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Allianz Volley II macht es wie der VfB Stuttgart - Allianz MTV Stuttgart

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IV
LOKALSPORT
Dienstag, 13. November 2007
Zeitung Nr. 131
„Vielleicht waren wir
heute einfach fällig“
Allianz Volley II macht es
wie der VfB Stuttgart
VOLLEYBALL
Sieg für Regionalliga-Damen, Niederlage in der Oberliga
Während der Bundesliga-Reserve von Allianz Volley Stuttgart
in der Regionalliga gegen DJK Schwäbisch Gmünd mit 3:1 der zweite Sieg gelang, hat die Spielgemeinschaft VC Stuttgart/Sportvg Feuerbach gegen den TSV
Schmiden 3:1 verloren.
Botnang/Feuerbach.
Von Tom Bloch
„Mensch, der VfB hat heute Nachmittag die
Bayern 3:1 geschlagen, das ist doch ein gutes
Zeichen“, witzelte Libero Anja Weber kurz
vor Spielbeginn, und sie sollte recht behalten. Der Gegner aus Schwäbisch Gmünd war
mit ungefähr 30 lautstarken Fans angereist
und sorgte so zumindest für etwas Kulisse in
der MTV-Halle im Feuerbacher Tal. Da alle
drei Teams des VC Stuttgart zeitgleich in drei
Stuttgarter Hallen antraten, machte sich der
Volleyballclub in Sachen Besucherandrang
auf diese Weise gegenseitig Konkurrenz im
eigenen Hause.
Beflügelt vom ersten Saisonsieg vor zwei
Wochen in Heidelberg spielte Allianz Volley
Stuttgart II munter auf und setzte sich im
ersten Satz zwar knapp mit 25:23 durch,
aber hinterließ dennoch einen souveränen
Gesamteindruck. Im zweiten Satz war die
Dominanz der Stuttgarterinnen noch ein wenig deutlicher zu spüren. Diesen holte sich
die Mannschaft von Trainer Michael Kieß mit
25:17. Vor allem die Blockarbeit des hochgewachsenen Trios mit Silke Kleinhempel, Pe-
tra Janssen und Suse Flechtner überzeugte.
„So klar, wie wir die ersten beiden Sätzen
gewonnen haben, holte sich Gmünd den
dritten Satz. Da haben wir einfach kein Mittel
gegen deren risikoreiche Aufschläge gefunden“, erklärt Trainer Kieß den überraschenden Verlust des dritten Satzes. Im vierten
Satz erspielten sich seine Damen um Zuspielerin Bente Heublein wieder schnell einen
Vorsprung. Doch bei 17:13 gelang Schwäbisch Gmünd eine atemberaubende Serie von
acht Punkten in Folge. „Da sind wir ins
Schleudern geraten, haben uns aber nach
zwei Auszeiten wieder gefangen.“ Wie zuvor
der VfB Stuttgart gewann Allianz Volley Stuttgart II mit 3:1, holte sich den zweiten Saisonsieg und kletterte in der Tabelle weiter nach
oben. „Ich bin sehr zufrieden“, meint Trainer
Michael Kieß. „Ich schätze, dass wir uns bis
Weihnachten im gesicherten Mittelfeld befinden.“
Davon sind die Oberliga-Damen der Spielgemeinschaft VC Stuttgart/Sportvg Feuerbach noch weit entfernt. Und sie bleiben vom
Pech verfolgt. Da Zuspielerin Sandra Quitt
verhindert war, holte Trainer Andreas Moeller Sina Negele aus der A-Klasse-Mannschaft.
Doch diese zog sich gleich im ersten Satz
eine Sprunggelenksverletzung zu und fiel für
den Rest der Partie aus. Nur ein Satzgewinn
gegen den mit nur sieben Spielerinnen angereisten TSV Schmiden sprang heraus. „Insgesamt müssen wir einfach konsequent weitertrainieren, uns von Spiel zu Spiel steigern
und deutlich kämpferischer in die Satzwechsel gehen“, mahnt Trainer Moeller, der in den
Bente Heublein (Mitte) und Susanne Flechtner (rechts) überzeugten in der Partie gegen
Foto: Tom Bloch
Schwäbisch Gmünd – die eine als Zuspielerin, die andere im Block.
kommenden Wochen auch noch auf seine
einzige Mittelblockerin verzichten muss. Martina Laauser wird aus beruflichen Gründen
fehlen.
Allianz Volley Stuttgart II: Heublein, Klein-
hempel, Janssen, Geißler, Weber, Berg, Scharpf,
Stiefel, Flechtner, Deckers.
