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Akteure der Globalisierung: China: Die Nummer 1 der Textil- und

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Vorstudie
Akteure der Globalisierung:
China: Die Nummer 1 der Textil- und Bekleidungsindustrie
Wie schafft es China, akzeptable Qualität zu den weltweit
attraktivsten Konditionen anzubieten?
Semesterarbeit im Fach „Wissenschaftliches Arbeiten“
Vorgelegt von
Nicole Amrein (BO1a)
Britta Gassmann (BO1a)
Pascal Kolleth (BO1a)
Daniel Suter (BO1a)
Dozent
Dr. Richard Wolff
Zürcher Hochschule Winterthur
Departement Wirtschaft und Management
Winterthur, 24. Mai 2005
Akteure der Globalisierung:
China: Die Nummer 1 der Textil- und Bekleidungsindustrie
Vorwort
Ziel des Fachs „Wissenschaftliches Arbeiten“ ist es, mittels einer solchen Arbeit die
Grundlagen dazu zu erlernen. Den Autorinnen und Autoren wurde das weite Thema
„Akteure der Globalisierung“ vorgegeben, das dementsprechend eingegrenzt werden
musste.
Unser nun gewähltes Thema „Wie schafft es China, im Textil- und Bekleidungsmarkt
akzeptable Qualität zu den weltweit attraktivsten Konditionen anzubieten und somit
weltweit Hauptexporteur in diesem Sektor zu werden?“ deckt das vorgegebene
Gebiet ab.
„Die Textilindustrie ist seit langem eines der deutlichsten Beispiele für die
Verlagerung von Produktionskapazitäten aus den Hochlohnländern Westeuropas in
die Niedriglohnländer Ost- und Südasiens. Die Textilindustrie wurde wegen ihrer
leichten
Verlagerbarkeit,
ihres
relativ
geringen
Kapitaleinsatzes
und
ihrer
Arbeitsintensität von der OECD als Musterbeispiel für die „Globalisierung“ von
Industrien bezeichnet.“1
Ferner beinhaltet das Thema eine gewisse Brisanz, denn es ist kein Geheimnis,
dass die Arbeitnehmer in China den Preis für den Aufschwung ihres Landes zahlen
müssen. Das Thema hat somit auch eine starke soziale Komponente.
Schliesslich besitzt das Thema ebenfalls eine grosse Aktualität wegen den auch in
der Schweiz betroffenen Arbeitsplätzen. Nicht zu unterschätzen ist auch die
politische Dimension. Ende März 2005 titelte die NZZ: Die USA erwägen neue
Textilquoten – Importe aus China haben sich mehr als verdoppelt.2 Auch die
Europäische Union erwägt zur ordentlichen Entwicklung des Handels die Einführung
von Sicherheitsmassnahmen.3
1
Fischer Weltalmanach 2003 (2002), S. 1185.
NZZ vom 29.03.2005, S. 21.
3
Vgl. die Rede des EU-Kommissar Peter Mandelson vor dem Handelskomitee des Europäischen Parlaments über China und Textilien, vom 15.03.2005;
http://europa.eu.int/comm/commission_barroso/mandelson/index.htm (20.04.2005); Europäische Kommission, 2005, S. 1.
2
Seite 2 von 23
Akteure der Globalisierung:
China: Die Nummer 1 der Textil- und Bekleidungsindustrie
Inhaltsverzeichnis
Management Summary ............................................................................................................. 4
1
Einleitung................................................................................................................... 5
1.1
Was ist Globalisierung? ............................................................................................ 5
1.2
Ausgangslage............................................................................................................ 5
1.3
Inhaltliche Abgrenzung/Aufteilung des Gebietes ...................................................... 6
1.4
Vorgehen und Methode............................................................................................. 6
2
Die Entwicklung der chinesischen Textil- und Bekleidungsindustrie ........................ 7
2.1
Die weltwirtschaftliche Bedeutung des Textil- und Bekleidungshandels .................. 7
2.2
Allgemeines zur Entwicklung der chinesischen Wirtschaft ....................................... 8
2.2.1
China vor der Öffnung 1978......................................................................... 8
2.2.2
Schrittweise Öffnung seit 1978 .................................................................... 9
2.3
Entwicklung und Stand der chinesischen Textil- und Bekleidungsindustrie .......... 10
2.3.1
Die Struktur der chinesischen Textil- und Bekleidungsindustrie................ 10
2.3.2
Die Entwicklung zur Nummer eins auf dem Weltmarkt.............................. 10
2.3.3
Die „dramatische“ Entwicklung seit dem Wegfall der Quoten.................... 12
3
Erfolgsfaktoren der chinesischen Textil- und Bekleidungsindustrie........................ 14
3.1
Angebotsseitige Faktoren ....................................................................................... 14
3.1.1
3.1.1.1
Landflucht in die Städte drückt auf die Löhne............................................ 15
3.1.1.2
Niedrige Arbeitslöhne und harte Arbeitsbedingungen ............................... 15
3.1.1.3
Chinesische Mentalität: Konformismus und Stresstoleranz....................... 15
3.1.1.4
Menschenrechtsverletzungen .................................................................... 16
3.1.2
Industrielle Faktoren................................................................................... 17
3.1.2.1
Vorhandene Rohstoffe ............................................................................... 17
3.1.2.2
Investitionen in Ausrüstung ........................................................................ 17
3.1.3
3.2
Arbeitsmarktliche Faktoren ........................................................................ 14
Kommerzielle und generelle Schlüsselfaktoren ......................................... 18
3.1.3.1
Know-how aus Hongkong .......................................................................... 18
3.1.3.2
Qualität der Produkte ................................................................................. 18
3.1.3.3
Koppelung der chinesischen Währung an den USD. ................................ 18
3.1.3.4
Niedrige Umweltstandards ......................................................................... 18
3.1.3.5
Integrierte Wertschöpfungskette ................................................................ 19
Nachfrageseitige Faktoren ...................................................................................... 20
3.2.1
Änderung im Konsumverhalten.................................................................. 20
3.2.2
Änderung im Detailhandel.......................................................................... 20
4
Ausblick auf die Hauptstudie................................................................................... 20
5
Quellenverzeichnis .................................................................................................. 22
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Akteure der Globalisierung:
China: Die Nummer 1 der Textil- und Bekleidungsindustrie
Management Summary
Im Jahre 1978 hat in China der Wechsel von der sozialistischen Autarkie zum
offenen Markt begonnen. Am 11.12.2001 erfolgte Chinas Beitritt zur WTO.
Wir betrachten die Textil- und Bekleidungsindustrie: Innerhalb der letzten Jahre ist
China in diesem Bereich zu einem der wichtigsten Akteure der Globalisierung
geworden. Eine erstaunlich schnelle Entwicklung hat das Land erfasst. Die Importe
und noch mehr die Exporte haben sich in den Jahren 1994 bis heute rasant
vervielfacht und seit dem 1. Januar 2005 aus europäischer Sicht bedrohlich
entwickelt. China ist zum grössten Exporteur in dieser Branche geworden.
Wie schafft es ein Land, in so kurzer Zeit zum Global-Player zu werden? Welche
Erfolgsfaktoren lassen sich für die chinesische Textil- und Bekleidungsindustrie
feststellen?
