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A1 Milchbucktunnel, Sicherheitsstollen Wie wirkt sich der - Ticos

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Wie wirkt sich der Bau aus?
Der Bau des Sicherheitsstollens erfolgt durchgehend in
der Stadt Zürich und damit unter überbautem Gebiet. Die
Überdeckung beträgt maximal 40 Meter. Die Emissionen
der Tunnel­bohrmaschine werden als unproblematisch eingeschätzt. Im Zusammenhang mit dem konventionellen Tunnelvortrieb sowie den Ausbauarbeiten sind temporäre Störungen
Was passiert noch?
in Form von Lärm, Körperschall und Erschütterungen allerdings
nicht zu vermeiden, sie werden jedoch bestmöglich reduziert.
Potenziell betroffene Gebiete überwacht die Bauherrschaft mittels
Kontrollmessungen.
Gemäss der vorgängig durchgeführten Umweltverträglichkeitsprüfung werden beim Bau des Sicherheitsstollens sämtliche gesetzlichen Vorgaben und Rahmenbedingungen erfüllt. Spezielle
Massnahmen sind einzig im Bereich des Grundwasserschutzes
notwendig.
Aufgrund der besonderen Lage gelten für den Baubetrieb generell
folgende Rahmenbedingungen:
•
•
•
•
tageszeitliche Beschränkung lärmintensiver Arbeiten,
Anwendung von rücksichtsvollen Methoden
(Minimum an Lärm, Körperschall und Erschütterungen),
Vorgabe der Transportrouten zur Reduktion von
Verkehrsbehinderungen und Immissionen,
laufende Information der Beteiligten und Betroffenen.
Stapelbecken Tagbau Süd
Heute fliesst das Schmutzwasser aus dem Milchbucktunnel direkt
in die Kanalisation. Dies entspricht nicht mehr den gesetzlichen
Richtlininen/Normen für Tunnelentwässerungen. Deshalb wird beim
Portal Süd ein neues Stapelbecken gebaut. Das Stapelbecken
besitzt ein Volumen von 250 Kubikmetern. Dadurch ist es in der
Lage, sämtliches Schmutzwasser aus dem Milchbucktunnel aufzufangen. Das Wasser kann kontrolliert in die Kanalisation abgeleitet
oder – im Falle einer Havarie im Tunnel – speziell vorbehandelt und
entsorgt werden.
Querschnitt: Stapelbecken
Längsverkabelung
Der Bau des Sicherheitsstollens wird dazu genutzt, die Verkabelung des Milchbucktunnels zu optimieren und neu zu organisieren.
Neben Reserverohren verlaufen im Sicherheitsstollen künftig die
Energieversorgungs- und Kommunikationskabel.
Installations- und
Lagerfläche
Umschlags- und
Erschliessungsfläche
Baustellenverkehr
Wandabbruch
Verkehr stadteinwärts
Verkehr stadtauswärts
Verkehrsführung Blick Richtung Süden
Portal Süd
Beim Portal Süd wird der Tagbaubereich der ehemals geplanten zweiten Tunnelröhre als Baustelleninstallationsplatz eingerichtet. Die Baustellenzufahrt erfolgt über einen Wandabbruch
im bestehenden Ausfahrtunnel. In diesem Bereich kommt es zu
einer verkehrlichen Anpassung. Die Einfahrtsrampe der stadtauswärts gerichteten Fahrspur bleibt hiervon unbeeinflusst.
Verkehrsführung im Milchbucktunnel
Während der Bauzeit wird die heute stadteinwärts gerichtete Fahrspur für den Privatverkehr gesperrt. Diesem steht vorübergehend
in beiden Richtungen je eine Spur zur Verfügung. Die gesperrte
Spur dient als Zufahrt zu den Querverbindungen und bleibt dem
Baustellen- und Unterhaltsverkehr vorbehalten.
