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In keiner anderen Klasse sitzt der Primus so fest im Sattel wie bei

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Vergleichstest Mazda 3, Peugeot 308, VW Golf
Neue Gegner
In keiner anderen Klasse sitzt der Primus so fest im Sattel wie bei den Kompakten.
Und in keiner zweiten Klasse gibt es so viele Herausforderer. Dieses Mal
messen sich die neuen Mazda 3 und Peugeot 308 mit dem VW Golf – alle drei
treten mit Vierzylinder-Benzinern um 120 PS gegeneinander an.
60 21/2013
IM VERGLEICH
MAZDA 3 SKYACTIV G 120: 120 PS,
0–100 km/h in 9,9 s, ab 20 290 Euro
Peugeot 308 125 THP: 125 PS,
0–100 km/h in 10,2 s, ab 18 850 Euro
VW GOLF 1.4 TSI: 122 PS,
0–100 km/h in 9,6 s, ab 21 800 Euro
M
achen wir es kurz: König VW Golf
ist auch dieses Mal nicht zu stürzen. Nicht vom Mazda 3 und nicht
vom Peugeot 308. Oder hatte das jetzt ernsthaft jemand erwartet? Dennoch sprechen
beide nagelneuen Kompakten zu Recht viele Interessenten an – weil sie auf ihre Art
attraktiv sind. Denn beide machen keinen
Hehl aus ihrem Charakter.
Nehmen wir zunächst den Mazda 3:
Schon das Design offenbart sein Wesen. Die
Karosserie ist sportlich zugespitzt, dynamisch f ließend, an markanten Stellen plastisch herausmoduliert. Der Testwagen tritt
als Sports-Line mit eindrucksvollen 18-Zoll-
Rädern an und festigt damit seine Rolle als
Athlet im Dreier-Umfeld.
Folglich hält er es eher mit der legeren
Mode, hübscht im Innenraum notdürftig
entgratetes Hartplastik immerhin an den
gut sichtbaren Stellen mit Klavierlack-Dekor auf. Hochwertigkeit beschränkt sich bei
ihm auf den direkt um den Fahrer gruppierten Bedienbereich – etwa die mit einem
Chromkranz versehenen Regler der Klimaanlage; sie rasten spür- und hörbar ein.
Doch schon die sehr einfachen Türverkleidungen halten diesem Niveau nicht stand
und bieten außer einer Flaschenmulde
nicht einmal Standardablagen.
Den analogen Tacho hat Mazda eingespart, zeigt das Tempo in den Instrumenten
nur noch per Zahlen an sowie auf dem
Head-up-System. Letzteres ist einzigartig in
der Kompaktklasse; leider projiziert es unscharfe Zeichen. Außerdem liest der 3 während der Fahrt auf Wunsch Facebook-Posts
vor, wenn der Fahrer sein internetfähiges
Handy mit dem Infotainment-System koppelt. Schon das dürfte für die Generation
Smartphone ein Kaufgrund sein.
Bedienung nach Art des iPad
Auch der Peugeot will sich auf Höhe der
App-Zeit zeigen und bietet internetbasierte
21/2013 61
Vergleichstest
Zusatzdienste sogar ohne Koppelung des
mobilen Telefons an – via UMTS-Datenstick,
der erst für 345 Euro erworben und dann
in den USB-Schacht gesteckt werden muss.
Im Preis enthalten sind zudem die Gebühren für Datenverbindungen und Roaming
in 17 europäischen Ländern. Und es erfordert das Navigationssystem Plus, das beim
Testwagen in Allure-Version serienmäßig
ist. In einem so genannten App-Store können viele Zusatz-Funktionen erworben werden, allerdings ist das Vorlesen der Facebook-Posts nicht darunter.
