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1/2 hoch Wie Unternehmen von Te c h n o l ogieparks profi t i e r e n

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BUSINESS B2B special
Wie Unternehmen von Technologieparks profitieren
Austro-Silicon-Valleys
fahrt- und Rüstungskonzern
EADS. Berner: „Wir haben
es tatsächlich geschafft, eines
der legendären EurofighterGegengeschäfte an Land zu
ziehen.“ Die Hagenberger
führen Strukturberechnungen
für Flugzeugkörper durch, die
im EADS-Konzern selbst
nicht zu lösen waren.
Technologieparks fördern die
Kooperation zwischen Wirtschaft
und Forschung.
Und helfen Startups auf die Beine.
G. Spiesberger: Geschäftsführer des
Techcenter Linz ist fast ausgebucht.
T
echnologie kennt
keine Grenzen.
Alexander Kuntz,
Geschäftsführer
der Passauer Softwarefirma Virteo, übersiedelte
Ende 2002 einen Teil seiner
Firma kurzerhand nach Österreich, ins TechCenter Linz.
„Wir sind vor dem schlechten
Wirtschaftsklima in Deutschland in ein menschlich und
wirtschaftlich tolles Umfeld
geflüchtet.“ Diese Flucht hatte
auch strategische Gründe, sagt
der Virteo-Chef: „Österreich
ist ein ideales Sprungbrett für
die Ostexpansion – und Oberösterreich im Besonderen.“
Die Förderungen des Landes
waren laut Kuntz nur mehr
das Sahnehäubchen auf dem
Kaffee.
Tatsächlich: Oberösterreich
hat sich in den letzten zwei
Dekaden zu einem Pionierland im Technikbereich gemausert. So arbeitet ein Gutteil der heimischen IT-Avantgarde in dortigen Technologieparks.
Business, Ausbildung und
Forschung auf einem Fleck.
Gerade junge Unternehmen
sind auf gezielte Impulse angewiesen. In der Technologiebranche ist das „Networking“
mit ähnlichen Firmen oft erst
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Internet-Reiseportal Tiscover.
Mitte der 90er wandte sich
die Tirol Werbung an das
Institut für anwendungsorientierte Wissensverarbeitung.
„Wir hatten das Know-how,
aus den Zigtausenden Tourismusdaten eine Plattform zu
entwickeln“, erzählt Softwarepark-Manager Peter Berner. Diese Zusammenarbeit
währt bis heute, und die ständige Innovation beschäftigt
heute zehn Entwickler in
Hagenberg.
Wie gut das Missing Link
zwischen Wirtschaft und Forschung funktionieren kann,
zeigt auch eine aktuelle
Kooperation mit dem Luftder Grund, dass aus Ideen
Geschäfte werden, und noch
leichter funktioniert das, wenn
der Partner gleich nebenan
sitzt. Nicht selten kommen die
zündenden Ansätze aus dem
universitären Forschungslabor
und werden dann zur Geschäftstauglichkeit entwickelt.
Im ältesten oberösterreichischen Techzentrum, dem Softwarepark in Hagenberg, arbeiten heute 1.000 Studenten und
600 Angestellte in zahlreichen Projekten zusammen. Da
kommen mitunter so erfolgreiche Projekte heraus wie das
Starthilfe, günstige Mieten und
Gleichgesinnte
Traditionelles Technologiemekka ist Oberösterreich.
Softwarepark Hagenberg. Nur
15 Minuten von Linz entfernt,
versucht man Ausbildung, Forschung und Wirtschaft zusammenzubringen. Expansion der
FH und spezielles Gründerzentrum („Arbeiten & Wohnen“)
sind geplant. Miete oder Kauf
möglich auf dem 200.000-m2Grundstück. Mieten: zwischen
7,50 und 8,30 Euro.