SG VC Stuttgart/Sportvg Feuerbach: Berger,
Bura, Dinnies, Fezer, Hagen, Herrmann, Heuser,
Kapaun, Negele, Schreiber, Weldert, Weiand.
Die Botnanger Berg-und-Tal-Fahrt gipfelt im zweiten Saisonsieg
VOLLEYBALL-OBERLIGA
Der ASV schlägt den SC Weiler/Fils im Tiebreak mit 3:2 – Neuzugang Galler schafft den Sprung in die Stammformation
Zum zweiten Oberliga-Saisonheimspiel hat alles geklappt. Die Zuschauer in der Ballsporthalle Botnang
sahen packende Ballwechsel und bekamen sogar einen spannenden Tiebreak
mit glücklichem Ausgang für den ASV Botnang geschenkt. Allerdings hatten die
Botnanger Jungs bereits im vierten Satz
die Entscheidung zum Sieg in der Hand.
Botnang.
Von Tom Bloch
Neu dabei und schon ein „Botnanger Jung’“: Tilman Galler (Mitte) fügte sich nahtlos in die
Foto: Tom Bloch
ASV-Mannschaft um Spielertrainer Steffen Grötzinger ein.
Das Warten hat ein Ende:
HSV endlich erfolgreich
Cannstatt (mim). Die Handballerinnen der
HSV Stuttgart-Nord haben das Siegen offenbar doch noch nicht völlig verlernt. Ausgerechnet im Landesliga-Derby bei der HSG
Cannstatt/Münster/Max-Eyth-See
schaffte
das Team von Trainer Carsten Krebs den
ersten Erfolg in der laufenden Runde. Die
Nord-Stuttgarterinnen setzten sich mit 22:17
durch. Damit bleibt die Mannschaft zwar auf
dem vorletzten Tabellenrang, hat aber den
Anschluss an das gesicherte Mittelfeld gewahrt. „Nach dem unglücklichen Saisonstart
war das wichtig fürs Selbstvertrauen“, sagte
HSV-Geschäftsführer Harry Förster, der die
geschlossene und kämpferisch überzeugende
Mannschaftsleistung lobte.
Zwar legten zunächst die Gastgeberinnen
vor und gingen mit 2:1 und 3:2 in Front.
Doch es sollte im Laufe der Spielzeit das
letzte Mal gewesen sein, dass die Cannstatterinnen vorne lagen. Trotz zeitstrafenbedingter Unterzahl übernahm die HSV nach Toren
von Janina Sing und Karin Haar die Führung
und baute sie bis zur 11. Minute auf 9:4 aus.
Die HSG biss sich derweil an der Abwehrreihe der HSV, dirigiert durch den starken
Innenblock Anja Stippig und Janina Sing, die
Zähne aus. Gegen Ende des ersten Durchgangs konnten die Cannstatterinnen auf 11:8
verkürzen, ehe die HSV wieder zum 12:8
Pausenstand vorlegte. Im zweiten Durchgang
leisteten sich die Nord-Stuttgarterinnen kurzzeitig einige Fahrlässigkeiten. Technische Fehler und Fehlpässe brachten die HSG wieder
ins Spiel, das sich zu einem offenen Schlagabtausch entwickelte. Doch rechtzeitig legte
die HSV einen Gang zu. Karin Haar und Anja
Stippig verwandelten wichtige Gegenstöße.
Judith Koch, letzte Saison noch im Trikot der
HSG, hielt ihr neues Team in der Schlussphase auf der Erfolgsspur. Mit ihren Toren
und guten Anspielen auf Michaela Maier, die
sich mit drei Treffern bedankte, konnte Cannstatt auf Distanz gehalten werden. Am Ende
siegte die HSV verdient mit 22:17.
HSV Stuttgart-Nord: Nicole Schuster; Antonia Kiechle, Ariane Braun (1), Judith Koch (4),
Janina Sing (3/1), Michaela Maier (3), Anja
Stippig (2), Karin Haar (4), Simone Schendel (2),
Ramona Spinnar, Nicole Hornold (3).
Was am Ende zählt, sind die Punkte. Der
bisher sieglose Aufsteiger SC Weiler ist auch
im fünften Oberligaspiel sieglos geblieben.
