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Ländlicher Raum 2030 - Wie wollen wir leben? - Region Hesselberg

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REGION H E S S E L B E R G
Nachrichten und Informationen aus der Region Hesselberg
Ausgabe 01/12
I
N
April 2012
H
A
L
T
Ländlicher Raum 2030 - Wie wollen wir leben?
Wirtschaft
Firmen allfra GmbH, Reisebüro
Erl, Sielaff GmbH
Genofutura Award für Breitbandgenossenschaft
Wirtschaftsbudget
Seiten 2-4
Fränkische Moststraße
Spezialitätenwettbewerb und
Consumenta
Interview Apfelkönigin
Moststraße erweitert
Grüne Woche und Apfelwochen
Bienenbeute in Wassertrüdingen
Seiten 5-8
Jugendprojekte
Erfahrungsbericht aus Finnland
Jugendverein „HesselBergWerk“
gegründet
Seite 9
Aus der Geschäftsstelle
Praktikanten
Teamexkursion
Seite 10
Region Hesselberg
Richtfest am LIMESEUM
Buchvorstellungen
Besuch STMELF in der Region
Berghexen-Tracht
Club55 fördert regionale Projekte
Tour de Hesselberg 2012
Tag der Regionen
Archehof für bedrohte Tierarten
Seiten 11-14
Termine und Veranstaltungen
Seite 15
NEWSLETTER 01/12
Silke Schön (M.) und Julia Blech (r.) am Stand der Region Hesselberg.
Wie wird unsere Region in 20 Jahren aussehen und welche Entwicklungen zeichnen
sich ab? Wie können schon heute Weichen
für die Zukunft der Region gestellt werden?
Derartige Fragen beschäftigten am
Samstag, den 4. Februar, die etwa 100 Teilnehmer einer Veranstaltung im Evangelischen Bildungszentrums Hesselberg.
Organisiert wurde die Veranstaltung von
Politik, Kirche, Verbände und interessierter
Bevölkerung durch die Entwicklungsgesellschaft Region Hesselberg, das EBZ und die
CSU-Landtagsfraktion. Neben dem CSULandtagsabgeordneten Albert Füracker und
dem EBZ-Referenten für Agrarfragen, Werner Hajek, begrüßte auch Pfarrerin Beatrix
Kempe die Besucher und gab mit ihrem Slogan "Veränderung und Bewegung" den
Tenor der Veranstaltung vor.
Inhalt der Debatten waren die für die ländlichen Räume zentralen Aspekte wie regionale Entwicklung und Identität, Bildung,
Infrastruktur, Gewerbeansiedlung und soziale Aspekte wie die Frage der Generationengerechtigkeit. Drei Workshops formulierten Handlungsoptionen und erörterten Strategien für die eigene Region.
Regionalmanagerin Ute Vieting von der
Region Hesselberg betonte, dass ländliche
Räume als gleichwertiger Partner der Städte
fungieren müssten, indem sie ihr individuel-
Foto: Tippl
les Potenzial gezielt ausschöpften, z.B. in
den Bereichen Nahrungsmittelproduktion,
regenerative Energieerzeugung oder Tourismus. MdL Füracker mahnte dabei an,
dass Fördermaßnahmen für den ländlichen
Raum zukünftig stärker an dem Bedarf entsprechender Projekte und Initiativen ausrichtet werden sollten. "Ziel ist es, Regionalbudgets zu schaffen, die in Eigenverantwortung
einzelner Regionen verwaltet werden können." Dadurch würde der effiziene Einsatz
von Mitteln sichergestellt, da relevantes
Lokalwissen nur vor Ort vorhanden sei.
Neben Möglichkeiten für die Zukunft der
Region wurden dem Publikum auch zum Teil
bereits umgesetzte wegweisende Projekte
vorgestellt, wie etwa das Bioenergiedorf
Mausdorf (Lkr. Neustadt/Aisch-Bad Windsheim) oder das geplante Weidenbacher
Mehrgenerationenhaus (Lkr. Ansbach).
Nicht zuletzt stellten auch Jugendliche der
Region ihre eigene Antwort auf die Frage,
wie sie in Zukunft leben wollen, vor. Stellvertretend präsentierten Silke Schön und
Julia Blech das Jugendnetzwerk "HesselBergWerk e.V.", mit dem Ziel, in Eigenregie
Projekte junger Menschen in der Region
Hesselberg umzusetzen. Die dazu nötigen
finanziellen Mittel sollen mittels eines spendenfinanzierten Jugendbudgets generiert
werden.
(Vie)
R E G I O N H E S S E L B E R G
01
GenoFutura Awards 2011 für Breitband-Genossenschaft
Die 2011 gegründete Herrieder Breitband-Genossenschaft wurde im Rahmen
des Kongresses "Kommunale Kooperation: Regionales Zukunftsmanagement"
für ihr zukunftsweisendes Konzept mit
dem renommierten und bundesweit anerkannten GenoFutura Award 2011 ausgezeichnet. Die Laudatio hielt der Initiator
des Kongresses Prof. Dr. Wolfgang George. Er würdigte die zukunftsweisende
Konzeption des Herrieder Projektes und
betonte die Vorteile des genossenschaftlichen Modells für die Bürger. Die Genossenschaft zählt über 250 Mitglieder. Fast
täglich kommen neue Mitglieder hinzu,
weil die Bürger und Unternehmen erkennen, dass es um ihre Zukunft und die
Zukunft ihrer Kinder geht.
(Hit)
v.l.n.r.: Karl-Heinz Schäfer, Präsident des hessischen Städte- und Gemeindebundes (l.) und der
mittelhessische Regierungspräsident Dr. Lars Witteck (r.)überreichen den GenoFutura Award
2011, an Vorstand Johann Buckel (2.v.l.), Bürgermeister Alfons Brandl und Vorstand Ralph Müller (2.v.r.)
Bildnachweis: Breitband-Genossenschaft Herrieden eG
„Fernweh ganz nah"
Angefangen hat das Reisebüro Erl in Herrieden als Schreibwarengeschäft. Inzwischen
ist es eines der besten TUI-Reisebüros in Deutschland. 2010 belegte es bei der TUIinternen Prämierung der "TUI Travelstars" den 2. Platz. Darüber informierte Firmengründer Helmut Erl (im Bild stehend 1.v.r.) die Teilnehmer eines Unternehmertreffs der
Hesselberg AG am 18. Januar 2012 im Hotel "Sonne" in Herrieden. Er stellte sein vierköpfiges Mitarbeiterteam vor und betonte die große Bedeutung von Mitarbeiterschulungen. "Ein Reisebüro muss besser informieren als das Internet". Welche Inhalte die
TUI-Reisebüros etwa zu den spanischen Balearen vermitteln, darüber referierte der
Balearen-Experte der TUI Jörg Grimm. Als Abschluss der Veranstaltung servierte das
Hotel Sonne ein spanisch-mallorkinisches Buffet mit Köstlichkeiten.
(Hit)
Gutes Geld für gutes Obst
2011 war ein besonderes Jahr für die
"Alles aus Franken" (kurz: allfra) GmbH,
die unter der Marke "hesselberger" Säfte,
Schorlen, seccos und andere Getränke aus
Streuobst rund um den Hesselberg herstellt.
Darüber konnte man sich beim Unternehmertreff der Hesselberg AG am 12. Oktober im allfra-Lager Herrieden informieren.
Dieses Lager hatte die allfra erst 2011
bezogen, nachdem ihr Bechhofener Lager
auf Grund steigender Nachfrage aus
"allen Nähten platzte", wie die Geschäftsführer Norbert Metz und Jutta Grießer
erläuterten. Zuvor hatten allfra GmbH-Beiratsvorsitzender Karl Engelhard und Hesselberg AG-Vorsitzender Frank Dommel die
Besucher des Unternehmertreffs begrüßt.
2011 brachte drei weitere Highlights für
die allfra GmbH. Die "hesselberger"Getränke bewiesen ihre hohe Qualität bei
einer Streuobst-Prämierung in Baden-Württemberg, dem "Musterland" der Streuobstvermarktung; in vier der zehn Produkt-
02
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Die Geschäftsleitung der allfra GmbH begrüßte die Besucher des Unternehmertreffs der Hesselberg AG im neuen Abhollager in Herrieden. 2.v.l. Geschäftsführer Norbert Metz,
3.v.l. Beiratsvorsitzender Karl Engelhard, 4.v.l.
Geschäftsführerin Jutta Grießer.
Foto: ERH
Kategorien landeten sie auf Platz eins. Von
der IHK Mittelfranken erhielt die allfra den
mit 10 Tsd. Euro dotierten Gründerpreis
2011. Und zu guter Letzt wurden die "hesselberger"-Getränke von der Metropolregion Nürnberg in deren Spezialitätenwettbewerb "Unsere Originale" mit einer Kro-
ne ausgezeichnet.
"Gutes Geld für gutes Obst" ist Geschäftsführer Metz zufolge das Grundprinzip der
allfra. "Wir nehmen daher nur qualitativ
einwandfreies Obst an und bezahlen dafür
Preise, die deutlich über den Marktpreisen
liegen." Eingesammelt wird das Obst
jeden Herbst durch die 34 Gesellschafter
des Unternehmens, die in verschiedenen
Branchen tätig sind (Landwirtschaft,
Gastronomie etc.).
