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Interregionale Zusammenarbeit in Europa (INTERREG EUROPE

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3. Juni 2014
Interregionale Zusammenarbeit in Europa (INTERREG EUROPE) – Wie geht es
weiter in der Förderperiode 2014-2020?
Das europäische Programm INTERREG fördert die transnationale Zusammenarbeit
zwischen Städten, Regionen und Mitgliedstaaten der Europäischen Union und ist Teil der
europäischen Strukturpolitik. Im nachfolgenden Text wird eine Übersicht über das
strukturpolitische Ziel „Europäische territoriale Zusammenarbeit“ gegeben und dabei näher
auf das Programm „INTERREG EUROPE“ eingegangen, in welchem Akteure aus der
Metropolregion Frankfurt/Rhein-Main antragsberechtigt sind.
1.1 INTERREG als Teil der Europäischen territoriale Zusammenarbeit
Das Programm INTERREG ist Teil des Ziels „Europäische territoriale Zusammenarbeit“ im
Rahmen der europäischen Strukturpolitik. In der jetzigen vierten Förderperiode (2014-2020)
umfasst INTERREG V drei Ausrichtungen:
-
grenzübergreifende Zusammenarbeit (Ausrichtung A): Weiterentwicklung der wirtschaftlichen und sozialen Zusammenarbeit in benachbarten Grenzregionen. (Das Gebiet
der Metropolregion Frankfurt/Rhein-Main liegt nicht in einer solchen Grenzregion);
-
transnationale Zusammenarbeit (Ausrichtung B): staatenübergreifende Zusammenarbeit
zwischen nationalen, regionalen und lokalen Behörden, Universitäten und Nichtregierungsorganisationen und KMU in transnationalen Kooperationsräumen zur
Stärkung einer harmonischen räumlichen Entwicklung des gesamten Gebietes der EU;
-
interregionale Zusammenarbeit (INTERREG EUROPE ehemals Ausrichtung C):
Kooperationsnetze und Erfahrungsaustausch.
1.2 INTERREG EUROPE
Das INTERREG-EUROPE-Programm verfügt für den Zeitraum 2014-2020 über ein aus dem
Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE) stammendes Budget in Höhe von
359 Mio. Euro. Förderfähig sind nationale, regionale oder lokale Behörden sowie andere
Institutionen des öffentlichen Rechts.
1.3 Das Operationelle Programm INTERREG EUROPE und seine Prioritäten
Das Operationelle Programm konkretisiert die Ziele und Strategien und legt die Inhalte, die
thematischen Prioritäten sowie die Aufteilung der Mittel und die Beschreibung des
Verwaltungs- und Kontrollsystems fest.
Gemäß der Strategie „Europa 2020“, die die wichtigsten europäischen Themen und Herausforderungen bis zum Jahr 2020 festlegt, werden nach dem Entwurf des Operationellen
Programms INTERREG EUROPE folgende vier Themen gefördert werden:
1.
Forschung, technologische Entwicklung und Innovation
2.
Wettbewerbsfähigkeit von KMU
3.
CO2-arme Wirtschaft
4.
Umwelt- und Ressourceneffizienz.
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3. Juni 2014
Das Operationelle Programm von INTERREG EUROPE befindet sich zurzeit noch im
Aufstellungsprozess. Am 21. März 2014 endete eine öffentliche Konsultation, so dass im
Sommer mit einer Programmversion gerechnet werden kann, die der Europäischen
Kommission zur Genehmigung vorgelegt werden kann.
1.4 Projekte und Antragstellung
Die Genehmigung des Programms durch die Kommission wird voraussichtlich Ende des
Jahres 2014 erfolgen, so dass voraussichtlich ab Mitte Februar 2015 mit den ersten
Programmaufrufen gerechnet werden kann. Fest stehen bereits die Aktionen, die durch
INTERREG EUROPE finanziert werden können. Es sind Kooperationsprojekte und
Plattformen.
a)
Kooperationsprojekte
Kooperationsprojekte sind Partnerschaften, bestehend aus öffentlichen Organisationen
unterschiedlicher europäischer Länder, die drei bis fünf Jahre zusammen arbeiten, um ihre
Erfahrungen zu einem bestimmten Politikfeld auszutauschen. Jede an diesem Kooperationsprojekt beteiligte Region erstellt einen Aktionsplan. Durch diesen wird detailliert
sichergestellt, was in der Region getan wird, um die aus der Kooperation gezogenen Lehren
auch in der Praxis umzusetzen. An der Beantragung und Umsetzung eines Kooperationsprojekts müssen mindestens drei Partner aus zwei verschiedenen EU-Mitgliedstaaten
beteiligt sein. Aufforderungen zur Einreichung von Projektvorschlägen werden über die
gesamte Programmlaufzeit hin veröffentlicht.
b)
„Policy-Learning“ – Politik-Lernplattformen
Das Programm INTERREG EUROPE unterstützt europäische Regionen durch so genannte
Politik-Lernplattformen zu den vier oben genannten Themen. Die Plattformen (Netzwerke)
sollen einen Raum für kontinuierliches Lernen geben, in dem jede Organisation, die sich mit
Politiken zur Regionalentwicklung in Europa befasst, die Möglichkeit hat, Lösungen zur
Verbesserung des Managements und der Umsetzung dieser Politiken im Bereich der vier
oben genannten Themen zu finden. Im Rahmen der Plattformen bietet das Programm
individuelle Beratungen und thematische Seminare an. Weiterhin finden die Zielgruppen auf
den Plattformen Empfehlungen zur Gestaltung und Umsetzung von Investitions- und
Strukturfondsprogrammen.
1.5 Kontakt
Für allgemeine Informationen zu INTERREG EUROPE können Sie gerne das Europabüro
der Metropolregion FrankfurtRheinMain unter: europa@region-frankfurt.de kontaktieren.
Weitere Informationen finden Sie unter www.interreg4c.eu/interreg-europe.
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