Portal Nord
Die Zufahrt zur Baustelle Nord geschieht über die bestehende
einspurige Einfahrtsrampe des Milchbucktunnels. Durch einen
Wandabbruch erreicht der Baustellenverkehr die ‹Bülacherrampe›, welche ursprünglich als Einfahrtsrampe einer zweiten
Tunnelröhre erstellt worden ist. Die Rampe bietet ausreichend
Platz für die benötigten Baustelleninstallationen. Die Wegfahrt
aus der Baustelle erfolgt stadteinwärts über die gesperrte
Spur im Milchbucktunnel. Im Bereich des Südportals wird der
Baustellenverkehr über eine 180 Grad-Wende wieder zurück
in den Milchbucktunnel, stadtauswärts auf die Autobahn, geleitet. Die Zufahrt zum Parkhaus Irchel bleibt gewährleistet.
Querschnitt: Längsverkabelung
A1 Milchbucktunnel,
Sicherheitsstollen
Filiale Winterthur
Weshalb wird gebaut?
Was wird gebaut?
Wie wird gebaut?
Wann wird gebaut?
Wissenswertes
Der Milchbucktunnel zwischen den städtischen Autobahnanschlüssen Letten und Unterstrass zählt zu den wichtigsten Verkehrserschliessungen der Stadt Zürich. Seit 2003 wird er im Rahmen von
drei Massnahmenstufen auf den neuesten Stand der Sicherheitsnormen gebracht. Der Bau eines Sicherheitsstollens bildet die
letzte Etappe dieses Programms.
Der neue Sicherheitsstollen verläuft parallel zum Haupttunnel. Die
Achsen der beiden Bauwerke liegen 30 bis 40 Meter voneinander
entfernt. Die fünf bereits bestehenden Querverbindungen werden
als Zugänge zum Sicherheitsstollen ausgestaltet. Die Ausgänge des
Sicherheitsstollens befinden sich in den bereits ausgebauten Portalbereichen des Milchbucktunnels. Der noch auszubrechende Teil
des Sicherheitsstollens umfasst eine Länge von 1‘335 Meter. Das
minimale Sollprofil für den lediglich begehbar ausgebildeten Sicherheitsstollen weist gemäss Norm eine Breite von 2 Meter und eine
Höhe von 2,5 Meter auf.
Der Sicherheitsstollen führt durch zwei unterschiedliche geologische
Abschnitte: eine rund 1‘000 Meter lange Felsstrecke im Norden und
eine rund 340 Meter lange Lockergesteinsstrecke im Süden.
Gemäss aktuellem Planungsstand beginnen die Bauarbeiten am
Sicherheitsstollen voraussichtlich anfangs 2011 und dauern knapp
zweieinhalb Jahre. Die Berechnung der Bauzeit basiert auf der
Annahme eines Zweischichtbetriebs, in der Regel von Montag bis
Freitag in der Zeit von 06.00 Uhr bis 22.00 Uhr. In der Zeit zwischen
19.00 Uhr und 07.00 Uhr werden lärmintensive Bautätigkeiten
unterlassen.
Zahlen und Fakten (Stand März 2009)
Der geplante Sicherheitsstollen gewährleistet im Notfall einen siche­ren Fluchtweg aus dem Haupttunnel, ins Freie.
Der Milchbucktunnel ist 1‘865 Meter lang und steht seit 1985 in
Betrieb. Baulich unterteilt er sich in drei Abschnitte: den bergmännisch erstellten Mittelabschnitt sowie die beiden im Tagbau erstellten Portalbereiche. Der Mittelteil enthält drei Fahrspuren, die im
Gegenverkehr befahren werden. Zwei Fahrspuren führen stadtauswärts, eine stadteinwärts. In den Portalbereichen sind die Fahrbahnen richtungsgetrennt.
Das ursprüngliche Projekt für den Milchbucktunnel sah zwei gleich
grosse Röhren vor. Querverbindungen im Abstand von 230 bis 270
Metern hätten die beiden Röhren verbunden. Aufgrund veränderter Verkehrskonzepte gelangte die zweite Röhre jedoch nicht zur
Ausführung. Die Querverbindungen und die Tagbaustrecken in den
Portalbereichen wurden realisiert, sie können nun – beim Bau des
Sicherheitsstollens – genutzt werden.
