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Baggern wie die Großen - VC Stuttgart

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Sport
Nummer 37 • Dienstag, 14. Februar 2012
25
Dereck Chisora
riskiert eine
dicke Lippe
Brite provoziert Vitali Klitschko vor
dem WM-Kampf an diesem Samstag
Begeisterung in der Stuttgarter Scharrena: 100 Kinder im Alter von acht bis 14 Jahren sowie sechs Profi-Spielerinnen von Bundesligist Smart Allianz Stuttgart waren beim Volleyball-Camp voll
bei der Sache und hatten dabei auch noch richtig viel Spaß
Fotos: Baumann; Illustration: Fotolia
Baggern wie die Großen
Mitmachaktion: Das Volleyball-Camp der Stuttgarter Nachrichten und Fielmann begeistert 100 Kinder
Es wuselt in der Scharrena in
Stuttgart. 200 Kinderfüße tippeln
auf dem Parkett, 100 Bälle fliegen in
die Luft – und mittendrin im
Trainingscamp: sechs Volleyballerinnen von Smart Allianz Stuttgart.
Von Simon David
STUTTGART. Elena Boy lacht – wie so oft
an diesem Tag. Dann wirft die Achtjährige den Ball in die Höhe, spreizt ihre
Finger und pritscht die lila-gelbe Kugel
sanft noch mal nach oben. „Super“, ruft
Nadja Schaus, und die kleine Stuttgarterin erschrickt. Mit dem Lob hatte sie
nicht gerechnet. Mit offenem Mund und
weit aufgerissenen Augen schaut das
kleine Mädchen zu der deutschen Volleyball-Nationalspielerin auf. Die ist
mit 1,88 Metern fast doppelt so groß wie
sie – aber lächelt mindestens genauso
schön. „Ich habe noch nie Volleyball gespielt“, verrät Elena. Und prompt gibt’s
ein Extra-Lob. „Dafür machst du’s aber
schon richtig gut“, sagt Nadja Schaus
und geht in die Knie.
Auf Augenhöhe angekommen, gibt’s
noch ein paar Tipps von der Mittelblockerin von Bundesligist Smart Allianz
Stuttgart. „Beim Pritschen nicht so weit
die Hände auseinander machen“, sagt
Schaus – und Elena huscht ein Lachen
übers Gesicht. Es ist nicht das einzige
Kinderlächeln an diesem Sonntag in der
Scharrena. Ach was, die 100 Kinder –
vorwiegend Mädchen im Alter von acht
bis 14 Jahren – haben Spaß beim Training mit den sechs Jugendtrainern des
VCStuttgart.Dochammeistengefälltes
den Nachwuchsvolleyballern, dass die
sechs Bundesligaspielerinnen gemeinsam mit Maskottchen Charly mit ihnen
baggern und schmettern.
DieStuttgarterNachrichtenermöglichen in Kooperation mit Fielmann den
hautnahen Kontakt zu den VolleyballProfis.Unddaskommtan.JenniGlauert
undAnnalenaMüllersindjedenfallsaus
dem Häuschen. „Das macht wahnsinnig
Spaß“, sagt Annalena, die beim VfB
Eberdingen spielt, und für ihre
Freundin Jenni Glauert ist der KontaktmitdenProfis„einfacheintolles Erlebnis“.
Und für die Spielerinnen?
„Es ist doch klar, dass wir da
mitmachen. Schließlich hätten wir uns in dem Alter auch
gefreut, wenn es so ein Camp gegeben hätte“, sagt Doreen Engel.
Flore Gravesteijn, Evelyn Delogú,
Tatjana Zautys und Kim Renkema sehen das auch so. Sie nicken zustimmend.
Nur Jan Lindenmair wundert sich: „Eigentlich sollten lediglich drei Spielerinnen mit den Kleinen trainieren, doch es
sind sechs gekommen – ganz freiwillig.
Das spricht für unser Team“, sagt der
Smart-Allianz-Coach.
Zumal der Bundesliga-Tross noch bis
in die frühen Morgenstunden unterwegs
gewesen ist. Die Heimreise nach dem
3:1-Sieg in Potsdam dauerte lang. „Wir
sinderstumkurznach4UhrinStuttgart
angekommen“, berichtet Lindenmair.
DochfürseineSpielerinnenkeinGrund,
das Trainingscamp zu verpassen. Sie
machen jeden Spaß an diesem Tag mit.
Unangenehmistihnennichts.Nichteinmal die Fragestunde. Antworten gibt es
auf alles: „Raucht ihr eigentlich?“, will
Maren Weiland (10) aus Stuttgart wissen. „Natürlich nicht!“, schallt es im
Chor zurück.
Ein Geschenk hat zum Abschluss
noch Andy Hippe im Gepäck. Der Niederlassungsleiter von Fielmann in
WaiblingenverteiltFreikarten.„Fürdas
Bundesliga-Spiel am 25. Februar gegen
Rote Raben Vilsbiburg erhält jedes Kind
zwei Tickets“, erklärt er und betont:
„Fielmann unterstützt gerne Aktionen,
bei denen Kinder in Bewegung sind –
und dabei Spaß haben.“ Elena Boy ist
der beste Beweis dafür. In ihrem blauen
Dresslächeltsieschonwieder,alssieden
Ball in ihre neue Sporttasche packt.
