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20.2.2014 Wie tief kann der Dax fallen? - vtad

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Wie tief kann der Dax fallen?
Am 21. Januar 2014 schaffte der Dax letztmalig ein neues historisches Allzeithoch.
Anschließend stürzte er innerhalb von 12 Handelstagen um 792 Punkte ab. War dies
der Beginn einer langfristigen Abwärtsbewegung?
Aus zyklischer Sicht ist der Aufwärtstrend weiterhin intakt. Es gibt deshalb vorläufig
keinen Grund, bei einem Rückgang um ein paar Hundert Punkte nervös zu werden.
Viel wichtiger sind folgende Rahmenbedingungen:
Das erste Mehrmonatstief des Jahres 2014 war aus zyklischer Sicht im Februar fällig
(Jahresprognose „Börsenzyklen 2014“ = 4. Februar). Ergänzend muss hierbei aber
darauf hingewiesen werden, dass die Mehrmonatstiefs durchaus ein paar Wochen
Zeittoleranz aufweisen können. Deshalb waren die Tage um den 4. Februar nicht
verbindlich, weshalb zwecks genauerer Zeitbestimmung auf Zyklen mit kürzeren
Zeitintervallen zurückgegriffen werden musste. Das sieht so aus, wie es in der
nachfolgenden Grafik dargestellt ist.
10200
D A X stündlich
10100
10000
ca.25.2.
ca.22.1.
ca.14.2.
ca.23.12.
9900
9800
9700
ca.8.1.
9600
ca.31.1.
9500
ca.19.2.
ca.9.12.
ca.2.1.
9400
9300
ca.15.1.
9200
ca.27.1.
9100
9000
ca.4.12.
ca.16.12.
ca 6.2.
Börsenzyklen Wilfried Kölz
8900
8800
29.11.
3.12.
5.12.
9.12.
11.12.
13.12.
17.12.
19.12.
23.12.
30.12.
3.1.
7.1.
9.1.
13.1.
15.1.
17.1.
21.1.
23.1.
27.1.
29.1.
31.1.
4.2.
6.2.
10.2.
12.2.
14.2.
18.2.
20.2.
24.2.
26.2.
28.2.
4.3.
6.3.
8700
Der 6. Februar war einerseits ein Zyklustief im Mehrtagesbereich und zusätzlich wies
auch eine grafische Zeitprojektion auf dieses Datum hin.
Nun der Blick auf die Mehrtageswenden, deren Prognosedatum in den letzten
Monatsanalysen so aufgeführt gewesen ist, wie Sie es oben in roter Schrift sehen.
Hoch und Tief wechseln sich normalerweise an den Trendwendeterminen
regelmäßig ab. Allerdings nicht immer. Der Termin 19. Februar ist deshalb aufgrund
des üblichen Wechsels zunächst als Tief einzustufen. Toleranzen von 1 – 2
Handelstagen können dabei auftreten. Meine Prognose lautet deshalb, dass der Dax
heute ein Tief anläuft und danach bis ungefähr 25. Februar steigt. Dieser Anstieg
kann sich aber aus Toleranzgründen durchaus noch um 1 oder 2 Tage weiter in die
Länge ziehen (= Hoch im Zeitraum 25. – 27. Februar).
Mit einer geringen statistischen Restwahrscheinlichkeit könnte es sich beim 19.
Februar aber auch um das Tageshoch von gestern gehandelt haben. Falls dies
zutrifft, fällt der Dax jetzt für ungefähr eine Woche.
Um hier ausreichende Sicherheit zu bekommen, muss ein so genanntes
Frühwarnsystem her. Aus diesem Grund muss jetzt vor allem der Nikkei beachtet
werden. Dort gibt es nämlich seit dem 5. Februar steigende Hochs und Tiefs im
Mehrtagesbereich: 13.396 + 14.215 als Tief, sowie 14.800 + 14.843 als Hoch. Die
nächste Mehrwochenwende ist mit geringer Zeittoleranz zum 28. Februar fällig. Ich
gehe hier von einem Hoch oberhalb von 14.843 aus. Diese Vermutung wird erst
dann widerlegt, wenn der Nikkei unter 14.215 fällt. Das heutige Tagestief lautete
14.429.
