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Man soll die Feste feiern, wie sie fallen ABACUS öffnet sich und holt

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Pages 4/2005 Aktuell
Partner
Man soll die Feste feiern, wie sie fallen
ABACUS öffnet sich und holt sich Komplimente
W
ie jedes Jahr im Herbst hat ABACUS auch heuer zur Partner-Conference ins hauseigene Auditorium
eingeladen, um neue Funktionen, Lösungen und strategische Entwicklungen zu präsentieren. Der
Einladung folgten rund 250 ABACUS-Berater. Alle zeigten sich positiv überrascht, dass sich die ABACUSSoftware von nun an vom standardisierten Endprodukt zum flexiblen Werkzeug ändern soll.
Das Auditorium war an beiden Partnertagen bis zum letzten Platz mit rund 250
Personen gefüllt. Den Anfang der diesjährigen Präsentation markierte ein Korkenknall. Aber nicht die letzten zwanzig erfolgreichen Jahre sollten damit gefeiert
werden, sondern mit dem perlenden Saft
sollte auf die nächsten zwanzig angestossen werden. Denn laut Claudio Hintermann und Daniel Senn, den beiden Entwicklungsverantwortlichen von ABACUS,
bedeutet die Version 2006 den Anfang
eines neuen Wegs. Von nun an hat der
Kunde die Wahl, welche Serverplattform,
welches Betriebssystem, welche Datenbank und was für eine Integration er haben will. ”Na ja, dann mal Prost.” Stichwortgeber war aber anstelle der bisher
üblichen Kabarettisten und Komiker diesmal der Presseverantwortliche von ABACUS
und gleichzeitig der Schreibende dieses
Artikels. Anders als Bühnenprofis, die einen
Schwips auch mal simulieren können, verliess dieser am Ende des Morgens zwar
völlig stimuliert, aber auch leicht havariert
die Präsentationsbühne. Denn es gab wirklich vieles, wegen dem es sich lohnte, das
Glas zu erheben, anzustossen und zu trinken. Summa summarum macht ABACUS
auch nach zwanzig Jahren harter und kontinuierlicher Arbeit genau so weiter wie
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bisher. Das heisst, ABACUS Research wird
weder verkauft noch plant sie, irgendwelche artfremde neue Firmen zu kaufen, sondern sie fokussiert sich, wie ihr ganzer
Name ja intendiert, voll und ganz auf ihre
Spezialität: an technologisch vorderster
Front Software zu entwickeln und zu forschen.
Die neuen Änderungen sind so zahlreich
und weit reichend, dass von einem Paradigmenwechsel im Hause ABACUS zu reden ist. Basierte bisher die ABACUS-Software neben Novell und Linux primär auf
der Basis von Wintel (Windows/Intel), sollen nun serverseitig neben der Intel-Plattform auch andere (64-Bit)-Prozessorenwelten wie PowerPC und Sparc unterstützt
werden. Gab es bisher nur ein starres, statisches Benutzerkonzept, wird in Zukunft
ein rollenbasiertes anpassbares Menüsystem das Erscheinungsbild von ABACUS
2006 bestimmen. Statt nur die Pervasive
SQL-(PSQL)-Datenbank steht nun mit
MSSQL, MySQL oder Oracle ein ganzer
Strauss an Datenbanken zur Auswahl des
Anwenders. War bis heute die Suchmaschine ein separates Modul, wird sie in der
kommenden Version integriert sein. Bot
das System bis heute nur wenig standardisierte Schnittstellen wie etwa ASCII und
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ODBC (Open Database Connectivity) an,
gesellt sich nun unter anderem mit SOAP
(ursprünglich Simple Object Access Protocol) ein Protokoll dazu, mit dessen Hilfe
sich Daten zwischen verschiedenen Systemen austauschen und Aufrufe auf entfernte Rechner durchführen lassen. SOAP
stützt sich auf die Dienste anderer Standards wie etwa XML zur Repräsentation
der Daten und Internet-Protokolle zur
Übertragung von Nachrichten. Kurz und
bündig: ABACUS wird in der Version 2006
flexibler und offener.