Um die Autoren-Fragen nach den in China stattgefundenen Veränderungen im
ökonomischen
Bereich
zu
beantworten,
werden
verschiedene
Quellen
herangezogen.
Die vorgenommene Literaturrecherche hat als vorläufiges Ergebnis folgende
Erfolgsfaktoren (komparative Vorteile) ermittelt:
angebotsseitig:
Landflucht drückt auf die Löhne; niedrige Kosten; niedrige Umweltstandards;
hohe Kapazitäten; grosse Produktivität; Qualität der Produkte; die Mentalität
der Chinesen (Arbeitsmoral!), vorhandene Rohstoffe; hohe Investitionen in
Ausrüstung; Koppelung der chinesischen Währung an den USD; integrierte
Wertschöpfungskette.
nachfrageseitig:
Änderungen im Konsumverhalten und in der Struktur des Detailhandels.
Ziel der Hauptstudie wird es anschliessend sein, diese Erfolgsfaktoren theoretisch zu
modellieren und ihre empirische Bedeutung herauszufinden.
Seite 4 von 23
Akteure der Globalisierung:
China: Die Nummer 1 der Textil- und Bekleidungsindustrie
1 Einleitung
1.1
Was ist Globalisierung?
Der deutsche Zukunftsforscher Mathias Horx hat die Globalisierung prägnant und
treffend wie folgt beschrieben4:
„Der Begriff „Globalisierung“ ist noch nicht sehr alt. Doch wurde er in den letzten Jahren
durch seinen häufigen Gebrauch in den Medien, der Politik und der Wirtschaft zu einem
Schlagwort für verschiedene Zusammenhänge.
Mit Globalisierung ist die Marktfreiheit gemeint, die unumgänglich, allgegenwärtig und
nicht mehr rückgängig zu machen ist. Sie umschreibt den Begriff der Entgrenzung der
Wirtschaftsprozesse und des Handels und somit das kommende Ende aller staatlichen
Massnahmen, die einhegend wirksam sind.
Globalisierung ist kein rein ökonomischer, sondern ein äusserst komplexer Prozess,
der unsere Vorstellungen von Raum und Zeit verändern wird. Globalisierung bedeutet,
dass Nationen, die sich früher feindselig gegenüberstanden, heute in ein Netz von
wirtschaftlichen Verflechtungen eingebunden sind.
Immer mehr haben unsere persönlichen Handlungen – der Kauf eines Autos oder eines
Pullovers – Einfluss auf Dinge, die sich auf der anderen Seite der Welt abspielen.
Waren für unsere Grosseltern die Ereignisse in Shanghai oder Amerika noch bizarre,
exotische Dinge („Vati hat auf der Strasse einen Schwarzen gesehen…“), sind diese
Regionen des Planeten uns heute auf eine ganz andere Weise vertraut geworden.“
Dem ist einleitend nichts hinzuzufügen.
1.2
Ausgangslage
Die ständige Präsenz von Kleidungsstücken chinesischer Herkunft nicht nur in
Billigläden und das Wissen um die Missstände, welche bei den Arbeitsbedingungen
der Chinesen herrschen, haben unser Interesse an China geweckt. Wir fragten uns,
wie es wohl möglich ist, dass ein Land in relativ kurzer Zeit eine derartige
Marktpräsenz erreichen kann. Wo liegen die Erfolgsfaktoren dieses Landes? Sind sie
geschichtlich begründet oder in der Mentalität und Arbeitsmoral der Chinesen zu
suchen?
4
Horx, 1997, S. 236.
Seite 5 von 23
Akteure der Globalisierung:
China: Die Nummer 1 der Textil- und Bekleidungsindustrie
1.3
Inhaltliche Abgrenzung/Aufteilung des Gebietes
Bei der Untersuchung des chinesischen „Erfolgsmodells“ haben wir uns bewusst auf
die Textil- und Bekleidungsindustrie beschränkt.
Der Einbezug weiterer Erzeugnisse aus China (Spielzeug, Schuhe etc.) wäre wohl
interessant gewesen, doch wird hier darauf verzichtet. Schon die wissenschaftliche
Erfassung
der
chinesischen
Textil-
und
Bekleidungsindustrie
in
all
ihren
Zusammenhängen erweist sich als äusserst komplex.
Ferner beschränken wir uns auf die Analyse der sozio-ökonomischen Sphäre,
obwohl eine genauere Betrachtung der Umweltsphäre auch sehr interessant
gewesen wäre.
Wir haben das Gebiet nach geschichtlichen Kriterien aufgeteilt und den
geschichtlichen Hintergrund Chinas, die Zeit bis zum WTO-Beitritt, danach und die
heutige Situation analysiert.
1.4
Vorgehen und Methode
Wissenschaft zeichnet sich dadurch aus, unabhängig von Meinungen und Ansichten
zu sein. Sie stützt sich auf Quellen, denen Tatsachen und Fakten zugrunde liegen.
Wir haben bei unseren Recherchen ein breites Spektrum an Quellen eingesetzt:
Atlanten, Sachbücher, Fachzeitschriften, Studien internationaler Vereinigungen und
das Internet. Sehr interessant wäre es auch gewesen, Interviews mit chinesischen
Ökonomen oder Managern grosser Firmen aus dem Textilsektor zu führen. Dies war
aus zeitlichen Gründen in der Vorstudie nicht möglich und muss deshalb der
Hauptstudie vorbehalten werden.
Die Antworten auf unsere Frage suchten wir im zeitlichen Längsschnitt, das heisst,
durch die Analyse der Textilwirtschaft im Wandel der Zeit. Die Faktoren, die wir
entdeckten, haben uns teilweise sehr überrascht.
Seite 6 von 23
Akteure der Globalisierung:
China: Die Nummer 1 der Textil- und Bekleidungsindustrie
2 Die Entwicklung der chinesischen Textil- und
Bekleidungsindustrie
2.1 Die
weltwirtschaftliche
Bedeutung
des
Textil-
und
Bekleidungshandels
Die Entwicklung der chinesischen Textil- und Bekleidungsindustrie lässt sich nur vor
dem Hintergrund der Entwicklung des weltweiten Textil- und Bekleidungshandels
beurteilen.
Seit 1962 ist der Handel mit Textilien und Bekleidung um mehr als das 60 fache
angestiegen, von nominal weniger als USD 6 Mrd. auf USD 342 Mrd. im Jahr 2001.
Davon macht der Handel mit Textilien rund 40% und derjenige mit Kleidern rund 60%
aus. 5 Die Exporte beider Bereiche machen damit 5,7% aller Weltexporte aus.
Die Textil- und Bekleidungsbranche lässt sich als Wertschöpfungskette6 darstellen7:
Textilfabriken
Kleiderfabriken
Grosshandel
Detailhandel
Kunden
Rohmaterial
Der Bekleidungssektor ist sowohl eine arbeitsintensive, durch Niedrigstlöhne
geprägte Industrie, als auch ein dynamischer und innovativer Sektor. Man denke nur
an den sensiblen und sich schnell ändernden Modemarkt mit hoher Qualität, der im
Kontrast zur Massenproduktion von billigen Standardprodukten wie T-Shirts,
Hemden, Uniformen usw. steht.8 Der Textilsektor ist dagegen kapitalintensiver und
hochgradig automatisiert. 9
Da die Textil- und Bekleidungsindustrie generell sehr arbeitsintensiv ist, gerät sie
auch zu einem politisch sensiblen Thema der Beschäftigungspolitik.10 So ist in den
5
Europäische Kommission, 2003, S. 7.