TechGate Wien. Der erste Wiener Wissenschafts- und Techno-
Eine überregionale Anlaufstelle für die geschätzten
80 Tech-Parks ist der Fach-
verband der Technologiezentren (www.inna.at), der
auch bei der Standortsuche
Networking fällt im
Technologiepark
leichter als woanders
hilft. Je nach Ausprägung folgen die Zentren meist bestimmten Technologieschwerpunkten (etwa Softwareentwicklung, Telekom). Oftmals
sind auch Gründerzentren mit
Inkubatoren-Funktion oder
Fachhochschulen- und Forschungseinrichtungen integriert. Heute arbeiten gut
1.300 Unternehmen – vornehmlich KMU – in diesen
logiepark auf der Donauplatte ist
zu 95 Prozent ausgelastet, Minibüros und Labors gibt es noch.
Ausbaustufe 2 „TechGate
TOWER“ ist in Planung. Hauptmieter sind Forschungszentren,
kein klassisches Gründerzentrum. Mietpreis auf Anfrage.
TechCenter Linz Winterhafen.
Technologie-Hot-Spot in
unmittelbarer Stadtnähe. Mit
52 Unternehmen fast zu 100
Prozent ausgelastet, Expansion
geplant. Gründerförderung der
Stadt (zwischen 30 und 50 %
Mietzuschuss) zieht junge
Unternehmen an. Mieten: zwischen 8,36 und 9,16 Euro.
Techbase. Neben dem Siemens-
Genug Platz für das Arbeiten
in realen und virtuellen Welten.
Headquarter entsteht ein Technologie- und Gründerzentrum mit
Schwerpunkt Verkehr & Mobilität.
FH-Studiengänge und Anker-Mieter Arsenal Research sind dort.
Wien, NÖ und Burgenland bauen
gemeinsam. Fertigstellung: 2005.
Mietpreise: ca. 10 Euro.
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BUSINESS B2B special
TechCenter Winterhafen (l.), Hörsaal der Fachhochschule in Hagenberg.
Technologieparks und beschäftigen 10.000 hoch qualifizierte Mitarbeiter. „Die
Technologiezentren sind aus
der Wirtschaftspolitik im internationalen Standortwettbewerb nicht mehr wegzudenken“, urteilt Fachverbandsgeneralsekretär Clemens Strickner.
Doch auch in den anderen Bundesländern und der
Hauptstadt Wien fördern
Bund und Land die Ansiedelung in diesen Parks. In
Wien hat sich der Wiener
Wirtschaftsförderungsfonds
(WWFF) mit einigen Projekten als kompetenter Komplett-
anbieter profiliert. Es werden
nicht nur hochwertige Technologieimmobilien wie etwa
die Tech Base und das Business & Research Center
Höchstädtplatz errichtet (beide 2005 fertig). Das Zentrum
für Innovation und Technologie (ZIT) hat auch eine besondere Förderform entwickelt. Die kreativsten Jungunternehmer werden in Wien
bei Businessplanwettbewerben „gecastet“. „Durch diese
Bewerbe wollen wir die Ansiedelung in den Mietobjekten
gezielt fördern“, sagt Rainer
Holzer, Leiter der Projektentwicklung beim WWFF.
So wird es in der Tech Base
auch ein Gründerzentrum geben, wo junge Unternehmer
Kleinbüros mit kompletter
Infrastruktur günstig mieten
können. Auch am Höchstädtplatz soll es günstige Büros und
Starthilfecoaching geben.
Leitfirmen bestimmen die
Ausrichtung. Meist gibt es
einen Anker-Mieter, um den
herum sich andere Firmen
ansiedeln. In der Tech Base
ist es Arsenal Research mit
dem Klima-Wind-Kanal, am
Wiener TechGate sind es
Telekom-Forschungsinstitute.
Beim Projekt „Science Park“
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Tagungszentrum „Skylobby“ am Tech Gate Vienna.
am Wörthersee wird es Mautspezialist Kapsch TrafficCom
sein. Die nächsten Parks sind
bereits in Planung: etwa das
ICT Tyrol oder die zweite
Baustufe des Techgate Vienna.
Im Marchfeld entsteht auf
140 Hektar gleich der größte
Park des Landes. Mittlerweile
herrscht kein Mangel mehr an
kleinen rotweißroten Silicon
Valleys. Die besten Anregungen holen sich die Parkmanager bei den Vorbildern. Die
Studienreisen des Fachverbandes gehen schon auch mal
ins sonnige Kalifornien, ins
richtige Silicon Valley.
– BARBARA MAYERL
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