Diktat der bestmöglichen Lösung
Am Ende der Connectivity-Kette steht der
Golf. Gegen Aufpreis bietet er lediglich einen WLAN-Zugang an, der ihn zum rollen-
5,8 Sekunden
weniger als der Peugeot
benötigt der Golf für einen
Überholvorgang im fünften
Gang (von 80 auf 120 km/h)
auf einer Kraftfahrstraße
1
ams-Messwerte auf Seite 66
den Hotspot macht. Doch damit kann man
heute einen Smartphone-Junkie nicht mehr
locken. Der VW fokussiert sich eher auf
einfachste Bedienbarkeit und maximalen
Alltagsnutzen. Sein Credo sind praktische
Lösungen. So lässt sich die Hutablage unter
dem doppelten Ladeboden verstauen. Dieser
wiederum wird von kleinen Rasten fixiert
– übrigens auch beim Hochklappen, was
äußerst praktisch ist. Zudem bietet er die
meisten Ablagen und den meisten Platz, ist
am besten verarbeitet und hat die umfangreichste Sicherheitsausstattung samt bester
Bremsen.
Das mögen alles keine reißerischen Argumente sein. Doch gerade der IngenieursGeist lässt den Golf so durchdacht erscheinen und gestaltet das Leben in und mit ihm
einfacher. Der VW macht den Alltag vielleicht nicht bunter, aber Routinefahrten
angenehmer, eben weil sich alles dem Diktat
der bestmöglichen Lösung unterordnet. Und
weil seine Federung mit den optionalen ad-
Mazda Mit Hubraum wider den Downsizing-Trend
Gut aufs Gas ansprechender
Zweiliter-Sauger mit eher
verhaltenem Durchzug und
selbst ohne Downsizing mit
ausgeprägtem Sparwillen
Beim Beladen mit Sperrigem
helfen der breite Ausschnitt
des Kofferraums und die
weit aufschwingende Heckklappe
Peugeot Lang übersetzter und zäher Vierzylinder
Seine Aufladung merkt man
dem 1,6-Liter kaum an – er
ist trotz früh anliegendem
maximalem Drehmoment erstaunlich durchzugsschwach
Größter Kofferaum im Vergleich, aber beim Umlegen
der Rücksitzlehne bleibt
eine Stufe. Kein doppelter
Ladeboden
VW Kräftiger Durchzug und beste Fahrleistungen
Der kleinste Vierzylinder
(1,4-Liter-Turbo) ermöglicht
die besten Fahrleistungen
und Elastizitätswerte. Zudem
läuft er am ruhigsten
62 21/2013
Viele praktische Lösungen
wie der doppelte Ladeboden
machen den Kofferraum gut
nutzbar. Zudem ist er sehr
sauber verarbeitet
Vergleichstest
aptiven Stoßdämpfern einen unerreichten
Komfort bietet.
Gerade beim Fahrwerk haben sich die
Entwickler des Peugeot den Golf zum Vorbild genommen. Vor allem auf Asphaltaufbrüchen beeindruckt der 308 mit ähnlich
gutem Schluckvermögen, rollt allerdings
geräuschvoller ab. An seine Grenzen stößt
das 308-Fahrwerk erst bei starker Zuladung
– es geht dann bei derben Bodenwellen auf
Block und lässt in Kurven deutliche Wankbewegungen zu.
Davon abgesehen ist der kompakte Franzose ein angenehm ruhiger und ausgeglichener Begleiter auf langen Strecken. Sein
Cockpit ist schlicht, aber hochwertig gestaltet; bewusst will Peugeot hier eigene Wege
gehen und platziert die Instrumente auf
7 Meter
früher als der Mazda steht
der VW bei einer Vollbremsung
aus 140 km/h. Das entspricht
der Länge eines Mercedes
Sprinter Transfer 35
2
ams-Messwerte auf Seite 66
oder ganz und müssen dann das kleine
Lenkrad unnatürlich tief stellen. Dessen
geringer Durchmesser mag noch als Besonderheit durchgehen, obwohl es an Rennwagen erinnert und damit im eigentlich gediegenen 308 wie ein Fremdkörper wirkt. Auch
die direkte Übersetzung dürfte unter Kurvenliebhabern durchaus Freunde finden.
Doch diese werden sich über mangelnde
Rückmeldung durch die starke Lenkunterstützung beschweren.
