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Das Bauquiz: Wie sicher ist Ihr Bauvorhaben? - wohnen im

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Der Bauquiz - Prüfen Sie selbst!
Das Bauquiz: Wie sicher ist Ihr Bauvorhaben?
Sie denken über einen Hausbau nach, stehen schon in Verhandlungen mit einem Bauunternehmen oder haben den Bauvertrag bereits unterschrieben? Aber: Wie sicher ist Ihr Bauvorhaben? Welche Risiken gibt
es? Planen Sie als Optimist, als Realist oder als Perfektionist? Der Quiz sagt Ihnen, was für ein Baukunden-Typ Sie sind. Und was für die Sicherheit zählt.
Wenn Sie einer Antwort zustimmen, dann kreuzen Sie das graue Kästchen an. Die hinterlegten Zahlenwerte werden automatisch addiert. Die Summe wird Ihnen am Ende des Fragebogens angezeigt. In der Auswertung erfahren
Sie dann, was für ein Bautyp Sie sind.
1. Was wissen Sie über Ihr Bauunternehmen?
a.
Der Verkäufer ist ein sympathischer Mensch. Wir haben volles Vertrauen in seine Fähigkeiten und sein Engagement.
b.
Es gibt das Bauunternehmen seit mehr als 5 Jahren. Da die meisten neuen Unternehmen innerhalb von ungefähr 2 bis 3 Jahren wieder aufgeben, ist dies für uns ein wichtiges
Entscheidungskriterium.
Das Unternehmen hat in dieser Gegend einen guten Ruf. Wir werden den Betrieb besichtigen.
c.
d.
Wir haben uns bereits bei einer Wirtschaftsauskunftei (creditreform, Bürgel Wirtschaftsinformationen GmbH in Hamburg usw.) über das Unternehmen informiert. Nach deren Bonitätsprüfung ist es
solide und zahlungsfähig.
2. Was für eine Unternehmensform liegt vor?
a.
Es ist ein Einzelkaufmann, eine OHG oder eine Kommanditgesellschaft. Der Eigentümer des Unternehmens haftet mit seinem Privateigentum.
b.
Es handelt sich um eine Gesellschaft mit beschränkter Haftung (GmbH).
c.
Das Unternehmen ist eine GmbH und Partner einer bekannten Franchisegruppe.
d.
Keine Ahnung.
wohnen im eigentum e.V.
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3. Wissen Sie, ob andere Kunden mit diesem Unternehmen zufrieden waren?
a.
Das Unternehmen hat in unserer Region einen guten Ruf. Viele Nachbarn haben mit ihm gebaut.
b.
c.
Ich habe mir Adressen von anderen Bauherren geben lassen, die bereits mit diesem Unternehmen gebaut haben und die ich über ihre Erfahrungen mit diesem Unternehmen befragt habe oder
befragen werde.
Ich bin auf mehreren Baustellen dieses Unternehmens gewesen und habe dort mit den Baukunden geredet.
d.
Ich habe Dankesschreiben an den Unternehmer gelesen.
e.
Nein.
4. Wie vergleichen und bewerten Sie die Hausangebote beim schlüsselfertigen Bauen oder beim Fertighauskauf?
a.
Wir haben viele Musterhäuser besichtigt. Die anderen Sachen interessieren uns nicht.
b.
Ich habe mir Tipps und Tricks von vielen anderen Baukunden sagen lassen.
c.
Wir haben uns durch die Muster-Baubeschreibung der Verbraucherzentralen gearbeitet und akribisch die Standards und Qualitäten der Hausangebote (Baubeschreibungen) herausgearbeitet,
verglichen und bewertet. Jetzt sind wir selbst halbe Experten, aber es hat sich gelohnt. In stetigen Verhandlungen mit dem Unternehmen haben wir Verbesserungen erreicht.
Wir sind Mitglied in einem Verbraucherverband (z. B. wohnen im eigentum e. V.) geworden und haben von diesem die Bau- und Leistungsbeschreibungen prüfen lassen. Die Prüfergebnisse haben
wir in die Vertragsverhandlungen eingebracht und konkrete Verbesserungen erreicht.
Ich lese regelmäßig „Selbst ist der Mann“ zum Heimwerken. Das reicht.
d.
e.
5. Wie gut kennen Sie den (schon unterzeichneten?) Bauvertrag?
a.
Gar nicht. Das verstehen wir sowieso nicht. Wir vertrauen darauf, dass alles gut klappt.
b.
Heutzutage ist doch alles gesetzlich geregelt. Da wird eine Baufirma uns nicht mehr über den Tisch ziehen können.
c.
Der Notar hat den Bauträgervertrag doch geprüft. Der muss doch aufpassen, dass wir nicht benachteiligt werden.
d.
Wir mussten uns sehr schnell entscheiden, sonst hätten wir nicht mehr den günstigen Preis erhalten. Da haben wir erst mal unterschrieben. Wir wissen, dass es beim Hausbau ein 14-tägiges
Rücktrittsrecht gibt. Das werden wir ggf. nutzen.
