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Begleitendes Material für den Unterricht zur Kurzfilmreihe „Chinese

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Begleitendes Material für den Unterricht zur Kurzfilmreihe
„Chinese Gold Farmers“, „Wie ich ein freier Reisebegleiter wurde“, „Outsourcing“
Index Seite
Filmdaten und Inhalte........................................................................................................2/24
Problem- und Themenstellung..........................................................................................3/24
Rezeptionsvoraussetzung..................................................................................................3/24
Zusammenfassung der Studie zur „Erwerbstätigkeit von SchülerInnen in Wien“
durch das Österreichische Institut für Berufsbildungsforschung (öibf)
im Auftrag der Arbeiterkammer Wien
Hintergrundinformationen
...........................................................................................7/24
Vor- und Nachteile nach Art des Arbeitsvertrages...............11/24
Arbeits- und sozialrechtliche Lücken..................................12/24
Erfolge...............................................................................13/24
Billiglohnländer...................................................................13/24
Freie Produktionszonen......................................................14/24
Lernziele.........................................................................................................................15/24
Bezug zum Lehrplan.......................................................................................................16/24
Didaktische Anregungen.................................................................................................17/24
Impulse für den Unterricht..............................................................................................17/24
Link-Tipps......................................................................................................................22/24
Literatur-Empfehlungen..................................................................................................23/24
Arbeitsrechtliches Glossar und
Arbeitsblätter: Vertragsmuster mit eingebauten Fallen und korrigierten Fassungen
zur Verfügung gestellt von GPA-interesse.at und Arbeiterkammer Wien
zusammengestellt von Barbara Waschmann, junge@normale.at
normale.at
gesellschafts- und wirtschaftspolitische
Filmvorführungen • ZVR 670699419
Kegelgasse 24 / 17
A-1030 Wien
Telefon: +43 (0)676 / 553 6466
info@normale.at • www.nomale.at
Kurzfilmreihe
Chinese
Gold
Farmers
von
Ge
Jin
15
Minuten,
engl
OF
deutsch
eingesprochen
USA
2008
www.chinesegoldfarmers.com
Diese
Dokumenation
untersucht
so
genannte
„Gaming
Workshops“
in
China,
die
zumeist
Jugendliche
dafür
bezahlen,
Multi-Massiv-Player-Games
wie
„World
of
Warcraft“
oder
„Lineage“
zu
spielen
-
sie
werden
„Gold
Farmer“
genannt.
Die
Spiel-Arbeiter
spielen
mindestens
zwölf
Stunden
pro
Tag,
um
die
Spielinterne
Währung,
Ausstattung
und
ganze
Charaktere
zu
produzieren.
Ihre
Kunden
sind
amerikanische
Online-Spieler.
Lao
Liu
spricht
über
Freud
und
Leid
ein
„Gold
Farmer“
zu
sein.
Wie
ich
ein
freier
Reisebegleiter
wurde
von
Jan
Peters
15
Minuten,
deutsch
Deutschland
2007
aus
www.machdochwasduwillst.org
Ein
inszenierter
Dokumentarfilm
im
Land
der
1-Euro-Jobs:
Jan
Peters
versucht
ein
Praktikum
bei
einem
Frührenter
in
Frankfurt
anzutreten.
Dieser
bessert
sich
seine
karge
Pension
mithilfe
einer
„zündenden
Geschäftsidee“
auf:
freie
Reisebegleitung.
Das
bedeutet
den
täglichen
Kauf
einer
Gruppenkarte
für
die
öffentlichen
Verkehrsmittel,
mit
der
er
dann
seine
KundInnen
gegen
ein
kleines
Entgelt
vom
Flughafen
dorthin
bringt,
wo
sie
hinwollen.
Bringt
zwischen
15
und
20
Euro
Gewinn
pro
Tag.
Mit
einer
Visitenkarte,
einem
Overall
und
einem
feinen
Duft
als
vertrauensbildende
Maßnahmen
steht
einer
Bilderbuchkarriere
nichts
mehr
im
Weg
...
Outsourcing
von
Markus
Kietrich
und
Hanna
Reifgerst
5
Min,
deutsch
Deutschland
2007
aus
www.machdochwasduwillst.org
Die
Familie
ist
ein
Kleinunternehmen.
Was,
wenn
diese
Einheit
ausschließlich
aus
ökonomischer
Perspektive
betrachtet
wird?
Dieser
Kurzfilm
zeigt
im
Familienidyll
einer
Vorstadtsiedlung,
wie
ein
Familienmitglied
-
die
Mutter
-
gefeuert
wird,
um
die
Familienunternehmung
kostenschonender
und
effizienter
zu
machen.
Begleitendes
Material
für
den
Unterricht
zu
prekären
Arbeitsverhältnissen
Seite
2/24
Problem-
und
Themenstellung
Wir
sind
zur
Zeit
konfrontiert
mit
einer
extrem
hohen
(Jugend-)Erwerbsarbeitslosigkeit,
Schwächung
der
sozialen
Sicherheit
durch
windige
Arbeitsverträge,
Verlagerung
von
Produktionsarbeitsplätzen
in
so
genannte
„Billiglohnländer“,
menschenunwürdigen
Arbeitsbedingungen,
Entlohnung,
die
keine
Existenz
sichern
kann
bei
gleichzeitigen
riesigen
Gewinne
für
(Marken-)Konzerne,
ihre
Manager
und
AktionärInnen.
SchülerInnen
arbeiten
in
den
Ferien
und
während
des
Semesters
Im
Jahr
2007
führte
das
Österreichische
Institut
für
Berufsbildungsforschung
(öibf)
im
Auftrag
der
Arbeiterkammer
Wien
eine
Erhebung
zum
Thema
„Erwerbstätigkeit
von
Schülerinnen
und
Schülern
in
der
oberen
Sekundarstufe
in
Wien“
durch.
Befragt
wurden
rund
1.500
Wiener
SchülerInnen.
Ergebnis
ist,
dass
zwei
Drittel
aller
SchülerInnen
in
der
"Oberstufe"
schon
Erwerbstätig
waren.
Ein
Viertel
sogar
während
des
Semesters.
Die
Befragung
zeigt
auch
Chancen
und
Probleme
der
Vereinbarkeit
von
Schulbesuch
und
Erwerbsarbeit
auf.
Auf
den
folgenden
Seiten
veröffentlichen
wir
die
Zusammenfassung
der
Studie.
Das
ausführliche
Dokument
steht
unter
www.oeibf.at/_TCgi_Images/oeibf/20071022142155_oeibf_Berufstaetigkeit-SekII_5.pdf
zum
kostenfreien
Download
bereit
(PDF,
656kb).
Verstärkt
muss
davon
ausgegangen
werden,
dass
–
sobald
die
Jugendlichen
ihre
Schulausbildung
abgeschlossen
haben
–
sie
kaum
so
genannte
„Regelarbeitsverhältnisse“
angeboten
bekommen
werden.
Es
sei
denn,
sie
sind
informiert,
was
zur
Zeit
Sache
ist,
haben
ihr
eigenes
Gespür
für
die
Vor-
und
Nachteile
verschiedener
Arbeitsverhältnisse
geschärft
und
kennen
gelernt,
dass
es
sehr
wohl
möglich
ist,
sich
zu
organisieren
und
für
Arbeitsrechte
einzutreten.
Rezeptionsvoraussetzung
Zur
Vorentlastung
des
komplexen
Themas
rund
um
prekäre
(unsichere),
so
genannte
„atypische“
Arbeitsbedingungen,
kommt
eine
Referentin
/
ein
Referent
seitens
der
Arbeiterkammer
Wien
–
"Arbeitswelt
&
Schule"
gerne
vor
Veranstaltung
und
nach
terminlicher
Vereinbarung
zu
Ihnen
in
die
Schulklasse.
Selbstverständlich
kostenfrei.
Zur
Anmeldung
wenden
Sie
sich
bitte via
email
an
junge@normale.at
Begleitendes
Material
für
den
Unterricht
zu
prekären
Arbeitsverhältnissen
Seite
3/24
Erwerbstätigkeit von SchülerInnen in Wien
I.
Zusammenfassung
Eine schriftliche Befragung von Schülerinnen und Schülern an Wiener Schulen der
oberen Sekundarstufe (weiterführende Schulen im allgemein- sowie berufsbildenden Bereich) im Herbst 2006 konzentrierte sich auf deren Erwerbstätigkeit in den Ferien sowie während der Schulzeit. Befragt wurden 1.492 SchülerInnen von Vollzeitschulen. Mit dem Schulbesuch sind z.T. bis zu knapp 40 Stunden
Präsenzunterricht verbunden sowie entsprechende Lern- und Übungszeiten.
67% aller SchülerInnen zwischen 15 und 20 haben Erfahrung
mit Erwerbstätigkeit in der einen oder anderen Form
Insgesamt zeigt sich, dass zwei Drittel (67%) aller befragten SchülerInnen in der
einen oder anderen Zeit einer bezahlten Tätigkeit nachgegangen sind oder gehen.
Differenziert man diese generelle Zahl nach den beiden wesentlichen Zeitperioden: Ferien und Schulzeit, so zeigt sich, dass der größere Teil der bezahlten Tätigkeiten während der Ferien erfolgte. Markante Unterschiede zeigen sich hier
nach Geschlecht. So geben 62% der Schüler aber nur 53% der Schülerinnen an
während der Ferien gejobbt zu haben. Erwähnenswert ist, dass manche berufsbildende Schulformen verpflichtende Praktika vorsehen.
Rund ein Viertel arbeitet auch während des Unterrichtssemesters
Betrachtet man all jene SchülerInnen, die im laufenden Semester erwerbstätig
sind bzw. waren, so zeigen sich nach den einzelnen Schulsparten doch erhebliche
Unterschiede. Zwischen 16% und 37% aller SchülerInnen arbeiten zumindest gelegentlich auch während dem Semester. Überdurchschnittlich hoch ist die Erwerbstätigkeit bei SchülerInnen aus den wirtschaftlichen höheren Schulen sowie
bei den technischen und wirtschaftlichen mittleren Schulen. Unterdurchschnittlich bei den AHSen und kaufmännischen mittleren Schulen.
Finanzielle Unabhängigkeit, Interesse und Berufserfahrung
sammeln sind die wichtigsten Motive
Befragt man die Jugendlichen nach den Motiven für die Erwerbsarbeiten, so lassen sich hier recht differenzierte Ergebnisse nach den Schulsparten ablesen. Findet die Schaffung von höherer finanzieller Unabhängigkeit (von den Eltern) bei
den kaufmännischen und wirtschaftlichen mittleren Schulen hohen Zustimmungsgrad (über 75%), so liegen die Werte für technische höhere Schulen bei unter
40% und bei den AHSen und kindergartenpädagogischen Ausbildungen bei etwas
über 50%. Das Sammeln von Berufserfahrungen wiederum steht bei den kaufmännischen mittleren sowie den kindergartenpädagogischen Schulen hoch im Kurs.
Das Knüpfen von Kontakten in die Arbeitswelt findet insgesamt aber die geringste
Zustimmung. Die Werte dafür liegen um die 20%. Das Interesse an den konkret
ausgeführten Tätigkeiten streut wieder erheblich nach den Schulsparten. Deutlich
zustimmend wird dies von SchülerInnen in kindergartenpädagogischer Ausbildungen beantwortet.
öibf
4
Erwerbstätigkeit von SchülerInnen in Wien
Bei Schülerinnen überwiegt das Motiv „finanzielle Unabhängigkeit“ stärker als bei Schülern
Bei einer differenzierten Betrachtungsweise der Motivationslagen nach Geschlecht
zeigen sich Unterschiede: Weibliche Jugendliche tendieren stärker dazu erwerbstätig zu werden, um so von der finanziellen Unterstützung durch das Elternhaus
unabhängig zu sein. Männliche Jugendliche arbeiten neben den Beweggründen
finanzielle Unabhängigkeit, Interesse und Berufserfahrung vor allem um Kontakte
herzustellen, die sie als wichtig für den zukünftigen Berufseinstieg erachten und
selten auch weil es der elterliche Betrieb erfordert.
50% der Berufstätigen arbeiten am Samstag
Insbesondere bei einer Erwerbstätigkeit während des Schulsemesters stellt sich
die Frage, wann diese Arbeit erbracht wird. Hier zeigen die Antworten der Jugendlichen, dass die Hauptarbeitszeiten samstags liegen (rund 50% geben diese
Zeit an) gefolgt von Arbeiten wochentags (knapp 40%) und zuletzt an Sonntagen.
Gastronomie, Verkauf und Babysitten sind die Spitzenreiter
Die ausgeübten Tätigkeiten lassen sich in etwa acht Gruppen kategorisieren. Am
dominantesten hier sind gastronomische Aufgaben (31%) gefolgt von Verkaufsagenden (20%) sowie Babysitten (18%). Eine zweite Gruppe bilden Hilfstätigkeiten (12%), Büroarbeiten (9%) sowie Werbe- bzw. Promotionaktivitäten
(9%). Relativ seltener genannt werden Nachhilfe (6%) und Sport (3%).
Die meisten „berufstätigen SchülerInnen“ arbeiten zwischen einer und zehn Stunden die Woche, bei magerem Einkommen
Befragt nach dem Ausmaß der Beschäftigung (in Wochenstunden) zeigt sich eine
deutliche Mehrheit für ein Ausmaß unter zehn Wochenstunden. Jedoch, so zeigt
sich, fällt die Kategorie 6-10 Stunden nicht völlig von den 1-5 Wochenstunden ab
und liegt bei rund einem Drittel. Geringer vertreten finden sich Wochenstundenausmaße von über zehn Stunden. Aber dennoch werden auch über 20 Stunden pro
Woche immerhin von knapp 4% angegeben. Mehrheitlich wird die Arbeit im Rahmen von geringfügiger Beschäftigung erbracht. Es überwiegen Stundenlöhne zwischen 5 und 10 Euro.
Bis zu einem Drittel haben Schwierigkeiten Schule und Arbeit zu
vereinbaren
Vor dem Hintergrund der erforderlichen Vereinbarkeit der schulischen Präsenzund Lernzeiten mit der Erwerbstätigkeit während des Semesters wurden die ProbandInnen befragt, inwiefern sie hier Probleme wahrnehmen. Die Antworten zeigen erhebliche Unterschiede nach den fachlichen Schulzweigen. Insbesondere bei
den beiden Schultypen (mittlere und höhere) der wirtschaftlichen Ausbildungsrichtungen sowie bei den technischen und kaufmännischen höheren Schulen wurden häufiger Schwierigkeiten angeführt. Die geringsten Vereinbarkeitsprobleme
werden in den technischen und kaufmännischen mittleren Schulen sowie den
kindergartenpädagogischen Schulen angegeben.
öibf
5
Erwerbstätigkeit von SchülerInnen in Wien
Wenig Freizeit und kürzere Vorbereitungszeiten für Tests und
Schularbeiten sind die Hauptproblemfelder, die durch zusätzliche Erwerbstätigkeit entstehen
Bei den Versuchen Schule und Arbeit miteinander in Einklang zu bringen, geben
SchülerInnen überdurchschnittlich oft an, dass dabei die Freizeit zu kurz kommen
würde. Er ist in zweiter Linie scheinen zeitliche Knappheit für das Vorbereiten von
Tests und Schularbeiten problematisch zu sein. Alle genannten Problemfelder
werden in der letzten Schulstufe besonders akut. In dieser zeitintensiven Lernphase scheinen Erwerbstätigkeiten die SchülerInnen besonders zu beeinträchtigen.
Die Tätigkeiten von Kindern aus sozial schlechter gestellten Familien stehen selten in einem fachlichen Zusammenhang mit
ihrer schulischen Ausbildung
Zieht man den Schulabschluss der Eltern als Hinweis auf die soziale Schicht des
Kindes heran, so wird ersichtlich, dass nicht nur das Motiv, die Familie finanziell
zu unterstützen, mit der Abnahme des Bildungsgrads der Eltern an Bedeutung
gewinnt. Die Erwerbstätigkeiten von SchülerInnen, deren Eltern nur einen Pflichtschulabschluss vorweisen können, weisen auch kaum inhaltliche Überlappungen
mit der schulischen Ausbildung auf.
Vor allem „erwerbstätige SchülerInnen“ der mittleren/höheren
technischen und wirtschaftlichen Schulen sehen einen direkten
Nutzen ihrer Arbeit für die Schule
Wenn danach gefragt wird, ob SchülerInnen ihre Erfahrungen aus der Arbeitswelt
in den Unterricht auch aktiv einbringen können, so schließen die mittleren/höheren technischen und wirtschaftlichen Schulen am besten ab. Hier kann
angenommen werden, dass Berufsinhalte auch im Schulunterricht thematisiert
werden. Vor allem SchülerInnen der AHSen sehen keine Vernetzung zwischen
Schule und Arbeit.
Generell zeigt sich, dass ältere Schüler (12. und 13. Schulstufe) stärker inhaltliche Querverbindungen zwischen in der Arbeitswelt und im schulischen Kontext
erworbenem Wissen herstellen können.
LehrerInnen und PsychologInnen sehen Chancen und Risken in
dieser Entwicklung
Im Prinzip - wenn auch mit Einschränkungen - stehen dazu befragte PädagogInnen und PsychologInnen der Entwicklung nicht ablehnend gegenüber, Schule und
Arbeitswelt bzw. Praxis stärker zu verschränken. Darüber hinaus wird von den
befragten PädagogInnen zum einen vor allem eine gesicherte „Qualität“ der Erwerbstätigkeit von SchülerInnen gefordert, um die Erfahrungen besser für die
Ausbildung nutzen zu können. In eine zweite Richtung zielen dann Vorschläge für
Maßnahmen, die vor allem die SchülerInnen vor Überlastungen, Leistungseinbrüchen und verbunden damit Klassenwiederholungen oder Abbrüchen schützen sollen.
öibf
6
Hintergrundinformationen
In
Österreich
gilt
1
Million
Menschen
als
armutsgefährdet,
das
sind
zwölf
von
100
ÖsterreicherInnen1.
Ein
überdurchschnittliches
Armutsrisiko
haben:
 Menschen
im
ländlichen
Raum,
 Frauen,
 selbständig
Erwerbstätige,
 AlleinerzieherInnen
und
kinderreiche
Familien
 Menschen
mit
geringer
Schuldbildung,
 PensionistInnen,
 Erwerbsarbeitslose,
 Menschen
mit
Behinderung
 und
MigrantInnen.
Frauen
leisten
70%
der
unbezahlten
Arbeit
-
weltweit,
erhalten
10%
aller
Einkommen
und
besitzen
1%
des
Vermögens.
Was
hat
das
alles
mit
uns
zu
tun?
Kinder
armer
Eltern
trifft
das
besonders
–
Armut
wird
„vererbt“.
Als
arm
gilt,
wem
pro
Monat
weniger
als
60
Prozent
des
Medianeinkommens
(¤
1.500)
zur
Verfügung
stehen.
Bei
einem
Einpersonen-Haushalt
sind
das
900
Euro
netto.
Am
wenigsten
betroffen
sind
kinderlose
Haushalte,
Vollzeitbeschäftigte
sowie
MaturantInnen
und
AkademikerInnen.
Die
Armutsgefährdungsrate
veränderte
sich
in
den
1990er
Jahren
in
Österreich
nicht
wesentlich,
ist
2001
aber
auf
12%
gestiegen.
Zwischen
Armut
und
Gesundheit
besteht
ein
deutlicher
Zusammenhang:
ärmere
Menschen
sind
häufiger
krank.
Sozialleistungen
sind
ausgesprochen
wichtig,
denn
sie
vermindern
die
Anzahl
der
armen
Personen
in
Österreich
um
mehr
als
die
Hälfte.
Ohne
staatliche
Sozialleistungen
(Arbeitslosenversicherung,
Familienbeihilfe
u.ä.)
wären
nicht
12,
sondern
42
Prozent
der
ÖsterreicherInnen
armutsgefährdet.
Atypische,
prekäre
Beschäftigungsverhältnisse
nehmen
auch
bei
uns
zu
...
bekannt
unter
dem
viel
versprechenden
aber
irreführenden
Titel
„Ich-AG“
aber
auch
als
„1-Euro-Job“,
„Mini
oder
Mac
Job“
und
„Flexicurity“
genannt.
Zu
diesen
Beschäfigungsverhältnissen
zählen:
 Leiharbeit
Betriebe,
aber
auch
das
Europäische
Patentamt,
entlassen
MitarbeiterInnen,
um
sie
über
Personalverleiher
wie
Manpower
wieder
an
denselben
Arbeitsplatz
zurück
zu
holen
–
bloß
diesmal
mit
weniger
Rechten
ausgestattet.
Besucht
man
–
seitens
des
Europäischen
Sozialfonds
ko-finanzierte
–
Kurse
des
Österreichischen
Arbeitsmarktsservices,
ist
eine
der
ersten
Empfehlungen,
nachdem
man
den
eigenen
Lebenslauf
gestaltet
hat,
man
solle
sich
um
die
Ecke
bei
einem
Personalverleiher
vorstellen
gehen.  Saisonal
und
befristet
Beschäftigte
 Freie
WerkvertragsnehmerInnen
 Freie
DienstnehmerInnen
 Schein-
und
so
genannte
„Neue
Selbständige“
 FreiberuflerInnen
 NiedriglohnjobberInnen
1
Armutskonferenz,
www.armut.at
Begleitendes
Material
für
den
Unterricht
zu
prekären
Arbeitsverhältnissen
Seite
7/24
Diese
neuen
Arbeitsverhältnisse
sind
gekennzeichnet
vom
Wegfall
einer
ganzen
Reihe
von
arbeits-
und
sozialrechtlichen
Schutzbestimmungen:
Vorteile:
Freie
Zeiteinteilung
eigener
Chef
/
eigene
Chefin
sein
Zuverdienstmöglichkeit
für
Studierende
Nachteile:
kein
Krankengeld
kein
Arbeitslosengeld
kein
13.
und
14.
Gehalt
kein
bezahlter
Urlaub
keine
Einkommensgarantie
mangelnde
Altersvorsorge
kein
Mutterschutz
kein
Insolvenzentgeltsicherungsgesetz
Die
Zahl
der
Leiharbeit-NehmerInnen,
geringfügig
Beschäftigten,
freien
MitarbeiterInnen
und
WerkvertragnehmerInnen
–
so
genannte
atypische,
oder
auch
prekäre
Beschäftigungsverhältnisse
–
ist
in
den
letzten
Jahren
sprunghaft
angestiegen.
Dazu
kommen
neue
Arbeitsformen
wie
etwa
Arbeit
auf
Abruf.
In
Österreich
sind
die
Freien
Dienstverträge
seit
Anfang
1998
um
150%
angestiegen
und
die
Zahl
der
Neuen
Selbständigen
hat
sich
seit
Ende
1998
sogar
fast
vervierfacht.
Die
Arbeitszeit
–
und
damit
verbunden
das
Einkommen
–
schwankt
beträchtlich,
und
auch
die
in
Österreich
durchschnittlichen
Nettostundenverdienste
sind
mit
7,73
Euro
nicht
gerade
üppig.
Zudem
ist
die
Situation
der
neuen
Atypischen
vielfach
bestimmt
durch
hohe
Risiken,
Lohneinbußen,
mangelnde
soziale
Absicherung,
ausufernde
Arbeitszeiten
und
Überforderung.
Mit
der
Liberalisierung
und
Flexibilisierung
des
Arbeitsmarktes
kommt
es
zum
Rückgang
der
Lebensqualität
und
Einschränkung
einer
langfristigen
Lebensplanung.
Das
schwarze
Loch
der
Prekarisierung,
die
einhergehende
bewusst
hergestellte
Angst
und
Verunsicherung
der
(noch
regulär)
Beschäftigten
sowie
die
Entsolidarisierung
wird
dabei
nicht
nur
vom
Arbeitgeberlager
gewollt.
Es
wird
auch
programmatisch
von
Konzernen
und
neoliberalen
Regierungen
unter
den
Begriffen
„Ich-AGs“,
„1-Euro-Jobs“,
„Mini-Jobs“
und
–
ein
offen
Wort,
gelassen
ausgesprochen
–
„abgehängtes
Prekariat“2 gefördert
und
ausgebaut.
Die
Zurückdrängung
des
Normalarbeitsverhältnisses
findet
europaweit
statt.
Für
ArbeitgeberInnen
und
AuftraggeberInnen
haben
derartige
Arbeitsverhältnisse
eine
Vielzahl
von
Vorteilen:
 Das
unternehmerische
Risiko
wird
auf
den/die
ArbeitnehmerIn
übertragen.
 Es
sind
weniger
oder
keine
Sozialversicherungsbeiträge
zu
leisten.
 Die
arbeitsrechtlichen
Regelungen
fallen
weg,
es
gilt
kein
Kollektivvertrag
u.a.m.
Als
Nachteil
steht
dem
eigentlich
nur
die
nicht
immer
vollständig
und
direkt
steuerbare
Verfügbarkeit
(Atypische
sind
nicht
weisungsgebunden,
Möglichkeit
der
Vertretung
…)
gegenüber
–
und
in
der
Realität
stellen
sich
selbst
diese
"Freiheiten"
der
atypisch
Beschäftigten
häufig
nur
als
Schimäre
heraus:
Die
angespannte
Lage
am
Arbeitsmarkt
bietet
oft
ganz
einfach
keine
Möglichkeiten,
die
eigenen
Rechte
tatsächlich
einzufordern,
will
man
nicht
den
existenziell
notwendigen
Auftraggeber
verlieren.
2
Das
Unwort
des
Jahres
2006:
Die
deutsche
Presse
hat
ein
neues
Wort
gelernt:
„Abgehängtes
Prekariat“
lautet
nun
der
politisch
korrekte
Begriff
für
die
neue
Unterschicht,
die
man
kürzlich
in
einer
Studie
der
Friedrich-Ebert-Stiftung
(“Gesellschaft
im
Reformprozess”,
www.fes.de/inhalt/Dokumente/061017_Gesellschaft_im_Reformprozess_komplett.pdf
)
ausgemacht
haben
will.
8
Prozent
der
Deutschen
sollen
dieser
neuen
sozialen
Kaste
angehören,
Menschen
mit
einem
niedrigen
Bildungsniveau,
die
weder
Chancen,
noch
Motivation
für
einen
sozialen
Aufstieg
haben.
Begleitendes
Material
für
den
Unterricht
zu
prekären
Arbeitsverhältnissen
Seite
8/24
Atypische,
prekäre
Arbeit
aus
Sicht
der
Betroffenen
Die
folgenden
Seiten
wurden
im
Rahmen
von
Netzwerktreffen
„Selbständigkeit
vs
Soziale
Sicherheit“
2004
und
2005
in
Wien
von
Betroffenen,
also
atypisch
/
prekär
Beschäftigten,
erarbeitet:
Für
weiter
führende
Informationen
dazu
wenden
Sie
sich
bitte
an
barbara@waschmann.net
Belastungen

