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Begegnung der Dritten Art Wie sind wir auf den Kontakt mit - WDR 5

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1
Leonardo - Wissenschaft und mehr
Sendedatum: 18. Dezember 2013
Begegnung der Dritten Art
Wie sind wir auf den Kontakt mit Außerirdischen vorbereitet?
von Hardy Tasso
Atmo: Windwasserrad in Ebene von New Mexiko: Knarren und Klappern des
Windrades, Wind
Sprecher:
Von Horizont zu Horizont meilenweit sonnenverbrannte Weiden, auf denen nur
wenige Rinder grasen. Diese Einöde liegt nur ein paar Kilometer nördlich des
Städtchens Roswell in New Mexiko, USA. Hier soll im Juni oder Juli des Jahres 1947
der erste Kontakt stattgefunden haben – zwischen Menschen und Aliens:
Außerirdischen. Irgendwo in diesem Nirgendwo betreibt Sandra Proctor eine
Tankstelle – eine Nichte jenes Dee Proctor, der damals die Überreste des angeblich
abgestürzten UFOs mit gefunden haben soll:
O-Ton Übersetzung:
„Mein Onkel Dee Proctor arbeitete damals für Mac Brazel, den Rancher, der
die UFO-Teile auf seiner Viehfarm gefunden hat. Dee war damals sieben
oder acht Jahre alt. Als der Rancher mit meinem Onkel nach Hause kam,
hatte er ein Stück des UFO-Wracks mitgebracht: Es war nicht aus Plastik, es
brannte nicht und man konnte es nicht schneiden – man konnte es überhaupt
nicht zerstören. Damals dachten viele Leute auch, sie hätten den Körper
eines Aliens gefunden.“
Sprecher:
Alles Spinnerei einsamer Rancher in einer gottverlassenen Einöde? Vielleicht.
Dennoch müssen wir Menschen eine Tatsache akzeptieren:
© Westdeutscher Rundfunk Köln 2013
Dieses Manuskript einschließlich aller seiner Teile ist urheberrechtlich geschützt. Jede Verwertung außerhalb der engen
Grenzen des Urheberrechtsgesetzes ist ohne Zustimmung des WDR unzulässig. Insbesondere darf das Manuskript weder
vervielfältigt, verbreitet noch öffentlich wiedergegeben (z.B. gesendet oder öffentlich zugänglich gemacht) werden.
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O-Ton:
„Es ist ja, so, dass wir uns in den letzten zehn Jahren eigentlich aus
wissenschaftlicher Warte immer sicherer werden, dass wir nicht allein im
Kosmos sind.“
Sprecher:
Michael Schetsche ist Politologe und Soziologe am Institut für Grenzgebiete der
Psychologie und Psychohygiene in Freiburg. Eines seiner Forschungsgebiete ist die
Futurologie.
O-Ton:
„Wir entdecken immer mehr Planetensysteme außerhalb unseres
Sonnensystems, also hunderte von Planeten sind inzwischen bekannt. Wir
entdecken auf der anderen Seite aber auch, dass das Leben auf der Erde
sozusagen viel robuster ist und vielfältiger auch, als wir ursprünglich gedacht
haben. Also, in heißen Quellen auf dem Meeresgrund, in Trockentälern an
den Polen, in der Hochatmosphäre, in Gesteinsschichten – wir finden überall
Leben. Und von daher geht also diese Disziplin, die sich mit dieser Frage
beschäftigt, die Astro-Biologie, davon aus: ‚Ja, überall, wo Leben entstehen
könnte, gibt es das auch.’“
Sprecher:
Als Wissenschaftler geht Michael Schetsche unter anderem der Frage nach, wie der
Erstkontakt zwischen Menschen und Außerirdischen aussehen könnte. Dabei stieß
er auf eine verblüffende Tatsache:
O-Ton:
„Es gab vor einigen Jahren einmal den Versuch eines italienischen, glaube
ich, Abgeordneten des Europäischen Parlaments, mal eine Debatte über
solche Fragen in der EU anzuleiern, ‚Was ist denn, wenn wir feststellen, da
gibt es noch Andere im Universum?’ Das ist dann ganz schnell in
irgendeinem Unterschuss des EU-Parlaments verschwunden, da wurde dann
nie wieder drüber gesprochen. Also meines Wissens ist es so, dass offiziell
sowohl transnationale Organisationen, als auch fast alle Nationalstaaten sich
überhaupt nicht um die Frage kümmern. Oder wenn sie es tun, dann sagen
sie es uns nicht, aber das ist natürlich eine reine Spekulation.“
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Sprecher:
Kein Staat, kein Geheimdienst und auch nicht die UNO bereitet sich offiziell auf einen
Kontakt mit Aliens vor. Es gibt offiziell weder Pläne für Begrüßungszeremonien noch
Ratschläge, wie sich die Menschheit bei einem Kontakt mit Außerirdischen verhalten
sollte.
