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Innovativ wie erdverbunden - Fuchsgroup AG

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M A N A G E M E N T
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Kluge Informatik unterstützt Hausgemeinschaft im Pflegeheim
Innovativ wie erdverbunden
Die Menschen, die – meist recht betagt – in ein Alters- und Pflegeheim umziehen, möchten gerne
mehr Individualität als früher. Gleichzeitig suchen sie aber auch Geborgenheit und Gesellschaft.
Neue Wohnformen sind gefragt. Dazu gehören Modelle für Hausgemeinschaften. Sie verlangen
kreative Wege in ­Architektur, Pflege, betrieblichen Prozessen und Qualitätsmanagement. Gefordert
ist zudem die Informatik, welche die innovativen Perspektiven wirkungsvoll unterstützt.
Eine besonders gelungene Realisation der Hausgemeinschaftsidee finden wir mit dem Alters- und
Pflegeheim «Blumenküche» in Mössingen, eine
Stunde südlich von Stuttgart. Hier hat die private
Betreibergesellschaft BeneVit in Kooperation mit
dem Investor Hochtief Projektentwicklung und der
Softwarelösung iNKA™ Care Management mit einem ganz speziellen Alters- und Pflegeheim ausgezeichnete Erfahrungen gesammelt. Im Zentrum der
Bemühungen steht das Ziel, betagten Menschen in
einer besonderen Wohnform mehr Autonomie zu
gewähren, ihre Ressourcen zu fördern und ihre in
früheren Lebensabschnitten gewonnenen Fähigkeiten in einen harmonischen Tagesablauf mitein­
zubeziehen.
In einer hausgemeinschaftlichen Lebens- und
Wohnform für pflegebedürftige und hochaltrige
Menschen mit ganzheitlicher Pflege und Betreuung
wird der einzelne Mensch wertgeschätzt. Dadurch
verbessern sich Lebensqualität, Allgemeinzustand
und es entsteht Lebensfreude im Alter. Mit einer
senioren- und demenzgerechten Bauweise wird eine
ausgesprochene Wohnqualität geschaffen, die alle
Anforderungen an hochqualifizierte Pflege erfüllt.
Die Dokumentation der Prozesse und Vorgänge
­mittels ganzheitlicher Softwarelösung unter­stützt den Erfolg der Konzeption nachhaltig und
ermöglicht mehr Zeitressourcen direkt für die
Bewohnern(innen).
Natürliche Tagesstruktur
Das Hausgemeinschaftskonzept im Pflegeheim bietet den Bewohnern nicht nur ganzheitliche professionelle Pflege und Hilfe im Alltag, sondern vor allem
Gesellschaft und eine natürliche Tagesstruktur. Dabei
leben in einer Wohngemeinschaft mit gemeinsamer
Küche, Esszimmer, Wohnzimmer usw. 12 bis 14 Bewohner zusammen, wobei jeder Bewohner sein eigenes Zimmer hat. Sofern gewollt und möglich,
können Bewohner bei den Haushaltstätigkeiten, die
alle in der Wohnung erbracht werden, mithelfen.
Für eine mögliche Trägerschaft aus Gemeinde,
Zweckverband oder gemeinwirtschaftlicher Organisation bietet dieses Konzept ebenfalls viele Vorteile.
Mit der Errichtung und Investition durch Hochtief
Projektentwicklung und dem langfristigen Betrieb
der Pflegeinstitution durch die BeneVit wird die
­Trägerschaft entlastet, denn die Verantwortung wie
Defizitgarantie liegen ganz bei den Projekt­
partnern.
liegt es an der Bescheidenheit der Schwaben. Die
Sparweltmeister, begeisterten Häuslebauer und genüsslichen Viertelesschlotzer wehren sich halt nicht
so einfach lautstark über anonyme herkömmliche
Altersheimstrukturen.
Aber Freude an der «Blumenküche» in Mössingen
haben sie jetzt schon, und zwar zünftig! – Das Neue,
das eigentlich auf alte Wurzeln in den Engrammen
der Bewohnerinnen und Bewohner zurückgreift, wird
geschätzt. Das zeigen die zahlreichen strahlenden
Gesichter und die leuchtenden Augen, beispiels­weise
einer älteren Dame mit weisser Schürze, die uns mit
Freude erklärt, was sie heute mitgeholfen hat zu
kochen – vor ihrem Einzug in Mössingen war sie
bettlägrig und schwer pflegebedürftig. Oder eine
78jährige Mitbewohnerin, die vorher in intensiver
gerontopsychiatrischer Behandlung stand und ­heute
deutlich weniger Psychiatrie braucht, sich aber umso
mehr darauf freut, zum nahe gelegenen Wochenmarkt zu ­spazieren oder am Nachmittag einen
­köstlichen Kuchen mit Kollegen und Kolleginnen zu
backen.