Prekäre
Arbeitsverhältnisse
o mangelnde
soziale
Absicherung
o kein
Krankengeld
/
kein
Krankenstand
o keine
Arbeitslosenversicherung
o Betriebsausfallversicherung
≠
Arbeitslosenversicherung
o mangelnde
monetäre
Absicherung
o keine
Senkung
der
laufenden
Kosten
bei
Einkommenseinbruch
o keine
Einkommenssicherheit
>
dadurch
niedriger
Lebensstandard
o mangelnde
(Zukunfts-)Perspektive,
mangelnde
Gestaltungsmöglichkeit
o mangelnde
soziale
Kontakte
o Einsamkeit
(such
dir
die
Unterstützung
selbst)
o Koppelung
von
Profit
und
Lohn
o zur
Verfügungstellen
von
Produktionsmitteln,
Raum,
Wartung
 Fortbildung
nur
in
der
Freizeit
und
auf
eigene
Kosten
 Wertschätzung
o Wertschätzung
der
eigenen
Arbeit
>
man
unterschätzt
sich
o Unselbständigkeit
und
Selbständigkeit
werden
sich
durch
Aushöhlung
der
ArbeitnehmerInnenrechte
ähnlicher
 Verantwortung
o Neue
Selbständige
werden
zu
unfreiwilligen
Subunternehmer/innen
o man
ist
sein
eigener
Steuerberater,
Netzwerkadministrator

Zeiteinteilung
o Vermischung
von
Arbeit
und
Freizeit
o kein
klar
abgegrenztes
Privatleben
o soziale
Komponenten
(Familie,
Lebensplanung)
o “freie”
Zeiteinteilung
kann
auch
zu
Nachtarbeit
führen
o Zeitmangel
(=
verdeckter
Ressourcenmangel),
weil
man
alles
selber
machen
muss
o viel
Arbeit
ohne
finanziellem
Erfolg
(“working
poor”)
Umgang
mit
Belastungen

unregelmäßige
Arbeitsbelastung
>
Selbstausbeutung,
sporadisches
Privatleben,
“Quartalschläfer”
werden

Arbeitsbelastung
als
Gesundheitsbelastungsfaktor

unregelmäßiges
Einkommen
führt
zu
Schulden

Notwendigkeit
von
Netzwerken
-
wie
bleibe
ich
am
Markt?

