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Dämmung -‐ Wie dämme ich mein Haus richÉg?

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Dämmung -­‐ Wie dämme ich mein Haus rich3g? Eine Hinführung zur bewussten Dämm-­‐Material-­‐Auswahl Energiezirkel Heppenheim 16.03.12 Klaus von Birgelen 16.03.2012 © von Birgelen 1 Inhalt 1 
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Einführung Rechtliche Aspekte (EnEV) Auswahlkriterien Dämmstoffe 1  Konven3onelle 2  Nachwachsende Rohstoffe 5  Kosten 6  Diskussion & Erfahrungsaustausch 16.03.2012 © von Birgelen 2 1 Einführung Heizölpreis 2012 auf Höchstem Niveau Preisans3eg: Ø + 9% p.a. (letzten 11 Jahre) Prognose: Die Preise für fossile Energieträger werden wegen der steigenden globalen Nachfrage am weiter steigen (ca. +5% bis +10% p.a.) Quelle: getoil.de 16.03.2012 © von Birgelen Strategie: ⇒  Senkung der Heiz-­‐
Energieverluste durch Dämmung ⇒  Heizkosten senken 3 1 Einführung Wärmeverluste und Dämmung Typische Gebäudewärmeverluste eines ungedämmten Altbaus (1965) Quelle: Energieagentur Bergstrasse 16.03.2012 © von Birgelen Dämmmöglichkeiten Quelle: Energieagentur Bergstrasse 4 1 Einführung Was bringt die Haus-­‐Dämmung? •  Einsparpotenziale bei BrennstoGosten 50 – 90% Wärmeverluste über ungedämmte Außenhaut (Altbau 60er/70er): –  ca. 66% = über Dach, Wände, Keller –  ca. 33% = über Fenster, Lüfung •  Weitere objektbezogene Nutzen und Kostenvorteile: – 
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Wärmegefühl => Wohlfühlen +, Wohnqualität + !! Kosteneinsparung bei folgenden ErsatzinvesOOonen (Kleinere Heizung) Geringere Laufzeiten der Umwälzpumpen Bessere WerthalOgkeit (Wiederverkauf, Vermietung) •  Weitere Effekte: –  Umweltschutz und GeneraOonengerechOgkeit (Weniger Emissionen, Ressourcenschonung) –  Regionale Wertschöpfung (stam Öl-­‐Import) => Inves33on in Dämmung „rechnet“ sich in mehrfacher Hinsicht 16.03.2012 © von Birgelen 5 1 Wie geht man an Dämmung ran? SchriSe einer Dämm-­‐Maßnahme: 1.  Überlegung zukünfige Nutzung / ggf. Einbeziehung Änderungen 2.  Ausmessen, zu dämmende Flächen (m2) 3.  Informa3on, Grobplanung & Gesamtkonzept (Hausnutzung, Dämmung, Heizsystem, Energiesparen) 4.  Vor-­‐KalkulaOon anhand der Grob-­‐Werte 5.  Erste Klärung: Finanzierung / Förderung der Maßnahmen 6.  Berechnung durch Energieberater (Maßnahmen, Ziel, Effekt) 7.  Angebotseinholung / Prüfung 8.  Entscheidung 9.  Finanzierung, Förderung (z.B. KfW (Beantragung durch Bank) 10.  Au\ragsvergabe 11.  Ausführung 12.  Fachkundige Abnahme / Bestä3gung 16.03.2012 © von Birgelen 6 2. Rechtliche Aspekte 1.  Baupraxis 2.  Energieeinsparverordnung EnEV –  Aktuelle Vorschrifen (EnEV 2009) –  Energieausweis 3.  Zukünfige Entwicklung –  EnEV 2012 -­‐ 2021 4.  Anforderungen der KfW-­‐Förderung 16.03.2012 © von Birgelen 7 2.1 Entwicklung der Effizienz •  Entwicklung •  Grafik? 16.03.2012 © von Birgelen 8 2.2 EnergieEinsparVerordnung EnEV 2009 •  EnEV = wesentliche ordnungspoli3sche Komponente zur Minderung des Energieverbrauchs bei Gebäuden => Minderung CO2-­‐Ausstoß •  ganzheitliche Betrachtung inkl. Anlagen-­‐ und Bautechnik soll integra3ve energe3sche Planung fördern •  Nachweispflichten/ Bestä3gung durch Fachleute •  Gül3g in D seit 1.10.09 16.03.2012 © von Birgelen 9 2.2 EnEV 2009 Aktuelle Vorschrif zur Modernisierung Änderung, Erweiterung und Ausbau von bestehenden Gebäuden (§ 9): •  Bei baulichen Änderungen >10% an der Gebäudehülle (z.B. Dach, Fassade, Fenster) ist für das Bauteil zumindest das das 1,4-­‐fache des gül3gen Neubau-­‐Standards zu erreichen. •  Nach Sanierung darf der Jahres-­‐Primärenenergiebedarf des Gebäudes höchstens das 1,4-­‐fache des