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Energiewende 2050: Wie weiter? - SAMD

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Projektwoche G5 Schwerpunkt Mathe/Physik 2013: Energiewende Schweiz und die Stolpersteinen
Energiewende 2050: Wie weiter?
Am 4. September 2013 hat der Bundesrat die Botschaft zum ersten Massnahmenpaket der
Energiestrategie 2050 verabschiedet und dem Parlament überwiesen. Ziel ist der etappenweise
Umbau der Schweizer Energieversorgung bis 2050, der insbesondere durch die Senkung des
Energieverbrauchs und der zeitgerechten und wirtschaftlich tragbaren Ausbau der erneuerbaren
Energien erreicht werden soll.
Im Jahr 2011 haben Bundesrat und
Parlament den schrittweisen Ausstieg aus der
Kernenergie beschlossen. Die fünf
bestehenden Kernkraftwerke sollen am Ende
ihrer sicherheitstechnischen Betriebsdauer
stillgelegt und nicht durch neue
Kernkraftwerke ersetzt werden. Das
Kernkraftwerk Mühleberg könnte damit das
erste sein das voraussichtlich im Jahr 2019
vom Netz genommen wird.
AKW Gösgen
Die Schweiz importiert heute rund 80% ihrer
Energie. Sie ist damit sehr stark
auslandabhängig und bei Verknappungen
preislich verletzlich. Der Energieverbrauch
pro Kopf ist mit 6400 Watt sehr hoch. Er liegt
damit weit über dem gewünschten Ziel von
2000 Watt pro Kopf. Der Anteil fossiler
Energie am Energiemix beträgt rund 66%.
Jede Schweizerin und jeder Schweizer
produziert pro Jahr rund 6 Tonnen CO2. In
der angestrebten 2000-Watt-Gesellschaft
soll nur noch jährlich 1-1.5 Tonnen pro Kopf
produziert werden. Das äusserst ehrgeizige
Ziel soll in Etappen erreicht werden: bis 2020
Energie Balans 2000-Watt-Gesellschaft
setzt die Regierung auf Förderung, nach
2020
auf Lenkung.
Die Energiestrategie 2050 des Bundesrates
basiert auf folgenden Grundsätzen:
-jede Energie möglichst sparsam und rationell
verwendet werden soll,
-der Gesamtenergieverbrauch zu einem
wesentlichen und kontinuierlich steigenden
Anteil aus erneuerbaren Energien zu decken ist,
-die Kosten der Energienutzung möglichst nach
dem Verursacherprinzip zu tragen sind,
-für den Bau und Umbau von fossilen
Stromproduktionsanlagen eine
Notwendigkeitsprüfung vorzunehmen ist, und
-die Massnahmen und Vorgaben der
Energiegesetzgebung technisch, betrieblich
möglich und wirtschaftlich tragbar sein müssen.
Testanlage Geothermie Heizkraftwerk St Gallen
Der Bundesrat hat auch bekannt gegeben, mit
welchen Kosten er rechnet: 126 Milliarden
Franken bis 2050 oder 3 Milliarden jährlich für
die anstehende Erneuerung und den Betrieb
der bestehenden Kraftwerke. Für den Bau und
den Betrieb neuer Kraftwerke rechnet der
Bundesrat mit Kosten von 67 Milliarden
Franken. Hinzu kommen 18 Milliarden für den
Um- und Ausbau der Stromnetze.
Die Schweiz steht in den nächsten Jahren vor
enormen Herausforderungen um die
Energiestrategie 2050 umzusetzen. Heute
wächst der Energieverbrauch pro Kopf immer
noch. In nahen Zukunft müssen Antworten
Wärmepumpen in der Umweltarena Spreitenbach
gefunden werden auf ganz dringende Fragen:
Wie ist die Energiewende zu erreichen ohne den Bau von Kohle- und Gaskraftwerken, welche die die
Umwelt stark belasten? Wie kann eine massive Verteuerung des Stroms verhindert werden, welche
die Wirtschaft und die Bürger stark belastet? Ist der Individualverkehr in einer Weise zu verteuern,
dass sich Personen mit tiefen Einkommen ihm noch leisten können?
