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Broschüre_MS - wie geht es weiter:Layout 1.qxd - Klinikum Herford

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MS - wie geht es weiter?
Informationen für
Betroffene und ihre Angehörigen
Klinik für Neurologie
Chefarzt: Prof. Dr. Matthias Sitzer
MS – wie geht es weiter ?
Nach der Diagnose einer Multiplen Sklerose scheint vieles, beinahe alles, verändert. Eine Vielzahl von Fragen tauchen
auf, in der Regel immer dann, wenn gerade niemand bereit steht, sie zu beantworten.
Wie wird sich MS auf mein Leben auswirken? Muss ich mit großen Einschränkungen rechnen? Welche Therapien gibt es
und welche ist die richtige für mich?
Werde ich dauerhaft behindert sein?
Es gibt vieles, womit sich ein Betroffener
nach der Diagnose auseinander setzen
muss. Oft stellt sich der Impuls ein, die zu
erwartenden Belastungen zu verdrängen
und weiter zu leben, wie zuvor.
Alle Erfahrung zeigt, dass es wenig sinnvoll ist, sich der notwendigen Auseinandersetzung mit der MS zu entziehen.
Wenn es gelingt, sich auf die neue Situation einzustellen, sich Hilfe und Unterstützung zu sichern, können mögliche
Verunsicherungen in Grenzen gehalten
werden.
Eine plötzliche Erkrankung, die zudem
das Risiko weiterer schubweiser oder
schleichender Verschlechterung in sich
trägt, wird meist als ein Schock erlebt.
Wie man mit diesem Schock, dem Verlust
von Gesundheit und Unversehrtheit umgeht, ist von Mensch zu Mensch verschieden. Innerhalb eines weiten Spektrums
sind beinahe alle emotionalen Reaktionen
möglich: Schock, Verdrängung, Angst und
Furcht, Trauer, Verzweiflung Niedergeschlagenheit bis hin zur Depression.
Diese emotionalen Reaktionen tragen
aber häufig schon den Kern der positiven
Veränderung der eigenen Situation in
sich.
Sich mit diesen emotionalen
Belastungen auseinander zu
setzen, kann
- den Umgang mit ihnen erleichtern,
- zu mehr Verständnis für die eigene seelische Verfassung nach dieser Krankheit
(Kränkung) führen,
- helfen, diese Kränkung zu verarbeiten
und wieder neue Perspektiven zu entwickeln,
- Mut machen und helfen, die eigenen
Ressourcen zu entdecken, weiter zu
entwickeln und daraus Kraft zu schöpfen und schließlich
- einen unverkrampften Umgang mit sich
und anderen, Betroffenen wie NichtBetroffenen, ermöglichen.
Dabei kann professionelle Hilfe und
Selbsthilfe eine wichtige Rolle spielen.
Die vorliegende Broschüre will helfen,
möglichst schnell und ohne großen Aufwand einen Zugang zu Informations- und
Hilfsmöglichkeiten in Ihrer Region und
Ihrem direkten Lebensumfeld zu finden.
Informations- und Beratungsangebote
Selbsthilfegruppen
Für viele Betroffene ist es sehr hilfreich,
sich mit anderen Erkrankten auszutauschen. Es ist entlastend, zu erleben, dass
sie nicht allein sind, dass andere Betroffene ähnliche Erfahrungen gemacht haben
und die Gefühle von Angst und Unsicherheit, die vor allem zu Beginn der Erkrankung vorherrschen, gut kennen.
Gleichzeitig können schon länger Erkrankte wichtige Anregungen geben und
Perspektiven entwickeln, wie die Krankheit angenommen und bewältigt werden
kann. Diese Aufgabe leisten vor allem die
Selbsthilfegruppen. Wir möchten Sie
daher ermutigen, mit einer Selbsthilfegruppe in Ihrer Region in Kontakt zu treten.
Kontakt:
Leonore Seutter von Loetzen
Tel.: 0 52 1 / 65 33 7
MS’ler Enger-Spenge jeden Alters e.V.,
c/o: Frau Zilinski,
Wallenbrücker Straße 196, 32139 Spenge
E-Mail: doro-zilinski@t-online.de
Individuelle Beratung durch
Betroffene
Ergänzend oder alternativ zum Kontakt in
der Selbsthilfegruppe besteht auch die
Möglichkeit zur individuellen Beratung
durch einen Betroffenen.
Die DMSG (Deutsche Multiple Sklerose
Gesellschaft) schult Betroffene, damit
diese Ratsuchende kompetent beraten
können.
Kontakt
Wenn Sie sich eine solche individuelle
Beratung wünschen, können Sie sich an
Herbert Eickmeyer
Tel.: 0 52 22 / 81 89 5 wenden.