Ein langer Weg zum Ziel
Individuelles liegt den Württembergern selbstverständlich, dennoch musste der Projektverantwortliche und Inhaber der BeneVit Holding, Kaspar Pfister,
arg kämpfen, um seine Vorstellungen in die Tat umzusetzen. Das erstaunt denn doch gehörig. Vielleicht
«Vom Hausgemeinschafts-Konzept war ich von
Anfang an fest überzeugt», erzählt Kaspar Pfister,
«deshalb habe ich auch nicht aufgegeben, als zuerst
keine Bank mitfinanzieren wollte und zudem die
behördlichen Genehmigungen zum Betrieb als Heim
einige schwere Hürden bedeuteten. Umso mehr
freue ich mich heute, dass wir mit engangierten
Partnern eine optimale Kooperation gefunden
haben.»
Da gibt‘s viele Ressourcen
Gängige «Heimrezepte», so Kaspar Pfister, würden
häufig «hospitalisiert». Im Klartext: «Sehen Sie, wo
immer mehr abgeklärt wird, was ein(e) Heim­
bewohner(in) nicht kann, wird zu häufig vergessen
zu fragen, wo denn effektive Ressourcen überhaupt
noch vorhanden oder wieder zu wecken sind. Ältere
Menschen können nämlich sehr viel. Es ist an uns
Jüngeren, diese Fähigkeiten gezielt zu wecken, einzusetzen und eigentlich an unserer Gesellschaft
generell, die Betagten ernst zu nehmen!»
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So präsentiert sich denn auch die «Blumenküche»
als recht offenes Heim. Natürlich wird auf demente
Menschen gezielt geachtet. Alarm- und Überwachungssysteme im herkömmlichen, oft gut sichtbaren Sinn, gibt es aber in Mössingen nicht. «Wir
nutzen die Vorteile moderner Technik schon, indem
wir im ganzen Betrieb generell nur erstklassige Geräte einsetzen; dort wo demente Menschen vor
einem Verlassen des Heims geschützt werden müssen, verwenden wir – nach behördlicher Genehmigung – einen kleinen Chip im Schuh, der ein Verlassen des Gebäudes anzeigt. Grundsätzlich sind wir
aber der Meinung, etwas Risiko, beispielsweise
durch aktives Mitarbeiten in der Küche oder Gärtnern, sei in Kauf zu nehmen. Der geringe Risikofaktor einer Verletzung ist eine quantité négligeable im
Vergleich zum Spass, den unsere Bewohner(innen)
empfinden, wenn sie aktiv bleiben dürfen. Diese
enorm wichtigen Erfolgserlebnisse beflügeln, sie
motivieren, es entsteht eine positive Kettenreaktion
der Zufriedenheit und Lebensqualität.»
Ein Modell mit Pfiff umgesetzt
Die Idee der Hausgemeinschaft wird in Mössingen
besonders sympathisch realisiert. Das Haus «Blumenküche» bietet in 6 Wohnungen Platz für insgesamt 72 Bewohner. Jede Wohnung verfügt über eine
eigene Küche, Esszimmer, Wohnzimmer, Nebenräume usw. Die Zimmerstruktur besteht aus 46 Einzelzimmern und 13 Doppelzimmern. Sämtliche Nebenräume wie Mehrzweckraum, Therapieraum, Lagerräume, Personalaufenthaltsräume, Pflegebäder usw.
sind vorhanden. Jedes Zimmer verfügt über eine
eigene Waschmaschine in der Waschküche.
Durch gemeinsames Zubereiten der Mahlzeiten
wird die Selbstständigkeit der Bewohner(innen) gefördert und unterstützt. Das Hausgemeinschaftsmo-
dell ermöglicht durch eine natürliche Tagesstruktur
die Erhaltung, Stärkung und Reaktivierung der Alltagskompetenz der Bewohner.