In der Projektwoche vom 16.-20. September „Energiewende Schweiz und die Stolpersteinen“, haben
sich die Schüler von G5 Schwerpunkt Mathe/Physik die Energiewende näher unter die Lupe
genommen. In diese Woche haben sie sich insbesondere mit Wasserkraft, Geothermie und
Gebäudetechnik beschäftigt. Anmerkung: In der schweizerischen Energielandschaft nimmt der
Gebäudepark eine Schlüsselrolle ein. 49% des Verbrauchs fossiler Energieträger und 37% des
elektrischen Energieverbrauchs gehen auf die Nutzung von Gebäude zurück!
Das Programm
Projektwoche G5 Schwerpunkt Mathe/Physik 2013: Energiewende Schweiz und die Stolpersteinen
Montag 16 September 2013
8.00 -10.00
10.00 - 11.45
11.45 - 13.00
13.00 - 15.00
15.00 - 16.30
Film die 4. Revolution, 2000 Watt Gesellschaft
Wasserkraft im Landschaft Davos
Pause
Geothermie im Landschaft Davos
Geothermie im Landschaft Davos
Dienstag 17 September 2013
8.00 -10.00
1100
1130
1430
1515
16.00 - 22.00
Anreise Technorama. Thema Energieumwandelungen
Ozonloch und Treibhauseffekt
Megavolts und Kiloamp.
Gase ein Hauch von Nichts
Supraleitung
Essen in Winterthur und Anreise Jugendherberge Richterswil
Mittwoch 18 September 2013
7.00-8.00
8.00 - 9.30
9.30 - 12.00
12.00 - 13.00
14.00 - 17.00
17.00 - 18.00
Aufstehen + Frühstück
Anreise Umweltarena Spreitenbach
Geothermie in Umweltarena Spreitenbach
Lunch
Besuch Kernkraftwerk Gösgen
Anreise Jugendherberge Zofingen
Donnerstag 19 September 2013
7.00 - 8.00
8.00 - 10.00
10.00 - 12.00
13.00 - 15.00
15.00 - 17.00
17.00 - 20.00
Aufstehen, Frühstücken
Anreise Grimselpass
In Zukunft Strom Grimselpas Besucherzentrum
Der Strom entsteht Führung
Wanderung Gelmersee, schlecht Wetter alt. Besucherzentrum Grimseltor Innertkirche
Anreise Jugi Brienz und Nachtessen
Freitag 20 September 2013
8.00 - 9.00
Aufstehen Frühstücken
9.00 - 10.00
10.00 - 12.00
12.00 - 13.00
13.00 - 14.00
14.00 - 16.00
Anreise Verkehrshaus Luzern
Axpo Themeninsel mit verschiedene Energiequellen
Zodiak Planetarium Verkehrshaus
13.00 - 14.00 Rockey Mountain Express
freie Rundgang Verkehrshaus
16.00h
Abfahrt Davos
„Wasserkraft und Geothermie“ von Cis Konings
Zur Einführung in unsere Projektwoche zum Thema ‚Energiewende’ sahen wir uns den Film „Die 4.
Revolution“ an.
In dieser Woche werden wir vieles über erneuerbare Energie lernen, wo sind die Probleme und wo
die Vorteile. Und was können wir selber dazu beitragen, denn so wie der Mensch heute Energie
verbraucht, geht es nicht lange mehr weiter.
Geothermie
Die Geothermie oder auch Erdwärme ist die in der Erdkruste gespeicherte Wärme. Diese Energie
kann sowohl direkt genutzt werden, für z.B. das Heizen und Kühlen von Gebäuden, oder es wird mit
eine Kraft-Wärme-Kopplung elektrischer Strom produziert. Diese Form von Energiegewinnung zählt
zu den erneuerbaren Energien.