Aber die Filstäler waren nahe dran. Vielleicht
auch deshalb, weil sie herangelassen wurden. Botnangs Spielertrainer Steffen Grötzinger, glücklich über den Sieg, auf Erklärungssuche: „Wir haben auch in unserem Aufstiegsjahr viele Spiele nur knapp gewonnen. Wir
sind keine Mannschaft, die sich einfach reinstellt und mal kurz das Ding macht.“ Nein,
die Botnanger Jungs finden ihr Spiel über
harten Kampf und herausgeschriene Emotionen. Wären Adrenalin und Testosteron weißer Rauch, in der Ballsporthalle Botnang
hätte niemand auch nur irgendetwas sehen
können, vor lauter ausgetretener Stress- und
Männlichkeitshormonen. „Unser Spiel ist
eine Berg-und-Tal-Fahrt. Zu wenig konstant.
Aber der Sieg gegen Weiler ist vielleicht das
Aha-Erlebnis, an dem wir uns wieder hochziehen können“, hofft Grötzinger.
Der erste Satz war mit 25:21 zwar knapp,
aber ein guter Start in die Partie. Die Botnanger Jungs hatten Daniel Ohr auf der Libero-Position, weil Daniel Kienzler mit seiner Sprunggelenksverletzung geschont werden musste,
und diese Umstellung funktionierte prima.
Im zweiten Satz kam es zur bereits angesprochenen Talfahrt. Weiler gewann diesen mit
25:19. „Wir haben den Hauptangreifer nicht
in Griff gekriegt. Und zwar im ganzen Spiel
nicht“, ärgerte sich Grötzinger anschließend.
Im dritten Satz hatte seine Mannschaft wieder eine Bergfahrt gelöst. Sehenswerte Ballwechsel mit knallharten Angriffsschlägen
und brillante Verteidigungen auf beiden Seiten, aber Botnang setzte sich konsequent
durch. Von 10:10 erkämpfte sich der ASV ein
verdientes 25:17. Im vierten Satz hätte man
nun den Sieg einfahren können. Doch nach
einem 13:13-Zwischenstand gerieten die Botnanger Jungs in Rückstand, den sie nicht
mehr egalisierten konnten. Der Weiler Block
stand, die eigenen Angriffsaktionen waren zu
durchsichtig. Im Tiebreak fiel dann die Entscheidung zugunsten der erfahrenen Spieler
um Steffen Grötzinger. Ein schnell herausgespielter Vorsprung sicherte den ersten Heimsieg in dieser Saison. Besonders erfreulich:
Neuzugang Tilman Galler schaffte den
Sprung in die Stammformation und zeigte
sich dabei schon jetzt als Botnanger Junge
durch und durch.
ASV Botnang: Grötzinger, Hauptvogel,
Schulz, Ohr, Haarscheidt, Geier, Galler, Zimmer,
Kienzler, Hänsel.
Vaihingen (hal). Die Damenmannschaft von
Allianz Volley Stuttgart ist tatsächlich verwundbar. Nach sechs Punktspielsiegen zum
Saisonauftakt und sieben Erfolgen im Pokal
musste der bisherige Tabellenführer der zweiten Bundesliga im Spitzenspiel gegen die
Fighting Kangaroos Chemnitz mit 2:3 die
erste Niederlage einstecken. „Vielleicht waren wir heute einfach fällig“, sagte der Allianz-Trainer Alexander Waibl. Bereits in den
vergangenen beiden Wochen, beim knappen
3:2-Heimerfolg gegen Sinsheim, aber auch
beim 3:1 in Vilsbiburg hatte jeweils nicht
viel gefehlt, um dem scheinbaren Überflieger
der zweiten Liga einen ersten Rückschlag zu
bescheren. „Wir sind eben nicht die Übermannschaft, als die uns viele sehen wollen.
Es gibt Gegner, die auf dem gleichen Niveau
wie wir spielen“, meinte Waibl. Eineinhalb
Stunden zuvor hatte noch nichts darauf hingedeutet, dass für die Gastgeberinnen im
Spitzenspiel etwas nicht den gewohnten
Gang gehen könnte. Die Allianz-Damen gewannen den ersten Satz leicht und locker mit
25:14 und lagen auch im zweiten Durchgang
bis zum 12:9 ständig in Führung. „Irgendwann haben wir dann aufgehört, mit unseren
Aufschlägen Druck zu machen, und haben
den Gegner dadurch aufgebaut“, kritisierte
Waibl später. In der Folge war jedenfalls
nichts mehr von der Leichtigkeit zu sehen,
die den bis dato ungeschlagenen Tabellenführer über eineinhalb Sätze ausgezeichnet
hatte. Die Allianz-Damen gewannen zwar
den dritten Durchgang mit 25:23, die Abschnitte zwei und vier gingen jedoch mit
21:25 und 19:25 an die von Minute zu
Minute stärker werdenden Sächsinnen. „Wir
haben komplett die Ordnung verloren, und
auch mit meinen Wechseln hatte ich heute
kein Glück“, stellte der Allianz-Trainer nach
dem mit 8:15 verlorenen Tiebreak fest.