Im Fond nur zweite Klasse
dem Armaturenbrett. Das passt vor allem
für Sitzriesen gut, denn sie blicken übers
Lenkrad auf Tacho und Drehzahlmesser.
Andere dagegen verdecken sich mit dem
Kranz den Blick auf die Anzeigen teilweise
Der Versuch, sich hier als Dynamiker zu
profilieren, konterkariert die Ausgewogenheit des Peugeot – man erwartet eigentlich
mehr noble Gelassenheit, zumal in diesem
edlen und gleichzeitig modernen Ambiente
Mazda Head-up-Display und zentraler Dreh-Drück-Steller
Der freistehende, sieben
Zoll große Touchscreen
in Tablet-Optik ist ab der
mittleren Ausstattungslinie
Center-Line serienmäßig
Ähnlich wie im Mazda 6 gibt
es einen Dreh-Drück-Steller
mit Metallring hinter dem
Schalthebel. Er rastet satt
ein und liegt gut in der Hand
Peugeot Reduzierte Bedienung im hochwertigen Umfeld
Nahezu die gesamte Bedienung läuft über den mittig
eingebauten Touchscreen –
auch die Klimaanlage muss
darüber geregelt werden
Hoch platzierte Instrumente,
die das Lenkrad teilweise
verdecken, und ein Drehzahlmesser, der gegen den
Uhrzeigersinn läuft
VW Durchdachte Lösungen, aber teure Sonderausstattung
Die Struktur des Bediensystems ist logisch und intuitiv
zu begreifen, die Kartendarstellung des (teuren) Navigationssystems hervorragend
64 21/2013
Gasannahme, Härte der
Stoßdämpfer, Lenkunterstützung und Abstimmung des
ESP lassen sich ebenfalls
über den Monitor verändern
Vergleichstest
5,4 Liter
Downsizing-Motoren müssen nicht zwangsläufig niedrigere Verbrauchswerte erzielen
rund ums Instrumenten-Board. Dass sich
die Hochwertigkeit nicht bis zum Handschuhfach durchzieht und auch bei der
Verarbeitung des Kofferraumes gespart wurde, ist aber schade und kostet Bewertungspunkte. Zusätzlich muss sich der 308 vorhalten lassen, dass beim Umklappen der
Rücksitzlehne eine Stufe entsteht und die
Hintensitzenden sich nur wie in der zweiten
Klasse untergebracht vorkommen: Die massigen Vordersitze kosten Bein- und Fußfreiheit, die Ellbogen stoßen an die seitlichen
Verkleidungen.
Auch der in der Länge deutlich gewachsene Mazda kommt bei der Platzausbeute
nicht an den großzügig wirkenden Golf her-
DATEN UND
Motorbauart/Zyl.-Zahl
Hubraum
cm3
Leistung
kW (PS)
bei 1/min
max. Drehm.
Nm bei 1/min
Schadstoffeinstufung
CO2-Ausstoß
g/km
Leergewicht/Zuladung
kg
Länge × Breite
mm
× Höhe
Radstand
mm
Wendekreis li./re.
m
Gepäckraum
L/VDA
Anhängelast/gebr.
kg
Tankinhalt
L
Innenbreite v./h.
mm
Innenhöhe v./h.
mm
Normsitzraum
mm
Testwagenbereifung
Kraftübertragung
Beschleunigung
0 – 40 km/h
0 – 80 km/h
0 – 100 km/h
0 – 120 km/h
0 – 130 km/h
0 – 140 km/h
0 – 160 km/h
0 – 400 m
60 – 100 km/h (IV./V. G.)
80 – 120 km/h (V./VI. G.)