Geothermie in Davos
Im Juli 2012 wurde im Kurpark
Davos zum ersten Mal eine
Erkundungsbohrung in einer Tiefe
von 400 Meter durchgeführt. Wie
erwarten, stoss man auf eine
Wasserquelle mit einer
Temperatur von 12°C. Mit dem
Einsetzen von Wasserpumpen
könnte man hier Energie
produzieren, welches etwa die
Hälfte des Verbrauches vom
Kongresszentrum und Hallenbad
abdecken würde, also rund 2 bis 3
Millionen Kilowattstunden pro
Das Bohrloch im Kurpark
Jahr. Heute wird bereits überlegt
eine zweite Bohrung
durchzuführen, jedoch bis rund 2000 Meter Tiefe. Geologen behaupten, dass er eine relativ grosse
Chance gäbe, hier Wasserquellen mit einer Temperatur von bis zu 70°C zu finden.
Geothermie in St. Gallen
Die Tiefbohrung in St. Gallen besteht aus vier Bohrsektionen. Die Erste führt bis 1000 Meter, die
Zweite bis 2500 Meter, die Dritte bis 4000 Meter in den Untergrund. Mit der vierten Bohrsektion
wird dann das Zielgebiet mit den Gesteinsschichten, wo das heisse Wasser vermutet wird,
durchbohrt.
Der Bund hat dem Geothermie-Projekt der Stadt
St.Gallen eine Risikoabsicherung für Geothermie
Anlagen zugesprochen. Die maximale
Garantiesumme bei einem Miss- oder Teilerfolg
entspricht 50 % der anrechenbaren Bohr- und
Testkosten. Mit dem Geld – in St.Gallen maximal 24
Millionen Franken – hilft der Bund, die mit dem
Vorhaben verbundenen finanziellen Risiken zu
reduzieren.
Die unerwarteten Erschütterungen Ende Juli 2013
haben die Ausgangslage für den Verlauf des
Geothermie-Projekts der Stadt St.Gallen verändert.
Als wichtige Entscheidungsgrundlage für das weitere
Vorgehen haben verschiedene Expertenteams alle
zur Verfügung stehenden Daten genau analysiert.
Der Stadtrat hat sich Ende August 2013 nach einer
Prüfung der Gutachten dafür entschieden, das
Geothermie-Projekt mit Modifikationen
weiterzuführen.
Tiefbohrung in St Gallen
Wasserkraftwerk
Auch das Wasserkraftwerk in
Klosters hilft Strom zu produzieren.
Der Davoser See dient als Speicher
für das benötigte Wasser und durch
den Druck, welches das Wasser in
den Wasserleitungen von Davos
nach Klosters ausübt, werden die
beiden Peltonturbinen in Klosters
angetrieben. Hierdurch produziert
dieses Kraftwerk jährlich rund 22
Millionen Kilowattstunden, was
etwa der Versorgung von 5500
Wasserkraftwerk Klosters
Haushalten entspricht.
„Besuch in Technorama“ von Luca Rüegg
Am zweiten Tag unserer
Projektwoche machten wir
uns morgens auf den Weg
nach Winterthur. Als
Transportmittel stand uns
ein kleiner als
angenommener VW zur
Verfügung und so musste
eben immer jemand hinten
im Kofferraum sitzen. Was
zwar gar nicht so schlecht
war, da man da schön
schlafen konnte.
Nach einem kurzen
Schlenker über die
Geothermie Anlage in St.
Plasma Kugel
Gallen kamen wir auch
schon im Technorama an. Sogleich stürzten wir uns auf die verschiedenen
Versuchsaufbauten um endlich mal Anwendung für das zu finden was wir im Schwerpunkt so lernen.