Ziel des 2006 gegründeten Unternehmens
war der Erhalt der landschaftlich wertvollen
alten Hochstamm-Streuobstanlagen in der
Hesselberg-Region. Anpflanzung und Pflege von Bäumen sollte sich für Obstbauern
wieder lohnen. Dieses Ziel wurde erreicht,
wie die Neupflanzung tausender Obstbäume seither zeigt. Die Obstverarbeitung
erfolgt vor allem in Schwäbisch-Hall, z.T.
auch in Schlaat bei Göppingen, erläuterte
Geschäftsführerin Grießer. In SchwäbischHall werden Säfte hergestellt, in Schlaat
seccos. Insgesamt bietet die allfra 27 Obstgetränke in unterschiedlichen Größen an eine deutschlandweit einzigartige Produktvielfalt.
(Hit)
NEWSLETTER 01/12
Wirtschaftsbudget - das Eisen schmieden, so lange es heiß ist
Unternehmer der Hesselberg AG wollen
den Unternehmergeist in der Region
wecken und suchen dafür derzeit eine
Organisationsstruktur.
Denn
gerade
Unternehmen brauchen flexible Gelder,
die sich nicht nach Förderperioden orientieren und schnell zur Verfügung stehen.
Ein Wirtschaftsbudget könnte es Unternehmen ermöglichen, kreative Ideen ohne
lang dauernde Förderanfragen in die Praxis umzusetzen.
Eine regionale Strategiegruppe hat
bereits im vergangenen Jahr einen geeigneten Ansatz dafür entwickelt, wie mit
ideellem und finanziellem Engagement
aus der Region die Entwicklungsimpulse
stärker in die Umsetzung gebracht werden könnten. Bei den Unternehmern, Bürgern und Kommunen sind die dafür not-
wendigen Ideen bereits vorhanden, auch
an Geld und Engagement fehlt es nicht. Es
fehlt derzeit nur noch das geeignete Instrument, welches diese Bausteine zusammenführt. Die Veranstaltung "Ländliche Räume
2030 - wie sollen wir leben?" am 4.
Februar 2012 im Evangelischem Bildungszentraum Hesselberg hat den Unternehmen neue Impulse gebracht. Momentan überlegen die Unternehmer der Hesselberg AG zusammen mit der Entwikklungsgesellschaft, in welcher Form das
Wirtschaftsbudget aufgebaut werden soll:
Ist eine Genossenschaft oder eine Aktiengesellschaft dafür besser geeignet?
Der Unternehmer Roland Tyrolt betont
dabei den Aspekt der Nachhaltigkeit
"Unsere Rendite soll nicht allein finanzieller Art sein. Wir wollen regionale Projekte
fördern, die innovativ sind, Unternehmergeist wecken und für die Menschen sinnstiftend sind." Alles zusammen versteht er
als sozial-ökologische oder Gemeinwohlrendite.
Die "Regionalwert AG Isar-Inn" ist eine
Bürgeraktiengesellschaft, die ähnliche
Ziele verfolgt wie die Hesselberg AG und
die Entwicklungsgesellschaft. Die Machbarkeit eines Regionalbudgets in der
Region Hesselberg wollen Regionalmanagerin Vieting und der Vorsitzende der
Hesselberg AG Frank Dommel nach
einem Gespräch mit dieser Aktiengesellschaft prüfen. "Wir wollen regional stärker auf eigenen Füßen stehen. Wenn es
dazu noch Fördermöglichkeiten der EU
gäbe, würden wir dies sehr begrüßen",
so Dommel.
(Vie)
Sielaff Automatenbau: In Herrieden daheim - in der Welt zuhause
Das Familienunternehmen Sielaff feierte
im letzten Jahr 125. Geburtstag. Mit
Innovationskraft, höchster Qualität und
unverwechselbarem Design hat sich der
Automatenhersteller an die Spitze einer
hart umringten Branche gearbeitet.
Sielaff ist ein Pionier der "automatischen
Revolution" in Deutschland. 1884 machte sich der junge Berliner Ingenieur und
Patentanwalt Max Sielaff (1860 - 1929)
mit einer "Mechanischen Werkstatt für
Modellierung und Durcharbeitung von
Erfindungen und Internationale Patentverwertung" einen Namen. Der Durchbruch
gelang 1886 mit der Entwicklung eines
"Selbstthätigen Verkaufsapparates". Mit
diesem Automaten konnten - weltweit einmalig -erstmals unterschiedliche Produkte
vertrieben werden. Seit 1949 ist das
Familienunternehmen
in
Herrieden
zuhause.
Zur Sielaff Gruppe mit rund 500 Mitarbeitern und Stammsitz in Herrieden gehören Standorte in Oelsnitz, Pilsen (Tschechien), Marne La Vallee (Frankreich),
Walshall
(England),
Oberentfelden
(Schweiz), Innsbruck (Österreich) sowie
in Ilmenau (Thüringen). Im Herriedener
Stammwerk wird in sechs verschiedenen
Berufsbildern ausgebildet. Jährlich entwickelt das Unternehmen ca. 150 unterschiedlichste Projekte, von Entwicklung
bis Produktion kommt alles aus einer
Hand. Vom Leergut-Rücknahmeautomaten, dem Zigarettenautomaten bis zum
Cappuccino aus der schicken Maschine
NEWSLETTER 01/12
im Büro reicht die Produktpalette."Wir
sind ein Familienunternehmen im doppelten Sinne des Wortes", sagt der
Geschäftsführer der Sielaff GmbH & Co.
KG, Jürgen Utschig. "Nicht nur die
Gesellschafter engagieren sich für ihr
Unternehmen. Auch unsere Mitarbeiter
sind zum Teil in der zweiten und dritten
Familiengeneration bei uns tätig. Unsere
Produkte leben vom Know-how und der
Erfahrung dieser hoch qualifizierten Menschen."
In den vergangenen Jahren hat Sielaff 10
Mio. Euro in die Herrieder Zentrale investiert, davon ca. 6 Mio. Euro in den Neubau einer großen Montagehalle, die vergangenen November eingeweiht wurde.
Utschig: "Sielaff steht für hochwertige
Neue Halle: "Moderne Fertigung in der Region"
High-Tech-Produkte ‚made in Germany'.
Wir sind in Herrieden daheim - und in
der Welt zuhause."
Ein Ausdruck der starken regionalen Verwurzelung des Unternehmens ist seine
Mitgliedschaft in der Hesselberg AG
e.V., der Unternehmervereinigung in der
Region Hesselberg. Dadurch unterstützt
sie regionale Aktivitäten und verbessert gleichzeitig ihre Kontakte
zu regionalen Unternehmen. Daraus ergaben sich schon etliche
neue regionale Geschäftsbeziehungen, von denen die gesamte
Region profitiert. (Gar)
Geschäftsführer
Jürgen Utschig
Bildnachweis: Sielaff
R E G I O N H E S S E L B E R G
03
Hesselberg-Ball in den
Wörnitzstuben
Traditionell findet der Ball der Hesselberg AG am letzten Samstag im November statt. Auch dieses
Mal konnte Vorstand Frank Dommel zahlreiche Unternehmer und Bürgermeister aus der gesamten
Region in Wittelshofen begrüßen. Karl Kirsch verwöhnte im stilvollen Ambiente seiner "Wörnitzstube" beim mehrgängigen Buffet die Gäste mit kulinarischen Genüssen. Bis tief in die Nacht wurde zu Livemusik getanzt und gefeiert.
Foto: Schubert
Erfolgreich teilnehmen an öffentlichen Ausschreibungen
Was müssen Unternehmen beachten, um
erfolgreich an öffentlichen Ausschreibungen teilzunehmen? Mit dieser Frage
beschäftigte sich eine Veranstaltung der
Reihe "Wirtschaft im Dialog" am 19.
November 2011 im EBZ. Mehr als 50
Unternehmer und Selbständige nahmen an
der Veranstaltung teil. Veranstalter waren
das Evangelische Bildungszentrum Hesselberg (EBZ), die Wirtschaftsförderung des
Landkreises Ansbach und die Entwikklungsgesellschaft Region Hesselberg
(ERH).
In seiner Einführung wies Thomas Merkel
von der Wirtschaftsförderung des Landkreises Ansbach darauf hin, dass das Thema "öffentliche Aufträge" vom Auftragsvolumen her für Unternehmen interessant,
jedoch stark formalisiert und damit schwierig ist. Gerade Klein- und Mittelunternehmen hätten wenig Fachkenntnisse und personelle Kapazitäten, was das angeht.
Franz Oechsner von der VOB-Stelle der
Regierung von Mittelfranken beleuchtete
das Thema von der rechtlichen Seite her.
Die Vergabe- und Vertragsordnung (VOB)
regelt die Vergabe von Aufträgen durch
öffentliche Stellen in Deutschland. Die
VOB-Stelle achtet als Nachprüfstelle darauf, dass die Regeln der VOB durch die
öffentlichen Auftraggeber eingehalten
werden. Herr Oechsner wies darauf hin,
dass sich jeder Anbieter, der sich bei einer
Ausschreibung ungerecht behandelt fühlt,
an die VOB-Stelle wenden kann. Er empfahl allen Unternehmern, sich in die sog.
Präqualifikationsliste einzutragen. Dabei
würde die Eignung des Unternehmens als
04
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Bieter geprüft, was die Formalitäten bei
etlichen Ausschreibungen verringere.