Musik: „Also sprach Zarathustra“
Sprecher:
Wie sollten Menschen Außerirdischen angemessen und friedlich begegnen? Dazu
müssen wir zunächst einmal mehr über die Aliens wissen.
Zitatorin:
„Grundlagen für den Kontakt Mensch – Alien. Paragraf eins: Wer bist Du?
Und wenn ja: wie viele?“
Sprecher:
Wochenendausflug einer US-amerikanischen Familie in das UFO-Museum in
Roswell, New Mexico. Die beiden Jungen Jamir und Javier wissen genau, wie Aliens
aussehen:
O-Ton Übersetzung Jamir:
„Sie sehen aus wie Menschen, nur dass sie grün sind.“
O-Ton Übersetzung Javier:
„Ich glaube, dass es sehr kleine Aliens gibt. Sie sind grau, haben schwarze
Augen und ein paar Beine.“
Sprecher:
Der Wissenschaftler Schetsche ist dagegen skeptisch:
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O-Ton:
„Was können wir wissen? Eigentlich fast gar nichts. Wissenschaftlich
gesehen, ist das die Situation, die wird dominiert durch Nichtwissen.“
Sprecher:
Vielleicht sind Aliens tatsächlich kleine grüne Männchen. Vielleicht aber sehen sie
auch völlig anders aus!
O-Ton:
„Da ist ja relativ wichtig die Frage: Sind die ungefähr so groß wie wir? Haben
die auch so einen Zeithorizont? Vielleicht hat so ein Wesen einen
Zeithorizont, der vielfach verlängert ist. Das heißt, für uns wirken die starr und
unbeweglich und wir können auch die Informationen gar nicht hin und
herschicken.“
Zitatorin:
„Nehmen wir an, Außerirdische landen im Bayerischen Wald. Dort begegnen
sie zuerst: Bäumen. Die wachsen bekanntlich sehr langsam, bewegen sich
also für unser Auge kaum. Würden Außerirdische unsere Bäume als
Lebewesen erkennen?“
Sprecher:
Und würden Menschen andersherum Aliens als Lebewesen erkennen?
O-Ton:
„Es gibt ja in der Science-Fiction eine ganze Menge Szenarien, wo das
eigentlich nicht passiert. Die Menschheit erforscht irgendeinen fremden
Planeten, zertritt irgendetwas oder macht sich an irgendetwas zu schaffen
und stellt dann vielleicht Jahre später fest: ‚Oh, das waren die letzten
Überlebenden einer großen Zivilisation, die wir eben gerade platt getreten
haben.’ Also, ich denke, wir können nicht sicher sein, dass wir die Fremden
überhaupt erkennen, wenn wir sie treffen – und anders herum gilt das
natürlich genauso.“
Sprecher:
Vielleicht auch sind die Außerirdischen gar keine Einzelwesen wie wir – sondern
viele.
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O-Ton:
„Wir haben immer so ein Alienbild von Individuen. Das muss ja gar nicht sein.
Man kann sich Rudel-Intelligenz, man kann sich Schwarm-Intelligenz
vorstellen. Man kann sich vorstellen, dass eine Schwarm-Intelligenz in der
Lage ist, durch den Weltraum zu reisen. Bloß, wenn wir mit denen konfrontiert
werden, dann haben wir eine ganz blöde Situation, dass die nämlich die
Denkform des Schwarms haben und wir haben extrem die Denkform des
Subjekts. Und wie man da überhaupt vermitteln sollte, das ist mir persönlich
völlig unklar.“
Sprecher:
Nehmen wir an, wir könnten die Außerirdischen tatsächlich als Lebewesen erkennen.