Der Tagesablauf der Bewohner(innen) wird nicht
durch die Pflege, sondern durch normale Alltagsaktivitäten bestimmt. Die natürliche Tagesstruktur in
familiärer A™osphäre vermittelt Geborgenheit. Dadurch verbessern sich der Allgemeinzustand und die
Lebensfreude, die Lebensqualität nimmt zu. Die
Wohnungen zeichnen sich durch eine Kombination
aus modernen und nostalgischen Möbeln aus. So
werden Wohnlichkeit und eine angenehme
A™osphäre geschaffen. Das Gebäude fügt sich in
die vorhandene Bebauung harmonisch ein. Durch
die unmittelbare Nähe zum Ortskern sind die
Bewohner(innen) der «Blumenküche» ins öffentliche
Leben der Stadt eingebunden. Dazu gehören die
beliebten Einkäufe auf dem Wochenmarkt.
Im Gartenbereich werden durch Pflanzen, Kräuter,
duftende Gewächse und Blumen die Sinne angeregt.
Hochbeete für Gemüse können auch von Rollstuhlfahrern bearbeitet werden. «Ein Garten, der mit
einer dementsprechenden Gestaltung den Bewohnern viel Freiheit zugesteht, ist sehr wichtig. Es ist
somit möglich, den of™als vorhandenen Bewegungsdrang ausleben zu können. Damit können auch
verborgene Reize und Bedürfnisse verwirrter Menschen wieder geweckt und vor allem Aggressionen
abgebaut werden», erzählt Kaspar Pfister.
Im beschützten Garten, der von einer Hecke umgeben ist, werden Wege angelegt, die als Rundwege
gestaltet sind. Ebenso vorgesehen sind Bereiche, in
denen Kleintiere wie Hasen, Hühner usw. gehalten
werden können. Weitere Aktivitätsbereiche sind
vorgesehen und können variabel aktiviert werden,
je nach Bedürfnissen von Bewohnern.
«Heut’ gibt’s Zwetschgekueche»
Ein Gang durchs Haus ist faszinierend. Viele der alten Menschen engangieren sich – je nach Kräften,
aber immer mit enormer Begeisterung – am Zubereiten des Mittagessens; die pflegebedürftigeren
sitzen ebenfalls in der Wohnungsküche und freuen
sich aufs Kulinarische. «Wie bei allen Tätigkeiten
lassen wir unsere Bewohner(innen) auch hier von
früher Gewohntes neu erleben. Dazu gehören einfache, aber phantasievolle Gerichte, die viel frisches
Gemüse enthalten. Convenience Ford kennen wir
hier nicht», betont der BeneVit-Geschäftsführer. In
der Tat, da wird kräftig gerüstet, geschabt, entkernt,
geschnitten oder geraffelt. Unter der Regie einer
Präsenzhilfe entsteht so Bekömmliches mit
­persönlicher Note. Exakt dies kennzeichnet die
schwäbische Küche aufs Vortrefflichste, kein Wunder
freuen sich Heimbewohner und Gäste. Die Ursprünglichkeit ist faszinierend und der Bezug zur Natur
gross; hier werden in der Küche, wie früher zu Hause, Erinnerungen wach, hier trifft sich die Haus­
gemeinschaft mit Vorliebe. «Heute gibt’s Zwetschge­
kueche!», triumphiert eine strahlende Dame, achtzig
Lengen jung.
Wo Erdverbundenes in einer hauptsächlich ländlich geprägten Landschaft prägend wirkt, erstaunt
es übrigens kaum, dass auch grüne Spitzenpolitiker
die Kochkelle munter wie geschickt schwingen und
Kochbücher schreiben. So etwa Rezzo Schlauch,
dessen Oeuvre «Die neue Essklasse» die kulinarische
Vielfalt des Südweststaates trefflich beleuchtet. Das
Vorwort schrieb übrigens Joschka Fischer, ein begeisterter Gourmet, der bereits mit dem Autor Schlitten gefahren ist, allerdings nicht auf dem politischen
Parkett (wo solches von Parteifreunden am Liebsten
mit Farbgleichen veranstaltet wird), sondern zwischen den beiden Dörfern Langenburg und Bächlingen zu Winters Zeit in jugendlichen Jahren.