Wenn es denn später vertragliche Probleme geben sollte, gehen wir zur Verbraucher-Zentrale. Die werden uns schon helfen können.
e.
wohnen im eigentum e.V.
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Der Bauquiz - Prüfen Sie selbst!
f.
Wir sind Mitglied in einem Verbaucherverband geworden (z. B. wohnen im eigentum e. V.). Von Anwälten dieses Vereins haben wir den Vertrag prüfen lassen. In den weiteren Verhandlungen
konnten wir Vertragsänderungen durchsetzen und auch kritische Regelungen streichen.
6. Welche Sicherheiten bietet der Unternehmer Ihnen, für den Fall, dass er in Konkurs gehen sollte?
a.
Er hat uns sein Wort gegeben, dass das nicht passieren wird.
b.
Das Unternehmen hat uns eine Vertragserfüllungsbürgschaft über 10% des Hauspreises angeboten, die im Festpreis enthalten ist.
c.
Einen Firmenkonkurs wird es bei diesem Unternehmen nicht geben. Da sind wir uns ganz sicher. Deshalb haben wir sein Angebot bzgl. einer Vertragserfüllungsbürgschaft nicht angenommen.
7. Wie ist sichergestellt, dass beim Bauen Fehler vermieden, Mängel erkannt und beseitigt werden?
a.
Wir gehen täglich selbst auf die Baustelle, prüfen und schreiben ein Bautagebuch. Was uns auffällt, besprechen wir mit dem Bauleiter, der die Fragen dann in der Regel klärt.
b.
Das ist Sache des Bauleiters. Wir kümmern uns da nicht drum.
c.
Zusätzlich zur üblichen Bauüberwachung lässt das Unternehmen eine externe Bauüberwachung durch eine unabhängige Organisation (z. B. durch den TÜV, dekra o. a.) durchführen. Wir werden
darüber ein Zertifikat der Prüforganisation erhalten. Diese Leistung ist im Hauspreis enthalten.
Ich habe selbst einen Bau-Ingenieur / Architekten oder einen Fach-Verband (zum Beispiel von wohnen im eigentum ) nach dem „Vier-Augen-Prinzip“ mit einer zusätzlichen Baukontrolle beauftragt.
Hierfür kommt der Baukontrolleur mehrmals zu verschiedenen Bauphasen auf die Baustelle.
d.
8. Wie ist sichergestellt, dass auch Mängel während der Gewährleistung zügig und für Sie kostenneutral beseitigt werden?
a.
Wir haben vertraglich vereinbart bzw. werden vertraglich vereinbaren, dass wir 5% der letzten Brutto-Schlussrechnung bis zum Ende der Gewährleistung zurückhalten. Das Unternehmen kann
diesen Betrag aber auch durch eine Original-Bankbürgschaft ersetzen. Diese wird nach Ablauf der Gewährleistungsfrist zurückgegeben.
wohnen im eigentum e.V.
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b.
Ich weiß nicht, was eine Verjährung ist, und auch nicht, welche Gewährleistungszeit vertraglich vereinbart wurde.
c.
Der Unternehmer hat uns versichert, dass er nur mängelfreie Häuser baut und deshalb nichts passieren kann.
Das Ergebnis - Ihre Punktzahl:
Auswertung:
0 – 6 Punkte
Sie sind ein optimistischer Mensch. Es langweilt Sie, sich mit dem Kleingedruckten in Bauverträgen, technischen Kenngrößen oder mit ausführlichen Ratgebern zu befassen. Dafür haben Sie keine Zeit. Lieber
setzen Sie auf Ihre Menschenkenntnis und Ihre Lebenserfahrung. Meistens sind Sie damit gut gefahren. Deshalb geben Sie dem von Ihnen favorisierten Bauunternehmen auch einen großen
Vertrauensvorschuss.
Ein Hausbau soll für Sie wie ein Autokauf vonstatten gehen: Man sucht sich was Schönes in der geeigneten Preisklasse aus und dann erwartet man, dass es pünktlich geliefert wird und gut fährt – hier, dass es
sich darin gut leben lässt.
Haben unsere Quizfragen Sie allerdings etwas verunsichert, dann sehen Sie die Fragen doch als Tipps für mehr Sicherheit an und informieren sich unter www.wohnen-im-eigentum.de über weitere
Vorsorgemaßnahmen.
7 – 18 Punkte
Sie sind Realist/in und wissen, dass ein Hausbau eine komplizierte Sache ist und man Kompromisse schließen muss, um sein Ziel zu erreichen. Sie haben die Fundamente für den Hausbau gut gesetzt, aber
manche unserer Antwortvorgaben ist doch neu für Sie. Haben Sie den Bauvertrag noch nicht unterschrieben, dann überlegen Sie, ob und wo Sie nachbessern wollen/können, nutzen die vielfältigen
Bauberatungsangebote und gehen Sie noch einmal in Verhandlung.
