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Ingrid van Bergen: „Im Innern bin ich hart wie ein Kerl“ - Archiv

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18
HAMBURG
Hamburger Abendblatt
Hämmern
im Hafenklang
Fangfrisch: Kurz vor Toresschluss wird der Mojo Club (Reeperbahn 1, 23 Uhr) noch einige
dicke Fische an Land ziehen.
Heute zappeln die Drum & BassManiacs von Kosheen, unterstützt von Sängerin Sian Evans,
im Netz. Bevor die Mojo-Crew ihren alten Dancekutter zum Abwracken schickt, ist ein Besuch
bei Electric Mojo feat. Kosheen
Pflicht. ! Dieser Kahn hält noch
eine Weile: Mal sehen, ob das MS
Stubnitz(Überseebrücke, 22 Uhr)
nach der heutigen Music For Our
Boat People-Party mit 15 verschiedenen DJs und Live-Acts auf allen
Decks zur Generalüberholung in
Freitag, 15. Juni 2001
Ingrid van Bergen: „Im Innern
bin ich hart wie ein Kerl“
Hat immer wieder neue Ideen für das Hamburger Publikum auf Lager:
Generalmusikdirektor Ingo Metzmacher.
Foto: SAWATZKI
Philharmonie open air: Bernstein
beim Museum der Arbeit
Anzeige
Von ANDREA BEEL
Online
b e s t e l l e n:
1997 begann er als Generalmusikdirektor der Hamburgischen
Staatsoper und etablierte sich
in der Hansestadt schnell zum
Star unter den jüngeren deutschen Dirigenten. Seitdem hat
Ingo Metzmacher einiges am
musikalischen Bild der Hansestadt verändert.
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tolle Schnäppchen
die Docks muss. ! An Land wird
heute im Hafenklang (Große Elbstraße 84, 23 Uhr) gehämmert.
Bei der Soundschmiede mit Techno
stehen Minimal Sound of North,
Sönke Peters, D-Jag und Thorsten Dohrau am Plattenamboss.
! Sündiges House: Ob zur Salzsäule erstarrt, wer sich auf dem
Nachhauseweg noch einmal zum
Kontor (Altstädter Straße 1) umdreht? Dort steigt heute um 22
Uhr die Sodom And A Bit Gomorrha
Party mit den DJs Andre Schwarz,
Davis, Michi Pohl und Mario
Kuhlmann (5 Sterne Deluxe). !
Augen auf und durch: Das Absolut
(Hans-Albers-Platz 15b) wird von
22 Uhr an zu Ma Ma’s Muzik Boutique. Die Hamburger Jungdesigner Tobias Jepp und Stefan Harm
stellen ihr Mode-Label „FKK“
vor, am Pult steht DJ Fred Perry.
Wer weiß, vielleicht wird der Labelname gar zum Motto des
Abendprogramms.
hptl
Fühlt sich mit ihren 70 Jahren „noch richtig jung“: die Schauspielerin Ingrid van Bergen.
Von KATJA LACHNIT
Bald kommt sie nicht mehr nur
auf Besuch in den Norden. Die
Schauspielerin Ingrid van Bergen will im Herbst von Mallorca
auf einen Bauernhof in die Lüneburger
Heide
ziehen.
Im
Schlepptau hat sie 100 Tiere,
darunter Pferde, Esel, Katzen
und 60 Vögel, mit denen die Single-Frau zusammenlebt: „Ich
brauche die Natur und viel Platz
für meine Lieblinge, will aber
nahe an meiner Lieblingsstadt
Hamburg sein“, sagte Ingrid van
Bergen, die Frau mit der rauchigen Stimme, gestern in ihrem
Foto: RAUHE
Die Tiere sind ihr Leben. Zum
Geburtstag schenkte sie sich einen schwarzen Pekinesen, den
sie im Schaufenster einer Tierhandlung sah: „Er saß in einem
Glaskasten, und das konnte ich
nicht ertragen. Ich habe viele
meiner Tiere aus schrecklichen
Situationen gerettet.“ Aber auch
als Schauspielerin will Ingrid
van Bergen in Deutschland weiterarbeiten: „Auf Mallorca bist
du leicht weg vom Fenster. Für
einen Rückzug fühle ich mich zu
jung“, sagt die Künstlerin, die
nebenbei
Kurzgeschichten
schreibt, singt und malt.
1977 machte Ingrid van Ber-
Lieblingslokal Kroll-Vogel an
den Alsterarkaden.