Abhängigkeit
von
informellen
Netzwerken
>
Kontakte
zu
Freunden,
KollegInnen,
Familie
pflegen

Selbsteinschätzung
hinsichtlich
Wert
der
eigenen
Arbeit/Leistung
>
Absprache
mit
KollegInnen
Begleitendes
Material
für
den
Unterricht
zu
prekären
Arbeitsverhältnissen
Seite
9/24
Risiken

Mehrarbeit,
Arbeitsumfang
weit
über
das
vereinbarte
Maß
hinaus

schwammige
Verträge
-
wenn
überhaupt
-
mit
dem
ständigen
Vorsatz,
das
beim
nächsten
Mal
nicht
mehr
zu
akzeptieren...

mit
Unvorhergesehenem
allein
fertig
zu
werden
>
Abhilfe
durch
Leihgeräte,
Computer,
Auto...

unberechenbare
Auftraggeber
>
Frust,
“soziale
Kompetenz”
ausbauen
Außensicht

aus
Sicht
des
Arbeitgebers:
On-Demand-Einsetzbarkeit
je
nach
Bedarfslage

aus
Sicht
“normaler”
Beschäftigungsverhältnisse:
“wunderbar”
o Atypische
gefährden
erworbene
Rechte
und
Kollektivvertrag
der
Angestellten

Sozialdumping
o Entsolidarisierung
>
Lohnspirale
nach
unten
Gesetzliche
Benachteiligungen

kein
gültiges
Arbeitsrecht

kein
Arbeitslosengeld

kein
13.
und
14.
Monatsgehalt

keine
gesetzliche
Interessensvertretung,
obwohl
große
Betroffenheit

Weiterbildungsscheck
nur
für
Angestellte

Verdienstgrenzen
/
höhere
Versicherungspflichtgrenzen

Unsicherheit
bei
ärztlicher
Versorgung

Visum
an
Gewerbeschein
gebunden
(unterschiedliche
Behandlung
wenn
unselbständig)

EU-Gesetze
vs.
nationale
Gesetze

EU-weit
unterschiedliche
Mindestlöhne
und
Steuergesetze

fehlende
Unterstützung
von
Staat,
Banken
und
Versicherungen

wenig
rechtliche
Unterstützung
(weder
Info
noch
Geld)

Atypisch
Beschäftigte
sind
gewerkschaftlich
schwer
zu
organisieren,
weil
zersplittert

Im
Insolvenzfall
können
„Neue
Selbständige“
per
Gesetz
keinen
Firmenkonkurs
anmelden,
sondern
werden
als
Privatkonkurs
behandelt
und
daher
7
lange
Jahre
lang
aufs
Existenzminimum
gepfändet
was
einen
Neustart
so
gut
wie
verunmöglicht
Gründe
für
zunehmend
unsichere
Beschäftigungsverhältnisse

atypische,
prekäre,
unsichere
Beschäftigung
ist
für
Wirtschaft
-
kurzfristig!
-
Erfolgsmodell

Export
von
Arbeitskräften

Abwälzung
des
Unternehmerrisikos
/
wirtschaftlichen
Drucks
/
der
sozialen
Verantwortung
auf
ArbeitnehmerInnenseite
zugunsten
des
“Shareholder
Values”

Kostenersparnis
bei
Sozialleistungen

der
Betriebsrat
/
die
Betriebsrätin
wird
daran
gehindert,
sich
für
atypisch
Beschäftigte
einzusetzen

Kosten
für
atypisch
beschäftigtes
Personal
werden
als
Sachkosten
verbucht,
“verschönern”
den
Jahresbericht
einer
Aktiengesellschaft

Lissabon-Ziele
der
EU:
Konditionierung
auf
Wettbewerb,
wo
hingegen
auch
soziale
Sicherheit
als
Ziel
festgelegt
wurde,
aber
kaum
Erwähnung
findet

Privatisierung
ist
nur
an
Gewinnmaximierung
orientiert

Rückzug
des
Staates,
Streichung
von
Subventionen

Staat
als
Arbeitgeber
gibt
Vorbild
für
Atypische
Beschäftigung

“just
in
time”-Produktion

öffentliche
Stimmung
bewirkt
Sinken
der
Hemmschwelle,
die
Manager-Gehälter
steigen

geringer
Protest
-
Arbeitslosigkeit
“noch
nicht
hoch
genug”,
weil
verdeckt

fehlende(s)
Bewusstsein
/
Aufklärung
Begleitendes
Material
für
den
Unterricht
zu
prekären
Arbeitsverhältnissen
Seite
10/24
Vor-
und
Nachteile
nach
Art
des
Arbeitsvertrages:
Normale
08
Atypische
Beschäftigung
in
Österreich
2006
Kategorie
Freier
Dienstvertrag
Besonderheit
Geringere
Weisungsgebundenheit
Unselbst.
Besch.
27.400
Vorteile
Flexibilität
Freie
Zeiteinteil.
geringfügiger
freier
Dienstvertrag
Werkvertrag
Geringere
Weisungsgebundenheit
43.700
Flexibilität
Freie
Zeiteint
Werkerstellung
Erfolgsrisiko
Keine
pers
Abhängigkeit
Gewährleistung
Schadenersatz
Haftung
Vereinbarte
AZ
<
gesetzl/KV-NAZ
lt
L&R
Studie
2005
ca
31.300
bzw
20.000
excl
WTH,
Tierärzt.,
DentistI,
JournalistI
u
KünstlerI
(2003)
Flexibilität
Eigenverantwortung
geringfügige
Beschäftigung
Einkommen
<
349,01
235.500
Telearbeit
dislozierter
Arbeitsplatz
Leiharbeit
Überlasserbetrieb
=/=
Beschäftigerbetrieb
83.300
regelm.
255.000
insges.
60.000
Schichtarbeit
AZ
nicht
immer
tagsüber
AZ
nachts
Teilzeit
Nachtarbeit
764.100
600.000
abhängig
von
Einkommen
und
Fähigkeiten
Vereinbarkeit,
wenn
Existenzsicherung
Zuverdienst,
wenn
Existenzsicherung
Flexibilität
Brückenfunktion
zu
„Normalarbeitsverh“
Verh
AZ
und
Entgelt
Nachteile
=/=
KEF
=/=
Urlaub
=/=
KV-Mindestlohn
=/=
KEF
=/=
Urlaub
=/=
KV-Mindestlohn
Diesbzgl
Überforderung
Rollenzementierung,
berufl
Diskriminierung
Geringer
Sozialversicherungsschutz
Selbstausbeutung
Niedriges,
diskontinuierliches
Einkommen
Gesundheitliche
Langzeitfolgen
231.700
regelm.
612.000
insges.
Kontakt:
Doris
Lutz
/
Arbeiterkammer
Wien,
Abteilung
Sozialpolitik,
Tel
01
-
501
65-0
Begleitendes
Material
für
den
Unterricht
zu
prekären
Arbeitsverhältnissen
Seite
11/24
Arbeits-
und
sozialrechtliche
Lücken
VollzeitTeilzeitgeringfügige
freier
beschäftigung beschäftigung Beschäftigung Dienstvertrag
Werkvertrag
ohne
Gewerbeschein
sachliche
Weisungen
ja
ja
ja
ja
nein
persönliches
Weisungsrecht
Vertretungsrecht
ja
ja
ja
nein
nein
nein
nein
nein
Karenzierung
und
Kündigungsschutz
Wochenhilfe
ja
ja
ja
ja
ja
(Vereinbarun
g
nein
nein
ja
ja
ja
¤
7.30
täglich Betriebshilfe
Kündigungsschutz
Urlaub
Entgeltfortzahlung
Konkurrenzklausel
Haftung
ja
ja
ja
ja
DNHG
ja
ja
ja
ja
DNHG
ja
ja
ja
ja
DNHG
nein
nein
nein
nein
DNHG
Träger
Zahlungspflicht
Versicherungsschutz
GKK
AG
UV,
KV,
PV,
ALV
GKK
AG
UV,
KV,
PV,
ALV
GKK
AG
UV,
Selbstversiche
rung
möglich
Unfallversicherung
Krankenversicherung
ja
ja
ja
ja
ja
nein
GKK
SVA
AG
WVnehmerIn
gB
UV,
ALV,
PV,
UV,
KV
mit
bei
KV
nur
SL
Selbstbehalten
und
WG
¤
7,30/Tag
ja
ja
wenn
>
ja
mit
349,01
Selbstbehalten
Pensionsversicherung
ja
ja
nein
Arbeitslosenversicherung ja
ja
nein
wenn
>
349,01
ja
Kontakt:
Doris
Lutz
/
Arbeiterkammer
Wien,
Abteilung
Sozialpolitik,
Tel
01
-
501
65-0
nein
nein
nein
nein
Gewährleistung
ja
nein
Was
muss
zur
Verbesserung
der
Situation
getan
werden?

Modernisierung
und
Vereinheitlichung
des
ArbeitnehmerInnen-Begriffes

soziale
Absicherung
o Grundsicherung
/
Grundeinkommen
zur
Sicherung
der
Grundbedürfnisse
o zwingendes
Arbeitsrecht
o Mindeststundensatz
o Kollektivverträge
o Pensionsanspruch
(Grundeinkommen)
o Neuregelung
im
Insolvenzfall,
Verkürzung
der
Pfändung
auf
Existenzminimum

Abgeltung
für
Anbahnungskosten,
im
wissenschaftlichen
Bereich
finanzielle
Förderung
von
Publikationen

Macht
durch
Solidarisierung
wird
zu
Machtfaktor
Erfolge
atypische
Beschäftigung
in
Österreich
in
Schranken
zu
weisen
Die
Gewerkschaft
der
Privatangestellten
(GPA)
hat
die
„Offensive
zur
Verbesserung
der
Arbeitsbedingungen
in
Call-Centern“
in
Österreich
gestartet,
die
erste
Erfolge
zeitigt
(siehe
Link-Tipps).
Aktuelle
Beispiele
in
Österreich,
Arbeitsrechte
auf
Druck
der
KonsumentInnen
und
Gewerkschaften
wieder
einzuführen
sind
die
Betriebsratswahlen
bei
der
Textilkette
KiK
und
Aida
sowie
die
Lidl-Kampagne
in
Deuschland
(siehe
Link-Tipps).
Absicherung
für
Freie
DienstnehmerInnen
beschlossen
Änderungen
bei
Arbeitslosenversicherung,
Krankengeld,
Wochengeld
und
Insolvenz
Der
Sozialausschuss
des
Nationalrats
hat
am
27.
November
2007
die
Umsetzung
wichtiger
Verbesserungen
für
Freie
DienstnehmerInnen
ab
1.
1.
2008
beschlossen.
Neben
der
Einbeziehung
in
die
Arbeitslosenversicherung
werden
Freie
DienstnehmerInnen
ab
01.01.2008
auch
in
die
Abfertigung
Neu
und
den
Insolvenzfonds
miteinbezogen,
gleich
den
Angestellten.
Zudem
erhalten
Freie
DienstnehmerInnen
ab
dem
4.
Tag
Krankengeld von
der
Gebietskrankenkasse,
sowie
Wochengeld,
bemessen
nach
dem
Nettoeinkommen
der
letzten
3
Monate.
Aus
Sicht
der
work@flex sind
entscheidende
Schritte
gesetzt
worden,
um
Freie
DienstnehmerInnen
sozial
besser
abzusichern.
Die
nächste
Etappe
sollte
jetzt
die
Einbeziehung
von
Freien
DienstnehmerInnen
in
die
Kollektivverträge
sein.
Quelle:
www.gpa-djp.at/servlet/ContentServer?pagename=GPA/Page/Index&n=GPA_4.a&cid=1196336875228
Billiglohnländer
Fabriken
in
den
westlichen
Industrienstaaten
werden
reihenweise
geschlossen,
die
Produktion
wird
in
so
genannte
Billiglohnländer
verlagert.
Als
Begründung
werden
zumeist
zu
hohe
Lohnnebenkosten
genannt.
In
Billiglohnländern
sind
Gewerkschaften
zumeist
verboten,
es
gibt
kein
Streikrecht
dafür
aber
 fehlende
Sozialstandards,
 Arbeitswochen
von
mehr
als
70
Stunden,
 schwere
Arbeitsunfälle
aufgrund
mangelnder
Schutzvorrichtungen
 und
wenig
bis
keine
Umweltschutzauflagen.
Gleichzeitig
werden
diese
Zulieferbetriebe
brutal
gegeneinander
ausgespielt.
Zwischen
den
Ländern,
auch
innerhalb
der
Europäischen
Union,
kommt
es
derzeit
zu
immer
stärkerem
Lohn-Dumping
und
einer
„Spirale
nach
unten“.
Begleitendes
Material
für
den
Unterricht
zu
prekären
Arbeitsverhältnissen
Seite
13/24
Freie
Produktionszonen
In
den
1980er
Jahren
entstanden
auf
Anregung
des
Internationalen
Währungsfonds
(IWF)
in
etlichen
„Ländern
des
Südens“3
so
genannte
"Freie
Produktionszonen"
(kurz
FPZ
bzw.
Export
Processing
Zones,
kurz
EPZ).
Weltweit
existieren
rund
200
solche
Freie
Produktionszonen
in
etwa
50
Ländern.
Dort
sind
etwa
42
Millionen
Menschen
beschäftigt,
davon
80%
Frauen
im
Alter
zwischen
16
und
25
Jahren.
Sie
bekommen
zwischen
20
und
50%
weniger
Gehalt
als
die
Männer,
die
in
den
Produktionszonen
beschäftigt
sind.
Allein
in
Mexiko
arbeiten
mehr
als
1
Million
Menschen
in
solchen
Zonen.
Die
Arbeitssituation
in
Freien
Produktionszonen
ist
gekennzeichnet
durch
 niedrige
Löhne,
 unzureichende
Sozialleistungen,
 lange
Arbeitszeiten,
 gefährliche
Arbeitsplätze
 und
das
Verbot
von
Gewerkschaften.
"Frei"
sind
diese
Produktionszonen
von
Steuern,
frei
von
freien
Gewerkschaften
und
frei
von
sozialen
Mindeststandards.
Die
Textilindustrie
ist
bekannt
für
ihre
schlechten
Arbeitsbedingungen.
Arbeitswochen
von
mehr
als
70
Stunden,
geringe
Löhne
und
Entlassungen
wegen
Gewerkschaftsangehörigkeit
sind
keine
Seltenheit.
Die
Lohnkosten
betragen
nur
einen
geringen
Prozentsatz
des
Stückpreises,
was
in
keinem
Verhältnis
zu
den
Werbeausgaben
der
großen
Marken
und
ihren
Gewinnen
steht:
Diese
"Freien"
Produktionsanlagen
werden
auch
"maquiladoras"
oder
"sweat
shops"
genannt.
Oft
liegen
sie
–
versehen
mit
Zugangsschranken
–
an
der
Küste
eines
Landes.
Auf
diesen
Territorien
ist
jegliches
Recht
außer
Kraft
gesetzt.
Auf
der
Tagesordnung
stehen
Einschüchterung,
Überwachung
und
Unterdrückung.
Mehrheitlich
arbeiten
in
diesen
"maquilas"
Frauen.
Überstunden
zu
verweigern
kann
sich
niemand
leisten.
So
kommt
es
dann
auch
schon
mal
zu
90-Stunden-Wochen
(etwa
13
Stunden
an
7
Tagen
die
Woche).
Mit
35
Jahren
sind
die
Frauen
dann
reif
für
die
Pension
-
wenn
es
sie
denn
dort
gäbe.
Zu
den
Kunden
Freier
Produktionszonen
zählen
Tommy
Hilfinger,
H&M,
Nokia,
Disney
(Spielzeug),
u.v.m.
Zum
Download
in
hoher
Auflösung:
http://doku.cac.at/jeansplakat.jpg
3
Früher
„Entwicklungsländer“
oder
auch
„Dritt-Welt-Länder“
genannt.
Mittlerweile
hat
die
Entwicklungszusammenarbeit
die
Unangemessenheit
dieser
Begriffe
erkannt.
Begleitendes
Material
für
den
Unterricht
zu
prekären
Arbeitsverhältnissen
Seite
14/24
Lernziele
Die
Schülerinnen
und
Schüler
eignen
sich
am
Beispiel
von
sozialer
Sicherung
und
insbesondere
ihrem
Fehlen
komplexe
Sachverhalte
an
und
lernen
die
Auswirkungen
auf
die
Lebensgestaltung
und
den
Lebensalltag
der
Menschen
kennen.
Sie
erarbeiten
sich
die
Themenkreise
interdisziplinär,
erkennen
und
beschreiben
die
Problemstellungen
und
können
aus
diesem
erarbeiteten
Wissen
Schlussfolgerungen
ziehen
und
Bewertungen
vornehmen.








