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Die Brücke ist so gut wie fertig Die Retter in Rot - Feuerwehr Stans

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D i e n s t a g , 1 4 . O k t o b e r 2 0 0 8 / N r. 2 3 8
WILDWEIB UND WILDMANN
Die beiden gaben an der
Älplerchilbi im Melchtal viele träfe
Seite 27
Sprüche zum Besten.
NEUE LUZERNER ZEITUNG
NEUE URNER ZEITUNG
NEUE SCHWYZER ZEITUNG
OBWALDEN
NIDWALDEN
NEUE OBWALDNER ZEITUNG
NEUE NIDWALDNER ZEITUNG
NEUE ZUGER ZEITUNG
Nidwalden
Die Retter in Rot feiern Jubiläum
Sie kommt, wenns gröber
wird – die Stützpunktfeuerwehr Stans. Zum
«Zehnjährigen» wartet sie
mit einer Neuheit auf.
V O N M ATT H I A S P I A Z Z A
Bei der Stützpunktfeuerwehr Stans
geht der Alarm los: Im 4 Kilometer
langen Steilrampentunnel vor Engelberg ist ein Zug stecken geblieben. Die
Bahnpassagiere müssen evakuiert werden. Die Stanser Feuerwehr braust los.
Angehängt: der Railkit. Das multifunktionale Gerät ist sowohl strassen- als
auch schienentauglich. Beim Tunneleingang kurbeln die Feuerwehrleute die
Schienenräder des Fahrzeug herunter,
und im Nu entschwindet der Railkit in
Richtung Tunnelmitte. Er dient zur
Evakuation von Menschen aus Bahntunnels und zum Transport von Material. Der Einsatz ist fiktiv, besagter Bahntunnel frühestens 2010 in Betrieb.
Schweizweite Neuheit
Doch so könnte künftig ein Einsatz
dieser neuesten Errungenschaft der
Stützpunktfeuerwehr Stans aussehen.
Bernhard Achermann, seit 2001 Kommandant, ist froh, ein solches Gefährt
zur Verfügung zu haben. Seit diesem
September sind sie nun als eine der
ersten Feuerwehren in der Schweiz
stolze Benutzer dieses Hilfsfahrzeugs.
Dieser von der Feuerwehr Stans mitentwickelte Prototyp werde natürlich im
Hinblick auf den Steilrampentunnel
eine noch grosse Bedeutung erlangen,
so Achermann. Am Tag der offenen Tür
vom kommenden Samstag hat die Bevölkerung Gelegenheit, das technische
Wunderding nebst anderen Fahrzeugen
bestaunen zu können.
Feuerwehrkommandant Bernhard Achermann geht durchs Stützpunktgebäude in Stans.
BILD CORINNE GLANZMANN
zialistenwissen und einer stetigen Weiterbildung könne das rund 150-köpfige
Korps die anspruchsvollen Stützpunkteinsätze bewältigen. Nachwuchsprobleme kennt man gemäss Achermann
nicht. «Unsere Rolle als Stützpunkt
motiviert viele junge Leute, bei uns
einzutreten.» Von grösseren Verletzungen sind die Feuerwehrleute bisher
verschont geblieben. «Ich hoffe, das
bleibt so, denn jeder Einsatz birgt seine
Risiken.»
EXPRESS
Gewaltiger Wandel
Grund für den Tag der offenen Tür ist
das zehnjährige Bestehen der Stützpunktfeuerwehr Stans. Bernhard Achermann: «Wir wollen der Öffentlichkeit
unsere Arbeit näherbringen und ihr den
gewaltigen Wandel aufzeigen, den die
Feuerwehr durchgemacht hat.» Als
Stützpunktfeuerwehr greift sie den
Ortsfeuerwehren unter die Arme, wenn die Ölwehreinsätze», sagt Achermann.
sie das Ereignis alleine nicht bewältigen Nur noch etwa 15 Prozent sind Brände.
können oder ihnen das benötigte Mate- Für all diese Einsätze steht der Feuerrial dazu fehlt. Sie nimmt Aufgaben auf wehr ein grosses Arsenal von Fahrzeudem ganzen Kantonsgebiet und teilwei- gen und Einrichtungen zur Verfügung.