Wir hatten jedoch nicht allzu viel Zeit, da schon
die erste Vorführung wartete. Diese befasste sich
mit der Elektrizität, was perfekt war da wir in der
Schule gerade genau das Gleiche tun. Das war
sehr spannend, da man dadurch neben der
trockenen Theorie auch mal einen Eindruck
darüber bekommt, was das eigentlich genau
heisst. So zum Beispiel mit dem Faraday’schen
Käfig, welcher auch in Form eines Kettenhemdes
auftreten kann.
Newton-Pendel
Optik
Nach der Vorstellung gingen
wir dann schleunigst unsere
hungrigen Mägen füllen in
der hauseigenen Kantine.
Anschliessend zog es uns in
den Themenbereich
Magnetismus. Hier mussten
wir ganz besonders gut
aufpassen und hinschauen,
denn dies ist unser nächstes
Thema im Schwerpunktfach.
Dieses Thema wurde sehr gut
erklärt und man konnte es
sogar spielerisch angehen,
indem man auf einer Platte
mit vier Magneten, deren
Stärke, Frequenz und
zeitliche Differenz beim
angehen untereinander
Magnetismus
einstellen konnte.
Obwohl wir zwar noch viel länger hätten bleiben können, mussten wir die nächste Vorführung
besuchen. In dieser wurde uns erklärt, dass Gase eigentlich ein Hauch von nichts sind, jedoch eine
verheerende Wirkung bei falschem Gebrauch haben können. So wurden auch sehr viele Sachen
zerstört oder in die Luft gejagt.
Glücklicherweise war zum Zeitpunkt
unseres Besuches gerade noch eine
Sonderausstellung zur Vermessung
des eigenen Körpers. So konnte man
erfahren, ob man eine gute
Reaktionsfähigkeit hat, noch gut
hört, kurz- oder weitsichtig ist, der
Puls normal ist oder ein ruhiges
Händchen hat. Eigentlich könnte
man sich so gleich den nächsten
Arzttermin sparen.
Valentin wird vermessen
Zu guter Letzt konnten wir sogar noch ein Experiment wiederholen, welches bei unserem eigenen
Test in der Schule nicht so gut funktionierte.
Das Doppelball Experiment
„Die Umweltarena Spreitenbach und das AKW Gösgen“ von Valentin Marugg
Umweltarena Spreitenbach
Beim Besuch der Umweltarena in Spreitenbach
konnten wir Techniken und Projekte
kennenlernen, welche die Energieeffizienz in
Zukunft (und eigentlich auch schon heute)
steigern können. Von Baumaterialien über
Heizsysteme bis hin zu Elektroautos, gab es hier
so Einiges zu sehen und bestaunen. Es war
erstaunlich zu sehen, wie viel effizienter wir
schon heute leben könnten, aber es wurde uns
auch klar, wie schwierig es sein wird, die
2000kW Gesellschaft zu erreichen. (Wippe)
Jann und Luca im Elektroauto
Geothermie
Zum Thema Geothermie konnten wir in der Umweltarena
Wärmepumpen zu fast jeder bekannten Technik finden: Hier waren
zum einen die „Sole-Wasser Wärmepumpen“, die mit
Tiefenbohrungen von 100m-200m arbeiten oder die „Wasser-Wasser
Wärmepumpen“, welche das Grundwasser zum Heizen nutzen.
Natürlich wurden in der Umweltarena vor allem Wärmepumpen für
den Privathaushalt gezeigt, denn die Firmen wollen schliesslich ihre
Maschinen verkaufen. Mit einer Heizleistung, die dem ca. 4-7-fachen
des Stromverbrauchs entspricht, tragen so einige dieser
Wärmepumpen in der Umweltarena zur Energieeffizienz des riesigen
Gebäudes bei.