Durchdachte Strukturen
Zurück ins Heim: Kaspar Pfister ist ein Vordenker;
klar stellt er fest: «Die Versorgung älterer, pflegebedürftiger Menschen ist in erster Linie eine gesellschaftliche Aufgabe. Durch die demographische
Entwicklung wird es in der Zukunft noch wichtiger
sein wie heute, Ehrenamtliche zu gewinnen und zu
motivieren. Dies erfolgt durch entsprechende Veranstaltungen und Schulungen. Besonders Wert legen
wir auf den Einbezug der vorhandenen Strukturen
und Organisationen. Bereits im Vorfeld sollen deshalb diese Organisationen in die Projektentwicklung
mit einbezogen werden, um eine möglichst hohe
Identifikation zu erreichen.»
Zur Sicherung der Qualität in der Einrichtung wird
ein internes Qualitätsmanagement angewandt. Dabei wird neben der Struktur- Prozessqualität vor
allem auf die Ergebnisqualität grosser Wert gelegt.
Gleichzeitig werden auch regelmässig Mitarbeiterbefragungen anonym durchgeführt um entspre-
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Ein vorbildliches Konzept
Das Hausgemeinschaftskonzept im Haus «Blumenküche» bietet viele Neuerungen
­gegenüber bisherigen Konzepten in der Altenpflege:
– ca. 12 Bewohner leben in einer Wohngruppe
– Essenszubereitung erfolgt dezentral in Gemeinschaftsküchen in jeder Wohngruppe
– Wegfall einer Zentralküche.
– Wohn- und Essräume sind dezentral für jede Wohngruppe vorhanden.
– Der Tagesablauf wird durch Präsenzkräfte (Hauswirtschafts- oder Pflegepersonal)
gestaltet, dies beinhaltet z.B. auch das gemeinsame Zubereiten der Mahlzeiten.
– Die Planung und Durchführung der Pflege erfolgt, ähnlich wie im ambulanten Bereich,
durch einen zentralen Pflegedienst für die gesamte Einrichtung.
Die Vorteile des Hauswirtschaftsmodells sind:
– Es ermöglicht durch eine natürliche Tagesstruktur die Erhaltung, Stärkung oder
­Reaktivierung der Alltagskompetenz der Bewohner.
– Der Tagesablauf der Bewohner(innen) wird nicht durch Pflege bestimmt.
– Durch die Einbindung der Bewohner(innen) in Alltägliches wird die Selbstverant­
wortung gefördert und gestärkt. In bereits realisierten Einrichtungen ist festzustellen,
dass die Pflegebedürftigkeit eher ab- als zunimmt.
chende Handlungsanleitungen zu erhalten. Im jährlichen Wechsel zu Kundenbefragungen (Bewohner als auch Angehörige) steht somit insgesamt ein Instrument zur Steuerung zur Verfügung.
Flach sind die Hierarchien. Neben
geprüften Pflegefachleuten arbeiten
Pflegehilfskräfte und Hauswirtschaftspersonal arbeitsübergreifend. Diese
beiden Kategorien teilen sich die Arbeit
optimal auf und nehmen Rücksicht auf
möglichst vielfältige Teilzeitpensen. In
der «Blumenküche» spricht man deshalb von Präsenzkräften, die zum grössten Teil selber ausgebildet werden. Sie
dürfen auch mal ihre Kinder mitnehmen, die dann im Heim ihre Hausaufgaben erledigen. «Der Kontakt zu den
alten Menschen hat schon viele persönlich wertvolle Erlebnisse beschert»,
erzählt unser Interviewpartner.
«Generell begrüssen wir es sehr, dass
bei iNKA™ nicht die Software die Arbeitsprozesse strukturiert, sondern
umgekehrt», lobt Kaspar Pfister.
Das erklärte Ziel in der «Blumenküche» bestand darin, eine durchgängig
hohe Pflegequalität anzubieten und
nachzuweisen. iNKA™ ermöglicht den
Heimverantwortlichen mit dem Pflegekatalog-Manager ihr Qualitätsempfinden in den bewohnerspezifischen
Pflegeplanungen wiederzufinden. Die
intern definierten Pflegepfade aus Pflegediagnose, Ressourcen, Zielen und
Massnahmen erfassen, erweitern oder
ändern die verantwortlichen Fachkräfte mit einfachem Mausziehen. Unterstützung erfolgt mit diversen Nomenklaturen, Codierungen, Zeithinterlegungen und dem umfassenden iNKA™
Katalog.