gül3gen Neubau-­‐Standards betragen. Oberste Geschossdecke/Dach (§ 10 Abs.3): •  Wärmedämmung oberster Geschossdecken (begehbar und nicht begehbar) Pflicht der Anbringung einer Wärmedämmung bis zum 31.12.2011 (maximaler Wärmedurchgang 0,24 W/(m2⋅K)) . •  Alterna3v Dämmung des Daches (Empfiehlt sich nur bei geplanter Nutzung als Wohnraum, da deutlich teurer) Ausnahmen: •  Freistellung der Eigentümer von Ein-­‐ und Zweifamilienhäusern, wenn der Eigentümer schon vor dem 01.02.2002 in dem Haus wohnte. •  Für Haus-­‐Erwerber besteht Nachrüstpflicht innerhalb von zwei Jahren nach Eigentümerwechsel. •  § 25 Befreiungen: Bei „unbilliger Härte“ = „...wenn die erforderlichen Aufwendungen innerhalb der üblichen Nutzungsdauer, bei Anforderungen an bestehende Gebäude innerhalb angemessener Frist durch die eintretenden Einsparungen nicht erwirtschafet werden können.“ (auch § 10 Abs. 6) 16.03.2012 © von Birgelen Quelle: BMVBS Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung 10 2.2 Energieausweis (1/2) •  Die EnEV verlangt einen „Energieausweis“ für den Neubau oder bei größeren Umbaumaßnahmen (§16 ff) •  Bei Kauf oder neuer Anmietung eines Gebäude / Gebäudeeinheit hat der Interessent das Recht den Energieausweis zu verlangen •  Verkäufer oder Vermieter muss Energieausweis den potenziellen Kunden unverzüglich zugänglich machen •  Energieausweis –  Beschreibt energe3sche Qualität eines Hauses –  Heizkosten werden transparenter. –  Modernisierungsempfehlungen (Energieberatung). •  Die Empfehlungen des Ausweises müssen an dem betreffenden Gebäude technisch durchführbar sein •  Schätzung der Amor3sa3onszeiträume •  Geschätzte Kostenvorteile während der wirtschaflichen Lebensdauer 16.03.2012 © von Birgelen Quelle: BMVBS Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung 11 2.2 Energieausweis (2/2) Neben den Anforderungen der EnEV: •  Zusätzliche Mindestdämmstandards –  vor allem an Wärmebrücken –  müssen sichergestellt sein, damit die kalten Bauteilen nicht zu Feuchte-­‐ oder Schimmelpilzschäden führen (lt. technischen Baubes3mmung DIN 4108-­‐2) •  Lufdichte Bauweise –  Mindestlufwechsel –  zur Vermeidung von unnö3g hohen Lüfungswärmeverlusten und evtl. Kondensatschäden (EnEV DIN 4108, durch die Lüfungsnorm DIN 1946 geregelt) 16.03.2012 © von Birgelen Quelle: BMVBS Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung 12 2.3 Zukünfige Entwicklung EnEV 2012 •  Regierung und Expertenkommission novellieren EnEV 2009 •  Umsetzung der europäische Richtlinie für energieeffiziente Gebäude von 2010 in Deutsches Recht •  Diese erlaubt ab 2021 nur noch Passiv-­‐ und Nullenergie-­‐Neubauten – bei öffentlichen Gebäuden sogar ab 2019 – und fordert energieeffiziente größere Sanierungen im Bestand. •  Bis 9. Juli 2012 muss Bundesregierung na3onale Umsetzungsregelungen erlassen haben (=> EnEV 2012) •  In Kraf treten: spätestens am 9. Januar 2013 •  Ausblick EnEV 2012: Der energe3sche Standard für Neubauten wird weiter sinken. Inwiefern gesetzliche Verschärfungen für Renovierungen zu erwarten sind bleibt abzuwarten 16.03.2012 © von Birgelen 13 2.3 Zukünfige Entwicklung Quelle: Bundesverband Kalksandstein Gesetzlicher Standard in 10 J. => Sanierungsziel für bessere Wertstabilität: „Null-­‐Energie“ 16.03.2012 © von Birgelen 14 3.1 Übersicht Dämmstoffe 1)  Anwendungsgebiete 2)  Kriterien •  Dämmwert •  Weitere Kriterien •  Umwelt-­‐ und Gesundheitsverträglichkeit –  Prüfsiegel 3)  Entscheidungsrelevante Kosten 16.03.2012 © von Birgelen 15 3. Kriterien zur Dämmstoffwahl Was ist für die rich3ge Material zu berücksich3gen? –  Jedes Wärmedämm-­‐Material ist für eine bes3mmte EinbausituaOon geeignet und hat Vor-­‐ und Nachteile –  Dämm-­‐Wert (U-­‐Wert) –  Bauphysikalische Eigenscha\en v.a. Wärmespeicher-­‐Fähigkeit, Diffusionsfähigkeit (Feuchtetransport), Schallübertragung, Schädlingsresistenz, Entzündbarkeit –  Umwelt-­‐ und Gesundheitsverträglichkeit (Schadstoffgehalt, Verarbeitung, Herkunf, CO2-­‐Abdruck, Abbau-­‐ + Verwertungsfähigkeit, Alterungsbeständigkeit) –  Kosten (Erstellungskosten, Folgekosten) 16.03.2012 © von Birgelen 16 3. Grundbegriffe zur Klassifizierung von Dämmstoffen 1) 