Höchstgeschw.
s
s
km/h
Mazda 3
Skyactiv-G 120
Sports-Line
Peugeot 308
125 THP
Allure
Reihe/4
Reihe/4
1998
1598
88 (120)
92 (125)
6000
6000
210 bei 4000
200 bei 1400
Euro 5
Euro 5
119
134
1298/517
1297/473
4465 × 1795
4253 × 1804
× 1450
× 1457
2700
2620
11,4/11,5
10,5/10,8
364/1263
420/1228
600/1300
615/1400
51
53
1480/1460
1460/1430
1020/965
1025/970
670
690
215/45 R 18 W
225/45 R 17 V
Dunlop
Michelin
SP Sport Maxx TT
Pilot Sport 3
Vorderradantrieb Vorderradantrieb
SechsgangSechsganggetriebe
getriebe
2,3
6,8
9,9
14,2
16,7
19,6
27,4
17,1
2,3
6,8
10,2
14,5
17,1
20,2
28,2
17,2
10,0/14,5
14,9/23,3
195
11,7/14,4
17,4/22,6
203
VW Golf
1.4 TSI
Highline
66 21/2013
ams-Messwerte auf dieser Seite
ration, muss aber ganz nach alter Schule
ohne Turbolader auskommen. Mazda sieht
offensichtlich keine Notwendigkeit für
Downsizing, will den Verbrauch über innermotorische Maßnahmen senken. Und tatsächlich lässt sich der 3 nahezu ähnlich
sparsam wie der Golf bewegen, unterbietet
den 308 im Schnitt mit drei Zehntelliter auf
100 Kilometer.
Trotz deutlich später anliegendem maximalem Drehmoment beschleunigt der Mazda auch besser als der Peugeot – und muss
sich erst dem VW geschlagen geben: Dessen
Turbo-Vierzylinder legt viel motivierter los
und schiebt vor allem im mittleren Drehzahlbereich spürbar kräftiger an. Man
Reihe/4
1395
90 (122)
5000
200 bei 1500
Euro 5
120
1286/434
4255 × 1799
× 1452
2637
11,1/11,0
380/1270
610/1400
50
1485/1445
1020/975
695
225/45 R 17 W
Dunlop
Sport Maxx RT
Vorderradantrieb
Sechsganggetriebe
2,3
6,5
9,6
13,3
15,6
18,5
26,0
16,8
1
8,0/10,7
11,6/15,0
203
Fahrzeugtyp
Mazda 3
Skyactiv-G 120
Sports-Line
Peugeot 308
125 THP
Allure
VW Golf
1.4 TSI
Highline
37,3
37,2
37,8
73,9
42
107
6,9
3 5,4
8,9
739
Superbenzin
6,5
4,3
5,1
35,8
36,1
36,3
69,8
41
100
7,2
5,7
9,2
736
Superbenzin
7,9
4,6
5,8
34,5
36,2
34,9
2 66,9
44
102
6,8
3 5,4
8,7
735
Superbenzin
6,6
4,3
5,2
65
67
71
74
63
66
68
71
63
65
69
71
64,0/63,6
131,6/126,9
63,5/63,3
132,4/131,1
65,7/64,9
135,2/134,2
69/47
72/52
71/52
58,–
253,–*
79,–*
441,–*
80,–
259,–
68,–
400,–
48,–
236,–
71,–
315,–
Euro
Euro
201,–
370,–
204,–
380,–
190,–
346,–
Euro
23 290,–
–
1500,–
600,–
•/–
22 700,–
–
2300,–5)
•
–/•
23 450,–
1000,–
1650,–
2315,–
•/–
Bremsweg
m
aus 100 km/h kalt leer
aus 100 km/h kalt bel.
aus 100 km/h warm bel.