Flexible Software
Übernommen werden die passenden Pflegepfade für neue BewohDie Anforderungen an eine Software ner, sie werden individuell erweitert.
sind in einem derart individuell geführ- Bereits hier kann festgelegt werden,
ten Heim sehr hoch. Eingesetzt wird bei welchen Massnahmen ein Pflegedas iNKA™ Care Management. Es bericht während der Visierung unabbesteht aus iNKA™ Administration – dingbar ist. Öffentliche, bewohner­
Institutionsverwaltung, iNKA™ Care spezifische oder institutionsinterne,
– Pflegeprozessmanagement und sprich im Pflegekatalog-Manager festiNKA™ Capacity – Personal-, Dienst- gehaltene Pflegestandards befür­
und Kapazitätsplanungsmanagement. worten stets einen hohen Qualitäts­
iNKA™ Care Management bildet im gedanken.
Sinne der Dokumentation die gesamten Geschäftsprozesse umfassend ab. Dauernd gut dokumentiert
Die offene Architektur erleichtert auch
die der Integration der verschiedenen Auch die Dokumentation des PflegeDrittlösungen, die in den BeneVit- prozesses erfolgt in allen Phasen des
Wohngemeinschaften im Einsatz sind. Regelkreises. Bereits während des Erstclinicum 5-08 3
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gesprächs mit den Bewohnern werden die vom Heim
vorgegebenen Informationen für alle Pflegeschritten
und somit auch für die Dokumentation festgehalten.
Ungewöhnliche Verläufe der Bewohner werden im
Pflegebericht festgehalten. So können ungeplante
Elemente nach der Massnahmen­durchführung über
Telefon, mobile Geräte oder der Computerstation
ergänzt werden.
einen zentralen Qualitätsfaktor: die Befindlich­keit und der Bewohner. Die Pflegeevaluation und
die Pflegevisite dokumentierten so die Qualität der
Institution.
Ergänzende Berichte über Allergien, Temperatur,
Blutdruck, Körpergewicht, Urin, Stuhl, Bilanz usw.
sind einfach zu bewerkstelligen. Die detaillierte Berichterstattung über die neuen Bewohner wird automatisiert in die Dokumentation übertragen. So
kann bedienerfreundlich festgehalten werden, wie
sich zum Beispiel die Situation eines neuen Bewohners im Verlaufe des vergangenen Monats bereits
merklich verbessert hat. Auf diese Weise kann Erfahrungspotenzial der Institution erweitert werden.
Die Pflegequalität kann dank der Auswertungen
dieser Erfahrungen und der folglich generierten Vorschläge von situationsbedingten Massnahmenänderungen nur gewinnen.
Analysieren – organisieren – profitieren
iNKA™ unterstützt zudem mit einer vielfältigen
Auswahl an Farbgebungen, Alarmfunktionen und
Hinweisen. So behalten die Verantwortlichen auch
neben den zahlreichen exogenen Einflüssen Ihres
Arbeitsumfeldes stets den Überblick. Beispielsweise
kann man mit den farblichen Markierungen auf dem
Pflegeplan jederzeit feststellen, welchen Evaluationsstatus die einzelnen Pflegemassnahmen haben.
Pflegende erhalten so die Möglichkeit, während der
Tagestour und der darauf folgenden Visierung über
die Weiterführung, die Häufigkeit und den Umfang
der Pflegemassnahmen zu entscheiden.
Die umfangreichen Möglichkeiten der Informationssammlung, welche Pflegende während der Pflegevisiten zusammentragen, legen den Fokus auf
All diese Prozesse werden im Haus «Blumen­
küche» wohnungsweise auf einem PC bearbeitet.
So ist der Informationsstand überall jederzeit à jour.
«Gerade hier bei einem Pflegemodell, das auf Individualität baut, wollen wir auch die Fähigkeiten und
Fertigkeiten der Mitarbeitenden gezielt einsetzen»,
betont Kaspar Pfister: «iNKA™ ermöglicht uns hier
eine optimale Verteilung der vorhandenen Kapazitäten. Mit iNKA™ wählen wir den Umfang unserer
Lösung, wir planen Dienste, eruieren die Kapazitätsauslastungen und generieren Touren- und Dienstplanvorschläge von morgen.»
iNKA™ Capacity erleichtert die Verwaltungsvorgänge. Einerseits erstellen und aktualisieren Pflegende Einsatzpläne, stellen ihre Arbeitszeiten den
situationsbedingten Abweichungen gegenüber, ermitteln geleistete Stunden, eruieren bei Ausfällen
die verfügbaren Kapazitäten und übermitteln Zulagen und Gutschriften direkt in die Lohnbuchhaltung.
