven
Wolfgang Denker fährt 1400 Kilometer für Kinderaugen
Hude (Has). Wolfgang Denker verbucht seine Radtour
von Mailand nach Barcelona als „Erfahrung, die
,Mann‘ mal gemacht haben
muss“. Bei unerwartet miesem Wetter hat er die
1400-Kilometer-Strecke im
Alleingang in acht Etappen
abgestrampelt. „Durchgehalten hab’ ich nur, weil ich
’was Gutes für den Verein
Kinderaugen tun wollte“,
resümiert er die Tour, die
ihn von Freitag, 22. März,
bis Freitag, 30. März, täglich
in den Sattel seines Rennrads gebracht hat.
Blauer Himmel und Blick
aufs Mittelmeer – so hatte
sich der Huder Öko-Bauunternehmer die Tour vorgestellt. Doch es kam anders. Immer wieder Regen,
drei Tage davon ohne Pause. Radwege gab es in allen
drei Ländern nicht. Das
Mittelmeer war in ganz
Frankreich kaum einmal zu
erblicken, eine Küstenstraße gibt es dort nicht.
Auf seine nächste Ferntour im Fahrradsattel –
Schottland soll es sein – will
sich Denker sprachlich besser vorbereiten. „Franzosen
reagieren
weder
auf
Deutsch noch auf mein
Schulenglisch“, hat er leid-
voll erfahren. Das mag dazu
beigetragen haben, dass er
eine Nacht auf Lumpen geruht hat und eine andere
beinahe gar nicht. Der einzige Wirt am angepeilten
Zielort ließ den durchnässten Fremdling nicht ins
Haus. „Das hieß 30 Kilometer weiterradeln in den
nächsten Ort“, so Denker.
Immerhin: Auf der letzten
Etappe an der Costa Brava
hatte er das Meer vor Augen
und die warme Sonne auf
dem Rücken.
20 Cent pro Kilometer für
Kinderaugen – so lautete
das Versprechen vor dem
Start. Denker hat aufgerundet und dem Vereinsvorsitzenden Uwe Schubert gestern 300 Euro ausgehändigt.
„Wir wollen einen Verein im
Kosovo, der behinderte
Kinder transportiert, mit
einem Fahrzeug unterstützen“, kündigt Schubert an.
Für den Verein Kinderaugen geradelt: Der Vorsitzende uwe schubert
(links) hat von Wolfgang Denker 300 Euro erhalten.
Foto: REinER haasE
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