Die
Schülerinnen
und
Schüler
lernen
unterschiedliche
Sichtweisen
über
wirtschaftliche
Entwicklungen
und
ihre
Implikationen
auf
das
Erwerbsarbeitsleben
darzustellen,
indem
sie
beispielsweise
anhand
von
vergleichenden
Darstellungen
die
Profiteure
analysieren.
Die
Schülerinnen
und
Schüler
können
auf
der
Basis
der
Informationen
aus
diesen
Perspektivübernahmen
Gestaltungsnotwendigkeiten
sowie
Handlungsmuster
in
Bezug
auf
Erwerbsarbeit
bewerten,
um
daraus
auch
Entscheidungen
für
ihren
eigenen
Werdegang
zu
treffen.
Die
Schülerinnen
und
Schüler
erkennen,
dass
Erwerbsarbeitslosigkeit
nicht
nur
ein
gesellschaftliches,
sondern
auch
ein
„gewolltes“
Problem
ist.
Die
Schülerinnen
und
Schüler
kennen
–
an
ihre
Lebenswirklichkeit
angepasst
–
Methoden
der
Zukunftsforschung
(Szenariotechnik),
um
soziale
Sicherheit
zu
analysieren
und
mögliche
nachhaltige
Forderungen
in
diesem
Bereich
zu
antizipieren.
Die
Schülerinnen
und
Schüler
diskutieren
und
analysieren
in
Gruppenarbeit
und
im
Plenum
ihre
Standpunkte
zur
Thematik
und
können
in
diesem
Zusammenhang
Kontroversen
demokratisch
austragen.
Sie
werden
befähigt
ihre
Meinungsverschiedenheiten
und
Konflikte
konstruktiv
zu
bewältigen.
Sie
sind
in
der
Lage,
die
Resultate
ihrer
Arbeiten
und
Einsichten
in
Bezug
auf
soziale
Sicherheit
für
unterschiedliche
externe
Gruppen
(zum
Beispiel
Schülerinnen
und
Schüler
anderer
Klassen,
Eltern,
Homepage
der
Schule)
zielgruppengerecht
zu
präsentieren.
In
diesem
Zusammenhang
beschreiben
sie
eigene
und
gemeinsame
erfolgreiche
Lernpfade
im
Kontext
der
Thematik
und
stellen
dar,
wie
diese
für
weiteres
Lernen
genutzt
werden
können.
Die
Schülerinnen
und
Schüler
lernen
anhand
von
aktuellen
Informationen
die
politischen
und
wirtschaftlichen
Tendenzen
im
Umgang
mit
der
„Ware
Mensch“
einzuschätzen
und
beurteilen
die
Hintergründe,
Formen
und
Auswirkungen
des
eigenen
Lebensstils
und
des
Lebensstils
anderer
Personen
sowie
Gesellschaften
auf
die
Lebens-
und
Arbeitssituation
der
Menschen.
Sie
beschreiben
Lebensweisen,
welche
die
soziale
Sicherung
und
faire
Verteilung
von
Kapital
und
Arbeit
befördern.
Das
Thema
"Beschäftigungsverhältnisse"
unter
Aspekten
des
globalen
Lernens
zu
behandeln,
bedeutet
neben
der
grundlegenden
Sensibilisierung
für
soziale
Rechte
hinaus
auch
ethische,
soziale,
politische
und
ökonomische
Fragestellungen
zu
beleuchten.
Will
man
sich
mit
dem
sehr
vielschichtigen
Thema
auseinandersetzen,
sollte
die
unterschiedliche
Betroffenheit
(von
Mensch,
Wirtschaft,
Politik)
berücksichtigt
werden.
Begleitendes
Material
für
den
Unterricht
zu
prekären
Arbeitsverhältnissen
Seite
15/24
Bezug
zum
Lehrplan
Nachstehend
finden
sich
Einstiege
ins
Thema,
Impulsfragen
und
methodische
Anregungen,
die
unabhängig
von
Materialien
sind
und
einfach
im
Unterricht
eingebaut
werden
können.
Je
nach
verfügbarem
Zeitbudget
und
der
Möglichkeit
zu
fächerübergreifenden
Projektstunden/-tagen
werden
die
vor
genannten
Lernziele
erreicht.
Das
Thema
der
Beschäftigungsverhältnisse
/
sozialer
Sicherung
kann
innerhalb
der
Lehrpläne
nahezu
in
jedem
Unterrichtsfach
thematisiert
werden.
In
Deutsch
können
Texte
gelesen,
selbst
verfasst
und
szenisch
dargestellt
werden.
Für
Geografie-
und
Wirtschaftskunde
bieten
der
Film
und
die
folgenden
Impulse
viele
Anknüpfungspunkte.
In
Informatik
oder
Fremdsprachen
lassen
sich
Arbeitsverhältnisse
in
der
Welt
untersuchen.
Mathematik
eignet
sich
für
Berechnungen
der
Konzern-/Börsengewinne
im
Verhältnis
zu
Mindestlöhnen.
In
Bildnerischer
Erziehung
können
Collagen
und
Bilder
unterstützen,
Impressionen
zu
verarbeiten.
Im
Musikunterricht
kann
das
Thema
mit
eigenen
Kompositionen
erlebt
werden.
Am
nachhaltigsten
ist
es,
"soziale
Rechte"
fachübergreifend
zum
Thema
zu
machen.
Zu
den
einzelnen
Bereichen
und
eingearbeiteten
Fragen
finden
Sie
vielfältige
Materialien
und
Medien
in
Österreich
bei
BAOBAB
Weltbilder
Medienstelle
und
den
regionalen
Mediatheken
(in
allen
Bundesländern)
www.baobab.at
und
www.normale.at
¿
Verkehrte
Welt
?
Die
Karte
in
der
Petersprojektion
stellt
die
bei
uns
übliche
Weltkarte
"auf
den
Kopf".
Sie
lädt
dazu
ein,
neue
Welt.Sichten
auszuprobieren.
Bezugsquelle:
www.welthaus.at/layout/index.php3?scheme=4700
Begleitendes
Material
für
den
Unterricht
zu
prekären
Arbeitsverhältnissen
Seite
16/24
Didaktische
Anregungen
Im
Rahmen
der
Vorführungen
von
normale.at
dient
der
Film
als
Impuls-Medium
zur
Ein-
oder
Hinführung
zu
den
genannten
Themenfeldern
und
reicht
durch
eine
vertiefende
inhaltliche
Auseinandersetzung
über
den
Kinosaal
hinaus.
Zur
nachhaltigen
Auseinandersetzung
ist
es
in
jedem
Fall
förderlich,
auf
Vernetzung,
Selbsttätigkeit
und
Handlungsorientierung
abzuzielen.
Impulse
für
den
Unterricht
Impulsfragen
Zur
Einstimmung
können
Aufsätze
geschrieben,
Bilder
zu
den
folgenden
Fragestellungen
gemalt
werden:
 Wie
sieht
„Arbeit“
im
Alltag
der
Menschen
hier
und
in
anderen
Ländern
und
Erdteilen
aus?
 Welche
Berufe
gibt
es
in
der
Stadt
/
am
Land?
 Wie
schätzen
wir
die
jeweiligen
Arbeitsrechte
ein?
 Inwieweit
prägen
soziale
Rechte
die
Lebensweisen
und
–einstellungen
des
Menschen?
Die
Antworten
können
auch
auf
Karteikarten
gesammelt
und
zu
einem
Gesamtergebnis
strukturiert
werden.
Diese
Arbeiten
dienen
in
einer
späteren
Phase
dazu,
die
eigene
Sinneswandlung
durch
Information
zu
dokumentieren.
Überprüfung
von
vorgefassten
Meinungen
Freie
Assoziationsketten
zu
Wohlfahrt
und
WohlfahrtsempfängerInnen:
 Was
denkst
Du,
wenn
Du
das
Wort„Auslagerung“
hörst?
 Was
fällt
Dir
ad
hoc
ein,
wenn
ich
das
Wort
„Dienstleistung“
sage?
 Wer
sind
die
Menschen,
die
in
einem
Callcenter
arbeiten?
 Warum
braucht
eine
Gesellschaft
ein
Sozialwesen?
Schreibt
alle
Assoziationen
auf
ein
Flip-Chart
/
eine
Tafel.
Reflexion
–
Reaktion
 Welcher
Film
hat
Dich
am
meisten
berührt?
Warum?
 Welche
Szene
dieses
Films
hat
Dich
am
meisten
berührt
und
warum?
 Wovon
sind
die
Menschen
in
dem
Film
betroffen?
Wofür
kämpfen
sie?
 Was
erwartest
Du,
wenn
Du
ein
Computerspiel
spielst?
 Was
für
einen
neuen
Job
könntest
Du
kreiieren?
 Was
ist
für
Dich
Soziale
Sicherheit?
Eigene
Arbeitserfahrungen
Zur
Einstimmung
können
Aufsätze
geschrieben,
Bilder
zu
den
folgenden
Fragestellungen
gemalt
werden:
 Was
verbinden
wir
mit
Arbeit?
 Gibt
es
noch
andere
Arbeit
außer
Erwerbsarbeit?
Wozu
ist
sie
gut?
Wie
wird
sie
geschätzt?
 Ist
es
möglich,
das
zu
arbeiten,
was
man
wirklich
wirklich
tun
will?
 Wenn
ich
mir
vorstelle
...
a) Goldfarmer
b) Flughafenbedienstete/r
c) allein
erziehende
Mutter
zu
sein,
dann
würde
mein
Tagesablauf
so
aus
sehen
...
Mit
den
SchülerInnen
werden
ausgewählte
Fakten
besprochen
und
genauer
beleuchtet
(Unklarheiten
Begleitendes
Material
für
den
Unterricht
zu
prekären
Arbeitsverhältnissen
Seite
17/24
aufdecken!)
Versetzt
Euch
in
eine
Situation
dieser
Geschichten
und
versucht
sie
spielerisch
darzustellen.
Auf
mehreren
Flip-Charts
werden
die
Ergebnisse
aus
der
Diskussion
zu
den
folgenden
Fragen
festgehalten:
 Habe
ich
schon
gearbeitet?
Bei
wem?
Wofür?
 Was
glaubst
Du
sind
die
Unterschiede
zwischen
einem
Angestelltenverhältnis
und
einem
freien
Werkvertrag?
 Was
haben
Menschen
alles
nicht,
wenn
sie
keine
soziale
Sicherung
haben?
 Wer
profitiert,
wenn
die
Menschen
keine
Arbeitsrechte
haben?
Und
warum?
Die
Ermittlung
von
Vor-
und
Nachteilen
verschiedener
Beschäftigungsformen
führt
zu
ihrer
Bewertung.
Die
Schülerinnen
und
Schüler
stellen
ihre
Wertungen
auf
Plakaten
dar,
die
in
der
Schule
(später
zu
Hause)
ausgehängt
werden:
 Was
wird
mir
bei
meiner
Arbeit
wichtig
sein?
 Welche
Nachteile
wäre
ich
bereit
in
Kauf
zu
nehmen,
wenn
ich
dafür
„frei“
arbeiten
kann?
Alle
Flip-Charts
zur
Wissens-Dokumentation
für
spätere
Phase
aufbewahren,
ggf.
abfotographieren.
Recherche
mit
anschließender
Präsentation
und
Diskussion
 Warum
werden
manche
Länder
„Billiglohnland“
genannt?
Wieso
ist
die
Arbeitskraft
dort
billiger?
 Wer
profitiert
auf
wessen
Kosten
(cui
bono)?
 Wie
hängen
Armut/Ausbeutung,
wirtschaftliche
Machtkonzentration
und
Legalität
von
Freien
Produktionszonen/Steuerbefreiung
zusammen?
 Hat
das
etwas
mit
den
Arbeitsbedingungen
bei
uns
zu
tun?
Wenn
ja,
was?
 Wie
wichtig
wäre
Dir
persönliche
Bereicherung
durch
den
Besitz
von
Aktien,
angesichts
dessen,
was
Du
heute
von
der
Welt
weißt?
Rollenspiele,
Dialoge
auch
in
die
Rolle
des/der
Andersdenkenden
schlüpfen!),
(Fishbowl-)
Diskussionen
www.european-mediaculture.org/fileadmin/video/sold_out/data/l_tipps.htm
Internationaler
Austausch
/
Vernetzung
mit
anderen
SchülerInnen
und
LehrerInnen
Menschen
in
anderen
Ländern
an
eigenen
Alltags-Erfahrungen,
Problemen,
Hoffnungen
teilhaben
lassen.
Geeignet
sind
e-mail
bzw.
Internetplattformen
wie
www.moodle.de
und
http://moodle.org
Viele
Menschen
haben
jedoch
keinen
Internetzugang,
daher
postalischer
Austausch
z.B.
von
AudioKassetten
oder
Bildern.
Möglichkeiten
von
SchülerInnenaustausch,
Teilnahme
an
internationalen
Sommer-Camps
recherchieren.
Kunstwerke
Recherche
und
Gestaltung
eigener
Kunstwerke
zu
den
Themen
mit
verschiedenen
Medien,
Veröffentlichung
oder
Verteilung
Aktion
Briefe
an
Prominente
und
(lokale)
PolitikerInnen
schreiben,
ihnen
Fragen
stellen
und
Eure
Meinung
sagen
Präsentation
des
Klassen-/Schulprojektes
nach
vorherigem
Training
gegenüber
Freund/innen
und
vor
der
Klasse
 bei
Parallelklassen
 bei
kommunalen
PolitikerInnen
 bei
NachbarInnen
 im
SchülerInnenparlament
(siehe
Link-Tipps)
Begleitendes
Material
für
den
Unterricht
zu
prekären
Arbeitsverhältnissen
Seite
18/24
Rollenspiel
zu
unsicheren
Arbeitsbedingungen:
Verschiedenen
Kleingruppen
werden
Rollenkarten
zugeteilt,
entweder
„Pro“
oder
„Kontra“.
Das
jeweilige
Team
erarbeitet
3
Argumente
entweder
dafür
oder
dagegen
und
präsentiert
diese
anschließend:
Aktionär/innen
Politiker/innen
Firmenchefinnen/-chefs
Journalist/innen,
Filmemacher/innen
Mitarbeiter/innen
einer
DiscountKette
oder
Leiharbeiter/innen
Betriebsrätinnen/-räte
Konsument/innen
Pro
Als
Aktionärinnen
/
Aktionäre
einer,
an
der
Börse
notierten
Aktiengesellschaft,
besitzen
wir
Anteile
an
ihrem
Grundkapital.
Geringe
oder
keine
Lohnkosten
sind
von
uns
VON
VORTEIL,
weil...
Als
Politikerinnen
/
Politiker
sind
wir
FÜR
die
Senkung
/
Abschaffung
der
Lohnkosten
und
Flexibilisierung
der
Arbeitszeit,
weil...
Als
Firmenchefinnen
/
Firmenchefs
sind
uns
unsichere
Arbeitsbedingungen
EGAL,
bzw.
wir
BEFÜRWORTEN
sie,
weil...
Als
freie
Journalist/innen
oder
Filmemacher/innen
nehmen
wir
unsichere
Arbeitsbedingungen
in
Kauf,
weil...
Als
Mitarbeiter/innen
einer
Discount-Kette
oder
Leiharbeiter/innen
machen
wir
diesen
Job
trotz
unsicherer
Arbeitsbedingungen,
weil...
Als
Betriebsräte
/
Betriebsrätinnen
vertreten
wir
im
Unternehmen
die
Interessen
der
Arbeitnehmer/innen.
Um
Werkvertragsnehmer/innen
oder
Freie
Dienstvertragsnehmer/innen
KÜMMERN
wir
uns
NICHT,
weil...
Als
Konsumentinnen
/
Konsumenten
sind
uns
unsichere
Arbeitsbedingungen
mancher
Menschen
EGAL,
weil...
Kontra
Als
Aktionärinnen
/
Aktionäre
einer,
an
der
Börse
notierten
Aktiengesellschaft,
besitzen
wir
Anteile
an
ihrem
Grundkapital.
Geringe
oder
keine
Lohnkosten
sind
uns
UNANGENEHM,
weil...
Als
Politikerinnen
/
Politiker
sind
wir
GEGEN
die
Senkung
/
Abschaffung
der
Lohnkosten,
weil...
Als
Firmenchefinnen
/
Firmenchefs
sind
wir
FÜR
die
soziale
Absicherung
unserer