Dort feiert der Star aus den
50er und 60er-Jahren („Rosen
für den Staatsanwalt“, 1959)
heute auch mit engen Freunden
ihren 70. Geburtstag: „Ich habe
mich nach der ernsthaften,
norddeutschen Mentalität gesehnt. Die Spaßgesellschaft auf
Mallorca hatte ich satt. Ich kann
nicht verstehen, wie jemand seinen Lebensinhalt darin sehen
kann, um die Insel zu schippern
oder den kleinen Ball über den
grünen Rasen zu schlagen. Man
muss doch im Alter Verantwortung übernehmen.“
gen Schlagzeilen, als sie ihren
Liebhaber Klaus Knaths erschoss. Zu sieben Jahren Haft
verurteilt, wurde sie wegen guter Führung schon nach vier
Jahren aus dem bayerischen
Frauengefängnis Aichach entlassen. „Ich werde die Tat nie
vergessen. Es war eine Affektgeschichte, die jedem passieren
kann. Die Strafe habe ich abgesessen, niemand darf mich heute
noch dafür verurteilen“, sagt die
Frau, die sich gerne als Mann beschreibt. „Ich sehe zwar aus wie
eine Frau, im Innern bin ich aber
hart wie ein Kerl. Denn das Leben hat mich nie verschont.“
Für diesen Sommer hat sich
der 43-Jährige wieder etwas
Neues für die Hamburger einfallen lassen: zwei Open-AirKonzerte mit dem Philharmonischen Staatsorchester. „Da wir
mit Ablauf dieser Saison das
Programm des Philharmonischen Staatsorchesters komplett umgestellt haben, wollten
wir besondere Attraktionen bieten“, sagt Ingo Metzmacher.
„Neben dem Silvesterkonzert
gehört nun auch ein Open-AirKonzert dazu.“
Am 7. Juli um 20 Uhr gibt das
Orchester unter der Leitung von
Ingo Metzmacher im Hof des
Museums der Arbeit in Barmbek eine „Bernstein-Nacht“ mit
Stücken aus „On the Town“,
„West Side Story“ und der Suite
„On the Waterfront“. Was passiert, wenn das Wetter nicht
mitspielt? Metzmacher: „Wir
spielen bei jedem Wetter. Im
Notfall müssen Regenschirme
HipHop-Tage: Start
mit Problemen
Jetzt im Handel
Natürlich. Harmonisch wirken die Naturmöbel aus Tirol der tirolmobiliar manufaktor, die heute von 11 bis 20 Uhr und morgen von 11 bis
16 Uhr im Stilwerk (Große Elbstraße 68) ausgestellt werden. Infos im
Internet unter www.tirolmobiliar.com.
Hilfreich. Der iranische Film Djomeh, der bei den Filmfestspielen in
Cannes 2000 ausgezeichnet wurde, erzählt die bewegende Geschichte
eines afghanischen Flüchtlings im Iran. Heute und morgen jeweils um
19 Uhr und Sonntag um 19.45 Uhr ist er im Metropolis Kino (Dammtorstraße 30 A) zu sehen. Die Karten kosten jeweils 15 Mark, der Reinerlös geht an den „Verein zur Unterstützung krebskranker Kinder im
Iran“.
Musikalisch. Im Michel (Englische Planke 1) erklingen von 21.15
Uhr an bei Kerzenschein Sonaten von Bach, Telemann und Biber. Karten zu 46,20 Mark sind an der Abendkasse erhältlich.
Einsame Strände, einsame Frauen,
einsame Spitze. Hamburg Special.
Einblicke: Wie man hier lebt – von Alstervilla bis Hafenstraße. Kiez: Was hinter den Kulissen der Reeperbahn läuft. Stadtoasen: Wo der Sommer
am schönsten ist. Theater-Porträts: Was Herr Holm vom Schauspielhaus hält. Panoramabilder: Wie GEO-Fotografen den Hamburger Hafen sehen.
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HAMBURG ENTDECKEN MIT GEO
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Nr. 137
Seite 18
verteilt werden, aber wir hoffen
natürlich auf schönes Wetter. In
Städten wie Berlin, Dresden,
Amsterdam gibt es solche Konzerte schon lange.“ Während
von der Bühne die BernsteinKlassiker erklingen, wird der
Hof des Museums der Arbeit bei
Anbruch der Dunkelheit mit
farbigem Licht beleuchtet. „Zur
Auswahl stand auch die Stadtpark-Bühne, aber die ist für das
Orchester viel zu klein“, so
Metzmacher. Außerdem soll bis
zum 7. Juli das Schneidrad von
„Trude“ − der größten Schildvortriebsmaschine der Welt −
wieder im Museumshof zu sehen sein.
Am nächsten Tag gibt es um
11 Uhr ein Familienkonzert −
mit Poulencs „Die Geschichte
von Babar, dem kleinen Elefanten“ und Prokofjews „Peter und
der Wolf“, wo Christoph Bantzer die Rolle des Sprechers
übernimmt. „Wir spielen lauter
heitere, populäre und swingige
Musik. Es soll gute Laune verbreitet werden. Auch für das Orchester ist es ein neues Umfeld.