Dann haben wir sofort ein zweites Problem:
Zitatorin:
„Paragraf zwei der Grundlagen für einen Alien-Kontakt: ‚Verstehen Sie
Erdisch?’“
O-Ton:
„Also die Idee, Aliens würden genauso sehen können, hören können, riechen
können, schmecken können wie wir, das sind natürlich anthropozentrische
Vorannahmen, das muss überhaupt nicht so sein. Wir haben ja schon auf der
Erde eine ganze Reihe von Spezies, die Sinneskanäle haben, zum Beispiel
dieses Seitenlinienorgan bei vielen Fischen, da haben wir gar kein Äquivalent
dazu.“
Sprecher:
Auf der Erde ist es bisher nicht gelungen, mit bestimmten ganz gewöhnlichen
irdischen Lebewesen zu kommunizieren: etwa mit Delfinen – Ameisen – Bakterien.
Oder eben mit Fischen.
O-Ton:
„Also wir können diese Informationen, die Fische über dieses Organ
austauschen können, überhaupt nicht auffangen. Und so kann es natürlich
sein, dass eine fremde Zivilisation über völlig andere sozusagen
Sinneskanäle verfügt, über völlig andere Wahrnehmungsräume, sodass
schon deshalb wir uns eigentlich zwar begegnen können, vielleicht sogar
physisch, aber gedanklich eigentlich gar nicht begegnen können, weil unsere
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Welten, unsere Sinnwelten, in denen wir leben, viel zu weit auseinander
liegen.“
Sprecher:
In dem Kinofilm „Unheimliche Begegnung der dritten Art“ kommunizieren Menschen
und Außerirdische mit Hilfe von Lichtimpulsen und Tönen. Ein tiefes philosophisches
Gespräch kommt dabei allerdings nicht zustande, bestenfalls die Nachricht: „Hallo,
es gibt uns.“ Und Schluss. Ähnliche Begegnungen mit Aliens könnten in Zukunft
jedoch auch leicht „schiefgehen“:
O-Ton:
„Es kann ja sein, wir schicken irgendwelche Lichtimpulse und sie haben gar
keine Augen, um die zu sehen – das ist dann schon dumm gelaufen.
Möglicherweise haben die Fremden eine Sensorik für radioaktive Stoffe, sie
bombardieren uns mit radioaktiven Teilchen, was wir dann vielleicht eher für
eine unfreundliche Absicht halten, was aber nur ein Kommunikationsversuch
war. Das heißt, es ist ganz, ganz schwierig. Man wird zuerst mal gucken
müssen, ob man einen gemeinsamen Kanal findet.“
Sprecher:
Aber selbst wenn wir einen gemeinsamen Kommunikationskanal mit den
außerirdischen Wesenheiten finden sollten: Es kann dennoch gefährlich werden –
wie der Film „Mars Attacks“ zeigt:
Zitatorin:
„Marsianer sind auf der Erde gelandet: kleine grüne Männchen mit riesigen
Köpfen. Hohe Politiker, Militärs und die Presse heißen sie willkommen. Ein
Übersetzungsgerät übersetzt. Als krönenden Abschluss der Feierlichkeiten
lassen die Menschen einige Friedenstauben in die Luft stiegen – als Zeichen
ihrer friedlichen Gesinnung. Die Marsianer reagieren sofort: Sie schießen die
Vögel binnen Sekunden ab. Die Menschen eröffnen daraufhin das Feuer auf
die Marsianer. Die Willkommensfeier endet in einem blutigen Gemetzel.“
Sprecher:
Kommunikation führt nicht nur mit Marsianern, sondern auch mit Menschen oft zu
Missverständnissen.
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Zitatorin:
„Nehmen wir an, Sie als gebildeter Westeuropäer besuchen voll von gutem
Willen einen Indianerstamm in Indonesien. Die Dani zum Beispiel, die im
vorigen Jahrhundert noch Menschen gefressen haben. Was würden Sie
denken und tun, wenn Ihnen der Häuptling zur Begrüßung herzhaft in die
Gonaden greift?“
Sprecher:
Hört für uns der Spaß zwischen unseren Beinen auf?
