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Copingstrategien - wie baue ich die Erkrankung in meinen

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Copingstrategien wie baue ich die Erkrankung in meinen
Lebensentwurf ein?
Sabine Sterzenbach, Dipl.-Psych.
Parkinson-Klinik Wolfach
Copingstrategien wie baue ich die Erkrankung in meinen Lebensentwurf ein?
Diagnose Morbus Parkinson
Probleme im Alltag
Copingstrategien
Diagnose: Morbus Parkinson
Häufigkeit der Erkrankung
250.000 Parkinson-Patienten in D.,
davon:
21 – 39 J. 5-10%
40 – 50 J. 30%
50 – 60 J. 40%
> 60 J.
(Thü
Thümmler,
mmler, R., 1999; parkinson.parkinson.-web.de)
web.de)
Diagnose: Morbus Parkinson
Charakteristika der Parkinson-Krankheit in
frühem Manifestationsalter
„Juveniles“ PS (Beginn vor dem 21. Lebensjahr)
„Young Onset“ PS (Beginn vor dem 40. Lebensjahr)
•Rigor-Akinese-Typ
•Langsame Progredienz
•Keine Demenz, selten vegetative Störungen
•Gehäuftes familiäres Auftreten
Diagnose: Morbus Parkinson
Frühsymptome der Parkinson-Krankheit
Prämorbide Persönlichkeitsmerkmale
•Introvertiertheit
•Zwanghaftigkeit
•Verminderte Flexibilität
•Neigung zu Perfektionismus
•Mangel an Spontanität
•Erhöhtes Pflichtbewusstsein
•Depressive Verstimmungen
Diagnose: Morbus Parkinson
Uncharakteristische Frühsymptome
Motorische Frühsymptome
•Schmerzhafte Muskelverspannungen
•Verminderte körperliche Belastbarkeit
•Feinmotorische Störungen
•Veränderung der Handschrift
•Vermindertes Mitschwingen der Arme
•Reduzierte Mimik
•Inneres Zittern
Diagnose: Morbus Parkinson
Psychische und vegetative Frühsymptome
•Antriebsminderung
•Stimmungsschwankungen
•Schlafstörung
•Obstipation
Probleme im Alltag
Körperlich
Psychisch
- Beweglichkeit
- Stimmung
Schlafstörungen
- Sprache/Stimme
- Mimik/Gestik
- Körperhaltung
- Schmerzen
- Selbstkonzept, Körperbild,
emotionales Gleichgewicht
- Alltagssituationen
Einschränkungen
Hobbys
Beruf
Partnerschaft
und
Familie
Zukunftspläne
Probleme im Alltag
Junge Parkinsonpatienten sind
früher von der Hilfe anderer
abhängig und haben ein
breiteres Spektrum was in der
Zukunft bewältigt werden muss.
(ParkinsonParkinson-web.de)
web.de)
Copingstrategien
Initiativ sein
Offenheit
Das Leben
geht weiter,
aber wie?
Kommunikation
Rollenveränderung
Copingstrategien
Initiativ sein
• Hobbies pflegen
• Sportliche Interessen anpassen
• Eigenverantwortung übernehmen
• Leistungsanspruch klären
(Schwerbehindertenausweis)
Steuern
Kündigungsschutz
Öffentliche Verkehrsmittel
Befreiung Rundfunkgebühren
Telefon
Copingstrategien
Offenheit
• Gefühle, Empfindungen, Bedürfnisse mitteilen
• Kompromisse schließen, Partner Raum geben
• Hilfe von außen holen
Kommunikation
• Information über Krankheit
• Selbsthilfegruppen
• am Arbeitsplatz
Rollenveränderung
• Hilfe akzeptieren
• Fähigkeiten zeigen
Copingstrategien
körperlich
psychisch
• Sprechen üben/Mimik trainieren
• Zeitmanagement
• gesunde Ernährung,
ausreichend trinken
• Umdenken lernen,
Lösungen entwickeln
• Häusliche Umgebung optimieren
• sich „Selbst“ sein, Selbstvertrauen
• für Pausen sorgen
• Maßstäbe korrigieren, der
Lebenssituation anpassen
• Entspannungsverfahren
• Sich mit der Krankheit
arrangieren (Akzeptanz)
Copingstrategien
Wünsche von Menschen, die an Morbus Parkinson
erkrankt sind, an ihre Mitmenschen:
1) Unterstütze mich dabei meine Eigenständigkeit zu bewahren
2) Überlasse mir die Verantwortung dafür zu sorgen, wann und wie viel
Hilfe ich benötige. Gib mir nicht mehr als ich wirklich brauche.
3) Bitte begegne mir mit Einfühlung aber ohne Mitleid. Versuche mich nicht
zu „trösten“ mit Sätzen wie „es wird schon wieder“. Ich weiß, dass die
Krankheit zwar effektiv behandelt, aber nicht geheilt werden kann.
4) Auch wenn es dir vielleicht schwer fällt, lass mich die Dinge in meinem
Tempo tun. Auch ich muss ein neues Zeitmanagement lernen und mich
mit den Möglichkeiten meines Körpers arrangieren. Mich unter Druck zu
setzen bzw. unter Druck gesetzt zu fühlen tut mir nicht gut und verstärkt
meine Problematik.
Copingstrategien
Wünsche von Menschen, die an Morbus Parkinson
erkrankt sind, an ihre Mitmenschen:
5) Schaffe Dir selbst Freiräume und Möglichkeiten „aufzutanken“ und dein
Leben zu leben, so dass unser Zusammensein über die Jahre hinweg
angenehm bleibt.
6) Motiviere mich weiterhin soziale Kontakte zu pflegen in dem Maß, wie es
für mich gut ist.
7) Unterstütze mich im offenen Umgang mit meiner Erkrankung und in
einem Verhalten, dass meiner Würde gerecht wird.
8) Hilf mir, meine Lebensqualität so weit als möglich zu wahren, Grenzen
zu erkennen und Alternativen zu entwickeln, wenn mir beispielsweise
die Ausübung eines geliebten Hobbies nicht mehr möglich ist.
(Kumpf, U., 2009)
Copingstrategien
Hilfe – aber wo?
• Parkinson-Kliniken
• Deutsche Parkinson Vereinigung (DPV)
• Selbsthilfegruppen, U 40-Clubs
• Niedergelassene Therapeuten
• Sozialberatung
• Internet/Foren
Gedicht
Parkinson & ich
Er will, dass ich meinen Kopf senke
Und sollte er doch
…aber ich will ihn heben,
ab und zu mal gewinnen,
dass ich mich nach vorne beuge,
Meinen Körper beherrschen,
…aber ich will mich aufrichten,
…meinen starken Willen
dass ich in die Knie gehe,
wird er nie bezwingen!
…aber ich will sie durchstrecken
dass meine Füße stehen bleiben,
…aber ich will weitergehen,
Dass ich das Gleichgewicht verliere,
…aber ich werde es halten.
S. Mersch-Mahowald
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Ende
Vielen Dank für Ihre
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