Mitarbeiter/Innen
,
weil
...
Als
freie
Journalist/innen
oder
Filmemacher/innen
BELASTEN
uns
unsichere
Arbeitsbedingungen,
weil...
Als
Mitarbeiter/innen
einer
Discount-Kette
oder
Leiharbeiter/innen
BELASTEN
uns
unsere
unsicheren
Arbeitsbedingungen,
weil...
Als
Betriebsräte
/
Betriebsrätinnen
vertreten
wir
im
Unternehmen
die
Interessen
ALLER
Arbeitnehmer/innen.
Wir
sind
GEGEN
unsichere
Arbeitsbedingungen,
weil...
Als
Konsumentinnen
/
Konsumenten
sind
wir
DAGEGEN,
dass
Menschen
ausgebeutet
werden,
weil...
Begleitendes
Material
für
den
Unterricht
zu
prekären
Arbeitsverhältnissen
Seite
19/24
Redewendungen
und
Sprichwörter
zum
Thema:
Arbeit
ist
ein
Bestandteil
jeder
Gesellschaft
und
findet
sich
in
zahlreichen
Zitaten
und
Sprichwörtern
wieder.
Die
nachfolgende
Auswahl
kann
Anlass
geben,
(Erwerbs)Arbeit
zu
interpretieren,
aber
auch
Geschichten
oder
Bilder
dazu
entstehen
zu
lassen.
„Lieber
Feste
feiern
als
feste
arbeiten.“
„Die
Arbeit
schnell
weghudeln.“
„Arbeit
adelt“
–
„Arbeit
macht
das
Leben
süß.“
„Arbeit
ist
der
Fluch
der
trinkenden
Klasse.“
„Arbeit
allein
macht
nicht
glücklich.“
„Arbeit
bekommen“
–
„Arbeit
haben“
–
„Arbeit
suchen“
„einer
Arbeit
nachgehen“
–
„zur
Arbeit
gehen“
–
„zurück
an
die
Arbeit“
„An
einem
neuen
Einfall
zu
arbeiten
beginnen.“
–
„Pionierarbeit
leisten“
„am
Rotieren
sein
vor
Arbeit“
–
„bis
über
beide
Ohren
in
Arbeit
stecken“
„ein
Arbeitstier
sein“
–
„wie
ein
Pferd
arbeiten“
–
„wie
wild
arbeiten“
–
„ganze
Arbeit
leisten“
„jemandem
die
ganze
Arbeit
überlassen“
„geistige
Arbeit“
–
„sie
arbeiten
Hand
in
Hand“
„Arbeit
macht
frei“
„Arbeitsvertrag
mit
der
Verpflichtung,
keiner
Gewerkschaft
beizutreten“
„Drecksarbeit“
–
„Heidenarbeit“
–
„Schwarzarbeit“
„Geld
für
einen
arbeiten
lassen“
–
„in
die
eigene
Tasche
arbeiten“
„Harte
Arbeit
hat
noch
keinem
geschadet“
„Jede
Arbeit
ist
ihres
Lohnes
wert“
–
„Wie
die
Arbeit,
so
der
Lohn“
„Jeder
hat
etwas
zu
sagen,
aber
keiner
macht
die
Arbeit“
„Muße,
nicht
Arbeit,
ist
das
Ziel
des
Menschen.“
"Wer
die
Arbeit
kennt
und
nach
ihr
rennt
und
sich
nicht
drückt,
der
ist
verrückt."
Berliner
Redensart
„Eines
der
Symptome
eines
sich
ankündigenden
Nervenzusammenbruchs
ist
die
Empfindung,
dass
die
eigene
Arbeit
etwas
ganz
schrecklich
Wichtiges
ist.“
Bertrand
Russell,
walisischer
Philosoph,
Mathematiker,
1872-1970
„Denken
ist
die
schwerste
Arbeit
die
es
gibt.
Das
ist
wahrscheinlich
auch
der
Grund,
dass
sich
so
wenige
Leute
damit
beschäftigen.“
Henry
Ford
I,
Gründer
des
gleichnamigen
Marke,
1863-1947
„Wenn
Du
ein
Schiff
bauen
willst,
dann
trommle
nicht
Männer
zusammen,
um
Holz
zu
beschaffen,
Aufgaben
zu
vergeben
und
die
Arbeit
einzuteilen,
sondern
lehre
die
Männer
die
Sehnsucht
nach
dem
weiten
endlosen
Meer.“
Antoine
de
Saint
Exupéry,
französischer
Schriftsteller,
1900-1944
„Ein
Mensch
sagt,
und
ist
stolz
darauf,
Er
geht
in
seiner
Arbeit
auf.
Bald
aber,
nicht
mehr
so
ganz
munter,
Geht
er
in
seiner
Arbeit
unter.“
Eugen
Roth,
deutscher
Dichter,
1895-1976
Begleitendes
Material
für
den
Unterricht
zu
prekären
Arbeitsverhältnissen
Seite
20/24
Medienanalyse
Ein
sehr
lohnendes,
aber
zeitaufwendiges
Projekt
ist
eine
vergleichende
Medienanalyse,
die
sich
ausführlich
mit
dem
Film
befasst:
Schulbücher,
Fernsehsendungen,
Zeitungen,
Magazine
und
Webseiten
auf
Darstellung
von
Menschen
verschiedener
Kulturkreise
oder
Länder
auf
Leitfragen
überprüfen
wie:
 Welche
gemeinsamen
Problemstellungen
sind
festzustellen?
 Welche
gemeinsamen
Interessen
teilen
verschiedene
Völker?
 Wie
wichtig
ist
die
Perspektive
der
Filmemacher/innen?
Ist
diese
auch
kulturell
bedingt?
(Blick
aus
dem
Innern
der
Festung
Europa
-
Blick
von
Außen
auf
Europa)
Filmanalyse
Leitfaden
www.mediamanual.at/mediamanual/leitfaden/filmgestaltung/filmanalyse/index.php
Skripten
von
Norbert
Franz:
„Das
Bild
und
die
Bilderfolge":
www.uni-potsdam.de/u/slavistik/vc/filmanalyse/kategorien/wissen/bild.htm
„Der
Ton"
www.uni-potsdam.de/u/slavistik/vc/filmanalyse/kategorien/wissen/ton.htm
"Narrative
Kategorie:
Handlung"
www.uni-potsdam.de/u/slavistik/vc/filmanalyse/kategorien/wissen/handlung.htm
"Narrative
Kategorie:
Figuren":
www.uni-potsdam.de/u/slavistik/vc/filmanalyse/kategorien/wissen/figuren.htm
„Das
narrative
Modell":
www.uni-potsdam.de/u/slavistik/vc/filmanalyse/kategorien/wissen/narratives_modell.htm
Glossare
von
Norbert
Franz:
www.uni-potsdam.de/u/slavistik/vc/filmanalyse/kategorien/wissen/glossar_technische_kategorien.htm
www.uni-potsdam.de/u/slavistik/vc/filmanalyse/kategorien/wissen/glossar_narrative_kategorien.htm
Begleitendes
Material
für
den
Unterricht
zu
prekären
Arbeitsverhältnissen
Seite
21/24
Link-Tipps:
Beratungsstellen
in
Österreich:
o
Arbeiterkammer
Wien,
«Arbeitswelt
&
Schule»
http://wien.arbeiterkammer.at/www-1493.html
o
work@flex,
Arbeitsgemeinschaft
der
Gewerkschaft
Privater
Angestellter
(GPA)
www.interesse.at
o
FlexPower,
Beratungszentrum
des
ÖGB
www.oegb.at/servlet/ContentServer?pagename=OEGBZ/Page/OEGBZ_Index&n=OEGBZ_3.6.g
eLearning-Modul
„Ein
Europa
für
Menschen
–
wirtschaftspolitische
Zusammenhänge
und
ihr
gesellschaftspolitischer
Einfluss“
von
normale.at
in
Zusammenarbeit
mit
dem
Verband
Österreichischer
Gewerkschaftlicher
Bildung
(VÖGB)
und
ÖGB-Verlag.
Ausschnitte
aus
Dokumentarfilmen
in
einer
Gesamtlänge
von
über
70
Minuten
mit
Analysen,
Fakten
&
Zahlen
veranschaulichen
aktuelle
wirtschafts-
und
sozialpolitische
Entwicklungen
in
Europa
Das
Modul
ist
frei
zugänglich
bei
www.voegb.at
/europa.html
Veloce
Betriebsratswahl
Videoclip
online:
http://austria.kanalb.org/topic.php?clipId=97
KiK
Betriebsratswahl
www.gpa-djp.at/servlet/ContentServer?pagename=GPA/Page/Index&n=GPA_40&cid=1159262865626
Aida
Betriebsratswahl
www.vida.at/servlet/ContentServer?pagename=S03/Page/Index&n=S03_999_Suche.a&cid=1176452209779
Lidl-Kampagne
Deutschland
www.verdi-blog.de/lidl
Euro
May
Day,
Europaweiter
Aktionstag
1.
Mai
www.euromayday.at
,
www.euromayday.org
(englisch)
Das
Forum
der
Ausgebeuteten
www.chefduzen.at
Starbucks
Workers
Union
Solidaritätskampagne
der
Syndikalistischen
Initiative
www.syndinit.org
Die
Armutskonferenz
www.armut.at
Die
Clean
Clothes-Kampagne
für
faire
Arbeitsbedingungen
weltweit
www.cleanclothes.at
Globales
Lernen
/
Entwicklungspolitische
Workshops
kommen
zu
Euch
an
die
Schule
www.suedwind.at
Globales
Lernen
in
Österreich
www.globaleducation.at
Begleitendes
Material
für
den
Unterricht
zu
prekären
Arbeitsverhältnissen
Seite
22/24
Infopool
zum
Globalen
Lernen
(Deutschland)
www.globlern21.de
VerNETZte
Welt
mit
Lexikon,
Link-Listen
www.european-mediaculture.org/fileadmin/video/sold_out/index.htm
Literatur-Empfehlungen:
Rechtsinfo
der
ÖGB
Frauen
und
des
ÖGB
Beratungszentrums
„Bist
Du
A-Typisch?“
(PDF,
1.1MB)
www.oegb.at/servlet/ContentServer?pagename=OEGBZ/Page/OEGBZ_Index&n=OEGBZ_3.6.g
AK-/ÖGB-Studie
"Atypisch
beschäftigt
–
Typisch
für
die
Zukunft
der
Arbeit?"
Schönbauer,
Laburda
2003
Zum
download
(PDF,
1.14MB):
www.oegb.at/servlet/BlobServer?blobcol=urldokument&blobheader=application%2Fpdf&blobkey=id&blobtabl
e=Dokument&blobwhere=1060188977969
Profit
over
People
–
Neoliberalismus
und
globale
Weltordnung.
von
Noam
Chomsky;
Europa-Verlag,
Hamburg
2003,
ISBN
3-203-76010-X
Asoziale
Marktwirschaft.
von
Hans
Weiss
und
Ernst
Schmiederer;
Kiepenheuer
&
Witsch,
ISBN
3-462-03412-X
Insider
aus
Politik
und
Wirtschaft
enthüllen,
wie
die
Konzerne
den
Staat
ausplündern.
Der
Irrsinn
der
Reformen.
Warum
mehr
Wettbewerb
und
weniger
Staat
nicht
zu
Wohlstand
führen
von
Philipp
Löpfe
und
Werner
Vontobel
Orell
Füssli,
Zürich
2005,
198
S.,
ISBN
3-280-05133-9
Die
Schweizer
Wirtschaftsexperten
Philipp
Löpfe
und
Werner
Vontobel
gehen
der
Frage
nach,
"warum
mehr
Wettbewerb
und
weniger
Staat
nicht
zu
Wohlstand
führen".
Je
produktiver
eine
Wirtschaft
ist,
so
ihre
Überzeugung,
desto
dringender
ist
sie
auf
Sozialsysteme
angewiesen,
"mit
denen
die
Einkommen
über
die
Lebenszeit
und
ihre
Wechselfälle
wie
Krankheit,
Arbeitslosigkeit,
Alter
verteilt
werden".
Schwarz-Buch
Lidl
ver.di
gmbh
medien
buchhandel
verlag,
ISBN
3-932349-12-1
Erstmalig
wird
darin
ein
Blick
hinter
die
Kulissen
der
erfolgreichen
Billig-Kette
Lidl
geworfen
und
Arbeitsbedingungen
von
rund
30.000
Beschäftigten
in
über
2500
Filialen
in
Deutschland
offen
gelegt.
Der
wirtschaftliche
Erfolg
des
Handelskonzerns,
der
nach
eigenen
Angaben
in
2004
einen
Umsatz
von
rund
36
Milliarden
Euro
erzielt
und
zu
den
erfolgreichsten
Handelsunternehmen
der
Welt
zählt,
geht
mit
miesen
Arbeitsbedingungen
für
die
Beschäftigten
Hand
in
Hand.
Begleitendes
Material
für
den
Unterricht
zu
prekären
Arbeitsverhältnissen
Seite
23/24
Schwarzbuch
Markenfirmen.
Die
Machenschaften
der
Weltkonzerne
von
Klaus
Werner
und
Hans
Weiss
Deuticke
Verlag,
Wien
2003,
ISBN
3-216-30715-8
Dieses
Buch
wird
Dich
wütend
machen.
Schwarzbuch
Privatisierung
-
Wasser,
Schulen,
Krankenhäuser.
Was
opfern
wir
dem
freien
Markt?
von
Michel
Reimon
und
Christian
Felber
Ueberreuter-Verlag,
ISBN
3-8000-3996-6
Das
GATS-Abkommen
sieht
die
Liberalisierung
sensibler
Märkte
vor.
Das
Buch
zeigt
auf,
wo
die
Gefahren
dieser
neuen
Marktwirtschaft
liegen.
Der
totale
Markt.
Gefahr
für
Sozialstaat
und
Demokratie
von
Andreas
Berndt,
Gerlinde
Breiner,
Martina
Kirchmayr,
Thomas
Roithner
ÖGB-Verlag
2001,
214
S.,
ISBN
3-7035-0843-4
Ungehemmte
Deregulierung
bedroht
die
Interessen
der
ArbeitnehmerInnen
weltweit
massiv
und
stellt
ihre
Interessensvertretungen
vor
schwierige
Herausforderungen.
Unter
dem
Deckmantel
von
"Reformen",
um
"Auswüchse
des
Wohlfahrtsstaates"
zu
bekämpfen,
die
"soziale
Treffsicherheit"
zu
erhöhen
oder
der
Wirtschaft
die
sie
"behindernden"
Normen
aus
dem
Weg
zu
räumen,
wird
auch
in
Österreich
eine
im
Ergebnis
zunehmend
unsoziale
Politik
betrieben.
ExpertInnen
aus
den
Bereichen
Politik
und
Wissenschaft
stellen
sich
der
Herausforderung
einer
fundierten
Analyse
neoliberaler
Politikentwürfe.
Darauf
aufbauend
wird
versucht,
strategische
Ansätze
zur
Rettung
von
sozialer
Marktwirtschaft
und
Wohlfahrtsstaat
zu
skizzieren.
Was
Reichtümer
vermögen
(2.
aktualisierte
Auflage)
Hg.:
Armutskonferenz,
Attac
Österreich,
BEIGEWUM
Mandelbaum
Verlag,
341
S.,
ISBN
3-85476-128-7
Warum
reiche
Gesellschaften
bei
Pensionen,
Gesundheit
und
Sozialem
sparen.
Was
zur
Wahl
steht
von
Ulrich
Beck
Suhrkamp,
Frankfurt/M.
2005.
127
S.,
ISBN
3-518-41734-5
Ulrich
Beck
empfiehlt
in
der
Politik,
nicht
länger
den
Konzernen
in
der
Hoffnung
auf
Arbeitsplätze
hinterherzulaufen,
sondern
in
einem
neuen
Sozialvertrag
Grundsicherungsmodelle
jenseits
des
Wachstumsund
Vollbeschäftigungszwangs
anzustreben.
Dabei
könne
nur
eine
transnational
agierende
Politik
neue
Gestaltungsmöglichkeiten
gewinnen.
Wenn
uns
die
Arbeit
ausgeht
von
Bernd
Guggenberger
Hanser
Verlag,
174
S.,
ISBN
3-446-15320-9
1988
veröffentlicht
gibt
der
Autor
die
Diskussion
um
Arbeitszeitverkürzung,
Einkommen
und
die
Grenzen
des
Sozialstaates
wieder.
Begleitendes
Material
für
den
Unterricht
zu
„John
&
Jane“
Seite
24/24
Arbeitsmaterialien
Die
folgenden
Vertragsmuster
wurden
uns
freundlicherweise
aus
dem
Projekt
„flex
in
the
city“
von
der
Gewerkschaft
der
Privatangestellten
(GPA)
und
der
Arbeiterkammer
Wien
zur
Verfügung
gestellt:
Jede
Vertragsart
besteht
aus
einer
Version
mit
eingebauten
Fallen
und
einer
korrigierten
Fassung:




Angestellten-Dienstvertrag
Arbeiter/innen-Dienstvertrag
Freier
Dienstvertrag
Werkvertrag
Diese
Hinweise
helfen
den
Jugendlichen,
eigene
Arbeitsverträge
auf
Fallstricke
hin
zu
überprüfen
und
können
als
Übung
in
den
Unterricht
integriert
werden.
Arbeitsrechtliches
Glossar
AG
ABGB
ALV
AngG
GewO
AZ
disloziert
DNHG
GKK
KV
NAZ
PV
SVA
SL
UV
WG
Arbeitgeber/in
Allgemeines
Bürgerliches
Gesetzbuch
Arbeitlosenversicherung
Angestelltengesetz
Gewerbeordnung
Arbeitszeit
ausgelagert
DienstnehmerInnenhaftpflichtgesetz
Gebietskrankenkasse
Krankenversicherung
Nachtarbeitszeit
Pensionsversicherung
Sozialversicherungsanstalt
Liste
aller
kassenpflichtigen
Medikamente
Unfallversicherung
Wochengeld
Lexikon,
das
wichtige
Begriffe
aus
dem
gesellschaftspolitischen
Bereich
erklärt:
http://diegesellschafter.de/information/lexikon/html.php?range=A#A
Gebührenfrei
ANGESTELLTENDIENSTVERTRAG
(die Formulierungen sind geschlechtsneutral zu verstehen)
1. VERTRAGSPARTEIEN
Dienstgeber:
.........................................................................................................
Adresse:
.........................................................................................................
Dienstnehmer:
.........................................................................................................
Wohnanschrift:
.........................................................................................................
geb. am:
.........................................................................................................
Staatsbürgerschaft:
.........................................................................................................
Familienstand:
.........................................................................................................
Sozialversicherungsnummer:
.........................................................................................
schließen folgenden Angestelltendienstvertrag:
Angestellten-Dienstvertrag mit Fehlern
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2. EINSTELLUNG UND PROBEZEIT
Das Dienstverhältnis beginnt am 30. 10. 2004 und ist auf 3 Monate befristet. Während dieser Zeit kann das Dienstverhältnis von beiden Seiten
jederzeit ohne Angabe von Gründen fristlos aufgelöst werden.
Bei gegenseitigem Einvernehmen geht das Dienstverhältnis nach Ablauf
der Befristung in ein unbefristetes über.
3. DIENSTVERWENDUNG
Der Dienstnehmer wird als Filialleiter eingestellt, er ist verpflichtet, alle
mit dieser Dienstverwendung verbundenen Arbeiten ordnungsgemäß
zu verrichten.
Der Dienstgeber behält sich vor, dem Dienstnehmer vorübergehend oder
dauerhaft eine andere Dienstverwendung zuzuteilen.
Bedingt die neue Verwendung die Einstufung in eine andere Verwendungsgruppe, so behält sich der Arbeitgeber vor, die diesbezügliche
Umreihung vorzunehmen.
4. ORT DER DIENSTLEISTUNG
Als Ort der regelmäßigen Dienstleistung werden die Filialen des Dienstgebers in Wien vereinbart. Arbeitseinsatz im gesamten Bundesgebiet ist jedoch möglich.
5. ARBEITSZEIT
Die regelmäßige wöchentliche Arbeitszeit beträgt ausschließlich der
Pausen 38,5 Stunden.
Die Einteilung der täglichen Arbeitszeit sowie deren vorübergehende oder dauernde Abänderung obliegt dem Dienstgeber.
Der Dienstnehmer verpflichtet sich zur Überstundenleistung im gesetzlichen Rahmen
6. Gehalt
Der Dienstnehmer wird in die Beschäftigungsgruppe IV des Kollektivvertrags für Angestellte in Handelsbetrieben eingestuft.
Aufgrund der vereinbarten Tätigkeit gebührt dem Dienstnehmer ein
Bruttomonatsgehalt von € 2.000,00.
Angestellten-Dienstvertrag mit Fehlern
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3
7. Aus- und Weiterbildung
Der Dienstnehmer ist verpflichtet, an vom Dienstgeber angeordneten
Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen teilzunehmen, auch wenn diese
fallweise außerhalb der Dienstzeit stattfinden.
8. URLAUB
Es wird vereinbart, dass der Urlaub nach Werktagen berechnet wird.
Der Gesamtanspruch besteht daher im Ausmaß von 30 Werktagen.
9. Konkurrenzklausel
Der Dienstnehmer verpflichtet sich für die Dauer von 2 Jahren nach Beendigung des Dienstverhältnisses, nicht im Geschäftszweig des Dienstgebers tätig zu werden.
Bei Verstoß gegen diese Klausel wird eine Pauschalkonventionalstrafe
von 3 Monatsgehältern vereinbart.
10. Dienstverpflichtung
Der Dienstnehmer hat alle ihm übertragenen Aufgaben mit Sorgfalt zu
erfüllen, während der Dauer des Dienstverhältnisses ist es dem Dienstnehmer nicht gestattet, ohne schriftliche Zustimmung des Dienstgebers, irgendeine Nebenbeschäftigung auszuüben.
11. Anrechnung der Vordienstzeiten
Für das Dienstverhältnis werden 5 Jahre als Vordienstzeit für die Berechnung der kollektivvertraglichen Einstufung und des Urlaubsanspruchs angerechnet.
12. Verfall
Sofern keine kollektivvertragliche Regelungen bestehen, wird vereinbart, dass sämtliche Ansprüche aus dem gegenständlichen Dienstverhältnis, bei sonstigem Verfall, innerhalb von sechs Monaten ab Fälligkeit
des Anspruches beim Dienstgeber schriftlich geltend gemacht werden
müssen. Bei rechtzeitiger Geltendmachung bleibt die gesetzliche Verjährungsfrist gewahrt.
Angestellten-Dienstvertrag mit Fehlern
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4
13. MITARBEITERVORSORGEKASSE
In unserem Betrieb wurde für die Mitarbeiter folgende Mitarbeitervorsorgekasse ausgesucht:
APK – Pensionskasseaktiengesellschaft
Landstraßer Hauptstraße 26
1031 Wien
Tel: 01/712 99 80
Fax: 01/712 99 80 DW 55
e-mail: office@apk-pensionskasse.at
14. Rechtsgrundlagen
Es gelten die Bestimmungen des Angestelltengesetzes und des Kollektivvertrages für Angestellte im Handel.
15. Kündigung
Es wird nach AngG § 20 Z 4 vereinbart, dass sowohl Dienstgeber als
auch Dienstnehmer das Dienstverhältnis unter Einhaltung der gesetzlichen Kündigungsfrist des Dienstgebers zum Monatsletzten lösen können.
16. Schriftform
Jede künftige Änderung der hierfür festgehaltenen Rechte und Pflichten, die nicht unmittelbar auf Gesetz, Kollektivvertrag oder Betriebsvereinbarung beruhen, werden schriftlich mitgeteilt bzw. schriftlich vereinbart. Für den Fall der länger als einen Monat dauernden Auslandstätigkeit werden die Entsendungsbedingungen gesondert schriftlich festgehalten.
................................................
Ort, Datum
................................................
Ort, Datum
................................................
Dienstgeber
................................................
Dienstnehmer
Angestellten-Dienstvertrag mit Fehlern
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Gebührenfrei
ANGESTELLTENDIENSTVERTRAG
(die Formulierungen sind geschlechtsneutral zu verstehen)
1. VERTRAGSPARTEIEN
Dienstgeber:
.........................................................................................................
Adresse:
.........................................................................................................
Dienstnehmer:
.........................................................................................................
Wohnanschrift:
.........................................................................................................
geb. am:
.........................................................................................................
Staatsbürgerschaft:
.........................................................................................................
Familienstand:
.........................................................................................................
Sozialversicherungsnummer:
.........................................................................................
schließen folgenden Angestelltendienstvertrag:
Angestellten-Dienstvertrag mit Korrekturen
Seite 1/4
2
2. EINSTELLUNG UND PROBEZEIT
Das Dienstverhältnis beginnt am 30. 10. 2005 und ist auf 3 Monate befristet. Während dieser Zeit kann das Dienstverhältnis von beiden Seiten
jederzeit ohne Angabe von Gründen fristlos aufgelöst werden.
Bei gegenseitigem Einvernehmen geht das Dienstverhältnis nach Ablauf
der Befristung in ein unbefristetes über.
3. DIENSTVERWENDUNG
Der Dienstnehmer wird als Filialleiter eingestellt, er ist verpflichtet, alle
mit dieser Dienstverwendung verbundenen Arbeiten ordnungsgemäß
zu verrichten.
Der Dienstgeber behält sich vor, dem Dienstnehmer vorübergehend oder
dauerhaft eine andere Dienstverwendung zuzuteilen.
Bedingt die neue Verwendung die Einstufung in eine andere Verwendungsgruppe, so behält sich der Arbeitgeber vor, die diesbezügliche
Umreihung vorzunehmen.
4. ORT DER DIENSTLEISTUNG
Als Ort der regelmäßigen Dienstleistung werden die Filialen des Dienstgebers in Wien vereinbart. Arbeitseinsatz im gesamten Bundesgebiet ist
jedoch möglich.
5. ARBEITSZEIT
Die regelmäßige wöchentliche Arbeitszeit beträgt ausschließlich der
Pausen 38,5 Stunden.
Die Einteilung der täglichen Arbeitszeit sowie deren vorübergehende oder dauernde Abänderung obliegt dem Dienstgeber.
Der Dienstnehmer verpflichtet sich zur Überstundenleistung im gesetzlichen Rahmen
6. Gehalt
Der Dienstnehmer wird in die Beschäftigungsgruppe IV des Kollektivvertrags für Angestellte in Handelsbetrieben eingestuft.
Aufgrund der vereinbarten Tätigkeit gebührt dem Dienstnehmer ein
Bruttomonatsgehalt von € 2.000,00.
Angestellten-Dienstvertrag mit Korrekturen
Seite 2/4
3
7. Aus- und Weiterbildung
Der Dienstnehmer ist verpflichtet, an vom Dienstgeber angeordneten
Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen teilzunehmen, auch wenn diese
fallweise außerhalb der Dienstzeit stattfinden.
8. URLAUB
Es wird vereinbart, dass der Urlaub nach Werktagen berechnet wird.
Der Gesamtanspruch besteht daher im Ausmaß von 30 Werktagen.
9. Konkurrenzklausel
Der Dienstnehmer verpflichtet sich für die Dauer von 2 Jahren nach Beendigung des Dienstverhältnisses, nicht im Geschäftszweig des Dienstgebers tätig zu werden.
Bei Verstoß gegen diese Klausel wird eine Pauschalkonventionalstrafe
von 3 Monatsgehältern vereinbart.
10. Dienstverpflichtung
Der Dienstnehmer hat alle ihm übertragenen Aufgaben mit Sorgfalt zu
erfüllen, während der Dauer des Dienstverhältnisses ist es dem Dienstnehmer nicht gestattet, ohne schriftliche Zustimmung des Dienstgebers, irgendeine Nebenbeschäftigung auszuüben.
11. Anrechnung der Vordienstzeiten
Für das Dienstverhältnis werden 5 Jahre als Vordienstzeit für die Berechnung der kollektivvertraglichen Einstufung und des Urlaubsanspruchs angerechnet.
12. Verfall
Sofern keine kollektivvertragliche Regelungen bestehen, wird vereinbart, dass sämtliche Ansprüche aus dem gegenständlichen Dienstverhältnis, bei sonstigem Verfall, innerhalb von sechs Monaten ab Fälligkeit
des Anspruches beim Dienstgeber schriftlich geltend gemacht werden
müssen. Bei rechtzeitiger Geltendmachung bleibt die gesetzliche Verjährungsfrist gewahrt.
Angestellten-Dienstvertrag mit Korrekturen
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13. MITARBEITERVORSORGEKASSE
In unserem Betrieb wurde für die Mitarbeiter folgende Mitarbeitervorsorgekasse ausgesucht:
APK – Pensionskasseaktiengesellschaft
Landstraßer Hauptstraße 26
1031 Wien
14. Rechtsgrundlagen
Es gelten die Bestimmungen des Angestelltengesetzes und des Kollektivvertrages für Angestellte im Handel.
15. Kündigung
Es wird nach AngG § 20 Z 4 vereinbart, dass sowohl Dienstgeber als
auch Dienstnehmer das Dienstverhältnis unter Einhaltung der gesetzlichen Kündigungsfrist des Dienstgebers zum Monatsletzten lösen können.
16. Schriftform
Jede künftige Änderung der hierfür festgehaltenen Rechte und Pflichten, die nicht unmittelbar auf Gesetz, Kollektivvertrag oder Betriebsvereinbarung beruhen, werden schriftlich mitgeteilt bzw. schriftlich vereinbart. Für den Fall der länger als einen Monat dauernden Auslandstätigkeit werden die Entsendungsbedingungen gesondert schriftlich festgehalten.
................................................
Ort, Datum
................................................
Ort, Datum
................................................
Dienstgeber
................................................
Dienstnehmer
Angestellten-Dienstvertrag mit Korrekturen
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Gebührenfrei
ARBEITER/INNEN-DIENSTVERTRAG
(die Formulierungen sind geschlechtsneutral zu verstehen)
1. VERTRAGSPARTEIEN
Arbeitgeber:
Herrengulaschtischlerei
Adresse:
Huzmannitenstrasse 79
Arbeitnehmer:
HerrengulaschesserIn
Wohnanschrift:
Lehner’s Speckstandl, Mariahilf
geb. am:
30.8.1967
Staatsbürgerschaft:
Österreich
Familienstand:
verheiratet
Sozialversicherungsnummer:
759/300867
schließen folgenden Arbeiterdienstvertrag:
Arbeiter/innen-Dienstvertrag mit Fehlern
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2. EINSTELLUNG UND PROBEZEIT
a) Unbefristetes Arbeitsverhältnis:
Das Arbeitsverhältnis beginnt am 1.11.2004
Die Probezeit, innerhalb der das Dienstverhältnis beiderseits jederzeit
