close

Anmelden

Neues Passwort anfordern?

Anmeldung mit OpenID

7.3 Auslegung/Dimensionierung Die erreichbare - heinze.de

EinbettenHerunterladen
RAUGEO Koaxialsonde
Komplett im Werk vorkonfektioniert, mit werkseitig verschweißtem und
druckgeprüftem Sondenfuß und fertig montiertem Sondenkopf zum
Anschluss der Vor- und Rücklaufleitung. Fertigung gemäß SKZ HR
3.26 (Fremdüberwachung durch SKZ).
Material Außenrohr:
Material Innenrohr:
Lieferaufmachung:
Mat.-Nr.
PE-RC
PE 100
Fünf Koaxialsonden auf Einwegpalette,
folienverschrumpft
Lieferlänge
Außenrohr
Innenrohr
Gewicht
Rohrvolumen
[m]
[d × s]
[d × s]
[kg/Sonde]
[l]
160133 001
30
63 × 5,8
32 × 2,9
41
54
160143 001
40
63 × 5,8
32 × 2,9
55
72
160153 001
50
63 × 5,8
32 × 2,9
68
90
7.3
Auslegung/Dimensionierung
Die erreichbare Entzugsleistung von Koaxialsonden ist wie bei den
Erdwärmesonden insbesondere von den vorherrschenden Bodenparametern abhängig, siehe Kapitel 3.3. Zusätzlich muss der Bohrlochwinkel und die Endtiefe jeder einzelnen Koaxialsonde berücksichtigt
werden.
Für eine erste Abschätzung können die in der VDI-Richtlinie 4640
vorgeschlagenen Berechnungsverfahren angewendet werden. Für eine
genauere Abschätzung wird die Durchführung von Simulationen wie in
der VDI 4640 beschrieben empfohlen.
7.4
Installation/Einbau/Montage
Die erforderlichen Genehmigungen sind bei den zuständigen Behörden
zu erfragen. Eine erste Orientierung für Deutschland bietet die VDI
4640.
Verlegeabstand
Zu Gebäuden sollte die Sondenbohrung einen Mindestabstand von
2 m besitzen. Soll die Installation der Sonden unter Gebäuden
erfolgen, so darf deren Standfestigkeit dadurch nicht beeinträchtigt
werden.
Erdwärmesonden sind nach VDI 4640 mit ausreichendem Abstand zu
planen, um eine gegenseitige Beeinflussung zu vermeiden. Hierbei
sind die länderspezifischen Anforderungen aus den jeweils gültigen
Normen und Richtlinien sowie gesetzlichen Vorgaben unbedingt zu
beachten.
Der Verlegeabstand zu anderen Versorgungsleitungen sollte mindestens 0,7 m betragen. Wird dieser Abstand unterschritten, müssen die
Leitungen mit ausreichender Isolierung geschützt werden.
Prüfung der Sonde
Die Sonde ist nach Anlieferung durch eine Sichtprüfung auf Transportschäden zu untersuchen. Sichtbar beschädigte Sonden dürfen nicht
eingebaut werden.
Die Sonde sollte unmittelbar vor dem Einbringen in das Bohrloch
mittels eines geeigneten Drucktests auf Unversehrtheit geprüft
werden, um Beschädigungen während Lagerung und Transport
auszuschließen. Die Sonde darf nur nach bestandenem Drucktest
eingebaut werden. Sowohl die Prüfbedingungen als auch das
Prüfergebnis sind im Prüfprotokoll festzuhalten.
Einbringen der Sonde
Zunächst wird das Außenrohr der Sonde mithilfe einer geeigneten
Abrollvorrichtung in das Bohrloch eingebracht. Um das Einbringen zu
erleichtern, wird bei feuchten (wassergefüllten) Bohrlöchern empfohlen, das Außenrohr mit Wasser zu füllen. Bei trockenen Bohrlöchern
sollte die Sonde spätestens vor dem Verpressen mit Wasser gefüllt
werden. Das Verfüllrohr wird zusammen mit dem Außenrohr in das
Bohrloch eingebracht, bei tiefen Bohrlöchern kann durch ein weiteres
Verfüllrohr die Gleichmäßigkeit der Verfüllung erhöht werden. Die
Sondenrohre müssen bis zum Anschluss dicht verschlossen werden,
um Schmutzeintrag zu vermeiden.
Die Sonde darf nur mittels einer geeigneten Abrollvorrichtung in das
Bohrloch eingebracht werden!
Nachdem die Sonde vollständig in das Bohrloch eingebracht ist, wird
vor dem Verpressen des Bohrlochs eine geeignete Durchfluss- und
Druckprüfung, wie z. B. nach EN 805, empfohlen, um durch den