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Anwendungsgebiet / Einbausitua3on Dämmwert (U-­‐Wert) u. Wärmelei~ähigkeitsgruppe (WLG) Bauphysikalische Eigenschafen Diffusionswiderstandszahl Primärenergieaufwand Anwendungstypen Bausto•lassen (Brennbarkeit) 16.03.2012 © von Birgelen 17 3.1 Anwendungsgebiete Dämmstoffe 16.03.2012 © von Birgelen Anwendungsgebiete von Dämmstoffen nach DIN V4108-­‐10:2004-­‐06; Quelle: gdi 18 3. Auswahlkriterien 2) Dämmwert Die Wärmedämmqualität eines Baustoffes wird in erster Linie gemessen durch den „Wärmedurchgangskoeffizient“ (U-­‐Wert). U-­‐Wert (früher k-­‐Wert) – 
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Maß für den Wärmedurchgang durch ein Bauteil Messung in W/m²·∙K (Wam pro Quadratmeter und Kelvin) Gibt an, wieviel Wärme in einer Stunde durch eine Fläche von einem m2 bei einer Dicke von einem Meter dieses Dämmstoffes entweicht, wenn der Temperaturunterschied zwischen beiden Seiten 1 Kelvin (1 Grad) beträgt. – 
Je kleiner der U-­‐Wert, desto besser Wärmeleigähigkeitsgruppen (WLG) Dämmstoffe werden in Wärmelei~ähigkeitsgruppen (WLG) eingeordnet. WLG = U-­‐Wert x 1000. (WLG ... 025, 030, 035, 040, 045, ...) Ein Bauteil der Wärmeleitgruppe 040 entspricht einem Wert von 0,040 W/mK 16.03.2012 © von Birgelen 19 3.2 Vergleich Wärmelei~ähigkeit U-­‐Wert von Bau-­‐ und Dämmstoffen Grafik Dämmwerte U-­‐Wert -­‐ Dämmstoffe aus nachwachsenden Rohstoffen: 0,035 – 0,08 W/mK 16.03.2012 © von Birgelen Quelle: IWU 2011
20 3. Auswahlkriterien 3) Bauphysik Das Raumgewicht und die spezifische Wärmekapazität sind in der Praxis von hoher Bedeutung, werden of aber unterschätzt. Sie beeinflussen ganz stark die Fähigkeit Temperaturschwankungen auszugleichen, v.a. im Sommer. • 
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Die sogenannte Amplitudendämpfung ist das Verhältnis der Temperaturschwankung außerhalb eines Gebäudes zur Temperaturschwankung innerhalb eines Gebäudes. Holzfaserdämmstoffplamen, Flachs, Hanf gleichen aufgrund des höheren Raumgewichts Temperaturschwankungen besser aus, als die leichten „Dämmstoffe“. 4) Diffusionswiderstandszahl Diese Zahl bezeichnet den Widerstand, den der Dämmstoff dem Wasserdampf in der Luf entgegensetzt. •  Je kleiner dieser Wert ist, um so besser kann der Wasserdampf diesen Baustoff durchdringen. 5) Primärenergieaufwand Der Primärenergieaufwand bezeichnet die Energiemenge, die für die Herstellung des Dämmstoffes benö3gt wird. •  Sinnvoll sind sicherlich nur Dämmstoffe, die den Primärenergieaufwand nach rela3v kurzer Zeit ihrer Nutzung wieder eingespart haben. Spätestens nach zwei Jahren haben alle hier betrachteten Materialien den Primärenergieaufwand durch die eingesparte Energie am Gebäude ausgeglichen. 16.03.2012 © von Birgelen 21 3. Auswahlkriterien 6) Anwendungstypen Kennzeichnung der mechanischen Belastbarkeit des Dämmmaterials W WL WD WS/WDS
WDH WV WB T TK nicht druckbelastbar z. B. für Wände, Decken und belüfete Dächer nicht druckbelastbar z. B. für Dämmungen zwischen Sparren und Balkenlagen druckbelastbar z.B.unter druckverteilenden Boden oder in Dächern unter der Dachhaut erhöhte Belastbarkeit für Sondereinsatzgebiete z. B. bei Parkdecks erhöhte Druckbelastbarkeit z. B. Parkdecks für Lkw und Feuerwehr beanspruchbar auf Abrißfes3gkeit beanspruchbar auf Biegung Trimschalldämmstoffe Trimschalldämmstoffe mit geringer Zusammendrückbarkeit