Unter Wertschöpfung verstehen wir Folgendes: Innerhalb von Prozessen erfolgt durch die
Kombination der Einsatzgüter ein definierter Wertzuwachs, der als Prozessergebnis, d.h. als
Differenz zwischen dem Wert des Outputs (= Preis, den der Kunde bereit ist zu bezahlen)
und dem Wert des Inputs (= Kosten) weitergeleitet wird.
7
Vgl. Nordås, 2004, S. 4.
8
Vgl. Nordås, 2004, S. 3.
9
Vgl. Nordås, 2004, S. 7.
10
Vgl. zum Nachfolgenden: Nordås, 2004, S. 10-12.
6
Seite 7 von 23
Akteure der Globalisierung:
China: Die Nummer 1 der Textil- und Bekleidungsindustrie
letzten Jahrzehnten die Beschäftigung vor allem in den entwickelten Ländern massiv
zurückgegangen:
Beispielsweise
sind
in
der
US-amerikanischen
Bekleidungsindustrie von 1995 bis 2002 mehr als die Hälfte von ursprünglich rund
814'000 Stellen verloren gegangen. Im gleichen Zeitraum wurden in den
Entwicklungsländern
Stellen
geschaffen.
China
z.B.
steigerte
seine
Beschäftigungszahlen in der Bekleidungsindustrie von 1,75 Mio. auf über 2 Mio.
Diese politische Sensibilität der Textil- und Bekleidungsindustrie erklärt auch,
weshalb die nationalen Textilindustrien seit den 1970er-Jahren durch Importquoten
geschützt wurden. Aus dem Jahr 1974 stammt auch das Multi Fibre Agreement
(MFA)11, dessen Nachfolge Abkommen, das ATC am 1. Januar 2005 ausgelaufen
ist.12
2.2 Allgemeines zur Entwicklung der chinesischen Wirtschaft
2.2.1 China vor der Öffnung 1978
Im 20. Jahrhundert durchlief China eine politisch und ökonomisch schwache Phase
und das Land wurde von ausländischen Mächten beeinflusst und beherrscht. Am
Ende des 2. Weltkrieges und der japanischen Besetzung war China verarmt und
demoralisiert. Nach einem Bürgerkrieg und der Vertreibung der Regierung Tschiang
Kai Scheks auf die Insel Formosa (heute: Taiwan) übernahmen die Kommunisten
1949 unter Mao Zedong die Macht.13 Die Machtübernahme zählt zu den wichtigsten
Ereignissen
der
chinesischen
Geschichte.
In
einer
bemerkenswert
kurzen
Zeitspanne änderte sich sowohl die chinesische Wirtschaft als auch die Gesellschaft
radikal.
Die Wirtschaftspolitik war geprägt von Versuchen zur Einführung der Planwirtschaft
und Industrialisierung nach sowjetischem Vorbild, d.h. einer zentral gesteuerten
Allokation der Mittel.14 Mao legte großen Wert auf autarke Entwicklung. Nicht nur
China, sondern auch einzelne Provinzen oder Regionen sollten sich selbst versorgen
können. Dadurch isolierte sich das Land vom Rest der Welt gerade in einer Zeit, als
andere Entwicklungsländer durch aktive Förderung der Integration in den Weltmarkt
in einen wirtschaftlichen Aufholprozess kamen. Trotzdem wuchs die Wirtschaft
zwischen 1952 und 1975 um jährlich durchschnittlich 6,7%. Der Anteil der Industrie
11
Vgl. Nordås, 2004, S. 13.
Vgl. Europäische Kommission, 2003, S. 3.
13
Kinder/Hilgemann, 1991, S. 513.
14
Prasad et al., 2004, S. 2.
12
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Akteure der Globalisierung:
China: Die Nummer 1 der Textil- und Bekleidungsindustrie
an der Wirtschaftskraft wurde von etwa 20% 1952 auf 45% 1975 gesteigert.
15
Der
Anteil Chinas am Welthandel jedoch betrug im Jahr 1979 weniger als 1%.16
2.2.2 Schrittweise Öffnung seit 1978
Seit 1978 versucht China seine selbst auferlegte Isolation innerhalb der
internationalen Gemeinschaft zu durchbrechen und hat Anschluss an moderne
ökonomische Strukturen gefunden.
Die Regierung wollte eine schnelle Modernisierung der Landwirtschaft, Industrie,
Verteidigung sowie Wissenschaft und Technik erreichen.
Dies setzte ein hohes Bildungsniveau voraus. Um die hierfür erforderlichen
Erziehungsprogramme zu stabilisieren, mussten Grundlagen für die theoretische und
formale Ausbildung erarbeitet werden. Die höhere Erziehung in China lässt sich
heute durch ein "Punktesystem" erläutern. Dabei werden die besten Studenten in
den
renommiertesten
Schulen
untergebracht,
die
zur
Ausbildung
einer
akademischen Elite geeignet sind. Die Absolventen von Mittelschulen können
ebenfalls Universitäten und verschiedene technische Schulen und Berufsschulen
besuchen. Die höheren Schulen sind in China kostenfrei.
Die ökonomische Reform durchlief in dieser Zeit verschiedene Phasen17:
•
1978-84: Reform der Landwirtschaft mit Dezentralisierung, Preiserhöhungen,
Leistungsanreize;
•
1984-88:
Reformen
Lohnliberalisierungen,
der
städtischen
Industrie
Unternehmensbesteuerung
und
mit
Preis-
und
Aufhebung
des
Bankmonopols sowie Öffnung von Küstenstädten für ausländisches Kapital;
•
1988-91: Inflation mit stabilisierenden Gegenmassnahmen;
•
1992-97: Einführung der „sozialistischen Marktwirtschaft“ mit beschleunigter
Reform bei den Unternehmen im Finanz- und Sozialbereich;
•
1998-heute: „Globalisierung“ der chinesischen Wirtschaft mit weitergehenden
Öffnungen des Handels.
Als Höhepunkt der letzten Phase kann wohl der Beitritt Chinas zur WTO
(Welthandelsorganisation) im Dezember 2001 bezeichnet werden, womit sich China
auch verpflichtet, den 1. und 3. Sektor (Landwirtschaft und Dienstleistungen) für den
Welthandel zu öffnen.
15
16
http://de.wikipedia.org/wiki/Volksrepublik_China#Wirtschaftsgeschichte (30.04.2005).
Prasad/Rumbaugh, 2004, S. 1.