Das Innenleben einer modernen Wärmepumpe
Stromverbrauch: 6.12kW
Heizleistung:
29.69kW
Kernkraft
Die Kernkraftwerke spielen bei der Energiewende eine wichtige Rolle. Es scheint zwar ideal zu sein,
dass sie kein CO2 ausstossen, allerdings produzieren sie radioaktive Abfälle, die man in Endlagern
lagern will. Bis heute gibt es allerdings kein einziges Endlager für radioaktive Abfälle.
Für mich persönlich stellt die Kernkraft vielleicht eine Übergangslösung dar, bis Erneuerbare Energien
genug effizient genutzt werden können, aber auch nicht mehr.
Kernkraftwerk Gösgen
Im Kernkraftwerk (KKW) Gösgen
wurde uns zuerst ein Film gezeigt,
indem veranschaulicht wird, wo Strom
heute überall gebraucht wird.
Anschliessend wurde uns auf einer
Führung zuerst die Funktionsweise des
KKWs erklärt und dann durften wir
auch noch den Kontrollraum, den
Maschinenraum, den Generatorraum
und das Areal des KKWs besichtigen.
Wie funktioniert das Kernkraftwerk?
Im Kernreaktor (A) findet die Kernspaltung
statt. Hier zerfällt das Uran in den
Brennelementen (B) bei Protonenbeschuss
zu Plutonium und setzt dabei sehr viel
Energie in Form von Wärme frei. Mit
Steuerstäben (C) kann der Zerfall des Urans
gesteuert werden und so eine
gleichmässige Stromproduktion
gewährleistet werden.
Ein aufgeschnittenes Brennelement mit den Urankapseln
(schwarz) und Steuerstäben
Das KKW arbeitet mit drei getrennten Wasserkreisläufen: Der Reaktorkreislauf (I) beinhaltet Wasser
unter Hochdruck und erhitzt im Dampferzeuger (F) das Wasser des Turbinenkreislaufes (II). Dieses
wird zu Dampf und treibt durch die Ausdehnung die Turbinen (J) und somit den Generator (K) an. Mit
dem Kühlwasserkreislauf (III) wird der Wasserdampf anschliessend wieder kondensiert.
Quelle: www.kkg.ch/de/i/so-funktioniert-ein-atomkraftwerk-akw--_content---1--1240.h
Der Kühlturm ist dazu da, das Wasser bzw. den Dampf des Kühlwasserkreislaufes wieder abzukühlen,
für den erneuten Gebrauch. Obwohl der Kühlturm ca. 150m hoch ist, gehen ca. 2000l Wasser pro
Sekunde verloren.
Der Generator hat eine Leistung von ca. 1000MW. Dies entspricht ungefähr dem Stromverbrauch von
einer Million Schweizerinnen.
Die Hand auf diese Maschine zu halten, war für alle ziemlich eindrücklich.
Kühlturm des KKW Gösgen
Quelle: www.kernenergie.ch
„Wasserkraft am Grimsel“ von Jann Lanker
Am Donnerstag 26 September 2013 besuchten wir den
Grimselpass. Auf dem Weg hielten wir in Innerkirchen, wo
wir uns mit Mittagessen und Informationen eindeckten.
Nach einer Kurvenreichen Fahrt erreichten wir das Hotel
Grimselhospiz. Als wir aus dem Auto steigen packten wir
uns sofort warm ein, denn es war sehr kalt, windig und
neblig. Da wir Proviant dabei hatten konnten wir nicht im
Restaurant essen, jedoch hatte eine Mitarbeitende die
Güte uns in die Kantine der Arbeiter zu lassen wo wir im
warmen unsere Verpflegung zu uns nehmen konnten.
Nach dem Essen besuchten wir das Besucherzentrum der Eingang zum Kraftwerk
Grimselwelt. Diese bietet spannende Informationen zu
den Kraftwerken rund um den Grimmselpass und ausserdem Informiert sie auch über Energie im
Allgemeinen. Das Ziel der Ausstellung ist es die Besucher über den Strom in der Zukunft zu
Informieren.