Diese Typkurzzeichen finden sich auf den Verpackungen von Dämmstoffen im Produkte3kem 7) BaustoGlasse Nach der DIN 4102 werden Baustoffe hinsichtlich ihres Brandverhaltens in Bausto•lassen eingeteilt: • 
A1 nicht brennbar A2 nicht brennbar B1 schwer en~lammbar B2 normal en~lammbar B3 leicht en~lammbar (Seit 1979 im Bau nicht mehr erlaubt) Die Einstufung erfolgt immer für den “reinen” Baustoff ohne Beschichtungen und ähnliches. Bei Verbundstoffen können die Bausto•lassen daher abweichen. Baustoffe der Klasse A2 und B1 unterliegen desweiteren der Prüfzeichenpflicht. Diese Prüfzeichen werden durch das Ins3tut für Bauwesen in Berlin erteilt. 16.03.2012 © von Birgelen 22 3. Auswahlkriterien 7) Umwelt-­‐ und Gesundheitsverträglichkeit •  Primärenergiebedarf •  Konven3onelle Baustoffe und solche aus nachwachsenden Rohstoffen können belastet sein –  Naturfasern: Belastungen mit Bioziden, Fungiziden, Herbiziden und anderen unerwünschten Stoffen (Rohstoffproduk3on); Verarbeitung mit Klebern, Beschichtungen, Lösemimeln, Funk3onszusätzen wie Brandschutz-­‐ und Momenschutzmimel (Werk, Baustelle). –  Prüfsiegel • 
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Verfügbarkeit der Ressourcen (Knappheit) Umweltbelastungen während ProdukOon, Abbau dieser Ressourcen Umweltbelastungen/Energiebedarf/Transport/FabrikaOon Umwelt-­‐ und Gesundheitsbelastungen während des Einbaues Belastungen während der Nutzungsdauer und auch beim späteren Rückbau/Entsorgung 16.03.2012 © von Birgelen 23 3. Auswahlkriterien 7) Prüfsiegel –  Unüberschaubere Zahl an Umweltzeichen verwirrt nicht nur den Endverbraucher, sondern auch Planer, Händler und Verarbeiter. –  Überblick über Gütezeichen für Bauprodukte • 
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APUG (Ak3onsprogramm Umwelt und Gesundheit) – eine Studie des Ministeriums für Umwelt und Landschafsschutz Nordrhein-­‐Wes~alen www.baulabel.de. www.label-­‐online.de 16.03.2012 © von Birgelen 24 3. Auswahlkriterien 7) Prüfsiegel + Das MIPS-­‐Konzept – die Material-­‐Intensität pro Serviceeinheit 16.03.2012 © von Birgelen 25 3. Auswahlkriterien 8) Dämmung: Welche Kosten? Das Material macht nur einen Teil der Kosten aus: •  Erstellungskosten Dämmmaterial + Anbringung (Befes3gungsmat., Arbeit) + Zusatzarbeiten (Fensterbankerweiterung, evtl. Verlängerung Dachauskragung, etc.) + Verputzen, Streichen + Gerüst + Planung, Abnahme Foto: Bausparkasse Schwäbisch Hall •  Zudem sind die Lebensdauer, Reparatur-­‐ und Entsorgungskosten zu berücksich3gen 16.03.2012 © von Birgelen 26 Materialpreise im Vergleich Preise für wich3ge Dämmstoffe (U=0,25 W/(m2K) Dämmstoffe syntheOsch WLG Material-­‐Preis* Preis kompleS Mineralfaser (Steinwolle, Glaswolle) 032 – 045 6 – 40 €/m2 100 – 130 €/m2 Polystyrol (EPS) 035 – 045 15 €/m2 100 – 120 €/m2 Polystyrol (XPS) 030 – 040 40 €/m2 110 – 130 €/m2 Polyurethan (PU) 025 – 035 35 €/m2 110 – 130 €/m2 Dämmstoffe natürlich WLG Holzfaser 038 – 045 35 €/m2 120 – 140 €/m2 Flachs 040 – 045 30 €/m2 120 – 140 €/m2 Hanf 030 – 045 25 €/m2 110 – 160 €/m2 Kork 040 – 060 50 €/m2 130 – 170 €/m2 Zellulose-­‐Schümung (Geschossdecke) 040 16.03.2012 © von Birgelen Material-­‐Preis* Preis kompleS 20 – 35 €/m2 * je m2 normiert auf den gleichen Wärmeisola3onswert U=0,25 W/(m2K) ** Preis nur Material, inkl. Umst. ) *** Preis komplem fer3g verlegt m. Umst. Quellen: Verbraucherzentrale Bundesverband, Berlin. RWE Bauhandbuch, EW Medien, Frankfurt. 