Seite 9 von 23
Akteure der Globalisierung:
China: Die Nummer 1 der Textil- und Bekleidungsindustrie
2.3 Entwicklung und Stand der chinesischen Textil- und
Bekleidungsindustrie
2.3.1 Die Struktur der chinesischen Textil- und Bekleidungsindustrie
Im Folgenden möchten wir einige Angaben zur Struktur der chinesischen Textil- und
Bekleidungsindustrie machen.18
Die Industrie bestand im Jahr 2003 aus 2’182 staatlich kontrollierten und 23’621
nicht-staatlichen Unternehmen. Gegenüber 2002 war die Gesamtzahl um rund
13,1% gestiegen. Die Firmen wiesen Aktiven von rund EUR 133 Mrd. auf und waren
mit rund EUR 82 Mrd. verschuldet. Sie erzielten bei einem Betriebserfolg von EUR
135 Mrd. einen Betriebsgewinn von EUR 4.9 Mrd.
Nicht sehr verlässlich scheinen die Zahlen zur Beschäftigung zu sein. Die hier
verwendeten „China Textile Network Co.-Daten“ sprechen von 8.3 Mio. Stellen für
das Jahr 2003. Andere Quellen gaben bereits für das Jahr 2001 15 Mio. Stellen an.19
Für das Jahr 2004 gibt der Präsident des chinesischen Textilverbands eine Zahl von
19 Mio. Personen an, die von der Industrie bezahlt werden.20
Alle chinesischen Regionen sind am Export beteiligt, wobei allerdings die 6 Regionen
mit den grössten Exportwerten allesamt in den städtischen Gebieten an der Küste
liegen, die schon seit Mitte der 1980er Jahren von der Marktöffnung profitieren
konnten. Die exportstärksten Regionen sind in folgender Reihenfolge: Zhejiang,
Guangdong, Jiangsu, Schangdong, Schanghai und Fujian. Dort sind auch die
meisten modern eingerichteten Fabriken zu finden.
2.3.2 Die Entwicklung zur Nummer eins auf dem Weltmarkt
Im Jahr 1994 hat die Volksrepublik China Hongkong übertroffen und war damit zum
weltweit grössten Textil- und Kleidungsexporteur geworden. Die Exporte machten im
Jahr 1995 20% aller Exporte der chinesischen Wirtschaft aus.21 Sie hatten einen
Wert
von
USD 35.5 Mrd.22
Im
Jahr
2000
betrugen
Chinas
Textil-
und
Bekleidungsexporte mehr als USD 52 Mrd. - das waren 20% des Gesamtexports.
Dies
entspricht
einem
Anteil
von
rund
13%
17
am
weltweiten
Textil-
und
Vgl. dazu: Prasad/Rumbaugh, 2004, S. 2 (Box 1.1).
Die Daten stammen im Wesentlichen aus Cnex, oD. Table 3, 4 und 6. Zum Teil konnten wir
noch einige neuere Zahlen ausfindig machen. Sie sind allerdings immer mit einer gewissen
Vorsicht zu geniessen, zumal auch die Währungsumrechnung fehleranfällig ist.
19
IFM, 2004, S. 171.
20
Yuzhou, 2005, S. 3.
21
IFM, 2004, S. 171.
22
Europäische Union, 2003, S. 47.
18
Seite 10 von 23
Akteure der Globalisierung:
China: Die Nummer 1 der Textil- und Bekleidungsindustrie
Bekleidungshandel.23 Für die Folgejahre lässt sich für die 3 weltweit grössten Märkte
(EU, USA, Japan) folgende Entwicklung der Importe aus China darstellen:24
In Mrd. EUR
2001
2002
2003
EU
10.44
11.37
12.36
USA
9.69
10.71
11.28
Japan
18.34
16.35
15.5
Die Entwicklung der chinesischen Importe in die Schweiz lässt sich für den gleichen
Zeitraum wie folgt darstellen:25
1990
2000
2002
2003
2004
+/- %
in Mio. CHF
194.1
764.2
630.3
632.2
678.3
7.3
in Tonnen
7’080
24’433
24’836
28’155
32’295
14.7
Leicht erkennbar ist dabei, dass sich der Preis pro Tonne massiv reduziert hat: Von
CHF 27'415 pro Tonne auf CHF 21'282 pro Tonne.
China war eines der wenigen Lieferländer, die sich strikt an Quotenvorgaben halten
mussten, die im WTO Agreement on Textiles and Clothing (ATC) von 1995-2004
genau
umschrieben
waren.
Es
handelte
sich
dabei
in
erster
Linie
um
Exportbeschränkungen in verschiedene Länder, um deren Binnenmärkte nicht zu
gefährden. Die USA zum Beispiel haben einen eher starken Aussenschutz und
stützen sich vielmehr auf ihrem Heimatmarkt ab. Früher (also bis zur so genannten
Uruguay-Runde)
galten
für
den
Textil-
und
Bekleidungshandel
spezielle
Einfuhrquoten und standen somit ausserhalb der normalen GATT-Regeln (General
Agreement on Tariffs and Trade). Ab 1. Januar 1995 entschloss man sich jedoch,
das ATC innerhalb von 10 Jahren schrittweise abzuschaffen, beziehungsweise dem
GATT-Regelwerk zu unterstellen, und somit den Markt zu liberalisieren.
China konnte seine Geschäftsbeziehungen zu den USA und der EU in Folge des
WTO
Beitritts
im
Jahr
2001
erheblich
verbessern,
vor
allem,
weil
die
Mengenbeschränkungen gemäss dem ATC stufenweise aufgehoben wurden. Der
Importdruck in den USA oder in der EU ist durch die Liberalisierung des Textilmarkts
stark gestiegen. Dazu kommt vor allem noch, dass die Gesamtimporte an Textilien
stagnieren, ja bei der Bekleidung sogar rückläufig sind.
23
http://de.chinabroadcast.cn/21/2004/01/13/1@3936.htm (01.05.2005).
http://europa.eu.int/comm/trade/issues/sectoral/industry/textile/stats.htm (20.04.2005).
25
Vgl. Eidgenössische Zollverwaltung,
www.zoll.admin.ch/d/aussen/zahlen/laender/china_einfuhr.php (26.04.2005).
24
Seite 11 von 23
Akteure der Globalisierung:
China: Die Nummer 1 der Textil- und Bekleidungsindustrie
2.3.3 Die „dramatische“ Entwicklung seit dem Wegfall der Quoten
Seit dem 1. Januar 2005 gibt es keine Importquoten für Textilien mehr. Dies wird
dramatische Auswirkungen auf den Anteil Chinas an den Importquoten der grössten
Abnehmer-Märkte haben. Laut im Jahr 2004 vorgenommenen Schätzungen der
WTO wird sich der Anteil chinesischer Textilimporte in die EU schon bald von etwa
10% auf 12% erhöhen, derjenige der Bekleidungsimporte von 18% auf 29%. Noch
dramatischer wird es in den USA, wo in der Bekleidungsbranche der Anteil Chinas
von 16% auf 50% wachsen soll.26
Die heute für die 25 Mitgliedstaaten der Europäischen Union vorliegenden Zahlen
übertreffen sogar die im Vorfeld vorgenommenen Prognosen. Es liegen zum Teil
sensationell anmutende Wachstumsraten vor: Im Januar 2005 nahmen die
chinesischen Importe z.B. in die EU gegenüber dem Vorjahr um 46%, in den USA
um ganze 75% zu. In die USA sollen „nicht weniger als 18,2 Mio. Baumwollhemden“
verschifft worden sein, „was im Vergleich mit 2003 einer Zunahme von sage und
schreibe über 1800% entspricht.“ 27
Bevor wir nun zu den Gründen für diese „Erfolgsgeschichte“ übergehen, wollen wir
noch einen Blick auf die neuesten Importzahlen der Europäischen Kommission
werfen:28
Die Europäische Kommission hat 8 Warenkategorien ausgemacht, bei denen sie die
Einführung von Sicherheitsmassnahmen prüfen will. Im Vergleich zum 1. Quartal
2004 wurde im 1. Quartal 2005 z.B. folgender mengenmässiger Anstieg festgestellt:
•
Bei T-Shirts
164%
•
Bei Pullovern
534%
•
Bei Herrenhosen
413%
•
Bei Blusen
186%
Auch wertmässig konnte China im Vergleich zum Vorjahr zulegen: Waren es im
1. Quartal 2004 noch EUR 1.4 Mrd., so sind es im 1. Quartal 2005 bereits EUR 2.1
Mrd., was einer Zunahme von 50% entspricht.
