close

Anmelden

Neues Passwort anfordern?

Anmeldung mit OpenID

11.12.2012 Wie funktionieren die neuen Multi-Channel - Textination

EinbettenHerunterladen
TEXTINATION NEWSLINE
E RLEBNIS -S HOPPING – D IE Z UKUNFT
11.12.2012
VON
M ULTI -C HANNEL -C OMMERCE
Wie funktionieren die neuen Multi-Channel-Abverkaufsstrategien? Wie können Handel und
Industrie die neuen Kommunikationssysteme nutzen? Wie kann man sie mit eigenen Netzwerkideen verbinden? Wie kann der Handel Kunden über digitale Kanäle in das eigene Geschäft locken? - Fragen, denen sich der Fachvortrag von Sebastian Raßmann und Sven
Tollmien auf dem Digital Fashion Day in Düsseldorf stellte.
„Der Point of Experience (POE) ist eine Weiterentwicklung und multisensorische Aufwertung des Point of Sale (POS), die nicht zuletzt aus der besonderen Bedeutung eines einzigartigen Einkaufserlebnis für die Kundenbindung resultiert. Mit der Chain of Experience wird dieser Gedanke aufgegriffen und um die Dimensionen des aktiven Teilens, der Interaktion durch
Kunden und der Verknüpfung von Prozessen erweitert“, erläuterte Sebastian Raßmann, Senior Innovation Advisor der Hamburger TrendforschungsAgentur TrendOne. Zusammen mit seinem Kollegen Sven Tollmien gehörte
er zu den Gastrednern auf dem Digital Fashion Day des Modemagazins TM
am 29. November in Düsseldorf.
Die beiden Trendexperten hatten zahlreiche Beispiele mitgebracht, wie
schon heute an jedem POE der Kauf durch Ton, Licht und digitale Interaktion begleitet wird, um ein angenehmes Verkaufserlebnis zu schaffen, mit
dem sich der Verbraucher identifiziert. „Schon immer entsteht die grundlegende Bereitschaft der Kunden, über ihre Erlebnisse zu berichten und sich
auszutauschen durch eine Emotionalisierung. Neu ist die immer stärkere
© TrendOne GmbH
Vernetzung des bisher geschlossenen Systems des POE mit der digitalen
Welt. Der Handel forciert eine Interaktion und bietet dem Kunden Kommunikationsanlässe, um das
unmittelbar Erlebte in das Web zu transportieren.
© Gerd Altmann / pixelio.de
Es entsteht eine Verkettung von Geschehnissen, eine vernetzte Berichterstattung – die
Chain of Experience“, erklärte Sven Tollmien.
Im Unterschied zu den ortsspezifischen und
individuellen Erfahrungen des POE zeichne
sich die Chain of Experience vor allem durch
die Option aus, die gemachten Erfahrungen
aktiv zu teilen und sich zu vernetzen. Positive
Erfahrungen am POE würden direkt in soziale
Medien eingespeist, verbreitet und auch wieder an den POE zurück gespielt. Somit werde
das Kauferlebnis am POE um eine soziale
Komponente erweitert.
Einige richtungsweisenden Beispiele:
QR-Kampagne spielt mit Licht und Schatten
E-Mart, eine südkoreanische Supermarktkette, hat potenziellen Kunden in ihrer Kampagne „Sunny
© Textination GmbH
–1–
Sale“ per QR-Code exklusive Angebote übermittelt, die nur an speziellen
Standorten und nur in der Mittagspause zwischen 12 und 13 Uhr gescannt
werden konnten. Sie führten die Kunden zu Läden, die extra dafür eingerichtet wurden und in denen sie einen Rabatt von 25 Prozent erhielten.
Interaktive Kleiderbügel zeigen Ranking an
Die Bekleidungskette C&A im brasilianischen Sao Paulo ließ die zehn
neuesten Teile der Kollektion im Rahmen der „C&A Fashion Likes“-Aktion
eine Woche lang von Internetnutzern nach Gefallen bewerten. Diese „Likes“ wurden im Flagship-Store von C&S auf speziellen Kleiderbügeln in Echtzeit angezeigt.
Mit LED und Smartphone auf dem richtigen Weg
Das Konzept des Start-ups ByteLight ist es, den Kunden
schneller und zielgerichteter durch den Supermarkt zu lenken.
Über LEDs, die anstelle von gewöhnlichen Lampen eingesetzt
