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Fast wie im echten Feuerwehrleben - Freiwillige Feuerwehr

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Fast wie im echten Feuerwehrleben
Bei einem 24-Stunden-Tag haben Jugendliche Einsätze wie Rettung und Löschen ausprobiert
Von unserer Mitarbeiterin
Heidrun Gehrke
Winnenden.
Wie richtigen Feuerwehrmännern ist
es den 28 Kindern und Jugendlichen bei
einem 24-Stunden-Tag ergangen. Sie
haben dazugelernt, zum Beispiel: „Dass
man mitten in der Nacht raus muss“,
berichtet der 17-jährige Thorsten. Es galt
zum Beispiel, einen eingeklemmten
Menschen zu retten und auch einen
simulierten Brand zu löschen.
Das Szenario vor der Grundschule Hertmannsweiler sieht so real aus, dass mancher
auf den ersten Blick einen echten Einsatz
vermutet. „Heute Vormittag hat eine Nachbarin zum Fenster raus gefragt, ob’s wirklich brennt“, erzählt Stadtjugendfeuerwehrwart Daniel Bahner.
Eine Nebelmaschine im Container simuliert einen Zimmerbrand. Dichte weiße
Rauchschwaden dringen aus dem Klassenzimmer, als die Feuerwehrleute eintreffen.
Die Zehn- bis Achtzehnjährigen sind verteilt auf vier Löschfahrzeuge der Feuerwehr Winnenden und verschiedener Stadtteilwehren. Sie hantieren flugs mit der
Technik im Wageninneren. „Jeder kennt
seinen Platz und weiß genau, was er zu tun
hat“, erzählt Truppenführer Thorsten
Class, der „seine“ Truppe anweist.
Schlauchtrupp und Angriffstrupp richten
ihre Strahlrohre auf das imaginäre Feuer.
Jetzt zählt jede Sekunde: Die Jugendlichen üben vor der Grundschule in Hertmannsweiler, als würde es sich um einen echten Brand handeln.
Den ganzen Tag verbringen,
das schweißt zusammen
Beim 24-Stunden-Feuerwehrtag spielen
Jugendfeuerwehrleute Realität: Sie erleben,
was es heißt, auf Abruf mit Funkmeldegeräten in der Leitstelle zu sitzen, werden
nachts aus dem Bett geklingelt und befreien
eine eingeklemmte Person aus einem Auto
oder löschen den imaginären Schulbrand.
„Wir waren eh schon alle wach“, erzählt
ein Junge. „Viele haben gar nicht erst geschlafen“, so Daniel Bahner, der die Stimmung und die Gemeinschaft sehr lobt:
„Man hockt einen ganzen Tag lang zusammen, das schweißt unglaublich zusammen.“
Sechs Ausbilder der aktiven Wehr sind mit
am Start und verraten den Nachwuchsfeu-
erwehrleuten Tricks und Kniffe. Hinterher
können die Jugendlichen mitreden: „Hier
sehe ich, was bald auf mich zukommt“, sagt
Thorsten Class, der in acht Monaten in die
aktive Wehr wechseln will.
Etliche Unterstützer, auch außerhalb der
Feuerwehr, helfen mit, den Tag eines Berufsfeuerwehrmannes nachzustellen und
beispielweise die Szene auf dem Übungsgelände beim Schulerhof aufzubauen. Dort
gilt es, eine eingeklemmte Person aus einem
Fahrzeug zu retten. „Wir haben die Tür mit
einem Spreizer geöffnet“, erzählt der 12jährige Nick, der zum ersten Mal dabei ist.
„Ich finde es abwechslungsreich. Und die
Feuerwehr ist ganz toll“, sagt er. Einen
Film hätten sie geschaut und zusammen
Spaghetti Bolognese gekocht. Bei Einbruch
der Dunkelheit haben die Kameraden ein
Feuer gemacht und mit vereinten Kräften
gelöscht. „Das war im Nu aus“, sagt Daniel
Bahner lachend. „Kein Wunder, mit sechs
Strahlrohren haben sie auf mein ‚Go’ gewartet, dann ging’s ab.“
Bild: Pavlovic´
Den 24-Stunden-Tag soll es wieder geben, weil das Interesse ungebrochen ist,
wissen die Floriansjünger. „Es ist das beliebteste Event bei uns“, sagt Stadtjugendfeuerwehrwart Daniel Bahner. „Die Jugendlichen fragen schon im Januar, ob es
das wieder gibt.“
Ausbilden und erleben
ᔡ Der Jugendfeuerwehr Winnenden gehören derzeit 40 Kinder und Jugendliche im Alter zwischen zehn und 17 Jahren
an.
ᔡ Zusätzlich zur Grundausbildung stehen
regelmäßige Erlebnisse für den Nachwuchs auf der Agenda.
ᔡ Dazu gehört auch der 24-Stunden-Feuerwehrtag, den es in diesem Jahr bereits
zum dritten Mal gab.
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Reisen
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