Was beim Ausfüllen von AusschreibungsAntragsformularen
üblicherweise
zu
beachten ist, erläuterte Gerhard Zäh von
der Firma Zäh-Gartengestaltung in Wassertrüdingen. Er betonte die Wichtigkeit,
alle Formalien genau zu beachten, da
schon geringfügige Formfehler zum Ausschluss bei einer öffentlichen Ausschreibung führen würden.
Die Antragsformulare liegen noch überwiegend in Papierform vor. Eine zunehmende Zahl von Ausschreibungen läuft
auch schon online über Vergabeplattformen wie www.auftraege.bayern.de ab.
Die Teilnahme an einer online-Ausschreibung erfordert u.a. eine elektronische Signatur für eine Bewerbung. Die Besonderheiten hierbei erläuterte Jürgen Allendörfer
von den Vereinigten Sparkassen Stadt und
Landkreis Ansbach. Kurz gesagt wird die
Unterschrift in Form eines elektronischen
Codes wiedergegeben. Eingesetzt werden
elektronische Signaturen bereits bei Banken, öffentlichen Ausschreibungen, auf
Rechnungen, Mahnungen und in etlichen
anderen Bereichen.
(Hit)
Die Referenten und Organisatoren der Veranstaltung "Öffentliche Ausschreibungen" (v.l.n.r.):
Franz Weiß (Handwerkskammer Mittelfranken), Jürgen Allendörfer (Sparkassen Ansbach), Ute
Vieting (Region Hesselberg), Pfarrer Bernd Reuther (Evangelisches Bildungszentrum), Thomas
Merkel (Wirtschaftsförderung Kreis Ansbach), Gerhard Zäh (Fa. Zäh Gartengestaltung), Franz
Oechsner (Regierung von Mittelfranken). Bildnachweis: ERH
NEWSLETTER 01/12
Apfelkönigin bei der Grünen Woche
"Die Grüne Woche war wieder ein Riesenerlebnis", so die amtierende Apfelkönigin der Fränkischen Moststraße Anna I.,
die am 21. und 22. Januar für zwei Tage
in Berlin war, um die Fränkische Moststraße bekannter zu machen. Vielfach wurde
sie dort auf ihre moderne Hesselberger
Tracht angesprochen. Höhepunkt ihres
Besuchs war das deutsche Produktköniginnentreffen mit 135 "Königinnen und
Königen" aus ganz Deutschland. Im Bild
Anna I. zusammen mit dem Präsidenten
des Deutschen Bauernverband Gerd
Sonnleitner. (Hit)
Bildnachweis: Sauber
Johanna von Orléans in Wassertrüdingen
Jeanne d'Arc, in Deutschland auch bekannt als Johanna von Orléans, ist eine legendäre
Nationalheldin Frankreichs. Die vom Tegernsee stammende, in Nürnberg arbeitende BeutenKünstlerin Birgit Jönsson hat eine sog. "Bienenbeute" in der Form von Johanna von Orléans
angefertigt. Eine Bienenbeute ist nicht nur eine Statue, sondern hat gleichzeitig ein reges
Innenleben. Sie dient gleichzeitig Bienen als Unterkunft.
Seit September 2011 steht die Bienenbeute Johanna von Orléans für ein Jahr vor dem Wassertrüdinger Wasserschloss. Der Künstlerin war es wichtig, ein historisches Ambiente als
Hintergrund für die Aufstellung zu finden. Das alte Wasserschloss in Wassertrüdingen passe
hier hervorragend, so Frau Jönsson. Kunstwerke der Tegernseerin finden sich inzwischen in
ganz Deutschland, so etwa im Nürnberger Zoo, im Bayerischen Wald, auf der Schwäbischen
Alb oder auch im Bremer Bürgerpark (siehe www.beutenkunst.de). (Reg)
Moststraße auf der Consumenta
Nach dem großen Erfolg im Vorjahr nahm
die Fränkische Moststraße auch 2011 an
der Verbrauchermesse Consumenta in
Nürnberg vom 26. Oktober bis 1. November mit einem Stand teil. Dieser war als
Gemeinschaftsstand konzipiert, an dem
sich 14 Aussteller - Produzenten von regionalen Produkten, Gemeinden und Fremdenverkehrsorganisationen - abwechselten. Auch die Apfelköniginnen Anna I. und
Kerstin I. waren an mehreren Tagen vertreten, ebenso präsentierten die "Hesselbergmodels" an zwei Tagen Hesselbergtrachten
und die neue Trachten-Kollektion "Berghexe" auf dem Laufsteg.
Insgesamt war die Consumenta mit ihrem
Leitthema "Aus der Region - für die Region"
mit 150.000 Besuchern sehr gut besucht.
Die am stärksten frequentierte Halle war
die Halle, in der regionale Produkte vorgestellt wurden - und dort hatte auch die Fränkische Moststraße ihren Stand.
Der Moststraßen-Stand war mehrfach Ort
NEWSLETTER 01/12
V.l.n.r. Präsident Heinrich Mosler von der Handwerkskammer für Mittelfranken, Bezirkstagspräsident Richard Bartsch, Apfelkönigin Kerstin I., Landtagspräsidentin MdL Barbara Stamm, Bürgermeister Friedrich Wörrlein.
Foto: Weinmann
offizieller Empfänge und Ziel politischer
Prominenz aus Bezirk und Land. Gleich am
ersten Tag fand hier der offizielle Empfang
zur Messe-Eröffnung statt. Die Kombination
von regionalen Produkten und Tourismus
wurde von den Besuchern sehr gut angenommen. Auch die Aussteller waren überwiegend sehr zufrieden mit dem Stander-
gebnis. Der Moststraßen-Stand war im
wahrsten Sinne des Wortes ein Gemeinschaftsstand. Inklusive der HesselbergModels wirkten rund 60 Personen aus der
Region Hesselberg und der Moststraße mit.
Für diese Identifikation der Menschen mit
ihrer Region erntete der Moststraßen-Stand
vielerorts Bewunderung.
(Hit)
R E G I O N H E S S E L B E R G
05
„Krönung" für regionale Produkte
Die Gewinner der "Krönchen" auf der Consumenta am 28.10.2011.
Eine Krönung der besonderen Art erfuhren die "hesselberger" Getränke und das
Merkendorfer Sauerkraut auf der Verbrauchermesse Consumenta in Nürnberg
2011. Gemeinsam mit 220 anderen
Bewerbern hatten sich die allfra GmbH
und die Merkendorfer Kraut GmbH & Co.
KG am 1. Spezialitätenwettbewerb der
Metropolregion Nürnberg beteiligt. 130
der eingereichten regionalen Produkte
wurden von einer Jury als "Unsere Originale" ausgewählt; unter diesen befinden
sich auch die "hesselberger" Getränke
der allfra GmbH aus Streuobst im Gebiet
der Fränkischen Moststraße und das Merkendorfer Sauerkraut, das seit 13 Jahren
im Betrieb der Familie Reuter ausschließlich selbst angebaut, verarbeitet und vermarktet wird.
06
R E G I O N H E S S E L B E R G
Am 28. Oktober verlieh die Metropolregion an 31 dieser 130 regionalen Spezialitäten zusätzlich ein "Krönchen". Die
Verleihung erfolgte im Rahmen der Verbrauchermesse Consumenta. Unter diesen
31 Produkten befanden sich wiederum
die "hesselberger" Getränke und das
Merkendorfer Sauerkraut. Der Beiratsvorsitzende der allfra GmbH Karl Engelhard,
Bürgermeister aus Ehingen, nahm die Auszeichnung für die "hesselberger" Getränke entgegen. Mit dieser Auszeichnung
wurde nicht nur die Qualität der "hesselberger" Getränke gewürdigt, sondern
auch die Unterstützung des Erhalts der
alten Streuobstbestände rund um den Hesselberg. Dadurch, dass die allfra GmbH
Streuobst ankauft, haben die Obstbauern
der Fränkischen Moststraße einen Anreiz
Bildnachweis : Thomas Scherer
erhalten, ihre alten Obstbäume zu erhalten und neue zu pflanzen.
Und auch die Merkendorfer Kraut GmbH
& Co. KG freute sich über ihr Krönchen,
das Geschäftsführer Jürgen Reuter in Empfang nahm. Als kleiner drei-Mann Betrieb,
mittlerweile in der zweiten Generation,
möchte die Familie eine alte Tradition,
den Anbau von Kraut, welche Merkendorf
weit über seine Grenzen hinaus als Krautstadt bekannt gemacht hat, in seinen
wesentlichen Bestandteilen erhalten und
den guten Ruf nach außen pflegen.
Die prämierten Produkte der Metropolregion wurden zu einer kulinarischen Landkarte zusammengefasst. Im Internet ist sie
zu finden unter www.spezialitaetenwettbewerb.de/karte/alle
(Hit)
NEWSLETTER 01/12
Fränkische Moststraße um fünf Gemeinden erweitert Bürgermeister Brandl neuer Vorsitzender
Die Fränkische Moststraße beginnt das Jahr
2012 mit einer Erweiterung und einer neu
gewählten Vorstandschaft. In der Sitzung im
Evangelischen Bildungszentrum auf dem
Hesselberg am 1. Februar lagen den bisherigen 20 Mitgliedern die Aufnahmeanträge
von fünf weiteren Gemeinden vor: der
Markt Flachslanden (Lkr. Ansbach), der
Markt Schopfloch (Lkrs. Ansbach), die
Gemeinde Burk (Lkr. Ansbach), die Gemeinde Absberg (Lkr. Weißenburg-Gunzenhausen) sowie die Gemeinde Kreßberg (Lkr.