Meilensteine setzen
”Prost, definitiv interessant, ein zweiter
Schluck.” Ein weiterer Meilenstein kündigt
sich jetzt in der ABACUS-Geschichte an. Es
geht zwar immer noch um ABACUS-Software, aber in Bälde hat der Anwender die
Wahl, selber zu entscheiden, mit welcher
Datenbank, unter welchem Betriebssystem
von Windows 64 über Linux 64 bis zu Solaris oder OS X und auf welchem Prozessor
er arbeiten will. Bis jetzt habe ABACUS,
wie Claudio Hintermann ausführte, auf solche Wahlfreiheiten verzichtet. Der Grund:
Man fürchtete sich bisher vor einem zu
grossen Support-Aufwand. Doch die Wahlfreiheit sei heute ein Gebot der Stunde. Mit
der Version 2006 müssen sich auch die
Vertriebspartner allenfalls neu positionieren. Da jede Plattform eigene Investitionen
in Know-how, Mitarbeiter und Support erfordere, solle jeder Partner grundsätzlich
selber entscheiden, in welche Plattform er
bereit sei zu investieren, erklärte Hintermann.
Um die neuen Aufgaben wahrzunehmen,
hat ABACUS zwei neue Einsatzgebiete kreiert und zwei neue Leiter bestimmt. Mit
Karl Sippel gibt es einen Verantwortlichen
für ”Integration und Drittapplikationen”
und mit dem langjährigen ”MicrosoftPartnerbetreuer” Joachim Vetter einen ausgesprochenen Szenenkenner als Verantwortlichen für ”Developer and Customer
Relationship”. ”Prost und viel Glück den
beiden”.
Die neuen Funktionen von Version 2006
Die neue ABACUS-Version enthält die neue
PSQL-Fassung 9.5. Sie ist zusammen mit
der SQL-Engine vorinstalliert. Mit PSQL 9
lassen sich mehrere Datenbanken gleichzeitig verwalten. Die Pervasive-Lösung
erkennt die Tabellen selbständig und verknüpft sie miteinander. Dabei ermöglicht
sie den Zugriff auf die ursprünglichen nativen Datentypen. So können ABACUS-Tabellen nur in Form von Zusatztabellen gelesen, aber nicht beschrieben werden. Wie
vorgeführt, werden alle Schnittstellen als
SOAP für alle Applikationen einheitlich
werden. Sie sind in Java programmiert. Sie
sind Client/Server-tauglich und basieren
auf der ABACUS-Savelet/Viewlet-Technologie. Aber auch alte ASCII-Formate werden
weiterhin unterstützt.
Dank dynamischem Caching und Ressourcenallozierung lassen sich jetzt maximale
Tabellengrössen von bis zu 128 GByte zuweisen. Eine neue Tabellenkompression reduziert die Grösse der Tabellen um zwischen 40 und 70 Prozent ihres ursprünglichen Volumens.
Gemeindelösung ist besser integriert
und ABACUS telefoniert
Zwei externe Beiträge dürften den Wert
der ABACUS-Version 2006 weiter steigern.
Sie stammen von InnoSolv und Kull.
Mit der Ausgabe 2006 kommen insgesamt
über 25 Erweiterungen zum Zug, die die
Gemeinde- und Energielösung NEST / IS-E
von InnoSolv betreffen. Sie berücksichtigen
insbesondere den Kundenwunsch nach
verbesserter Integration. So lassen sich etwa online Stammdaten aus Belegarten,
VESR-Definitionen, MWST oder Kontierungen direkt aus ABACUS abfragen. Die
neue serverseitige Integration der Belege
und Adressen ermöglicht es via AbaNetDienst und Webservices, Adressmutationen
nach der Gemeindelösung NEST und der
Energielösung IS-E zu schreiben oder aus
ABACUS-Mahnspesen mit IS-E zu verrechnen. EBPP (Electronic Bill Presentment and
Payment oder elektronische Rechnungsstellung und -bezahlung) wird via AbaNet
vom Release 4.0 noch probehalber im
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Pilotbetrieb und von der Ausgabe 2006
generell unterstützt. Last but not least ist
vorgesehen, den Support zu vereinfachen.