27 Dämmkosten je Gebäudeteil Preise Dämmung am Bauteil inkl. Anbringung Wärmedämmung Massnahme Preis € /m2 Baut Kosten EFH 200m2 Wfl Dämmung Dach (inkl. komplemer Neueindeckung) 140 – 150 €/m2 20.000 € Dämmung oberste Geschossdecke 30 – 40 €/m2 3.000 € Fassade (Außenwände) 75 – 170 €/m2 30.000 € Innendämmung 35 – 60 €/m2 10.000 € Dämmung Keller 15 – 40 €/m2 4.000 € Austausch Fensterverglasung 100 – 150 €/m2 6.000 € Austausch Fenster 150 – 600 €/m2 25.000 € (ca. Preise für die Maßnahme je m2 Bauteil inkl. Material, Lohn, inkl. Umst. ) 16.03.2012 © von Birgelen Quelle: Daten 2011 von www.Energiesparen-­‐im-­‐Haushalt.de 28 Inves33onskosten bei op3mierter Planung -­‐ Betrachtung der Mehrkosten 16.03.2012 © von Birgelen Quelle: IWU 2011
29 3. Auswahlkriterien 8) Entscheidungsrelevante Kosten Kosten, die für eine Entscheidung in Ansatz zu bringen sind: a)  InvesOOonsentscheidung • 
Gesamtkosten -­‐ Förderung b)  Rückzahlungszeitraum, Rentabilität Preis (Systemkosten inkl. Anbringung, Gerüste, Umsatzsteuer, ...) -­‐ „Sowieso-­‐Kosten“ (z.B. wenn das Haus sowieso gestrichen werden müsste: Gerüst-­‐, Farb-­‐ und Streichkosten sind nicht entscheidungsrelevant und aus der Wirtschaflichkeitsbetrachtung herauszulassen + Folgekosten (Reparatur, Pflege, Entsorgung) = Entscheidungsrelevante Kosten (Nur die tatsächlichen Mehrkosten) 16.03.2012 © von Birgelen 30 4. Dämmstoffe 1.  Übersicht 2.  Konven3onell 3.  Ökologisch –  Herstellung und Zusammensetzung –  Anwendungsgebiete und Verarbeitung –  Anwendungsbeschränkungen 16.03.2012 © von Birgelen 31 4.1 Marktanteile Dämmstoffe Dämmstoffe aus NawaRo sind heute umso mehr im Trend 16.03.2012 © von Birgelen 32 4.2 Konven3onelle Dämmstoffe –  Anwendungsgebiete und Verarbeitung –  Herstellung / Zusammensetzung –  Bauphysik / Eigenschafen –  Bemerkungen 16.03.2012 © von Birgelen 33 4.2 Konven3onelle Dämmstoffe 1) Glaswolle (Mineralwolle) Anwendungsgebiete •  Dach •  Fassade (WDVS) •  Estrich Bauphysik •  Wärmelei~ähigkeit: 0,030 – 0,040 W/(m*K) •  Brandverhalten ** Foto: Wikipedia
Bemerkung: Auf Hinweis achten: •  „Kl. 40“, •  Blauer Engel •  RAL-­‐Gütezeichen 16.03.2012 © von Birgelen Herstellung •  Schmelze aus bis zu 70% Altglas, Quarzsand, Soda und Kalkstein wird zu Fasern geschleudert •  Zusatz von 4 bis 8% Kunstharzbinder zur Form-­‐ und Feuchtebeständigkeit 34 4.2 Konven3onelle Dämmstoffe 2) Steinwolle (Mineralwolle) Anwendungsgebiete •  Dach •  Fassade (WDVS) •  Estrich Bauphysik •  Wärmelei~ähigkeit: 0,030 – 0,040 W/(m*K) •  Sommerlicher Wärmeschutz -­‐ •  Brandverhalten ++ Bemerkung: •  Unverrombar •  Auf Hinweise achten: •  „Kl. 40“, •  Blauer Engel, •  RAL-­‐Gütezeichen 16.03.2012 © von Birgelen Foto: Wikipedia
Herstellung •  Schmelze aus bis zu 25% Altglas, Feldspat, Dolomit, Sand und Kalkstein oder 30% Recycling-­‐Formsteine, Basalt und Dibas wird zu Gespinstgeschleudert •  Zusatz von 0,7 bis 3,2% Kunstharzbinder zur Form-­‐ und Feuchtestabilisa3on 35 4.2 Konven3onelle Dämmstoffe 3) Polystyrol EPS Anwendungsgebiete •  Dach •  Fassade (WDVS) •  Estrich Bauphysik •  Wärmelei~ähigkeit: 0,035 – 0,04 W/(m*K) •  Sommerlicher Wärmeschutz -­‐ •  Brandverhalten o Bemerkung: •  Unverrombar •  Nicht UV-­‐beständig 16.03.2012 © von Birgelen Foto: Vmadeira, Wikipedia
Herstellung •  Erdölprodukt aus expandiertem Par3kelschaum •  Wird zu 98% aus Polystyrol hergestellt •  Mit Pentan aufgeschäumt •  In Plamen geschnimen 36 4.2 Konven3onelle Dämmstoffe 4) Polystyrol XPS Anwendungsgebiete •  Kelleraußenwand, Sockeldämmung (Perimeterdämmung) •  Flachdach (Umkehrdach, Gründach, Terassend.) •  Böden (lastabtragend) •  Bei Feuchtebelastung Bauphysik •  Wärmelei~ähigkeit: 0,030 – 0,04 W/(m*K) •  Sommerlicher Wärmeschutz -­‐ •  Brandverhalten o •  Hart •  Geschlossenzellig •  Feuchtestabil, Verromungsfest •  Alterungsbeständig •  Nicht UV-­‐beständig Bemerkung: •  Unverrombar •  Nicht UV-­‐beständig 16.03.2012 © von Birgelen Foto: Jackon Insula3on, Steinhagen