26
Vgl. Nordås, 2004, S. 27 ff.
NZZ vom 24.03.2005, S. 32 „Der Yankees neue Kleider“.
28
Zu den folgenden Zahlen: Vgl. http://trade-info.cec.eu.int/doclib/html/122940.htm
(01.05.2005).
27
Seite 12 von 23
Akteure der Globalisierung:
China: Die Nummer 1 der Textil- und Bekleidungsindustrie
Und dies alles bei auf breiter Front sinkender Preise. Bei den genannten
Warenkategorien waren folgende Preissenkungen auszumachen:
•
Bei T-Shirts
- 26.2% auf nominal EUR 1.86 pro Stück
•
Bei Pullovern
- 46.6% auf nominal EUR 3.49 pro Stück
•
Bei Herrenhosen
- 16.0% auf nominal EUR 3.66 pro Stück
•
Bei Blusen
- 23.6% auf nominal EUR 3.26 pro Stück
Die sinkenden Preise resultieren zum Teil wohl aus einer grösseren Anzahl
konkurrenzierender Unternehmen, aus dem Wegfall der Quotenpreise und der mit
ihnen
einhergehenden
Transaktionen.
29
Spekulation,
sowie
aus
einer
Vereinfachung
der
Mit anderen Worten: China wird die Produkte künftig sogar noch
günstiger anbieten können, wenn keine Exportlizenzen für die Quoten mehr über
Auktionen erworben werden müssen. Solche Exportlizenzen konnten schnell mal 10
bis 20 Prozent des Warenwertes ausmachen30.
Zu all dem bleiben aber die weiteren Erfolgsfaktoren bestehen, denen das nächste
Kapitel gewidmet ist.
29
30
IFM, 2004, S. 181.
http://www.textil-online.de/deutsch/Publikationen/Jahrbuch2003/E1171.htm (02.05.2005).
Seite 13 von 23
Akteure der Globalisierung:
China: Die Nummer 1 der Textil- und Bekleidungsindustrie
3 Erfolgsfaktoren der chinesischen Textil- und Bekleidungsindustrie
„Chinas
Erfolg
Gottgegebenes.
ist
Er
nichts
erwächst
vielmehr aus der Anwendung von
Prinzipien wie Disziplin, Lern- und
Leistungsbereitschaft.“
31
Nachdem wir nun die Entwicklung und Lage der chinesischen Textilbranche näher
beleuchtet
haben,
fassen
wir
hier
die
wichtigsten
Grundlagen
dieser
„Erfolgsgeschichte“ zusammen. Diese beinhaltet leider auch Faktoren, auf welche
die chinesische Regierung - im Hinblick auf Menschenrechtsverletzungen – nicht
stolz sein darf.
Wir gliedern die Faktoren in angebotsseitige (vgl. 3.1) und nachfrageseitige Faktoren
(vgl. 3.2).
3.1 Angebotsseitige Faktoren
Die angebotsseitigen Faktoren lassen sich ihrerseits in arbeitsmarktliche (vgl. 3.1.1),
industrielle (vgl. 3.1.2) sowie in kommerzielle und generelle Faktoren (vgl. 3.1.3)
unterteilen32.
3.1.1 Arbeitsmarktliche Faktoren
Nach Experten-Umfragen des „Institut Français de la Mode“ (Paris)33 weist die
Chinesische
TK-Industrie
Arbeitskräfteangebot,
bei
Arbeits-
den
Faktoren
Arbeitskosten,
und
Managementfähigkeiten
Produktivität,
sowie
beim
Verarbeitungswissen international die höchsten Werte auf.34 Diese Werte lassen sich
wie folgt erklären:
31
Egloff/Haerri, 2004.
IFM, 2004, S. 158-161.
33
IFM, 2004, S. 156.
34
IMF, 2004, S. 158.
32
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Akteure der Globalisierung:
China: Die Nummer 1 der Textil- und Bekleidungsindustrie
3.1.1.1 Landflucht in die Städte drückt auf die Löhne
Im ländlichen Gebiet Chinas gibt es eine grosse Anzahl von Arbeitslosen. Ein Teil
davon drängt in die Städte an den Küsten, wo die Wirtschaft floriert. Zu der dort
vorherrschenden Arbeitslosigkeit kommen somit zusätzliche Arbeitswillige. Dies
senkt die Arbeitskosten, da jeder Arbeiter – nur um überhaupt ein Einkommen zu
haben – bereit ist, zu beinahe „jedem Hungerlohn“ eine Stelle anzunehmen. Die
Arbeitslosigkeit in den ländlichen Gebieten Chinas ist wesentlich höher als diejenige
in umliegenden Ländern. Neuere Studien sprechen von einer versteckten
Arbeitslosigkeit von zwischen 150 und 275 Mio. Menschen.35 In der Textilindustrie
können sie mit EUR 55-75 monatlich 10-mal mehr verdienen als auf dem Land.
„Such workforce is eager to take and retain employment without bargaining”.
3.1.1.2 Niedrige Arbeitslöhne und harte Arbeitsbedingungen
Durch ihre niedrigen Lohnkosten und die offensichtlich unbegrenzte Anzahl
arbeitswilliger Menschen ist China in der Lage, andere Länder auszubooten. Der
Stundenlohn für einen chinesischen Arbeiter betrug in der Bekleidungsindustrie im
Jahr 1998 USD 0.70, für eine Arbeitsstunde in der Textilindustrie wurden USD 0.90
bezahlt36. Arbeitsschichten von 12 Stunden, 7 Tage Arbeitswochen und dergleichen
sind nicht selten.37
Daher verwundert es nicht, dass heute zwei Drittel aller arbeitsaufwändigen
Exportgüter (hauptsächlich Textilien, aber auch Spielzeug, Schuhe und Möbel) aus
China stammen.
3.1.1.3 Chinesische Mentalität: Konformismus und Stresstoleranz
Die Wirkung der kulturellen Muster und der Mentalität auf das Arbeitsverhalten der
Chinesen ist sicher auch ein nicht zu vernachlässigender Faktor.
„Ein zentraler Befund einer interkulturellen empirischen Forschung ist die Aussage,
Chinesen zeigten typischerweise mehr soziale Orientierung als Angehörige westlicher
Kulturen. Während kollektivistisch in der deutschen Sprache als zu abwertend
erscheint, sind die Begriffe „Konformismus“ und „Gruppenbezug“ angemessener.