So nebst dem erse in Engelberg wahr.
wähnten
Railkit
Zudem rückt sie
«Unsere Rolle motiviert
auch ein so genannwenn nötig auch bei
tes
Rüstfahrzeug,
Unfällen auf der A 2
viele junge Leute, bei uns
welches für Strassenaus. Rund 130 Eineinzutreten.»
einsätze gebraucht
sätze jährlich leistet
B E R N H A R D AC H E R M A N N ,
wird. Zudem zwei
die StützpunktfeuerKOMMANDANT
Tanklöschfahrzeuge,
wehr Stans, davon 50
Stützpunkteinsätze,
eine Autodrehleiter,
der Rest sind Einsätze als Gemeinde- Tauchpumpen, eine Wärmebildkamefeuerwehr. Das Einsatzspektrum ist ra, ein mobiler Gross-Ventilator oder
mannigfaltig und beinhaltet nebst der ein Fahrzeug für Ölwehreinsätze. «UnBrandbekämpfung
Chemieeinsätze, ser Stützpunktkonzept hat sich in den
Strassenrettungen und Unwettereinsät- vergangenen 10 Jahren sehr bewährt»,
ze. «Am meisten zugenommen haben bilanziert Achermann. Doch dank Spe-
Alpnach
Engelberg
Der erste
Vandale ist gefasst
Die Brücke ist so gut wie fertig
ur. Ein Schweizer im schulpflichtigen
Alter sei zu 98 Prozent für die massiven
Sachschäden verantwortlich, teil Silvan
Stucki von der Kantonspolizei Obwalden
mit. In der Nacht von Freitag hat der
Schüler zusammen mit Kollegen eine
Vandalentour vom Schulhaus Alpnach
über den Bahnhof Alpnach hin zu Alpnachstad See und Bahnhof und zurück
unternommen. Bis jetzt sind der Polizei
30 Delikte mit einem Gesamtschaden
von 35 000 Franken bekannt. Der Jugendliche schlitzte unter anderem Pneus auf,
zerkratzte Autos und Schiffe und liess
sich an Einrichtungen von Gebäuden
aus. Unter Telefon 041 666 65 00 können
weitere Schäden gemeldet werden.
Dank Hinweisen aus der Bevölkerung
konnte der Täter geschnappt werden.
Während er zu Hause noch die Tat
abgestritten habe, sei er auf dem Posten
sofort geständig geworden, sagt Stucki.
Als Motiv führte er «Langweile» und
«Blödsinn» an. Eigentliche Reue, so
Stucki weiter, habe er keine gezeigt.
«Doch hat er bei Nennung der Schadensumme leer geschluckt.» Die Jugendanwaltschaft wird nun über das
Strafmass entscheiden müssen.
Für die anderen Jugendlichen, die an
der Vandalentour teilnahmen, gilt gemäss Stucki der Spruch «Mitgegangen,
mitgefangen». Im Verlauf der Tat hätten
sie allerdings versucht, ihren wütend
vandalierenden Kollegen zu stoppen.
Doch diesen hätten sie nicht mehr zur
Vernunft bringen können.
Wissen und Kräfte bündeln
Der Nidwaldner Feuerwehrinspektor
Toni Käslin zieht eine positive Bilanz
über die ersten 10 Jahre Stützpunktfeuerwehr. «Mit dieser Lösung können
wir Know-how und Kräfte bündeln und
konzentriert einsetzen. Es macht in
Die Stützpunktfeuerwehr
leistet 130 Einsätze pro Jahr.
Am Wochenende öffnet sie
ihre Tore für die Bevölkerung.
unserem kleinräumigen Kanton keinen
Sinn, alle Ortsfeuerwehren mit allen
Ausrüstungen zu versorgen.»
HINWEIS
Der Tag der offenen Tür findet diesen Samstag,
18. Oktober, im Stützpunktgebäude an der Oberen
Spichermatt in Stans statt. Das Programm:
10 Beginn, 11.30 Uhr Demo Strassenrettung,
14 Uhr Demo Hochleistungslüfter, 16 Uhr Segnung
neuer Fahrzeuge.
Der Bau der neuen Strassenbrücke eingangs Engelberg
steht vor dem Abschluss.
Ende Monat werden beide
Spuren freigegeben.
ve. Das Lehnenviadukt auf der Strasse nach Engelberg wird voraussichtlich
Ende Oktober eröffnet und damit vollständig dem Verkehr freigegeben. Mit
dem Einbau des Gussasphalts und der
Montage der Leitplanken sei die Fertigstellung des Viadukts in greifbare Nähe
gerückt, schreibt die Gemeinde in einer
Mitteilung.
Noch nicht abgeschlossen sind die
Arbeiten am Unterbau des Viadukts. «In
den nächsten Tagen müssen noch verschiedene Lasten mit dem Kran von der
Brücke aus zum Bestimmungsort transportiert werden. Das bestehende Kranfundament wird zurückgebaut, und das
Trassee wieder in Stand gestellt», heisst
es. Vor der Eröffnung beider Fahrspuren werde noch die Schutzwand entlang des Bahntrassees demontiert.
Die Erneuerung des Lehenviadukts
kostet insgesamt rund 6 Millionen
Franken. 3,5 Millionen zahlt der Bund,
2 Millionen der Kanton. Den Rest teilen
sich die Gemeinde Engelberg und die
Zentralbahn auf.
Am Unterbau des Lehnenviadukts stehen noch letzte Arbeiten an.
BILD PD
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