MÜNCHEN (sid/StN). Es ist wie vor jedem
Kampf von Vitali Klitschko: Der Gegner
spuckt große Töne, und der Box-Weltmeister aus der Ukraine reagiert völlig gelassen
darauf. Auch in München wischte Klitschko die Verbalattacken lächelnd beiseite.
Fünf Tage vor dem Duell gegen Herausforderer Dereck Chisora um die WBC-Weltmeisterschaft im Schwergewicht am
Samstag (22.10 Uhr/RTL) parierte der
Champion die starken Töne des Briten mit
spielerischer Leichtigkeit. „Du bist hart,
wild und hungrig. Doch es gibt ein Aber:
Du hast den falschen Gegner“, entgegnete
Klitschko Chisora während einer Pressekonferenz.
Zuvor hatte der „Del Boy“, der zuletzt
eine umstrittene Niederlage gegen den
Finnen Robert Helenius erlitten hatte, eine
dickeLipperiskiert.DerBritekündigtean,
dass es „Zeit für einen neuen König“ sei.
Die Klitschko-Brüder hätten „den Sport
getötet, den ich liebe“. Zudem rieche er bei
Klitschko „die Angst, etwas Großes zu verlieren“. Nur: Weiche Knie bekam der
Ukrainer deshalb nicht. Vitali Klitschko
gab zwar zu, beeindruckt vom Gegner zu
sein. Chisora sei der „stärkste Herausforderer im Moment“, den Gürtel werde der
Brite in der Olympiahalle dennoch nicht
bekommen. Denn die Ansage des 27-Jährigen, Klitschko in der achten Runde ausknocken zu wollen, habe ihn nur zusätzlich
angestachelt. „Mit dem Eindruck von dir
habe ich mich vorbereitet, ich bin bereit
wie noch nie“, sagte Klitschko. „Auch du
kannstmichnichtstoppen“,ließerChisora
wissen. Was wohl auch für dessen Landsmann David Haye gilt.
Der angedachte „Superkampf“ zwischen Vitali Klitschko und dem Briten im
Sommer ist nämlich offenbar geplatzt.
„David Haye hat unser Angebot abgelehnt“, verriet Klitschkos Manager Bernd
Bönte, „ich glaube nicht, dass er der nächste Gegner ist.“
Kurz berichtet
Watzke verlängert bis 2016
Borussia Dortmund hat auch die letzte
Personalie im erfolgreichen Führungstrio
des Vereins geklärt. Der Deutsche Fußballmeister band nach Trainer Jürgen
Klopp und Sportdirektor Michael Zorc
nun auch seinen Geschäftsführer HansJoachim Watzke bis 2016 an sich.
Begehrt: Ein Servus von
Pia Walkenhorst
Drei Spiele Sperre für Ottl
Das Sportgericht des Deutschen FußballBunds (DFB) hat Andreas Ottl von Hertha
BSC für drei Spiele gesperrt. Der Mittelfeldspieler hatte im Bundesliga-Spiel
beim VfB Stuttgart (0:5) nach einem rüden Foul an Tamas Hajnal Rot gesehen.
Rangers melden Insolvenz an
Die Glasgow Rangers haben Insolvenz
angemeldet. Damit will der schottische
Fußball-Rekordmeister den britischen
Steuerbehörden zuvorkommen, die Nachzahlungen in Höhe von 49 Millionen
Pfund (rund 58,5 Millionen Euro) fordern.
Dem Club droht nun in der Liga ein Abzug von zehn Punkten.
Olympia 2020 in Tokio?
Tokio will die Olympischen Sommerspiele
2020 ausrichten. Am Montag übergab das
Bewerbungskomitee der japanischen
Hauptstadt die Unterlagen an das Internationale Olympische Komitee (IOC) in
Lausanne. Neben Tokio bewerben sich
auch Rom, Madrid, Istanbul, Doha und
Baku um die Spiele 2020.
Boy verletzt
Angesteckt vom Volleyball-Virus: Andy Hippe (li.) von Fielmann bei der Ballannahme
So geht Baggern: Kim Renkema macht’s vor
Rückschlag für Turn-Vize-Weltmeister
Philipp Boy (24) in der Olympia-Vorbereitung: Wegen einer Entzündung des rechten Handgelenks hat der Cottbuser seine
Teilnahme am ersten Mehrkampf-Weltcup Anfang März in New York abgesagt.
Ein Neuer für Ludwigsburg
Basketball-Bundesligist EnBW Ludwigsburg hat einen Ersatz für Donatas
Zavackas gefunden: der 2,03 m große
Power Forward Matt Howard (23) kommt
von Olympiakos Piräus und soll schon an
diesem Mittwoch (20 Uhr) im Heimspiel
gegen BG Göttingen sein Debüt geben.
Mehr Bilder im Netz!
Alle Bilder vom Volleyball-Camp in der
Scharrena finden Sie unter:
http://stn.de/volleyball
Tipps von Nationalspielerin Nadja Schaus
BeliebtbeidenKids:DasMaskottchenCharly
Pritschen: Trainer Jan Lindenmair am Netz
Das Zitat
„Ich habe die Botschaft
verstanden“
Fußball-Nationalspielerin Linda
Bresonik, die bei den vergangenen zwei
Länderspielen nicht nominiert war, über
ihre Rückkehr
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Seele and Geist
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