Schwäbisch-Hall).
Nachdem die Bürgermeister dieser
Gemeinden ihre Orte und deren Bezug
zum zentralen Moststraßen-Thema "Streuobst" vorgestellt hatten, beschlossen die
bisherigen Mitglieder einstimmig deren
Aufnahme in die Fränkische Moststraße.
Damit ist die Moststraße erstmals im Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen und im
baden-württembergischen
Landkreis
Schwäbisch-Hall vertreten.
Mit anderen Gemeinden in mehreren
Landkreisen (u.a. Ansbach, Donau-Ries)
laufen derzeit Gespräche über eine mögliche Mitgliedschaft. Nach dem Erweiterungsbeschluss wurde eine neue Vorstandschaft gewählt. Bürgermeister Engelhard
aus Ehingen, bisheriger Vorsitzender kandidierte aus gesundheitlichen Gründen
nicht mehr, der bisherige stellvertretende
Vorsitzende, Bürgermeister Heß aus Leutershausen, verzichtete zugunsten eines
Neumitglieds auf eine Kandidatur. Die
Versammlung wählte einstimmig als neuen
Vorsitzenden Bürgermeister Brandl aus
Herrieden, als stellvertretenden Vorsitzen-
den Bürgermeister Czech aus Schopfloch,
als Kassier Bürgermeister Reichert aus
Wittelshofen und als Schriftführerin Bürgermeisterin Hüttner aus Röckingen. Der
neu gewählte Vorsitzende Alfons Brandl
dankte seinem Vorgänger Karl Engelhard
für fast ein Jahrzehnt engagierte Arbeit für
die Fränkische Moststraße: "Er ist der
Vater der Moststraße", so Brandl. Als
nächste Schritte sieht Brandl die Integration der neuen Gemeinden in die bisherigen Strukturen und die Gründung eines
Moststraßen-Vereins. Die bisherige IG
Fränkische Moststraße als kommunale
Vereinigung soll ergänzt werden um einen
Verein, in dem private Akteure aktiv sind,
wie z.B. Obst- und Gartenbauvereine,
Mostereien, Brennereien, Gastronomen
und andere.
(Hit)
Der neu gewählte Vorstand der Fränkischen Moststraße und die Vertreter der neuen Mitgliedsgemeinden. V.l.n.r.: Bürgermeister Henninger (Flachslanden), Bürgermeister Beck (Burk), Bürgermeister Czech (Schopfloch, stellv. Vorsitzender), Bürgermeister Walter (Absberg), Karl Engelhard (ehem. Vorsitzender), Waltraud Hüttner (Schriftführerin), Hermann Reichert (Kassier), Alfons Brandl (Vorsitzender). Nicht im Bild: Bürgermeister Fischer (Kreßberg).
Foto: ERH
Alles Apfel in Wassertrüdingen
Zwei Wochen drehte sich im Oktober des vergangenen Jahres in Wassertrüdingen alles um das Thema "Apfel". Eine
Kooperation aus City-Management und 21 Einzelhändlern
bzw. Gastronomen bot viele Anlaufstellen und ein breites
Angebot an Spezialitäten und Informationen zur gesunden
Frucht. Alle beteiligten Geschäfte dekorierten ihre Schaufenster und passten ihr Angebot an den "Apfel" an. Versüßt
wurde den Besuchern die Aktion durch den Wassertrüdinger Ortsverband des Bunds der Selbstständigen, der für ein
Gewinnspiel attraktive Preise in Form von Einkaufsgutscheinen stiftete. Eine kleine, aber fachlich fundierte Vortragsreihe zum Thema "Apfel" sorgte für den informativen Rahmen
der Aktion.
(Bac)
NEWSLETTER 01/12
R E G I O N H E S S E L B E R G
07
Interview mit der Apfelkönigin Anna I.
Anna Sauber ist 19 Jahre alt und
wohnt in Obermögersheim bei
Wassertrüdingen. Seit November
2010 ist sie für zwei Jahre die
Apfelkönigin der Fränkischen
Moststraße. Derzeit absolviert
sie eine Ausbildung bei der
Evang.-Luth. Landeskirchenstelle
in Ansbach.
Warum engagieren Sie sich als
Apfelkönigin für die Fränkische
Moststraße?
Weil ich meine Heimat sehr mag und ich
die Chance habe, die Region zu repräsentieren. Uns ist meistens nicht bewusst,
was für eine tolle Landschaft wir haben.
Wir dürfen stolz sein.
Was waren Highlights während
Ihrer Amtszeit?
Einen Lieblingsauftritt habe ich nicht, denn
jeder meiner über 50 Auftritte war irgendwie einzigartig und hat mir Spaß
gemacht. Ob das Volksfest in Wassertrüdingen, 500 Jahre Rathaus Aurach, die
Consumenta in Nürnberg oder die Grüne
Woche in Berlin. Eine große Ehre für mich
war die Einladung des bayerischen Innenministers Herrmann in die Ehrenlounge
der Münchener Allianz-Arena zu einem
Spiel des FC Bayern, wobei ich auch mit
der Vorstandsriege des Vereins sprechen
konnte.
Sie haben viele Produkte anderer
Regionen kennengelernt. Wo steht
die Fränkische Moststraße mit
ihren Produkten, z.B. den hesselberger-Getränken?
Viele Produkte setzen auf Regionalität,
aber bei unseren spielen auch Natürlichkeit und der reine Geschmack des Apfels
eine große Rolle. Unsere hesselbergerGetränke können von Jedermann sorgenfrei genossen werden, verkörpern dabei
unsere Heimat und sind schon deswegen
etwas ganz Besonderes.
Wie fühlen Sie sich innerhalb und
außerhalb der Fränkischen Moststraße wahrgenommen?
Ich bekomme immer wieder die gleichen
Fragen gestellt: Wo ist die Fränkische
Moststraße? Was sind Streuobstwiesen?
Eine Frage in Berlin war, ob ich wirklich
08
R E G I O N H E S S E L B E R G
"Apfelkönigin Anna I."
ein Original aus Franken sei. Ich bin
jedenfalls immer bemüht, die Einzigartigkeit und Besonderheit der Fränkischen
Moststraße hervorzuheben.
unserer Region ist unschlagbar. Ich denke, dass die Fränkische Moststraße in
Zukunft weiter wachsen und ein Urlaubsziel in Mittelfranken werden wird.
Was hätten Sie während Ihrer
Amtszeit noch gerne umgesetzt?
Ein Treffen aller bayerischen Königinnen
wäre für die Fränkische Moststraße und
für mich persönlich noch ein echtes Highlight gewesen. Leider reicht die Zeit hierfür nicht mehr ganz.
Interview: Dr. Franz Hitzelsberger
Im Herbst 2012 endet Ihre Amtszeit. Welchen Rat möchten Sie
Ihrer Nachfolgerin mitgeben?
Natürlichkeit und Spontanität kommen
immer wieder gut an. In diesem Amt habe
ich sehr viele wunderbare Momente erleben dürfen, an die ich immer gerne
zurückdenken werde. Ich habe die Entscheidung niemals bereut und kann dieses Amt nur empfehlen.
Wo sehen Sie die Fränkische Moststraße in 10 Jahren?
Das ist schwer zu sagen, aber sie ist auf
einem sehr guten Weg. Sie profitiert von
den großen Streuobstwiesen und der
schönen Landschaft. Die Natürlichkeit
I M P R E S S U M
Der Newsletter der Region Hesselberg
erscheint 4x im Jahr. Herausgeber und
Redaktion:
Entwicklungsgesellschaft
Region Hesselberg mbH, Lokale Aktionsgruppe Altmühl-Wörnitz, Region Hesselberg AG e.V.; Ute Vieting (V.i.s.d.P.),
Alfons Brandl. Schloss Unterschwaningen,
Hauptstraße 11, 91743 Unterschwaningen Tel. 09836/970772; Fax -970773,
e-mail: newsletter@region-hesselberg.
Autoren: Joanna Bacik (Bac), Jürgen Eisen
(Eis), Lisa Frank (Fra), Nadine Gard (Gar),
Dr. Franz Hitzelsberger (Hit), Amelie Muschler (Mus), Dr. Matthias Pausch (Pau), Pia
Regner (Reg), Margarete Riedel (Rie), Oliver
Sollbach (Sol), Ute Vieting (Vie))
www.region-hesselberg.de
Das LAG-Management wird gefördert durch das Bayerische Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten und den Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen
Raums (ELER)
NEWSLETTER 01/12
Deutsch - Finnisches Austauschprogramm für junge Leute aus der Region
Viele neue Eindrücke gewann Lisa Frank,
Jugendbeauftragte der Entwicklungsellschaft Region Hesselberg, während ihres
Aufenthalts in der finnischen LEADERRegion Keskipiste in Mittelfinnland:
"Unsere finnischen Kollegen haben schon
viel erreicht, was die Unterstützung und
Förderung der Jugend im ländlichen
Raum betrifft", so Lisa Frank, die jüngst
den regionalen Jugendförderverein "HesselBergWerk - Wir fördern junge Ideen"
nach finnischem Vorbild mitbegründete
(siehe Bericht auf der gleichen Seite).