aufgelöst werden kann,
wird für die Dauer von 4 Wochen vereinbart.
3. DIENSTVERWENDUNG
Der Dienstnehmer wird als Facharbeiter nach dem 2. Jahr nach der
Auslehre eingestellt. Er ist verpflichtet, alle mit dieser Dienstverwendung verbundenen Arbeiten ordnungsgemäß zu verrichten. Zu seinem
Tätigkeitsbereich gehören u.a.:
Herstellung von Maßmöbeln nach Plänen
Der Dienstnehmer verpflichtet sich, auch andere zumutbare Arbeiten
vorübergehend zu verrichten.
4. ORT DER DIENSTLEISTUNG
a) Als Ort der Dienstleistung wird der Betrieb in Wien vereinbart. Der
Dienstnehmer ist auch bereit, dauernd gegen Ersatz der damit
verbundenen Aufwendungen auch in anderen Betrieben des Arbeitgebers in Österreich zu arbeiten.
b) Die Arbeitsleistung erfolgt primär auf den jeweiligen Baustellen
etc., die als vertraglicher Arbeitsort gelten.
5. ARBEITSZEIT
Die regelmäßige wöchentliche Arbeitszeit beträgt ausschließlich der
Pausen 41 Stunden.
a) Die Einteilung der täglichen und wöchentlichen Arbeitszeit wird
wie folgt vereinbart:
Mo-Do 7.30 – 16:30, Fr 7:30 – 15:00
einschließlich der halben Stunde unbezahlte Pause.
Eine Änderung kann vom Arbeitgeber aus wichtigen Gründen zwei
Wochen vorher angeordnet werden.
Arbeiter/innen-Dienstvertrag mit Fehlern
Seite 2/5
-3-
b) Nach den Bestimmungen des Kollektivvertrages wird folgende Arbeitszeitregelung vereinbart:
Alle Fenstertage werden innerhalb eines Einarbeitungszeitraumes
von 7 Wochen eingearbeitet. In den Einarbeitungswochen beträgt
die wöchentliche Normalarbeitszeit 48 Stunden. Eine Überschreitung
von 45 Wochenstunden bedarf der Vereinbarung.
6. EINSTUFUNG UND ENTLOHNUNG
Der Arbeitnehmer wird nach den Bestimmungen des Kollektivvertrages
in Lohngruppe II eingestuft, bei einem kollektivvertraglichen Lohn von
derzeit Euro 8,03 brutto pro Stunde.
Die Abrechnung erfolgt monatlich . Das Entgelt wird im nachhinein bis
17. des Folgemonats auf die BAWAG Konto Nr. 054 100 84 034 überwiesen.
Der Anspruch auf Sonderzahlungen richtet sich nach dem Kollektivvertrag.
7. ÜBERSTUNDEN / MEHRARBEIT
Der Arbeitnehmer verpflichtet sich, im erlaubten Ausmaß Überstunden
zu leisten, sofern nicht berücksichtigungswürdige Gründe auf Seiten
des Arbeitnehmers entgegenstehen. Diese dürfen grundsätzlich nur
über ausdrückliche Anordnung des Arbeitgebers gemacht werden. Der
Arbeitnehmer ist verpflichtet, die von ihm geleisteten Mehrarbeitsstunden/Überstunden detailliert aufzuzeichnen und wöchentlich dem Arbeitgeber zur Abzeichnung vorzulegen.
a) Die Abrechnung der Mehrarbeitsstunden/Überstunden erfolgt laut
Kollektivvertrag für das Tischlergewerbe anhand der vom Arbeitnehmer aufgezeichneten und vom Arbeitgeber abgezeichneten
Arbeitszeitaufstellung.
b) Der Arbeitnehmer erhält für seine geleisteten Überstunden eine
Überstundenpauschale für durchschnittlich 5 Überstunden pro
Monat.
c) Zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer kann im Einzelfall auch
vereinbart werden, Mehrarbeitsstunden und Überstunden in Form
von Zeitausgleich abzugelten.
Arbeiter/innen-Dienstvertrag mit Fehlern
Seite 3/5
-4-
d) Durch das Überstundenpauschale sind alle vom Arbeitnehmer
geleisteten Mehr- und Überstunden im rechtlich erlaubten Ausmaß
abgegolten.
8. ERKRANKUNG
Der Arbeitnehmer hat jede Arbeitsverhinderung unverzüglich dem Arbeitgeber bekannt zu geben und bei Arbeitsverhinderungen, die krankheitsbedingt sind, unverzüglich eine kassen- oder gemeindeärztliche
Bestätigung über Beginn, voraussichtlicher
Dauer und Ursache der Arbeitsunfähigkeit vorzulegen. Diese Bestätigung hat einen Vermerk zu enthalten, dass der zuständigen Krankenkasse eine Arbeitsunfähigkeitsanzeige mit den obigen Angaben übermittelt wurde. Der Arbeitnehmer nimmt zur Kenntnis, dass er bei Nichteinhaltung dieser Verpflichtung für die Dauer der Säumnis den Anspruch
auf Entgeltfortzahlung verliert. Der Arbeitnehmer verpflichtet sich, zu
Unrecht bezogenes Entgelt zurückzuzahlen.
9. URLAUB
a) Es wird vereinbart, dass der Anspruch nach Arbeitstagen (Gesamtstunden) berechnet wird. Der Gesamturlaubsanspruch pro
Dienstjahr besteht daher im Ausmaß von 25 Arbeitstagen.
b) Der Arbeitnehmer ist damit einverstanden, dass 2 Wochen seines
Gebührenurlaubes als Betriebsurlaub in den Monaten Juli und
Jänner konsumiert werden.
c) In den Monaten Juni und Dezember ist eine Konsumation des Urlaubes aus betrieblichen Gründen nicht möglich.
10. KÜNDIGUNGSFRIST UND KÜNDIGUNGSTERMIN
a) richten sich nach dem Kollektivvertrag für das Tischlergewerbe
und beträgt eine Woche. Das Arbeitsverhältni kann nur zum Ende
der Arbeitswoche gelöst werden.
11. NAME UND ANSCHRIFT DER MITARBEITERVORSORGEKASSE:
In unserem Betrieb wurde für die Mitarbeiter folgende Mitarbeitervorsorgekasse ausgesucht: BAWAG/ALLIANZ, Hietzinger Kai 101-105, 1130
Wien.
Arbeiter/innen-Dienstvertrag mit Fehlern
Seite 4/5
-5-
12. VERFALL
Sämtliche Ansprüche aus dem gegenständlichen Arbeitsverhältnis müssen bei sonstigem Verfall innerhalb von vier Monaten ab Fälligkeit des
Anspruches eingeschrieben geltend gemacht werden. Bei rechtzeitiger
Geltendmachung bleibt die gesetzliche Verjährungsfrist von drei Jahren
gewährt.
13. Es gilt der Kollektivvertrag für das Tischlergewerbe
Kollektivvertrag, aushangpflichtige Gesetze, Betriebsvereinbarungen sowie sämtliche auf diesen Arbeitsvertrag anzuwendenden
Rechtsvorschriften liegen im Büro auf.
14. Änderungen der hier festgehaltenen Rechte und Pflichten, die nicht
unmittelbar auf Gesetz, Kollektivvertrag oder Betriebsvereinbarung
beruhen, werden schriftlich mitgeteilt bzw. vereinbart. Für den Fall
einer länger als einen Monat dauernden Auslandstätigkeit werden
die Entsendungsbedingungen gesondert schriftlich festgehalten.
30.10.2004
.....................................................
Ort, Datum
..................................................... ...................................................
Dienstgeber
Dienstnehmer
Arbeiter/innen-Dienstvertrag mit Fehlern
Seite 5/5
Gebührenfrei
ARBEITER/INNEN-DIENSTVERTRAG
(die Formulierungen sind geschlechtsneutral zu verstehen)
1. VERTRAGSPARTEIEN
Arbeitgeber:
Gulaschtischlerei
Adresse:
Huzmannitenstrasse 79
Arbeitnehmer:
GulaschesserIn
Wohnanschrift:
Landstraße xy
geb. am:
30.8.1967
Staatsbürgerschaft:
Österreich
Familienstand:
verheiratet
Sozialversicherungsnummer:
759/300867
schließen folgenden Arbeiterdienstvertrag:
-2-
2. EINSTELLUNG UND PROBEZEIT
a) Unbefristetes Arbeitsverhältnis:
Das Arbeitsverhältnis beginnt am 1.11.2005
Die Probezeit, innerhalb der das Dienstverhältnis beiderseits jederzeit
aufgelöst werden kann, wird für die Dauer von 4 Wochen vereinbart.
3. DIENSTVERWENDUNG
Der Dienstnehmer wird als Facharbeiter nach dem 2. Jahr nach der
Auslehre eingestellt. Er ist verpflichtet, alle mit dieser Dienstverwendung verbundenen Arbeiten ordnungsgemäß zu verrichten. Zu seinem
Tätigkeitsbereich gehören u.a.:
Herstellung von Maßmöbeln nach Plänen
Der Dienstnehmer verpflichtet sich, auch andere zumutbare Arbeiten
vorübergehend zu verrichten.
4. ORT DER DIENSTLEISTUNG
a) Als Ort der Dienstleistung wird der Betrieb in Linz vereinbart. Der
Dienstnehmer ist auch bereit, dauernd gegen Ersatz der damit verbundenen Aufwendungen auch in anderen Betrieben des Arbeitgebers in Österreich zu arbeiten.
b) Die Arbeitsleistung erfolgt primär auf den jeweiligen Baustellen etc.,
die als vertraglicher Arbeitsort gelten.
5. ARBEITSZEIT
Die regelmäßige wöchentliche Arbeitszeit beträgt ausschließlich der
Pausen 41 Stunden.
a) Die Einteilung der täglichen und wöchentlichen Arbeitszeit wird
wie folgt vereinbart:
Mo-Do 7.30 – 16:30, Fr 7:30 – 15:00
einschließlich der halben Stunde unbezahlte Pause.
Eine Änderung kann vom Arbeitgeber aus wichtigen Gründen zwei
Wochen vorher angeordnet werden.
Arbeiter/innen-Dienstvertrag mit Korrekturen
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-3-
b) Nach den Bestimmungen des Kollektivvertrages wird folgende Arbeitszeitregelung vereinbart:
Alle Fenstertage werden innerhalb eines Einarbeitungszeitraumes
von 7 Wochen eingearbeitet. In den Einarbeitungswochen beträgt
die wöchentliche Normalarbeitszeit 48 Stunden. Eine Überschreitung
von 45 Wochenstunden bedarf der Vereinbarung.
6. EINSTUFUNG UND ENTLOHNUNG
Der Arbeitnehmer wird nach den Bestimmungen des Kollektivvertrages
in Lohngruppe II eingestuft, bei einem kollektivvertraglichen Lohn von
derzeit Euro 8,03 brutto pro Stunde.
Die Abrechnung erfolgt monatlich . Das Entgelt wird im nachhinein bis
17. des Folgemonats auf die BAWAG Konto Nr. 054 100 84 034 überwiesen.
Der Anspruch auf Sonderzahlungen richtet sich nach dem Kollektivvertrag.
7. ÜBERSTUNDEN / MEHRARBEIT
Der Arbeitnehmer verpflichtet sich, im erlaubten Ausmaß Überstunden
zu leisten, sofern nicht berücksichtigungswürdige Gründe auf Seiten
des Arbeitnehmers entgegenstehen. Diese dürfen grundsätzlich nur
über ausdrückliche Anordnung des Arbeitgebers gemacht werden. Der
Arbeitnehmer ist verpflichtet, die von ihm geleisteten Mehrarbeitsstunden/Überstunden detailliert aufzuzeichnen und wöchentlich dem Arbeitgeber zur Abzeichnung vorzulegen.
a) Die Abrechnung der Mehrarbeitsstunden/Überstunden erfolgt laut
Kollektivvertrag für das Tischlergewerbe anhand der vom Arbeitnehmer aufgezeichneten und vom Arbeitgeber abgezeichneten
Arbeitszeitaufstellung.
b) Der Arbeitnehmer erhält für seine geleisteten Überstunden eine
Überstundenpauschale für durchschnittlich 5 Überstunden pro
Monat.
c) Zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer kann im Einzelfall auch
vereinbart werden, Mehrarbeitsstunden und Überstunden in Form
von Zeitausgleich abzugelten.
d) Durch die Überstundenpauschale sind alle vom Arbeitnehmer
geleisteten Mehr- und Überstunden im rechtlich erlaubten Ausmaß abgegolten.
Arbeiter/innen-Dienstvertrag mit Korrekturen
Seite 3/5
-4-
8. ERKRANKUNG
Der Arbeitnehmer hat jede Arbeitsverhinderung unverzüglich dem Arbeitgeber bekannt zu geben und bei Arbeitsverhinderungen, die krankheitsbedingt sind, unverzüglich eine kassen- oder gemeindeärztliche
Bestätigung über Beginn, voraussichtlicher
Dauer und Ursache der Arbeitsunfähigkeit vorzulegen. Diese Bestätigung hat einen Vermerk zu enthalten, dass der zuständigen Krankenkasse eine Arbeitsunfähigkeitsanzeige mit den obigen Angaben übermittelt wurde. Der Arbeitnehmer nimmt zur Kenntnis, dass er bei Nichteinhaltung dieser Verpflichtung für die Dauer der Säumnis den Anspruch
auf Entgeltfortzahlung verliert. Der Arbeitnehmer verpflichtet sich, zu
Unrecht bezogenes Entgelt zurückzuzahlen.
9. URLAUB
a) Es wird vereinbart, dass der Anspruch nach Arbeitstagen (Gesamtstunden) berechnet wird. Der Gesamturlaubsanspruch pro
Dienstjahr besteht daher im Ausmaß von 25 Arbeitstagen.
b) Der Arbeitnehmer ist damit einverstanden, dass 2 Wochen seines
Gebührenurlaubes als Betriebsurlaub in den Monaten Juli und
Jänner konsumiert werden.
c) In den Monaten Juni und Dezember ist eine Konsumation des Urlaubes aus betrieblichen Gründen nicht möglich.
10. KÜNDIGUNGSFRIST UND KÜNDIGUNGSTERMIN
a) richten sich nach dem Kollektivvertrag für das Tischlergewerbe
und beträgt eine Woche. Das Arbeitsverhältnis kann nur zum Ende der Arbeitswoche gelöst werden.
11. NAME UND ANSCHRIFT DER MITARBEITERVORSORGEKASSE:
In unserem Betrieb wurde für die Mitarbeiter folgende Mitarbeitervorsorgekasse ausgesucht: BAWAG/ALLIANZ, Hietzinger Kai 101-105, 1130
Wien.
Arbeiter/innen-Dienstvertrag mit Korrekturen
Seite 4/5
-5-
12. VERFALL
Sämtliche Ansprüche aus dem gegenständlichen Arbeitsverhältnis müssen bei sonstigem Verfall innerhalb von vier Monaten ab Fälligkeit des
Anspruches eingeschrieben geltend gemacht werden. Bei rechtzeitiger
Geltendmachung bleibt die gesetzliche Verjährungsfrist von drei Jahren
gewährt.
13. Es gilt der Kollektivvertrag für das Tischlergewerbe
Kollektivvertrag, aushangpflichtige Gesetze, Betriebsvereinbarungen sowie sämtliche auf diesen Arbeitsvertrag anzuwendenden
Rechtsvorschriften liegen im Büro auf.
14. Änderungen der hier festgehaltenen Rechte und Pflichten, die nicht
unmittelbar auf Gesetz, Kollektivvertrag oder Betriebsvereinbarung
beruhen, werden schriftlich mitgeteilt bzw. vereinbart. Für den Fall
einer länger als einen Monat dauernden Auslandstätigkeit werden
die Entsendungsbedingungen gesondert schriftlich festgehalten.
30.10.2005
.....................................................
Ort, Datum
.....................................................
Dienstgeber
....................................................
Dienstnehmer
Arbeiter/innen-Dienstvertrag mit Korrekturen
Seite 5/5
FREIER DIENSTVERTRAG
abgeschlossen zwischen
_________________________
(im Folgenden kurz „Auftraggeber/in“ genannt)
_________________________
_________________________
und
Herrn / Frau
_________________________
Adresse
_________________________
geboren am
_________________________
Telefonnummer
_________________________
(im Folgenden kurz „Persönliche Assistenz" genannt) wie folgt:
I. AUFTRAGSDURCHFÜHRUNG
Der Persönlichen Assistenz obliegt die
Hilfestellung und Unterstützung in allen
Lebensbereichen.
Die Persönliche Assistenz ist grundsätzlich an die vom/von der Auftraggeber/in festgelegten Dienstzeiten gebunden, abgesehen davon, dass die
Persönliche Assistenz jederzeit und bei
Bedarf von einer anderen Persönlichen
Assistentenz vertreten werden kann.
Verhinderungsgrund ist nicht nur
Krankheit und Urlaub, sondern auch z.
B. Vorlesungen, Prüfungen oder ähnliFreier Dienstvertrag mit Fehlern
ches. Die Vertretungen sind der/dem
Auftraggeber/in bekanntzugeben. In
der Regel werden die Dienstzeiten vorher festgelegt. Im Bedarfsfall können
kurzfristig Änderungen vom/von der
Auftraggeber/in getroffen werden. Der
Dienstort ist überall dort, wo der/die
Auftraggeber/in Hilfestellung und Unterstützung benötigt.
II. ENTGELT
Für die unter Punkt I. genannte Tätigkeit erhält die Persönliche Assistenz
Montag bis Samstag € ______, Sonnund Feiertag
€ ______ für jede
Seite 1/2
volle Stunde der eigentlichen Assistenzleistung.
Das Honorar wird vom/von der Auftraggeber/in auf ein der Persönlichen
Assistenz genanntes Konto überwiesen.
Der Anspruch auf Honorar entsteht mit
10. des nächsten Kalendermonates.
hinderung ist jedenfalls umgehend
dem/der Auftraggeber/in zu melden.
Gegebenenfalls kann die Persönliche
Assistenz im Einvernehmen mit
dem/der Auftraggeber/in selbst für eine
Vertretung aus dem Kreis des MitarbeiterInnen Teams sorgen.
III. KOSTENAUFWAND
Vl. ERKLÄRUNG
Sämtliche Aufwendungen, die der Persönlichen Assistenz durch die Vorbereitung bzw. Ausübung der vertragsgegenständlichen Tätigkeit erwachsen,
sind von ihm/ihr selbst zu tragen.
Die Persönliche Assistenz erklärt, dass
er/sie die vom/von der Auftraggeber/in
aufgetragenen Hilfestellungen und Unterstützungen mit Sorgfalt und Gewissenhaftigkeit durchführt. Das Vertrauensverhältnis zwischen Auftraggeber/in
und Persönlicher Assistenz ist in keiner
Weise zu missbrauchen. Informationen,
die den/die Auftraggeber/in betreffen,
dürfen nicht an Außenstehende weitergegeben werden. Dies betrifft sowohl
Auftraggeber/in als auch Persönliche
Assistenz.
IV. STEUERN UND ABGABEN
Aus diesem Vertrag fallen gelegentlich
für den/die Auftraggeber/in und die
Persönliche Assistenz Steuern und Abgaben (Sozialversicherung und Einkommensteuervorauszahlung) in gesetzlicher Höhe an. Diese Steuern und
Abgaben werden vom/von der Auftraggeber/in einbehalten und abgeführt.
Bei der vertragsgegenständlichen Tätigkeit handelt es sich um einen freien
Dienstvertrag, der nicht der vollen Versicherungspflicht unterliegt. Unfallversicherung wird vom/von der Auftraggeber/in bezahlt.
V. LEISTUNGSVERHINDERUNG
Die Persönliche Assistenz trägt das Risiko einer Erkrankung selbst. Die Ver-
___________________________
Auftraggeber/in
Übergebene Wohnungsschlüssel sind
sorgfältig zu verwahren und nach Auflösung des freien Dienstvertrages zurückzugeben. Bei Verlust hat die Persönliche Assistenz die dadurch entstehenden Kosten zu tragen.
VII. VERTRAGSDAUER
Der Vertrag gilt unbefristet und kann
von beiden Seiten unter Einhaltung einer Kündigungsfrist von 2 Wochen gelöst werden.
___________________________
Persönliche Assistenz
Ort, Datum
Freier Dienstvertrag mit Fehlern
Seite 2/2
FREIER DIENSTVERTRAG
abgeschlossen zwischen
_________________________
(im Folgenden kurz „Auftraggeber/in“ genannt)
_________________________
_________________________
und
Herrn / Frau
_________________________
Adresse
_________________________
geboren am
_________________________
Telefonnummer
_________________________
(im Folgenden kurz „Persönliche Assistenz" genannt) wie folgt:
I. AUFTRAGSDURCHFÜHRUNG
Der Persönlichen Assistenz obliegt die
Hilfestellung und Unterstützung in allen
Lebensbereichen.
Die Persönliche Assistenz ist grundsätzlich an die vom/von der Auftragg eber/in festgelegten Dienstzeiten gebunden, abgesehen davon, dass die
Persönliche Assistenz jederzeit und bei
Bedarf von einer anderen Persönlichen
Assistentenz vertreten werden kann.
Verhinderungsgrund ist nicht nur
Krankheit und Urlaub, sondern auch z.
B. Vorlesungen, Prüfungen oder ähnliches. Die Vertretungen sind der/dem
Freier Dienstvertrag mit Korrekturen
Auftraggeber/in bekanntzugeben. In
der Regel werden die Dienstzeiten vorher festgelegt. Im Bedarfsfall können
kurzfristig Änderungen vom/von der
Auftraggeber/in getroffen werden. Der
Dienstort ist überall dort, wo der/die
Auftraggeber/in Hilfestellung und Unterstützung benötigt.
II. ENTGELT
Für die unter Punkt I. genannte Tätigkeit erhält die Persönliche Assistenz
Montag bis Samstag € ______, Sonnund Feiertag
€ ______ für jede
volle Stunde der eigentlichen Assistenzleistung.
Seite 1/2
Das Honorar wird vom/von der Auftraggeber/in auf ein der Persönlichen
Assistenz genanntes Konto überwiesen.
Der Anspruch auf Honorar entsteht mit
10. des nächsten Kalendermonates.
III. KOSTENAUFWAND
Sämtliche Aufwendungen, die der Persönlichen Assistenz durch die Vorbereitung bzw. Ausübung der vertragsgegenständlichen Tätigkeit erwachsen,
sind von ihm/ihr selbst zu tragen.
IV. STEUERN UND ABGABEN
Aus diesem Vertrag fallen gelegentlich
für den/die Auftraggeber/in und die
Persönliche Assistenz Steuern und Abgaben (Sozialversicherung und Einkommensteuervorauszahlung) in gesetzlicher Höhe an. Diese Steuern und
Abgaben werden vom/von der Auftraggeber/in einbehalten und abgeführt.
Bei der vertragsgegenständlichen Tätigkeit handelt es sich um einen freien
Dienstvertrag, der nicht der vollen Versicherungspflicht unterliegt. Unfallversicherung wird vom/von der Auftraggeber/in bezahlt.
V. LEISTUNGSVERHINDERUNG
Die Persönliche Assistenz trägt das Risiko einer Erkrankung selbst. Die Ver-
___________________________
Auftraggeber/in
hinderung ist jedenfalls umgehend
dem/der Auftraggeber/in zu melden.
Gegebenenfalls kann die Persönliche
Assistenz im Einvernehmen mit
dem/der Auftraggeber/in selbst für eine
Vertretung aus dem Kreis des MitarbeiterInnen Teams sorgen.
Vl. ERKLÄRUNG
Die Persönliche Assistenz erklärt, dass
er/sie die vom/von der Auftraggeber/in
aufgetragenen Hilfestellungen und Unterstützungen mit Sorgfalt und Gewissenhaftigkeit durchführt. Das Vertrauensverhältnis zwischen Auftraggeber/in
und Persönlicher Assistenz ist in keiner
Weise zu missbrauchen. Informationen,
die den/die Auftraggeber/in betreffen,
dürfen nicht an Außenstehende weitergegeben werden. Dies betrifft sowohl
Auftraggeber/in als auch Persönliche
Assistenz.
Übergebene Wohnungsschlüssel sind
sorgfältig zu verwahren und nach Auflösung des freien Dienstvertrages zurückzugeben. Bei Verlust hat die Persönliche Assistenz die dadurch entstehenden Kosten zu tragen.
VII. VERTRAGSDAUER
Der Vertrag gilt unbefristet und kann
von beiden Seiten unter Einhaltung einer Kündigungsfrist von 2 Wochen gelöst werden.
___________________________
Persönliche Assistenz
Ort, Datum
Freier Dienstvertrag mit Korrekturen
Seite 2/2
Abteilung/Referat
WERKVERTRAG
abgeschlossen zwischen
...................................................................................,
Adresse...........................................................................................,
und
Herrn/Frau
.......................................................................................................
Adresse...........................................................................................,
im Folgenden kurz Auftragnehmer/in genannt.
Vertragsgegenstand
ist Vermittlung/Geschäftsanbahnung im Rahmen der XY- Callcenter
Ges.m.b.H. Es entsteht durch diese Tätigkeit kein
sozialversicherungspflichtiges Dienstverhältnis, die Agenten/Innen sind
selbständig tätig und verpflichten sich, für die Versteuerung des
Einkommens selbst Sorge zu tragen.
Es obliegt den Agenten/Innen für die XY- Callcenter Ges.m.b.H. tätig zu
werden, eine Verpflichtung dazu entsteht aufgrund dieses
Vertragsverhältnisses aber nicht.
Honorar
Die Bezahlung richtet sich nach den durchgeführten Akquisitionen und
beträgt dabei XX% des jeweiligen Kaufwertes zuzüglich einer Prämie von
€ XX ab einem Verkaufvolumen von € XX brutto.
Vertragsort
Die Vertragserfüllung findet in den Räumlichkeiten der XY- Callcenter
Ges.m.b.H. statt.
Arbeitszeit
Die Arbeitszeit kann innerhalb der Geschäftszeiten der XY-Callcenter
Ges.m.b.H jeweils von Mo bis Fr, jeweils zwischen 8:00 und 20:00 Uhr frei
gewählt werden.
Werkvertrag mit Fehlern
Seite 1/2
Infrastruktur
Die erforderliche Infrastruktur wird, soweit sie nicht von den
Auftragnehmern erbracht werden kann, von der XY- Callcenter Ges.m.b.H.
zur Verfügung gestellt. Dies begründet jedoch keinesfalls ein
dienstnehmerähnliches Vertragsverhältnis.
Sozialversicherung
Es erfolgt keine Anmeldung zur Sozialversicherung durch die XYCallcenter Ges.m.b.H. die Auftragnehmer haben für die allenfalls
gegebene Sozialversicherungspflicht selbst Sorge zu tragen.
Gewerbeschein
Die Agenten/Innen verpflichten sich, einen Gewerbeschein bei der
Wirtschaftskammer zu lösen. Dies ist Voraussetzung für das Tätigwerden
für die XY- Callcenter Ges.m.b.H.
Verschwiegenheitspflicht
Die Agenten/Innen verpflichten sich, über alle Betriebsgeheimnisse und
sonstige Informationen, die im Rahmen der Tätigkeit auch über Kunden
erworben wurden, Stillschweigen zu bewahren. Allenfalls entstehender
Schaden ist mit einer Ersatzleistung von € 5000,- zu begleichen. Diese
Konventionalzahlung unterliegt nicht dem richterlichen Mäßigungsrecht.
Mit diesem Honorar sind sämtliche Aufwendungen abgegolten.
Bankverbindung: ................... BLZ: ............. KontoNr: ............
Fälligkeit des Honorars ..................................
Um Übermittlung der Honorarnote im laufenden Kalenderjahr wird
ersucht.
Wien, am ...................................
Der/die AuftraggeberIn:
Werkvertrag mit Fehlern
Der/die Auftragnehmer/in:
Seite 2/2
Abteilung/Referat
WERKVERTRAG
abgeschlossen zwischen
...................................................................................,
Adresse...........................................................................................,
und Herrn/Frau
.......................................................................................................
Adresse...........................................................................................,
im Folgenden kurz Auftragnehmer/in genannt.
Vertragsgegenstand
ist Vermittlung/Geschäftsanbahnung im Rahmen der XY- Callcenter
Ges.m.b.H. Es entsteht durch diese Tätigkeit kein
sozialversicherungspflichtiges Dienstverhältnis, die Agenten/Innen sind
selbständig tätig und verpflichten sich, für die Versteuerung des
Einkommens selbst Sorge zu tragen.
Es obliegt den Agenten/Innen für die XY- Callcenter Ges.m.b.H. tätig zu
werden, eine Verpflichtung dazu entsteht aufgrund dieses
Vertragsverhältnisses aber nicht.
Honorar
Die Bezahlung richtet sich nach den durchgeführten Akquisitionen und
beträgt dabei XX% des jeweiligen Kaufwertes zuzüglich einer Prämie von
€ XX ab einem Verkaufvolumen von € XX brutto.
Vertragsort
Die Vertragserfüllung findet in den Räumlichkeiten der XY- Callcenter
Ges.m.b.H. statt.
Arbeitszeit
Die Arbeitszeit kann innerhalb der Geschäftszeiten der XY-Callcenter
Ges.m.b.H jeweils von Mo bis Fr, jeweils zwischen 8:00 und 20:00 Uhr frei
gewählt werden.
Werkvertrag mit Korrekturen
Seite 1/2
Infrastruktur
Die erforderliche Infrastruktur wird, soweit sie nicht von den
Auftragnehmern erbracht werden kann, von der XY- Callcenter Ges.m.b.H.
zur Verfügung gestellt. Dies begründet jedoch keinesfalls ein
dienstnehmerähnliches Vertragsverhältnis.
Sozialversicherung
Es erfolgt keine Anmeldung zur Sozialversicherung durch die XYCallcenter Ges.m.b.H. die Auftragnehmer haben für die allenfalls
gegebene Sozialversicherungspflicht selbst Sorge zu tragen.
Gewerbeschein
Die Agenten/Innen verpflichten sich, einen Gewerbeschein bei der
Wirtschaftskammer zu lösen. Dies ist Voraussetzung für das Tätigwerden
für die XY- Callcenter Ges.m.b.H.
Verschwiegenheitspflicht
Die Agenten/Innen verpflichten sich, über alle Betriebsgeheimnisse und
sonstige Informationen, die im Rahmen der Tätigkeit auch über Kunden
erworben wurden, Stillschweigen zu bewahren. Allenfalls entstehender
Schaden ist mit einer Ersatzleistung von € 5000,- zu begleichen. Diese
Konventionalzahlung unterliegt nicht dem richterlichen Mäßigungsrecht.
Mit diesem Honorar sind sämtliche Aufwendungen abgegolten.
Bankverbindung: ................... BLZ: ............. KontoNr: ............
Fälligkeit des Honorars ..................................
Um Übermittlung der Honorarnote im laufenden Kalenderjahr wird
ersucht.
Wien, am ...................................
Der/die AuftraggeberIn:
Werkvertrag mit Korrekturen
Der/die Auftragnehmer/in:
Seite 2/2
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Kunst und Fotos
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