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: thema Wie viel Vorsorge muss sein? - peter-rieke.de

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Ausgabe Oktober 2007
: thema
Wie viel Vorsorge muss sein?
Vorsorge bei Kindern
Ein sicherer Weg um zu gewährleisten,
dass Ihr Kind gesund heranwächst,
sind neun sog. FrüherkennungsUntersuchungen (U1 bis U9). Bei diesen Untersuchungen kann Ihr Arzt
etwaige Störungen in der körperlichen,
geistigen und sozialen Entwicklung
Ihres Kindes sowie Krankheiten rechtzeitig erkennen und behandeln. Gleichzeitig werden die wichtigsten Schutzimpfungen durchgeführt, um Ihr Kind
gegen typische Kinderkrankheiten zu
schützen, die leider gerade bei Säuglingen und Kleinkindern nicht selten
schwere Krankheitsverläufe annehmen.
[siehe auch Impfkalender auf der
nächsten Seite]
Prostatakrebs-Früherkennung
Um ein Prostatakarzinom zu erkennen,
bevor es Schmerzen verursacht, eignet
sich neben einer rektalen Untersuchung,
die Untersuchung Ihres Blutes auf das
Prostataspezifische Antigen (PSA), das
bei verschiedenen Erkrankungen der
Prostata erhöht ist.
Hausärztliche Praxis
K. Peter Rieke
Ernährungsmedizin
Tauchmedizin
Chinesische Medizin
Mittelstr. 15a
38850 Isenbüttel
Tel.: 05374/1370
www.peter-rieke.de
„Unbedeutende Ärzte heilen bestehende Krankheiten. Mittelmäßige Ärzte heilen noch nicht ausgebrochene Krankheiten. Überragende Ärzte verhindern Krankheiten.“
(Chinesisches Sprichwort aus dem Jahr 2000 vor Christus)
Gesundheitsvorsorge wird in
Deutschland nur mangelhaft umgesetzt! Das ist das Ergebnis einer
aktuellen Studie der Felix BurdaStiftung. Es besteht dringender
Handlungsbedarf in der Prävention
insbesondere von Darmkrebs, Prostatakrebs, Hautkrebs und Brustkrebs sowie der allgemeinen Gesundheitsförderung. Die Note lautet hierbei im Vergleich zu anderen
Industrieländern „mangelhaft“.
Am Beispiel des Diabetes mellitus
Typ 2 (Zuckerkrankheit) wird deutlich: Durch Gesundheitsförderung
könnten Krankheiten verhindert und dadurch immense Kosten gespart werden, die an anderer Stelle zum Einsatz kommen könnten.
In Deutschland betragen die Behandlungskosten für Diabetes jährlich
30 Milliarden Euro. Und die Anzahl der Zuckerkranken soll sich von
derzeit rund 6 Millionen bis 2020 nahezu verdoppeln. Eine gesunde
Lebensweise würde die Anzahl der jährlichen DiabetesNeuerkrankungen in der Normalbevölkerung nachweislich um 3%
reduzieren. Experten gehen davon aus, dass langfristig bis zu 90%
aller Diabeteserkrankungen durch einfache Maßnahmen wie gesunde
Ernährung, ausreichende Bewegung und regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen vermieden werden können.
Diesen Möglichkeiten zum Trotz wird von den Krankenkassen nur ein
minimales Vorsorgeprogramm angeboten: Hier werden ab dem 35.
Lebensjahr lediglich Blutzucker- und Cholesterinwerte kontrolliert
und eine körperliche Untersuchung vorgenommen. Gerade im Bereich des Diabetes ist das Risiko hierdurch im Frühstadium meist
nicht zu erkennen. Hier müssten Urinuntersuchungen und ergänzende Blutuntersuchungen gemacht werden, unter Umständen ein
Blutzucker-Belastungstest, um das Risiko eindeutig festlegen zu können. Leider ist die Gesundheitsvorsorge zu einer reinen Kostendiskussion verkommen. Die Frage, die sich jedoch stellt ist: Ist unsere persönliche Jahresinspektion weniger wert als die unseres Autos?
Offensichtlich ist auch die Wahrnehmung von Gesundheitsrisiken in
der Bundesrepublik durchaus verschieden zum Ausland. In Deutschland haben 46% der Frauen über 50 Angst, Brustkrebs zu bekommen, aber nur 4% haben Angst, in Zukunft herzkrank zu werden. Tatsächlich jedoch bekommen nur 4% Brustkrebs und über
50% erleiden mittlerweile einen Herzanfall. Hier ist unbedingt Aufklärung angezeigt.