aus 140 km/h kalt leer
aus 100 km/h nass
µ-split-Bremsweg
Testverbrauch
L/100 km
min. (ams-Verbrauchsrunde)
maximal
Reichweite
km
NEFZ-Verbrauch
L/100 km
Stadt
über Land
gesamt
Innengeräusch
dB(A)
bei 80 km/h
bei 100 km/h
bei 130 km/h
bei 160 km/h
Fahrversuche
leer/bel.km/h
Slalom 18 m
ams-Wedelgasse
ams-Ausweichgasse
Ein-/Ausfahrgeschwindigkeit
Festkosten
Steuer
Haftpflicht
Teilkasko2)
Vollkasko3)
Unterhaltskst. im Monat4)
bei 15 000 km/Jahr
bei 30 000 km/Jahr
Grundpreis
adaptives Fahrwerk
Lederausstattung
Navigationssystem
Bi-Xenon-/LED-Scheinwerfer
für die Punktwertung sind die im zweithöchsten (60 bis 100 km/h) und höchsten (80 bis 120 km/h) Gang erzielten Werte maßgebend;
2)
ohne SB; 3) mit 150 Euro SB; 4) ohne Wertverlust; 5) Paketinhalt; * = vorläufige Angaben; • = Serie; – = nicht lieferbar
1)
3
-MESSWERTE
Fahrzeugtyp
Elastizität1)
an, doch das ließ bereits sein gedrungenes
Äußeres erwarten. Wie im Peugeot fehlt es
Großgewachsenen hinten an Beinauf lage,
während sich die Vorneplatzierten über gut
stützende Wangen freuen können. Diese
werden goutiert, sobald der Kompakte aus
Japan quirlig über die Landstraße fegt. Sein
straffes, aber keineswegs hartes Fahrwerk
gibt dem Fahrer ebenso jederzeit Rückmeldung über die Griffigkeit des Asphalts wie
die präzise Lenkung.
Dazu passt das äußerst knackig zu schaltende Getriebe und der gut aufs Gas ansprechende Zweiliter-Vierzylinder, der hier völlig aus dem Rahmen fällt. Er verfügt zwar
über ein Start-Stopp-System samt Rekupe-
können Mazda und VW auf
100 Kilometer genügen. Für
Benziner sind das hervorragende Werte. Der Peugeot
kommt minimal auf 5,7 Liter
Euro
Vergleichstest
ERGEBNISSE
Fahrzeugtyp
(Maximalpunktzahl)
Karosserie
Innenmaße
Raumgefühl
Kofferraum
Zuladung
Funktionalität
Instrumente
Rundumsicht
Zusatzausstattung
Qualitätsanmutung
Summe
Sicherheit
(10)
(10)
(15)
(10)
(10)
(10)
(15)
(5)
(15)
(100)
Passive Sicherheitsausstattung
Aktive Sicherheit
Licht
Bedienbarkeit
Bremsweg kalt leer (100 km/h)
Bremsweg nass, leer (100 km/h)
Bremsw. kalt beladen (100 km/h)
Bremsw. warm bel. (100 km/h)
Verzögerung aus 140 km/h
Pedalgefühl
µ-split-Stabilität
µ-split-Bremsweg
Summe
Fahrkomfort
Federung leer
Federung beladen
Sitze vorn
Sitze hinten
Klimatisierung
Innengeräusch-Messwerte*
Geräuscheindruck
Summe
Antrieb
Laufkultur
Durchzugskraft
(15)
(15)
(10)
(10)
(10)
(5)
(5)
(10)
(5)
(5)
(5)
(5)
(100)
VW Golf
1.4 TSI
Highline
Peugeot 308
125 THP
Allure
Mazda 3
Skyactiv-G
120 Sp.-Line
9
9
10
7
9
10
12
5
13
8
7
12
9
7
8
11
4
12
8
8
10
10
7
8
8
3
10
84
78
72
10
9
9
10
8
5
3
8
4
5
4
4
9
7
8
7
7
5
3
6
4
5
4
4
8
8
8
8
5
5
3
5
3
5
4
3
79
69
65
Fahrzeugtyp
(Maximalpunktzahl)
Leistungsentfaltung
Schaltung/Getriebeabstufung
Beschl./Höchstgeschwindigkeit
Elastizität
Testverbrauch
Reichweite
Summe
Fahreigenschaften
Handling
Lenkung
Traktion/Wintertauglichkeit
Geradeauslauf/Windempfindl.