Vielleicht kommen ja auch Zuhörer, die normalerweise nicht
in die Musikhalle gehen“, so der
Dirigent.
Tickets von 15 bis 69 Mark
(plus einer Fünf-Mark-Spende
für „Trude“) unter T. 35 68 68
oder 01805/21 25 12.
2
Hamburg LIVE − Die Service-Seiten für Hamburg: jeden Donnerstag im
Abendblatt. Täglich aktuelle Tipps auch unter www.abendblatt.de im Internet. Aktuelle Änderungen bitte per Fax an: 040 / 34 72 20 25
Das wäre beinahe daneben gegangen: Nach großen organisatorischen Problemen beim Einlass
stand das Team der „Maximum
HipHop“-Tage am Mittwochabend im Docks auf Grund akuten Zuschauermangels anfangs
auf verlorenem Posten.
Doch dank Mr. Schnabel und
einem überragenden Samy Deluxe als Gastrapper wurde es dann
doch eine gelungene Party − zumal sich der Saal noch einigermaßen füllte. Wer bis zum Ende
um kurz vor eins durchhielt, wurde darüber hinaus mit zwei dicken Vorstellungen von Curse
und den Deichkindern belohnt.
Heute abend geht „Maximum
HipHop“ mit der „Battle of the
Year“ weiter (Markthalle, Klosterwall 9−21, 20 Uhr).
jas
Bon Jovi − spontanes Clubkonzert
nach dem Open-Air-Spektakel
„Sex
And
Drugs
And
Rock ’n’ Roll“: Das war einmal.
Inzwischen sind die Männer von
Bon Jovi allesamt recht zahm −
sowohl privat als auch auf der
Bühne. Längst setzen ihre Konzertspektakel ebenso viel logistische Planung voraus wie die Auftritte Madonnas. „Nur dass wir
keine Tanzchoreographie haben
− zumindest solange Jon nicht
sagt ‚Tanzt!‘“, witzelt Drummer
Tico Torres über den patriachalischen Bandleader, der die Truppe nun seit mehr als 18 Jahren
zusammenhält.
Soloprojekte oder der Ausstieg
von Bassist Alec Such im Jahre
1994 konnten Bon Jovi nichts anhaben. „Wir sind derzeit eine gute
Einheit“, erklärte Gitarrist Richie
Sambora vor einer Woche beim
Tourauftakt in Amsterdam. Das
liegt sicher auch an der klaren Linie, die Jon Bon Jovi vorgibt, bestimmt er doch bei Konzerten,
mit welchem Song die Band das
Publikum begeistern soll.
Ob „Runaway“, „Keep The
Faith“, „You Give Love A Bad Name“ oder „It’s My Life“, die Auswahl ist groß, die Lust an der
Spontaneität auch. Und so
schmeißt Jon Bon Jovi gerne abgesprochene Songreihenfolgen
über den Haufen, um auch mal eine Coverversion von den Beatles,
Van Halen oder gar aus dem Hause „Motown“ einzustreuen.
Wie spontan Jon Bon Jovi ist,
zeigt auch folgender Entschluss:
Schwarz
E-Blau
E-Rot
E-gelb
Gemeinsam mit Gitarrist Richie
Sambora sagte der smarte Sänger kurzfristig zu, am 25. Juni ein
Akustikkonzert an einem noch
geheimen Ort in Hamburg zu geben. Während er am 24. Juni vor
mehreren 10 000 Menschen die
Trabrennbahn rockt, präsentiert
er sich am Folgetag in einzigartiger Clubatmosphäre gerade einmal 120 Fans.
Der einzige Haken: Die Karten
gehen nicht in den freien Verkauf. Das Hamburger Abendblatt
hat aber dennoch 5 mal 2 Tickets
für diese Konzertsensation reserviert. Wer − mit etwas Glück − dabei sein will, muss folgende Frage
beantworten: Welcher zweite
Vorname steht auf der Geburtsurkunde des Sängers von Bon Jovi? Die Antwort bitte bis zum 23.
Juni per Postkarte, Fax oder EMail an Hamburg LIVE, Stichwort:
Bon Jovi, Brieffach 2131, 20350 Hamburg (Fax: 040/34 72 20 25, E-Mail:
live@abendblatt.de) senden.
Alle, die bei unserer Verlosung
leer ausgehen, müssen trotzdem
keine Trübsal blasen. Noch gibt
es Karten für das Open-Air-Konzert auf der Trabrennbahn zum
Preis von 79,50 Mark in der
Abendblatt-Geschäftsstelle (Rathausmarkt 10, T. 303 73 20) und
in allen Vorverkaufsstellen. ina
Jon Bon Jovi
(39) kommt am
24. Juni nach
Bahrenfeld. Einen Tag später
gibt er ein
Clubkonzert.
Foto: AP
L
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