Einbau verursachte Beschädigungen zu erkennen.
47
Verpressen des Bohrlochs
Die Verpressung der Sonden hat gemäß der VDI 4640 Teil 2 so zu
erfolgen, dass eine dauerhafte physikalisch und chemisch stabile
Einbindung der Sonde an das Gestein gewährleistet ist und sich in der
Verpressung keine Lufteinschlüsse oder Hohlräume befinden. Nur bei
dieser, gemäß der VDI 4640 durchgeführten, ordnungsgemäßen
Verpressung des Bohrlochringraumes, kann die Betriebssicherheit
sichergestellt werden.
Das Verfüllmaterial zur vollständigen Verfüllung des Ringraumes ist
gemäß den geforderten Eigenschaften (z. B. Wärmeleitfähigkeit,
Umweltverträglichkeit, Dichte, Wasserdurchlässigkeit) zu wählen. Es
wird empfohlen, ausschließlich RAUGEO Verfüllmaterialien zu
verwenden.
Anschluss der Sonde und abschließende Druckprüfung des
Gesamtsystems
Nach Verfüllen des Bohrlochs wird das Innenrohr in das Außenrohr der
Sonde eingeführt und mittels der Verschraubung am Sondenkopf
verbunden. An der nun fertig montierten, befüllten und entlüfteten
Sonde muss eine geeignete, abschließende Druckprüfung durchgeführt werden. Das Prüfergebnis ist in einem Protokoll festzuhalten und
dem Bauherrn zur Aufbewahrung auszuhändigen.
48
Falls die Sonde nicht direkt angeschlossen werden kann und
Frostgefahr besteht, ist diese bis 2 m unterhalb der Geländeoberkante
zu entleeren. Dies kann durch einen, auf einer Seite aufgeschlossenen, Druckluftanschluss und geringen Druck erfolgen, so wird auf der
anderen Seite das Wasser aus der Sonde herausgedrückt. Bis zum
endgültigen Anschluss der Sonde müssen die Rohrenden dicht
verschlossen sein und vor Beschädigung geschützt werden.
Die Vor- und Rückläufe der Koaxialsonden werden einzeln mit den
RAUGEO Anschlusskomponenten an den jeweiligen Verteiler angeschlossen. Der Verteiler sollte an der höchsten Stelle der Anlage
installiert werden, um eine vollständige Entlüftung zu ermöglichen,
andernfalls ist eine geeignete Entgasungsrichtung vorzusehen.
Verteiler können mit Durchflussmessern und -reglern zur Einregulierung der Sonden ausgestattet werden.
Vor Inbetriebnahme des Gesamtsystems ist eine geeignete Druckprüfung, z.B. nach EN 805, durchzuführen. Hierbei ist die gleichmäßige
Durchströmung aller Sonden zu prüfen und ein Prüfprotokoll zu
erstellen.
Montage RAUGEO Koaxialsonden im GRD Verfahren
Montageschritt 1
- Setzen des Schachts am zentralen Bohrpunkt
- Erstellen der Radialbohrung im gesetzten Schacht
- Einführen des Koaxialsonden-Außenrohres zusammen mit dem
Verfüllrohr in die Bohrung
- Herausstehendes Rohrende verschließen, um Schmutzeintrag zu
verhindern
© by Tracto-Technik
Abb. 46:
Radialbohrgerät im Einsatz
Montageschritt 2
- Verpressen des Bohrlochs mit geeignetem Verfüllmaterial
- Weitere Koaxialsonden in gleicher Vorgehensweise einbauen
© by Tracto-Technik
Abb. 47:
Erstellen der Radialbohrung im gesetzten Schacht
Montageschritt 3
- Einführen des Koaxialsonden-Innenrohres in das zugehörige
Außenrohr. Schmutzeintrag ist unbedingt zu vermeiden!
- Verbinden von Innen- und Außenrohr durch den Sondenkopf
- Durchfluss- und Druckprüfung an jeder Einzelsonde gemäß
geltenden Richtlinien
Abb. 48:
Einführen des Koaxialsonden-Innenrohres
Montageschritt 4
- Zusammenfassen aller Vor- und Rückläufe der Einzelsonden am
jeweiligen Verteiler
- Abschließend geeignete Durchfluss- und Druckprüfung des
Gesamtsystems, z.B. nach EN 805
© by Tracto-Technik
Abb. 49:
Fertig angeschlossene Koaxialsonden-Anlage
49
Document
Kategorie
Technik
Seitenansichten
3
Dateigröße
552 KB
Tags
1/--Seiten
melden