Einen akustischen Höhepunkt verspricht
das Resultat der Zusammenarbeit mit der
Firma Kull zu werden. Die Version 2006 integriert mit der serverbasierten Software
CETIS die Computertelefonie. Die Computertelefonie-Integration (CTI) ermöglicht
es, dass bei einem eingehenden Anruf
ABACUS-Daten umgehend angezeigt werden. Indem sich ABACUS-Rufnummern in
CETIS importieren lassen, kann man Rufnummern auch direkt aus ABACUS anwählen. Adressen von Telefonnummern, die
nicht in den ABACUS-Daten enthalten
sind, werden von CETIS automatisch in anderen Applikationen wie Twixtel, Outlook
und ETV von Swisscom Directories gesucht. Auch erstellt es ein Journal aller abgehenden und ankommenden Anrufe und
zeigt besetzte Anschlüsse an. Um CETIS
einzusetzen, benötigt man nebst der
ABACUS Adressverwaltung Version 2006
eine CTI-fähige Teilnehmervermittlungsanlage mit den zugehörigen Lizenzen für den
TAPI-Driver, Lizenzen für die CTI-Lösung
CETIS und einen Windows-Server.
Was bereits die Presse vermeldet hatte,
wurde nun auch den Partnern direkt mitgeteilt. ABACUS plant im Herbst 2006 eine
eigene voll integrierte Baulösung anzubieten. Ziel ist es, mit neuen technischen
Bauprogrammen und einer Werkhoflösung
im Baugewerbe (Hoch-, Tief- und Untertagebau) sowohl funktional als auch technisch neue Massstäbe zu setzen.
Danach informierte Hewlett-Packard über
ihre neue Serverstrategie mit DoppelkernProzessoren von Intel und AMD und Postfinance gab bekannt, dass sie ABACUSVertriebspartner und deren Kunden mit
besonderen Marketing-Aktionen unterstützen will. Dazwischen informierte Ernst
Mock über die Einsatzmöglichkeiten von
VMware mit ABACUS-Software. Diese Lösung emuliert nicht nur ein Betriebssystem,
sondern stellt einen virtuellen PC-Server
zur Verfügung. Auf der virtuellen Maschine
lassen sich mehrere Betriebssysteme wie
DOS, Windows, Linux und Netware instal-
lieren und betreiben. Diese Lösung bietet
eine optimale Testumgebung, hilft den
richtigen Server zu konsolidieren und eignet sich optimal für Demos. Jedenfalls
wurde mitgeteilt, dass das interne
ABACUS-System seit kurzem auf einer virtuellen Maschine in Form eines GSX-Servers läuft.
Eindrücke und Ausblicke
Zu guter Letzt sei erwähnt, dass das Publikum fast ebenso viele Möglichkeiten wie
der Schreibende hatte, auf die diversen Lösungen und Strategien von ABACUS anzustossen. Die Reaktionen auf den neuen
Weg fielen fast ebenso positiv aus wie jene
auf die kredenzten Weine und Speisen, die
es im grossen tiefen Keller des firmeneigenen Al Covo ausgiebig gab. So meinte Roberto Meniconi von der Bewida: ”Das war
ein super Tag. Vor allem hat sich bei mir
viel Zuversicht entwickelt, dass sich die
zukünftigen Herausforderungen gut meistern lassen. Ich bin sehr froh, dass Ihr diesen Weg eingeschlagen habt.” Sein Kollege
Andreas Bierbaum ergänzte, was viele
dachten: ”ABACUS öffnet sich und das ist
gut!” Präzisierend ergänzte Guido Morger
von der Fidevision: ”Dank dem Neuen werden sich diverse Branchen neu für ABACUS
öffnen. Jedenfalls Gratulation, hinter den
Neuerungen steckt viel Schweiss.” Einfach
nur gratulieren wollte Nicole Keller von
Hi-Cube: ”Gratuliere! Wieder einmal viele
und vor allem in der Praxis gut nutzbare
Neuerungen.”
Hinzuzufügen bleibt, dass beinahe alle
Module der ABACUS-Software Erweiterungen und Neuerungen erfahren haben,
dass hier einzig und allein der Platz nicht
ausreicht, um sie alle zu erwähnen. •
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Seele and Geist
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