Informations- und Beratungsangebote
Professionelle Informations- und
Beratungsangebote
a) MS-Beratungsstelle
Betroffene und/oder ihre Angehörigen
können sich im Rahmen der psychosozialen Einzel- bzw. Paarberatung Unterstützung bei der Krankheitsbewältigung, aber
auch bei sozial- und arbeitsrechtlichen
Fragen holen.
Die Beratungsstelle wird von Dr. med. Annette Walter, Ärztin für Neurologie und
Psychotherapie sowie Dr. phil. Dipl.Psych. Rolf Stecker, Leiter des Instituts
für Psychoonkologie des Klinikums Herford, geleitet.
Beratungszeiten / Kontakt
Jeweils der erste und dritte Donnerstag im
Monat von 16:15 Uhr bis 18 Uhr.
Eine telefonische Voranmeldung bis zum
vorangehenden Mittwoch ist vormittags in
der Zeit von 8 bis 12 Uhr unter
Tel.: 0 52 21 / 13 21 24 erforderlich.
b) Betreuung durch eine
MS-Fachschwester
Die MS-Fachschwester unterstützt sowohl
Betroffene als auch Angehörige, die Erkrankung der Multiplen Sklerose zu verstehen und somit besser zu bewältigen.
Diese Unterstützung umfasst folgende Bereiche:
• Beratung über Diagnose/Therapie
(mit ärztlicher Rücksprache)
• Training der Selbstinjektion
• Beratung über spezielle Pflegeprobleme
Die MS-Fachschwester ist im Klinikum
Herford vor Ort und kann daher für viele
Betroffene vom Tag der Diagnosestellung
bis über den Krankenhausaufenthalt hinaus begleitend zur Seite stehen.
Kontakt
MS-Fachschwester
Kati Schreiber
Tel.: 0 52 21 / 94 - 22 31 (Stat. 3 A)
Sekretariat der Neurologischen Klinik
Heidi Wiegmann
Tel.: 0 52 21 / 94 - 23 93
Informations- und Beratungsangebote
c) S.MS-Schulungsprogramm
Das Schulungsprogramm S.MS wurde von
Dr. med. Annette Walter, Oberärztin der
Neurologischen Klinik des Klinikums Herford, und Dr. med. Martin Schreiber, niedergelassener Facharzt für Neurologie in
Herford, gemeinsam mit anderen Neurologen in Ostwestfalen-Lippe und einem Betroffenen entwickelt.
Ziel ist es, das Wissen über die Erkrankung zu erweitern und die Betroffenen
dabei zu unterstützen, selbstverantwortlich und kompetent damit umgehen zu
können. In einer kleinen Lerngruppe wird
gemeinsam mit zwei Trainern und im Austausch mit anderen Betroffenen theoretisches Wissen gemeinsam erarbeitet und
die Möglichkeit gegeben, sich emotional
mit der Erkrankung auseinander zu setzen.
Das Schulungsprogramm richtet sich an
Patient/-innen, die neu erkrankt sind bzw.
bei denen vor Kurzem die Diagnose gestellt wurde. Auch Angehörige der Betroffenen sind willkommen.
Termine / Kontakt
Das Schulungsprogramm erstreckt sich
über fünf Abendtermine und findet jeweils
an einem Donnerstag von 19:00 Uhr 20:30
Uhr im Klinikum Herford statt. Es wird einbis zweimal pro Jahr angeboten.
Bei Fragen zu diesem Programm können
Sie sich wenden an:
Sekretariat der Neurologischen Klinik
Heidi Wiegmann
Tel.: 0 52 21 / 94 - 23 93 oder
Bettina Hahn
Rußheider Weg 3, 33604 Bielefeld
Tel.: 0 52 1 / 26 03 59 93
E-Mail: smshahn@aol.com
d) MS-Förderverein Ostwestfalen-Lippe
Im September 2001 hat sich der MS-Förderverein Ostwestfalen-Lippe gegründet.
Er besteht aus einem Vorstand, der sich
auch aus MS-Betroffenen zusammensetzt
und einem Kuratorium, zu dem überwiegend Neurologen mit dem Schwerpunkt
Multiple Sklerose gehören. Mit Hilfe von
Spenden unterstützt der Förderverein Aktivitäten und Projekte zur besseren Versorgung MS-Betroffener in der Region
Ostwestfalen-Lippe.
Einen Überblick über Aktivitäten/Projekte
und Veranstaltungen bietet die Homepage
des Fördervereins:
www.ms-foerderverein-owl.de
Kontakt:
MS-Förderverein OWL e.V.
Heldmannstr. 4
32108 Bad Salzuflen
Kontakt
Klinik für Neurologie
Chefarzt: Prof. Dr. med. Matthias Sitzer
Klinik-Sekretariat: Heidi Wiegmann
Tel.: 0 52 21 / 94 - 23 93 I Fax: 0 52 21 / 94 - 21 92
info.neurologie@klinikum-herford.de
Klinikum Herford
Schwarzenmoorstr. 70 I 32049 Herford
www.klinikum-herford.de
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Bildung
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