In der finnischen Partnerregion werden jährlich über 30 Projekte von Jugendlichen
gefördert und realisiert. "Mit der Einrichtung von organisierten Jugendhäusern
haben wir in unseren Kommunen einen
sicheren und zentralen Treffpunkt für
Jugendliche geschaffen", so Johanna Kiviniemi, Initiatorin des Projektes, Keskipiste
LEADER. "Vor Ort arbeiten Streetworker
und Jugendarbeiter, die sich um die Jungendlichen kümmern und ein geregeltes
Miteinander garantieren. Sie sind gleichzeitig aber auch Vermittler zwischen den
Jugendlichen und den Kommunen". Diesen
Eindruck gewann auch Lisa Frank: während
Lisa Frank (Mitte) im Gespräch mit zwei finnischen Kolleginninen der Region Keskipiste in Mittelfinnland.
Bildnachweis: ERH
eines zweitägigen Jugendevents wurde ihr
bewusst, dass auch in der Region Hesselberg noch viel ungenutztes Potential in der
heimischen Jugendarbeit steckt, das mit
moderatem Aufwand auch nutzbar wäre.
Der Auslandsbesuch von Frau Frank diente nicht nur dem Erfahrungsaustausch,
sondern auch der Projekt-Kooperation.
Die beiden Regionen Hesselberg und
Keskipiste entwerfen derzeit ein interna-
tionales Austauschprogramm für berufstätige Jugendliche, die sich für die jeweils
andere Kultur interessieren und deren
Vielfalt kennen lernen möchten.
Der Austausch der Europäischen Regionalmanagements wird von ELARD (Europäische Leader-Vereinigung für die ländliche Entwicklung) organisiert. Dies ist ein
EU-weites Netzwerk zur Stärkung der
ländlichen Regionen.
(Fra)
Regionaler Jugendverein "HesselBergWerk" gegründet
Unter dem Motto "HesselBergWerk - Wir
fördern junge Ideen" wurde im Dezember
2011 der Verein "HesselBergWerk"
gegründet. Ziel ist es, einen Verein von
jungen Leuten für junge Leute zu etablieren, die ihre eigene Heimat engagiert
und selbstständig gestalten möchten.
Unter anderem möchte das HesselBergWerk über Sponsoren aus der Region
Ideen und Veranstaltungen von Jugendlichen finanziell unterstützen.
In der Gründerversammlung des "HesselBergWerkes - Wir fördern junge Ideen"
wurde folgende Vorstandschaft gewählt:
1. Vorsitzende Silke Schön aus Lentersheim, 2. Vorsitzende Amelie Muschler
aus Wassertrüdingen und als Kassierin
Lisa Frank aus Kröttenbach. Beisitzer sind
Johannes Doberer aus Röckingen sowie
Julia Blech aus Wassertrüdingen.
Jugendliche und junge Erwachsene
haben oft kreative Ideen für Veranstaltungen, Aktionen, Exkursionen etc. Sie wissen aber oft weder an welchen Ansprechpartner sie sich wenden sollen, noch verNEWSLETTER 01/12
Der Vorstand des "HesselBergWerkes" von links: Johannes Doberer (Beisitzer), Lisa Frank (Kassier),
Amelie Muschler (2. Vorstand), Silke Schön (1. Vorstand), Julia Blech (Beisitzer):
Bild:C. Walter
fügen sie über die nötigten Mittel zur
Umsetzung ihrer Ideen. Um das zu
ändern will das "HesselBergWerk" ein
regionales Budget für junge Leute von 14
bis 29 Jahren bereitstellen. Um diesen
Fördertopf zu füllen, sind Kommunen, Firmen, Institutionen und Privatpersonen zu
Spenden aufgerufen. Jugendliche und
junge Erwachsene mit Ideen können
einen Antrag für ihr Projekt an das "HesselBergWerk" stellen. Der Vorstand
bewertet das Projekt und entscheidet
über eine mögliche Förderung. Mit dem
Geld können Jugendliche ihr Projekt
dann selbstständig umsetzen. Der Verein
überprüft die Verwendung der Mittel und
prämiert das beste Projekt des Jahres.
Motivierte junge Leute sind jederzeit herzlich eingeladen, dem "HesselBergWerk"
beizutreten oder Projektanträge zu stellen. Außerdem werden interessierte
Sponsoren gesucht, die das Potential der
Jugendlichen unterstützen und diesen
eine Zukunft in Ihrer Heimat bieten wollen. Sowohl Jugendliche als auch Sponsoren wenden sich bei Interesse bitte an
Herrn Johannes Doberer, Röckingen (Tel.
09832-7080815).
(Fra)
R E G I O N H E S S E L B E R G
09
Teamexkursion der Geschäftsstelle
Am 17. November 2011 unternahm das
Team der Entwicklungsgesellschaft Region
Hesselberg einen Exkursionstag in die
Region rund um den Hesselberg. Als
erstes fuhr man in das Deutsche Pinselund Bürstenmuseum Bechhofen, welches
eine europaweit einzigartige Sammlung
vorzuweisen hat. Herr Ströhlein, früher
selbst Pinselmacher, führte durch die Ausstellung und informierte die Besucher
anschaulich über den Herstellungsprozess
von Pinseln und Bürsten und die Arbeitsbedingungen früher und heute. Die Führung endete im Museumsshop, in dem
sich die Gruppe gleich mit verschiedensten Produkten eindeckte.
Weiter ging es in das Museum "Wiegen
und Messen" von Johannes Schlender in
Königshofen. Dieses von ihm selbst erbaute Fachmuseum hat über 3000 Exponate:
Waagen, Gewichte und Messgeräte, insgesamt eine weltweit wohl einzigartige
Sammlung. Herr Schlender referierte zur
Geschichte der Bayerischen Maße und
Gewichte, über die Steingewichte der
Fränkischen Alb, die Eichungen bayerischer Maßkrüge und vieles andere mehr.
Ein großer Wunsch von Herrn Schlender
ist, seine Exponate und sein Wissen an
einen Nachfolger übergeben zu können.
Außerdem bewahrt er in seinem Haus
eine regelrechte Fundgrube historischer
Dinge auf: alte Kannen und Töpfe, historische Trachten und verschiedenste historische Accessoires. Obwohl sich vor allem
Herr Ströhlein (links) erklärt dem Team der Entwicklungsgesellschaft im deutschen Pinsel- und Bürstenmuseum die verschiedenen Rohmaterialien und deren Verwendung.
Bildnachweis: ERH
die weiblichen Besucher nur schwer von
diesen Schätzen trennen konnten, musste
die Fahrt weitergehen, denn der nächste
Programmpunkt wartete im kleinen Dorf
Irsingen bei Gerolfingen.
Dort wartete Stephanie Hoffmann in ihrem
gemütlichen Marme-Lädle, einem liebevoll
restaurierten ehemaligen Bürgermeisterhaus, in dem sie nur Selbstproduziertes
wie Fruchtaufstriche, Pestos, Liköre oder
Sirups aus Früchten, Gemüse und Kräutern aus eigenem Anbau bzw. aus der
Region anbietet. Das Sortiment wechselt
saisonal, so dass es immer wieder Neues
zu entdecken und probieren gibt.
Nach dem Mittagessen bei fränkischen
Spezialitäten im Brauerei-Gasthof der
Familie Rötter in Gerolfingen und einem
Spaziergang auf dem Hesselberg ging es
nach Röckingen in die Obstbrennerei von
Waltraud und Roland Hüttner. Dort erfuhr
das Team, wie aus regionalem Streuobst
Schnaps gebrannt wird. Nach dem theoretischen Teil folgte eine Verkostung in
gemütlicher Runde. Der letzte Programmpunkt stand in Unterschwaningen auf dem
Programm, nämlich die Besichtigung der
dortigen ehemals markgräflichen Dreifaltigkeitskirche. Walter Oberhäußer, Gästeführer der Gemeinde, machte die
Geschichte der Kirche von den Bauplänen, über das Leben der Markgräfin Friederike-Louise bis zur Einweihung 1743
lebendig. Das Team war sich einig, eine
solche Exkursion einmal jährlich zu
wiederholen, um die Region und ihre
Besonderheiten hautnah zu erleben und
Kontakte zu pflegen.
(Mus)
Praktikanten in der Geschäftsstelle
Im Herbst 2011 waren in der Geschäftsstelle der Entwikklungsgesellschaft Hesselberg eine Praktikantin und ein Gast
aus Finnland tätig. Amelie Muschler aus Wassertrüdingen
absolvierte ein 8wöchiges Berufspraktikum. Sie wirkte in dieser Zeit u.a. an der Gründung des Jugendvereins "HesselBergWerk" mit. Ein "Praktikant" der besonderen Art war Illka
Pekkola. Er ist Regionalmanager der finnischen Region Keski
Piste und war zu einem 3wöchigen Erfahrungsaustausch bei
der Region Hesselberg zu Gast. Er besuchte u.a. zahlreiche
regionale Einrichtungen und Sitzungen regionaler Gremien.
Im Gegenzug besuchte die Hesselberger Referentin für
Jugend Lisa Frank im Januar 2012 zwei Wochen lang die finnische Partnerregion Keski Piste. Vom 13. Februar bis zum
13. April absolviert der Erlanger Student Julian Heller aus
Oettingen ein Praktikum in der Geschäftstelle. Er studiert Politikwissenschaften und Geographie. In seinem Praktikum
möchte Heller herausfinden, wie die Akteure auf regionaler
Ebene zusammenarbeiten.
(Hit)
10
R E G I O N H E S S E L B E R G
Der Student Julian Heller an seiner Praktikumsstelle
Regionalmanager Illka Pekkola (rechts) im
Gespräch mit dem LAAW-Vorsitzenden
Thomas Kleeberger (links).