Andererseits sind nun dokumentierte Leistungen
transparent: Spitzenzeiten, Massnahmenänderungen
und Bezugspflege sind nur einige der Faktoren, die
mit dem Touren- oder Dienstplanungsvorschlag von
iNKA™ Capacity­einhergehen.
iNKA™ unterstützt zudem die täglichen Arbeitsvorgänge. Die gewohnten Abläufe definieren so den
Vorgang der Lösung. Routinierte und effiziente
Handlungen können demnach auch künftig beibehalten werden. iNKA™ ermöglicht, ein rundum
vertrautes Umfeld in einer Software wiederzufinden.
Pflegeplanung von iNKA™
Der Lösungsaufbau von iNKA™ Administration basiert auf den Kerngeschäftsprozessen der Institu­
tionsverwaltungen:
Die Organisationsform der Institution bildet
iNKA™ auf Fallbasis ab. Die zentrale Verwaltung
von Referenzdaten wie Adressdaten, Personalien,
Kataloge etc. ermöglicht die unterschiedliche Sichtweise von Institutionsleitungen, Verwaltung, Pflege,
Ärzten, Vorständen etc. auf dieselben Bewohnerdaten. Mit der einmaligen Definition von Preis- und
Leistungsmodellen führt iNKA™ jegliche fakturarelevanten Daten automatisiert zusammen. Die unterschiedlichsten Kontrollsichten reflektieren die
erreichten Kennzahlen.
Leistungen fest im Griff
Vorteilhaft zeigt sich schliesslich die Leistungsdokumentation. iNKA™ ist ein lernfähiges Programm
und trägt dem Individuum Rechnung. So hat auch
jeder Bewohner individuelle Bedürfnisse. Vielleicht
ist es die wöchentliche Taxifahrt zur gewohnten
Jassrunde, der stets wiederkehrende Besuch des
Coiffeurs, ein Gläschen Wein zum Sonntagsessen
oder der regelmässige Briefverkehr, welche aus Ihrem institutionseigenen Leistungskatalog mit einem
einfachen Mausziehen dem Bewohner tag- gar zeitgenau zugeordnet werden kann. Wiederkehrende
Leistungen können bequem ein- für allemal automatisiert werden.
Ob ein Heim verrechenbare Pflegeleistungen von
den Pflegenden erhält und diese manuell überträgt
oder die Leistungen direkt aus der Pflegeprozesslösung übernehmen möchte, mit iNKA™ hat die Institution die freie Wahl, den Ablauf effizient zu
steuern. iNKA™ Administration generiert auch
Rechnungen für Dritte, Akontorechnungen, Sammelrechnungen, ESR/VESR Andruck, LSV etc.
Noch viele Pläne
Aufbauend auf den gesammelten Erfahrungen, läuft
die Planung bei BeneVit auf Hochtouren. Nach Mössingen wurde bereits in Schönwald (Bayern) ein
weiteres Projekt realisiert. Drei weitere Häuser mit
2 x 80 und 50 Betten befinden sich im Bau, 2009
iNKA™ an der IFAS
Am Dienstag, 28.10.08 um 10.15 Uhr und am Mittwoch,
29.10.08 um 14.30 Uhr präsentiert Kaspar Pfister für
Interes­sierte Seine Erfahrungen bezüglich der Verbindung BeneVit-Wohngemeinschaftskonzept und iNKA™
Care ­Management. Im Anschluss besteht die Möglichkeit
zum direkten Austausch. Präsentationen von iNKA™
Care ­Management finden im separaten ­Konferenzraum
K2 der Messe Zürich statt. Aufgrund des begrenzten
Platzangebots bitte per Email, Telefon oder Fax oder am
Messestand 7173 in der Halle 7 anmelden.