Wendekreis
Fahrsicherheit leer
Fahrsicherheit beladen
Fahrdynamik
Summe
Eigenschaftswertung
Umwelt
Minimalverbrauch
Emissionsverhalten
Leergewicht
Stand- und Fahrgeräusch*
Summe
Kosten
(25)
(15)
(20)
(10)
(10)
(10)
(10)
(100)
(15)
(10)
24
12
18
9
8
10
9
21
10
17
7
8
10
8
18
12
18
7
8
7
8
90
81
78
9
8
8
6
8
6
Grundpreis*
Ausstattung*
Aufpreisgestaltung
Wiederverkaufschancen
Festkosten für 5 Jahre*
Wart./Rep. 100 000 km*
Kraftstoffkosten 100 000 km*
Garantie
Summe
Gesamtwertung
* Bester erhält volle Punktzahl
(5)
(10)
(20)
(20)
(20)
(5)
VW Golf
1.4 TSI
Highline
Peugeot 308
125 THP
Allure
Mazda 3
Skyactiv-G
120 Sp.-Line
4
8
16
8
13
4
3
7
15
2
12
4
5
9
16
2
13
4
(100)
70
57
63
(15)
(10)
(10)
(5)
(10)
(25)
(15)
(10)
12
10
8
5
3
24
14
8
11
8
8
5
4
24
14
7
13
9
8
5
2
24
14
6
(100)
(500)
(20)
(15)
(10)
(5)
84
407
81
366
81
359
12
12
8
5
11
12
8
5
12
13
7
5
(50)
37
36
37
(25)
(10)
(5)
(10)
(10)
(15)
(15)
(10)
22
6
3
8
10
15
15
5
25
8
4
6
9
15
14
5
24
10
4
6
9
13
15
7
(100)
(650)
84
528
86
488
88
484
1
2
3
FAZIT
1 VW
2 Peugeot
3 Mazda
Mit deutlichem Abstand liegt der Golf
vorne, ist nach wie vor der Geräumigste,
Komfortabelste sowie Sicherste seiner
Klasse und hat den kräftigsten Motor.
Der neue 308 bietet deutlich mehr Komfort als sein Vorgänger und holt den geringen Vorsprung zum Mazda in den Kapiteln
Karosserie sowie Sicherheit.
Angesichts des Längen-Zuwachses sind
seine Platzverhältnisse enttäuschend.
Der 3 gefällt dafür mit hoher Agilität und
umfangreicher Ausstattung.
meint, einen Motor der nächsthöheren Leistungsklasse zu fahren, so groß ist der Unterschied.
Und das steht stellvertretend für den ganzen Vergleichstest. Außer im Kostenkapitel
können weder Mazda noch Peugeot den VW
schlagen. Gleichstand erringt der 3 noch bei
der Umwelt-Wertung, doch überall sonst
zieht der Golf davon, deklassiert seine Konkurrenten teilweise gar. Er bietet sowohl die
beste Raumausnutzung und einfachste Bedienung als auch die durchdachteste Funktionalität und umfangreichste Sicherheitsausstattung.
Doch der größte Unterschied offenbart
sich gerade beim Fahren. Obwohl er mit
satten Geräuschen beim Zuwerfen der Türen und angenehmem Widerstand beim
Betätigen der Knöpfe und Regler ebenso wie
der Lenkung eine gediegene Schwere und
Solidität vermittelt, wirkt der Golf in Kurven überhaupt nicht behäbig. Er bietet den
besten Federungskomfort und wankt dennoch beim schnellen Ausweichen kaum.
Und er erzielt die besten Fahrleistungen,
ohne mehr Kraftstoff zu verbrauchen. Klar,
dass diese Perfektion ihren Preis hat.
68 21/2013
Meister im Sowohl-als-auch
Der Golf ist der Meister im Sowohl-als-auch,
beherrscht den Spagat am geschmeidigsten,
wird zum Konsens-Star, ohne sich selbst un-
treu zu werden. Auf die Politik übertragen
wäre er der perfekte Regierungschef, dem
man nur eines vorwerfen könnte: Er will es
allen recht machen und verliert dadurch
etwas an Ausdrucksstärke.
Gerade durch ihre Andersartigkeit beweisen
seine Konkurrenten Charakter: Der Mazda
als Sportler mit starker optischer Präsenz,
der Peugeot als erster Großserien-Allrounder, der den Bediengedanken von Apple
aufgreift – und am Ende nach Punkten weit
abgeschlagen hinter dem Golf, aber knapp
vor dem 3 liegt.
Text: Marcus Peters
Fotos: Achim Hartmann
G
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Automobil
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