Dax, Dow Jones, Nasdaq, Nikkei usw. vollziehen alle eine Trendwende auf
Mehrwochenbasis im Zeitraum 25. – 28. Februar. Das Datum der folgenden
Mehrwochenwende im März ist ebenfalls nahezu identisch. Hoch und Tief wechseln
sich dabei normalerweise regelmäßig ab. Daraus folgt: Wenn der Nikkei nächste
Woche ein Tief anläuft, wird dies auch der Dax tun. Dann geht es anschließend für 2
bis 3 Wochen aufwärts. Kommt es hingegen zu einem Hoch, werden die Indizes
nachfolgend für mindestens 2 Wochen fallen. Die Marke von 14.215 beim Nikkei hat
deshalb die Schlüsselfunktion für alle anderen Indizes.
Welche Bedeutung das Mehrmonatstief vom 6. Februar beim Dax hat, geht ganz klar
aus der nächsten Grafik hervor. Bei diesem Tief setzte der Dax nämlich genau auf
einem Kreuzwiderstand auf. Weiterhin gelang es ihm nicht, das Tief vom 12.
Dezember zu unterschreiten. Somit war dies die Bestätigung für die Fortsetzung des
langfristigen Aufwärtstrends.
9900
•
DAX
9800
•
9700
9600
9500
9400
9300
9200
9100
9000
8900
8800
8700
8600
8500
8400
8300
8200
8100
8000
7900
7800
7700
7600
7500
7400
7300
Börsenzyklen Wilfried Kölz
7200
7100
30.1.
6.2.
13.2.
20.2.
27.2.
6.3.
13.3.
20.3.
27.3.
3.4.
10.4.
31.10.
7.11.
14.11.
21.11.
28.11.
5.12.
12.12.
19.12.
2.1.
9.1.
16.1.
23.1.
8.8.
15.8.
22.8.
29.8.
5.9.
12.9.
19.9.
26.9.
3.10.
10.10.
17.10.
24.10.
16.5.
23.5.
30.5.
6.6.
13.6.
20.6.
27.6.
4.7.
11.7.
18.7.
25.7.
1.8.
17.4.
24.4.
2.5.
9.5.
7000
Solange der Dax oberhalb von 9010 Punkten notiert, bleibt der langfristige
Aufwärtstrend intakt. Da eine Trendwende oft schon an den untergeordneten
Kurzfristzyklen erkennbar ist, können wir das zweite Frühwarnsystem nutzen, und
zwar folgendermaßen:
Bei regelmäßigem Wechsel von Hoch und Tief im Kurzfristbereich müsste der Dax
heute ein Tief machen. Dieses bleibt dann mit ziemlicher Sicherheit oberhalb von
9010 (= steigende Tiefs → Aufwärtstrend). Zwangsläufig muss der Dax dann im
Verlaufe der nächsten Woche über 9696 steigen und mit sehr hoher
Wahrscheinlichkeit auch noch über 9800. Das betreffende Hoch wird im Zeitraum 25.
bis 27. Februar zustande kommen (Zielbereich 9900 bis 10.200?).
Wenn die Prognose stimmt, kann mit vertretbarem Risiko ein kurzfristiger CallOptionsschein mit Laufzeit bis zum 28. Februar gekauft werden. Beispielsweise die
WKN UA9WLC (Basis 9800) oder CB7P8F (Basis 9700). Heute früh habe ich die
9800er Basis zu 13 Cent gekauft.
Risikohinweis: Bei einem Anstieg über 9800 in der nächsten Woche besteht die
Aussicht auf mehrere Hundert Prozent Gewinn. Wenn der Dax jedoch entgegen der
Erwartung bis ins Zeitfenster 25. – 27. Februar fällt, ist ein theoretischer Totalverlust
möglich. Theoretisch nur deshalb, weil ein vorzeitiger Verkauf möglich ist, falls der
Dax nicht wie erwartet steigen will oder der Nikkei unter 14.215 fällt.
Die vorstehenden Analysen wurden mit sehr viel Sorgfalt erstellt, dennoch sind Fehleinschätzungen
jederzeit möglich. Eine Haftung für eventuelle Fehlprognosen ist deshalb ausgeschlossen. Die
Nennung einer WKN erfolgt ohne Gewähr für die Richtigkeit.
Autor dieses Artikels ist Wilfried Kölz, Mitglied beim VTAD seit dem Jahre 2000. Er ist
Experte für Börsenzyklen, Autor von Jahresprognosen und Finanzmarktanalysen. Weiterhin
schreibt er Artikel in der Finanzpresse und hält Vorträge über das Thema Börsenzyklen.
Kontaktmail: boersenzyklen@gmail.com
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