Weitere Informationen: www.benevit-pflege.de
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kommen 6 weitere dazu. Geplant sind
insgesamt 1’200 Betten, vorwiegend
in kleinstädtischen Gebieten, «dort wo
man gerne mit uns zusammenarbeitet
und die Kooperation mit den Behörden
der Standortgemeinde mit gegenseitigem Vertrauen und viel persönlichem
Engagement abläuft», hält Kaspar Pfister fest. «So isch nu au wieder net»,
hätte dazu ein Bürgermeister gesagt,
der BeneVit sicher in seiner Kleinstadt
gerne gesehen hätte, der unvergessliche Willy Reichert in seiner Glanzrolle
als Bürgermeister Gscheidle aus dem
imaginären Bad Krottenbrunn.
Noch eindrücklicher wirkt ein kürzliches Kompliment der Immobilien­
n
chefin einer grossen Schweizer Versicherungs-Gesellschaft, die sich auch
als Investorin für das BeneVit-Haus­
gemeinschaftsmodell interessiert:
«Wenn meine Mutter einmal pflegedürftig wird, möchte ich am liebsten,
dass sie in der «Blumenküche» wohnen könnte.»
Weitere Informationen
Fuchsgroup AG
Aarestrasse 29
5102 Rupperswil
Telefon 062 897 52 77
info@myinka.com
www.myinka.com
Partnerschaft auf 3 Säulen
Drei Partner garantieren den Erfolg des in Mössingen praktizierten
Hausgemeinschafts-Modells:
Betreiber BeneVit
BeneVit betreibt Alters- und Pflegeheim nach dem Hausgemeinschaftskonzept. Dieses
Konzept wurde vom Kuratorium Deutsche Altershilfe (KDA) mit Unterstützung des
Bundesgesundheitsministeriums als Modell entwickelt, von BeneVit adaptiert und praxistauglich umgesetzt. Es ist die neuste Generation der Altenpflegeheime und ermöglicht durch eine natürliche Tagesstruktur die Erhaltung, Stärkung oder Reaktivierung
der Alltagskompetent der Bewohner.
Das Unternehmen verfügt über ein erfahrenes Management und ist Vorreiter in der
erfolgreichen Umsetzung des favorisierten Hausgemeinschaftskonzepts. Die erste Einrichtung in dieser Form wurde im vergangenen Jahr in Mössingen im Landkreis Tübingen eröffnet und findet viel positive Beachtung bei Bewohnern, Angehörigen und
Fachleuten sowie in der Fachpresse. Weitere Einrichtungen sind im Bau.
Weitere Informationen: www.benevit-pflege.de
Investor Hochtief Projektentwicklung
Hochtief Projektentwicklung entwickelt, realisert und vermarktet seit 1991 Im-mobilienprojekte im In- und Ausland. Das Unternehmen konzentriert sich auf Büro-, Hotel- und
Mischimmobilien in Innenstadt- und citynahen Lagen und gilt in diesen Segmenten als
führender Innenstadtentwickler in Deutschland. Generationsübergreifende Quartiersentwicklungen sowie Seniorenimmobilien bilden ein weiteres Produk™arktsegment.
Die Umsetzung in diesem Segment erfolgt in Kooperaton mit BeneVit. BeneVit ist dabei
von Anfang an in die Planung eingebunden und übernimmt anschliessend den ­Betrieb.
Hochtief Projektentwicklung GmbH ist eine hundertprozentige Tochter der Hochtief
Aktiengesellschaft, die im Jahr 1875 gegründet wurde und heute als einer der führenden internationalen Baudienstleister gilt.
Weitere Informationen: www.hochtief-projektentwicklung.de
iNKA™ Care Management – Ganzheit erleben
Die Softwarelösung iNKA™ Care Management bildet Ihre unterschiedlichen Geschäftsprozesse der Institutionen im ambulanten und Langzeitpflegebereich ganzheitlich ab.
iNKA™ Administration unterstützt die Institutionsverwaltung, iNKA™ Care umfasst
das Pflegeprozessmanagement und mit iNKA™ Capacity erfolgt die Personal-, Dienstund Kapazitätsplanung. Die iNKA™ BI ist das zusammenführende Informationssystem
für die Betriebsleitung und überbetriebliche Stellen. Die Informationsübermittlung an
Systeme wie SOMED können mit dem Tool iNKA™ SOMED automatisiert werden.
Spezielle zusätzliche Funktionalitäten für die Pflege dementer Menschen sind in der
Lösung iNKA™ Psychogeriatrie erhalten. Weitere Informationen: www.myinka.com
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