Darunter fallen Unterwerfung unter soziale Erwartungen, soziale Konformität, Sorge um
die Meinung anderer, nicht-offensive Strategien zur Zielerreichung, Harmonieerhaltung,
Bewahrung von Ansehen und sozialer Akzeptanz, sowie Vermeidung von Konflikt,
Bestrafung, Peinlichkeit und Lächerlichkeit. Alle diese Eigenschaften können durchaus
förderlich für wirtschaftlichen Erfolg sein.
35
Brooks, 2004, S. 57.
Europäische Kommission, 2003, S. 17.
37
IFM, 2004, S. 180.
36
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Akteure der Globalisierung:
China: Die Nummer 1 der Textil- und Bekleidungsindustrie
Westliche und chinesische Beobachter stimmen darin überein, dass das Schlimmste für
Chinesen die soziale Ausgrenzung darstelle. Das Streben nach Autonomie gilt in China
als Selbstsucht. Ein weiterer wichtiger Befund der empirischen Forschung ist, dass die
Angehörigen der chinesischen Kultur im Vergleich mit denen der westlichen Kultur
tendenziell geringere Stressanfälligkeit aufweisen. Chinesen seien geduldiger und
selbstbeherrschter. Das Leben in überfüllten Hochhäusern erzeuge z.B. für HongkongChinesen nur einen geringfügig erhöhten Stress.
Widerstandsfähigkeit gegenüber Stress, wie sie westliche Beobachter oft für Chinesen
hervorheben, fördert die Ausdauer auch bei sehr langem Arbeitseinsatz. Der Fleiss wird
als chinesische Sozialtugend anerkannt. Die moderne Entwicklung verändert die
Motivationen, aber sie knüpft an historisch geprägte Kulturmuster an. Deshalb sollen
Beobachtungen genannt werden, die vor hundert Jahren von einem aufmerksamen
amerikanischen Beobachter, Arthur H. Smith, gemacht wurden. Er stellte fest, dass im
traditionellen China meist unerträglich harte Kopfkissen benutzt würden, entweder ein
kleiner Bambusschemel, ein Holzblock oder in Nordchina ein Ziegelstein. Man sehe
Leute, die über drei Schubkarren ausgestreckt schlafen. Chinesische Möbel seien
höchst ungemütlich, besonders die Stühle. Die Türrahmen der Häuser seien so niedrig,
dass man entweder seinen Kopf stosse oder sich bücken müsse. In der berühmtesten
literarischen Kultur der Welt sei der Schreibpinsel nur mit äußerst umständlicher
Vorbereitung in Gebrauch zu setzen.
Smith schliesst daraus: „Der Chinese hat gelernt, sich seiner Umgebung anzupassen.
Welche Belastungen er auch antrifft, er unterwirft sich ihnen mit beispielhafter Geduld,
denn er weiss, dass sie unvermeidlich sind.“
Stressanfälligkeit und Gruppenbezug stehen meines Erachtens in einem inhaltlichen
Zusammenhang. Wer sich in der Gruppe aufgehoben fühlt, ist eher bereit, stärkeren
Stress zu erdulden. Wenn das, was in der Gruppe üblich ist, akzeptiert wird, entsteht
geringerer innerer Konflikt. Die Gruppe hat eine Tröstungsfunktion. Was die Normen
der Gruppe vorgeben, ist richtig. Anpassung ist der logische Weg.38
Angesichts solcher Ausführungen ist verständlicher, weshalb Chinesen39 die oben
genannten Arbeitsbedingungen ertragen. Aber vielleicht gibt auch der folgende
Faktor eine Erklärung ab:
3.1.1.4 Menschenrechtsverletzungen
Menschenrechtsorganisationen gehen davon aus, dass in China pro Jahr 10’000
Menschen hingerichtet werden. Die genaue Zahl ist ein Staatsgeheimnis. Vor der
Hinrichtung fristen diese Menschen (teilweise ein halbes Leben lang) ein trostloses
38
Mäding, Klaus: Chinesische Mentalität zwischen Tradition und Modernisierung,
http://www.inwent.org/E+Z/1997-2002/ez797-3.htm (25.03.2005).
39
Es sind vor allem junge Frauen, die in der Textilbranche arbeiten; Vgl. IFM, 2004, S. 180.
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Akteure der Globalisierung:
China: Die Nummer 1 der Textil- und Bekleidungsindustrie
Dasein in so genannten „Laogai“-Lager, die Umerziehung durch Arbeit erreichen
wollen. Nach der Hinrichtung handelt die chinesische Regierung intensiv mit den
Organen der Verstorbenen, vor allem mit Nieren, Lebern und Hornhäuten.40
Man kann sich nun vorstellen, dass ein Land wie China die Menschenrechte auch in
Bezug auf die Rechte der Arbeitnehmer mit Füssen tritt, um dadurch Kostenvorteile
in der Produktion zu erreichen. Genauere Ausführungen zu diesem Thema würden
jedoch genügend Stoff für eine weitere wissenschaftliche Arbeit liefern.
3.1.2 Industrielle Faktoren
Ein ähnliches Bild wie bei den Faktoren, die den Arbeitsmarkt betreffen, zeigt sich
bei den industriellen Faktoren. Hier hat die chinesische TK-Industrie beim
Rohstoffangebot sowie bei der technischen Ausrüstung zur Herstellung der Stoffe
gegenüber der internationalen Konkurrenz die grössten Vorteile. 41
3.1.2.1 Vorhandene Rohstoffe
Im Jahr 1999 war China zweitgrösster Produzent für Wolle. 280'000 Tonnen Wolle
wurden in China produziert42. Bei den Baumwollfasern sieht es ähnlich aus: Auch
hier liegt China an zweiter Stelle der Weltproduktion, im Jahr 2000 wurden 3'850 Mio.
Tonnen produziert43. Wolle und Baumwolle stellen einen wichtigen Produktionsfaktor
zur Bekleidungs- und Textilherstellung dar.
3.1.2.2 Investitionen in Ausrüstung
Ein immer wieder von chinesischen Behörden betonter Aspekt sind die hohen
Auslandinvestitionen.44 In den letzten Jahren wurden riesige Summen an Geldern in
die chinesische TK-Industrie investiert. In den Jahren 1999 bis 2001 wurden
beispielsweise 53% aller weltweiten Investitionen in Webmaschinen in China
getätigt.45 In den Jahren 2000 bis 2004 wuchsen die ausländischen Investitionen in
die gesamte chinesische Wirtschaft von USD 40 Mrd. auf USD 60 Mrd.46 Diese
Investitionen könnten sich als sehr nachhaltig erweisen, da China in den nächsten
Jahren eine riesige inländische Nachfrage entwickeln wird. Die Regierung plant das
Bruttoinlandprodukt von rund USD 1’000 pro Kopf im Jahr 2003 auf USD 3’000 im
40
Vgl. NZZ vom 17.03.2005, S. 9.
IMF, 2004, S. 159.
42
Fischer Weltalmanach, 2002, S. 1148.
43
Fischer Weltalmanach, 2002, S. 1130.
44
Schoettli, 2005.
45
IFM, 2004, S. 171.
46
Yuzhou, 2005, S. 1.