Nachher besuchten wir eine Führung im Kraftwerk
Grimsel 1. Dieses Kraftwerk hat eine Jährliche Leistung
von 67 MW. Die Produzierte Energie beträgt 100 Millionen
Kilowattstunden, dies entspricht dem Verbrauch von 7700
Einfamilienhäusern. Das Kraftwerk verfügt über 2
Turbinen. Einer Doppel-Peltonturbine, die 35 MW
Leistung und einen Durchfluss von 8 m3 Wasser pro
Sekunde hat. Die andere Turbine wurde erst vor kurzem
eingebaut und ist eine Francis Turbine. Sie liefert eine
Leistung von 32 MW und hat einen Durchfluss von 20 m3
Wasser pro Sekunde. Diese Turbinen werden vom
Grimselsees gepriesen. Der Grimselsee ist ein
Pumpspeichersee, das heisst wenn mehr Energie
produziert wird als benötigt, pumpt man mit Hilfe dieser
überschüssigen Energie das Wasser zurück in den
Grimselsee. Im Rahmen des Projektes KWOplus will die
KWO die Staumauer des Grimselsees um 23 m erhöhen.
Dies hätte zur Folge, dass die Grimselpassstrasse
umgeleitet werden müsste. Die Erhöhung der Mauer
würde die Speicherkapazität von 95 Millionen m3 Wasser
auf 170 Millionen m3 erhöhen. Damit könnten pro Jahr
zusätzlich 510 GWh produziert werden.
Führung im Kraftwerk
Während dieser Führung erzählte uns der Guide viele
interessante Dinge über das Kraftwerk Grimsel 1 und über Transport im Kraftwerk
die Arbeit der Kraftwerke Oberhassli AG (KWO). Die KWO
ist ein Partner der Elektrizitätswerke Bern. Die KWO produziert pro Jahr in 9 Kraftwerken mit 26
Maschinen rund 2350 Gigawatt-Stunden Strom. Dies entspricht rund 7% der durch Wasserkraft
hergestellten Energie. Die KWO ist einer der Grössten Anbieter von Strom der durch Wasserkraft
hergestellt wurde.
Nach dieser sehr interessanten Führung machten wir eine
Wanderung durch die Aare Schlucht. Herr van der Graaff
konnte leider nicht mitkommen, da jemand das Auto zum
anderen Ende der Schlucht bringen musste. Wir hatten aber
auch ohne unseren Lehrer eine unterhaltsame Wanderung. Es
war sehr eindrücklich, denn wenn man in solch einer Schlucht
ist sieht man die Kraft des Wassers, dass diese Schlucht
gebildet hat.
Als wir schliesslich die Wanderung beendet hatten fuhren wir
nach Brienz, wo wir zu früh waren um schon einzuchecken.
Daher machten wir noch einen kurzen Spaziergang entlang
dem Ufer des Brienzersee
Die Aare Schlucht
„Das Verkehrshaus Luzern“ von Marcel Kraft
Der Freitag war der letzte Tag
unserer Projektwoche und
dementsprechend stand das
Thema Energiewende auch
nicht mehr ganz im
Mittelpunkt unserer Reise.
Nach der Abreise von der
Jugendherberge in Brienz
steuerten wir Luzern an und
besuchten dort das
Verkehrshaus. Geplant waren
eine Aufführung im
Planetarium, ein Film im
IMAX und ansonsten noch
freier Rundgang.
Verkehrschaos
Als erstes besichtigten wir allerdings
eine Sonderausstellung der AXPO im
Bereich für Verkehr, die sich vor
allem über die Veränderung der
Mobilität durch die Energiewende
fixierte. Der grösste Teil davon
bestand aus einer Ministadt aus
verschiedensten Elektrogeräten, zum
Beispiel CD-Player-Hochhäusern. Das
ganze wurde von vielen Strassen
vernetzt, auf denen kleine
Elektroautos umherfuhren. Daneben
konnte man ein Quiz absolvieren, das
sich allgemein um Menschen und
Energie handelte. Es gab Fragen
über den Energieverbrauch unserer
Vorfahren und wie heute Energie
Energiequiz
genutzt wird. Die Fragen mussten wir
unter Zeitdruck beantworten, da einem sonst die Energie ausging.