Herstellung •  Erdölprodukt aus Extruderschaum •  Polystyrol wird mit CO2 aufgeschäumt (früher FCKW) •  In Form gepresst 37 4.2 Konven3onelle Dämmstoffe 5) PUR-­‐Hartschaum Anwendungsgebiete •  Steildach (Aufsparrendämmung) •  Flachdach Bauphysik •  Wärmelei~ähigkeit: 0,025 – 0,03 W/(m*K) •  Sommerlicher Wärmeschutz -­‐ •  Brandverhalten o •  Geschlossenzellig •  Verromungsfest 16.03.2012 © von Birgelen Herstellung •  Erdölprodukt •  Chem. Reak3on von Polyolen und Polyisocyanat mit Zusatz eines Treibmimels •  In Plamen geschnimen Bemerkung: •  -­‐ 38 4.3 Ökologische Dämmstoffe 1) 
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Holzfaserdämmplamen Holzwolleleichtbauplamen Hanf Flachs Wiesengras (Einblasdämmung) Schafwolle Darüber hinaus gibt es noch Schilf, Kork, Zellulose, Seegras und Rohrkolben (Typha), -­‐ sind in Deutschland noch wenig verbreitet 16.03.2012 © von Birgelen 39 4.3 Ökologische Dämmstoffe 1) HolzfaserdämmplaSen Anwendungsgebiete •  Außenbereich: – 
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Aufdachdämmung auch z. T. als Notdeckung für einige Wochen geeignet Dachschalungsplame (Ersatz von Folien mit gleichzei3ger Dämmwirkung), teilweise begehbar Außenwandunterdeckung im Holzbau Außenwanddämmung, hinterlü\et Außenwanddämmung, verputzt als Wärmedämmverbundsystem (WDVS) •  Hohlraumdämmung – 
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Zwischensparrendämmung Dämmung im Holzrahmenbau Dämmung in leichten Trennwänden Dämmung zwischen Balkenlagen (Dach, Decke) •  Innenbereich – 
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Dämmung der obersten Geschossdecke abgehängte Decken Innendämmung von Wänden Fußbodendämmung – auch mit erhöhter Trimschalldämmung Trockenestrich (Verbundplamen) Anwendungsbeschränkungen •  nicht als Perimeterdämmung (erdberührt, spritzwassergefährdet) •  nicht als Kerndämmung von zweischaligem Mauerwerk. •  Flachdachdämmungen nur mit Einschränkungen. •  Schallschutz 16.03.2012 © von Birgelen 40 4.3 Ökologische Dämmstoffe 1) HolzfaserdämmplaSen /2 • 
Bauphysik von Holzfaser-­‐WDVS – 
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Wärmelei~ähigkeit: 0,040 – 0,055 W/(m*K) Sind gut wärmedämmend Guter sommerlicher Hitzeschutz (Spitzenposi3on) (In der Praxis um bis zu 6 °C niedrigere Innenraumtemperaturen eines mit HolzfaserplaTen gedämmten Dachraums im Vergleich zu einem mit konvenVonellen Produkten gedämmten. )
Neigen aufgrund der Wärmespeicherfähigkeit weniger zur Algenbildung. Gute Schalldämmwerte aufgrund der hohen Rohdichte. sind diffusionsoffen sowie kapillarakOv und damit für den Einsatz in den baupyhsikalisch besonders robusten diffusionsoffenen Wandau†auten geeignet. sind aufgrund ihrer hohen Fes3gkeit und Steifigkeit robust gegenüber mechanischen Einflüssen. basieren auf einem aus nachwachsenden Rohstoffen hergestellten, ökologisch unbedenklichen Dämmstoff aus nachhalOg bewirtschafeten Wäldern und sind damit weitestgehend frei von Erdölprodukten. ermöglichen feuerbeständige Wandau†auten. 16.03.2012 © von Birgelen Herstellung Holzfasern (meist Nadelholz) werden mit Zusatzstoffen vermischt ( je nach Einsatzbereich): •  Verleimung: z. B. Wasserglas oder Holzleim als Klebstoff, •  Hydrophobierung: Naturbitumen, Naturharze, Paraffin oder Latex •  Stabilisierung der flexiblen Plamen: Polyolefinfaser •  weitere Zusatzstoffe: Ammoniumphosphat, Aluminiumsulfat, Alaun, Borate. •  Einige Produkte werden ohne weitere Zusatzmimel hergestellt.