Amelie Muschler bei einem Workshop.
Bildnachweise: ERH
NEWSLETTER 01/12
Delegation des Landwirtschaftsministeriums in der Region
Das Bayerische Staatsministerium für
Ernährung, Landwirtschaft und Forsten
(STMELF) und das Amt für Ernährung,
Landwirtschaft und Forsten Uffenheim
(AELF) besuchten Mitte Dezember 2011
die Lokalen Aktionsgruppen (LAGs) in
Mittelfranken, um sich vor Ort ein Bild
über die durch Leader geförderten Projekte zu machen.
Die erste Station in der Region Hesselberg
war der Römerpark Ruffenhofen mit seinem Neubau "Limeseum". Im Anschluss
wurde die "LernLandSchaft" in Röckingen
aufgesucht, deren Thema "Differenziertes
Lernen und Lehren durch optimierte Raumbedingungen" einen starken Eindruck
hinterließ. Eine "einmalige Geschichte in
der Leader-Landschaft" und eine "interessante Art der Diversifizierung" bescheinigte Ministerialrat Dr. Köpfer dem Unternehmen. Interessant für die Delegation
war es zu hören, dass der Kundenkreis
der Unternehmerin Karin Doberer die
Umsetzung über Leader ausgesprochen
wertschätzt. Das millionenschwere Vorhaben wurde aus Mitteln von LEADER und
der Wirtschaftsförderung unterstützt.
In Wassertrüdingen begrüßte Bürgermeister Günther Babel die Delegation. Er
unterstrich dabei, wie wichtig die Unterstützung durch Leader für die ländliche
LernLandSchaft: Vertreter des bayerischen Landwirtschaftsministeriums in der LernLandSchaft in
Röckingen. V.l.n.r. Dr. Angelika Schaller, Martin Renner (verdeckt), Dr. Ludwig Albrecht, Dr. Joseph
Köpfer, Alexander Küßwetter, Ulrike Buchner, Leader-Manager Ekkehard Eisenhut.
Bild: ERH
Region ist. Zum anschließenden Kaffee im
"Gasthaus Ente" präsentierten die "Hesselbergmodels" u. a. die erneuerte Tracht
des "Berghexen"-Labels. "Die Tracht harmoniert sehr gut mit dem Thema Hesselberg und stärkt die regionale Identität", so
Dr. Köpfer.
Mit einem Topf voller Geldscheine erläuterten Lisa Frank und Amelie Muschler ihr
Konzept eines Jugendbudgets. Aus diesem Topf können Jugendliche oder
Jugendgruppen schnell und unbürokratisch Gelder für Veranstaltungen, Unter-
Der Hesselberg - Eine
Kulturgeschichte
Gartenschätze in Bayern
Dieser opulente Bildband entführt den
Leser zu den 70 schönsten Parks und privaten Gärten der sieben bayerischen
Bezirke, die vielfältiger und unterschiedlicher kaum sein könnten. Unter diesen
befinden sich auch drei Gartenanlagen
aus der Region Hesselberg: Der Kräuterlehrgarten Elbersroth in Herrieden, der
hortus insectorum in Beyerberg und der
Rhododendronpark von Schloss Dennenlohe in Unterschwaningen.
240 Seiten, 300 farbige Abbildungen
Preis 49,95 Euro
ISBN 978-3-7667-1905-8
NEWSLETTER 01/12
In diesem Standardwerk über die höchste
Erhebung Mittelfrankens ist es dem Historiker und Herausgeber Thomas Greif
gelungen, das facettenreiche Gesicht der
Region um den Hesselberg anschaulich
zu dokumentieren. Rund ein Dutzend
Autoren beleuchten den Berg aus verschiedensten Perspektiven: die Entstehung
des Berges, seine Naturgeschichte und
Geologie, die Römerzeit, das Mittelalter,
die Bedeutung des Berges während der
NS-Zeit und die Neuorientierung danach
durch das Evangelische Bildungszentrum.
Ein Ausflug in die Sagenwelt, die Segelfluggeschichte, die touristische Entwikklung bis hin zur Entwicklung der Region
Hesselberg mit ihren 24 Mitgliedskommunen runden das Gesamtwerkt ab. Erschienen ist das Standardwerk im Schrenk-Verlag (Preis: 32,90 , ISBN 978-3-92427077-3). Es kann über die Entwicklungsgesellschaft Hesselberg, Unterschwaningen,
erworben werden (Tel. 09836-970772;
E-Mail: info@region-hesselberg.de).
nehmungen, Anschaffungen oder eigene
Projekte erhalten. Über die Vergabe
bestimmt der Jugendverein HesselBergWerk e.V., d. h. junge Menschen entscheiden selbst, welche Projekte ihnen
wichtig sind und gefördert werden sollen.
Die Delegation zeigte sich begeistert von
der Projektidee, welche den basisdemokratischen Leaderansatz trägt. "Einmalig
in Bayern" so war die einhellige Meinung
der hochkarätigen Delegation zu den
"Projekten der jungen Leute".
(Sol)
Spuren jüdischen Lebens
Wer sich mit diesem Buch auf Spurensuche begibt, der kann eintauchen in die
Geschichte jüdischer Tradition rund um
den Hesselberg. Ob Stolpersteine in Dinkelsbühl oder Rindsköpfe in Mönchsroth die Zeugnisse jüdischer Tradition sind vielfältig. Neben Beiträgen zu 18 ehemaligen jüdischen Gemeinden von Colmberg
bis Wallerstein findet der Leser zahlreiche
Infos und Ansprechpartner zum einstigen
jüdischen Leben in der Region. Die Verfasser sind in der Heimatforschung tätige
Akteure, die sich im Arbeitskreis "Jüdisches Leben rund um den Hesselberg"
zusammengefunden haben und in vierjähriger Arbeit dieses zweisprachige Buch
(Deutsch/Englisch) verwirklichen konnten,
das als Band sechs der "Kleinen Schriftenreihe Region Hesselberg" erschien.
120 Seiten, Preis 12,80 Euro
Erwerb über Tel. 09836-970772; E-Mail:
info@region-hesselberg.de), bei Herrn Pfarrer Reese (Tel. 09853-1688; E-Mail:
moenchsrothst.oswald@t-online.de) oder im
Buchhandel (ISBN 978-3-9808482-2-0).
R E G I O N H E S S E L B E R G
11
Was ist eine Berghexe?
Jung, frech und modern soll die neue Hesselberger Tracht sein mit dem Namen
Berghexe. Und sie soll eine kreative
Weiterentwicklung der historischen Trachten sein.
Die Entwicklungsgesellschaft Hesselberg
hat beschlossen, die Projektentwicklung
der Berghexen-Tracht bis zur Gründung
eines Kooperativen Unternehmens zu
begleiten. Die einzelnen Projektbausteine
sind: Kreativität/Modellentwurf, handwerkliche Produktion und Marketing.
Alles REGIONAL.
Erste Projektskizzen wurden mit der Hochschule Ansbach einerseits sowie während
eines TrachtenKreativWorkshops mit jungen Leuten andererseits entwickelt. Mittlerweile gibt es die ersten Berghexenmodelle - gefertigt nach Maß von regionalen
Schneidermeistern und Modedesignerinnen.
Das Produkt soll junge und jung gebliebene Menschen ansprechen mit einem Faible für Heimat und Tradition. Und Berghexe soll die Trachtenmode sein, mit der
man wie frau sich gerne sehen lässt: in
der Schule, im Büro, im Cafe, bei festlichen Anlässen genauso wie auf der Straße. Die Berghexen-Trachten wurden schon
mehrfach mit großem Erfolg präsentiert,
z.B. beim Tag der Regionen in Triesdorf,
Hesselberg-Models in moderner Tracht, bei einem ihrer vielen Auftritte in der Region. Rechts im Bild
ist die Miss Hesselberg 2011 Carina Engelhardt.
Bildnachweise: ERH
auf der Consumenta in Nürnberg oder
während der Handwerkertage in Feuchtwangen.
Weitere Informationen unter info@regionhesselberg.de und in Kürze auch auf einer
eigenen website. Einen Bericht zum Thema "Berghexe" in der BR-Frankenschau
finden Sie unter http://www.br.de/fernsehen/bayerisches-fernsehen/sendungen/frankenschau/fsthematracht100.html
Die Hesselberg-Models können übrigens
für Firmenpräsentationen, offizielle Emp-
fänge und Medienauftritte gebucht werden. Diesbezügliche Anfragen bitte an
die Geschäftsstelle der Entwicklungsgesellschaft richten, Tel. 09836/970772,
email info@region-hesselberg.de . (Vie)
Club55+ fördert Jugendverein und Limeseum
Jugendprojekt
Hesselberg im ZDF
Im Rahmen der Aktivitäten des Hesselberger Seniorenprojekts Club55+ ist einiges an Einnahmen
zusammengekommen. Aus diesen übergab der Leiter von Club55+ Peter Schalk am 5. März je
einen Scheck an den Hesselberger Jugendverein HesselBergWerk - Wir fördern junge Ideen e.V.
(1.000 Euro) und einen an das Römermuseum Limeseum (2.000 Euro).
v.l.n.r.: Bernd Großmann (Vorsitzender des Fördervereins Römerpark Ruffenhofen), Ute Vieting
(Regionalmanagerin Region Hesselberg), Peter Schalk (Initiator Club 55+), Silke Schön (Vorsitzende HesselBergWerk e.V.), Lisa Frank (Kassier des HesselBergWerk e.V.), Thomas Kleeberger (Vorsitzender Lokale Aktionsgruppe Altmühl-Wörnitz e. V.)