Mal ehrlich, wann waren Sie zur letzten Vorsorgeuntersuchung, dem
sog. Check-Up? Genau wie die Inspektion bei Ihrem Auto, die die
Fahrtüchtigkeit erhalten hilft, indem notwendige Wartungen vor-
Darmkrebsvorsorge
Der Dick- bzw. Enddarmkrebs ist in
Deutschland mit etwa 30000 Todesfällen
im Jahr die zweithäufigste Krebsart.
Besonders hoch ist das Erkrankungsrisiko ab dem vollendeten 55. Lebensjahr. Weitere Risikofaktoren sind vor
allem eine familiäre Darmkrebshäufung,
chronisch entzündliche Darmerkrankungen (Morbus Crohn, Colitis ulcerosa)
und eine ballaststoffarme, fett– und
fleischreiche Ernährung. Werden die
Vor- und Frühformen des Krebses bei
einer Vorsorgeuntersuchung (Nachweis
von verstecktem Blut im Stuhl, sog.
Hämoculttest; Nachweis des Tumormakers M2 PK im Stuhl; Enddarmspiegleung, sog. Rektoskopie, oder
Darmspiegelung, sog. Koloskopie) entdeckt und entfernt können jedoch bis zu
90% der Erkrankten vollständig geheilt
werden!
Bodymed-Empfehlung
morgens mittags abends
GranOPlus
SelenACE
Balaststoffe
Probiotika
1
1
2
0
0
0
0
0
0
1
2
2
Bevor die Pumpe streikt
Um frühzeitig Ihr kardiovaskuläres Risiko
abzuklären, d.h. das Risiko einer HerzKreislauf-Erkrankung (Herzinfarkt,
Schlaganfall oder arterielle Verschlusskrankheit), können Sie Ihr Blut auf Highsensitivity-CRP (hs-CRP) und einen evtl.
erhöhten Homocysteinspiegel untersuchen lassen.
Hautkrebs-Früherkennung
Um ein sog. malignes Melanom rechtzeitig zu erkennen, eignet sich die
Selbstuntersuchung des Körpers auf
auffällige Hautveränderungen. Risikopersonen (sehr helle Hauttypen, bei
familiärer Häufung, bei häufigen
Sonnenbränden in der Kindheit oder
Schwächung der Immunabwehr durch
Infektionen oder Medikamente) sollten
1x jährlich ihre Haut vom Arzt z.B. mittels einer Auflichtmikroskopie, sog.
Dermatoskopie, untersuchen lassen.
genommen werden, so dient der
Check-Up der Vermeidung von
Krankheiten und dem Erhalt Ihrer
Lebensqualität.
Vielleicht treffen auch auf Sie die
Aussagen „Mir wird schon nichts
passieren“ oder „Mir tut doch
nichts weh“ zu. Jedoch gerade
die sog. Zivilisationskrankheiten,
wie Diabetes, Bluthochdruck und bestimmte Krebsarten, stellen sich
schleichend ein. Hier kann der Arzt mit einfachen Untersuchungen
feststellen, ob bei Ihnen Risikofaktoren bestehen. Vielleicht denken
Sie auch: „Ein Check-Up ist bestimmt unangenehm und kostet viel
Zeit.“ Wartezeiten entstehen jedoch kaum und die durchzuführenden
Untersuchungen tun in der Regel nicht weh.
Suchen Sie das Gespräch mit Ihrem Arzt und lassen Sie sich Ihr persönliches Profil aus einer Vielzahl möglicher Untersuchungen zusammenstellen. In diesem Zusammenhang kann auch darüber gesprochen werden, welche Leistungen Ihre Krankenkasse übernimmt.
Vorsorge ist auf jeden Fall nicht nur etwas für Schwangere - sie ist
für jedermann da und hilft Ihnen, die Lebensqualität im Alter zu erhalten.
Kleiner Pieks mit großer Wirkung
Fortschritte in der Medizin haben es möglich gemacht, dass man sich
heute mit einfachen Methoden wirksam vor schweren Infektionskrankheiten schützen kann, die vor 100 Jahren noch weit verbreitet
waren. Moderne Impfstoffe sind so gut verträglich, dass man den
kleinen Pieks der Gefahr von schweren gesundheitlichen Schäden
durch Röteln u.ä. vorziehen sollte. Ein vollständiger Impfschutz wird
meist schon in der Kindheit aufgebaut, muss aber in regelmäßigen
Abständen aufgefrischt werden! Gegen welche Krankheiten man sich
mit Impfungen schützen kann entnehmen Sie dem Impfkalender.
Die Überprüfung Ihres Impfschutzes übernehmen gerne wir! Bringen
Sie einfach bei Ihrem nächsten Arztbesuch Ihren Impfpass mit.
Wollen Sie mehr zu einem der Themen erfahren?
Sprechen Sie uns an! Wir helfen Ihnen gern weiter!
Ihr Praxisteam K. Peter Rieke
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Gesundheitswesen
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