41
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Akteure der Globalisierung:
China: Die Nummer 1 der Textil- und Bekleidungsindustrie
Jahr 2020 zu steigern;47 bei einer Bevölkerung von 1,3 Mrd. ergibt dies am Schluss
ein jährliches Mehr von USD 2’600 Mrd.
3.1.3 Kommerzielle und generelle Schlüsselfaktoren
China zeichnet sich hier aus durch hervorragende Werte beim Zugang zu Kapital,
den Energie- und Transportkosten sowie bei der Lieferverlässlichkeit und Qualität.48
Hierzu sind folgende Ergänzungen zu machen:
3.1.3.1 Know-how aus Hongkong
Seitdem Hongkong wieder zu China gehört, kann von dessen gut etablierten
Fachkenntnissen im Finanzwesen und Marketingbereich profitiert werden.49
3.1.3.2 Qualität der Produkte
Ein nicht zu unterschätzender Faktor ist natürlich auch die Qualität der produzierten
Textilien. China kann nach langjährigem Know-how-Aufbau akzeptable bis gute
Qualität liefern.50
3.1.3.3 Koppelung der chinesischen Währung an den USD.
Seit 1995 koppelt die chinesische Regierung ihre Währung (Renminbi-Yuan) an die
Wechselkurse des amerikanischen Dollars.51 Feste Wechselkurse erleichtern den
internationalen Warenverkehr und damit auch die internationale Arbeitsteilung
(Spezialisierung). Sie tragen so zur Steigerung der Wohlfahrt bei.52 Bei festen
Wechselkursen
führen
Zahlungsbilanzüberschüsse
einer
Volkswirtschaft
trendmässig zu einer Abwertung der heimischen Währung. Diese Abwertung
stimuliert in der Regel die Ausfuhr.53 Die Wechselkurse des US-Dollars und somit
auch des Yuans sind für Europa äusserst günstig. Deshalb kaufen europäische
Firmen in China weltweit am kostengünstigsten ein.
3.1.3.4 Niedrige Umweltstandards
Auch die niedrigen Umweltstandards in China sind ein Grund für die Verlagerung von
Produktionskapazitäten im Bereich der Textilindustrie aus europäischen Ländern.
47
Yuzhou, 2005, S. 2.
IFM, 2004, S. 160 ff.
49
Europäische Kommission, 2003, S. 20.
50
Dessewffy, Eva, Textilschwemme nach Quotenende, in: Arbeit & Wirtschaft; März 2005,
Wien. http://www.arbeit-wirtschaft.at/art5.htm (25.03.2005).
51
Vgl. NZZ vom 18.03.2005, S. 23; Wang, 2004, S. 21.
52
Geigant et al., 2000: S. 305 (Stichwort: feste Wechselkurse).
48
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Akteure der Globalisierung:
China: Die Nummer 1 der Textil- und Bekleidungsindustrie
„Die
Umweltverschmutzung
hat
in
China
zum
Teil
verheerende
Ausmasse
angenommen. Je nach Studie befinden sich von den zehn schmutzigsten Städten der
Welt sieben bis neun in China. Durch den hohen Anteil von Kohle als Brennstoff ist die
Belastung mit Schwefeldioxid sehr hoch, der Regen ist in weiten Teilen des Landes
sauer. In den letzten Jahren war der SO2-Ausstoß leicht rückläufig, wohingegen die
Belastung mit Stickoxiden, besonders aus dem Straßenverkehr, stark zugenommen
hat. Das Wachstumspotential an Fahrzeugen ist zudem sehr hoch. Die Verschmutzung
betrifft nicht nur die Städte, auch auf dem Land wird der Umwelt schwerer Schaden
zugefügt. Beispielsweise wird in der Landwirtschaft die doppelte Menge an
Düngemitteln wie im Weltdurchschnitt verwendet. Das Landwirtschaftsministerium
schätzt, dass die verschmutzten Äcker genug Nahrungsmittel für etwa 65 Millionen
Menschen liefern könnten. Etwa die Hälfte der Flüsse ist so verschmutzt, dass sie nicht
einmal die niedrigsten chinesischen Umweltstandards einhalten und nicht einmal zur
Bewässerung benutzt werden können.
Mittlerweile ist China nach den USA der weltweit grösste Produzent von
Treibhausgasen, wobei es beim Pro-Kopf-Ausstoss von Treibhausgasen noch recht
weit abgeschlagen ist. Es produziert mehr als 36 % der weltweiten Schadstoffemissionen. Die Umweltverschmutzung ist für ein stark steigendes Auftreten von
Lungenkrankheiten und Krebs verantwortlich. Der China Human Development Report
2002 kommt deshalb zum Schluss, dass China am Scheideweg stehe und sich für eine
grüne Reform entscheiden müsse. Ansonsten drohe die Umweltzerstörung, den
erreichten sozialen und wirtschaftlichen Fortschritt zu behindern oder gar wieder
zunichte zu machen.“54
Für die Textilindustrie besonders von Bedeutung ist das Wasser:
„Der Umfang der durch die chinesischen Textilabwässer entstandenen Umweltschäden
wird sofort deutlich, wenn man bedenkt, dass jeder Betrieb je nach Grösse
durchschnittlich zwischen 200 und 1000 m3 unzureichend behandelte Abwässer pro
Stunde in Oberflächengewässer einleitet. Insbesondere die akute und chronische
Toxizität der eingeleiteten Textilfarbmitteln und deren Hilfsstoffen kann auf die in den
Seen und Flüssen lebenden Fische und Kleinlebewesen, die u.a. als Hauptbestandteil
der Ernährung der Menschen dienen, äusserst lebensbedrohend wirken.“55
3.1.3.5 Integrierte Wertschöpfungskette
Ein weiteres positiv wirkendes Merkmal der chinesischen Textil- und Bekleidungsbranche ist schliesslich die hohe Integration der Wertschöpfungskette insgesamt. So
53
54
Geigant et al., 2000, S. 1116 (Stichwort: Zahlungsbilanzmechanismen).
http://de.wikipedia.org/wiki/Volksrepublik_China#Umwelt (30. 04.2005).
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Akteure der Globalisierung:
China: Die Nummer 1 der Textil- und Bekleidungsindustrie
sind viele Prozesse von den Rohstoffen über Garne und Gewebe zur Fertigstellung
der Kleider im eigenen Land bzw. zum Teil sogar ganz in einzelnen Unternehmen
anzutreffen56 Damit entfallen insbesondere Kosten für die Verzollung der Waren und
die Gewinnmargen der Lieferländer. Nur noch die grosse Transportdauer schlägt
negativ zu Buche: „Sechs Tage nach Bestellung können Lastwagen aus der Türkei
die deutschen Hochregallager der Einzelhändler anfahren. Ein Import aus China
dauert per Schiff 25 Tage.“57 Da kann ein Produkt schon wieder „out“ sein.