Bildnachweis: ERH
12
R E G I O N H E S S E L B E R G
Am 2. März wurde das Jugendprojekt der
Region Hesselberg in der ZDF-Serie "Ich
rette Deutschland" als ein Beispiel
gezeigt, was Menschen in Deutschland
tun, um den aktuellen gesellschaftlichen
Herausforderungen zu begegnen.
Hier der link, unter dem der Beitrag angesehen werden kann:
http://www.zdf.de/ZDFmediathek/beitrag/video/1581370/Ich-rette-Deutschland#/beitrag/video/1581370/Ich-rette-Deutschland
NEWSLETTER 01/12
Richtfest am Limeseum
Am 9. Dezember fand unter reger Anteilnahme der Bevölkerung das Richtfest für
das Museum Limeseum statt, das derzeit
im Römerpark Ruffenhofen entsteht. Die
Liste der Ehrengäste, angeführt von Bayerns Wissenschaftsminister Dr. Wolfgang
Heubisch, war lang. Mit Landrat
Schwemmbauer,
Bezirkstagsvizepräsident Küsswetter, Flurbereinigungs-Chef
Brumberg, Dr. Hecker von den nichtstaatlichen Museen und Dr. Sommer waren um nur einige zu nennen - die obersten
Repräsentanten und Unterstützer des Neubaus vertreten.
Dr. Wolfgang Heubisch betonte in seiner
Ansprache die Bedeutung des obergermanisch-rätischen Limes als transnationales Welterbe "Grenzen des Römischen
Reichs". Ein Bodendenkmal, das sich in
Deutschland über vier Bundesländer
erstreckt, sei wesentlich schwieriger darzustellen als beispielsweise die Pyramiden
von Gizeh oder der Kölner Dom.
Eine Initialzündung hätten die geophysikalischen Untersuchungen seit 1998
durch das Bayerische Landesamt für Denkmalpflege gegeben. Die Entwicklungsgesellschaft recherchierte die Fördermittel für
den Flächenwettbewerb und stellte zwei
Archäologen an. 2001 gründeten die
Gemeinden Gerolfingen, Weiltingen und
Wittelshofen den Zweckverband "Römerkastell Ruffenhofen". Meilensteine waren
der Erwerb von 40 ha Ackerland
2002/03 durch das Amt für Ländliche
Entwicklung und deren schrittweise Umge-
Tour de Hesselberg
weiterhin im Aufwind
IZum Mekka der Amateursportler wird die
Region Hesselberg wieder vom 10. - 12.
August, wenn mit der "Tour de Hesselberg" Sportler aus ganz Deutschland
nach Gerolfingen an den Fuß des Hesselberges strömen.
Für Bürgermeister Michael Dörr aus Wolframs-Eschenbach ist die "Tour de Hesselberg" derzeit die Veranstaltung in der
Region mit der größten Außenwirkung.
Durch die gut erhaltene mittelalterliche
Minnesängerstadt von Wolframs-Eschenbach führt unter anderem dieses Jahr der
ausgeschilderte Rundkurs der Rad-Touristik-Fahrt am Samstag, 11. August. Diese
Fahrt ist die breitensportliche Ausrichtung
der Tour de Hesselberg und für alle Radfahrer und Teams jeden Alters.
NEWSLETTER 01/12
Richtspruch der Zimmerleute für das Limeseum im Römerpark Ruffenhofen.
Bildnachweis: Pausch
staltung zu einem landschaftlich und
archäologisch interessanten Park. Mit
Labyrinth, Spielplatz, Aussichthügel und
Minikastell seien neben der pflanzlichen
Visualisierung des Kastells Anknüpfungspunkte geschaffen worden.
Das kleine 2004 in Weiltingen eröffnete
Museum in Weiltingen ist auf Grund der
Räumlichkeiten, aber auch der Entfernung
zur Denkmalfläche nur als Übergangslösung zweckmäßig. Daher erfolgten seit
2005 Überlegungen für einen Neubau
direkt am Römerpark Ruffenhofen mit
Bezug zum Denkmal. Landkreis und
Bezirk haben ihre Unterstützung mit jährlich jeweils 40.000.- Euro für den Betrieb
zugesagt. Die übrigen Betriebskosten werden die drei Gemeinden des Zweckverbands Römerkastell Ruffenhofen übernehmen. Durch das Investitionsprogramm
"Nationale Welterbestätten" des Bundes
sowie weitere Unterstützung durch den
Bayerischen Kulturfonds, die Bayerische
Auf vielfachen Wunsch der Teilnehmer findet wieder das Zeitfahren zwischen
Gerolfingen und Wassertrüdingen statt,
allerdings mit einem Limit von 140 Teilnehmern und nur mit Voranmeldung per
Internet. Neu ist dieses Jahr ein "LIMESWeltkulturerbe-LAUF", der in Wassertrüdingen startet. Weitere Wettbewerbe
sind: Berg-Cross-Lauf (Freitag, 10.08.12),
Inlinerrennen, Liegeradrennen und Handbiker (Samstag, 11.08.12), Bambini- und
Schülerläufe sowie die Jedermannrennen
(42 km und 82 km) am Sonntag.
Das Rahmenprogramm der diesjährigen
Tour wartet mit einigen Neuheiten auf,
wie z. B. der Keltengruppe EPONA, die
das gesamte Wettkampfwochenende mit
Lagerleben begleitet. Außerdem wird am
Samstag ein sogenanntes "Ballonglühen"
stattfinden. Für Interessenten an einer Ballonfahrt sind wenige Plätze frei, sie kön-
Landesstiftung und die Landesstelle für die
nichtstaatlichen Museen konnte eine
Finanzierung erreicht werden, die den
drei Gemeinden den Bau des LIMESEUMS ermöglicht. Etwa 10 % der Investitionskosten tragen sie selbst.
Nach dem Minister und den kurzen lobenden Grußworten seitens der Flurbereinigung, des Landkreises und des Bezirks
hatten die Handwerker, allen voran die
Zimmerleute das Wort, den Richtspruch
zu fällen. Einer der Sätze fasste das Projekt zusammen:
"Kultusminister Spänle hat es so formuliert, und wie ich finde, hat er es gut
deklariert. Eine "weitere Perle der Kette
entlang des Bayerischen Limes" wird hier
entsteh'n. Als Höhepunkt kann man vom
Aussichtshügel das Kastellgelände sehn.
3,6 Millionen Euro werden investiert doch das rechnet sich mit den Jahren,
denn es gilt hier ein UNESCO-Weltkulturerbe zu bewahren."
(Eis)
nen sich in der Geschäftsstelle der Entwicklungsgesellschaft melden. Die Trägerschaft der Veranstaltung liegt weiterhin
bei der Entwicklungsgesellschaft Region
Hesselberg.
Rund 900 Starts verbuchte die Tour de
Hesselberg letztes Jahr, dieses Jahr sind
die Organisatoren um Gerolfingens Altbürgermeister Robert Höhenberger zuversichtlich, die 1000-Teilnehmer-Marke zu
knacken.
Informationen und Anmeldungen zur Tour
de Hesselberg ab 15.03.2011 unter
www.tour-de-hesselberg.de
(Rie)
R E G I O N H E S S E L B E R G
13
Großer Familientag der Regionen in Weidenbach
Der bundesweite "Tag der Regionen" meldete sich im Oktober 2011 erfolgreich
zurück. Das "Bündnis für Familie im Landkreis Ansbach", die Marktgemeinde Weidenbach und die Region Hesselberg
organisierten in Weidenbach-Triesdorf
am 02. Oktober gemeinsam diese Veranstaltung, welche zugleich das 5jährige
Jubiläum des Familienbündnisses bedeutete und daher das Motto "Familientag der
Regionen" hatte.
Nach einem Gottesdienst in der Weidenbacher Markgrafenkirche eröffnete Landrat Rudolf Schwemmbauer bei herrlichem
Wetter den Familientag der Regionen. Ein
bunter Marktplatz regionaler Produkte
sowie ein Kunst- und Handwerkermarkt
boten viele Attraktionen und Mitmachaktionen für die ganze Familie. Für Kinder
gab es ab Mittag stündlich Schlossführungen durchs Weiße Schloss und Aufführungen der Norddeutschen Puppenbühne.
Beim Mitmachunterricht "Kung Fu" und
"Salsa" konnten die Besucher selbst aktiv
werden.
Auch das Rahmenprogramm konnte sich
sehen lassen. Auf der N-Ergie-Bühne präsentierten neben zahlreichen Musikgruppen, Volksliedersingen, Tänzern und Rednern die Hesselberg-Models erstmals die
Die erste Trachtenmodenschau der Hesselberg-Models am "Familientag der Regionen in Triesdorf".
2.v.r. die erste "Miss Hesselberg" Carina Engelhard.
Bildnachweis: ERH
neue Hesselbergtracht. Ein besonderer
Höhepunkt war die Wahl der ersten Miss
Hesselberg aus 13 Bewerberinnen. Siegerin wurde die 16jährige Schülerin Carina
Engelhard aus Obermichelbach.
Regionale Anbieter boten den rund 5.000
Gästen eine Vielzahl von Gaumenfreunden, vom Hitzblotz bis zur Bratwurst, vom
Braten bis hin zum Fisch, für jeden war
etwas dabei und wer sich dann doch lieber etwas für zu Hause mitnahm konnte
regionale Produkten einkaufen.