41 4.3 Ökologische Dämmstoffe 2) HolzwolleleichtbauplaSen Anwendungsgebiete •  Im Mauerwerks-­‐ und Betonbau als Dämmung von gut wärmeleitenden Bauteilen als „verlorene Schalung“ •  Dort wo weniger stark gedämmt werden muss (z.B. Teifgarage) •  Die Plamen können anbetoniert oder angedübelt werden. •  Werden die Plamen als Putzträger eingesetzt, sind die Vorschrifen des Putzherstellers zu beachten. •  Bei der Verarbeitung sollte man sich wie bei allen Baustoffen vor übermäßiger Staubbelastung schützen. 16.03.2012 © von Birgelen Anwendungsbeschränkungen •  nicht als Perimeterdämmung 42 4.3 Ökologische Dämmstoffe 2) HolzwolleleichtbauplaSen /2 Bauphysik Herstellung •  Wärmelei~ähigkeit: 0,09 W/(m*K) •  gegen Fäulnis, Pilze sowie 3erische Schädlinge resistent (daher auch im Außenbereich als Putzträger verwendbar) •  feuerhemmend (schwer en~lammbar), •  schalldämmend (verputzt), •  schallabsorbierend (unverputzt) und •  feuch3gkeitsabsorbierend. •  Eingeschränkte wärmedämmenden Eigenschafen des Stoffes selbst, weshalb es diverse Sonderprodukte mit hohen wärmedämmenden Eigenschafen gibt. •  Weder in Herstellung, im Umgang, in der Wieder-­‐ oder Weiterverwendung noch in der Entsorgung bestehen oder entstehen gesundheitliche Gefährdungen. •  Holzwolleleichtbauplamen sind recycelbar und können thermisch verwertet werden. Holzfasern (meist Nadelholz) werden mit Zusatzstoffen vermischt ( je nach Einsatzbereich): •  aus Holzwolle (langfaserige Fichten-­‐ oder Kiefernholzspäne) •  mit einem Bindemimel (Zement oder Magnesit) •  in einer Form zu Plamen gepresst. •  Nach der Aushärtung sind diese Plamen formstabil und sehr fest. •  Verbundbaustoffe für Sonderaufgaben: Z.B. zwischen zwei dünnen Holzwolleleichtbauplamen andere Dämmstoffe eingelegt und miteinander verbunden. 16.03.2012 © von Birgelen 43 4.3 Ökologische Dämmstoffe 3) Hanf Anwendungsgebiete Hanfmamen für •  Wand, (Decken, Wände: Dämmung zwischen konstruk3ven Hölzern) •  Dach (Zwischensparren-­‐ und Aufdachdämmung ) •  Boden •  Fußbodenau†au: bitumen-­‐ und lehmummantelte, verdichtungsfähige Hanfschäben Verarbeitung •  gut hautverträglich •  lässt sich staubarm verarbeiten •  Besonders für Heimwerker geeignet 16.03.2012 © von Birgelen Anwendungsbeschränkungen •  nicht als Perimeterdämmung 44 4.3 Ökologische Dämmstoffe 3) Hanf /2 Bauphysik • 
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Wärmelei~ähigkeit: 0,04 – 0,045 W/(m*K) Leichter sommerlichen Hitzeschutz. Guter Schallschutz. von Natur aus resistent gegen Schädlingsbefall durch Insekten oder Nage3ere (natürlichen Bimerstoffe ), • 
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gute Feuch3gkeitsregulierung (Diffusionsoffen) angenehmes Raumklima angenehm in der Verarbeitung keine Behandlung gegen Momen und Käfer nö3g. •  Hanfdämmstoffe sind natürlich geschützt gegen Schadinsekten und Schimmelbefall 16.03.2012 © von Birgelen Herstellung •  Trennung des Hanfstroh in Fasern und Schäben. •  Hanffasern => Dämmmamen oder Stopfdämmung •  verholzten Schäben => Schümdämmstoffen oder festen Plamen. •  Für Dämmmamen und Rollenware werden meist synthe3sche und seit kurzem auch Stützfasern aus Mais-­‐ stärke eingesetzt. •  Brandschutzmimel Soda oder Amoniumphosphat verwendet. 