TVZ: Erst reingelegt,
dann abserviert
Schwäbisch Gmünd (mim). Als die Basketballer des TV 89 Zuffenhausen in der vergangenen Saison Landesliga-Meister wurden, gab
es eine Mannschaft, welche die Nord-Stuttgarter zweimal geschlagen hat: die BG Hermes/TSB Schwäbisch Gmünd. Am Sonntag
trafen die beiden Aufsteiger in der Oberliga
aufeinander. Doch die Begegnung endete wie
zu Landesliga-Zeiten. Die BG gewann, diesmal mit 80:65. Einer der Gründe war, dass
die Zuffenhäuser eine erschreckend schwache Freiwurfquote hatten. 19 von insgesamt
38 Freiwürfen fanden nicht ihren Weg durch
den Ring. Zudem wurden die Zuffenhäuser
glatt überlistet. „Gegen die harte Zonenverteidigung von Schwäbisch Gmünd haben wir in
der vergangenen Saison einfach kein Mittel
gefunden“, sagte Jörg Piening, stellvertretender Abteilungsleiter des TV Zuffenhausen.
Dementsprechend waren die Nord-Stuttgarter vorbereitet. Aber: reingefallen. Die BG
spielte zunächst mit Manndeckung und überzeugte zudem bei den Rebounds unter dem
gegnerischen Korb. Trotzdem lag der TV 89
Zuffenhausen nach gespielten 20 Minuten
nur mit 36:30 zurück. Auch in der Folgezeit
verkauften sich die Nord-Stuttgarter teuer,
aber den Angstgegner in die Knie zu zwingen, das gelang dem Team von Trainer Dragan Katalinic trotz aller Bemühungen auch
im dritten Versuch nicht.
TV 89 Zuffenhausen: Manuel Weigel (12),
Nikola Dangubic (8), Ivan Mlinarevic (4), Ivan
Brajdic (15), Mario Martinovic (9), Marcel Lang
(7), David März (2), Ali Kozaci (2), Mitja Schulz
(6).
Erst verschlafen, dann verspielt
HANDBALL-LANDESLIGA
Hbi kassiert eine vermeidbare Niederlage
Neckarsulm (mim). „Im schlimmsten Fall
gibt es von der SG Neckarsulm eben kräftig
eins auf die Mütze“, hatte Ralph Dittrich,
Trainer der Hbi Weilimdorf/Feuerbach, vor
dem Landesligaspiel geunkt. Dass die personell sehr geschwächte Handballmannschaft
der Nord-Stuttgarter am Ende mit 22:28
verlor, lag allerdings weniger an der Stärke
der Neckarsulmer. Und auch der Umstand,
dass der Hbi in Boris Petschinka und Dirk
Heckemeier gleich zwei routinierte Kräfte im
Rückraum fehlten, war nicht ausschlaggebend. Es war ein klassischer Fall von „selber
schuld“: „Eine Mannschaft, die 15 Minuten
lang jegliches Handballspielen verweigert,
hat auch keine Punkte verdient“, gab sich
Hbi-Torwart Nicolai Schmitt nach der Partie
selbstkritisch.
Den Anfang der Partie verschliefen die
Nord-Stuttgarter komplett. Als das erste Tor
für die Hbi fiel, hatten die Gastgeber bereits
deren vier erzielt. Doch Dittrichs Team
kämpfte sich wieder heran und glich aus. Es
entwickelte sich eine ausgeglichene Partie, in
der die Nord-Stuttgarter aber wieder einmal
eine mangelhafte Chancenverwertung offenbarten. Dieses Manko hatte allerdings auch
die SG, die aber zur Pause mit 12:10 in Front
lag.
Ein Rückstand, der durchaus aufzuholen
ist – hätte die Hbi nicht wie schon im ersten
Durchgang die Anfangsphase verschlafen.
Doch diesmal fehlte im Gegensatz zu Hälfte
eins das Aufbäumen. „Einen so starken Bruch
im Spiel gab es während der gesamten Saison
noch nicht“, sagt Schmitt. „Es war eine desolate Leistung, die ihresgleichen sucht.“ Im
Angriff schenkte die Hbi den Ball fast ohne
Gegenwehr dem Gegner, die daraus resultierenden Gegenstöße wurden stillschweigend
zugelassen. Die SG nahm diese Einladung
dankend an und schoss Tor um Tor. Erst nach
45 Minuten fing sich die Hbi wieder und
erzielte vier Tore in Folge. Die Nord-Stuttgarter verkürzten zwar immer weiter, doch es
fehlte die Zeit, um dem Spiel doch noch die
Wende zu geben.
