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M 1 Erziehungsstellen: So fachlich wie in einem Heim, so - eva

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Unt erricht sent wurf zu „ schat t en und licht “ 2/ 2009
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M1
Erziehungsst ellen: So fachlich wie in einem Heim ,
so persönlich wie in einer Fam ilie
:DV LVW HLQH (U]LHKXQJVVWHOOH"
Eine Erziehungsst elle ist eine besondere Form der Heim erziehung. Diese
Hilfeform ist aus der I dee ent st anden, dass m anche Kinder und Jugendlichen
zwar einen professionell- pädagogischen Rahm en brauchen, sie aber eher in eine
fam iliäre Um gebung als in eine Heim gruppe passen. Durch das Leben in einer
Fam ilie ist eine sehr individuelle Hilfe m öglich, die sich an norm alen Allt ags- und
Lebensbedingungen orient iert .
Erziehungsst elle heißt konkret , dass sozialpädagogisch ausgebildet e Mit arbeit er
und Mit arbeit erinnen ein oder zwei Kinder oder Jugendliche in ihre Fam ilie
aufnehm en. Die Mit arbeit er und Mit arbeit er innen sind bei der Ev angelischen
Gesellschaft ( eva) angest ellt und erhalt en eine int ensive fachliche Berat ung und
Unt erst üt zung ihrer Arbeit . Die eva biet et die Hilfeform Erziehungsst ellen seit
1993 an.
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+LOIH"
Eine Erziehungsst elle ist ein Angebot für Kinder und Jugendliche,
− die in einem fam iliären Rahm en posit ive Ent wicklungschancen haben,
− die besonders int ensiv und individuell gefördert werden sollt en,
− die verlässliche Lebensver hält nisse in einem überschaubar en und int im en
Rahm en benöt igen,
− deren persönliche und/ oder fam iliäre Problem at ik darauf hindeut et , dass
für die aufnehm ende Fam ilie ein gr oßes Maß an professioneller
Veranker ung und begleit ender fachlicher Unt erst üt zung not wendig sein
wird,
− deren Fam ilien einen besonder en Bedarf haben, sich berat en zu lassen.
:DV NDQQ HLQH (U]LHKXQJVVWHOOH OHLVWHQ"
Je nach Sit uat ion des j ungen Menschen k önnen sich v erschiedene Ziele ergeben:
− durch das Erleben sicherer und überschaubarer Beziehungen em ot ional
st abil zu werden und eine posit ive I dent it ät zu ent wickeln,
− unbewält igt e Konflikt e aufzuar beit en,
− die Beziehung zu seiner Fam ilie zu klären und zu helfen, diese Beziehung
um zuset zen,
− schulische und ber ufliche Perspekt iv en zu erarbeit en und um zuset zen,
− die Rückkehr des Kindes in seine Fam ilie bzw. die Verm it t lung in eine
andere Lebensform .
1
:LH ZLUG HLQ MXQJHU 0HQVFK LQ HLQH (U]LHKXQJVVWHOOH DXIJHQRPPHQ"
Die Aufnahm e in einer Er ziehungsst elle wird zwischen dem zust ändigen
Jugendam t , den Elt er n, dem j ungen Menschen, dem Mit arbeit er der
Erziehungsst elle und dem Berat er der Einricht ung ver einbart . I n diesen Pr ozess
werden die Besonder heit en der Her k unft sfam ilie, die Persönlichkeit des j ungen
Menschen und die speziellen Fähigkeit en und Möglichkeit en der Fam ilie der
Erziehungsst elle einbezogen. Eine Aufnahm e in eine Erziehungsst elle kann som it
keine Krisenv erm it t lung sein. Wenn Kinder oder Jugendliche aufgenom m en
werden, erst ellen alle Bet eiligt en unt er der Federführ ung des zust ändigen
Jugendam t es einen Hilfeplan, der et wa halbj ährlich fort geschrieben wird.
:HU VLQG GLH 0LWDUEHLWHULQQHQ XQG 0LWDUEHLWHU ZLH VLQG VLH DXVJHELOGHW"
Erziehungsst ellen können ver heirat et e oder unver heirat et e Paar e m it und ohne
Kinder oder andere Lebensgem einschaft en sein. Vorausset zung ist , dass die
Person, die die Kinder über wiegend bet r eut , über eine sozialpädagogische
Ausbildung und berufliche Erfahr ungen in der Arbeit m it Kindern bzw.
Jugendlichen ver fügt . I n m ehreren Auswahlgesprächen werden Eignung und
Mot ivat ion abgeklärt . Daneben ist besonders die Bereit schaft und Offenheit der
ganzen Fam ilie erforderlich, um Pr oblem e und Fragen des pädagogischen
Vorgehens in der Fachberat ung anzusprechen und zu reflekt ieren.
:HOFKH IDFKOLFKH %HJOHLWXQJ HUKDOWHQ GLH (U]LHKXQJVVWHOOHQ"
Die syst em isch- fam ilient her apeut isch ausgericht et e Berat ung erfolgt in der Regel
zweiwöchent lich. I n ihr werden Unt erst üt zungs- und Ent wicklungsm öglichkeit en
besprochen, Konflikt e bearbeit et und Fähigkeit en und St är ken aller Bet eiligt en
m obilisiert . I m Mit t elpunkt st eht das gesam t e Syst em v on Erziehungsst elle,
Herk unft sfam ilie bis zu sonst igen Bezugspersonen. Die Berat ung st eht außerdem
für Krisenint erv ent ion zur Verfügung. Alle Mit arbeit er t reffen sich als Team alle
sechs Wochen. I nhalt e der Treffen sind Erfahr ungsaust ausch, Fallgespräche,
Fort bildung und die Planung gem einsam er Akt ivit ät en und gegenseit iger
Unt erst üt zungsm öglichkeit en. Die Mit arbeit er können zusät zlich ext erne
Fort bildung und Supervision in Anspr uch nehm en.
:LH DUEHLWHQ ZLU PLW GHQ (OWHUQ GHU MXQJHQ 0HQVFKHQ ]XVDPPHQ"
Die Fam ilie wird in unt erschiedlichen Form en in den Erziehungspr ozess
einbezogen. Die Zusam m enarbeit geschieht m it dem Ziel, die Beziehung
zwischen Fam ilie und Kind zu erhalt en und zu ver besser n bzw. das Kind event uell
in die Fam ilie zur ückzuführ en. Es kann j edoch auch die Ablösung von der Fam ilie
angest rebt werden. Der Berat er hat dabei die wicht ige Aufgabe, zwischen der
Erziehungsst elle und der Fam ilie des j ungen Menschen zu v erm it t eln, da hier
leicht Konkurrenz und Loyalit ät skonflikt e ent st ehen können.
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Bildung
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