45 4.3 Ökologische Dämmstoffe 4) Flachs Anwendungsgebiete Dämmplamen für •  Wände, •  Decken-­‐ und •  Dachausbau •  Fußbodenbereich (Flachsstreifen und Vliese) •  Fenster und Türenabdichtungen (Stopfmaterial ) Auch zur Schallisolierung •  Besonders für Heimwerker geeignet Anwendungsbeschränkungen •  nicht als Perimeterdämmung 16.03.2012 © von Birgelen 46 4.3 Ökologische Dämmstoffe 4) Flachs /2 Bauphysik •  Wärmelei~ähigkeit: 0,04 W/(m*K) •  Guter Wärme-­‐ und Schallschutz. •  von Natur aus resistent gegen Schädlingsbefall durch Insek-­‐ ten oder Nage3ere (natürlichen Bimerstoffe ), •  widerstandsfähig gegen Fäulnis und Schimmelbefall und somit ideal für „nachhal3ge Bauweisen”. •  können unbeschadet FeuchOgkeit aufnehmen •  zugfest und dehnbar •  hohe Formbeständigkeit – schrumpfen nicht im eingebauten Zustand. •  Verarbeitungsfreundlichkeit = Besonders amrak3v für den Heimwerker. •  Hautsympathisch •  feuch3gkeitsregulierende Eigenschafen •  umweltverträglich zu entsorgen •  diffusionsoffen 16.03.2012 © von Birgelen Herstellung •  Flachs => Kurzfasern => dünne Faserbahnen => Verfilzung => Schichtung zu verschieden starken Dämmplame •  Mit Naturkleber (Kartoffelstärke) verbunden •  Flammschutzmimel Natriumoctaborat 47 4.3 Ökologische Dämmstoffe 5) Wiesengras Anwendungsgebiete Wiesengrasdämmstoff •  Einblasen in Hohlräume von –  Decken –  Dächer –  Wände. •  an schwer zugänglichen Stellen im Altbaubestand. Anwendungsbeschränkungen •  nicht als Perimeterdämmung 16.03.2012 © von Birgelen 48 4.3 Ökologische Dämmstoffe 5) Wiesengras /2 Bauphysik • 
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hervorragende Wärmedämmeigenschafen Atmungsak3vität diffusionsoffen hervorragende schalldämmende Eigenschafen. feuch3gkeitsregulierende Eigenschafen Dies führt zu einem angenehmen Raumklima. •  umweltverträglich zu entsorgen Herstellung •  Naturfasern aus Gras •  Flammschutzausrüstung (Borate) über Nassverfahren in geringer Konzentra3on 16.03.2012 © von Birgelen 49 4.3 Ökologische Dämmstoffe 6) Schafwolle Anwendungsgebiete Dämmvliese im Bereich •  Dachdämmung, •  Wand, •  Decke und •  Außenfassade •  Schalldämmung und Wärmedämmung von Klima-­‐ und Lüfungsanlagen •  TriSschalldämmung (Nadelfilz) •  „Stopfwolle“ Verarbeitung : •  ist einfach: auspacken – ablängen – einbauen – ggf. gegen Setzung sichern (nur notwendig bei Rollenmaterial ohne Kuns~aserbeimengung, das nicht horizontal eingebaut wird) – fer3g!. 16.03.2012 © von Birgelen Anwendungsbeschränkungen •  nicht als Perimeterdämmung 50 4.3 Ökologische Dämmstoffe 6) Schafwolle /2 Bauphysik Herstellung •  hervorragende wärmedämmende Eigenschafen •  Gute Schallschutzeigenschafen •  bei ausreichender Dichte guten sommerlichen Wärmeschutz •  in hohem Maße feuch3gkeitsregulierend und schadstoffabbauend. Schafwolle: •  ist ein Nebenprodukt der Produk3on von Schaffleisch. •  Rohstoff Wolle selbst wächst jährlich nach und ver-­‐ braucht ausgesprochen wenig Primärenergie. •  Erfordert speziellen langlebigen Schutz gegen Momen. •  Erst seit einigen Jahren gibt es dafür dauerhafe und gesundheitsverträgliche, wenn auch kostenintensive Lösungen. •  Derzeit wird nahezu ausschließlich europäische Schafwolle angeboten, die in ausreichenden Mengen zur Verfügung steht. •  Daraus werden Dämmstoffe mit oder ohne Beimengung von Kuns~asern hergestellt (wegen Eigensteifigkeit) •  Zweierlei Synthe3kfasern finden Einsatz: auf Mineralöl basierende Polyesterfasern, oder die auf Maisstärke basierenden Biopolymerfasern (Polylac3de). Bei letzteren wird aus pflanzlicher Stärke eine Kuns~aser hergestellt.
Brennbarkeit und mechanische Belastbarkeit •  schwer entzündbar (600 Grad) und selbstverlöschend (Kl. E) •  Mit Beimischung von Kunststofffasern Flammhemmer nö3g Feuch3gkeitsaufnahme •  dämmt bei der Aufnahme von Feuch3gkeit erwiesenermaßen gleich gut wie im trockenen Zustand. Schadstoffabbau •  Schafwolle ist hochgradig bio-­‐reak3v und hat die Eigenschaf zahlreiche Schadstoffe, wie z. B. Formaldehyd, zu binden. 16.03.2012 © von Birgelen 51 8. Weiterführende Infos •  www.BuergerEnergiewende.de •  www.BuergerEnergiewende.de/heppenheim •  www.BuergerEnergiewende.de/daemmstoffe 16.03.2012 © von Birgelen 52 
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