3.2 Nachfrageseitige Faktoren
3.2.1 Änderung im Konsumverhalten
Konsumentinnen und Konsumenten geben heute einen kleineren Teil ihres
Einkommens für Bekleidung aus als früher, obwohl sie häufiger einkaufen gehen und
eine grössere Anzahl Kleidungsstücke kaufen als je zu vor.58
3.2.2 Änderung im Detailhandel
Der im Detailhandel sich abzeichnende Konzentrationsprozess hat zur Folge, dass
immer weniger, aber grösser werdende Unternehmen den Markt beherrschen und
dadurch auch grössere Mengen abnehmen können: „Solange der Preis das
Hauptargument für die Kunden bleibt und Händler wie Wal-Mart in den Vereinigten
Staaten oder Aldi und Tschibo mit Billigaktionen Ware losschlagen, müssen die
Einkäufer eben auch günstig einkaufen: in China, Vietnam oder Indien.“59
4 Ausblick auf die Hauptstudie
Wir haben nun anhand einer Analyse der Entwicklung des chinesischen Textil- und
Bekleidungssektors untersucht, worin die Ursachen für den Boom dieses
Wirtschaftszweiges liegen könnten.
In der Hauptstudie geht es nun darum, die einzelnen Kriterien zu gewichten und
anhand von neuerem Zahlenmaterial die Hauptgründe heraus zu „filtrieren“. In dieser
Vorstudie lässt sich nur festhalten, dass der Erfolg der chinesischen Textil- und
Bekleidungsbranche auf einem gut ausbalancierten Mix verschiedener Faktoren
55
F. Dehnad, Frank Sommer, "Entwicklung einer Behandlungstechnik zur Reinigung von
stark mit spezifischen Farbstoffen belasteten Färbereiabwässern in China" in der Stadt Yixing / Provinz Jiangsu. http://www.chinaoffice.de/BMBF_Projekt_China.rtf (01.05.2005).
56
Nordås, 2004, S. 6; IFM, 2004, S. 176.
57
Von Petersdorff, 2005.
58
Nordås, 2004, S. 3.
59
Von Petersdorff, 2005.
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Akteure der Globalisierung:
China: Die Nummer 1 der Textil- und Bekleidungsindustrie
beruht.60 Neues Zahlenmaterial lässt auch die von der Europäischen Kommission am
29. April 2005 eingeleitete Untersuchung betreffend Schutzmassnahmen bei
ausgewählten Warenkategorien erwarten.61 Die Ergebnisse der mit Fragebogen
operierenden Untersuchung sind in etwa 2 Monaten zu erwarten.
Das von uns gewählte Thema weist in den wirtschaftsorientierten Tageszeitungen
eine grosse Aktualität auf. Es waren in den letzten Wochen, insbesondere in der
NZZ, auffallend viele interessante Artikel zu lesen. Ziel ist es nun, das Geschehen
im „Blätterwald“ weiterhin zu verfolgen und für die Hauptstudie zu verwenden.
Mit Spannung erwarten wir auch die Reaktion Chinas auf die Schutzmassnahmen
Amerikas und der EU betreffend die Einfuhr bestimmter Textilwaren. Dies ist nicht
nur im Hinblick auf die Hauptstudie von Bedeutung, sondern für uns als angehende
Betriebsökonominnen und -ökonomen ebenfalls interessant.
60
61
IFM, 2004, S. 173.
Europäische Kommission, 2005.
Seite 21 von 23
Akteure der Globalisierung:
China: Die Nummer 1 der Textil- und Bekleidungsindustrie
5 Quellenverzeichnis
In den Fussnoten finden sich weitere Angaben, insbesondere zu undatierten Quellen
aus dem Internet und aus verschiedenen redaktionellen Beiträgen der Neuen
Zürcher Zeitung (NZZ).
Titelbild: Zeitschrift Saldo, Zürich, Ausgabe Nr. 7/2005, Keystone
Brooks Ray: „Labor Market Performance and Prospects”, Prasad, 2004, S. 51-61.
Cnex (China Textile Network Co., Ltd.): „Statistisches Daten zur Textil- und
Bekleidungsindustrie für das Jahr 2003“, o.D.,
http://textination.de/de/Daten%20Infos/China%20-%20Statistiken (01.05.2005).
Egloff Paul und Haerri Kurt: „Chinas Aufstieg und der Werkplatz Schweiz: Leistungsbereitschaft dort, Verzagtheit hier“, in: NZZ vom 04./05.12.2004, S. 29.
Europäische Kommission (Commission of the European Communities), Commission Staff
Working Paper: „Evolution of Trade in Textile and Clothing Worldwide - Trade Figures
and Structural Data”, Brüssel, 2003, SEC [2003] 1348.
Europäische Kommission: „Bekanntmachung über die Einleitung einer
Schutzmassnahmenuntersuchung betreffend den Einfuhren bestimmter Textilwaren mit
Ursprung in der Volksrepublik China“, in: Amtsblatt der Europäischen Union, C 104 vom
29.04.2005.
Fischer Weltalmanach, Fischer Taschenbuchverlag, Frankfurt am Main, 2003 (2002).
Geigant Friedrich, Haslinger Franz, Sobotka Dieter und Westphal Horst: „Lexikon
Volkswirtschaft“, Landsberg am Lech, 7. Auflage, 2000.
Horx Mathias: „Das Zukunfts-Manifest: Wie wir uns auf das 21. Jahrhundert vorbereiten
können“, Düsseldorf/München, 1997.
IFM (Institut Français de la Mode) and Partners: “Study on the Implications of the 2005 Trade
Liberalisation in the Textile and Clothing Sector”, Paris, 2004.
Kinder Hermann und Hilgemann Werner: „dtv-Altlas Weltgeschichte“, Band 2, dtv, München,
1991.
Nordås Hildegunn Kyvik: „The Global Textile and Clothing Industry post the Agreement on
Textiles and Clothing”, WTO Discussion Paper No. 5, World Trade Organisation, Geneva,
2004.
Prasad Eswar: “China’s Growth and Integration into the World Economy-Prospects and Challenges”, International Monetary Fund, Washington DC, 2004.
Prasad Eswar und Rumbaugh Thomas: „Overview”, in: Prasad, 2004, S. 1-4.
Schoettli Urs: „Chinas Textilexporteure testen den Freihandel“, in: NZZ am Sonntag vom
01.05.2005, S. 7.
Von Petersdorff Winand: „Textilindustrie - Ein Stoff für Alpträume“, in: Frankfurter Allgemeine
Sonntagszeitung vom 02.01.2005, S. 25.
Wang Tao: „Exchance Rate Dynamics”, in: Prasad, 2004, S. 21-28.
Yuzhou Du: „Speech at the 2nd Global Textile Economic Forum”, in: Textile Information
Weekly, 04.04.2005, http://textination.de/en/tiw/TIW04042005.pdf (01.05.2005), S. 1-7.
Seite 22 von 23
Akteure der Globalisierung:
China: Die Nummer 1 der Textil- und Bekleidungsindustrie
Eidesstattliche Erklärung
Hiermit bestätigen die Unterzeichneten, die vorgängige Arbeit selbständig verfasst zu
haben. Sämtliche Textstellen, die nicht von den Autoren stammen, sind als Zitate
gekennzeichnet und mit dem genauen Hinweis ihrer Herkunft versehen. Die
verwendeten Quellen sind im Literaturverzeichnis aufgeführt.
Winterthur, 25. Mai 2005
.......................................
Nicole Amrein
amreinic@zhwin.ch
.......................................
Britta Gassmann
gassmbri@zhwin.ch
.......................................
Pascal Kolleth
kollepas@zhwin.ch
.......................................
Daniel Suter
suterdan@zhwin.ch
Seite 23 von 23
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