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LKA-RP: Wie weit geht Zivilcourage?
Datum: 19.12.2011 - 09:25 Uhr
Pressemitteilung von: Landeskriminalamt Rheinland-Pfalz
Kategorie: Polizeiberichte
Zeichen: 3001 (ohne Leerzeichen + Überschrift)
Mainz (ots) - Weihnachten steht vor der Tür, das Fest der
Nächstenliebe. Fraglich ist jedoch, ob die besonders zu dieser
Jahreszeit propagierte Humanität über den Kreis der Verwandten und
Bekannten hinausgeht. Würde man sich einmischen und so auch einer in
eine Notlage geratenen unbekannten Person helfen?
Einer der wohl bekanntesten Fälle der vergangenen Jahre, in denen
Solidarität und Hilfsbereitschaft gegenüber anderen vor Eigennutz
stand, war der Fall Dominik Brunner. Der damals 50-jährige Manager
war 2009 an einem Münchner S-Bahnhof von zwei Jugendlichen tödlich
attackiert worden, nachdem er versucht hatte, mehrere Schüler vor den
Angreifern zu schützen.
Im Jahr 2010 wurden in Rheinland-Pfalz 57.278 Fälle von
Strassenkriminalität, wie beispielsweise Handtaschenraub, sonstige
Raubüberfälle, Körperverletzungen und Sachbeschädigungen auf Strassen,
Wegen und Plätzen sowie Diebstähle im Zusammenhang mit
Kraftfahrzeugen gezählt. Trotz verstärkter polizeilicher Präsenz auf
Strassen und Plätzen, Fahndungskontrollen sowie Razzien an gefährdeten
Kriminalitätsbrennpunkten, ist bei der Verhütung von kriminellen
Ãœbergriffen auch die Mithilfe des Einzelnen notwendig.
Aber wie weit sollte die Hilfsbereitschaft reichen? Der Einzelne
kann leicht in den Zwiespalt zwischen engagiertem,
sozial-verantwortlichen Handeln und der Angst, in einer konkreten
Situation selbst Opfer und Zielscheibe von Angriffen zu werden,
geraten. Dies kann etwa für gewalttätige Angriffe und Bedrohungen,
aber auch für Beleidigungen und Pöbeleien gelten. Einerseits müssen
Werte und Ãœberzeugungen verteidigt werden, andererseits sollte das
Risiko, sich einer Gefahr für die eigene Person auszusetzen,
vermieden werden.
Folgende Tipps gibt Ihnen das Landeskriminalamt Rheinland-Pfalz
für ein couragiertes Verhalten:
-Ich helfe, ohne mich selbst in Gefahr zu bringen. -Ich fordere
andere aktiv und direkt zur Mithilfe auf. -Ich beobachte genau, präge
mir Täter-Merkmale ein. -Ich organisiere Hilfe unter Notruf 110. -Ich
kümmere mich um Opfer. -Ich stelle mich als Zeuge zur Verfügung.
Neben diesen Handlungsanleitungen macht sich die Polizei etwa
durch die schon seit vielen Jahren bestehende "Aktion-tu-was"
(www.aktion-tu-was.de) und die Aktion "Wer nichts tut, macht mit" für
mehr Zivilcourage im öffentlichen Raum stark. Über
www.polizei-beratung.de sind zudem Informationsmaterialien
erhältlich, die zur pädagogischen Anleitung an Schulen genutzt werden
können, wie zum Beispiel die DVD "Weggeschaut ist mitgemacht".
Mittlerweile findet man dort sogar ein App der Polizei für das iPhone
zum Thema.
Es wird also kein Heldentum verlangt. Oft können schon
Kleinigkeiten in einer konkreten Situation grosse Wirkung erzielen und
Tätern zeigen, dass die Gesellschaft nicht wegschaut. Die
diesjährigen Preisträger des "Preises für Zivilcourage haben es
vorgemacht. Wer sich entschlossen für andere Menschen und ein
friedliches Zusammenleben einsetzt, kann helfen, die Gewalt aus dem
öffentlichen Leben zurückzudrängen.
Rückfragen bitte an:
Landeskriminalamt Rheinland-Pfalz
Pressestelle
Telefon: 06131-65-2379/-2053
Fax: 06131-65-2125
E-Mail: LKA.presse@polizei.rlp.de
Weiterführende Informationen:
http://www.firmendb.de/extern/pp/polizeipresse/pm/29763/2168056/lka-rp-wie-weitgeht-zivilcourage/api
Polizeibericht bei Firmendb:
http://www.firmendb.de/pressemitteilungen/polizeibericht-2168056.php
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