19 – 28 Punkte
Nur nichts überstürzen, ist Ihre Devise. Und: Gut geplant, ist halb gespart. Deshalb gehen Sie auf Nummer sicher, lassen sich mit der Unternehmens-Entscheidung viel Zeit, holen alles an Tipps, Rat und
Sachverstand ein, was Sie bekommen können, und verhandeln hartnäckig. Ihnen können wir kaum etwas Neues erzählen. Aber haben Sie schon die richtigen Berater gefunden?
Haben Sie Fragen zu unseren Fragen? Hier einige Erläuterungen:
Zu 1.
Eine Wirtschaftsauskunft (Bonitätsauskunft) kann Hinweise geben, wie liquide und wirtschaftlich solide das Unternehmen aufgestellt ist. Ein Unternehmen mit einer schlechten Bonität kann evt schnell „pleite gehen“.
Zu 2.
Hier wird von der Annahme ausgegangen, dass Unternehmen, die mit ihrem Privateigentum haften, aufgrund ihres größeren wirtschaftlichen Risikos vorsichtiger, umsichtiger und engagierter handeln als
Gesellschaften mit beschränkter Haftung.
Zu 3.d. Dankesschreiben an Unternehmen können interessant sein, sie können aber auch vorsortiert oder sogar gefälscht sein.
Zu 4.c.
In den Baubeschreibungen sind die Baumaterialien, die Bauweisen, die Ausstattung, Normen, Standards und die Qualitäten aufgeführt. Sie sollten möglichst ausführlich, vollständig und konkret sein, damit Sie
wissen, was Sie geliefert und geleistet bekommen. Unklarheiten sind schriftlich zu klären, Material- und Leistungsänderungen sollten Sie ebenfalls schriftlich festlegen.
Zu 5 b. Vorsicht, so einfach ist es nicht. Zum einen tauchen in Verträgen immer wieder Klauseln auf, deren Rechtmäßigkeit (noch) nicht durch die Rechtsprechung geprüft wurde. Zum anderen können auch Klauseln, die an
sich rechtmäßig sind, unerwünschte oder sogar nachteilige Folgen für Sie haben. Nur in ersterem Fall kann der Vertrag unter Umständen noch erfolgreich mit Rechtsmitteln angegriffen werden. Aber: jeder
Rechtsstreit kostet Zeit, Nerven und Geld. Mit den Folgen einer "nur" ungünstigen Klausel werden Sie dagegen leben müssen, wenn diese so vereinbart wurde.
Zu 5.c.
Aufgabe des Notars ist es, den Vertragspartnern die rechtliche Bedeutung und Tragweite der vertraglichen Regelungen zu erläutern und die rechtmäßige Abwicklung der Immobilienübereignung sicherzustellen. Es ist
nicht Sache des Notars, Bauende vor nachteiligen Klauseln zu warnen oder über die für sie optimale Vertragsgestaltung zu beraten. Deshalb ist allen Baukunden zu raten, den Vertrag durch einen im Bau- und
Immobilienrecht kundigen Rechtsanwalt prüfen zu lassen.
Zu 5.d. Für Bauverträge gibt es kein 14-tägiges Rücktrittsrecht. Dies ist ein unter Baukunden immer wieder kursierender Irrglaube.
wohnen im eigentum e.V.
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Zu 5.e. Die Verbraucher-Zentralen werden Ihnen nur zum Teil helfen können. Siehe Anmerkung zu 5b.
Zu 5.f.
Bauende können ihre Bauverträge von jedem im Bau- und Immobilienrecht kundigen Rechtsanwalt prüfen lassen. Sie sollten sich allerdings vorher über den Preis erkundigen und in Erfahrung bringen, wie viel
Erfahrung der Rechtsanwalt mit Bauverträgen hat.
Zu 7.b. Die Qualitätskontrolle energetischer Baumaßnahmen (nur diese Maßnahmen!) wird von der KfW gefördert. Informationen dazu siehe www.kfw.de
Zu 8.a. Verjährung: Bis zur gesetzlich festgelegten Verjährung (in der Regel sind dies 5 Jahre nach Abnahme des Bauvorhabens) haben Bauende das Recht, noch auftretende Baumängel vom Bauunternehmen auf seine
Kosten beseitigen zu lassen. Diese Mängel müssen dem Unternehmen aber zeitgerecht angezeigt werden. Eine Bankbürgschaft ist ein vertragsübliches Druckmittel, um Bauunternehmen zur zügigen
Mängelbeseitigung zu veranlassen. Die 5% Rückbehalt sind in einem Urteil vom Oberlandesgericht Dresden bestätigt worden.
Haben Sie nach Fördermitteln gefragt? Die KfW und auch regionale Energieagenturen bieten energetische Bauberatung sowie für besonders energieeffiziente Baumaßnahmen und Haustechnik
Fördermittel oder Zuschüsse an.
Haben Sie die erforderlichen Bau-Versicherungen abgeschlossen?
© wohnen im eigentum e. V. 2014, Abdruck nur mit schriftlicher Genehmigung von wohnen im eigentum e. V.
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