werden und ein Signal an das Smartphone des Nutzers senden, wird dieser beispielsweise anhand seiner Einkaufsliste
durch den Supermarkt gelenkt. Steht er vor dem richtigen Regal, werden ihm über das Signal der Lampen individualisierte,
drahtlose Vorschläge auf sein Smartphone geschickt.
© Uwe Bergeest / pixelio.de
Nach Ladenschluss am Schaufenster einkaufen
PayPal hat ein System vorgestellt, das Schaufenster außerhalb der Ladenöffnungszeiten in interaktive Onlineshops verwandelt. Die Verbindung vom Nutzer zum Schaufenster wird über das
Smartphone hergestellt auf dem verfügbare Produkte abgebildet und direkt gekauft werden können.
Schaufensterbummel überall und zu jeder Zeit
„Svpply's Store Explorer“ zeigt auf einer Karte an, wo welche Einkaufsboutiquen zu finden sind, welche Freunde
schon dort waren und was es dort zu kaufen gibt. Dies ermöglicht virtuelles Schaufensterbummeln und das Entdecken von Produkten jenseits von Öffnungszeiten und räumlichen Distanzen.
Im Park shoppen dank Augmented Reality
Wer zuvor die Augmented-Reality-Applikation „Layar“ heruntergeladen hatte, sah die neueste Kollektion und die da© istockphoto
zugehörigen Produktinformationen des niederländischen
Modelabels YOUASME MEASYOU mittels Smartphone im Vondelpark in Amsterdam hängen. Per
Knopfdruck konnten die Kunden im Pop-up-Store das gewünschte Teil auch gleich über ihr
Smartphone kaufen.
Virtuelle Schuhanprobe in 3D
Das Schuhhaus Görtz setzt in einigen seiner Filialen eine virtuelle Schuhanprobe in 3D ein, die von der Hamburger Werbeagentur Kempertrautmann entwickelt wurde. Das System simuliert die Anprobe vor einem Spiegel, der hier durch einen Bildschirm ersetzt wurde. Drei Microsoft Kinects analysieren zuerst
die Füße des Kunden. Das von diesem ausgewählte Paar Schuhe wird dann in Echtzeit mit seinen Bewegungen synchronisiert.
© meltis / pixelio.de
© Textination GmbH
–2–
Anprobe im Wohnzimmer
Das englische Start-up Bodymetrics ist ein Shopping-Tool, mit dem
Nutzer Bekleidung virtuell vor dem heimischen Fernseher anprobieren können. Das System basiert auf Sensoren und einer Kamera, die
an den Ferseher angeschlossen werden. Innerhalb weniger Sekunden wird der Körper des Nutzers ausgemessen und als Profil bei
Bodymetrics gespeichert.
Kleidung virtuell anprobieren und Freunde befragen
Das Technologieunternehmen Razorfish hat mit Hilfe der Bewegungssteuerung Kinect eine Shoppingplattform namens „KinectShop“
entwickelt, die als virtuelle Ankleidekabine genutzt werden kann. Nutzer können vor einem Bildschirm durch Bewegungen die gewünschte
Kleidung und Accessoires aussuchen und sehen, wie diese an ihnen
aussehen würden. Über das Smartphone kann das gewünschte Stück
gekauft oder über soziale Netzwerke geteilt werden.
Virtuelle Umkleidekabine für zu Hause
© Benjamin Thorn / pixelio.de
FaceCake Marketing Technologies hat die virtuelle Umkleidekabine
„Swivel“ für das heimische Wohnzimmer entwickelt, die auf einer gestengesteuerten Augmentes
Reality-Technologie basiert. Bei „Swivel“ können virtuelle Kleider oder Accessoires aus Internetshops per Handbewegung ausgesucht, anprobiert und gekauft werden.
Pimkee sagt Trendfarben voraus
Die französische Modekette Pimkee nutzt Aufnahmen aus europäischen Modemetropolen wie Paris
oder Mailand, um Trendfarben zu ermitteln. Happiness Brussels hat dafür digitale Kameras aufgestellt. Eine spezielle Software filtert die Videoaufnahmen und erzeugt daraus Infografiken, die in
Echtzeit aufzeigen, welche Farben an den jeweiligen Orten gerade im Trend liegen.
Susanne Schaper
© Textination GmbH
–3–
Document
Kategorie
Internet
Seitenansichten
2
Dateigröße
178 KB
Tags
1/--Seiten
melden