Zitatorin:
„Paragraf drei der Grundlagen für einen Alien-Kontakt: ‚Was willst du mir
damit eigentlich sagen?’“
Sprecherin:
Für die Familie im UFO-Museum von Roswell sieht Kontakt mit Außerirdischen ganz
einfach aus:
O-Ton Collage Übersetzung:
Rich: „Ich finde es faszinierend, fremde Kulturen kennenzulernen, umso
mehr, wenn sie von einer anderen Welt kommen. Es wäre doch interessant,
mit Außerirdischen zusammen zu sitzen und mit ihnen zu kommunizieren.“
Jamir: „Wenn ein böser Alien jetzt hier reinkäme, würde ich versuchen, ihn
niederzuschlagen; aber wenn es ein netter Alien wäre, würde ich mit ihm
spielen und Spaß haben.“
Javier: „Wenn ich genug Geld hätte, würde ich einen Alien in ein Restaurant
einladen und mit ihm zusammen essen.“
Desiree: „Ich habe immer daran geglaubt, dass es wahrscheinlich andere
Lebensformen dort draußen gibt. Ich denke, wenn sie herkommen oder schon
hier sind, warum sollten wir sie dann nicht willkommen heißen?“
Sprecher:
Mit Außerirdischen spielen, gemeinsam essen gehen, etwa zur Burger-Bude und sie
herzlich willkommen heißen – oder kurzerhand niederschlagen. Nehmen wir an, wir
empfangen tatsächlich eines Tages eine Botschaft aus den Tiefen des Weltalls –
etwa diese:
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Atmo: „Interaction of the solar wind with the planet’s magnetosphere"
Sprecher:
Und nu?
O-Ton Schetsche:
„Da denke ich können wir davon ausgehen, dass wir für unabsehbare Zeit
nicht in der Lage sein werden, das zu decodieren. Also, wir wissen dann nur:
‚Okay, es gibt welche, wir sind nicht alleine im Universum’ – das ist ja schon
einmal eine wichtige Botschaft. Und vielleicht können wir auch noch sagen,
es gibt technische Parameter der Sendung: Die wird so in 3.000 Lichtjahren
Entfernung abgesetzt und der Sender ist sozusagen relativ stabil, also
vielleicht ein Planet, so, Punkt. Und vielleicht die und die Stärke hat das
Signal, also vielleicht die und die Energiequellen haben die – das ist es dann
aber auch. Ich denke, viel mehr können wir aus so einem Signal nicht
entschlüsseln.“
Sprecher:
Noch viel schwieriger jedoch, als den fremden Code zu entschlüsseln, würde es, die
Lebewesen hinter dem Code zu verstehen:
O-Ton:
„Da wir gar nichts über die anderen wissen, nichts über ihre mentale
Verfassung, nichts über ihre Ziele. Wir wissen ja nicht mal, sind sie zum
Beispiel geboren, sind sie biologisch oder sind es vielleicht hergestellte
Roboter? Was haben sie zum Beispiel für ein Verhältnis zu Leben und Tod?
Also diese ganzen Fragen, existenzielle Fragen, das wissen wir alles gar
nicht. Erst dann kann man sich darüber Gedanken machen, kann man das
sinnvoll interpretieren – und das wird dann sicherlich die extrem schwierige
Aufgabe.“
Sprecher:
Keine Chance also, auf einen wirklichen Kontakt mit Außerirdischen, ein herzliches
Willkommen? Können wir Irdischen wirklich nichts anderes tun als warten?
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O-Ton:
„Eine Vorbereitung auf der Erde würde eher heißen: Also überlegt euch jetzt
schon mal, was das heißt, findet euch schon mal mit dem Gedanken ab: Wir
sind wohl nicht die Krone der Schöpfung, da gibt es vielleicht Dutzende,
Hunderte von Zivilisationen in unserer Milchstraße, die technisch viel, viel
weiter entwickelt sind als wir. Und da aber in diesem Bereich alles möglich ist,
sollte man sich wenigstens schon mal Gedanken darüber gemacht haben,
wie man auf der Erde damit umgeht.“
Sprecher:
In ihrer Tankstelle in der Einöde vor Roswell in New Mexico hat sich Sandra Proctor
schon auf Außerirdische eingestellt.
O-Ton Übersetzung:
„Wenn man mitten im Nirgendwo lebt und es hier mit Berglöwen zu tun hat,
dann bin ich mir sicher, dass Aliens nicht mehr Schaden anrichten können als
alles andere hier.“
Sprecher:
Wer mit Berglöwen klarkommt, sollte auch mit Aliens fertig werden. Aber mal ehrlich:
Wen interessieren schon wissenschaftliche Probleme einer Kontaktaufnahme? Das
gesunde Volksempfinden erwartet von Außerirdischen doch vor allem eines: Dass
sie uns all die Probleme, die wir verzapft haben, mit einem Geniestreich abnehmen
und das Paradies auf Erden errichten – aber pronto! Und dafür müssen wir nicht viel
Worte machen. Und wenn die Aliens keine Wunder vollbringen können: Warum
sollten wir dann Kontakt mit ihnen aufnehmen?
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