Hbi Weilimdorf/Feuerbach: Nicolai Schmitt;
Christoph Staiger (1), Sebastian Buchfink (2),
Marco Lindwedel, Steffen Heise (2), Björn Distelhorst (3), Steffen Schweizer (1), Ralf Preissing
(1), Gideon Kull (5), Jannik Weltner (3), Robin
Grob (2), Marc H’Lawatschek (2).
Wie vom anderen Stern
BASKETBALL-OBERLIGA
BBC Stuttgart schlägt TS Göppingen 68:43
Weilimdorf (tob). Außerirdisch ging es am
Wochenende in der Weilimdorfer Wolfbuschhalle zu: „Die Wultschner-Schwestern haben
gespielt wie vom anderen Stern“, schwärmte
Trainer Simon Soussouridis noch einen Tag
nach der Partie des BBC Stuttgart gegen die
TS Göppingen in der Basketball-Oberliga.
Zwei Drittel der BBC-Punkte besorgten die
Zwillingsschwestern – zur Verzückung ihres
Übungsleiters: „Julia Wultschner hat die ersten 14 Punkte alleine gemacht. Mann, hat die
ein Händchen.“ Dennoch hatte der Trainer
auch einiges zu bemängeln. Nach souveränem Start seiner jungen Aufsteiger-Mannschaft kam Göppingen immer besser ins
Spiel. „Das sind die Phasen, in denen wir ins
Schwimmen kommen, wenn der andere aufholt. Da fehlt uns die Konsequenz im Block
und im Rebound. Die Mädels müssen einfach
heißer auf den Ball sein.“ Da hilft nur eins –
Reizpunkte setzen. Nach einer Halbzeitführung von neun Punkten forderte Soussouridis
kühn einen Sieg mit mindestens 20 Punkten
Vorsprung. „Das hat geklappt, aber insgesamt
muss unser Zweikampfverhalten noch besser
werden.“ Mit einem ausgeglichenen Punktverhältnis steht der Aufsteiger nun auf Platz
sechs der Oberliga-Tabelle.
BBC Stuttgart: Colley, Gröpper (14), Kälberer (4), Krisch, Leonhäuser, Pons-Waible (2), Julia
Wultschner (29), Katrin Wultschner (19).
Trotz studienbedingtem Trainingsrückstand reichte es für den Hbi-Rückraumspieler Sebastian
Foto: Tom Bloch
Buchfink (rechts) in der Partie bei der SG Neckarsulm zu zwei Treffern.
Drei Viertel reichen nicht
BASKETBALL-OBERLIGA
MTV unterliegt Schwäbisch Hall mit 54:64
Botnang (tob). Geraume Zeit hatte es den
Anschein, als ob der vierte Saisonsieg zum
Greifen nahe ist. Drei Viertel lang hielten die
zu Saisonbeginn aufgestiegenen BasketballDamen des MTV Stuttgart in der Oberliga-Partie gegen die TSG Schwäbisch Hall mit. 50:49
hieß es noch nach 30 gespielten Minuten.
Doch dann war der Korb in der Halle am
Kräherwald wie vernagelt. Die routinierten
Damen aus Schwäbisch Hall, die körperlich
größte Mannschaft der Liga, setzte sich in der
Endphase durch – auch deshalb, weil sich die
Schwäbisch Hallerinnen in dem vermeintlich
körperlosen Sport einer durchaus ruppigen
Spielweise bedienten. „Wir haben stark angefangen und dann im vierten Viertel stark
nachgelassen“ bilanzierte MTV-Trainer Bernd
Langner. Obwohl die Niederlage vermeidbar
gewesen wäre, trug sie der Coach mit Fassung: „Eigentlich haben wir uns ganz gut
verkauft“, sagte Langner. „Schwäbisch Hall
ist schon so lange in der Oberliga und wir
sind neu. Vielleicht lag es auch an unserer
nachlassenden Kondition. Auf jeden Fall fehlt
uns das Quäntchen Abgezocktheit.“ Immerhin: Mit nun 6:6 Punkten auf dem Konto hat
sich seine Mannschaft als Aufsteiger im Mittelfeld der Oberliga etabliert.
MTV Stuttgart: Callies (7), Probst (20),
Schirrmacher (3), Sedlmayer (7), Steinbrück (2),
Stock (11), Stronk (2), Vargas (2), Vu.
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