Nicht nur das schöne Wetter, sondern
auch die gute Stimmung unter den Aus-
stellern, Darstellern, Besuchern und der
Organisatoren machten diesen Tag zu
einem unvergesslichen Ereignis in Weidenbach-Triesdorf.
2012 findet der Tag der Regionen zeitgleich mit der AGIL-Gewerbeschau am 6.
und 7. Oktober in Leutershausen statt. Die
AGIL öffnet dabei erstmals ihre Gewerbeschau für Unternehmen Hesselberg AG.
Im Rahmen der Gewerbeschau können
regionale Anbieter ihre Produkte präsentieren.
(Fra)
40 Hektar fürs Ansbach-Triesdorfer Rind gesucht
Mittelgroß, rot-weiß gescheckt und die
Hörner gewöhnlich weit nach außen und
hinten gestellt (siehe Bild). So ungefähr
muss man sich die typische mittelfränkische Kuh vorstellen - im Jahr 1896. Während damals noch 190.000 Exemplare
des "Ansbach-Triesdorfer Rindes" auf
meist mittelfränkischen Weiden standen,
ist es heute vom Aussterben bedroht. Es
existiert nur noch eine kleine Population
von ca. 30 Kühen, so der erste Vorsitzende des "Vereins zur Erhaltung des Ansbach-Triesdorfer Rindes e.V." Prof. Dr.-Ing.
Richard Herrmann. Ähnlich ist es mit vielen anderen alten Haustierrassen, die in
der industrialisierten Landwirtschaft mit
wenigen hochgezüchteten HochleistungsRassen keinen Platz mehr finden. Jede
Woche stirbt weltweit eine alte Haustierrasse aus.
Dabei könnten alte Haustierrassen eine
wichtige Rolle spielen in der Tierzucht. Sie
sind beispielsweise weniger anfällig für
Krankheiten und können daher ohne Beigabe von Antibiotika gehalten werden,
14
R E G I O N H E S S E L B E R G
eines der großen aktuellen Probleme in
der industriellen Landwirtschaft.
Damit vom Aussterben bedrohte Arten
nicht verschwinden, hat die Gesellschaft
zur Erhaltung alter und gefährdeter Haustierrassen e.V. das Konzept der "Archehöfe" entwickelt. Ziel des Projektes ist es,
diese Rassen in der landwirtschaftlichen
Produktion zu halten, ihr Leistungspotential und ihre besonderen Eigenschaften
gezielt zu nutzen und so deren langfristige Erhaltung zu gewährleisten. Rund 90
Archehöfe gibt es bereits in Deutschland.
Einen weiteren möchte die "GG-Stiftung"
gemeinsam mit der Familie Kaiser aus
Herrieden aufbauen, u.a. zur Erhaltung
des Ansbach-Triesdorfer Rindes. Dazu
sucht sie möglichst in der Region Hesselberg - also im Raum zwischen Leutershausen und Wassertrüdingen, Mitteleschenbach und Mönchsroth - mindestens 40
Hektar in landschaftlich attraktiver Lage.
Neben den Archehofstallungen sollen
Ferienwohnungen, ein eigener Hofladen,
Seminarräume und eine Archehof-Kapelle
"Obtiger"- der aktuelle Zuchtbulle der "Ansbach-Triesdorf"-Rasse.
Bild: Herrmann:
entstehen. "Alte Werte neu leben" wollen
die Archehofbetreiber mit ihren Gästen.
Dazu gehören auch die Produktion und
der Verkauf selbst hergestellter Produkte
aus der Archeküche und der hauseigenen
Schlachtung im Hofladen. Historische Hofstellen sind willkommen, allerdings sollte
die Bewirtschaftung möglich sein und die
landwirtschaftliche Nutzfläche am Hof liegen.
Haben Sie einen passenden Standort in
der Region Hesselberg, so wenden sie
sich bitte an die Entwicklungsgesellschaft
Region Hesselberg (09836/970772
oder info@region-hesselberg.de).
(Sol)
NEWSLETTER 01/12
Aktuelle
"Club 55 +":
Termine
des
Frühjahrswanderung
Mai 2012; genauere Informationen zu
Termin und Route folgen.
Kappelbuck, Ehingen
Ende Juni 2012: Genuss- und Erlebnisnachmittag im Kappelbuck in Ehingen
(Station des Grünen Klassenzimmers)
Informationsfahrt zum EU-Parlament nach
Straßburg
Montag - Donnerstag, 10.-13.9.2012: 3tägige Fahrt ins Elsass mit Besuch des
Straßburger Parlaments. Das Programm
wird derzeit in Zusammenarbeit mit dem
EU-Abgeordneten Martin Kastler erstellt.
INFO:
Nähere Informationen und Anmeldungen
bei Peter Schalk, Am Kappelbuck 17,
91595 Burgoberbach, Tel. 09805-487.
Moststraßenfrühlingsfest
2012 und Wahl der
Apfelkönigin
Am Sonntag, den 13. Mai 2012 findet
das zweite Moststraßenfrühlingsfest auf
dem Wassertrüdinger Marktplatz statt.
Ein regionaler Markt durch die ganze
Marktstraße bietet den Besuchern Produkte regionaler Direktvermarkter und
Kunsthandwerker. Neben Vorträgen und
Wanderungen zum Thema "Moststraße"
können Sie auch eine gemütliche Kutschfahrt durch die Region starten. Ein buntes
Programm mit Tanz- und Musikeinlagen
macht den diesjährigen Muttertag zu
einem Erlebnis für die ganze Familie.
Der Touristikservice Wassertrüdingen
nimmt gerne noch Bewerbungen für
Standbetreiber
unter
touristikservice@stadt-wassertruedingen.de entgegen.
Im Rahmen dieser Veranstaltung wird
auch die nächste Apfelkönigin der Fränkischen Moststraße gekürt. Im Herbst
2012 wird die Gewählte die Regentschaft der amtierenden Apfelkönigin
Anna I. für die nächsten beiden Jahre
übernehmen. Interessentinnen für dieses
Amt schicken bitte ihre Bewerbungen an
margarete.riedel@region-hesselberg.de,
Tel. 09836/970772.
NEWSLETTER 01/12
Veranstaltungen
des
Evangelischen Bildungszentrums Hesselberg (EBZ)
Straße und Stille - Motorrad einmal
anders, Touren und Meditation
16.05.12 (18.00 Uhr) - 20.05.12
(13.00 Uhr)
Motorradtouren und Meditation miteinander verbinden - und dabei Spaß
haben. Das Seminar "Straße und Stille"
kombiniert Motorradtouren durch Westmittelfranken mit Meditationsübungen.
Leitung durch Pfarrer Bernd Reuther,
selbst Motorradfahrer. Anmeldung erforderlich.
Bayerischer Evangelischer Kirchentag
auf dem Hesselberg "Kommt, atmet auf"
28.05.12 (10.00 - 17.00 Uhr)
Am Pfingstmontag findet auf dem Hesselberg unter dem Titel "Kommt, atmet auf"
der traditionelle Bayerische Evangelische Kirchentag statt. Beim Gottesdienst
um 10.00 Uhr predigt der neue Landesbischof Prof. Dr. Heinrich BedfordStrohm zum Thema: "Lobe den Herrn,
meine Seele". Die Hauptversammlung
am Nachmittag moderiert Christoph
Zehender, Journalist, Liedermacher und
Theologe. Auch 2012 gibt es einen
"Krabbelgottesdienst" für die ganz Kleinen bzw. den "Kinderkirchentag" für Kinder und Jugendliche auf eigenem Gelände. Der Eintritt ist frei! Informationen
beim Evang. Dekanat Wassertrüdingen
(Tel. 09832/253) oder unter www.bayerischer-kirchentag.de
"LimesErFahrungen" für
die ganze Familie - In
den Pfingstferien mit dem Rad am
Weltkulturerbe entlang
Eine 6-tägige Genuss-Radel-Tour und
Federführung von Bürgermeister Fritz
Wörrlein entlang am römisch-rätischen
Limes soll am Dienstag nach Pfingsten
(29.05.12) am LIMESEUM im Römerpark Ruffenhofen starten und im hessischen Saalburg enden. Keine sportlichen
Höchstleistungen, sondern eine Tour für
die ganze Familie, bei der gemeinsames
Entdecken, Erleben und Erfahren rund
um den Limes an erster Stelle stehen. Halt
gemacht wird an geschichtlich interessanten und schönen Plätzen zum Einkehren und Vespern, Entdecken oder einfach
Pausieren.
Am Dienstag nach Pfingsten soll die Tour
starten und in sechs Tagen zum Römerkastell Saalburg führen. Ein Streckenpensum von 60 - 70 km täglich ist vorgesehen und damit der Genuss unbeschwert
bleibt, transportieren Begleitfahrzeuge
das Gepäck. Zurückgefahren wird voraussichtlich mit dem Zug.
Infos bei der Entwicklungsgesellschaft
Region Hesselberg, telefonisch unter
09836-970772 oder per Mail bei oliver.sollbach@region-hesselberg.de. (Rie)
Allgemeine Informationen und Anmeldung: Evangelisches Bildungszentrum
(EBZ) Hesselberg (Tel.: 09854/100 oder
Internet: www.ebz-hesselberg.de).
R E G I O N H E S S E L B E R G
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Seele and Geist
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