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Literarische Kreativität fördern: Wie geht das? - HKB

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Datum: 21.09.2012
Gymnasium Helveticum
5112 Thalheim
056/ 443 06 03
www.vsg-sspes.ch
Medienart: Print
Medientyp: Fachpresse
Auflage: 3'521
Erscheinungsweise: 5x jährlich
Themen-Nr.: 375.19
Abo-Nr.: 1074128
Seite: 51
Fläche: 36'892 mm²
Literarische Kreativität fördern: Wie geht das?
Das Schweizerische Literaturinstitut in Biel
(SLI), ein Fachbereich der Hochschule der
Künste Bern (HKB), hat im ersten Halbjahr
2012 einen Kurs für Gymnasiallehrkräfte durch-
geführt, welche literarische Maturitätsarbeiten (MA) betreuen. Dessen Neuauflage beginnt am 1. Februar 2013 und ist als selbständiger Einzelkurs innerhalb des CAS-Lehrgangs
«Schreiben und schreiben lassen» konzipiert.
Verbreitung und Stellenwert literarischer MA
Hans Jürg Zingg,
Der Anteil an literarischen Maturaarbeiten
ist an den meisten Schulen mit 1-2% gering.
Dabei sind sehr gute literarische Texte die
Ausnahme, wogegen «in Ehren gescheitert»
relativ häufig vorkommt. Allerdings ist dies
eine Feststellung aus literaturkritischer Aus-
Deutschlehrer und Autor
sensicht; der subjektive Wert auch eines
Anmeldeschluss für den
nächsten Kurs «Betreuung und
Evaluierung von literarischen
Maturitätsarbeiten» ist der
19.10.2012. Anmeldeformulare
und weiterführende Informationen, auch zu den sechs anderen Schreibwerkstätten bzw.
schreibdidaktischen Kursen im
Schuljahr 2012-2013 (Anmeldeschluss z.T. schon am 21.9.2012)
unter: www.hkb.bfh.ch, Weiterbildung, CAS «Schreiben und
schreiben lassen»; oder unter
alexander.wenzelehkb.bfh.ch.
Une offre en fran5ais est
agalement disponible.
gescheiterten Projekts kann dennoch bedeutend sein.
Um Verbreitung und Stellenwert literarischer MA optimal zu fördern, könnten viele
Schulen einiges mehr tun: Wie der Musik,
dem bildnerischen Gestalten, dem Theater
oder dem Sport müsste an Maturitätsschulen
auch dem literarischen Schreiben eine schulöffentliche Plattform geboten werden.
Stimulierend wirken Wettbewerbe; vielleicht könnte hier das Literaturinstitut bzw.
die Hochschule der Künste die Initiative ergreifen, wie sie dies schon lange im Bereich
Gestaltung tut.
Medienbeobachtung
Medienanalyse
Informationsmanagement
Sprachdienstleistungen
ARGUS der Presse AG
Rüdigerstrasse 15, Postfach, 8027 Zürich
Tel. 044 388 82 00, Fax 044 388 82 01
www.argus.ch
Argus Ref.: 47350463
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Auflage: 3'521
Erscheinungsweise: 5x jährlich
Reglementarische Auflagen
Nur wenige Schulen erfassen die kreativen
Maturaarbeiten in einem besonderen Reglement. Das heisst, dass die Lernenden, welche
eine literarische Maturaarbeit verfassen wollen, zwar eine bedeutende Freiheit geniessen,
aber in ihrem Vorgehen stark vom Coach und
dessen Erfahrung abhängig sind.
Ein kreativitätsförderndes Reglement sollte
auf kritische Punkte hinweisen und sie im
Sinne von «bitte beachten!» festhalten, ohne
aber genau vorzuschreiben, wie im Einzelnen
vorzugehen ist.
Solche kritische Punkte sind
die Wahl der Textsorte, damit verknüpft
der Einbezug von Vorbildtexten (anregenden Texten)
die Frage des vorgängigen Studiums einer
Themen-Nr.: 375.19
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schen MA begrenzt ist, sollte die Lektüre
von Vorbildtexten zu Arbeitsbeginn erfolgen oder, besser, bereits erfolgt sein.
Der Erwerb gattungstheoretischer Kenntnisse
zeitgleich mit dem literarischen
Schreiben kann die Kreativität ebenso för-
dern wie beeinträchtigen. Das bedeutet,
dass dieser Bereich mit Vorsicht zu reglementieren ist. Gattungs- und literaturhistorische Exkurse führen häufig ins Abseits.
Das Analysieren sollte das Schreiben nicht
konkurrenzieren, sondern sinnvoll ergänzen. Eine Analyse zwingend vorzuschreiben, macht unserer Meinung nach keinen
Sinn.
Der Textumfang sollte nach unten, nicht
aber nach oben begrenzt werden.
Das Arbeitsjoumal sollte ein knapper
Gattungstheorie (ev. sogar Gattungsge-
rückblickender Werkstattbericht und kein
detailreiches Schreibtagebuch sein.
schichte)
Da jede literarische Maturaarbeit einen
die Frage der Selbstanalyse des eigenen
Spezialfall darstellt, sind die vorab mitgeteilten Bewertungskriterien möglichst allgemein zu halten.
Textes, der Analyse fremder Texte
die Frage des Textumfangs
die Frage der Herstellung eines reflektierenden Arbeitsjournals
die Bekanntgabe von Bewertungskriterien, bevor die Arbeit vorliegt.
Und die Betreuenden? Sie sind dort ganz
besonders gefragt, wo es um die Planung der
Arbeit, die Textsortenwahl und die rechtzeitige Einforderung einer provisorischen
Nachfolgend einige Erfahrungen aus dem
durchgeführten Kurs in Form von Thesen
Endfassung geht. Denn ab hier wird das
Coaching zum Lektorat und somit erst
bzw. Ratschlägen:
richtig spannend!
Da die Entstehungsphase einer literari-
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