Ein weiterer Teil der Ausstellung thematisierte die Entwicklung der Motoren in Autos. Es waren
verschiedene Motormodelle mit verschieden hohen Verbräuchen ausgestellt. Dazu wurde anhand
von Verbrauchsangaben gezeigt, dass moderne Motoren immer weniger verbrauchen,
beziehungsweise für die gleiche Menge an Benzin mehr leisten.
Ausserdem wurde die Wichtigkeit von
Auto-Recycling gezeigt. In Schaukästen
konnten wir sehen, was für Teile
eingeschmolzen und wiederverwertet
werden können.
Auch wie Emissionen reduziert werden
können war ein Thema. Zum Beispiel
war eine Leichtbaukarosserie
ausgestellt, die zeigte, dass das Gewicht
sehr viel zum Verbrauch eines Autos
beiträgt.
Ein verschrottetes Auto
Nebst den Verbesserungen an Autos wurden auch neue Technologien vorgestellt. Zum Beispiel hatte
es ein Elektroauto über das auch informiert wurde. Auch weitere zukunftsfähige Antriebe wurden
vorgestellt.
Nebst all den Entwicklungen
ums Auto wurde uns die Frage
gestellt, wie unsere
Fortbewegung in der Zukunft
aussehen wird. Dabei wurden
verschiedene Ausschnitte aus
Filmen gezeigt, in denen mehr
oder weniger realistische
Technologien vorkamen. Zum
Beispiel hatte es einen
Ausschnitt aus „Star Trek“, in
dem die Beam-Technologie eine
wichtige
Fortbewegungsmöglichkeit ist.
Ein Ausschnitt aus „Futurama“
zeigte eine Technik, bei der
Fortbewegung in der Zukunft
Menschen mithilfe von Druckluftröhren um die Welt reisen. Daneben zeigten andere Videos, wie die
zukünftige Polizei aussehen könnte. Eine Vision waren Polizisten in gepanzerten Uniformen mit
intelligenten Waffen, die keinen Verkehrssünder unbestraft lassen.
Nach einer Weile haben wir die Ausstellung verlassen und sind in den Bereich der Raumfahrt
weitergegangen. Dabei waren wir sogar ziemlich schnell, da wir mit Skootern umherfahren konnten.
Im Bereich für Luft- und Raumfahrt probierten wir erst den Flugsimulator aus, was ziemlich spassig
war.
Flugsimulator
Danach war es schon fast
Zeit, um zum Planetarium an
die Vorführung zu gehen. Die
Vorführung handelte von
Zodiac und war sehr
beeindruckend. Cis hätte sie
allerdings beinahe verpasst,
da sie sich in der
Raumfahrtsabteilung
verlaufen hatte.
Planetarium
Nach dieser Präsentation mussten wir schon an die nächste Aufführung im IMAX eilen. Wir schauten
einen Film über die Entwicklung der Bikini-Atolle nach den Atomtests der USA. Der Film handelte
aber auch allgemein über Korallenriffe und wie bedroht sie sind. Auch hier wurde nie Notwendigkeit
der Energiewende angesprochen, denn die Korallen sterben immer häufiger ab, da der massive CO2Ausstoss des Menschen die Meere saurer macht.
Nach diesem ganzen Programm mussten wir erst mal etwas im Restaurant essen gehen. Nachdem
alle einen vollen Magen hatten, schlenderten wir noch ein wenig durchs Verkehrshaus und verliessen
es anschliessend wieder. Auf der Fahrt zurück nach Davos waren wir alle ziemlich müde und
manchem von uns gelang es sogar, während der Fahrt ein Nickerchen zu machen.
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