Je nach Geologie erhält der Sicherheitsstollen eine ein- oder zweischalige Auskleidung. Beidseitig der betonierten Bodenplatte
führen Rigolen allfällig auftretendes Berg- und Brauchwasser ab.
Unter der Bodenplatte liegen zwölf Kabelschutzrohre sowie die
Hauptentwässerungsleitung.
Im fertig ausgebauten Sicherheitsstollen wird ein permanenter
Überdruck herrschen, der mittels Ventilatoren aufgebaut wird. Die
Portale werden mit Luftschleusen ausgestattet. Dadurch wird verhindert, dass bei einem Notfall Rauch oder giftige Gase in den Stollen gelangen. Im Normalbetrieb wird ein kleiner Ventilator laufen,
welcher im Notfall-Ereignis durch einen leistungsfähigeren Ventilator abgelöst wird.
Für den Hauptvortrieb im Fels ist der Einsatz einer Tunnelbohrmaschine geplant. Der Vortrieb erfolgt fallend ab dem Portal Nord. Der
ausgebrochene Stollen wird anschliessend mit Ankern, Spritzbeton
und Netzen gesichert.
Die Lockergesteinsstrecke im Süden ist bautechnisch anspruchsvoll. Sie wird steigend ab dem Portal Süd aufgefahren. Der Vortrieb
wird konventionell ausgeführt. Je nach auftretendem Gestein wird
mit einem Abbauhammer oder einem Reisszahn gearbeitet.
Im innerstädtischen Raum sind systematische Bauhilfs­mass­
nahmen unumgänglich. Die einzelnen, jeweils rund 10 Meter langen Ausbruchsetappen werden mittels des sogenannten «Jettingverfahrens» (stabilisierender, vor Steinbruch schützender Schirm)
vorbereitet und gesichert. Je nach Wasseranfall werden VakuumDrainagebohrungen angewendet, sie verhindern den Austritt von
Grundwasser. Eine grossflächige Grundwasserabsenkung von der
Oberfläche her findet nicht statt.
Bauprogramm
2011
2012
2013
J F M A M J J A S O N D J F M A M J J A S O N D J F M A M J J A S O N D
Stollen Nord
Tunnelvortrieb TBM
Innenausbau
Stollen Süd
Tunnelvortrieb konventionell
Innenausbau
Querverbindungen
Anpassung Zentralen
Betriebsausrüstung
Längsverkabelung
Inbetriebnahme
Verkehrsbeeinträchtigung
Installationen
Hauptarbeiten
Eingeleitet wird das Notfallszenario durch
verschiedene Situationen:
Querschnitt: Fluchtwegverbindung
29,5 Millionen
26.7 Millionen
0.9 Millionen
1.9 Millionen
Bauwerk
Tunnelgesamtlänge: Felsstrecke: Lockergesteinsstrecke: 1‘340 m
1‘000 m
340 m
Querverbindungen
Anzahl Querverbindungen: Ausbruchquerschnitte:
Ausbruchvolumen
5 Stück (Länge ca. 10 m)
13 m2 Fels
27 m2 Lockergestein
15‘000 m3 Fels
10‘000 m3 Lockergestein
Ausbruchsicherung
Spritzbeton: Anker: Bewehrung: 4‘400 m3
2‘000 Stück
450 t
Stapelbecken
Terminablauf der Realisierungsphase 2011 bis 2013
•
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Kosten
Gesamtsumme CHF:
Sicherheitsstollen:
Stapelbecken:
Längsverkabelung:
Brandalarm oder Voralarm im Tunnel,
Öffnen einer Fluchttüre,
Abfall des Überdrucks im Sicherheitsstollen,
Manuelle Auslösung des Alarms.
Innenschale inkl. Nischenauffüllung
Spritzbeton: 1‘100 m3
Ortbeton: 4‘500 m3
Bewehrung: 100 t
Abdichtungsbahnen: 5‘250 m2
Weitere Informationen
www.autobahnschweiz.ch
Fels (Molasse)
Lockergestein
(Geröll, Moräne)
Konventioneller Vortrieb
Querschnitt: Sicherheitsstollen im Lockergestein
Längsschnitt: Geologie (schematisch)
Vortrieb mit Tunnelbohrmaschine
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